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BOUGHT WITH
TIER INCOME FROM THE
BEGUN IN 1858.
Platon’s
GEORG LAS.
Mit
Einleitung und Anmerkungen
von
Eduard Jahn.
eWiıen.
Druck und Verlag von Oarl Gerold’s Sohn.
1859. _
U SZ, 360
1873 ‚ gan: 29.
Meinem geliebten Lehrer,
dem k. k. Schulrathe in Krakau
Andreas Wilhelm,
tiefster Ehrfurcht
gewidmet.
Vorwort.
Die Grundsätze, welche mich bei der Bearbei-
tung des vorliegenden Dialogs leiteten, sind durchaus
dieselben, welche ich mir bei Platon’s „Protagoras“
(Wien, bei C. Gerold’s Sohn, 1857) aufgestellt habe.
In ihnen findet sowohl die Beschaffenheit des Commen-
tars als auch die der Einleitung ihre Rechtfertigung.
Vor allem hielt ich es bei der Abfassung einer
Schulausgabe, durch deren Hilfe die Schüler der Gym-
nasien aus dem „Gorgias* noch etwas mehr, als grie-
chische Vocabeln, lernen sollen, für Pflicht, sämmt-
liche Hilfsmittel, die in den einschlägigen Werken
deutscher Gelehrten bisher geboten sind, sorgfältig zu
benützen. Bei den einzelnen Stellen anzuführen, was
ich meinen Vorgängern verdanke, und was eigene Zu-
gabe ist, war durch die Natur einer Schulausgabe aus-
geschlossen.
In den Anmerkungen nahm ich vorzüglich auf
die in dieser Hinsicht allgemein geschätzte Ausgabe
von G. Stallbaum (2. Auflage, Gotha 1840) Rück-
sicht; daneben bot der Commentar L. Heindorfs
noch immer Beachtenswerthes. Die Bearbeitung von
C. G. Findeisen (Gotha 1796) leistete namentlich
durch den reichhaltigen index graecitatis gute Dienste,
während dagegen aus der ebenfalls vergliechenen Aus-
gabe von L. Hörstel (Göttingen 1797) nichts zu gewin-
nen war.
VI
"Mit O. ist auf die griechische Schulgrammatik
von G. Curtius, mit Kr, auf die gr. Sprachlehre für
Schulen von K. W. Krüger (3. Auflage, Berlin 1350)
verwiesen.
Der Text ist nach C. Fr. Hermann’s Recension
in der Teubnerischen Ausgabe abgedruckt. Die nicht
erheblichen Abweichungen finden sich am Ende der
Einleitung verzeichnet.
In der Einleitung fanden die bezüglichen Unter-
suchungen von Schleiermacher und Steinhart
und in der anonym erschienenen Ausgabe des „Gor-
gias“ bei Engelmann, Leipzig 1857, ihre gebührende
Beachtung. Ueberdies wurden die Forschungen von
F. Susemihl, C. Fr. Hermann, Fr. Ast und Jos.
Socher, besonders aber die Monographien von Sy-
brand (dissertatio literaria de Platonis Gorgia, Harlem
41829) und H. E. Foss (de Gorgia Leontino commen-
tatio, Halle 1828), ferner die betreffenden Partien in
den Geschichtswerken über die griechische Philosophie
von Brandis, E. Zeller (2. Auflage, I. Theil, Tü-
bingen 1856), A. Schwegler, Ritter und Preller
(2. Auflage, Gotha 1857) sorgfältig berücksichtigt. In
der Gliederung des Dialogs hielt ich mich zunächst
an die „Platonischen Studien“ (Wien 1858) meines
hochverehrten Lehrers H. Bonitz, dem ich für seine
freundliche Unterstützung in der gegenwärtigen Ar-
beit mich zu innigstem Danke verpflichtet bekenne.
Troppau den 21. April 1859.
Kduard Jahn,
Einleitung.
I.
Inhaltsübersicht,
Sokrates, begleitet von seinem Freunde Chairephon, steht
im Begriffe zu einer &mlösıkıg des Sophisten Gorgias zu gehen;
erfährt aber von Kallikles, der eben aus seinem Hause — in
welchem Gorgias als Gast wohnt — heraustritt, dass er bereits post
Jestum komme. Chairephon, welcher an dieser Versäumniss Schuld
trägt, verspricht den Fehler auch wieder gut zu machen; denn Gorgias,
sein Freund, werde ihnen wohl den Vortreg wiederholen. Sokrates
wünscht eigentlich nicht diesen zu hören, sondern vielmehr von
dem Sophisten Aufschluss über das Wesen seiner Kunst zu erhalten. 447 c.
Da sie mittlerweile, von Kallikles geleitet, in das Haus ein-
getreten sind, fordert Sokrates den Chairephon, der ja mit Gorgias
näher bekannt zu sein behauptete, auf von diesem zu erkunden,
„wer er sei?“ Chairephon wendet sich nun an Gorgias mit der 447d.
Frage, ob er wirklich, wie es heisse, sich Öffentlich bereit erkläre
über jeden beliebigen Gegenstand Rede zu stehen?
Kaum hat sich dieser zu einer Probe hiervon erboten, als
sein Freund Polos sich anheischig macht ihn, der von dem vielen
Beden bereits erschöpft sei, zu vertreten. Also stellt Chairephon
— seines Meisters Sokrates gewöhnliche Inductionsmanier nach-
abmend — an Polos die Frage, welche Kunst Gorgias eigemtlich
verstehe? da Polos, anstatt einfach dieselbe anzugeben, in hoch-
trabendem Wortschwali erklärt, es sei dieses die schönste aller 448 c.
Künste; so richtet Sokrates mit der Bemerkung, Polos scheine
wohl Redekunst studiert zu haben, wisse aber nieht sich zu untpr-
reden, indem er, nach dem Namen der Kunst gefragt, ein unnö-
tkiges Lob derselben vorgebraohh habe, die nämliche Frage an Gor-
gias selbst.
Platon’s
GORBRGELAS.
Mit
Einleitung und Anmerkungen
von
Eduard Jahn.
eWien.
Druck und Verlag von Carl Gerold’s Sohn.
1859. _
x EINLEITUNG.
wieder in zwei Theile — die Gesetzgebung (vouoderınn) und die
Gerechtigkeit — zerfällt. Im Körperlichen entspricht der erstern
die Turnkunst (yovuvaorınn), der letzteren die Heilkunst. Diesen
vier wahren Künsten sind eben so viele Afterkünste, nämlich die
vier Arten der Schmeichelei, entgegen gesetzt, welche, obgleich sie:
sowohl der Seele als auch dem Leibe nur einen täuschenden An-
strich von Wohlbefinden geben, in Wirklichkeit aber Verderben
bringen, bei der kinidisch thörichten Menge ‘ungleich höher, als
jene, geschätzt werden. Im Leiblichen ist das Sebeinbild der Heil-
kunde die Kochkunst, das der Gymnastik die Putzkunst; im Gei-
‚stigen birgt sich unter dem Scheine der Nomothetik die Sephistik,
465b. während hinter die Gerechtigkeit sich die Rhetorik versteekt. Diese
ist also eine Art Schmeichelei ; ist hässlich, weil sie nur dem An-
genehmen ohne dem Gute nachgeht ; ist keine Kunst, sundern blosse
Fertigkeit ohne rationale Begründung.
Gegen die Einreihung der Redner unter die Schmeichler
(n0oAanss) weist Polos auf ihre Macht im Staate hin, da sie ja,
wie Tyrannen, nach Gutdünken Confiscation, Verbannung , sogar
Hinrichtung bewerkstelligen, überhaupt alles durehsetzen können,
was sie wollen. Sokrates erwiedert: Die Redner besitzen keine
Macht, wofern diese für den Besitzenden etwas gutes sein muss;
und thun auch nicht, was sie wollen, indem „thun was man will“
und „thun wes gut dünkt“ kemeswegs identisch ist, wie Polos
487 d. glaubt. Denn die Menschen wollen nicht das, was sie eben thun,
468.a.sondern das, weshalb sie es than. Jedes Ding ist aber entweder
gut oder böse oder e:n Mittelding zwischen beiden, das bald gut
bald böse werden kann. Im letzteren Falle beabsichtigt man ein
solches eben so wenig, als das schlechthin Böse. Das Gute allein
schwebt als Ziel allen Handlungen vor. Wer nun ıhut, was ihm
gut dünkt, in Wahrheit aber böse ist, z. B. ungerechter Weise
468 d. Confiscation, Verbannung oder Hinrichtung verhängt, der thut
nicht, was er eigentlich will. Er besitzt demnach keine grosse
Macht. An und für sich erscheint Macht keineswegs begehrens-
werth , wenn sie nicht mit Gerechtigkeit verbunden ist. Denn das-
468b. Unrechtthün ist unter allen Uebeln das grösste, weit grösser, als
das Unreehtleiden. Darum gewährt Macht ohne Gerechtigkeit kein
470 a. Glück, weil den Gewaltthaten Strafe folgt. Der gute Mensch allein
ist glücklich, der Böse jederzeit unglücklich. Archelaos z. B. (auf
478.ihn nämlich beruft sich Polos zum Beweise des Gegentheils) der
sich durch eine Reihe von Freveln zum Könige von Makedonien
EINLEITUNG. xt
gemacht, und Lente seiner Art verdienen wahrhaftig bemitleidet zu
werden, mögen sie immerhin in den Augen der meisten Menschen
beneidenswertb erscheinen. Aber die Meinung der Menge beweist
in so wichtigen Lebensfragen nichts.
Unglücklich_also ist der Ungerechte auf jeden Fall, und zwar
in höherem Masse, wenn er der Strafe entgeht; weniger, wenn er
die Schuld büsst. Denn das Unrechtthun ist — wie Polos zuge-
steht — schändlicher als das Unrechtleiden ; somit auch sehlechter,
weil das Schöne mit dem Guten, das Schändliche mit dem Bösen
identisch ist. Das Sehöne ist nämlich entweder nützlich oder an-
genehm oder beides zugleich. Der höhere Grad des Schönen wird 4758,
folglich durch Ueberwiegen an Lust oder an Nutzen oder an beiden
bedingt. Bei dem Hässlichen findet dasselbe Verhältniss rück-
sichtlich des Schmerzens (Avrzn) und des Uebels (xaxo0v) statt.
Beim Unrechtthun im Vergleiche zum Unrechtleiden überwiegt nicht
der Schmerz, mithin das Uebel. Demnach ist das Unrechtthun
auch schlechter als das Unrechtleiden. Darum ist dieses jenem vor-
zuziehen.
Strafe leiden heisst mit Recht (gerecht) gezüchtigt werden. 476»,
Alles Gerechte als solches ist schön. Bei jedem Thun wird das.
Betroffene (Passive) in derselben Weise afficiert, in welcher die
Thätigkeit (Activität) geschieht. Wenn z. B. jemand heftig schlägt,
wird das Objeckt heftig geschlagen u. s. w. Wer Strafe leidet, ver-
bält sich passiv. Wird die Strafe mit Recht verhängt, so erfährt
er Gerechtee. Das Gerechte ist aber mit dem Schönen, also auch
mit dem Guten, identisch. Dem gerecht Bestraften widerfährt somit
Gutes, es wird ihm genützt: seine Seele wird gebessert und von
der Schlechtigkeit, d. h. von der Ungerechtigkeit, dem grössten 477 a,
Uebel, befreit. Denn unter den drei Debeln — Armuth am Ver-
mögen, Krankheit am Körper, Ungerechtigkeit an der Seele — ist
die Ungerechtigkeit weitaus am schlimmsten. Gleichwie die kör-477e.
perlich Kranken beim Arzte Heilung suchen, so sollen die mit der
Ungerechtigkeit Behafteten den Richter behufs der Bestrafung auf-
suchen. Diejenigen, welche nicht durch Strafe geheilt werden,
sind am unglücklichsten. Zu ihnen gehören Archelaos und andere478e,
Tyrannen , auch mächtige Redner. ”
Worin besteht nun der grosse Nutzen der Redekunst? Sich
mittelst derselben die verdiente Bestrafung abwenden wäre ja zum
eigenen Nachtheile. Höchstens scheint sie brauchbar um sich selber
und alle, für welche man Sorge trägt, nöthiges Falls anzuklagen,
XII EINLEITUNG.
480 e. und andrerseits den Feind, wenn er gefrevelt hat, von der gerechten
Strafe zu befreien, damit er in der Ungerechtigkeit verbleibe.
Bei der jetzt eingetretenen Pause — da Sokrates seine Wider-
481 b.legung zu Ende geführt hat und Polos nichts mehr zu entgegnen
weiss — wendet sich Kallikles an Chairephon mit der Frage, ob
denn Sokrates dieses im Ernste oder nur im Scherze gesagt habe ?
Chairephon antwortet, ihm scheine alles gehr ernstlich gemeint ;
übrigens sei es am besten Sokrates selbst darum zu fragen. Kal-
likles eröffnet nun seine Unterredung mit Sokrates durch die Be-
merkung, dass, wenn die so eben dargelegten Grundsätze ihre Rich-
tigkeit hätten, das ganze Treiben der Menschen in Verkehrtheit
versunken wäre. Nach einer zum Theile scherzhaft gehaltenen
Einleitung, worin Sokrates seine Liebe zur Philosophie, in welcher
die Principien — und zwar die grade jetzt entwickelten — unver-
änderlich feststehen, im Gegensatze zu des Kallikles Gunstbuhlen
beim Volke, was stets wechselndes Anschmiegen an die Launen
der Menge (d. h. Gesinnungs- und Charakterlosigkeit) bedingt,
scheinbar -beiläufig andeutet, fordert er den neuen Gegner auf den
Grundsatz, dass Unrechtthun ohne Strafe das äAusserste Uebel ist,
zu widerlegen.
48% c. Mit leidenschaftlicher Heftigkeit bricht nun Kallikles los.
Gorgias sei in Widersprüche verstrickt worden, weil er aus falscher
Scham nicht bestimmt versichert habe. demjenigen, welcher ohne
das Gerechte zu wissen an die Erlernung der Rhetorik gienge, auch
jene mangelnde Kenntniss beibringen zu können. Dies habe zwar
Polos gerügt, sei aber zuletzt selbst in Folge des Zugeständnisses,
dass Unrechtthun schändlicher sei als Unrechtleiden, in des Sokrates
dialektische Schlingen gerathen, der immer schlau das durch Satzung.
(vonos) Bestimmte mit dem von Natur sus Bechtem vermenge.
483a. Denn der Natur nach sei das Unrechtleiden, ein nur des hilflosen
Sklaven und nicht des freien Mannes würdiger Zustand, schänd-
licher ; das Gesetz hingegen, die Schutzwehr der Schwächlinge,
verwerfe das Unrechtthun. Aber naturgemäss unterjoche der Starke
ASA a.den Schwachen und durchbreche die unnatürlichen Gesetzesschran-
ken ; wie die Geschichte durch die Beispiele des Xerxes, Herakles
und unzählige andere beweise. Auch Sokrates werde noch zu die-
ser Einsicht gelangen, wenn er die Philosophie, die wohl im Ju-
gendalter bis zu einem gewissen Grade betrieben werden könne,
doch für das Mannesalter als unpraktisches Geschwätz sich schlech-
terdings nicht schicke, endlich einmal aufgebend mit wichtigeren
x
EINLEITUNG. XII
und nothwendigeren Dingen sich befassen wollte. Wie bei Euri-
pides Zethos seinen Bruder Amphion von der unnützen Musenkunst
abzuwenden sucht, so rathe er dem Sokrates sich ins praktische
Staatsleben einzuüben, sonst werde er sogar von einem verächt- 486 a.
lichen Widersacher wehrlos Unbilden erfahren und in Gerichtshän-
deln weder Rath noch Hilfe wissen.
Nachdem Sokrates die freundliche Fürsorge des Kallikles (iro-
nisch !) belobt hat , - der gerade der geeignete Mann sei ihm den
rechten Lebensweg zu zeigen, da er ja nebst Wohlwoll&n die ge-
hörige Einsicht sammt dem nöthigen Freimuthe besitze und auch
durch Scham sich nicht beirren lasse, wie Gorgias und Polos; bit-
tet er um genauere Belehrung, zunächst anknüpfend an den von
Kallikles aufgestellten Satz: „es ist gerecht, dass der Ueberlegene
(xositrov) den Geringeren unterjocht, und dass der Bessere mehr _
hat als der Schlechtere.* Ist „überlegen“ und „besser“ mit „stär-488b,
ker“ identisch ? Kallikles bejaht es. Demnach ist die Volksmenge,
welche die Gesetze gegen den Einzelnen aufstellt, stärker, somit
überlegen, somit auch besser, als dieser einzelne, Folglich erschei-
nen die vom Volke gegebenen Gesetze auch xar& Yvoı» als schön.
Nun gilt aber beim Volke allgemein Unrechtthun für schändlieher
als Unrechtleiden. Und so bleibt dieser angefochtene Grundsatz auch
„der Natur nach“ richtig. 480 a.
Nicht ohne spöttische Ausfälle gegen Sylbenstecherei gibt Kal-
likles seinen Worten eine solche Umdeutung, dass nicht an ein
Plus von physischer Kraft zu denken sei, sondern unter „überle-
gen“ nur „verständiger* gemeint werde. Ein verständiger Mann489 c.
gilt höher als tausend unverständige zusammen. Worin aber soll
sein „mehr haben“ (mi&o» &ysır) bestehen, und in welcher Bezie-
hung seine bessere Einsicht sich zeigen? Die einzelnen Handwerker
z. B. besitzen von Dingen, welche in ihr Fach einschlagen, rich-
tigere Kenntniss als- andere Leute. Sollen sie nun an Sachen, wie
Speisen, Kleidern u. dgl. mehr bekommen? Kallikles vervollständigt491 b,
seine Erklärnng dahin, dass diese bessere Einsicht in Bezug auf
Staatsangelegenheiten statt findet, und dass sie zugleich mit dem
Vermögen, gefasste Pläne auszuführen, verbunden sein muss. Wer
das besitzt, soll von Rechtswegen im Staate herrschen. Ist mis
dieser Herrschaft auch Herrschaft über sich selbst, Selbstbeherrschung,
verbunden ? fragt Sokrates. Keineswegs, antwortet Kallikles. Die
sogenannte Besonnenheit (Mässigung, 0@pg0CYYn) ist eigentlich
nur Thorheit. Ganz ungehörig heissen die Bedürfnisslosen glück-
XxIV EINLEITUNG.
lich; sonst würde auch den Steinen dieses Prädicat gebühren. Das
Recht nach der Natur (ròo xar«& Pvoı» Ölxaıov) fordert, dass der
echte Mann seine Leidenschaften zur grössten Höhe anwachsen
lässt, aber ihnen volle Befriedigung zu gewähren vermag. Zügel-
49% c. losigkeit (dxeAac.e), wofern sie nur sich zu behaupten vermag
(örcinovolav £ysı), ist in Wahrheit die naturgemässe Tugend und
Glückseligkeit. Wohl gleicht die Seele des Zügellosen einem
durchlöcherten Fasse, das unaufhörlich neuer Zuflüsse bedarf. Aber
grade hierin, in der Füllung (Stillung der Begierden) besteht die
494 a. Lust, nicht im Vollsein. Dem zufolge müsste man freilich auch
Kratzen als Stillung des Juckens u. dgl. für einen glückseligen
Zustand ansehen. Dessenungeachtet behauptet Kallikles nach wie
vor die absolute Identität des Angenehmen und des Guten. Das
Wissen aber und die Tapferkeit, deren im Früheren Erwähnung ge-
than worden, scheinen ihm sowohl unter sich als vom Angenehmen,
495d. somit (nach seiner Meinung) vom Guten ganz verschieden.
Dagegen argumentiert Sokrates also : Entgegengesetzte Zu-
stände und Beschaffenheiten, wie Gesundheit und Krankheit, Stärke
und Schwäche, gut und böse — erscheinen nicht zugleich, sondern
nach einander. Hungern, Dürsten, überhaupt jedes Bedürfniss und
jede Begierde an sich ist unangenehm. Hungernd essen, dürstend
trinken, überhaupt die Befriedigung jedes Bedürfnisses ist ange-
nehm. In diesem Momente fällt aber das Unangenehme und das
Angenehme, der Schmerz und die Lust, zusammen. Folglich kann
der Schmerz und das Böse einerseits, die Lust und das Gute an-
497 d. dererseits nicht identisch sein.
Kallikles, nicht mehr, wie früher, im Stande durch Verdrehung
seinen Sätzen einen anderen Sinn unterzuschieben, will das Ge-
spräch mit Sokrates, der ja immer bloss eitlo Spitzfindigkeiten vor-
bringe, nicht weiter fortsetzen. Nur auf Zureden des Gorgias
nimmt er noch länger daran Theil; jedoch mit sichtlichem Un-
. behagen.
Sokrates führt nun die Widerlegung noch auf anderem Wege.
Gut sind die Menschen durch das Vorhandensein des Guten in
ihnen, su wie schön durch das Vorhandensein. der Schönheit. Gut
aber sind .die tapferen und verständigen Menschen, nicht die feigen
und unverständigen. Die einen wie die andern freuen und beträben
sich. Wäre die Lust wirklich mit dem Guten, der Schmerz mit dem
Bösen identisch, so müssten die Guten zugleich böse, die Bösen
#09a.b. zugleich gut sein.
EINLEITUNG. xy
Jetzt auf einmal macht Kallikles, indem er sich zugleich den
Anschein zu geben sucht, als ob er es gleich anfangs gethan hätte,
bei der Lust den Unterschied zwischen guter und: schlechter. So-
krates, mit leichtem Seitenhiebe das fortwährende Umschlagen in
die entgegengesetste Meinung rügend, nimmt diese Distinction zu
folgender Erörterung auf: Gut heisst die nützliche Lust, welche
eiwas Gutes bewirkt, z. B. Essen und Trinken, insofern es dem
.Körper Gesundheit, Kraft verschafft; im entgegengesetzten Falle,
wenn sie nämlich zum Schaden wirkt, heisst sie schlecht. Derselbe
Unterschied findet beim Schmerze statt. Bereits im Gespräche mit
Polos wurde der Satz bewiesen, den jetzt Kallikles ausdrücklich
anerkennt, dass man bei allem Thun, also auch beim Vergnügen,
das Gute bezweckt. Aber nicht jedermann weiss die gute und die 500.2.
schlechte Lust in jedem Falle zu unterscheiden : es gehört eine
gewisse Kenntniss dazu. Nach dem Früheren gibt es Künste, welche
das klar erkannte Gute zu ihrem Ziele haben; aber auch After-
künste, welche ganz unbekümmert um das Gute lediglich Lust und
. Gefallen bewirken, und. zwar sowohl bei einzelnen als auch bei -
einer versammelten Menge — sie wurden mit dem Gesammtnamen
Schmeichelei (»oAunsia) bezeichnet. Hierher gehört die Musik,
nicht minder die Poesie, namentlich die tragische, welche auch eine 502 c.
Art von Volksrednerei (dnunyooie) ist. Und wie stebt es mit der
Rhetorik selbst ? Bessern die Redner ihre Zuhörer, oder trachten
‚sie bloss nach Gunst ? Das lässt sich nicht so einfach entscheiden,
„antwortet Kallikles ; denn manche Redner wirken für die Wohl-
fahrt der Bürger, andere nicht. Gibt es wirklich zwei solche Arten
von Rednaern, entgegnet Sokrates, so haben wir eine schmeichle-
rische, schändliche Demegorie und eine wahre Redekunst zu son-503 a.
dern. Letztere jedoch findet sich in Wirklichkeit nirgends. Auch
Kallikles weiss keinen Vertreter derselben unter den. Zeitgenossen
zu nennen, beruft sich aber auf die früheren Staatsmänner Athens,
auf Themistokles, Kimon, Miltiades, Perikles. Sokrates hingegen
‚rechnet selbst diese nur in jene erste Kategorie Denn der gute
Redner (Staatsmann) muss, wie jeder Künstler, bei seinem Werke
vor. allem andern Harmonie des Ganzen und seiner einzelnen Theile
erzielen. So ist auch ein Haus, ein Schiff gut bestellt, wenn darin
Ordnung herrscht. Im Körper heisst diese Harmonie Gesundheit,
in der Seele Gerechtigkeit und Besonnenheit (oopgosvvn). Dar-
nach wird also der gute Redner streben, dass die Bürger Gerech-
tigkeit und Besonnenheit erlangen, von Ungerechtigkeit aber und 504 d.
XVI EINLEITUNG.
Zügellosigkeit befreit werden. Was hilft es einem nicht gesunden
Körper die angenehmsten Speisen zu bieten? Vielmehr untersagen
die Aerzte gewöhnlich den Kranken das, wornach diese am meisten
begehren. ° Ebenso frommt der unverständigen, zügellosen,, unge-
rechten Seele nicht Befriedigung ihrer Begierden, sondern Züch-
505 b. tigung.
Eine Discussion, in welcher das entschiedenste Gegentheil sei-
ner so keck ausgesprochenen Grundsätze zuletzt unumstösslich fest-
gestellt erscheint, hält Kallikles nicht länger aus. „Frage einen
andern“ sagt er. „Ich mag nichts von ‘deinem Gerede wissen. Auch
diese Antworten gab ich dir nur dem Gorgias zu Liebe.“ Sokrates
will die Erörterung keinesfalls unvollendet lassen. Gorgias wünscht
nicht minder einen gehörigen Abschluss. Darum bleibt für So-
krates nichts übrig, als sich selbst fragend und selbst antwortend
die Untersuchung fortzuführen,
506. Zuvörderst .recapituliert er die bisher gewonnenen Resultate.
Das Angenehme und das Gute ist nicht identisch. Das Angenehme
muss des Guten wegen gethan werden. Gut aber ist jegliches
Ding und Wesen durch die ihm eigene Ordnung. Bei der Seele
heisst dieselbe Besonnenheit. Die besonnene Seele also ist gut,
die anders geartete, die zügellose, ist schlecht. Der Besonnene
thut in Bezug auf Menschen und Götter das Gebührende; er ist
gerecht und fromm. Aber auch tapfer muss er sein, weil er stand-
haft beim Rechten ausharrt,. Wer gerecht, fromm und tapfer lebt,
507 c. der lebt gut, mithin glücklich — während der Schlechte elend ist.
Wer nach Glückseligkeit strebt, muss Besonnenheit und Gerech-
tigkeit üben, Zügellosigkeit aber fliehen. Er muss sich unsträflich
halten ; hat er jedoch gefehlt, Strafe leiden. So erscheint abermals
bewiesen, was Kallikles anfangs (pag. 481 b.) nicht für Ernst an-
sehen wollte: dass man die Rhetorik nur brauchen kann um sich
und die Seinigen nöthiges Falls zur verdienten Strafe anzuklagen ;
und dass der echte Redner gerecht sein und das Gerechte wissen
muss, was aus Verschämtheit eingeräumt zu haben Polos dem Gor-
gias zum Vorwurf machte. (pag. 461 b. 482 c.)
508 e. Auf Grund dieser Ergebnisse schreitet nun Sokrates zur Prü-
fung des ihm von Kallikles gemachten Vorwurfes, dass er, ünver-
mögend sich selbst zu vertheidigen , jeglicher Unbilde blossgestellt
sei. Darauf entgegnet er: Nicht misshandelt zu werden, sondern
Ungerechtigkeit zu üben ist das Schändlichste.e Diese Wahrheit
steht fest gleichsam durch eherne und stählerne Gründe. Gegen
EINLEITUNG. XVII
das grösste aller Uebel, das Unrechtthun, muss der Mann zuerst 509b.
Abwehr sich verschaffen, dann erst gegen das geringere, das Un-
rechtleiden. Um sich vor Unrechtthun zu jbewahren, genügt es kei-
neswegs nicht Unrecht than zu wollen, (denn , wie bereits im Ge-
spräche mit Polos dargethan worden, niemand frevelt freiwillig, d.
h. das Böse an sich zum Zwecke setzend) sondern es wird eine
gewisse Kunst dazu erfordert. Wiell schützt man sich aber wo
nicht gänzlich doch grösstentheils vor Unurechtleiden? Nicht an-
ders, als wenn man entweder selbst im Staate herrscht oder Freund 510 a.
der bestehenden Verfassung ist.
Hier gibt Kallikles, der schon lange die Erörterungen mit un-
verholenem Widerwillen angehört hatte , sehr lebhaften Beifall,
da Sokrates seinen eigenen Grundsätzen beizustimmen scheint.
Dieser fährt ruhig fort: Wenn in einem Staate ein wilder Ge-
waltherrscher regiert, so wird nur der ihm ähnlich geartete Bürger
vor Unrechtleiden gesichert sein, nicht aber vor Unrechtthun; in
dieses wird er vielmehr versinken ohne Strafe zu leiden, und: somit
in das höchste Elend stürzen. Freilich kann ein solcher gerechte 5114.
Männer um das Vermögen, ja sogar um das Leben bringen. Allein
der Vernünftige schätzt nicht unbedingt das Leben über alles.
Sonst würde jeder Kunst, die aus Lebensgefahr rettet, z. B.
Schwimmen, Schiffstenknng, Maschinenbau, Heilkunde — der höcliste
Preis gebühren, weichen Kellikles der Rhetorik allein zuwenden
will. Angenehm ist es freilich zu leben; wie lange Zeit aber, dar- 512 d.
nach fragt kein rechter Mann. Dasselbe Schutzmittel gegen Un-
rechtleiden, nämlich mit der bestehenden Verfassung in Ueberein-
stimmung zu sein, gilt natürlich von allen Staaten. Deshalb kann
Kallikles seinen Wunsch, bei den Athenern als Volksredner Gunst
und Einfluss zu erlangen, nur dann erfüllt sehen, wenn er ihnen in
seinem eigenen Wesen ähnlich is: Wie muss man aber mit den
Bürgern umgehen? Von den zwei Verfahrungsweisen, deren eine
nichts weiter als Lust bezweckt, die andere hingegen das Gute
"anstrebt, ist jene bereits als schändliche Schmeichelei zurückgewie-
sen worden.
Also muss darauf hingewirkt werden, die Bürger: möglichst
gut zu machen; sonst helfen alle Förderungen in Macht und Wohl-
"stand nichts. Gleichwie aber derjenige, welcher im Bauwesen oder
in medieinischen Angelegenheiten Rath geben will, von den betref-
fenden Gegenständen die erforderliche Kenntniss erworben und
schon bethätigt haben muss; so hat auch der Staatsredner, wel-
Plat. Gargias, b
5iAa.
5178.
518 e.
519b.
521 a.
XVIII EINLEITUNG.
cher seine Mitbürger zum Guten anleiten soll, erst nachzuweisen,
ob er bereits jemanden gebessert. Kallikles kann sich dessen nicht
berühmen. Von den vorhia genannten Politikern Athens lässt es
sich gleichfalls nicht behaupten. Perikles z. B. erntete vom Volke
schmählichen Undank. Er hatte es also nicht sittlich veredelt,
verdient daher eben so wenig .das Prädicat eines guten Volksleiters,
als ein Mensch, welcher die seiner Obhut anvertrauten Pferde oder
Rinder verwildern lässt, . ein guter Tbierwärter heissen kaun. Kimou
und Themistokles wurden verbannt, Miltiades sogar zum Tode ver-
urtheilt. Gute Wagenlenker werden nicht, nachem sie ihr Gespann
lange Zeit in Händen gehabt, zuletzt von demselben abgeworfen,
und grade so verhält es sich in allem ähnlichen. Die Genannten
waren also keine. guten Stastsmänner.
„Sie brachten aber doch viel Grosses zu Stande.“ — Aller-
dings, z. B. Gebäude, Flotten, Mauern u. dgl., was allzumal die
Bürger nicht bessert, sondern nur die materielle Wohlfahrt unter-
stützt. Aber der Körper und alles ihm Angehörige soll, wie zu
wiederholten Malen bewiesen wurde, der Seele als seiner Herrsche-
rin dienen. Staatsdiener also mögen jene Politiker genannt wer-
den, Staatslenker nicht. Durch sie gerieth Athen ırotz allem
äusseren Glanze in moralische Fäulniss, da Besonnenheit und Ge-
rechtigkeit fehlt. Gleichwohl stehen sie in ruhmreichem Andenken,
und statt ihrer werden, sobald einmal irgend eine Katastrophe ein-
tritt, die jetzt lebenden Politiker, vielleicht Alkibiades und Ralli-
kles selbst, büssen; freilich nicht ohne eigene Schuld. Denn völlig
grundlos klagt ein Staatsmann, der vom Volke Uebles erfährt, über
Ungerechtigkeit ; eben so grundlos wie die Sophisten, welche sich
für Tugendlehrer ausgeben und gegen ihre Schüler wegen Undank,
der sich mit Tugend nicht verträgt, Klage führen.
Kallikles protestiert gegen die Gleichstellung der Sophisten mit
den Rhetoren. Sokrates aber erinnert an ‚die (im Gespräche mit
Polos ‚bewiesene) nahe Verwandtschaft beider und bedeutet ihn
dass eigentlich die Sophistik Vorzug verdient, in so fern die No-
motbetik, deren Scheinbild die Sophistik dort genannt wurde, der
Gerichtspflege, hinter welche sich die Rhetorik steckt, vorgeht.
Nachdem nunmehr beide Arten den Staat zu bebandeln —
nämlich sittliche Besserung anzustreben und nach Gunst zu dienen
— hinlänglich sind beleuchtet worden, wiederholt Sokrates seine
Frege, zu welcher von beiden ihn Kallikles auffordere ? Dieser
entgegnet: zum Dienen; sonst werde er vermuthblich einmal in arge
EINLEITUNG. IN
Gerichtshändtl verfallen. Das gibt Sokrates gerne zu, behauptet
jedoch, dass er, ein unsträflicher Maan, HAur von einem Bösewicht
könne angeklagt werden. Er sei überhaupt so ziemlich der ein- 521d.
zige von sämmtlichen Athenerh, der die wahre Politik verstehe und
übe; denn er rede niemals nach Gunst, sondern zur Besserung,
und rüge alles Schlechte rücksichtslos. Darum sei es auch wohl
möglich , dass er von dem unverständigen Volke verüurtheilt werde.
Müsste doch ein Arzt, über welchen einsichtslose Kinder wegen
seines oft schmerzlichen Heilverfahrens zu Geriehte sässen, dasselbe
Schicksal gewärtigen. Indessen wenn er gleich aus Mangel ah
schmeichlerischen Redekünsten sterben sollte , werde er sich wenig
härmen, wofern nur die Seele nicht mit Ungerechtigkeit angefüllt in
den Hades kömmt. Denn die Ungerechtigkeit ist ja das grösste Uebel. 5220.
Um diesen Fundamentalsatz bildlich zu verauschaulichen er-
zählt Sokrates zum Schlusse folgenden Mythos, der gleichwohl nur
Wahrheit enthalte.
Schon zu Kronos’s Zeiten bestand das Gesetz, dass die Guten 523,
nach ihrem Erdenleben auf die Inseln der Seligen, die Bösen in
den Strafort Tartaros kamen. Damals aber, und auch in der ersten
Regierungszeit des Zeus, wurden sie am Todestag& noch lebend von
lebenden Richtern abgeurtheiltl. Da klagten Pluton und die Auf-
seher der seligen Inseln, dass an beiden Orten Leute ankämen,
welche es nicht verdienten. Zeus erkannte die Ursache der fehler:
hafıen Urtheile darin, dass die Menschen lebend, also mit Körper-
schönheit und Vornehmheit und Reichthum angethan, vor Gericht
erschienen, und verordnete, dass sie künftighin erst nach dem Tode
von gleichfalls verstorbenen Richtern sollten geprüft werden. Zu
Richtern setzte er drei seiner Söhne ein. : Auf dem Kreuzwege in
der Asphodeloswiese des Hades sitzt Rhadamantbhys über die Asiaten,
Aiakos über die Europäer zu Gerichte. Minos entscheidet in zwei«
feihaften Fällen.
So weit der Mythos. Nun die Folgerungen daraus.
Der Tod ist die Trennung der Seele vom Körper. Wie.dieser 5%4b.
im Leben beschaffen war, verbleibt er auch nach dem Tode eine
Zeit lang. Grösse, Dicke, Form der Haare, Narben von Geissel-
hieben oder Wunden u. &. erscheinen unverändert. Das gleiche
Verhältnis findet bei der Seele statt: sobald sie ‘des Leibes ent-
kleidet ist, zeigen sich ihre ursprünglichen Anlagen ‚so wie alle
Eindrücke, welche sie unter den verschiedenen Bestrebungen erlit-
ten hat. Der Todtenrichter findet nun oft die Seele eines Gewalt-
p*
xx EINLEITUNG.
habers schwielig und verrenkt und verunstaltet durch Ungerechtig-
keit, Meineid, Lüge, Ausschweifung und andere Laster. Solche
Seelen schickt er in den Tartaros zur Strafe.
525b. Jede richtig verhängte Strafe soll entweder den Gestraften bes-
sern, oder für andere zum abschreckenden Beispiele dienen. Bes-
serungsstrafe trifft diejenigen, welche sühnbare Fehltritte begangen
haben. Unverbesserliche Frevler werden im Hades gepeinigt, damit
geringere Verbrecher durch den Anblick ihrer Qualen vom Bösen
zurückgebracht werden. Zu solch einem Exempel wird auch Ar-
chelaos dienen, falls ihn Polos mit Recht so grosser Unthaten be-
schuldigt hat. Ueberhaupt besteht bei weitem die Mehrzahl dieser
Erzfrevler aus Tyrannen und Gewaltigen. Schon Homeros bezeugt
:es, indem er Tantalos und Sisyphos und Tityos in ewigen Strafen
haftend vorführt, nicht aber Thersites und seines gleichen; denn
so unbedeutende .Leute haben zu ihrem Glücke nicht die Möglich-
keit grossartige Frevel zu verüben. Freilich gibt es auch unter
den Mächtigen treffliche Männer; Aristeides kann als Beispiel die-
nen; die meisten aber lassen sich durch die Macht zum Unrechte
verleiten. Wenn nun die Todtenrichter die Seele eines solchen vor |
ihrem Richterstuhle erblicken, gewahren sie von seiner früheren
Herrlichkeit nichts ; wohl aber bemerken sie die Sündenmale und
verhängen die entsprechende Strafe im Tartaros. Hinwiederum sen -
den sie die makellose Seele, selbst die eines geringen Mannes, vor
526 c. allen die eines echten Philosophen, auf die Inseln der Seligen.
Ich bemühe mich deshalb, schliesst Sokrates, meine Seele
dereinst den Todtenrichtern möglichst rein vorzustellen. Unbeküm-
mert um die Ehren der Welt trachte ich nach sittlicher Vollkom-
menheit im Leben und im Tode und fordere auch nach Kräften
andere hierzu auf, insbesondere aber dich, Kallikles! damit du vor
jenem Seelengerichte dir zu helfen wissest. Denn unwiderleglich
fest steht der Grundsatz, dass Unrechtthun mehr gemieden werden
muss, als Unrechtleiden. Gerechtsein ist das Beste. Diesem zu-
5%7 b. nächst kömmt das Strafebüssen, wenn man gefehlt hat. Schmeichelei,
gleichviel ob gegen einzelne oder gegen die Volksmenge, ist zu
fliehen. Die Rhetorik soll, wie alles andere, nur zum Gerechten
gebraucht werden. Diesen Grundsätzen folgend lasse dich immerhin
von Unverständigen verachten, sogar beschimpfen. Es schadet dir
nichts, wofern du nur tugendhaft bist. An Staatsgeschäfte werdeu
wir allenfalls später gehen, wenn wir dazu die nötbige Einsicht er-
worben haben. Einstweilen wollen wir uns an die sicherste Lebens-
EINLEITUNG. XXI
regel halten, nämlich Gerechtigkeit, und Tugend überhaupt, zu
üben bis in den Tod; denn deine früher aufgestellten, entgegenge-
setzten Maximen taugen nichts, o Kallikles |!
II.
Eintheilung des Dialoges. Zergliederung
der einzelnen Abschnitte,
Der ganze Dialog zerfällt mit Ausschluss der Einleitung und
des Schlusses in drei Haupttheile.,
-In der Einleitung (pag. 447 a. — 448 d.) werden uns die Perso-
nen aufgeführt, welche sich am Gespräche betheiligen: Sokrates,
Gorgias , Polos und Kallikles. Ausser ihnen erscheint noch Chai-
rephon, welcher dann später im eigentlichen Gespräche mit Aus-
nahme von zwei ganz kurzen Zwischenbemerkungen (pg. 458 c. und
481 b.) keinen thätigen Antheil nimmt. Die ‚Bedeutung dieser
Nebenperson ist eine zweifache. Einmal dient sie äusserlich zur
Anbahnung der Unterredung zwischen Sokrates und. Gorgias. Denn
Sokrates selbst ist mit Gorgias nicht näher bekannt, Chairephon 447 b.
aber rühmt sich der Freundschaft des berühmten Sophisten; des-
halb beginnt er das Gespräch. Zweitens soll der Gegensatz zwi-
schen den Jüngern der Sophisten und den Anhängern des einzig
wahren Philosophen — als solchen stellt Platon den Sokrates über-
all dar — veranschaulicht werden. Chairepbon, welcher in der 448a.f.
kleinen ihm zugetheilten Rolle hinlänglich zeigt, dass er das
dialtysodaı mit Geschick zu üben versteht, beträgt sich durchaus
ale bescheidener Begleiter (beinahe oxıc) seines verehrten Freundes.
Sobald dieser selbst das Wort ergreift, wird er schweigender Zu-448 4.
hörer. Sogar von Kallikles zum Reden aufgefordert, verweist er 481p.
ohne weiteres auf Sokrates. Wie ganz anders benimmt sich Polos.
Kaum ist Gorgias angeredet, so drängt er sich zum Antworten vor
und gibt hierbei nicht undeutlich zu verstehen, dass er sich seinem
Lehrer überlegen dünkt. 448 b.
In den beiden Einleitungscapiteln — welche füglich dem #g040yog
einer antiken Tragödie vergleichbar sind — wird das Thema des gan-
zen Dialogs nicht eben ausdrücklich angegeben (denn dieses ver-
meider Platon ‚durchaus als unkfinstlerisch), sondern angedeutet.
Sokrates erklärt nämlich gleich anfangs, er wünsche von Gorgias 447c,
über die Kunst, welche derselbe übt und lehrt, Auskunft zu er-
halten.
XXII EINLEITUNG.
Der erste Theil, das Gespräch zwischen Sokrates und Gorgias
(pg. 448 d. 461 b.) hat die Erörterung der Frage: was ist die
Rhetorik? zum Gegenstande. Gorgias definiert sie als die Kunst
der auf Glauben, nicht auf Wissen, begründeten Ueberredung in
Versammlungen bezüglich des Gerechten und des Ungerechten. Da
er hierbei von der Möglichkeit einer unrechten Anwendung spricht,
aber zugesteht, der Redner müsse vom Gerechten auch Wissen be-
sitzen, womit zugleich — nach sokratisch-platonischen Grundsätzen
— das Wollen und das Vollbringen unzertrennlich verbunden ist,
verwickelt er sich in Widerspruch,
Im zweiten Theile (pg. 461 b. — 481 b.) untersucht Sokrates
mit Palog: ‚welchen Werth hat die Rhetorik ? Sokrates erklärt sie
als eine in hlosser Fertigkeit bestehende Afterkunst , als eine Art
der. nolassia, welche im Gegensatze zu den wahren Künsten, deren
Eudzweek das Gute ist, nur die Lust zum Ziele hat, deshalb schlecht
und schäudlich ist, Da Polos, ohne die Richtigkeit dieser Defini-
tian selhst in Frage zu stellen, nur gegen das geringschätzige Ur-
theil einwendet, die Redner, im Stande durchzusetzen was ihnen
beliebt, saien im Staate sehr mächtig; so entwickelt Sokrates, wie
dieses als kein Beweis von Macht, d. h. dem Vermögen auszufüh-
ren, weg mean will, gelten derf, indem nur das Gute (als Zweck)
gewollt wird, Unrechtthun hingegen unbedingt ein Uebel ist —
ärger als Unrechtleiden, weil hässlicher — am meisten, wenn es
ungestraft bleibt, da die Strafe, als Heilmittel von der Schlechtig-
keit, das Recht, worin die einzige eddaıuowia besteht, wieder her-
stellt. Demnach gewährt die Rhetorik, das Mittel zu atraflosem
Unrechtihun, keine wahre Macht und bat keinen Nutzen, ausser
höchstens falls sie zur Herbeiführung verdienter Strafen angewendet
würde. |
Im dritten Theile (pg. 481 c. — 522 c.) untersucht Sokrates
mit Kallikles, welche Lebensbahn — ob Philosophie oder politische
Rhetorik — im Staate zu verfolgen sei. Kallikles, ein Verächter
der Philosophie, empfiehlt die Beredsamkeit zur Erreichung der
eudaıuosia, welche, da die Lust mit dem Guten und der Schmerz
mit dem Bösen identisch sei, in der nach der Natur (xar« @vocı»)
berechtigten, durch Herrschaft über die Mitbürger ermöglichten
Befriedigung seiner ungezägelten Begierden bestehe, Diesen Satz
führt Sokrates ad absurdum, indem er einerseits nachweist, dase
dann die contradictorisch entgegengesetzten. Begriffe Gut und Böse
bei der Befriedigung einer Begierde, wo Imst und Schmerz in einem
EINLEITUNG. XXIII
Momente zugleich statt findet, zusammen fallen müssten ; anderer-
seits, dass Einsicht und Tapferkeit, welche als gut anerkannt wer-
den, nicht nothwendig mit der Lust verbunden sind. Hierdurch
sieht sich Kallikles gezwungen bei Scheidung der Lust in gute und
schlechte nicht mehr diese selbst, sondern das ihr erst Werth ver-
leihende Gute als alleiniges Ziel aller Bestrebungen anzuerkennen
und in Folge dessen nur denjenigen Künsten, welche das Gute be-
zwecken, wahren Werth beirzumessen, Sollte zu ihnen auch die
Rhetorik gehören, so müsste durch sie, weil das Gute in massvol-
ler Ordnung, nicht in Zügellosigkeit besteht, Selbstbeherreehung
mit welcher Gerechtigkeit und alle übrigen Tugenden zusammen-
hängen, herbeigeführt werden. Es müsste ferner Unrechtthun, zu-
mal wenn es ungestraft bliebe, weit mehr als Unrechtieiden von ihr
verhütet werden, gleichviel, ob hierbei die eigene Existenz geschützt '
oder gefährdet wärde, da nicht Jas Leben an sich, sondern die
Tugend, über alles zu schätzen ist. Eine solche Rhetorik besteht
aber in Wirklichkeit weder jetzt, moch wurde sie von den berähm-
ten, doch keineswegs sittlich bessernden, Politikern früherer Zeit je-
mals in Anwendung gebracht. Sich, den Philosophen, allein nennt
Sokrates den wahren Staatsmann, weil er durch Wort und That
seine Mitbürger zum einzig wahren Endziel des menschlichen Stre-
bens, zum Guten, anregt: im Bewaustsein des Rechten unbeküäm
mert nm schlimme Folgen für sein Leben. -
Welcher von den beiden Lebenswegen , ob Rhetorik oder Phi-
losophie, zu wandeln sei, beantwortet sich hiernach von selbst.
Der Schluss zeigt in einem der Hauptsache nach dem Volks-
glauben entnommenen Mythos, wie der im Dialoge begrifflich er-
örterte Grundsatz, dass der Gute allein glücklich, der Böse aber
auf jeden Fall elend ist, auch für das Leben nach dem Tode gilt
und dort noch evidenter verwirklicht wird. So erscheint die von
Sokrates dialektisch entwickelte, zur bestimmten Klarheit gebrachte
Lehre bereits seit alter Zeit vom religiösen Bewusstsein gealnt.
Diese eben bezeichnete Eintheilung in drei Hauptabschnitte
wird sowohl durch die ganze Anlage des Dialogs als auch durch
die Ausführung im Einzelnen begründet.
Drei Mitunterreduer führen das Gespräch mit Sokrates. Sie
treten- nach einander anf, so dass zuerst Gorgias allein, dann ebenso
Polos, zuletzt Kallikles ihre Rollen als Antagonisten des Sokrates
abspielen. Nothwendig treten sie in dieser bestimmten Reihenfolge -
suf, und zwar jeder einzeln, weil diese drei Personen — wie weiter
448 4.
XXIV EINLEITUNG.
unten erörtert wird — als Repräsentanten der drei Entwickelungs-
stufen desselben Principes vorgeführt werden. In Gorgias sehen
wir den theoretischen Begründer der sophistischen Beredsamkeit.
Kallikles verficht das Extrem derselben in seiner praktischen An-
wendung. Polos steht zwischen beiden in der Mitte. Mit jenem hat
er die rein theoretische Ausübung der Rhetorik, mit diesem die aus
Sophistik nothwendig erfolgende Immoralität der Gesinnung- gemein.
Darnach erklärt sich auch Jie verschiedene Länge der einzel-
nen Abschnitte. Sachgemäss erscheint Gorgias am kürzesten, Kal-
likles am längsten als Träger des Gesprächs.
Allein nicht drei gesonderte Ganze haben wir vor uns, sondern
nur drei Glieder eines organischen Ganzen.
. Um den jedem Kunstwerke nothwendigen einheitlichen Charak-
ter schon Ausserlich zu wahren (womit der Nebenzweck, durch
Abwechselung das Interesse des Lesers rege zu erhalten, sich wohl
verbinden lässt) theilt Platon gelegentlich einer andern Hauptperson
Zwischenbemerkungen zu. Der Umstand, dass gleich im Anbeginne
Polos dem Gorgias so zu sagen das Wort vor dem Munde wegzuneh-
menu sucht, lässt fortwährend darauf gefasst sein, dass, sobald nur
der greise Meister die Fehde aufgibt, der kühne Jünger unverzüg-
lich auf den Kampfplatz springt. Als Gorgias dem Gespräche
ausweichen will, wird er von Chairepbon und Kallikles sehr arıig
davon abgebalten. 458 c. d. In den beiden andern Abschnitten
tritt Gorgias zu wiederholten Malen vermittelnd auf. Zuerst ermahnt
er den Sokrates, welcher aus Schonung gegen ihn die Rhetorik für
einen Theil der xolaxsix zu erklären Bedenken trägt, zu rück-
463 a. sichtsloser Entwickelung seiner Ansichten. Bald darauf. nimmt er
463.
506 b.
461b.
das Gespräch, in dessen streng geordneten, schrittweise sich fort-
bewegenden Gang sich Polos nicht schickt, für kurze Zeit selber
auf. Endlich bestimmt er den bereits in dem Netze seiner Wider-
sprüche gefangenen Kallikles zur Fortsetzung der Unterredung.
Auch Chairephon wird — gleichsam im Zwischenacte — von Kal-
likles zu einer Entgegnung veranlasst. (s. oben.)
Diese Aeusserlichkeit der Composition steht im Einklange mit
dem Inhalte. Die drei Redner bewegen sich ja nicht auf ganz ge-
trennten Bahnen, sondern der nachfolgende nimmt auf den vorher-
gehenden Bezug. Polos knüpft seine Discussion au den Punkt an,
wo Gorgias in Verwirrung gerieth. Kallikles greift im Anfange
483 c. seiner Unterredung unmittelbar den Polos, mittelbar den Gorgias an.
Geflissentlich wird mit dem auch äusserlich dadurch, dass So-
EINLEITUNG. XXV
krastes die Ergebnisse der vorausgegangenen Erörterung resumierend 460 e.
im längeren Zusammenhange bespricht, markierten Auftreten einer 480aff.
neuen Hauptperson, wobei jedesmal ipg. 461 b; 481 b.), in Folge
des fürmlichen Abschlusses einer bestimmten Gedankenreihe, eine
kurze Pause anzunehmen ist, dem Gespräche eine entscheidende
Wendung ‚gegeben, einerseits durch ausdrückliche Verwerfung des
unmittelbar vorher — wenigstens scheinbar — gewonnenen Resul-
tates, andererseits durch Aufstellung neuer Gesichtspunkte. Die.
von Gorgias theils selbstetändig erklärten, theils anerkannten Sätze
fasst Sokrates bündig zusammen und fügt, da sie wegen ihres in-
nera Widerspruches sich schlechterdings nicht vereinigen lassen,
schliesslich hinzu: raeüs« ov» öny zork Eys ... 00% GdAlyns Aßla,
ovsoveiag darlv more Inavüg dnoxipachaı. d. h. — wenn man
ähnliche Aeusserungen des Platonischen Sokrates in anderen Dia-
logen damit zusammenhält — „in dieser Weise kann die Erörterung
nicht fortgeführt werden.“ (Dass gleichwohl des Wahren viel wirk-
lich festgestellt sein kann, wird damit nicht geläugnet.) Polos er-
öffnet einen neuen Weg, indem er den Stein des Anstosses dadurch
wegräumt, dass er das Wissen des Gerechten und die Fähigkeit es 461 cc.
anderen zu lehren für jedermann voraussetzt. Nachdem er aber
selbst durch die aus seinen eigenen Behauptungen gezogenen Con-
seguenzen dermassen geschlagen ist, dass er weiter kein Wort der
Entgegnung findet, trist Kallikles mit einem neuen Fundamental-
satze, nämlich mit der Unterscheidung des xa10» xar« pucır und 482eff.
xare veuos, hervor. Indem er die vorangegangene Discussion als
vermuthlich nur scherzhaftes Wortgefecht bezeichnet, gibt er deut-
licb genug zu merken, dass er um die angeregte Verhandlung aus-
zufübren einer ganz anderen Grundlage benötbhigt.
Jede der drei Abtheilungen hat einen bestimmten, von den bei-
den andern deutlich verschiedenen, in sich selbst gleichartigen Cha-
rakter sowohl in Bezug auf den Inhalt und seine Verarbeitung als
auch hinsichtlich der Darstellungsform.
In jedem einzelnen Abschnitte wird erstlich eine besondere
Frage gelöst.
In dem Gespräche mit Gorgias handelt es sich um Definition
der Rhetorik, (pg. 447 c; 449 a, d.) Diese wird gegeben (endgiltig
455 a.) und fortan festgehalten. Mit Polos wird die äussere Gel-
tung der Rhetorik besprochen. Gleich in dem Vorgespräche mit
Chairepbon bringt er anstatt der verlangten Begrifisbestimmung ein .
&yuauıo» der Redekunst vor. Jetzt mit Sokrates disputierend geht
XXVI EINLEITUNG.
er — ganz seiner oberflächlichen, nur dem äusseren Scheine zuge-
wandten Natur gemäss (wovon weiter unten die Rede ist) — die
von Sokrates aufgestellte Definition, dass die Rhetorik keine Kunst,
sondern eine blosse Routine und ein Theil der xoAaxste ist, ruhig
#62 c.annehmend sofort zur Frage über, ob die Rhetorik etwas schönes
466b.sei? Das Schöne findet er in der Macht, welche der Redner im
Staate besitzt. Der Abschnitt schliesst mit dem Resultate, dass
die Rhetorik überhanpt keinen Nutzen gewährt, also auch in Wahr-
heit keine Macht verleiht. Die ganze Unterredung mit Kallikles
sucht zu ermitteln, welche Lebensbahn der Staatsbürger verfolgen
‚487 e.soll. Diese Frage wird von Sokrates nicht nur gleich anfangs aus-
dräcklich als Thema bezeichnet, sondern während des Gespräches
selbst, so oft dieses eine neue Wendung erhält, wiederholt (pg.
527b.492 d; 500 c; 512 e; 591 a, d.) und am Schlusse für vollständ’g
gelöst erklärt.
Drei verschiedene Stufen der sophistischen Weltanschauung in
Bezug auf das Staatsleben sind uns in. den drei .Abtheilungen dar-
gestellt. Ihre Repräsentanten sind keine allegorischen Erscheinungen
für blosse Abstractionen ; es sind historische Personen. Gewinnt
dadurch einestheils die Darstellung besondere Lebendigkeit, so dür-
fen hinwiederum diese Männer keine Rollen spielen, ‚welche mit ihrem
anderweitig (wenn anch uns nur wenig, so doch den Zeitgenossen,
als das Werk veröffentlicht wurde, vollständig) bekannten Charakter
im augenfälligen Widerspruche stünden. Freilich ist Piaton in
Rücksicht auf die dramatische Gestalt seiner Dialoge zugleich
Dichter; er bedient sich des Rechtes seine Personen zu idealisieren
(vorzugsweise bei Sokrates) oder manches an ihnen mit grelleren
Farben zu schildern, obne jedoch irgend nach Art der Komödie bis
zur Carricatur zu übertreiben. Darum haben wir Grund zu glauben,
dass z. B. der wirkliche Kallikles kaum so verwerfliche Grundsätze
bekannt hat, als ihm bier in den Mund gelegt sind. Wohl keine
Charakteristik in den Platonisehen Dialogen darf als ein sprechend
ähnliches Bild angesehen werden.
Von diesem Gesichtspunkte aus ist auch die Schilderung der
drei Sophisten in vorliegendem Werke aufzufassen,
In dem Gespräche mit Gorgias sehen wir veranschaulicht , wie
rein persönliche Achtung vor Recht und Tugend, wenn sie nicht in
der ganzen, dorch klare Ueberzengung geläuterten Denkungsart
ihre feste Grundlage hat, sondern .den theoretischen Principien,
selbst nur theilweise, entgegen streitet, unvermeidlich in Wider-
EINLEITUNG. XXVII
sprüche führt, wo gegen die Consequenzen der vertheidigten Grund-
sätge das angeborene Sittlichkeitsgefühl sich sträwbt. Gorgiss, selbat
eine durchaus achtungswerthe Persönlichkeit, will ven seiner Kunst
nur gerechte Anwendung gemacht sehen. Indem er aber des Wis-
sens vom Gerechten, also (nach Platon’s Lehre) der Gerechtigkeit
selbst und somit, wegen des untrennbaren Zusammenhanges aller
einzelnen Tagendarten, der wahren Tugend überhaupt entbehrt,
vielmehr all’ seine Kunst auf den blossen Schein, welcher, wo nicht
in den meisten, so doch in sehr vielen Fällen geradezu Trug ist,
gründet: erscheiut er, wenngleich unbewusst, auf dem Boden der
Immoralität stehend. .
Im zweiten Abschnitte, dem Gespräche mit Polos, wird tref-
fend die Unhaltbarkeit der charakterlos zwisehen Recht und Un-
recht hin und. her schwankenden Halbheit gezeigt. Ehrgeiz und
Herrschaucht drängen dazu, Glanz und Macht um jeden Preis an-
zastreben, selbst wenn dieses Ziel nur auf dem Wege des Frevels
(nach dem Beispiele des Archelaos) erreichbar sein sollte. Ja das
Vermögen Unrecht 2u thun selbst erscheint als etwas -Grosses,
dessen ungeachtet muss andrerseits sugleieh die Schändlichkeit der
Ungerechtigkeit bei allem ihren äusseren Scheine zugestanden, ao-
mit die unbedingte Schönheit der Gerechtigkeit und der Tugend
überhanpt anerkannt werden.
Im dritten Theile, der Unterredung mit Kallikles, wird die
siegreiche Bekämpfung -der bewussten, principiellen Unsittliehkeit
geführt. Schrankenlose Seibstsucht, welche kein höheres Gut als
den Sinnengenuss kennt und gelten lässt, darch seichte Aufklärung
(denn echt philosophische Durchbildung ‚verträgt sich mit derlei
Maximen nicht) den Anstrich folgerichtiger - Begründung vorkeh-
rend, bei vülliger Knechtschaft unter dem Joche unbezähmbarer
Leidenschaften sich als ‚Freiheit von enghersigen Vorartheilen
brüstend — sie stellt sich als das Extrem der Sophistik im prak-
tischen Leben dar.
Diese drei ‘Stufen der sophistischen Weltanschaunng Jessen
sich mit den drei Comparationsgraden vergleiehen, so dass Gorgias
den Positiv, Polos den Comparativ, Kallikles den Superlativ ver-
tritt. Dazu passt gar wohl die mit feinen Zügen gezeichnete
Selbstäberhebung jedes nachfolgenden Sprechers über seinen Vor-
gänger. Polos trifft ganz richtig den Punkt, wo Gorgias in Wider- 461 b.
sprüche gerieth. Dabei gibt er mit schlecht verhehltem Hochmuthe
zu verstehen, dass ibn mit dergleichen dialektischen Sehlingen zu
——— — —— — — — —
XXVIII EINLEITUNG.
umstricken dem. Sokrates wohl nicht so leicht gelingen sollte. Von
Ehrfurcht vor seinem alten Lehrer wird er sehr wenig beirrt. Pie-
tät gegen .Auctoritäten, die eigenen Meister keineswegs 'ausgenom-
men, wer nicht Sache . der Sophisten, denen unbedingte Geltung
des Subjectes im Gegensatze zu jeglichem allgemein bindenden Ge-
setze das eigentliche Grundprincip war. (Näheres s. weiter unten.)
482cff. Polos muss sich aber von Kallikles noch derbere Zurechtweisungen
gefallen lassen. '
Den drei Stufen der Sophistik ist die Wiederlegung von Seiten
des Sokrates genau angemessen. Betrachten wir zuerst die Gründe,
womit die einzelnen Gegner bekämpft werden. Gorgias greift die
Gerechtigkeit und die Tugend überhaupt nicht im geringsten an.
Er dringt im Gegentheile darauf, dass von der Redekunst nur rech-
ter Gebrauch gemacht werde. Mit lebhaftem Eifer verwahrt er die
456cff. Lehrer. der Rhetorik, also zunächst sich selbst, gegen den Vor-
wurf, dass durch ihre Kunst die Sittlichkeit gefährdet werde. Die
Widerlegung ist also durch den einfachen Nachweis geführt, dass
diese Achtung vor der Tugend — die ja ein Wissen ist — mit der
sophistischen Rhetorik , einer lediglich auf den Schein gerichteten,
auf blosses Meinen ohne Wissen absehenden Afterkunst, in Wahr-
heit unvereinbar bleibt. Polos erschien uns durchaus in Halbheit
schwankend. Er widerlegt sich selbst, sobald aus seinen unklaren
und, weil sie auf Beispiele im Leben und auf die gewöhnliche Mei-
nung der Menge gestützt sind, der Begründung ermangelnden Be-
hauptungen die Congequenzen gezogen werden. Macht, zu weicher
hauptsächlich die Rhetorik verhelfen soll, hält er für unbedingt
gut, also auch für schön, gleichviel ob sie durch Recht oder Un-
recht erlangt wird. Andrerseits räumt er ein, dass Unrechtthun
schändlicher und ärger ist als Unrechtleiden. Die Folgerungen ans
diesen sich widersprechenden Sätzen bringen ihn zum Verstummen.
Schärfere Waffen sind wider Kallikles nothwendig. Er reisst alle
Sittlichkeit mit der Wurzel aus, indem er unbeschränkte Herrschaft
491 e.aller Leidenschaften für gut und schün ausgibt, also das Laster
492% c. geradezu als die wahre Tugend hinstellt. Einen Gegner, welcher
das Princip selbst angreift, zu widerlegen gibt es kein anderes
Mittel, als eben dieses Princip in seiner unumstösslichen Richtigkeit
zu beweisen. Die absolute Giltigkeit des Guten im Gegensatze
zum Angenehmen wird von Sokrates streng dialektisch dargethan.
Hierzu im entsprechenden Verhältnisse steht die Methode der
Widerlegung. Das Gespräch mit Gorgias findet seinen Ausgangs-
EINLEITUNG. xXIX
punkt in der Definitien der Rhetorik. Diese wird zu weit gegeben. 449d.
Sokrates führt zur Berichtigung des Fehlers auf seinem gewohnten
Wege, nämlich mit Hilfe der Induetion den Umfang der gegebenen
Definition immer enger begrenzend und so schrittweise auf das rich-
tige Mass einschränkend. Im Sinne des Gorgias kann keine andere
herauskommen, als die pg. 455 int. aufgestellte. Nun wäre für
Sokrates nur eine Möglichkeit zur Fortführung des Grespräches
übrig geblieben: die Berechtigung einer solchen auf Schein und
Trug. beruhenden Afterkunst durch Darlegung ihrer Unsittlichkeit in
Abrede zu stellen. Dazu wäre gründliche Erörterung des obersten
Moralprincips unerlässlich gewesen, d. b. die consequent fortge-
führte Unterredung mit Gorgiss wäre nothwendig auf alle dieje-
nigen Punkte gekommen, welche erst in dem Gespräche mit Kalli-
kles ihre Erledigung finden. (Darauf deuten die Schlussworte des
ersten Abschnitte raüre 09» örn x. r. A. hin.) Dies aber lag 461...
nicht im Plane. Denn Gorgias selbst steht genau betrachtet mit
Kallikles auf gleichem Boden, aber nicht auf gleicher Stufe. Jener
hat sich die Folgerungen aus seinem falsehen Principe noch gar
nicht zum Bewusstsein gebracht , wogegen dieser ihr Extrem wohl-
überlegt vertritt. Bei jenem ‚sind die der Sittlichkeit zuwiderlau-
fenden Grundsätze — um einen Terminus des Aristoteles anzuwen-
den — nur xar« dvvauıw vorhanden ; bei diesem erscheinen sie
&v &veoyeig. Darnach muss die Bekämpfung des alten’ Meisters,
welcher selbst nicht absieht, wie gefährliche Waffen seine Kunst
liefert, eine ganz andere sein, als die seines’ Jüngers, welcher diese
Waffen rüstig zu sehwingen’weiss. Mit feiner Berechnung lässt
also Platon den Gorgias gleichsam im Vorübergehen vor dem
Missbrauche der Redekunst warnen ; d. h. er lässt ihn die eigent-
liche Hauptsache, nämlich die Unsittlichkeit der sophistischen Rhe-
torik, nur nebenher flüchtig berühren. Das genügt jedoch um Wi-
dersprüche in den Behauptungen .des Sophisten aufzudecken; und
weiter geht die Widerlegung nicht. Polos wird von vornherein als
zwar der Rhetorik kundiger, in der Dialektik aber unerfahrener 448 d. 471.d.
Mann bezeichnet; ein Vorwurf, welcher alle Sophisten trifft, in un-
serem Dialoge aber gegen diesen allein ausdrücklich erhoben wird.
Zugleich ist wiederholt auf sein Buch, worin er die verschiedenen
BRedefiguren behandelt hatte, angespielt. Diese Andeutungen leiten
den Leser darauf, in dem. mit Polos geführten Theile des Dialogs
überwiegend auf die Form der Gesprächsführung seine Aufmerk-
samkeit zu spannen.’ Hier wird das Formale der sophistischeu Be-
xıX EINLEITUNG.
redsamkeit zur Ansehauung gebracht, Polos, unvermögend das
448 cc. gegebene "Thema streng logisch zu erörtern, will sogleich zierliche
Reden vorbringen , wodurch der Gegser von dem eigentlichen
Fragepunkt soll abgelenkt werden. Gründliche Begriffsentwickeiung
ist seine Sache nicht; dafür sucht er sich mit rhetorischen Kunst-
461.d. stücken auszuhelfen. Zunächst muss Sokrates gegen seine HaXx_O-
Aoyia Protest einlegen. Anstatt aus inneren Gründen die entge-
gengestellten Ansichten zu bestreiten beruft er sich auf Beispiele
AYle.(z. B. auf Archelaos 470 e. ff.) und bringt ue&orvess für seine
472 a. eigenen Grundsätze bei. Ein ander Mal trachtet er den Gegner
473 d. durch imponierende Aeusserungen einzuschüchtern oder zieht es vor
473 £ bluss höhnisch zu lachen. Gegen die Spiegelfechtereien eines sol-
chen Mitunterredners muss Sokrates seine philosophische Methode
in ihrer innern Siegesgewalt zur Geltung hringen. Alle die pro-
teusartigen Wendungen hindurch wird Polos von der prunklosen,
ohne Rücksicht nur die Wahrheit suchenden, durch Biendwerk nie
beirrten Dialektik des Sokrates festgehalten, bis er endlich keine
Ausflucht mehr finden kann. Ist Polos nur Vertreter der sophi-
stischen Rhetorik nach ihrer äussern Form, so stebt Kallikles als
der eigentliche Repräsentant ihres ganzen Wesens da. Ausdrücklich
wird er dafür erklärt: pg. 486 £. eu old’ on «ri. und 487 e. da»
tı od arl. d. h. wenn von Kallikles irgend ein philosophischer
Satz anerkannt wird, so ist überhaupt vom sophistischen Stand-
punkte kein Einwand weiter möglich: und deshalb soll auch die
Widerlegung des Kallikles als Sieg über die Sophistik in ihrer
höchsten Potenz gelten. Allein diesen Sieg vermag Sokrates nur
mit Aufgebot aller ihm eigenen Weisheit zu erringen. Sein kühner
Gegner, der sogar die .äussersten Extreme jener unsittlichen Schein-
weisheit zu verfechten kein Bedenken trägt, erscheint sowohl in
klarer Gedankenentwickelung den beiden früheren Sprechern über-
legen, als auch mit allen Schlichen der Reduerei genau vertraut.
481 d.Er allein ist ein praktischer Demagog (pg. 519 a. sogar mit Alki-
biades zusammengestellt); Gorgias und Polos sind blosse Theore-
tiker. In der That erweist er sich als ein Mann, der, wenn er
nicht grade einen Sokrates zum Gegner hat, Debatten wohl mit
Gewandätheit und Schlauheit zu führen versteht. So beschuldigt er
497 b; 5114. 2. B. den Sokrates der sophistischen -Finten,, die er selbst begeht;
515b. erklärt die Consequenz desselben für starrsinnige Bechthaberei ;
klagt, da ihm sein taschenspielerisches Begriffverwechseln gerägt
489 c. wird, über pedantische Syibenstecherei; gibt vor, wenn er seine
. EINLEITUNG, XXXI
hinlänglioh bestimmten Aeusserungen berichtigen muss, eigentlich
das Rechte gleich anfangs gemeint zu haben, oder lediglich um den 489c; 491.
Sokrates zu versuchen etwas unrichtiges absichtlich gesagt zu ha- 499 b.
beu; macht die Zugeständnisse, welche ihm durch unwiderlegliche
Gründe abgezwungen werden, mit der vornehmen Bemerkung, dass
er aus blosser Gefälligkeit gegen Sokrates (510 a; 513 e; 514 a;
516 b, c.) oder auch gegen Gorgias (501 c,) beipflichte. Als er
endlich, in unentwirrbare Widersprüche verwickelt, seine Niederlage
entschieden sieht — die freilich auch ohne sein ausdrückliches Zu-
geständnis zweifellos ist — verweigert er "weitere Antworten:
natürlich nur weil ibm das Gespräch schon langweilig ist! Uebri-
gens sind diese verkehrten Grundsätze, welche er.so schlau zu ver-
theidigen sucht, nicht einmal seine feste Uoberzengung. Verräth ld c.
er doeh, dasg auch er die Wahrheit der sokratischen Lehre wohl
erkenne, aber nur nicht anerkennen wolle.
Charakteristisch für die einzelnen Abschnitte ist schliesslich
der Ton, in welchem Sokrates mit den drei Sophisten redet. Eigen-
thämlich vor allen übrigen Dislogen Platon’s ist dem „Gorgias“ eine
gewisse Bitterkeit und Herbheit (Näheres s. im folgenden Capitel),
welche nicht sowohl durch einzelne hervorgehobene Stellen veran-
schaulicht als vielmehr durch den Gesammteindruck des ganzen
Werkes gefühlt werden muss. Allein dieser scharfe Grundton ist
in den drei Theilen unseres Dialoges keineswegs gleich. Gegen
Gorgias wird so viel Schonung und Respect beobaehtet , als einer-
seits die Bejahrtheit und persönliche Achtungswürdigkeit, anderer-
seits der grosse Ruhm dieses Mannes gebieten. Mit Kallikles, der
ja trotz seiner mehrfach bewiesenen feinen Manieren (man beachte
nur z. B. den höflichen Einpfang pg. 447 a ff.) sich einige Male
im Eifer der Polemik gradezu bis zur Grobheit hinreissen lässt (vgl.
485 ff.; 489 b; 490 e; 494 d; s. die Anmerkung zu 511 b. int.),
wird schon weniger glimpflich verfahren. Sokrates greift ihn nicht
nur mis seiner bekannten Ironie an, sondern lässt es auch an eini- .
gen derberen Seitenhieben nicht fehlen. Gegen den Schluss hin
wird der Ton immer ernster; namentlich machen die letzten Worte
des Sokrates, die feierliche Verdammung der von Kallikles ver-
theidigten unsittlichen Grundsätze, einen gewaltigen Eindruck. (Sehr
bedeutsam erscheint die Anrede & Kolllaisıg zu Ende des letzten
Satzes!) Bei alledem wird eine gewisse Rücksicht gegen Kallikles
als Herrn des Hauses nicht ausser Acht gelassen. Minder schroff,
XXXI EINLEITUNG.
doch bei weitem spöttischer und mitunter wahrhaft geringschätzig
ist der Ton, in welchem Sokrates mit Polos spricht. Letzterer
gibt hiersu vollen Anlass. Einmal fordert das anmassende Wesen
des jungen Mannes, welches seinem greisen, berühmten Lehrer Gor-
gias und dem weit älteren Sokrates gegenüber (vgl: pg. 478 a.; 461
b; 462 a; 467 b. u. 'd.) um s0 ungezogener erscheint, despectierli-
che Zurechtweisung heraus. Sodann gibt sich der unphilosophische
Rhetor sowohl durch seine Unkunde der Dialektik so viele und so
bedeutende Blössen, dass er bei seinem überlegenen Gegner jeden
Anspruch auf Achtung verliert. Demnach finden wir natürlich, dass
A461 c; 466a.ihn Sokrates durch Hinweisung auf seine Jugendlichkeit und auf
463 e.sein hitziges Gebahren zwar indirect, aber eindringlich genug, zu
grösserer Bescheidenheit vermahnt ; ihn gleich anfangs, wo er sich
448 e. als Ersatzmann des Gorgias zur Unterredung aufdringt, ohne viel
Umstände bei Seite schiebt; die Versuche von allerlei rhetorischen
Kunststücken kurzweg als wirkungslose Trugmittel zurückweist (vgl.
pg. 461 d; 471 e; 472 a; 473 d, e.). Auch Chairephon legt eben
nicht zu grossen Respect vor dem allzu feurigen jungen Manne (gui
nomen et omen habet; s. die A. zu pg. 463 e. 8. 51) an den Tag,
A48B a.indem er ihn höhnisch fragt, ob er sich etwa seinem Lehrer Gor-
gias überlegen dünke? (vgl. die ganz ähnliche, nicht weniger ironi-
sche Frage des Sokrates pg. ‘462 a., welche schlechthin zu bejahen
sich der dünkelvolle Polos keinen Augenblick bedenkt.) ‘ Gorgias
selbst scheint ihn nicht sonderlich hochzuhalten. Mindestens lässt
sich aus dem aA4« rovrow u:v Eu, pg. 463 e. (über das möglicher
Weise verächtliche odrog s. die A. zu pg. 452 e. S. 21) eine ge-
wisse Geringschätzung entnehmen; was durch keine Stelle von ent-
gegengesetztem Charakter paralysiert wird. Kallikles tadelt seine
482 d. Ungeschicklichkeit in der Gesprächsführung. Aehnlichen Tadel
spricht er allerdings eben so gut über Gorgias aus. Gegen diesen
aber Buseert er an andern Stellen seine Achtung (vgl. 497 b., wo
er sich bei ihm über Sokrates beschwert; 501 c., wo er ihm zu@e-
fallen sich zur Fortsetzung der Unterredung herbeilässt): gegen Po-
los wird nichts dergleichen geäussert.
Recht einleuchtend wird die Herbheit des „Gorgias,* wenn
man die ungleich glimpflichere Behandlung des in seinem Forms-
lismus vielfach mit Polos verwandten Prodikos im „Protegoras,* und
des Thrasymachos in der „Politeia,“ des Geistesbruders unseres Kal-
likles, in Vergleichung zieht.
EINLEITUNG, XXIII
Hebt man den dramatischen * Charakter des Dialogs (vgl. ob.
S. XXL =. E,) bkervor, so stellt gich nach dem Umfange der Rollen
Kallikleg als zgareyessceng, Polos als dsursgayasıarng, Giorgies
als reızayesıerng dar. Dass dessen ungeachtet von dem letztge-
nannten der Titel genommen ist, hat nichts befremdliches. Er. bleibt.
der Bedentaug nach die Hauptperson. Die beiden andern stehen
auf seinen Schultern. In ihnen wird dep Gorgias Geist bekämpft.
Auch dag Chorpexsonale fehlt nicht**; freilich bleibt es stumm: man
müsste demn den Huomßog, das Beifalltosen, wovon su Anfang des
dreizehnten Capitels die Rede ist, als eine Urtheilsäusserung im 458 c.
Sinne des Chores der attischen Tragödie verstehen **,
Die von Arigtoteles für das Drama geforderte Einbeit des Or-
tes ist gleichfalls beobachtet. Das ganze Gespräch wird in dem
Hause des Kallikles geführt. Ohne Zweifel haben wir uns alg Schau-
platz ein ähnliches Locale zu denken, wie im „Protagoras“ -t. Je-
desfalls muss ein geräumiger Platz als Scene vorausgesetzt werden ;
denn das Auditorium besteht aus vielen Personen. (pg. 490 b. ixt.
Cap. 45 zu Anf. da» 89 co auro wur, Wozsg v9, zoAkol
ardomzoı xrA.)
III.
Zweck des Dialogs. Philosophische Er-
gebnisse.
Der jedem Kunstwerk nothwendige einheitliche Charakter be-
dingt, dass auch ein Platonischer Dialog nur einen Hauptzweck
haben kann. Dadurch wird jedoch keineswegs die Erreichung ver-
schiedener mit ihm in natürlichem Zusammenhange stehender Ne-
benzwecke ausgeschlossen,
Aus einem Gesammtüberblicke der Werke Platon’s erhellt,
dass dieser auch in Anlage und Form seiner Schriften bewunderungs-
werthe Philosoph im Allgemeinen bei seinen Dialogen (nur wenige
der kleineren abgerechnet) ein dreifaches Ziel zugleich zu errei-
chen sucht: a) die Erörterung einer bestimmten philosophischen
Frage; b) die Widerlegung der entgegengesetzten Ansichten — bei
* Vgl. die Einleitung zu „Protagoras,“ III. Absehnitt, I.
** 8, pg. 447 c; 455 c; 458 c; 473 03 490 b.
*+* vgl, Horatius, Epist. 2, 3, 194.
+ S. Protag. pg. 314 e. . Einleitung III. 1, 34 zu Ende.
Plat. Gorglias. c
XXxIV EINLEITUNG.
weitem am meisten richtet sich seine Polemik gegen die Sophisten *
— inBetreff dieses Gegenstandes; c) die Verherrliehung, beziehungs-
weise Vertheidigung, seines Meisters Sokrates, des Philosophen za’
&6oznv. Dieses dreifache Ziel nun wird immer unter Einem erreicht.
Sokrates disputiert mit irgend einem der bedeutenderen Sophisten,
welchem nicht selten ein oder mehrere Parteigenossen. zur Seite ste-
hen (oder auch, wie z.B. im „Phaidros,* „Menon“ u.a., mit einem
Anhänger der sophistischen Bildung), widerlegt ihn schlüsslich und
erkämpft so den Sieg der wahren Weisheit über die Scheinweisheit.
In den meisten Dialogen erscheint jedoch bald die eine, bald die
andere Seite überwiegend berücksichtigt **. Kaum noch in einem
zweiten finden sich alle drei Zwecke so harmonisch vereinigt, wie
im „Gorgias.“
Betrachten wir zunächst das in ihm behandelte philosophische
Problem. Zu wiederholten Malen erklärt Platon die Frage: wel-
chen Lebensweg soll man wandeln? ausdrücklich für den
eigentlichen Gegenstand der Unterredung. 487 e. fin. 8. 118. f. zdv-
av Öt nalllorn dorlv 7 on&yıs.... neol Tovrav 0v 09 67 Mor
erstiunoug, noiuv rıva en elyaı röv avdoa xul ri
Enırndsdsıy nal ueygı Tod, nal mgsoßVursgo» nal vEWrEgoYV
övıe . . . Inavüg wor vdskar, vl Eorı rouro 6 dnırndev-
E09 wo, al tive 700009 arnoalunv av aurd ri, 492 d. int.
8. 126. deoucı 03V dya vo underl zeöono dyeivar, fva ro
Ööyrı narddniov yeynraı nag Bıarsov. 500 c. int. 8.
146 ‚f. ög&s yag, Orı nsgl zovcov elalv nuiv ol Aoyoı, 09 zl av
ndARov omovddosıE vıg al auıngöy voiv Eyov Krfgmnog, 7
toöro, ß Tıva yon teoomov Ev, noregov En) 6v cd zagn-
naleig duf, Ta Tod dvögös dN Taüre nodrroven, Alyovıd ve dv
To Önuo xal GnTogınn)v aoxoüvı« nal molırevöne-
vov Todroy 709 Toomov, Öv vusis vor nolıtevsche, N Ei
zovde row Blow röv dr gılocoylea, xal zi zor' dorlv 0ö-
ros Eusivov dıapkoms, "Icons odv Allzorov darır, ds aprı yo
* 8. Einleitung zu Protag. II, 5, 23.
** So sehen wir im „Hippias“ (d. Gr.), „Protagoras, “ „Euthy-
demos,“ „Sophistes,“* „Theaitetos“ das meiste Gewicht auf
die Polemik gelegt; während hingegen im „Philebos,“ „Sym-
posion,“ in der „Politeia* u. a. derselben weniger Raum ge-
geben ist. Wieder andere, wie „Euthyphron ‚“ „Kriton,*
vielleicht auch der „erste Alkibiades,“ haben vorzugsweise
apologetische Tendenz.
EINLEITUNG. XXXV
dæ exeonoc, draıgeichear, drzlonkvoug SL za) Önoloyioaszag di-
AnAoıg, sl dorı rovro dırra va Bla, oxipgasdaı, ri re
dıapägeroy .alhrjloıy nal öndzego9 Bıardon adroi».
512 e. med. 8. 178. 0 &xl zovsw axnemrdor, rl) Av roonov
toörov Oy nlkcı 700909 Para og deıora Bıdn uri. 521 a.
int. 8. 198. dal wordoav 00» ne naganaleig ryv Bege-
nelav rüjs molemg, dıdoroow nor 79 Tod dıaudreodar
Adnvaloıg, örag ag Bältioror Foovzan, ... N) og duaxorrjoorre
xcel E05 zagı9 Opılnjoosee.
Die hohe Bedeutsamkeit dieses Gegenstandes wird wiederholt
nachdrücklich betont. Ausser den oben (aus 487 e. und 500 c. —
man brachte 05 z! &v uällov onovddsss zıs nal anıngör
vovv Eyav audommog! —) angeführten Stellen genügt es nur
noch folgende Aeusserung des Sokrates (pag. 505 e; 8. 160.) her-
vorzuheben: «rag wıvövvevs: avayaaıöorarov elvaı (näml. dısl-
Heiv ròov Aoyov) oVsag ... olumı Eyaye gojvar wavrag Auäg
gıLlovelnug Eyeıy moös To eldvan zo Ainds Til darı sol
öry Ayonev nal ze Yeidog‘ noıvör yad ayaddv drası pe-
vepöv yeriodhnı adro.
Dass es sich aber nicht etwa um die gesammte Moral, son-
dern lediglich um die politischen Lebensgrundsätze, d.h. um die
Beantwortung der Frage: wie soll man Bich gegen seine
Mitbürger im Staate verhalten? hier handelt, ergibt sich so-
wohl aus bestimmten Erklärungen — s. besonders die oben aus
pag. 500 c. beigebrachte — als auch aus dem ganzen Dialoge. Denn
nirgends kömmt etwas anderes, als das politische Leben, in Betracht,
überall wird der Mensch nur in seinem Verhältnisse zur
bürgerlichen Gesellschaft aufgefasst. Schon der einzige Um-
stand, dass im ganzen Buche der Weiber, der Sklaven, der noch
nicht zur politischen Mündigkeit gelangten Jünglinge mit keiner
einzigen Sylbe gedacht wird, die ja doch allzumal nur von der staat-
lichen Thätigkeit, nicht aber von allen moralischen Pflichten ausge-
schlossen sind, beweist, dass die Frage, mag Pıwr£ov; gleichbedeu-
tend ist mit zog dei nolırsvechear; Ueberdicss war im alten Grie-
chenland (und Rom) das Wirken eines freigebornen Mannes ohne
irgend eine unmittelbare Theilnahme an den Staatsangelegenheiten
gradezu undenkbar. Man lebte im Staate, nicht in der Familie.
Die Frage, wie soll man sich gegen seine Mitbürger im Staate
verhalten? findet zwei diametral entgegengesetzte Boantwortungen.
Kallikles erblickt das summum bonum in der Lust. Sie wird
c*
XXxVI EINLEITUNG.
dutch Herrschaft über die Nebenmenschen- ersielt, Das
wirksamste Mittel, diese zu erlangen, ist die (sophistische) Rede-
kunst. In demselben Sinne lässt sich Polos vernehmen. Solch
masslose Selbstsucht ergibt sich folgerichtig aus sophistischen Prin-
cipien, indem ja die unbedingte Geltung der Subjectivität mit Ver-
werfung dör objectiren Wahrheit die Wurzel aller Sophistik ist *,
Sokrates dagegen vertheidigt den Grundsatz: man muss das
Gute, das allein wahre Ziel alles Strebens, zu verwirklichen su-
chen ; daher ohne jede eigennützige Nebenrücksicht auf die sitt-
liche Vervollkommnung seiner Mitbürger hinwirken. Dies
ermöglicht die Philosophie. Sie verleiht das Wissen vom Gaten
und wahre Tugend überhaupt.
Demnach formuliert sich das oben bezeichnete Thema so: ist
im Staatsleben Philosophie oder Rhetorik * zu üben?
Dass hiermit das Thema für die drei Haupttheile des Dialo-
ges nicht nur im Ganzen, sondern auch für alle in ihnen erörterten
Einzelnhöiten bezeichnet ist, erhellet aus der obigen Inhaltsübersicht.
Im ersten Theile entwickelt Gorgias, der vorsüglichste Be-
gründer der sophistischen Beredsamkeit, das eigentliche Wesen sei-
ner Kunst. Dass vor allem andern eine genaue Begriffsbestimmung
der Rhetorik als Grundlage für die ganze Untersuchung zu geben
ist, leuchtet obne weiteres ein. Denn die Rhetorik, der falsche
zE080g roü nolırevsche:, soll eben im wahren Lichte dargestellt
und somit — da jeder Trug, sobald er durchschaut wird, vernichtet
ist — widerlegt werden. Daher kann der umständlichen Ermittlung
der Definition keineswegs der Vorwurf der Weitschweifigkeit ge-
macht werden.
Im zweiten Theile wird die angebliche Macht der Rhetorik
kritisch beleuchtet und als Illusion erkannt. Ihr vermeintlicher
Nutzen wird in Abrede gestellt, weil strafloses Unrechtthun, woru
sio allenfalls verhelfen mag, nicht nur schlimmer als Unrechtleiden,
*8. Einleitung zu „Protagoras“ II, 6. 27.
* Dass in unserem Dialoge unter Giro überhaupt Staats-
mann — nach den sophistischen, nicht nach den philosophi-
schen (d. i. sokratisch -platonischen) Grundsätzen — verstan-
den wird, ist in den Anmerkungen gehöriges Ortes gezeigt.
Eine ausdrückliche Erklärung gibt Platon 500 e. . AEyovrd
ze &v 15 dnum xul bmrogınnv doxoövre nal wolırev Ö-
HEVOV ToVToy TöV 00809, 0V dueig vöy wolı-
teveche xrA. Alle drei Ausdrücke sind synonym.
EINLEITUNG "IXxvH
sondern überhaupt das Ausserste aller Uebel ist. : Daher erscheint
. genaues Eingehen auf das gegenseitige Verhältnis von ddıxeis und
adınsicha: ale vollkommen sachgemäss.
Im dritten Theile wird das (für die beiden andern oben so
gut geltende) Thema so bestimmt angegeben, dass jeder weitere Nach-
weis nur unnüize Weitläufgkeit wäre. Die darin enthaltene gründ-
lich ausgeführte Discussion über 7dv und dyadd6v bildet den inner-
sten Kern des ganzen „Gorgias“ ; denn jenes ist der Endsweck der
falschen, dieses der der wahren Politik. Die speeielle Kritik endlich,
welcher die gefeiertsten Staatsmänner Athen’s untersogen werden,
dient dazu, um an hervorragenden Beispielen zu zeigen, dass eine
Staatsverwaltung, welche ihre Wurzeln im Boden des Sophistenthunis
hat, nur schlechte Früchte hervorbringen kann. Denn im sophisti-
schen Geiste wirkten nach Platon’s (einseitiger) Auffassung jene
grossen Politiker. Der Mythos veranschaulicht die unausbleiblichen
Folgen der beiden Systeme: eimerseits die Strafen, zu denen der
verkehrte Lebensweg jedesfalls nach dem Tode führt, andererseits
das Glück des Rechtschaffenen, insbesondere des drne YLldcogog
(vgl. pag. 526 c. 8, 211). Wie enge die von der Kunst — nament-
lich von der Dichtkunst, vorzugsweise yon der Tragödie — handeln-
den Partien mit dem Thema susammenbängen ‚„ wird weiter unten
erörtert,
Als Gegenbild der sophistischen Staatsweisheit zeigt sich die
pbilosophische. Jene, auf Schein und Trug gegründet und des
halb in ewigen Widersprüchen schwankend, bezweckt bloss Bafrie-
digung der sinnlichen Lüste eines Individuums selbst durch Frevel,
ist also nichts anderes, als die roheste Selbstsucht. Sie stürzt in’s
Elend, wenn nicht während des Erdenlebens, so doch unfehlbar im
künftigen Sein. Diese, in sich durchaus wahr und consequent,
strebt allgemeine Wohlfahrt durch sittliche Veredlung an, jeglichen
Eigenvortheil hintansetzend und sogar zur Aufopferung des Lebens
um der Gerechtigkeit willen bewegend. Sie ist die reine Tugend,
welche ohne alle äussere Motive — denn selbst die wahre suödaı-
uoviæ ist notbwendige Folge, nicht Zweck — das Gute an sich
selbst übt, gleichsam als Naturnothwendigkeit. Denn Harmonie,
weiche im Sittlichen aus Besonnenheit und Gerechtigkeit, kurs als
Tugend, zur Erscheinung kömmt, herrscht als Grundgesetz durch
das Weltall (pag. 508 e. /.). Somit hat sich Folgendes als Grund-
gedanke des „Gorgias“ herausgestellt:
Die rechte Lebensweise in der bürgerlichen Ge-
XXXVIII EINLEITUNG.
sellschaft ist nicht die sophistische Rhetorik (stastsmän-
nische Thätigkeit), welche ohne Rücksicht auf Recht und
Gesetz nur Macht und Sinnenlust anstrebt, sondern
die philosophische Tugend, welche, als Gerechtigkeit
sich offenbarend, ausser dem absolut Guten kein.an-
deres Ziel verfolgt.
Dass hiermit Platon’s Absicht wirklich getroffen wird, erhel-
let aus seiner ausdrücklichen Erklärung am Schlusse. _ Denn wider
seine sonstige Gewohnheit, das Eindresultat der Erörterung aus dem
Gespräche selbst herauscombinieren. zu lassen, wodurch viele Die-
logse den Anschein gewinnen, als ob sie eines vollständigen Ab-
schlusses entbehrten; wird hier das oben bezeichnete Problem mit
Bestimmtheit für vollständig gelöst erklärt. pag. 527 b. S. 213. ovx
Eyere anodeikaı, ag dei allow rıwa Blow £5% ij Toürov arl.
Den harmonischen Abschluss des Werkes bilden die Worte
(pe. 527 e. 8. 214 f.): Boxso 00% nyenorı zo 1079 zonsouede
To vu wagapanevrı ‚06 nuiv onpelver, Orı oör os rgomos
&gıorog Tod Plov, ul 19 dınaoovsn® al ınp AlAnv age-
ın9 daxoüvrag xal £jv xal redvavar. Toyo ν inmuste,
xcel Todg KAlovg napaxalöuev, un dxelvo, & od nıorevmv Aut
raganaleig Eorı yap oUdEevög abıLog.
In dieser Stelle findet sich der Inhalt.des ganzen Dialogs in
der prägnantesten Fassung ausgesprochen. Etwas ausführlicher ge-
schiebt dasselbe auch zu Anfang des 63. Capitels (pag. 507 c. —
e. 8. 167). &ya ulv 059 raüra 0oVr@ rideuaı anal gnu taürea
HAndn elvaı (näml. Toy EU zodtrovra uanagıdv TE nal sudai-
nova elvar, ròo»x Öb novng0V anal naxndg zodrrovre Adlon) el
ö: Eorıv dindij, Tov BovAönevor ... ®vöaluova elvar cnpeo-
ouynv ulv dıaxtlov xul Gonneov, arolnalay ÖL YsvaTdov ag
dysı oda Exuorog umv, nal zagaoxsvaordovr uelıoın mir
undtv dsichea: zoo xolufeodaı, dav 68 dendj 7) avrog 7 @llog
ris ray olnelov, 7) ldicrns N nolıg, Emiderkor Ilanv xal xo-
Auordov, el wills Evdatunv elvaı. ovrog Euoıys doxsi ö
oronös elvaı, neög 0v Bilnovra dei fjv, xul wavın
els oöüro xul Ta Kvrod ovsısivovse nal ta zig moleomg,
Ozag dınaoovvn napkoraı nul omppoCVrN To uaxapln uöllorr:
docoßcu, oda nocıreım, ovx Erıdvulag düyre dnoAdorovg elvuı
arı.
Mit dem Endergebnisse der vorliegenden Untersuchung voll-
‘ RINLEITUNG. XXXIX
kommen in Uebereinstimmung bezeiehnoto schon Olympiodoros*
den Zweck des „Gorgias“ folgender Massen: yaylv rolvvr, Orı
cnonög adre augl.- av ν („Principien“) dialszdijvan rar
gegovasr nuäs dul any MoAıTıanV svdarnovlar.
Es ist nunmehr der zweite Hauptpunkt in Betracht zn ziehen,
die Polemik gegen die Sophistik *, In unserem Dialoge °
handelt es sich zwar beinahe ausschliesslich um die Bekämpfung
der sophistischen Rhetorik. Allein wie Platon nur eine Philoso-
phie anerkennt, welche das ganze Leben nach allen seinen Richtun-
gen umfasst, und von welcher die Politik ein Theil ist; so fasst er
auch alles ihr Entgegengesetzte, was nicht auf klar erkanntem Wis-
sen beruht und das absolut Gute zum Ziele hat, als eins auf, als
Sophistik. Die Rhetorik ist ihre Manifestation auf einem bestimm-
ten Gebiete. Die Bekämpfung einer einzelnen Erscheinungsform
weiss Platon nicht ohne Kritik des falschen Principes selbst zu füh-
ren. Daher kömmt es, dass in allen Dialogen, weiche Streit wider
die Sophisten zum Gegenstande haben, mancherlei vorgebracht wird,
was bei oberflächlicher Betrachtung nicht zur Sache gehörig erschei.
nen mag.‘ In unserem Dialoge finden wir zwei Stellen dieser Art,
die nur durch die Berücksichtigung, dass nicht eine für sich selbst-
ständig und unabhängig bestehende Sache, sondern ein integrierender,
mit dem Ganzen organisch zusammenhängender Bestandtheil des
Einen Sophistenthums erörtert wird, ihren berechtigten Platz finden.
Die erste entbält die Besprechung der Kunst, insbesondere der dra-
matischen Poesie, pag. 501 a.— 502 d. S.148 7. Sie wird als eine
* Von Olympiodoros, einem neuplatonischen Philosophen
aus Alexandreia, welcher im sechsten Jahrhunderte n. Chr.
lebte, sind nach der Aufzeichnung seiner Zuhörer (wie die
Eingangsworte oyolıx ou» Ben sig row Tod Illaravos
Togylav nö pgmrrnjg Olvunıodagov ou ueydlov gılo-
00900 beweisen) Scholien zu Platon’s „Gorgias“, eben so zu
„Phaidon“, „Philebos* und dem „ersten Alkibiades“ vorhan-.
den. Obige Stelle ist citiert aus: Platonis Goryias eic. recen-
suit Ch. G. Findeisenius. Gotha 1796. Als Anhang ist
dem Buche beigefügt (S. 603 — 616): Praefatio scholüs Olym-
piodori in Gorgiam praemissa e codice manu scripto nunc pri-
mum edita a Routhio. Die Ausgabe von Routh (Platonis Eu-
ihydemus et Gorgias. Recensuit, verlit notasque suas adjecit
Martinus Josephus R.) erschien zu Oxford 1774.
** Ueber die polemische Seite der platonischen Philosophie im
Allgemeinen s. Einleitung zum „Protagoras“ $. 23 ff.
XL EINLEITUNG.
der Rhetorik an Zweck und Wesen höchst verwandte Bethätigung
des Sophistengeistes verworfen. Die zweite umfasst die detaillierte
Erklärung der xolaxel® pag. 464 b. — 466 a. 8. 52 9. Dass im
weiteren Verlaufe des Gespräches nur die eine der aufgerählten Ar-
ten, die Rhetorik nämlich, besprochen wird, lässt nicht vergessen,
dass hiermit keine erschöpfende Lösung gegeben ist — um so mehr,
da gegen den Schluss, pag. 520, a, b. 8. 196 ausdrücklich an jene
Eintheilung erinnert wird — und der „Gorgias“ ao gut wie jeder
‘andere Dialog Platon’s erst im Zusemmenheange mit den übrigen
vollkommenes Verständniss gewinnt.
Die Sophistik fand ihre Eststehung in der Uebergangsperiode
am Ende des fünften Jahrhunderts v. Chr., wo in dem politischen
und geistigen Leben Athen’s ein grosser, tiefeingreifender Umschwung
vor sich gieng. Zwei sehr bedeutende philosophische Systeme — die
Lehren des Herakleitos und der Elesten — hatten im Allgemeinen,
- da in den innersten Geist des einen wie des andern Systams nur
Änsserst wenige emzudringen fähig waren, Skepsis hervorgerufen.
Man kam dahin, das subjective Vorstellen für allein meassgebend zu
halten; jedem einzelnen ist das wahr, was ihm als wahr erscheint *.
Sobald nun auf sichere Erkenntniss versichtet und keine Befriedi-
gung in der geistigen Forschung selbst mehr gefänden wird, bleibt
nur Selbstbefriedigung im Handeln und Geniessen übrig. Daram
hatte die Bophistik vom Anheginne praktische Tendenz. Weit mehr
auf Erreichung gewisser materieller Zwecke ** als auf Entwickelung
der Theorie kam es an. Die Sophisten wollten Lehrer der prakti-
schen Tüchtigkeit sein. Bei der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit
aller Verhandlungen musste nothwendig Bedegewandtheit eine sehr
hohe Bedeutung im Staatsleben erlangen. Beredsamkeit wurde das
erste Erforderniss eines Staatsmannes, da keine specielle Befähigung
(bestimmte Studien u. s. w.) verlangt wurde, sondern jeder vollbe-
rechtigte Bürger als solcher politisch thätig sein konnte. Darum
hatte eg die Sophistik vorzugsweise auf die Ausbildung der Rede-
kunst abgesehen. Da ferner wegen ihres skeptischen Grundcharak-
ters positiver Inhalt abgieng, musste sie um so mehr formelle
Bildung pflegen. Dem Denken wurde innere Gewissheit abgespro-
* vgl. Einleitung zum „Protagoras“ 8. 37.
** Damit steht wohl das Unterrichtgeben der Sophisten gegen
Honorar, was Platon so oft rügt — vgl. Einleitung zum „Pro-
tegoras“ 8. 31. — im Zusammenhange.
EINLEITUNG. LI
chen. Es galt also nicht Wahrheit zu erforschen, sondern durch
gewandte auf Behein berechnete Rede in den’ Zuhörern solche Vor-
stellungen und Meinungen hervorzurufen, wie es jedesmal vörtheil-
hafı war. Alio Sophisten, auch diejenigen, welche sich mehr für
Tugendiehrer ausgeben (Protagoras, Prodikos u. a.), befassten sich
ernstlich mit Rhetorik. ‘Wie sehr hierbei die Aussere Form als Haupt-
sache hehandelt wurde, beweisen die dumıdelfsıs (Prunkreden 5 s. zu
pag. 447 a. med. 8. 1).
Da es um Wahrheit ganz und gar nicht zu thun war, viel-
mehr der echte Sophist mit eben so viel Schein das Gegentheil je-
der Bache zu verfechten verstand, übten sie sich über jedes belie-
bige Thema pro et contra zu reden, gegen alles Widerspruch zu er-
heben und sich in leerer Eristik za tummieln, wobei sie keinerlei
Besultat erzielen, sondern nar ihre Gewandtheit zeigen wollten. So-
bald einmal der Sinn für Wahrheit so gänzlich erstorben ist, kann
auch das Rechtsgefühl nieht lange lebendig bleiben. Daher wurde
bald den Sopbisten sum Hauptvorwurfe gemacht, dass sie der schlech-
ten Sache den Anschein der guten gäben [r0v Arra Adyov xeelrro
zoıeiv. Apeologie.10 b. Aulas Gellius 5, 3, 7. pag. 162 Hertz: Pro-
tagoras :. . acerrimus sephisiarum . . . pecuniam ingentem cum a disci-
pulis acaiperet annuam, pollicebatur se id docere, quanam verborum
industria causa infirmior fieret fortior, quam rem yräece ita dicebat:
tov Arm Adyov nosirıo norelv. Cicero, Academica 2, 23, 72. Illi
quum res non bonas traeient, similes bonorum videri volunt. Aristophe-
nes „Wolken“ 98.-00r0: (die ueguvopgersiorat) dıdaorove’, dg-
yuesov Tv rıs dıdo, Alyarra vinkv nal Bluaıa nüdınae. Ferner
112. f. elvaı ad abrofs Yaoıv Kupe to Adyw, or Agelızor,
Sorıs ort, wa T6V Nerowe. Tovsoıw röw Bregov Tolv Aöyorv,
zöv Ärrova, vıncy Atyovrd yacı sudınasega]. Ist das Gute und
Schlechte nur willkürliche Menschensatzung , so hat jeder, der es
vermag, das unzweifelhafte Recht, solche Satzungen umzustossen
(vgl. pag. 481 a. S. 103). Das beste Mittel hierzu ist Ueberredung *.
* Bei Aristophanes, „Wolken“ (V. 1420 — 1424) sagt der alte
Strepsiades zu seinem sophistisch gebildeten Sohne Pheidippi-
des, von dem er geschlagen wurde: @Al’ ovdauodv vouLge-
rar Tov nation Toüro waaysıvy — und erhält folgende Ent-
gegnung: 0odx0vV dvno 6 Tov vouov Tovö’ nv ıdelg To
noGToV, Bonee ad adya, nal Adymv Emerdie Toös ma-
Amods; Array rı die Ebsorı nanol naıvOV av To
iAoınöov Heivaı vonuo» roig viidv, zovg nerigug Avıı-
rvxreiv.
⁊
XLII EINLEITUNG.
Ihre Immoralität hehlsen die Sophisten gemeiniglich durch die Un-
terscheidung. von dixnıov. xara vououg und dixaıov ask gucır
(vgl. pag. 481 e. f. 8. 100... Protag. 337 d.). Unter letsterem
aber verstanden sie bloss, was. ihrer eigenen individuellen Ansicht
entsprach *. Dass bei solcher Gesinnnng auch ein feindliehes Ver-
hältniss zur Volksreligien nicht ausbleiben konnte, ist selbstver-
ständlich. Einige der bedeutendsten Sophisten (z. B. Protagoras **,
Diagoras u. a.) wurden wegen Atheismus verfolgt. Sokrates selbst
wurde verschiedentlich — wie weiter unten zu erwähnen ist — mit
den Sophisten zusammengeworfen und sowohl von Aristophanes in
den „Wolken“ als auch bei seinem Processe wegen Irreligiosität
angegriffen.
Die Sophistik war der treue Abdruck des damaligen Zeitgei-
stes. Platon selbst bezeugt es Politeia 6, 493 a. Exaorag rar
nodagvoustan ldımzar, 005 IN our Vopıorag aalodeı, u
alle mudeveav 7) vavra za av moAlav ddypara, & do-
Eafovas Orav dHgE0L0daCL, nal voplay ravıny nalsis uri. Die
demokratische Freibeit war bis zum Uebermasse erweitert. Der will-
kürlichen Aeusserung der Individualität wurde ungemein viel Spiel-
raum gelassen. Namentlich herrschte unbeschränkte Bedefreiheit ***.
Jeder uinzelne suchte sich möglichst geltend zu machen. Die Leich-
tigkeit Gesetze zu geben und umzustossen benahm die Ehrfurcht
vor denselben und liess sie als Ausgeburten des zufälligen Belie-
bens erscheinen. So entstand nach und nach in den meisten Kö-
pfen arge Begriffsverwirrung. Thukydides 3, 82, 3. xal ınv eia-
Sviav ablacı» av Ovonaroay ig valoya avınllafar
zy dınaraoaı. Toluz uv yag alöyıarog andola gıldaıgos
dvoulcdn, ullinoıg dd neoundns della sörgexng, To d2 au-
$%009 Tod dvavdgov ae00ynua }... nal 6 alr galszaivar
zıorög as, 6 di ayrıllym ausa URORTOg.
* Bei Aristophanes a. a. O. (V. 1427— 1432) stellt Pheidippi-
des seinen Grundsatz, man dürfe den Vater schlagen, so als
naturgemäss dar: oxdıpaı dt Todg alsxrgnovag nal alla
z& Bord tavel, ag TOVg zarioaug duuverar: nwalroı Ti
dıiapägovcıs ua» Eneivoı; Strepsiades: si dir,
insıdn Toug diexrpvorag azavıa wine, 00x Lodleg xal
2 x0790% aan) Eviov naßevdss; Pheidippides: 09 rav-
T09, 0 av, doriv.
** g. Einleitung zum „Protagoras” $. 36.
*+* 5, pag. 461 e. int. S. 45 und die Anmerkung daselbst.
t vgl. pag. 492 b. int. S. 124. Politeia_ 8, 560 d. zn» plv
aldn nlıdıorna Ovouafovrsg adovcıy dm arinns pv
BINLEITUNG. XLIII
Allein nicht nur dem Zeitgeiste zusagend war die Sophistik,_
sie half auch wirklich eimem dringend gefühlten Bedürfnisse ab.
Der Drang nach einer gewissen allgemeinen Bildung ohne sonder-
liches Vertiefen in gründliches Fachstudium beseelte die jungen
Leute aus den wohlhabenderen Familien so ziemlich allgemein *.
Vorzüglich wünschte man eine Vorbereitung für die politische Lauf-
bahn. Diese bestand — nach dem Obigen — zunächst in rheteri-
schen Uebungen. Die Schilderung, welche Xenophon von dem Feld-
herrn Proxenos gibt (Anabasis 2, 6, 16, 17.) gilt sicherlich wuch
von hundert andern, wenn gleich der Mehrzahl ihre Pläne weniger
zu verwirklichen gelang. IIoo&evos . . . sußüg ulv ueipdxıov or
ineduusı yarsohaı dvno. za peydia roarsrm Inavog' xal dıa
ravıny ınv dxzıdvniav Edmxe I'voyla doyvorov. dnel ÖL} avseyi-
vero inelvo Inanög non voploag zlvaı nal doysır nal pilos ar
zoig zparoıg un) Yrracheı Evapyerav, Nidev als Tavrag rag our
Kvom zoabeıs" nalımero Krnoschar dx Tovcmv Övona piya zul
Öyvapı» ueyalny xal zeonuera wolle. Und den jungen Hippo-
krates führt Sokrates hei Protagoras mit folgenden Worten ein
(Protag. pag. 316 b. med.): ‘Innoxgdıng Ode dor)... olniag us-
yains a xal sudaluovog, aurog ÖL ziv pvcıw donei dvamıllog
sivaı voig Nlınıararg. duıdvueiv dE nor donei Eldoyınos yarda-
Haı dv 1j nolsı" zodro ÖL olsrei ol walıcıa yerdadeı, el sol
ovyy&vosto. Wie sehr diese jungen Männer nach dem sophistischen
Unterricht begehrten, schildert Platon, mit der ihm eigenen Meister-
schaft im feinen Charakterzeichnen, an dem Beispiele des eben er-
wähnten Hippokrates. Spät in der Nacht erfährt er die Ankunft des
Protagoras. Sogleich will er zum Sokrates eilen, damit ihn dieser
dem berühmten Sophisten vorstelle, wartet aber doch bis zum fol-
genden Morgen; und schon bevor es noch zu dämmern beginnt,
klopft er an des Sokrates Thüre, und zwar 2&9v-opoden, vor un-
gedaldiger Hast! (Protag. 310 a. f.) Darum fanden auch die so-
phistischen Lehrmeister überall sehr gute Aufnahme. Politeia 10,
600 c. IIewzayoeas... aul Ilgodınog xal KAloı zanzoileı...
Ex} tavın sy sopi« oUrm opödgea Ypiloürtaı, More 140909 0U%
in) tais xspalaig zegipigovoıy aüroug ol Eraigoı **. Die un-
yada, oopeoovurny dt avavdolay naloünrig re
nal zoonnlanikovreg &ußailovor Ari.
* vgl. pag. 487 c. int. f. 8. 112 f.
*+ vgl, das über die Liberalität des Kallias in der Einleitung
zum „Protagoras“ $. 39 Bemerkte,.
ZLIV EINLEITUNG.
geheuren Summen , weiche ihnen als Honorar gezahlt wurden (vgl.
das Betrefiende in dem folgenden Abschnitte), geben ebenfalls kei-
nen geringen Beweis dafür.
Die Sophisten fanden zwei sehr verschiedäne Arten von Geg-
nern. Erstens hassten sie, als Sittenverderber und Jugendverfährer,
die Bürger vom alten Schrott und Korn, welche in der Abweichung
von der frommen Vätersitte den Ruin des Staates erblickten und in
beschränkter Verehrung der guten alten Zeit auch die wohlberech-
tigten Neuerungen, deren Vorzüge sie nicht zu würdigen verstan-
den, sammt und sonders verdammten. Als das Prototyp dieser Män-
ner stellt uns Platon im „Menon“ den Anytos, den nachherigen An-
kläger des Sokrates, dar. Derartiger Widerstand gegen den Zeit-
geist hat sich immer als erfolglos erwiesen. Aristophanes, der eben-
falls zu dieser Partei gehörte, hat sogar unbewusst und höchst un-
absichtlich der Geistesrichtung, welche er zu bekämpfen suchte, viel
Vorschub geleistet.
Weit gefährlichere Gegner fand das Sophistenthum an dem
echten Philosophenthum. Von diesem in all’ seiner inneren Haltlo-
sigkeit aufgedeckt, wurde es in sich selbst vernichtet. Freilich nicht
völlig: denn Sophisterei wird in ewig wechselnden Gestalten fortexi-
stieren, so lange Lug und Trug nieht gänzlich aus der Menschheit
verschwunden sind. Vor allen ragt unter den Bekämpfern dieser
Scheinweisheit Platon hervor, das von seinem edien Lehrer Sokra-
tes begonnene Werk — die Zerstörung der Dünkelweisheit — in
ungleich höherem Geiste fortsetzend. Gewaltige Schläge führt er
auch in vörliegendem Dialoge gegen die Sophisten {wie früher epe-
ciell auseinandergesetst wurde). Allein dabei darf nicht übersehen
werden, dass er sich zuweilen vom Eifer des Kampfes allzuweit hin-
reissen lässt. Es soll nun, um die oben dargelegte Schilderung
Platon’s von den Sophisten im „Gorgias® nach Möglichkeit zu be-
richtigen, vorgebracht werden, was sich allenfalls einwenden liesse.
Im Allgemeinen scheint Platon alle drei Hauptpersonen in
ungänstigerem Lichte dargestellt zu haben, als sie verdienten. Dass
Kallikles vor einer zahlreichen Versammlung so sehändliche Grund-
sätze wirklich verfochten hat, ist nicht ganz wahrscheinlich. Na-
mentlich dürfte das Öffentliche Bekenntniss der pag. 484 a. erwähn-
ten Principien in einem demokratischen Staate nicht obne Gefahr
sein. Solche Ungeschicklichkeit und Unbeholfenheit in der Begriffs-
entwickelung, wie sie dem Gorgias zur Last gelegt wird, ist bei ei-
nem Manne, welcher selbst ein keineswegs simples philosophisches
EINLEITUNG. xXLV
Werk verfasst hatte, schwer begreiflich. Athenaios (Deipnosophistei
11, 113. pag. 505. Casaubon.) ‚meldet von einem Proteste des Gor-
gias selbst: @lloı dd yasıy, wg avayroug Ö I’ooylas vor [Haro-
vos dıdloyoy nR0g TDdg wagdvzus elxey, Orı ouöhr Tovrmrv ovrE
eines oUTe Inovaen.
Es könnte ungerechtfertigt scheinen, den Gorgias in eine phi-
losopbische Untersuebung über Gerechtigkeit — somit, nach Pla-
ton’s Lehre von der Einheit aller 'Tugendarten, über die Tugend
überhaupt — zu verwickeln und darin schmählich unterliegen zu
lassen, da er doeh, wie Piaton’s eigenes Zeugniss beweist, von Tu-
gendlehren gar nichts wissen mochte. Menon pag. 95 co. Kat I’oo-
ylov ualıeıa, © Zexpares, raüra &yapeı (sagt sein Schtiier Me-
non), örL OUx &Y Zore KYTOU TOUTO AROVORIE VRLoyvan-
w&sov (nämlich die Tugend zu lehren), aii& xal ray Kill» nu.
raysic&, ÖTay dxoven Önısyrouusvon‘ alla Adyeıy oleras
deiv zoLı8iv deıvong. So erklärt er sich auch in unserem
Dialoge nur für einen Rhetor, pag. 449 a. 8. 9. Aber eine solche
Redekunst, die fast ausschliesslich das Gerechte und sein Gegentheil
zu ihrem Thema bat (pag. 454 b. S. 25 u. 0.) und gleichwohl das
Wissen hiervon für entbehrlich hält oder doch factisch nicht besitzt,
kann Platon.nicht anerkennen. Gorgias hätte, seinen anderweitigen
Aeusserungen consequent, die Frage, ob er auch dieses Wissen bei-
bringen könne , unbedingt verneinen müssen; um so mehr, da ihm
die negative Antwort nahe gelegt war (pag. 459 e. 8. 40): 7 dvayın
eldevar .. . el di uf, 09 6 rs Önrogınng dıdaanakos
zovsov ulv ovdlv Öudabsıg TOV dpınvouvussoy — 00 yag 00%
foyov — zomeeı; Ö'.xrA. Doch irgend etwas nicht zu können,
gesteht ein echter Sophist, der ja zdvdopop * ist, nimmermehr.
Darum erwidert auch Gorgias (pag. 460 a. 8. 40): dAX dya wir
olacı, dt» zurn un eldag, nal raüra ap duod uahrjesene.
Dazu kömmt, dass Gorgias wirklich über Tugend disputierte.
Menon pag. 71 c. M. dila 00, & Zwxparss, dAndag 0dd Or
agern 8orıv oloda .. .; 8. un WOvov ye, dAla nul 000° alm
* So heisst eg „Protagoras“ pag. 315 e. fin. von Prodikos: m«000-
pog yao poı donsi avno elvaı nal Heiog. Euthydemos pag.
287 c. fin. von Dionysodoros: 00 vU9 Tavoopos Tıs Nuiv
apibnı megl Aoyovs ; ebendas, pag. 271 c. med. von Euthyde-
mos und Dionysodoros zugleich: zdrcogpos, areyvas. Lysis
pag. 216 a. von den Sophisten überhaupt: ovros ol zavaogpoı
avdozs, ol avrıloyınot.
XLVI EINLEITUNG.
no isirugov .eldorı, og Emol Bonn. M. wi dal; T'oeyla oon
dvéruxeg Öre vßade nv; S. Eyays. M. elta odn done: 001 eide-
var; 3. 08 ndvv slul umnuor, od Miser, More oun dyn elneiv
dv to zupowrı, mög poı zore Edokes. all bang dnsivdg ze olde,
nal 00 & &neivog dleyev" dyauynoov 00» ue, mög EAeyer. Menon
gibt nun Reminiscenzen aus den Vorträgen des Gorgias über die
Tugend, deren Resultat ist: x&®” &xaornv ray modkenv xal var
Nıınıav roög Enasrow Eoyov Exdorm Nu6v 7 agern doors O0av-
as Öt... nal n ande. (Menon pag. 72 a. med.) Dies wird
durch Aristoles, Politika 1, 13, pag. 1260, Bekker, bestätigt: ooy
N adrN CwpgoCV»n yusaınög xal dvdpog, odd avögla nal dı-
AALOCVYYN, KAVETEE DETO ZUREATNS . . . xa00Aov yag ol Ak-
yovres EEanaraoıy Euvrodg, Orı To 80 Eysıv zjV yuynv desen 7
To voPoxopayeiv 7 Tı TOV TOsOVTa»* mod yüo Ausıvov Alyovoır
of dEagıduoörreg rag dperag, aozee T'oopylas.
Um die von Gorgias begründete sophistische Rhetorik in ih-
rer Immoralität blosszulegen, werden die verkehrten, aller Bittlich-
keit Hohn sprechenden Grundsätze- seiner Schüler und Anhänger
kritisch beleuchtet. Dagegen liesse sich erinnern, dass dem Meister
nicht die Fehler der Schüler aufzubürden sind. Sonst wäre ja So-
krates selbst für seine Schüler (d. h. Schüler in dem Sinne, wie er
selbst Apologie pag. 23 c. ff. erklärt) Alkibiades und Kritias ver-
antwortlich zu machen; wie er denn auch wirklich unter diesem
Vorwande angegriffen wurde *. Aber diese beiden zogen sich bald
von Sokrates zurück und hatten in seinem. Umgange nur das sich
anzueignen gesucht, was zu ihren Plänen passend schien; für seine
moralischen Lehren blieben sie unempfänglich. Ihr schlechter Cha-
rakter stand im grellsten Contrast mit der sokratischen Lehre: wäh-
rend dagegen — wie oben nachgewiesen ist — die schamlosesten
Behauptungen des Kallikles sich einfach als Consequenzen des von
Gorgias vertretenen sophistischen Primcipes ergeben. Zwar könnte
man das bemängeln, dass.Platon unsittliche Gesinnung mit Noth-
wendigkeit bei den Sophistenschülern — wenn gleich bei dem einen
* Xenophon, Memorabilia 1, 2, 12. &A4 pn ye 6 narnyooos,
Zungareı öniAnze yeroukvm Koıriag re nal Aluıßıadns
nisiore nana ınv nolıv Enoınoaınv ri. Aischines, Rede
gegen Timarchos, pag. 168 f. Reiske: vueis, & Ad'nvaioı,
Zwrpdenv TOV 0opLornv anexteivare, Or Koırlav dyaen
nenaıdevnüg, Eva Toy ToLaXoVTE, TOv TOV ÖTjuoV xara-
Avcavrov.
EINLEITUNG, XLVII
mehr, bei dem andern weniger. -— voraussetzt, weil er als deren Re-
präsentanten uns Polos und Kallikles mit so dunklen Farben zeich-
net und für das Gegentheil kein Wort verlauten- lässt. : Dennoch
sei Isokrates z. B., ein Schüler des Gorgias, unbestreitbar ein höchst
ehrenwerther Mann gewesen *. Allein dagegen genügt es: zu erin-
nern, dass solche Männer sich in dem nämlichen Falle befanden wie
Gorgias selbst; ihr angeborner Edelsinn liess in praxi die angelern-
ten schlechten Prineipien nicht zur Anwendung kommen.
Entschieden spricht Platon den sophistischen Rednern und
Staatsmännern die dsalsxrınn) ab. Nun wissen wir aber, dass sich
Perikles, der vorzugsweise gerügt wird (s. pag. 515 d. f. 8. 184),
nicht bloss in der Jugeud ernstlich mit Philosophie beschäftigte.
Alkibiades I. ** pag. 118 b. f. arreıg ag (sagt Sokrates zum
Alkibiades) zg06 ra rolırıza zolv naıdevdnnaı (d. h. ohne
phiJosophisch gebildet zu sein). zenosdag roſßro 09 cd uovog,
arla nal ol noAlol Tav noearrövTa» ra rnode rg molsog, mANV
öllyov ye nal long roö 000 &nıroonov Tlsgınldovg. Alk. Adye-
zal yE ToL 00% ARNO Tod adroudTov 00pOg yeyovsvaı, all nol-
kois xal 00poig avyyevorivaı, nal IlvDonleldn nal ’Avafayooz '
nel vöV Erı rnlınodros 0» Adumvı Euveozıy aüTod Tovrov Esexu.
Aber dieses Philosophieren galt — trotz des Verkehres mit Anaxa-
goras — in Platon’s Augen nur für sophistische Uebung. Pytho-
kleides wird im „Protagoras“ pag.316 e., Damon im „Laches“ 197d.
als Sophist bezeichnet. Bei Xenophon, Memorabilia 1, 2, 46. sagt
Perikles von sich selbst: xal nueig, tnAımnovror Ovreg (nämlich
wie der Jüngling Alkibiades), dewwol r& roı@dre Nusr‘ ToLaüre
yao xal &uelsrönev nal ZEoopıföuEsde, ola meo zul cd vürv
&uol Ödoneig ueleräv. Doch oopifeod«ı ist nicht zu urgieren,
denn Alkibiades betrieb damals das dıaldyschus als Nachahmer
des Sokrates (vgl. Apologie pag. 23 c. med.),
Man könnte ferner den Einwurf vorbringen: Kallikles, wel-
* Von dem öben erwähnten Proxenos — s. S. XLIII— sagt Xe-
‘ nophon a. a. O. $. 18: rooovrmv (näml. Ruhm, Macht, Reich-
thum) Ö inıdvumy cpdden Fvönioy av xul roüro elyer,
örı oda» oddEv av HEloı rächen pera adınlag, Alk
cv 10 dınalo nal xalm Mero ÖEivy Todzwmv uvyyansıy,
&vev Ö& tovrmv un. Es scheint nicht unmöglich, dass hier
Xenophon auf den „Gorgias“ Bezug nimmt.
Die Unechtheit dieses Dislogs ist oft behauptet, niemals
vollständig erwiesen worden.
%%
XLVAII EINLEITUNG
&
cher das personificierte Sophistenthum in seiner. Aussersten Entarteng
vorstellen soll, ist ein praktischer Staatsmann, kein Sophist. Weit
entfernt, sich als solehen zu bekennen, gedenkt er vielmehr dieser
Classe von Leuten mit offenbarer Geringschätzung (pag. 520 a. int.
S. 195 f.). Aber auch Polos und Gorgias selbst neanen sich bloss
Rbetoren, nicht Sophisten; und ohne Zweifel hätte jeder yon ihnen
dieses letztere Prädicat abgelehnt, Denn der Name soogıerns *
hatte damals bereits einen üblen Klang und war so ziemlich an Be-
deutung zum Schimpfworte geworden. Niemand beanspeuehte ihn als
Titel. Protagoras allein bekannte sich offen als Sophist, that sich
aber anf diese Kühnheit ungemein viel zu gute (Protagoras pag.
316 d. 7. vgl. Einleitung zum Prot, $. 31), Ueberdiess herrschte
beim Publicum eine auffallende Unklarheit bezüglich dieses Begrif-
fes, der gleichwohl bei allen, welche sich auch darüber keine Be-
chenscohaft zu geben vermochten, was eigentlich damit bezeichnet
sein sollte, die gehässige Nebenbedentung hatte. Dahar darf es nicht
befremden, Männer, welche die entschiedensten Antagonisten der
Sophistik waren, hier und da in diese Kategorie gerechnet zu sehen,
Sokrates, der Hauptbekämpfer aller Dünkelweisheit, der in diesem
Kampfe seinen von der Gottheit ihm .aufgetragenen Lebensberuf
sah, wird von Aristophanes in den „Wolken“ alg der Sophist xaz7’
&&oynv lächerlich gemacht. Sogar Platon selbst wird von Isokra-
tes ** als Sophist bezeichnet: Auch andere Schüler des Sokrates
müssen sich diesen Titel gefallen lassen: Aischines (der Sokratiker)
von Lysias (bei Athenaios 13, 95; pag. 612 Casaubon.), Aristip-
pos *** von Aristoteles (Metaphysik 8, 2. pag. 996 a. 32. Bekker:
zov ooyıoımv zıwig olow "Aglotınnog ar.) Wenn übrigens Pla-
ton selbst zwischen 6njzogsg und ooysoral unterscheidet (pag. 465 c.
S. 54 f. vgl. pag. 520 a. S. 196), so werden unter letzteren im en-
gern Sinne des Wortes die Tugendlehrer, Protagoras und seines
* Ueber die ältere Gebrauchsweise des Wortes s. Einleitung zu
Protag. $. 25.
** In des Isokrates „Philippos“ (pag. 84 e. fin. Stephan.) ent-
hält die Stelle, wo von rais molırslarg reis ro TOvV
00OPLOTO» yeypauusvarg die Rede ist, eine Invective ge-
gen Platon, ohne dass der Name genannt wird. Vgl. dage-
gen Platon’s Euthydemos pag. 305 b. f.
*** - Aristippos hat wenigstens insoferne ein Anrecht auf den So-
phistentitel, als er zuerst unter den Sokratikern gegen Be-
zahlung lehrte.
EINLEITUNG. XLIX
gleichen, verstanden. Im weiteren Sinne aber begreift sogsozın]
das ganze Reich des xoAuxevrınn (pag. 464 b. f. S. 52).
Wie wenig das allerdings harte Urtheil über die sophistische
Rhetorik — dass sie nämlich nicht im mindesten eine Kunst, son-
dern blosse Zumsıpla und aloyog diargıußr (vgl. pag. 462 b. S. 47)
ist — als ungerechtfertigt angefochten werden kann, wird im näch-
sten Abschnitte, wo von der Lehrmethode des Gorgias die Rede
ist, im Einzelnen nachgewiesen.
Vielleicht möchte mancher der Kritik Platon’s wenn .nicht
Beschränktheit, so doch wenigstens Einseitigkeit zum Vorwurfe ma-
chen, weil überall nur die Schattenseiten der Sophistik hervorge-
kehrt, ihre Vorzüge aber gänzlich ignoriert werden. Wahr ist es,
die Sophistik bildet ein wichtiges Glied in der Entwickelung der hel-
lenischen Philosophie. Sie beförderte sehr die Ausbildung der for-
malen Logik, theils unmittelbar durch die Pflege der Redekunst
und der Grammatik *, indem sprachliche Vervollkommnung entspre-
chende Denkfertigkeit bedingt; theils mittelbar, indem sie durch
ihre Trugschlüsse die Gegner zu gründlicher Erforschung der Denk-
gesetze zwang.
Diese etwaigen Vorzüge der Sophistik verleihen ihr jedoch
keinen Schutz gegen Platon’s Verdammungsurtheil. Die Förderung
der Sprachwissenschaft wiegt die nachtheiligen Einflüsse nicht im’
entferntesten auf. Und wenn sie immerhin eine nothwendige
Entwickelungsstufe des Geisteslebens bildet, so folgt daraus noch
nicht, dass sie zu billigen und zur Existenz berechtigt ist.
Wenn nun durch die bisherige Untersuchung Platon’s Pole-
mik als durchaus gerechtfertigt erscheint, so bedarf doch der eigen-
tümlich herbe Ton derselben, wodurch sich dieser Dialog von allen
übrigen unterscheidet, noch einer näheren Erklärung. DJaton’s Ge-
reiztheit und Bitterkeit entspringt zunächst und zumeist aus dem
noch frischen Schmerze über die Hinrichtung seines geliebten Leh-
rers, dann wohl auch aus persönlichen Beweggründen.
* Die Bemühungen des Prodikos um die Synonymik waren bei
dem damaligen Zustand der Sprachwissenschaft (man vgl. nur
den „Kratylos“* des Platon!) nicht bedeutungslos (s. Einleitung
zum "Protagoras $. 35). Protagoras erwarb sich auch um die
Grammatik Verdienste. Von ihm stammt die Unterscheidung
der drei Genera bei den Nominibus. Aristoteles, Rhetorik 3,
5, 4. Ilowrayogag T& yirn av Ovoudzwv dinge KggEVve
vo Inkca nel oxeUn.
Plat. Gorgius. d
L ' EINLEITUNG.
Sokrates war — wie aus der Apologie deutlich genug her-
vorgeht * — alg Märtyrer für seinen Lehrberuf gestorben. Ihn,
den Erzfeind des Sophistentbums, hatte man als Atheisten und Ju-
gendverführer, kurz als Sophisten ** der schlimmsten Art (Apolo-
gie pgg. 19 b.) zum Tode verdammt. Platon fand sich also bewo-
gen, zur Ehrenrettung seines Meisterg dessen Stellung‘ den Sophisten
gegenüber in möglichst helles Licht zu setzen. Dass unter solchen
Umständen seine Stimmung eine sehr verbitterte war, darf nieman-
den wundern. Ueberdies gehörte einer der drei Ankläger, Lykon,
. zu den Rhetoren. Mit ihm im Bunde war Meletos, ein tragischer
Dichter. Dies gibt ein äusserliches Motiv zu den Angriffen auf die
Rhetorik und nebstbei anf die tragische Poesie (pag. 502 b. 8. 151).
Um nachzuweisen, wie ungerecht das Verfahren gegen Sokrates ge-
wesen sei, und um die nach immer bei dem Volke fortdauernde fal-
sche Meinung über sein Streben und Lehren aufzuklären , schildert
Platon hier den als Sfaatsverbracher Hingerichteten als den einzig
wahren Staatsmann unter allen Athenern (p. 521 d. 7. S. 20n) ***,
der mit.Hinfansetzung deg eigenen Wohles unablässig und unermü-
det die wirkliche Beglückung seiner Mitbürger durch sittliche Bes-
serung anstrebte; während diejenigen Individuen, welche dem sinn-
lichen Hange des unverständigen Önkog willfahrend bei aller schein-
baren Förderung in materiellen Dingen nichts als immer weiter grei-
fende moralische Fäulnisg bewirken, wie sie selbst von den unsitt-
liehsten Grundsätzen und Tendenzen beseelt sind, Ehre und Macht
erringen }. Unter diesen Afterpolitikern begreift Platon nicht nur
* Auf den ganzen Sachverhalt des Processes und der Verur-
theilung näher einzugehen ist bier kein Grund. Nur so viel
soll erörtert werden, als unmittelbar zum „Gorgias“ gehört.
”* 9. die oben citierte Stelle aus Aischines. "
**e Vgl, dazu pag. 472 a. S. 73, wo sich Sokrates allen Athe-
nern insgesammt, die vornehmsten und bedeutendsten nicht
ausgenommen, mit seinen Gesinnungen (@A4’ &yw oor & Is ov
00x Önoloya!) entgegenstellt.
+ Aller Begründung entbehrt die.Nachricht, dass die Athener
bald die Verurtheilung dea Sokrates schmerzlich bereuten und
seine Ankläger bestraften. Diodoros Sikeliotes 14, 37, pag. 692
Bichstädt: Adramaı Zoongarng 6 Yılocopog vw Avvrov
xal Meilnsov arm ogndes dw’ aarßelx nal pÜogx TOP
Eon dance ——— nal zıan xavaı09 Erslevindev.
Adinov d uns “eunyoglag yeyernpeung 6 drjpnog WETEWE-
And, TNlıRovVrov Aydoa Henpmv arnonueroy.. duozzg TOVS
EINLEITUNG. LI
die sophistischen Rhetoren seiner Zeit, sondern auch die berühmte-
sten Staatemänner Aıhen’s, Miltiades, Kimon, Themistokles, Perikies.-
Dass er nachträglich mit Aristeides eine Ausnahme macht, ist nar
sfheinbear. Denn pag: 536 a, b. S. 210 f. ist auch von anderen’
hıavem Politikern die Rede. Allein die ganze Stelle enthält gegen
dad Frühere keinen Widdrsprach, indem hier die xa4ol xayadot‘
TEEN? eV dosenv wjv Tod dimalag dLaysıolfeıv d &9 rip‘
Zaırodny aueh nur in die Classe der dıaxovor rolsmg gehören,
über die Sokrates pag. 517 db. f. 8. 189, seine Missbilligung aus-
spricht. a
Nicht nur im Ganzen wird die Gegenpartei mit der schärfsten
— ja theilweise einseitigm * — Kritik angegriffen; der Ankläger:
wird speciell durch eme zwar kurze, uber von der gründlichsten'
Verachtung äberfüllte Stelle (pag. 521 e, d. S. 199) dem Hasse der
Nachwelt überliefert. Diesen Ankläger genauer zu bezeichnen wäre
unkünstlerisch gewesen; denn Sokrates wird ja divinatorisch ven
der Anklage als von einem wahrscheinlieh bevorstehenden Ereignisse
redend dargestellt; die zufälligen Nebenumstände lassen sich nicht
voraussdhen: deshalb wird allgemein nur von einem x&rrjyopog
geredet. Nominell nimmt unter den drei Anklägern Meletos den er-
— nn
xarnyoonoavrag Bl ooyns elye xul Telog angitovg Ane-
azeıve. Diogenes Laörtios 2, 23, 43. "Adnvaioı d’ evUdds
periyvocev, More nleicaı nal naialareas nel yvurdoıe .
nal Todg ubv dpvyadsvoav' Meinrov dk Savaror nere.
yvocav. In dem allen ist kein wahres Wort.
* Otfried Müller, Geschichte der griechischen Literatur II.
Seite 18, 19 (2. Ausgabe): „Diese Künste der Sophistik wur-
den den Athenern um so verderblicher, da schon vor dem
peloposnesischen Kriege, unter Perikles Verwaltung, die edie-
Manneskraft des athenischen Geistes, die im Perserkriege und
der nächsten Zeit so herrlich strahlte, zwar keineswegs ver-
nichtet, aber doch innerlich schon gelähmt und gebrochen
war, gebrochen durch die Einwirkung desselben Glücks, wel-
ches jene männliche Kraft den Athenern geschaffen Hatte.
Wenn auch das schneidende Urtheil des Platon über Perikles
Einwirkung auf die Athener (Gorgias pag. 515 e. S. 185),
Perikles habe die Athener faul und geschwätzig gemacht —
‘das dem grossen Philosophen sein durchgehender Widerwille
gegen die praktischen Staatsmänner der Zeit eingegeben —
unmöglich als gerecht und billig gelten kann : so ist doch
nicht zu leugnen, dass gerade die Principien der Politik des
Perikles in nahem Zusammenhange mit der von Platon so
greli ausgedrückten Entsittlichung stehen.“
d*
LI EINLEITUNG.
*
sten Platz ein *. Er war ein Dichter (Apologie pag. 23 ©. med.
Miintog Uxtg av roımsav &ydouevos), ein mittelmässiger. (Bei
Aristophanes, „Frösche“ V. 1302, macht es Aischylos dem Euripides
zum bittersten Vorwurfe, dass er sogar aus den Gedichten des M.
manches zu entlehnen nicht verschmähe.) Gewiss sucht Platon, da
er doch — wenn er bei seinem valicınium ez eventu nicht alle Illu-
sion zerstören will — den Namen nicht gradeza nennen kann, den-
selben hinlänglich dadurch anzudeuten, dass er bei seiner Invective
gegen die Poesie grade den Meles als. Beispiel anführt (pag. 502 a.
in S. 150. Geflissentlich wird auch der mit dem Namen des An-
klägers gleichlautende Genitiv M&intog beigehracht). Dass übri-
gens diesem Individuum nicht weiter Aufmerksamkeit geschenkt
wird, hat darin seinen guten Grund, weil Meletos, mag man die
Verurtheilung des Sokrates wie immer erklären, jedesfalls nur als
Werkzeug erscheint ohne selbstständige Bedeutung. Seine Schlech-
tigkeit wird dadurch nicht gemindert,
Ist mit dem Obigen die apologetische Tendenz des Dialoges
für Sokrates zur Genüge erläutert, so bleibt noch zu untersuchen
übrig, in wie ferne der Verfasser eine defensio pro se einflicht.
Platon’s Bekämpfung der Sophistik hängt hier mit seinen po-
litischen Grundsätzen innig zusammen. Die rhetorischen Sophisten
(oder sophistischen Rhetoren) wollten ihre Thätigkeit nur auf Grund-
lage der bestehenden Verfassung und im Einklange mit der gewöhn-
lichen Denkungsart entwickeln **. Keineswegs bezweckten sie im
ganzen Staatsleben eine durchgreifende Umgestaltung vorzunehmen.
Platon aber beabsichtigte dies wirklich ***. Seine gänzliche Unzu-
friedenheit mit den bestehenden Staatsverhältnissen — die er ale
yom Grunde aus verkehrt erkennt (vgl. bes. pag. 481 c. S. 97) —
fordert vollständige Umkehr, wenn Besserung eintreten soll. In dem
Reiche seiner Ideale lebend, findet er keine der existierenden Staats-
formen damit im Einklange (Politeia 6, 11; 497 a, b. aAl& rn»
RE00nNx0voaRV avız (d.i.17 Pılocopla) ziva ray voy Akyaıg 7o-
Arsıov; Ovd’ nyrvaovov, elnov, aAla roüro xal dramrınnar,
undsula» a&lav slvaı av vÜV nardoracıy noleng
* Apologie p. 23 e; 24 b; 28 a; 30 c,u. d. Euthyphron p. 2 b.
** Politeia 6, 6. pag. 492 a. ff.
** Wie weit die hier berücksichtigten politischen Grundsätze be.
reits von Sokrates entwickelt worden sind, ist unmöglich
nachzuweisen.
EINLEITUNG. LEI
Yıloadyov YYsEmg). Ohne rechtes Verständniss der Wirklich-
keit, da er von seinem allzu hohen Standpunkte aus die Erschei-
nungen der Zeit nicht in ihrer wahren Gestalt zu erblicken ver-
mochte, construierte er in seiner „Politeia“ * das ideale-Bild eines
Gemeinwesens, wie es nimmer verwirklicht werden kann noch darf,
was er gleichwohl für realisierbar hielt und als Norm bei der Beur-
theilung politischer Dinge vor Augen hatte.
Dass er demnach an den Geschäften seines Vaterlandes kei-
nen thätigen Antheil nahm, kann nicht befremden. Aber diese Theil-
nahmslosigkeit eines Mannes, der in Folge seiner vornehmen Her-
kunft zu einflussreicher Thhätigkeit im Staate berufen, ja verpflich-
tet war, musste auffallen und Tadel erregen. Aehnliche Aufforde-
rungen der unnützen Philosophie zu entsagen und lieber mit prak-
tischen Dingen sich zu befassen, wie Kallikles an Sukrates richtet
(pag. 484 c. f. 5 105), mochte Platon selbst oft genug angehört
haben. Seine Rechtfertigung ist in vorliegendem Dialoge enthalten.
Schliesslich möge noch der Zusammenhang des „Gorgias“ mit
anderen platonischen Schriften kurz angedeutet werden.
Als’ Vertheidigungsschrift gegen die falschen Beschuldigungen
wider Sokrates steht dieser Dialog in enger Beziehung zur Apo-
logie, wie bereits in vielen einzelnen Stellen nachgewiesen
wurde. Beizufügen ist etwa noch Folgendes: in der Apologie, wo
Sokrates als Redner in seiner Art (vgl. pag. 17 b. int. — 18 a.
med ) auftritt, werden die Kunstgriffe der gewöhnlichen Rhetorik
thatsächlich als nichtswürdig gezeigt (pag. 34 b. fin. f. 38. d. f.). Die
unablässige Fürsorge des Sokrates um moralische Besserung seiner
Mitbürger wird pag. 30 e. f. geschildert übereinstimmend mit der
weit nachdrücklicheren Erklärung unseres Dialoges (z. B. pag. 521
d. f. S. 200). Der Ansicht, dass der Tod das grösste aller Uebel
ist, wird dort (pag. 29 a; 40 a. — 4l e. fin.) wie hier (pag. 522 e.
S. 203. u. 0.) entgegengetreten, und zwar der Hauptsache nach mit
denselben Argumenten, nämlich dass für das Ungemach des Erden-
lebens und für die Ungerechtigkeit der irdischen Richter die unge-
trübte Glückseligkeit im Elysion nach dem untröglichen ‘Ausspruche
der Todtenrichter zu hoffen ist (vgl. pag. 40 e. med. 7. mit pag.
——
* Dass zur Zeit, als Platon den „Gorgias“ schrieb, die „Politeia“
noch lange nicht verfasst war, thut nichts zur Sache; über
die Principien, welche daselbst dargelegt werden, war er längst
im Klaren. '
LIV EINLEITUNG.
524 b. int. f. S. 207). Unsterblichkeit der Seela wind hier voraus-
gesetzt. Bewiesen (in Platon’s Sinne!) wird sie im „Phaidon.*
Der Grundsate, dass «dınsiv unbedingt schleckt und schlim-
mer ist als-@dıneiche:, sehen wir im Wesentlichen schon im „Kri-
ton“ ausgeführt, wo erörtert wird, dass auch in Fällen, wo mem
offenbar Unrecht leidet, den Gesetzen des Staates kein Widerstand
zu leisten ist, was Unrechtthun hiesse.
Die Unterscheidung zwischen dv und &ya®0» findet ihre er-
schöpfende Durchführung im „Philebos.“
Die theoretische Seite der sophistischen Redekunst wixd einer
gründlichen Kritik im „Phaidros“ unterworfen. Das Einzelne 3.
im nächsten Abschnitte.
Im „Gorgias“. werden auf die specäellen Untersuchungen über
die Tugendarten — über die swpgoov»n im „Chacrmides”, über
die avögei« im „Laehes“ — Bezug genommen.
Dass die Tugend im Wissen besteht und nur Eine (dıxasosvva,
COPE0CVVN, u. 8, w. untrennbar verbunden in sich begreifende) ist,
ward im „Protagoras“ zur Evidenz gebracht, An diesen Dialog
erinnern auch viele, zum Theile äusserliche, Einzelnheiten. In bei-
den erbietet sich z. B. Sokrates sowohl zum Fragen als anch zum
Antworten (P. pag. 338 c. med.; G. pag. 462 a. 8. 46). In bai-
den dringt er auf dımlsyscdhe:, protestierend gegen die kexgoloyie
der Sophisten (dort des Protagoras pag. 334 c. med. f.; hier des
Polos pag. 461 d, e. S. 45). — Die Verschiedenheit des Tones, in
welchem dieses geschieht, ist für den „Gorgias“ charakteristisch, —
In dem Mythos des einen wie des andern erscheint Prometheus als
Diener des Zeus, die menschlichen Zustände ordnend (P. pag. 320
d. 7.; G. pag. 523 e. ini. S. 206) u. dgl. m.
Vielfache Beziehung bemerken wir ferner auf „Menon.“ Die
im „Gorgias“ angenommene Trüglichkeit der blossen Vorstellungen
im Gegensatze zum Wissen, eben so die Unterscheidung von 26
Üyudov und zo usta&v (pag. 468 a. 7. S. 62) findet sich im „Me-
non“ umständlich behandelt. Die Unsterblichkeit (Ewigkeit) der
Seele wird daselbst durch den Beweis der Prämxistenz dargeikan.
Ueberdies schliesst sich der „Menon“ dadurch, dass im ihm ein
Schüler des Gorgias als Mitunterredner des Sokrates das von sei-
nem sophistischen Meister über Lehrbarkeit und Wesen der Tugend
Wernommene vorbringt, ergänzend am unseren Dialog an. Es wird
dort durch Resultate gezeigt, wie schlecht Gorgias sein Versprechen —
pag. 460 a. int. S. 40. @1I dya iv olum, & Zungwrsg, da»
EINLEITUNG. Lv
zuyn un eldag, xal taöra nag' Euoo urdnoereı. — in Wahrheit
zu erfüllen vermag. ü
Zu den Angaben über die Todtenrichter Minos und Rhadaman-
thys finden wir Parallelstellen im „Axiochos“ (pag. 731 a. —
732 a. int.) und im „Minos“ (pag. 319 a. fin. — 320 d. fin.). Bei-
der Echtheit ist mehr als zweifelhaft.
IV. |
Gorgias. Polos. Chairephon.
Die Redekunst fand zuerst theoretische Bearbeitung in Sieilien *,
und zwar in Syrakusai, als nach dem Sturze der Tyrannen (O1. 78,
83. 466 v. C.) die republicanische Verfassung hergestellt worden.
Als ihr Begründer wird Korax ** genamnt, welcher früher sowohl
unter den letzten Tyrannen Hieron und Thrasybulos als auch nach
Einführung der Demokratie ein thätiger, einflussreicher Staatsmann
gewesen war und später eine Art Rednerschule gründete. So er-
hielt die Rhetorik von Anbeginn politische Tendenz.
Unter seinen Pchülern that sich besonders Tisias hervor. Er
schrieb für andere gegen Bezahlung Reden und gab rhetorischen
Unterricht, anfangs zu Syrakusai, dann zu Thurioi, we auch Lysias’
unter seinen Zuhörern sich befand, Später begab er sich nach‘
Athen. Isokrates war daselbst sein Schüler. Nach Quintilianus
(de institutione oratoria 3, 1, 8. Artium autem scriptores antiquissimi
Corax et Tisias Siculi) verfasste er auch ein Lehrbueh der Rede-
kunst, vielleicht zuerst (Cicero, de inventiöne 2, 2, 6. Ac veteres
scriptores arlis usque a principe illo atque inventore Tista
* Die griechischen Sikelioten zeichnefen sich überhaupt durch
geistige Begabung, namentlich durch Witz aus. Cicero, ge-
gen Verres 4, 43, 95. Nunguam tam mäle est Siculis, quin
aliquid facete et commode dicant, u. 6. Archimedes, Theokritos
und Empedokles' hatten Syrakusai zum Geburtsorte, Epithar-
mos (s. zu pag. 505 e. S. 160) zum Aufenthalte.
** Gicero, Brutus 12, 45 f. Pacis est comes otiique socia et jam
bene constilutae civitatis quasi alumna quatdam eloquentig, Ita-
que ait Aristoteles, cum sublatis in Sicilia iyrannis res privatae
longo intervallo judiciis repeterentur, tum primum , quod esset
acuta illa gens et controversise nata, arlem et praecepl& Siculos
Coracem et Tisiam conscripsisse. Num anten neminem solitum.
via nec arte... . dicere.
LVI EINLEITUNG.
repetitos unum in locum conduxit Aristoteles etc.). Die von ihm begrün-
dete Kunst vervollkommnete der bedeutendste seiner Schüler, Gorgias.
Gorgias wurde zu Leontinoi (Asovrivor) in Sicilien um 500
v. Chr. geboren. Sein Vater hiess Charmantidas *. Sein Bruder,
der Arzt Herodikos, wird pag. 448 b. med. S. 5 (vgl. pag. 456 b.
int. 8. 31) erwähnt. Anfänglich widmete er sich dem Studium der
Philosophie. Grossen Einfluss übte hierin sein Landsmann Empe-
dokles, dessen Schüler er von einigen genannt wird. Quintilianus
8, 1, 8. Gorgias Leontinus, Empedoclis, ut traditur, discipulus.
Scholion zu pag. 465 d. 7deı dt rovro (IImAog) &u Togylov, 6 ot
2E ’Eunedonlkovg tod dıdaoxalov aurov. Allein beide waren den
Jahren nach zu wenig verschieden, als dass zwischen ibnen das
Verhältniss von Lehrer und Schüler wahrscheinlich wäre. Dass Gor-
gias sich die Naturphilosophie des Empedokles angeeignet, erhellet
aus Platon’s „Menon“ (vgl. bes. pag. 76 c.). Empedokles soll sich
auch mit Rhetorik befasst haben **. So erhielt Gorgias vermuth-
lich von ihm die erste Anregung zu der Kunst, deren berühmtester
Meister er später wurde. Um den Unterricht des Tisias zu be-
nützen, übersiedelte er nach Syrakusai. Wie lange sein Aufenthalt
daselbst währte, ist unbekannt. Wahrscheinlich beschäftigte sich
Gorgias fortan auf Sicilien — nach Sophistenbrauch in den Städten
amherziehend — mit rhetorischem Unterricht und Prunkvorträgen
(dridelkeis). Die von Schülern entrichteten Honorare mögen ihm
. reichliche Subsistenzmittel gewährt haben ; denn es herrschte dort
:zu Lande für sophistische Bildung ungewöhnliches Interesse. Platon
(Hippias d. Gr. pag. 281 d, e.) lässt den Hippias sagen: el yae
eldeins, 0009 dopyvgıov eigyaouaı dyo, Havudonız av. xal ra
ulv all do, apınousvog dE more elg Zınellav, IIpwrayogov
avıohı Enıönuovvrog nal EVÖoxıuoüyrog al mosoßvzegov Ovrog
0,9 veuregog @v Lv Öllya zoova nasu nAdov N nevınaorre
nal Enaröv uväg eloyaoaunv nal LE Evog ye zwglov Kdvv opı-
xg00, Ivvaov, nikov 7) elnocı uväs.
Streitigkeiten zwischen Syrakusai und Leontinoi veranlassten
* So nennt ihn Suidas. Bei Pausanias 6, 17, 4 steht: ovrog Ö
Tooeylag nargös utv Gy Kaouavıidor.
** Quintilianus 3, 1, 8. Primus post eos, quos poötae tradiderunt
movisse aliqua circa rhetoricen Empedocles dicitur. Diogenes
Laertios 8, 3, 58. gnol dt Zarugog &v roig Biots, Orı xel
laroög 79 xal Gnjtme Mpıcrog (Empedokles), I'oeylar
Y009 ... . a0rod ysrdodaı nadnnv ati.
EINLEITUNG. LVII
die Bürger der letzteren Stadt zu einer Gesandtschaft nach Athen,
Ol. 88, 2 (427 v. Chr.), um von dort Hilfe zu erbitten. Die Haupt-
rolle spielte dabei Gorgias.
Hippias d. Gr. pag. 282 b. med. T'opyiag ovrog 6 Asovrivog
GopLorns devgo apinsro Önuoci« olnodev nosoßsvov, ag Ix«-
vorarog @v Asovrivay & xoıva moarreıv. Die-gewünschte Un-
terstützung wurde gewährt, weil die Athener ihr eigenes Interesse
dabei hatten. Thukydides 3, 86, 1. Ad'nvaioı sixooı vaug Eorsı-
kay ds Zinellav nal Adynza tov Melayanov orgarnyoy adray
xal Xoagosadnv Töv Eügyulntov. ol yap Zugaxocıı xal Asovri-
vor 8 möleuov alimloıg xadeoraonv. x. v. A. Unter den Abge-
sandten befand sich auch Tisias. Beide Redner gaben in Athen
viele Proben ihrer Virtuosität und erwarben sich Ruhm und Geld:
Gorgias jedoch in höherem Masse *. Tisias blieb in Athen, Gor-
gias kehrte nach Leontinoi zurück **. Seine Mitbürger, zufrieden
mit dem Erfolge der Gesandtschaft und stolz auf den Ruhm ihres
Gesandten, erwiesen ihm viel Ehre. Unter andern prägten sie eine
Denkmünze. Doch bald gieng Gorgias zum zweiten Male nach
. Hellas und verblieb hier bis zu seinem Lebensende, bald in Athen,
bald in anderen Städten lehrend (vgl. pag. 449 b. int. 8.9). Denn
wie alle Sophisten führte auch er ein Wanderleben (s. Apologie
pag. 19 e. vgl. Theages pag. 128 a.), nirgends ansässig. Während
des Aufenthaltes zu Athen, in welchem die im „Gorgias“ aufge-
zeichnete Unterredung stattfand, wobnte er im Hause des Kallikles
(s. pag. 447 b. 8, 2). Am meisten bielt er sich in Thessalien auf,
wo er von den Aleuaden zu Larissa sehr begünstigt wurde. Menon
pag. 70 a. med. 7. (Sokrates spricht): © Mitvov, ng0 Tod ul
Gerralol Euöoxıuor 7009 &v tois "Elincı nal Edavuatovro dp
inzıny ve nal mlovıp, vor ÖL, wg Euol doxei, nal Enl oopig,
[0
* Pausanias 6, 17, 8. eddoxıujoaı dt I'ooylav Aoymv elveru...
agyındusvor nara mgeoßelev öuod Tıaig mag Ad'nvaloug...
aiAld ye Enelvov ds nidov rıujs Apinero Ö T'opylag zu gu
’A®nvaloıs. Hippias d. Gr. pag. 282 b. fin. nal Ev re <a
num Edoker Agıora eineiv, nal löin Enıdelbsıs morovusv og
xal ovv@a» roig vloıg yonuare wollt Eloyaocro anal Elaß ev
Eu rnods ing nolews.
** Diodoros 12, 53. pag. 364 Eichstädt. r&los 2 nelsag ro vᷣg
Adnvalovg ovuuayjonı roig Asovrivors, OvVToS ulv Hav-
unohelg dv rais’Adnvaıg Eni reyvn bnroging ınv eig Asov-
zivovg Emdvodov Eroınsaro.
LVIII BINLEITUNG.
xul 007 nnıore ol row 000 Eraigov Apısıinnov nolirar Acpı-
oaloı. tovrov &R vulv alrıog dorı I'opylas ' dgyınousdog yag eig
znw nölım dgaorag En} oopla ellnper ’Alsvadar Te Tovg TgW-
zoog, av korıv ’Aplorınnog, nal av alla Osrralör. Bei den
grossen Versammlungen der Hellenen zur Feier der olympischen,
pythischen und andern Festspiele fand er sich gleichfalls ein um
Prunkreden zu halten.
Mit seinem grossen Ruhme war auch bedeutender Gelderwerb
verbunden, um so mehr, da er hohes Honorar forderte *. Deshalb
konnte er seine Prachtliebe. in reichlichem Masse befriedigen, Hieriz
hat er viel Aehnlichkeit mit Hippias **. Nicht genug, dass er in
prächtigen Purpurgewändern bei öffentlichen Vorträgen aufzutreten
pflegte ***; er stellte sein eigenes Bildnis aus gediegenem Golde
als Weihgeschenk im Apollontempel zu Delphoi auf. Plinius, nat. hı
34, 4. Leontinus Gorgias hominum primus el auream staluam et sol.
dam Delpkis in templo sibi posuit; tantus erat docendae oratoriae artis
guaesius }.
Der Charakter des Gorgias scheint — abgesehen von den be.
reits gelegentlich bemerkten Schattenseiten — ein sehr achtangs-
würdiger gewesen zu sein. Namentlich wird seine Mässigkeit ge-
rübmt. Diese trug wohl nicht wenig Bei sein Leben so ungewöhn:
fich zu verlängern. Denn nach den übereinstimmenden Nachrichten
des Alterthums starb er über hundert Jahre alt. Quintilianas (3,
1, 9) und Diogenes Laertios (8, 3, 58) geben 109; Lukianos (Ma-
krobioi Cpt. 23, pag. 225 Reitz.) 108; Cicero (de senectuie 5, 13)
* Diodoros 12, 53. pag. 363 Eichstädt: T'opyiag 6 Jdnjrog,
deıvorntı Aoyov Koll no08ynv ndvımv rar nu
ERUTEY .. . xorce TN9 00@Loreluv 00005109 Toug alloug
Unegeßalev, Gore uLcB#or Auußavsıv napk& tv wadnTa»
uräg Enarov (über dreitausend Gulden). Da lässt sich
sein grosses Vermögen begreiflich finden. Bei Athenaios
(Deipnosophistai 3, 80. pag. 113 Casaubon) sagt Kynulkos
von einem reich Gewordenen: FA0DTov &rnveyxato TOO.
T09 &u Tis nalnjg zavıng aopiag, dUrde I'oeyiav xak
Ilgwtayogav.
”* S. Einleitung zum Protagoras $. 38.
”* Ailianos, zoınlAn boropie. 12, 32.
t Cicero (de oratore 3, 32, 129) berichtet dagegen, dass ihm
von den Griechen das Standbild gesetzt wurde. Cie Ldntus
honos habitus est a Graecia, soli ut ex omnibus Delphis non
inaurata statua, sed aurea statueretur. Mit ihm stimmt Va-
, lerius Maximus (8, extern, 2.) über&in.
EINLEITUNG. LIX
und Valerius Maximus (8, 13, ertern. 2.) 107; Pausaniag (6, 17, 9.)
105 Jahre an. Bis zum Tode soll er, rüstig an Körper und Geist,
seine Kunst ausgeübt haben.
Unter dem Namen des Gorgias sind zwei Declamationen * auf
uns gekommen: aroloyla unbe Ilaleurjdovs und 'Eikvns dyxa-
uıov — deren Unechtheit jetzt allgemein anerkannt wird. -Verloren
gegangen sind folgende Reden: a) der dAvumıandg (Loyos), wäh-
'rend des peloponnesischen Krieges — vielleicht in der 89. Olym-
piade — zu Olympia gehalten; die Hellenen wurden darin zur Eim
tracht der Barbaren gegenüber ermahnt, b) Der nuSnog, zu Dek.
phoi gehalten. c) &yawwıo» eis ’Hislovg. Aristoteles (Rhetorik 9,
14, 11 fin.) tadelt daran, dass das moooluıov fehlte. d) Der Znt-
zagıog, eine Leichenrede auf die ‚gefallenen Hellenen; sie wurde
bei keiner bestimmten Veranlassung, sondern als blosse #rideıdıc
vorgetragen. Hiervon ist in den Scholien zu des Hermogenes Schräft
zeol oynudto» ein Bruchstück aufbewahrt. Wahrscheinlich hatte
das Alterthum von Gorgias auch eine r&yvn dnropenf — ein Lehr-
buch der Redekunst — wovon die von Dionysios aus Halikarnassos
neol ovvlceng Ovoudtav "12, 84, pag. 144 Schäfer) erwähnte
Abhandlung xeel xaıg0od einen Theil gebildet haben mag.
Vermutklich aus der frühesten. Periode seiner literarischeh
Thätigkeit stammte die philosophische Schrift zegl Tjs puseng 7]
reol too un Övtog, deren Inhakt wir aus den Werke des Aristoteles
steel MeAllcoov, Hevogavovg nal I’opylov ziemlich genat kennen.
An die Lehre der Eleaten, namentlich des Zehon, von der Mossen
Scheinexistenz der Sinnenwelt anknüpfend suchte er darin folgende
drei Sätze durchzuführen: a) es ist nichts; 5) wenn aber aueh et.
was wäre, so wäre es doch unerkennbar ; c) wenn aber auch etwas
wäre und es auch erkennbar wäre, so wäre es doch nicht Wittheil-
bar, sondern unaussprechlich **.
* Sie sind abgedruckt in dem achten Bande der oratores grasei
von J. J. Reiske (Leipzig 1773), pag. 91 — 121. Ihr Verfas-
. ser ist vielleicht jener spätere Gorgias, dessen Unterricht der
junge Cicero zu Athen eine Zeit lang genoss (epistolae ad di-
versos 16, 21, 11), aber auf dem Wunsche seines Vaters auf-
geben musste. Piutarchos, Cicero Cap, 24, 6,
=* Aristoteles a. &. O. (pag. 979 a. 19. Bekker. odx eluul pnoıw
ovätv. ed 8° Form, Eyvaoıov elvaı‘ el 88 nal Barı al yvo-
dor, KIN 0v Önlwrdv ailoıs. 8. Btrümpell, Geschichte der
theoretischen Philosophie der Griechen, $. 85, 8. 100 ff.
LX . EINLEITUNG.
In den späteren Jahren scheint sich Gorgias ausschliesslich anf
die Pflege der Rhetorik verlegt zu haben. Sein Unterricht ent-
wickelte nicht ein streng wissenschafiliches System, sondern bestand
in der Mittheilung gewisser rednerischer Kunstgriffe und in prakti-
schen Redeübungen. Darum ist der (oben besprochene) Vorwurf
Platon’s, die sophistische drrogıxn sei weiter nichts als eine &Loyog
ven al dursıgia (pag. 501 a. S. 148 u. Ö.), vollkommen berech-
tigt. : Die Schüler erbielten über die Gegenstände, welche am häu-
ügsten zur Sprache kamen, Gemeinplätze zum Auswendiglernen und
machten sich gewisse Trugschlüsse eigen um den dialektisch un-
geübten Gegner und die Volksmenge zu verwirren. Auf diesem
Wege gelangten sie allmälich zu der Fertigkeit nach dem Muster
ihres Meisters über jedes beliebige Thema aus dem Stegreife zu
reden (vgl. pag. 447 c. S. 3. Einleitung zum Protagoras $. 28).
Die Hauptsache hierbei war, den Faden der Rede nicht ausgehen
zu lassen, sondern von dem eigentlichen Fragepunkt geschickt ab-
lenkend mit geistreichen Uebergängen auf irgend einen nicht allzu
weit abliegenden Gegenstand, worüber man eben Worte in Bereit-
schaft hatte, zu kommen. Darin besteht die von Sokrates so oft
gerügte uaxgoAoyla der Sophisten (vgl. pag. 449 c. fin. 8.10; 461.d.
S. 45; Protag. pag. 329 a, b; 334 c, fin. M. ; 335 b.).
Dass die glänzenden Reden des Gorgias — und natürlich in
noch höherem Masse die seiner Schüler — an Gehalt sehr arm und
dürfuig waren, darf nicht verwundern. Diese Inhaltslosigkeit suchte
er durch äusseren Prunk zu verdecken. Er liebte es besonders,
poetische Worte * anzuwenden ; daher verfiel er häufig in Schwulst.
Auch Provincialismen mied er nicht (s. pag. 450 b. med, S. 13, wo
der Scholiast ausdrücklich bemerkt: Xergoveynua xal xUgo-
GLS 00% eignea, al Ö& Atksıg T'ogyiov dyyagıoı' Asovrivog
yo 79).
Seine Hauptstärke aber besass Gorgias in dem Gebrauche der
rednerischen Figuren, durch deren Entwickelung er sich um die
formale Vervollkommnung der Rhetorik allerdings verdient machte,
Vor allem wurde eine gewisse Symmetrie im Satzbau angestrebt,
* Aristoteles, Rhetorik 3, 1, 9. &zel 6’ ol zoıntal Asyovreg
eundn dia nV Askın Eöonovv noglanadaı eivde nv dofar,
dia Tovro noımrnn aewen dyevero 7 Atkıs, olov n T'oe-
ylov. sol wur nollol mv armösvurav roLovrovg olovras
dıalkysodaı nallıora * rouzo d' 00x Eorıy url.
EINLEITUNG. LXI
[2
wodurch die Prosa ein Analogon des Rhythmus erhielt. Die Sätze .
selbst bekamen möglichst gleichen Ausgang. Die einzeluen Glie-
der, in der Länge einander genau entsprechend, traten in Gegen-
sätze ; denn darin kann Witz und Scharfsinn vorzüglich bewiesen
werden. Dies sind die drei berfihmten oynuar« des Gorgias: z«-
eolomcıs, zapomolwacıg, Avridecıs. Cicero, orator 49,
164 fin. quae sive casus habent in ezitu similes, sive paribus paria
redduntur, sive opponunlur contraria, suaple nalura numerosa sunt...«
in hujus concinnitatis conseclatione Gorgiam fuisse principem accepimus,
50, 167 fin. Hoc genere (nüml. cum contrariis opponuntur contraria)
antigui jam ante Isocratem delectabantur et maxime Gorgias, cujus in
Oratione plerumque efficit numerum ipsa concinnitas. 52, 175. paria
paribus adjuncia et similiter definita itemque contrarüs relala con-
traria . . . Gorgias primus invenit: sed is est usus inlemperantius,
Quintilianus 9, 3, 74. Magnae veteribus curae fuit gratiam dicendi e
paribus contrarüs acquirere. Gorgias in hoc immodicus ... . fuit.
Dazu kamen noch einige untergeordnete Figuren, von denen der
Gleichklang einzelner Worte (zagnznoıg) und das Wortspiel (wag-
ovouao/«) am häufigsten angewendet wurden. Alle diese Figuren
finden sich im Unmasse in dem vorerwähnten Bruchstücke aus dem
dmıragıog.
Platon parodiert die Manier des Gorgias an vielen Stellen un-
seres Dialogs. Allein wie er — was im Obigen umständlich erör-
tert wurde — die sittlichen Mängel des alten Sophisten nicht so-
wobl an diesem selbst als vielmehr an seinen Jüngern, besonders
anKallikles, kritisiert; so rögt und verepottet er auch die geschmack.
lose Schönrednerei bei denselben, namentlich bei Polos, der ja dem
Meister seine ganze Kunst abgelernt haben will (pag. 462 a. med.
8. 46). Parodie der @sr/®scıg sehen wir unter andern pag. 448 c.
8.6 (dumeıpla — ansıolaz reygunvy — TUynV), pag. 461 c. fin. S. 45
(al Ev Eoyoıg nal dv Aoyaıs); der waenrnoıs pag. 465 d. S. 55
(noAv — Ilöie), pag. 467 b. fin. 8. 60 (Auore IIlwAs), der zapo-
vouaola pag. 193 a, b. S. 127 (mıdavov — nidov; dvontovg —
auvnntovg ; "Aıdov — asıdis; ou — onjue), s. die Anmerkung
zu 463 e. S. 51.
Polos, der bedeutendste von den Schülern des Gorgias *,
* Isokrates, ebenfalls ein Schüler des Gorgias, bat zwar unstrei-
tig weit mehr literarische Bedeutung; aber zur Zeit, als dieses
Gespräch statt fand, wur er — kaum 20 Jahre alt — mit
demselben noch gar nicht in Verbindung.
LXI EINLEITUNG.
wurde zu Akragas (Agrigentum) auf Sicilien geboren. Das Geburts-
jahr lässt sich kawm annäherungsweise bestimmen, wie denn über-
bsupt die Nachrichten über seine Lebensumstände sehr spärlich
sind. In dem vorliegenden Gespräche wird zu wiederholten Malen
(pag. 463 c. med, S.45; 463 e. int. 8.51; 466 a. fin. 8,56) auf
seine Jugend angespielt. Imdessen da sich der Zeitpunkt, in wel-
chen die Unterredaung verlegt ist, nicht mit voller Sicherheit ent»:
nehmen lässt — s. das Betreffende im folgenden Abschnitte — und.
der Begriff »&og, an und für sich schwankend,, hier durchweg im
Vergleich zu den jedesfalls weit älteren Männern Gorgias und Sar
krates genommen wird; so lässt sich wenig folgern. Gewiss war er
um einiga Decennien jünger als sein Lehrer. In dessen Gesellschaft
dürfte er \bei der zweiten Reise) mit nach Hellas gekommen sein,
Vermuthlich blieb er. auch sein Begleiter auf den Wanderungen
durch die verschiedenen hellenischen Städte. Ueber seine späteren -
Schicksale wird nirgends etwas gemeldet.
Polos übte die Rhetorik in der Manier des Gorgias; nur hat
mean Grund zu glauben, dass er, nach der gewöhnlichen Art der
Naehahmer, die oben bezeichneten Fehler seines Vorbildes noch .
übertrieben hat ohne des Gorgias Vorzüge zu erreichen. Nament-
lich bildete er die von jenem begründete Figurenlehre weiter aus *.
Er gab, in Griechenland umherziehend, den jungen Leuten rhetori-
schen Unterricht **. Bei Festversammlungen (z. B. bei den olym-
pischen Spielen u. dgl.) trat er mit Prunkreden auf ***. Nebstbei
bearbeitete er die Rhetorik auch schriftlieh. Pag. 462 b. fin. S.47
wird sein Lehrbuch der Redekunst ausdrücklich erwähnt, Pag.448 c.
med. S. 6 sind die Worte des Polos dumsgie ae» “ri. aus dem-
selben entlebnt, wie durch Aristoteles, Metapbysik «&, 1; pag. 981
a 3 Bekker. 7 us» yag dursıgla regvnv droinsev, og Yyıal IlmAog,
Öodüg Ayav, v Ö' ansıgla ruynv — bewiesen wird. Ob er aus-
serdem noch Bücher verfasst, bleibt zweifelhaft. Wahrscheinlich
wurden einige seiner Prunkvorträge auch im Abschriften verbreitet.
Bruchstücke haben sich nicht erhalten.
* So viel, und schwerlich mehr, lässt sich aus der dunklen Stelle
im „Phaidros“ pag. 267 c. int, eftnelimen. ro d8 IIoA0ov zug
Pe«sousy ad uovoeia Adyav, üg dımiacıoloylav nal yro-
uoloylav nal elnovoleyiav, Övoudrav ve Avuveioy &
dneivo &ömgnjonro neög zolnoın evamelas ;
** Tiheages pag. 128 a.
*"* Lukianos, „Herodotos“ Cap. 3. pag. 834 Reitz.
EINLEITUNG. LXUI
Chairephon, der enthusiastische Freund des Sokrates, war
aus Athen, und zwar aus dem zur Akamantischen Phyle gehörigen
Demos Sphettos, gebürtig. Von Jugend an * mit Sokrates befreun-
det nahm er auch an dessen philosophischen Bestrebungen den leb-
haftesten Antheil. Da er indessen ungleich mehr guten Willen als
geistige Befähigung ** besessen zu haben scheint, so gewana er
aus diesem Umgange nicht söwohl dialektische Ausbildung als viel-
mehr moralische Veredlung. Xenophon, Memorabilia 1, 2, 48:
ale Koitov ra Zmngdrovg NV Ömuinrns nal Xarpepar ... ob
duelvo ovvHhoav, Buy ive dnunyopınol 7 dınavıxzol yEroıyra,-
ar Eva nalol TE xayadol yevousvor nal olxo nal olnkreıg na
olxsloıg nal plloıg nal mole nal moliraıg Övvaııro weg
zgjcdar‘ Hal rovımv ovVdEis OVTE venregog ourE TosaßHTEgog
09 007 Enoinoe xaxov ovdt» oor alrlav Zeysv. Leidenschattlich
wie er war ***, &usserte er seinen Enthugiasmus für Sokrates mitunter
in excentrischer Weise und zog sich ‘den Beinamen uasıxds zu.
Platon erzählt ein Beispiel im „Charmides“ pag. 153 b. Sokrates
kehrt nach langer Abwesenheit aus dem Lager bei Potidaia zurück.
Er besucht eine Palaistra und findet daselbst viele Bekannte. zur
ve og sldov slcıovra EE dnposdoxntov, SUHds mopoWdEV ;oru-
fovro &llos Üllodev" Xarpspav Öt, Are al uavınöos ar,
drannönoag Er ucomv EHeı moog us, rail uov Anßouevog
* Apologie pag. 21 a. int. ovrog Zuog Eraigog nv dx veor.
Wahrscheinlich war er mit Sokrates (geb. 01.77, 4; 469 v. Chr.)
in gleichem Alter.
** Zur entgegengesetzten Annahme liegt keine einzige Belegstelle
vor. Die Rolle, welche Chairephon im „Gorgias“ spielt, un-
terstätzt die obige Auffassung. Er beweist in dem (freilich
sehr kurzen) Gespräche mit Polos, pag. 447 e. fin. — 448 c,
med., dass er das dıaltyeo#aı besser versteht als die hoch-
weisen Sophisten. Der Contrast wird durch die Annahme,
dass Chairephon ein ziemlich beschränkter Kopf war — gegen
welche sich kein positiver Grund geltend machen lässt — nicht
wenig verschärft.
”* Apologie pag. 21 a. med. xal lore dr, olog nv Xuupepa»,
og opodoög dp 5 rı Heurjocıs. Xenophon, Memorabilia 2, 8.
theilt ein Gespräch mit, worin Sokrates den Chairekrates, den
Bruder des Chairephon, welcher mit diesem in Feindschaft
lebte, zur Aussöhnung ermahnt. Man gewinnt daraus höchst
wenig Aufschlüsse über den Charakter des Chairephon, da im
Allgemeinen über den Vortheil der Eintracht geredet wird;
aber so viel geht hervor, dass sein hitziges Wesen oft Miss-
helligkeiten mag angestiftet haben.
LXIV EINLEITUNG.
zig zeigög o Zuingares, 7 0° ög, zug doadng du wis udınsz
xrl, Er war es, der das delphische Orakel fragte, ob jemand wei-
ser wäre, als Sokrates*? Darum ist auch leicht erklärlich, warum
er von den Komödiendichtern gleichsam als Schildknappe des So-
krates verspottet wurde **. Dazu kömmt, dass seine äussere Er-
scheinung sich für die komische Bühne gut eignete. Er war sehr
hager ****, von bleicher Gesichtsfarbe + und hatte auffallend grosse
Augenbrauen. Ueberdiess scheint er in Kleidung u. dgl. ziemlich
nachlässig gewesen zu sein. Dass er seinem bewunderten Freunde
auch in Aeusserlichkeiten nachahmte, dürfte sich von einem so
schwärmerischen Anhänger voraussetzen lassen. Er mag also eben-
falls in der Regel unbeschuht, wie Sokrates, gegangen sein }f.
Von Chairephon’s Lebensumständen ist nur noch bekannt,
dass er während der Tyrannis der Dreissig zu Athen sich gleich-
falls unter den zahlreichen athenischen Flüchtlingen befand und nach
dem Sturze der Tyrannen zurückkehrte. Platon, Apologie 21 a.
0dr05...v...nal ducv ra nAndeı Eraipog re nal Evripuye ryw
Yuynv tavınv nal ud vumv name. Die Rückführung der
geflüchteten Demokraten durch Thrasybulos geschah Ol. 94, 2 (403
v. Chr.). Bei dem Processe des Socrates Ol. 95, 2 (399 v. Chr.
lebte Chairephon nicht mehr. Apologie 21 a. fin. xal rovrav rEgs
6 adeApog (der oben erwähnte Chairekrates) dulv aurod ovroal
nogrvonos, Ensıön Eneivog rerelevrnxe. Mithin starb er
um 400 v. Chr.
* Apologie 21 a. med. xal dn zore xal sis Aeipoog Ada»
roAunoe Toro uavrevoaodteı...elrıg Zuo0 Ein COopWregog.
dveilsv odv n 1lvdia undeva voparsgov elvaı.
** In den „Wolken“ V. 104 wird er allein neben Sokrates ge-
nannt: V.503 als der vollkommenste aus des Sokrates Schule
erklärt. In den „Vögeln“ V.1364 Bergk. erscheint die Seele
des ‚Chairephon als Fledermaus (vvxregis),
*#+ Wolken 503, 4. Sokr. 0v6!v dioloeıs Xaıgspavrog 1V PV-
oıw. Streps. oluoı xaxodaluwrv, yernoouaı.
f Wolken V. 104 wird er als @yoı@» bezeichnet. In den Scho-
lien zu Platon (Apologie 20 a) heisst es: Evmolıg ud» odV
&v IloAscı dia nV yooıav nvVELıvov avıov nalei
tt Dafür spricht Aristophanes, „Wolken“ 108. Den Scholien zu
Platon (Apologie 20 a.) zu Folge machte ihn Kratinos in der
„Weinflasche“ (zvrivn) als avyunoos lächerlich. Aristo-
phanes kann in seinen „Horen‘“ mit dem Ausdrucke »vrrog
zais etwas ähnliches gemeint haben.
EINLEITUNG. LXV
V.
Zeitbestimmung des „Gorgiäs*.
Bei allen Dialogen Platon’s ist, wie bei Dramen, die Abfas-
sungszeit von der Zeit, in welcher die Unterredung statt fand (oder
statt gefunden haben soll), wohl zu unterscheiden.
Verfasst kann der ‚‚Gorgias‘‘ erst nach dem Tode des Sokra-
tes sein, also nach 399 v. Chr. Denn die darin ausgesprochenen
Prophezeihungen über das tragische Geschick des Philosophen sind
offenbar vaticinia ex eventu. Aber dies muss sehr bald nach 399 —
vielleicht noch in demselben Jahre — geschehen sein. Denn der
Totaleindruck des Dialogs drängt die Ueberzeugung auf, dass diese
in eigenthümlich bitterem Tone gehaltene, von Ingrimm gegen die
Widersacher überströmende Schrift der Erguss des noch frischen,
unüberwundenen Schmerzes ist.
Schwieriger lässt sich der Zeitpunkt ermitteln, in welchen’
wir uns dag Gespräch selbst verlegt zu denken haben. Wie es bei
Dramendichtern — die besten nicht ausgenommen — eben keine
seltene Erscheinung ist, dass Anspielungen auf Ereignisse, welche
erst lange nach der dargestellten Begebenheit vorfielen, für den
Dichter aber gleichfalls schon in der Vergangenheit lagen, sich in
das Drama einschleichen; so begegnen uns ‚auch in den meisten
platonischen Dialogen dergleichen Anachronismen *. Doch in den
wenigsten lassen sich die chronologischen Data so schwer vereini-
gen, als in dem vorliegenden.
Ohne Zweifel muss der Leser gleich im Anfange in den Stand
gesetzt werden sich wie über Personen und Ort, so auch über die °
Zeit zu orientieren, damit er im Geiste an der Unterredung, als an
einer vergegenwärtigten, wahrhaft Antheil zu nehmen vermag. Des-
halb sind die zuerst gegebenen Andeutungen am meisten zu be-
achten. Im. Eingange des Gespräches erscheint Sokrates noch un-
bekannt mit Gorgias. Er will erst erfahren, was für eine Kunst
dieser übt (pag. 447 b, c. S. 3), Kallikles theilt ihm als Neuigkeit
mit, dass der Sophist auf jede beliebige Frage Rede und Antwort
stebt. Dies alles hat nur dann Sinn, wenn das Gespräch bald nach
* Diesen Fehler rügten schon im Alterthume die Tadler Platon’s.
Unter ihnen ist Athenaios einer der heftigsten. Deipnos. 5, 57.
pag. 217 Casaubon. sagt er (indem er viele Einzelnheiten her-
vorhebt): or dt Ildeav nup& Tovg ZE0vovS
dpoagraver, Önion dorın ix moliarv.
Plat. Gorgias. e
LXVI EINLEITUNG.
der Ankunft des Gorgias in Gryechenland statt fand. Es zwingt
jedoch nicbtg an den emsten Aufenthalt in. Athen — bei Gelegenheit
der Gesandtschaft — zn denken. Da aber die zweite Reise nach
Griechenland kurz nach der ersten erfolgte, so wäre als Zeitpunkt
des Gespräche&s spätestens das Jalir 420 v. Chr. anzusetzen.
Für diese Annahme sprechen noch zwei Umstände. Pag. 472 a.
8.73 werden Nikias und Aristokrates als lebend erwähnt. Der letz-
tere wurde 406 v. Chr. hingerichtet; Nikias fand Ol. 91, 4 (413 n. Chr.)
auf Sicilien den Tod. Ferner wird im „Menon“ pag. 71 c. auf die
Unterredung mit Gorgias Berug genommen. Sokrates will sich ihrer
nicht mehr erinnern können. Es muss also inzwischen lange Zeit
verflossen sein. Menon begleitete den jüngern Kyros Ol: 94, 4.
(401 v. Chr.) auf dem Feldzuge gegen Artaxerxes und kehrte nicht
wieder. Seine Besprechung mit Sokrates fällt daher spätestens in
das Jahr 402 v. Chr. Der Zwischenraum beträgt somit ungefähr
zwei Decennien.
Dass der Tod des Perikles — Ol. 87, 4; 429 v. Chr. — ein
Ereigniss der jüngsten Vergangenheit genannt wird, steht nicht im
Widerspruche. (S. die Anmerkung zu venor/ pag: 503 c. int. 8.154.
Auch das ungünstige Prognostikon, welches dem Alkibiades gestellt
wird (pag. 519 a. fin. 8.193), setzt nicht die erste Verurtleilung
desselben, welche Ol. 91, 2; 415 v. Chr. eintrat, voraus. Alkiblades
befasste sich schon vor 420 mit Staatsgeschäften genug, 30 dass
Sokrates bereits derartige Mutlimassungen aussprechen komte. Ge-
radezu absurd wäre es dagegen solche Befürchtungen und Ahmun-
. gen dann auszusprechen, wenn längst deren Verwirklichung im voll-
sten Masse eingetreten ist. Dass die Beésorgniss nicht alleitı um
Alkibiades, sondern auch um Kallikles selbst geäussert wird, "Bifft
um keinen Schritt weiter, da übder diesen Mann anderwärtg wicht
die geringste Kunde zu holen ist,
Zwei Angaben jedoch lassen sich unmöglich in Einkläng brin-
gen. Pag. 470 d. f: 8.69 werden die Schandthaten des Archeios,
des Königs von Makedonien, aufgezäßle. AÄrchelaos kam OT. 9t, 4:
413 v.Chr., auf den Thron. Aus der angeführten Stelle ergibt sfch
zweifellos, dass die erzählten Verbrechen woßl nach der Thronbe-
steigung begangen wurden.
Pag. 4713: e. fin. I. 8. I8.* wird auf ein’Erbebniss des Sokra-
tes angespielt, welches dürch sichere Zeugnisse für O1. 98, 3; 406
* 8. die Anmerkung daselbst zu Bowksvsse ... äseynpiinv.
EINLEITUNG. LXVII
v. Chr. eanstatiert ist *. Dass Sokrates nur die Abstimmung über
die Feldherren in der Seeschlacht hei den. Arginusen im Sinne ha-
ben kann, geht aus seiner eigenen ehr unzweideatigen Erklärung
Apologie 32 b. int. hervor. &ye yag, a ündees Adnvaioı, dllnv
ur agznr oddenlav zazore Ngka dw ri molsı, BBovlsocn BE url.
Und dass dieses Bovlevs:y nur ein einsiges Mal statt gefunden, folgt
daraus, _ dass er die 8. &. Oi erwähnte Verhinderung der Abstimmung
mm ohne weiteres als die denkwirdige That während seiner Wirk-
samkeit im sthenischen Staatsrathe berichtet. Wäre er öfter Raths-
mitglied gewesen, so hätte er ohne Frage die Zeit näher bestimmen
süssen. Daru kömmt, dass keine Belegstells für ein wiederkoltes
BovAsveıw des Sokrates beigebracht werden kann.
Lassen sich gleich diese beiden Angaben mit dem oben bezeich-
neten Zeitpunkte schlechterdings nicht vereinigen, so sind sie doch
keineswegs Grund genug um jene Annahme als verfehlt abzuweisen.
Wir haben also das im „Gorgias“ mitgetheilte Gespräch um das
Jahr 420 v. Chr. — eher früher als später — gehalten zu denken.
Sokrates war damals ein Mann vom ungefähr fünfzig Jahren.
Er war demnach alt genug um den Polos mit Besiehung auf die
Jugend desselben zurechtzuweisen; aber andrerseits noch rüstig ge-
naug, um von Kallikles zu einer radiealen Gesinnungsänderung er-
mahnt werden zu können. Diejenigen Erklärer **, welehe, lediglich
durch pag. 473 e. f. bestimmt, das Jahr 405 v. Chr. als die Zeit,
in welche Platon die Unterredung verlegt, annahmen, haben nicht
bedacht, dass einen Greis von 64 Jahren zu einer, von der bisher
verfolgten gänzlich. verachiedenen, pelitikchen Laufbahn zu bewegen
wohl schon verspätet scheiht.
* Am ausfährlichsten Xenophon, Hellenika 1, 7. Diodbros 78, 101.
vgl. Xenophon, Memorabilia 1, 1, 18; 4, 4, 2. Allianos, z.L.
3, 17. Athenaion: 5, 58. pag. 217- Casaubon; Valerius Maximus .
3, 8. ertern. % Der 'psewdoplatonische Axiochos pag. 368 d.
** Er. Ast, Platon’s Leben und Schriften, 8. 187. Stallbaum in der
praeſatio ad Gorgiam S. 41. C. E. Hormann; Geschichte und
System der platanischen. Philosophie: & S. 476 (vgl, jedoch
S. 634, Anm. 390) .
— tr —
e *
Verzeichniss der Abweichungen von C. Fr.
Hermann’s Textesrecension.
pag. 462 e. int. S. 48, raörov &g nach Stallbaum und Bekker. —
Hermann: r&vıov &.
„ 465 b. med: 8. 54, do®joıw nach B. — H. dodnesı.
n„ 466 3 An. * 58, Meyss, Orı nach der Vulgata. — H. FAeyes,
el ovyl.
»„ 467 b. 8. Io, 09% 0UV... BovAovrar; nach eigener Vermuthung.
Heindorf ovnovv. .Bovilovrar; — H.0odxoür. .Bovlovrasn.
„ 469 d. fin. S. 66, Holuazıos nach St. vgl. Krüger $. 13, 7, 2.
H. Horuarıos.
„ 472 a. int. S. 73, elval zı nach d. V. — H. elvaı ri.
„ 483 e. int. S. 103, 7 — dil& nach eigener Vermathung. —
H.7 — alle. "
.„ 485 b. S. 107, ovro, weildıfousvos al naito» nach Hdf.
und St. — H. ovro %. xal zn.
„ 486 a. int. S. 109, Acxoıg nach Conjectur von H. Bonitz. —
H. Acßoıs.
„490 b. int. S. 118, zoAlol &Bg00: nach d. V. — H. zoAlol
[880001]. , ur
n. 491 d. S. 123, vl dd; auıav, & Eraige, Koyovrag 7 doyouf-
vovg ; nach eigener Vermuthung, um die sehr verdorbene
Stelle lesbar zu machen. — H. ri’ dt avrav, d Eraige;
ci oter; dpzovsag 7 &gxonsvovg ; nach unhalıbarer Con-
jectur.,
„ 494 e. med. 8. 131. rovrν ToL0Vrav Övrov To HEPAACLON,
nach eigener Vermuthung. Hdf. rö rovror roLourmv OV-
Tov nepalcıov. — H. ToVTmv roLoVTmv nepalaıov.
„ 506 d. med. 8. 162. oöy odzag alu) nach Haf., B. und den
früheren Ausgaben. — H.'00 15 siuy.
506 e. int. S. 162, za&eı &pa nach d. V. — H. rafaı ou.
510 d. fin. S. 172, önog Ozı nach B. — H. Org o rı.
520 d. 8. 297, «uro, un zore nach St. — H. adım unzore.
523 b fin. S. 204, ol dmipeintal &x u. v. nach B. und den
Ausgaben vor Häf. — H..ob dmıusintol ol du uw. v.
527 c. fin. S. 214, ag 06 Aoyog nach B, Hdf. und Findeisen. —
H. ag ö 005 Aoyog.
Die von H. durch Klammern bezeichneten Interpolationen
(pag. 451 b; 451 d; 460 c; 467 d; 477 d; 478 b; 483 e; 498 c;
499 d; 502 b.) sind aus dem Texte entfernt worden.
Statt weg (z. B. pag. 494 b. fin. S. 130) und ähnlichen
Infinitivendungen ist überall die riehtige Form ohne Jota subscri-
ptum hergestellt.
— —
"TOPTIAZ.
TA TOT AJI4AOTOT TIPOZ2IIA
KAAAIKAHE, EQKPATHE, XAIPEBRN,
TOPTIAZ, IRAOR.
St.I.
”
1 IIolguov xal uaxns paol yonva, @ Zosxgareg, 417
0V7O uerakapgavew.
ER. AAN n To Asyousvov xaronıv Eoprig Nxouev
xal VOTEEOUWEY;
KAA. Kal udiu yes aoteiag Eogpris.
roMIdd yag
xal xaAc Topylas nuiv oAlyov mg0TE00V Enedeikaro.
447 A. In den ersten Worten
des Dialogs begrüsst Kallikles vor
seinem Hause den Sokrates und
seinen Begleiter Chairephon, von
denen er richtig voraussetzt, dass
sie kommen um den eben schon
beendigten Vortrag des Gorgias
mit anzuhören. zmol&uov nal
perns... wird durch gaol als
sprichwörtlich bezeichnet. Der
Sinn ist: An Krieg und Kampf
(d.h. an unangenehmen Dingen,
nicht aber an erfreuenden, wie
der Vortrag des Gorgias war) hat
man auf diese Weise (d. h. wie
ihr jetzt, zu spät kommend) Theil
zu nehmen. — ueralayyaveıv:
mit den Genitiy. C. 419. a. Kr. 47,
15. — MAR N...:7 (nurindi-
recter Frage; Kr. 65, 1,8.) drückt
Sträuben gegen die Anerkennung
dessen aus, wornach man fragt.
Dazu passt das entgegensetzende
flat. Gorgias.
aAld. “Aber kommen wir denn
wirklich zu spät?” vgl. Prot. 309
c. — To Asyouevon: Apposi-
tion zum ganzen Satze RaTonıv
Eooris TMnouev nal ÜOTEgEOV-
uEV. „Kr. 57, 10, 12. — xaro-
zıv £oprig: post festum. Die
Bedeutung dieses sprichwörtli-
chen Ausdruckes wird durch das
hinzugefügte x«} voreooõue er-
klärt, wie häufig einem trop. Aus-
drucke der eigentliche beigefügt
wird. — xal uaAa ye: setzt die
einfach bejahende Antwort schon
voraus; also: NneTe HETonY
Eogris nal „Cund zwar) welo
ye dotelas Eogrig. Kr. 64, 5,
4. — zolla yag Hal old:
multa enim et praeclara ; ‘viel
schönes. — Enedsl&aro: Emidel-
“yvodaı ist terminus technicus
von den Prunkvorträgen der So-
phisten. vgl. Prot. 328 d. —
1
2 NAATQNOE
447 B
232. Tovrov wevzoı, PH Kaiktxisıs, alvıog Xaı-
oePpqov Ode, Ev AYop& avayadcag nwäs Ötergiydar.
XAI. Ovötv npüyuo, © Zuixgares'
EyO yao xul
dcoueı. plAog ydg uoı T’ogylas, @oT Enıdsikerar nuiv,
el ulv Öoxei, vüv, Eav Ö$ Bovin, elsaüdısz.
KAA. Ti 8,
axoücaı T'ogypiov;
XAl.
oO Xaıpspov; Enıdvusi Zwxodrng
2 2 2 ⸗ ⸗ fd
En vo YyEroı TOUTO NAgEOUEV.
KAA. Ovnoov örtav BovAnsde nug Eu Nasıv
olnade‘ ag Euol yap Ioopyias naraivsı xul Enideige-
za vuiv.
Tovzwv: "analle dern, d.h. dass
wir zu spät kommen und so in-
teressantes versäumten. — Kaı-
gep@v Ode: “Chairephon da. Kr.
50, 11, 22. — £v dyogd: wo
sich Sokrates viel mit belehren-
den Gesprächen beschäftigt auf-
hielt. Vgl. Apl. 23 b. Xen. Mem.
1, 1, 10, aAAg umv Eneivog ye
(Sokr.) del iv nv &v TO Paveoı.
ngwi Teyag eis Toos megındzovg
xal Ta yvuvdsıa ei, nal mAan-
Fovans ę ayogüs Ensi pavegös nv,
xal To Aoınod del uns Nuegus
nv, 870v ———— weiAoı —8
&oecdaı, nal Elgye Ev og Tü
noAv, toig Öt BovAousvorg EEnv
axovsv. —
B. ovötv moäyue: zuweilen
hat —X die prägnante Be-
deutung Sache von Bedeutung,
vonWichtigkeit; also 00089 nec-
ywo &orıv 'es hat nichts zu be-
deuten.” Her. 7, 150, 2. zavra
dnovoavrag "Apyeious, AEYETOL
zeNyux moncaoda:ı: ‘sie sollen
sich viel daraus gemacht haben.
Dagegen 6, 63, 2. rooro NRoV-
cav Ev ol Epogoı, zonyua
uévrot odökv Enoımoavro. — &yo
y. nal idcouaı : ich werde auch
(näml. wie ich die Wunde schlug)
Heilung bringen;’ d. h. ich werde
den zugefügten Schaden, näm-
lich dass Sokrates durch mich
aufgehalten den Vortrag des So-
phisten versäumte, dadurch er-
setzen, dass ich meinen Freund
Gorgias zur Wiederholung seiner
öniösıdıg bewege. Der Ausdruck
erinnert an das sprichwörtlich
gebrauchte Orakel, das dem Te-
lephos, dem Könige von Mysien,
nach seiner Verwundung ‚durch
Achilleus gegeben wurde: 6 Too-
cas “al Llacstaı. Ov. Met. 12,
112. — Enıdeibsren: ohne Ob-
ject, wie häufig. “Erwird uns einen
Beweis seiner Kunst geben. —
Öoxsi: ergz. 00l, wie das nach-
folgende ‚Bovin beweist.
en avro....: Exil mit dem
Accusativ zur Bezeichnung der
Absicht. Kr. 68, 42, 3. — ag
dus Mnsıv oixade: nämlich in
das Haus hinein, vor dessen Ein-
gang sie stehen. Als Nachsatz
ist zu ergänzen NxETe. — XaTa-
Avsı: “ist eingekehrt.” Ueber die
Auslassung des Objectes 6do»,
zopelav vgl. Kr. 52, 1, 3. C.
476. Ueber die scheinbare Per-
fectbedeutung Kr. 583, 1, 3. vgl.
Prot. 311 a; 3135 d. — BHAr-
ogıev av: ÖOptativus potentialis
in zweifelnder Frage. C. 516. Kr.
447D
ZR. Ev Akysıg,
TOPTIAE. 3
© Kailinisıg. dAR apa EdEeAn-
o81EV dv nulv daisydivar; Bovkoun yap nvdeoda
Tag aVTODd, Tis N Övvanıg Tig TEeyvnS TOD avögos, Hal C
zl Eorıv 0 Enayyeiksral re al Öıddaneı
nv 08 Gl-
Anv Eniösıkıv eioaddıs, MorEE 0V Akysıs, TOINCACHm.
KAA. Ovölv olov 16 avröv dowräv, © Zwxon-
ts. aal yap avıo Ev our nv rag Enideilkswg‘ EudAsvs
yodv vüv IN &owrdv 6 rı rig Bovioıro av Evdov OV-
av, xal nQ0g Anavıa Epn anoxpıvsicdeı.
ZR.’H aarög Akysıs. @ Xaıpspor, Zogö avrovV.
XAI. Ti Eowua: ;
ER. Osatıs Eoriv.
XAI. los Asyeıs;
ZR. Ronsp av el Ervyyavsv av VrodnudTav öy-D
54, 3,9. — nuiv Öialeydnvar:
Ueber den Dativ s. C. 486 a. Kr.
48, 9. —
C. rap avrod: apa mit Ge-
nitiv bei Verben des Empfangens
(auch des geistigen ; Vernehmens,
Lernens u. s.w.) zur Bezeichnung
der Person, von welcher man et-
was empfängt. C. 465, B. a3 Kr.
68, 34,1. — tig N Sdvamıg... :
“was die Kunst des Mannes ver-
mag, und worin ihr Wesen be-
steht. — zig réxvns; die Rhe-
torik ist gemeint. — 6 &mayysi-
Aeraı: Enayyellsodaı ist ter-
minus technicus von Öffentlichen
Lehrern in Bezug auf den Gegen-
stand, den zu lehren sie erklären.
Vgl. das lat. profiteri und „pro-
fessor. Men. 35 b. fin. of Go-
oral 001 0vTOL, Oleg uovoL
——— dorodcı didd-
oxaAoı eivaı ageris 5 vgl. Prot.
3198. — nv allnv Enideıki):
das übrige, nämlich den Prunk-
vortrag. s. unt. zu 454 b —
ovdtv olov ro avrov dpwrav:
sig wegbleibt, s. Kr. 62,
“jetzt eben.
"nichts ist so wie ihn selbst fra-
gen; d. h. am besten ist’s ihn
selbst zu fragen.. Ueber diese For-
mel, in welcher &oziv regelmäs-
1, 8.
— iv... Enıdelbeng : ‘das ‚war
ein Theil seiner Epideixis’ —
voũꝝn: aus y& und 09» entstanden
vereinigt es die restringierende
und die folgernde Bedeutung in
sich. Vgl. C. 641,1. — vöv Ö7:
C. 642, „e- Kr. 69, 17,
1. — ray &vdov övrov: näml,
im Hause des Kallikles.. — o
Xougepov...: Mittlerweile sind
Sokrates und Chairephon, von
Kallikles geführt, in den Saal ein-
getreten, wo „Gorgias sich befin-
det. — g0Ö, «drov: näml. den
Gorgias. &örog bezeichnet häufig
die Hauptperson, s. zu Prot. 314
d. Kr.51,5,4. — apa: Con.
dubit. C.5ll. Kr. 54, 2, 3. —
D. worneo &v el...: die ge-
wöhnliche Einleitungsformel bei
Aufzählung analoger Fälle. Vgl.
Prot. 311 b; 318 b; 8327 e;
1*
4 MTAATSNOE
#47 D
novgyos, drenglvaro dv 67 KoV ‚soı OTL OxvroTouog '
N 00 uavdavag wg Adyo;
XAI. Mavdavo xal Eonoouaı.
sind wo, @ T0g-2
yio, aAmdi Akyeı KallınAjs Ode, Orı Emayyeiksı ano-
xolveodeaı 6 rı av tig 68 Eowrd;
TOP. ’Alndi, 0 Xaıgepov‘ xal yap viv ön avra
TaÜT« Enmyyshköumv, xcl — oT oVÖeis u — NE@-
tnnE naıvov oVOLV moAAov Erov.
XAl. H xov dou — dmongwvel, o Topyta.
TOP. IIcoeotı tovrov zeigav, @ Kaıpepov, Aau-
Bavsıv.
II24. Nm dia’
Euod.
av Ö£ ye Bovin, © Xaıpepor,
Topylas utv yag xal amsıonnevar wor Öboxei'
noAAe yap agrı b1eAnAvderv.
XAI. Ti ög, & IIGASC; oleı 6b xaAAıov dv Topyiov
&noxelvaodeı;
341 cc. @v gehört zu azexeivearo,
wo es wiederholt ist. C. 639, 3.
Kr. 69, 7, 3. — ön nov lässt
mit Bestimmtheit Anerkennung
des ausgesprochenen Satzes er-
warten. C. 642,5. Kr. 69, 19. —
&orjsoner: mit Bezug auf &ood
avrov. Die bisherigen Worte ha-
ben Sokrates und Chairephon be-
reits im Saale gesprochen, aber
von Gorgias noch entfernt und
unbemerkt. Nun tritt Chairephon
zu dem Sophisten und knüpft das
Gespräch an. — 6 zu &v vis 08
Zoor&: über Egwrav rıva tı 8.
C 4025 Kr. 46, 15. Der Con).
mit &v im hypothetischen (und
dadurch verallgemeinernden) Re-
lativsatze nach vorausgegangenem
Haupttempus (dnayyellsı). C.
554. Kr. 54, 15.
448 A. na) yap . : al ge-
hört zu vvv ön- Kr. 69, 32, 21.
— roil09 brav: temporaler Ge-
nitiv zur Bezeichnung des Zeit-
raums, in dessen Verlauf etwas
statt, findet. C. 426. Kr. 47, 2, 3.
— nrov: Partikel der kräftigen
Versicherung. C. 648, 9. Kr. 69,
28, 1. Ironisch wird diese Ver-
- sicherung hier wie öfters durch
den Zusammenhang. — &o«: Fol-
gerungspartikel. C. 637,1. Kr. 69,
8. Die Annahme, dass Gorgias
leicht auf die vorliegende Frage
zu antworten vermöge, wird aus
der vorhergehenden Aeusserung
erschlossen. — Nn JIia: ergz.
mdgeort coı mEigav T'opyiov
Aaufßaven. — 68 ye: der durch
de bezeichnete Gegensatz erhält
durch y& noch mehr Nachdruck.
— Tooyiag ubv: das entspre-
chende Gegenglied mit dE ist nicht
ausdrücklich gesetzt, lässt sich
aber aus dem Zusammenhange
leicht, ergänzen, etwa: dyo de
on ürelonne. So findet sich
wev ohne nachfolgendes öde be-
sonders nach Pronomen. Vgl.Kr.
69, 35, 2. — @v. . . droxgelva-
oda: "der Infaitiv hat &», weil
448 B
TOPTIAZ 5
I124A. Ti 63 toUro, &av ool ys inavag;
XAI. OvödEv‘ aAk Enaön av Bovisı, droxgivov.
N24. ’Egwre.
XAI. Eouro ön. ei Eruyyavs I'opylas Enıarnyumv
@v rg reyuns Nonep 6 adeApog avrod "Hoodızos, tive
av avıcv avonafousv dıxalmg; 097 Oreg Exeivov;
IIQA. Ilavv ye.
XAI. Tarpoöv &ga Yasxovrssg avrov sivaı xaldg
av EAkyousv.
‚IIQA. Net.
XAl. Ei dE ve NONEQ Agıszopsv oͤ Aykaopavrog
3. o —8 avrod Zunsigog nv Teyvns, tive dv av-
oVv 0Edüg Exakovuev;
es in directer Rede heissen müsste
anoxeivao av. C.575, 1. Kr.
54, 6, 6. —
B. T0ovTo: näml. dapegst. —
Inavas: näml. eroxgivopeı. —
ovdiv: naml. dıapsger. — &ow-
17.) dn: Dun so frage ich denn;'
wie ön üblich ist, wenn in Er-
wiederung auf einen Imperativ
das gleiche Verbum wiederholt
wird. Vgl. C. 642, 4, 6. Kr. 69,
17,4. — tive. ... avoncfousv:
aus Ovouatsıy rixe en nroga
erklärt sich z/va &v auro» 090-
pafsıy; aus Övouaiterv zıva Ö-
vona rı oder bloss svonafsıv
zıya ci erklärt sich Onso dusi-
vov Ovouckousv (Kr. 46, 13),
welche Ausdrucksweise sich an
die erstere ohne genaue gram-
matische Beziehung auf das Mas-
calinum tive anschliesst. Kr. 61,
7, 9. Durch zig in ömee (wie
auch im folgenden qᷣoxso) wird
die Einerleiheit mit dem vorher-
gehenden hervorgehoben. Kr. 69,
56. C. 641. — Gaoxovres: das
hypothetische Participjum (= &t
&pdaxoney) vertritt den Vorder-
satz zu difyoues av. — el de
y&... ardne el da ye „(tavrns
zig) Teguns Eureıgos nv (T’og-
ylag) nonee (£ursıgos Eorıv)’A.
TA —
’Agıstop@v: Aristophon, der
Sohn des Aglaophon, war, wie
sein Vater, ein nicht unbedeuten-
der Maler. Als seine vorzüglich-
sten Werke werden angeführt: An-
kaios vom Eber verwundet und von
der Astypalaia beweint, und ein
figurenreiches Gemälde, auf wel-
chem Priamos u. Helena die Haupt-
figuren waren. Weitere Kundevon
ihm mangelt uns. — ‘Aylaopoz-
rog: Aglaophon nahm unter den
Malern seiner Zeit einen hohen
Rang ein. Ueber seine Arbeiten
fehlt es an näheren Angaben. — ö
aöeApög auyroü: der berühmte
Polygnotos, Er stammte aus Tha-
808, erhielt aber (um 460 v.Chr.)
das Bürgerrecht zu Athen. Um
die Vervollkommnung der Maler-
kunst erwarb er sich besondere
Verdienste. Zu seinen vorzüglich-
sten Werken gehörten die Fresco-
gemälde in der Stoa poikile zu
Athen, Scenen aus der Schlacht
bei Marathon darstellend, und die
6
NIAATQSNOZ
448 C
IIQA. Anfkov or Ewyodpor.
KA. Nüv o eneudn tivog TEyvnS Imorinav Eoti,
tiva av wakoUvreg avrovu 090g „aAoliusv ;
II24. 2 Xaugepov, moAlal riyqvaı Ev avdommoıg
siolv Ex TOv Zureigiov Eurelpwg svonusvaı '
&unsi-
N J 4 * ⸗ \
pie ulv yap moısl T0Ov alava nuov MogsVecdhenL xara
„ 3 N) ⁊ *
tEyvnv, anzıpla ÖL Kara Tuynv.
ExaoTmv O3 TOovTWv
ustaleußdvovaıv @AAoı RAAmv Allg, av Ö} aplarnv
of &pıaror'
aaAhtörns TOV TEYVOV.
in der Lesche des delphischen
Tempels, wo mit mehr als hundert
Figuren der Untergang Troia’s ab-
gebildet war. Auch als Bildhauer
soll er sich ausgezeichnet haben.
©. 57109 Örı: regelmässig ist
in diesem oft adverbial gebrauch-
ten Ausdrucke (‘natürlich; C. 633
a. Kr. 69, 48, 2.) die Auslassung
des Verbums. Kr. 62, 1, 3. Vgl.
Prot. 311 ec; 312 . — viv Ö
...: über die Anwendung der
directen Frage im abhängigen
Satze und die Verbindung meh-
rerer Fragen in demselben Satze
(beides im Deutschen nicht nach-
zubilden) vgl. C. 606. Kr. 51,17,
6. und 7.
xaloiuev 8. ob. ZU Paoxovzesg.
— zoAlal reyvor .. .: diese
Stelle hat Platon aus dem Buche
des Polos über die Redekunst
entlehnt, auf welches 462 b. Be-
zug genommen wird. — dv &»-
Hoonoıs: Kr.68, 12, 3. vgl. C.
456 a. Ueber den Mangel des
Artikels Kr. 50, 3, 6. —
&ureıoınv dunelomg: beach-
tenswerth ist in der ganzen Rede
des Polos das augenfällige Stre-
ben nach magiowaıg (Gleichheit
im Ausgange der Satzglieder)
und zaoouoimaıg (Verbindung
mehrerer Worte desselben Stam-
— naloüvzeg: = ge
@v xal Topyias Earlv öds, zul mereye tig
mes); was zwar überhaupt die
Sprache der Sophisten charakte-
risiert, vor allen aber dem Gor-
gias, und so seinem Anhänger
Polos eigen ist. Sokrates ver-
spottet diese Manier 467 b. fin.
— noıei rov alava jun» 10-
osveodaı: über den "Acc. c.
Inf. bei zoıeöv s. Kr.. 55, 3, 11.
mogeveoher in der sehr seltenen
Bedeutung ‘vor sich gehen’ passt
recht gut zu der affectierten Aus-
drucksweise des Polos. —
ueralaußdvovarv AAloı all»
&AAomg: "nehmen die einen an die-
sen, die andern an jenen (Kün-
sten) Theil auf verschiedene (diese
oder jene) Weise.‘ Kr. 50, 4, 9.
Ebenso im Latein: alii alias (ar-
tes) aliter consequuntur. F. Schultz
lat. Spr. $.225. A. 6. Diese Con-
struction des «AAog ist nur eine
Art der im Griechischen wie auch
im Lateinischen so beliebten Ver-
bindung desselben Wortes in ver-
schiedenem Casus (besonders als
Subject und Object), vorzüglich
in sprichwörtlichen Redensarten,
2.B. zelo zeioa vige:, manus ma-
num lavat, eine Hand wäscht die
andere. Ueber uerairußavo mit
dem Gen. s. C. 419 a. Kr. 47
15. — 0»... . &orlv: der par-
tit. Gen. prädicativ gebraucht be-
448E
TOPTIAZ 7
ER. Karög ye, @ Topyia, paiveraı IIoAog xap- D
eoxevacdaı sig Aoyovg' aAAd yap 0 vneaysro Xuupe-
Povrı 00 moiel.
TOP. Ti ualıcıa, & Zwxgarss;
ZR. To dowrwousvov 09 navv uoL palveraı ano-
xolvsodaı.
TOP. ’4110 06V, ei Bovisı, &00d avıov.
22. Ovx, el avro ye 00l Boviousvo doriv &o-
xolvsodaı, dAAd RoAd dv ndıov oe. HiAog Yyao uoı IIo-
Aog xal EE @v eionxev, Ortı iv nalovuevnv GyroguanvE
uallov weusidınnev n dıaidysodaı.
zeichnet die Gattung, in welche
irgend ein Specielles ‚gehört. Kr.
47, 9,2. — 0ds: Ueber den deik-
tischen Gebrauch dieses Pron. s.
zu 447 a. —
D. LZT ei, C. 641; Kr. 69,
15,1. — alla yag...: "aber er
thut Ja nicht u. s. w. Der durch
alle eingeführte Einwand, des-
sen- Begründung durch ya&o ge-
geben wird, ist wie in dem ent-
sprechenden Falle im Deutschen
oder dem a? enim des J.ateins (z.
B. Cic. pro Coelio cp. 4; Terent.
Heaut. 4, 3, 21; sed enim Virg.
Aen. 1, * 2, 64.) aus dem Zu-
sammenhange zu ergänzen: "aber
darum handelt es sich hier nicht,
denn u.8.w. Kr. 69, 14, 4. vgl.
Prot. 310e. — ri — ud-
Aıora dient zur nachdräcklichen
Hervorhebung des Interr.; "was
denn eigentlich?” quid potissimum?
08 zavv: “nicht gar sehr, nicht
eben’ — ei Bovisı: eine sehr
gewöhnliche Höflichkeitsformel als
Beisatz zum Imperativ, um den
gebietenden Ton zu mildern. —
oox: über den Accent s. C. 8;
Kr. 9, 2, 4. vgl. 64, 5,4. — E..
anongiveoda: — el adros v⸗
ov Bowle arongiveoteı, "wenn
es dir selbst nach Wunsche (ge-
nehm) ist; si tibi volenti est. Das
der Sache zugehörige Prädicat ist
durch eine der Person gegebene
nähere Bestimmung bezeichnet.
AchnlichIlies v, 108. &wol ö&us»
douevo ein. Odyssee y, 228 ovᷣx
—X Hzousvo T& yEvorto.
Kr. 48, 6, 4. vgl. z. Th. C. 435
Anm. Ueber die Nachahmung im
Latein vgl. Schultz lat. Spr. $. 268,
A. —
aid moAd...: d.h. 00x av-
zo» (I120») do: oma jEAld mo
vd av NOLov —— — Ööj-
Aos... IIorAog..., orı: Kr. 56,
4, 8. Mit dem noch üblicheren
SnAds wor IIolos... neuelsim-
xog (C. 590. Kr. 56, 4, 7.) in
Bedeutung gleich. — xal: Kr.
69, 32, 19. — 88 ov slonnev:
d.i. dr rovrov, & ; elanner. s.C.
597. Kr. ‚sl, 10, 1.
E. nv "nalovusonv 6.: "die
sogenannte Rhetorik. Welche An-
sichten Sokrates (oder vielmehr
Platon selbst) von der wahren
Redekunst hat, wird ausführlich
im Dialoge Phaidros entwickelt.
— neueltrnnev: weletav, medi-
tari, ist terminus technicus von
wissenschaftlichen (besonders red-
8 NAATANOZ
448E
N1R24A. Ti 69, @ Zwagerss;
ER. "Or, & Ilöls, E&pousvov Xxıospüvrog Tivog
Tooyias Enıoryumv Teyvns, Eyrnouıafeıg ulv avroü
zmv veyvnv onco TIvög YEyovrog, ijris ÖE dorıv, 00%
9
ANExRELvo.
II2A. Oo yag anengıvaunv Or ein n nelklorn;
ZR. Kal udia ye. air ovdels noWra, mola tig
ein n Topylov tEyvn, alla zis, xal Ovrıva Ödoı vuAslv
rov T'opyiav
oꝝso a EungoodEv 00L Unsrelvoro
449 Äaıgspav 3 “ul avro »alds »al Öıa Poaysov arsxolvo
zul vÜV OVLWE sind, tis n rexvn xal viva TI'opyiav x0-
nerischen) Vorbereitungen. Der
Gegenstand derVorbereitung kann
durch den Accusativ eines Sub-
stantivums oder durch einen In-
finitivus (Kr. 55, 3, 11. vgl. C.
560, 3.) bezeichnetwerden. Beide
Constructionen finden sich hier
verbunden. — r/ ön: ‘wie so
denn? ön, einzelne Begriffe ur-
gierend (Kr. 69, 17, 2; C. 642,
4. a.) lässt, wenn es bei Interro-
gativen steht, die Frage als Aus-
druck der Verwunderung, der Be-
fremdung, wohl auch des Unwillens
erscheinen. — dpougvov...: näml.
oben c. — wonse T.Yy.: — "Boneo
el rıg Eapeyev. Leber Boreo beim
Partieipium s. C. 588. Kr. 56, 12,
2. vgl. 56, 9, 10. —
ori ein: der Optativ im ab-
hängigen Aussagesatze nach einem
historischen Tempus im Haupt-
satze (dmengıviunn) C. 528 a.
— al ucla ye: 8.2u 4470. —
nole rıs: qualis fere. Das Inde-
finitum rlg verallgemeinert die
Bedeutung des Adjectivums oder
Pronomens, dem es beigefügt wird
(Kr. 51, 16, 3), lässt also das
Interrogativum nur nach einer
ungefähren Qualitätsangabe fra-
gen. Es war nicht im mindesten
nach den Eigenschaften dieser
Kunst geforscht worden, sondern
nach der Begriffsbestimmung (dA-
1a tis), nach der Definition. —
10» T'ooylav : der Artikel beim
Eigennamen weist (als abge-
schwächtes Demonstratiraum) auf
die bereits vorangegangene Nen-
nung desselben zurück ; er be-
zeichnet die Person als eine schon
bekannt gewordene. Vgl. C. 371
a. A. — ra Zungoohev: "das
Frühere, d. i. die früheren Fra-
gen; ist Object zu VNETELVATO.
— VUnereivaro: "eine Frage vor-
legte; quaestionem proposuerat.
vroTELveohaı, ungefähr mitVp7-
yeiotaı gleichbedeutend, hat den
Nebenbegriff: die Fragen geflis-
sentlich so stellen, dass der Ge-
fragte auf die gewünschte Ant-
wort hingelenkt wird. — ris aut
Ovrıra: die directe und die in-
directe Form des Fragepron., die '
beide in der abhängigen Frage
zulässig sind, finden sich nicht
selten verbunden.
149 A. dıa Boazeov: — fow-
12uS$. — xul vov: dem allge-
meinen Gedanken, dass Polos ge-
hörig (alas) und präcis (dıa
Boxyswv) antworten kann, wel-
cher aus der gemachten Erfahrung
(Boneo a Zumpoodev x. r. A.)
449 B
7
TOPTIA2. 9
Asiv xoꝶ5; nuäs. uäikov dE, ů I'opyia, euros nuiv eine,
tiva 68 1on xalsiv @g Tivog Emiornuove TEYVNS ;
TOP. Tas Önroguxäs, 0 Zmxparss.
32. Pijrooc ago x0n 08 xuleiv;
TOP. Ayadov Ye, © Zoxpares, el 0n 0 ye —2
ver eivaı, os &pn Ounoos, Bovisı. us auleiv.
ZR. Aida Bovkouaı.
TOP. Koss dr.
ER. Ovxoöv Kal KAkoug GE Pousv Övvarov eivaı B
KOLElv;
TOP. ’Enayyeiloual ys 6n taüra 0V uovov &v-
ads alla ul aAAodı.
ER. Ag’ oUv &deAnoaıg &v, © Iooyle, Hanse vor
dınAsyousde, dıareldocı 10 ulv dowrav, td Ö’ ano-
xpLvousvog, TO 68 uNjxog av Aoymv Toüro, 0iov xal
hervorgeht, wird nun mit xal vOV
ein besonderer einschlägiger Fall
subsumiert. Kr. 69,32,8. — ov-
zog: näml.xalag wol ‚Sıa Boe-
ewv. — wüilov Ök: “oder viel-
mehr; imo vero (sed potius). Der
Redende corrigiert sich selber. —
as rt. &n.: Ueber ög 8. zu 448 e.
orte und ag stehen auch beim
blossen Nomen ohne av. Kr. 56,
12, 3. — dyaP0» ye: '(ja, einen
Redner,) und zwar einen guten;
et bonum quidem. Vgl. zu al
uola ye in 447 a. vgl. Prot.310
ec; 340 e. —
si ön:, wenn wirklich, wenn
anders. Ön hebt das Bedingungs-
weise der Behauptung (nänl, An-
spruch auf denNamen eines gu-
ten Redners zu haben) nachdrück-
lich hervor. Kr. 69, 17, 2. —
guyouaı: mit Bezug auf &ya#0».
Erinnerung an die homer. Formel
TAVTNS Tor yevens TE nal alua-
zog evyonaı elvar. 11. 5 2115
£ 113; Od. 180.u.0. — dla:
at; abbrechend die Worte des an-
dern. C. 629, A. 2. Kr. 69, 4, 4.
vgl. Prot. 314 d. — adheı *
‘so nenne mich denn so. Vgl. zu
448b. —
B. gauev: Conj.delib. im Fra-
gesutz 8. zu 447 c. — ROEiv:
nämlich 6nzogag ayaftovg.— Eur.
ve Ön: Ueber die Bedeutung von
Enuyylileodar s.zu 447 c. Gor-
gias antwortet nicht gradezu Öv-
varog eluı, sondern bescheidener
Enayyilloucı (duvarög zlvaı);
daher ist ys beigefügt. ön 'aller-
dings. — xal aAlodı: Nament-
lich in Thessalien hatte sich Gor-
gias viel Beifall erworben. —
&delnacıs av: s. zu 447 b.
rò Öt uNjxog... Toüzo: weist anf
die uongoloyie der Sophisten hin;
s. Prot. 334 e. — olo» xal: 'd.
h. wie ihr Sophisten insgesammt
den Kunstgriff der Makrologie
anzuwenden pflegt, so fieng auch
Polos.an u.s.w. Vgl. Kr. 69, 32,
12. —
10 NHAATSQNOE
449B
IIöios no&aro, eioavdıs anodeodaı; AAA OnEp UnIE-
wvei, un pevon, alla 2dEANE0V xara Boagv To 2ow-
TOUEVoVv ANoxglveodaı.
TOP. Eiol ulv, & Zuxpareg, Evıaı TÄv anoxgi-
GęcvV Avayxalıı ÖLa uaxpWv Tovs Aoyovg noLsiohar
CoV unv aAla eıpaconel ys as dıa Boayvrarov. xal
yio av xal rodro Ev dorıv @v pyul, undeva av &v
Boayvregoıs Euod ra avra elnsiv.
ZR. Tovrov unv det, ® Iogyia’ xul nor Enilde-
Eiv avrod Tovrov Hoinocı, is Boarvioylas, uRXPO-
Aoyias 08 eioaüdıs.
anodeoher: “dir aufheben. —
un apevoN: un mit der zweiten
Person des Aoristus Conjunctivi
als Abmahnung von dem noch
nicht Eingetretenen. C. 518. Kr.
54,1 2, 2. Vergl. im Lat. den
ähnlich gebrauchten Conjunctivus
Perfecti. — xara Boayd: adverb-
artige Formel, dergleichen durch
xora mit Accns. viele gebildet
sind. Vgl. Kr. 68, 25, 5; z. Th.
C.459,B, c. Der Bedeutung nach
ist ‚es dem *53 diq Boagiov
gleich. — TO fpwrauEevoVv ATO-
xolveodar: die Frage selbst be-
antworten; d.h. nicht durch die
weitläufige Form der Beantwor-
tung dem eigentlichen Frage-
puncte ausweichen. Dieses ist
die stete Forderung des platoni-
schen Sokrates für die Führung
eines auf Erforschung der Sache
gerichteten Gespräches. — eiol
...woısiohar: Es gibt Fragen,
bei denen es nöthig ist, die Erör-
terung in Ausführlichkeit zu ge-
ben; sunt quidem responsiones
quaedam necessario pluribus ver-
bis exequendae. Ueber die persön-
liche Construction von avaynadog
s. zu 448d. Ueber dıa uaxp@v
vgl. unter 449 a. zu dıa foazetwv.
Tovs Aoyovg rosiohear: d. i.
die auf die Frage bezüglichen. —
ohs unv alla: d.h. jedoch
werde ich deine Forderung nicht
ausser Acht lassen, sondern
versuchen u. 8. w.; also: gleich-
wohl werde ich versuchen.”
Bei 00 un» ist die Ellipse durch
ein solches Verbum auszufüllen,
welchem der Adversativsatz pas-
send gegenübersteht; hier: 0%
un Todro awAvaesı o.ä. 0.622,
. Kr. 67, 14, 2. —
C. og 3. Bo.: Ueber og beim
Superlativ s. C. 631 a. Kr. 49,
10. — xal Jap ad wel rovro:
xal yap (vgl. 448 a.) bezieht sich
auf den ganzen Satz. Kr. 69, 32,
21. Das zweite xal (Kr. 69, 32,
20.) gehört zu einem bestimmten
Satztheile (rovro). — 09: 8. zu
448 d. — gnuil profiteor (de me);
synonym mit Enayyölkouen 8. zu
4470. — ‚undeva. F : Epexege-
sis zu roüro. Ueber &» ‚beim In-
finitiv s. zu 448 8. — rovrov uN%
dei: der Genitiv beim imperso-
nalen ösi. Kr. 47, 16. und Anm.
1. C. 418. — Emtdcıkır: 8. zu
447 8. — uanooloylag OR &io.:
Man beachte für den weiteren
Gang des Dialogs die wiederholte
4
449D
TOPTIA2.
11
TOP. 'Aiia noınoo, xat oVdEvog pass Boayv-
Aoywrsgov axoüsnı.
22. Dege dn° Imroginis Yyao PS Ermioryumv rey-
vns elvaı xal moon av al KAAov bnroga" nn 6nTo-
eu zegl Te TOV Ovr@v Tuyyavsı 00600; Soxso N vvᷣpœvu- D
rıxn NEE iv rr Iuuziov doyaslev‘ 7 yap;
IOP. Nüi.
ER. Ovxodv xel n wovdır) meol nv tov ueAav
zoindıv;
TOP. Nat.
ER. Nnyriv Hocv, © Iopyia, kyanel ye tag ano-
xolosıs, OT anoxplvsı og 0l0v TE dia Boarvrerov.
TOP. IIevv yaog olucı, &® Zouxgures, Enısing
ToVTo XoLEiv.
22. Ev Akysıs. Id d7 wor dmoxgıvan oda xal
æcol vis HnTopınis, negl Ti TovV Ovrav Eorlv Enıornun;
TOP. Ilegl Aoyovs.
Aufforderung zur Brachylogie, die
bereits oben in den Worten zo ö3
UNXOS ... amodEode gegeben
war. — alla noıNon: 8.zu 449
a. — oddevög Y. Poxyvioyo-
Tegov: Genitiv der Person bei
axovsıv,. Kr.47, 10, 11. vgl. C.
420. —
pegE ön:"wohlan! age! Ueber
ön 8. zu 4492. — 6. yap...:
begründet vorläufig die Berech-
tigung zur folgenden Frage. —
roLj0cı Av: s. zu 48a. —
D. reg) Te... 0000: elvaı
regt tu, “sich womit beschäfti-
gen, 8. Kr. 68, 33, 2. C.466C.
— Tüv örtav: die allgemeinste
Bezeichnung des Existierenden,
‘Ding, Gegenstand u. dgl. Im
Deutschen: "womit befasst sich
die R ‚Fr _ „ @aneg: ‘zum Bei
spiele.” — 7 yag: nicht wahr?”
Kr. 69, 14, 8. C. 608. — vn
nv °H: C. 643, 15. Kr.69. 34.
A. — üyaual yes r. d.: Kr.
47, 10, 9. Vgl. Prot. 361 e. —
og oldv te dia Po.: quantum
quidem fieri potest brevissime. Ue-
ber diese dem Superlativus bei-
gefügte Formel und über ihre
Stellung vor der Präposition s.
Kr. 49, 10, 1.0.8. — dıa Boa-
vratov: ironisch, weil G. bloss
val erwiedert, welche Antwort
freilich an Kürze unübertrefflich
ist. Aber G. versteht die beis-
sendeBemerkung nicht; das iro-
nische Lob nimmt er für ernst-
gemeintes auf. — zavv: gehört
zu Emieinög. — U Alyeıs: "du
hast Recht.’ — !dı ön u. a=.:
i$ı ön zur Einleitung des Imper.
Kr. 54 4, 1; vgl. oben (c fin.) zu
pige di. —
E
450
12 | NAATSNOZ
49E
2%. IIolovs rovrovs, ® Topyla; don ol Önkovcı
Tovg duvovras, os &V Ötaızawevor dyıatvoev;
TOP. Ov.
ZR. Odx &ga megl Navras ye Tovg Aoyovg N en-
ropıxn Eorıy.
TOP. OvV bijrcœ.
ER. "Alla unv Akysıv ys noisl ÖVVvarovg.
I'OP. Nat.
ZR. Ovxodv zegl ovneg Akyaıv, wel pooveiv;
I'OP. IIos „rag 0d;
ZR. Ad oUV, yv vor In EAsyouev, nlargınn neo)
TÜV Kauvovrwv Gvvarovg elvar ppoveiv al Akysıv;
TOP. ’Avayın.
a2.
cforiv.
TOP. Nat.
Kal n largınn apa, wg Loıne, mepl Aoyovs
202. Tovs yes nepl Ta voonuare;
ITOP. MeÄuvre.
ER. Ovanoödv xal n yvuvascınn nwegl Aoyovs Earl
tovg negl eveblav TE av Omugrwv xal nayeklerv ;
TOP. Iavv ye.
E. zolovg tovrovg: der Ac-
eus. hängt von dem vorausgehen-
den zeol ab. Das interrogative
Pronomen als Prädicat des do-
monstrativen: noioi eloıy 00101
ot Aöyoı, zEol 0UG karı x.1.4.
Kr. 57, 3, 6. — ToVg nauvoV-
Tag: Prolepsis. Kr. 61, 6. u.
A. 2. C.519, 5. A.2. — 00 Öj-
za: Önta nachdrücklich anerken-
nend; daher 00 dyra lebhaft ab-
lehnend. Vgl. C, 642, 6. Er. 69,
20. Anmk. — alla unv: u7>,
vero, verstärkt die Adversation.
Kr. 69, 89, 1. Vgl. C 643, 12.
vgl. Prot. 359 d. — Atyaı» Ö.:
Öuvarovg ist Prädicat; als Object
ist ein allgemeiner Personebegriff
zu denken: zovg uarvdavovras
0.dgl. — neol.. . poovetu: d.i.
xeol vxso —* zeol rovro
nal poeoveiv not ——
450 A. ae’ 00%... ordne de
ovᷣv 7 lazgıny.. Avr. 8. &., neol
z. xuv. ati. Als Verbum finitum
ist aus dem Obigen rolEl zu er-
gänzen. roıLei duværovs sivaı.
Vgl. zu 448. — dvayını ge-
wöhnlich fehlt dort. Kr, 62, 1, 3.
vgl. Prot. 8309 A. — roðs YEo. :
d. h. forty 7 irotumn meol vous
neel T& voonuata Öwrag A0-
450C
TOPTIAZ 13
ZR. Kal unv wel alaAlaı reyvaı, © Iopyia, ovrwg
Eyovsıv‘ Exdorn avıav negl Aoyovg Earl Tovrovs, olB
Tvyyavovaıv Ovrss wEgl TO nodyua, 0V Exdcen Eorlv
n Teyvn.
IOP. ©eivsroiı.
32. Ti 00V ön rors rag Glkog teyvag 00 Gnro-
oıXag xuisls, OVGaS TEpL A0yovs, eirsE TaVTnV ÖnTo-
gı#nv nakeis, N vn mepl Aoyovg;
TOP. 'Ori, © Zwüxgares, av ulv KAlmv Teyvav
TEQL YsıpovpYlas TE xal roLavrag noakes, wos Log
einelv, nad Eorıv 9 Enıiornun, ts O8 6ntogiang oV-
ÖEVv Eorı rooſũtov yEıgovVoynua, aAlı zäca n modkıs
xal n xvgweis dia Aoymv Earl. dıa taür Eya nv 6n-C
roguanv teyvnv dbıa eivaı ee Aoyovs, 0E9as Adymv,
os &y0 yyur.
ER. Ag 00V uavdavo olav auınv Bovisı xakelv;
yovs. — navv ye: 8. zu 449 8.
— xal unv: Kr. 69, 32, 20.
B. Endorn aörav...: Asyn-
detisch werden gewöhnlich Er-
klärungssätze angeschlossen, wel-
che durch ein vorangehendes De-
monstrativum (odro, ode, roi-
0510, tadrov u. dgl.)- angekün-
digt sind. Kr.59,1,5. — 00%...
reyvn: Genitiv der Angehörig-
keit, des Zusammenhanges, vgl.
Kr. 47, 6, 9. Der Artike) kann
bei Exascrog stehen oder fehlen.
Kr. 50, 11,23. — ti ow Ön
rote: die Frage erhält durch die
gehäuften Hervorhebungsparti-
keln den Ausdruck dringender
Ungeduld; durch 09% wird sie
als Folgerung aus dem Vorher-
gehenden bezeichnet. — odaag:
concessives Participium. Kr. 56,
13, 1. C. 582. — Tavınv näml.
znv réxvnv. — — dor Con-
junctivus mit &v im hypotheti-
schen Relativsatze. C. 554. Kr.
54, 15.
eg) yeıgovoylag .. . darıy:
“hat es mit Hundleistungen (Aus-
serlichen ‚Verrichtungen) zu thun.
— cs nos eineiv: zu nüon ge-
hörig, beschränkt die za unbe.
dingt ausgesprochene Behaup-
tung. Vgl. Kr. 55, 1,2. — zet-
govoynu«: dieses Wort, mit yeı-
pvovoyia gleichbedeutend, findet
sich sonst nirgends bei Platon.
Ebenso verhält es sich mit xv-
omas, wofür nur xvgog im Ge-
brauche ist. Vgl. 450 e.
C. ?ya : man beachte den Nach-
druck, welcher an dieser Stelle
auf das Pronomen gelegt wird.
Gleicherweise ist das folgende
ös Eyo ynu gesagt. —
EQ, . +} gewöhnlich setzt die
mit &o@ eingeleitete Frage ver-
neinende Antwort voraus. Kr.
69, 9. Dagegen C. 607 b. —
14 TTAATSNOZ 450 C
taya Ö8 eidouaı GapEotegov. aAk anoxpıvar' slalv nwiv
teyvon. vcio;
IOP. Net.
22. IIaoav d8, oiueı, TOV Teyvov Tav ulv &g-
yaoia ro zoAv Eorı xal Aoyov Bouy£og deovrar, Evıaı
Of 0VÖEvVog, AAAR TO Tg TEYUNS negaivorro av xal dia
D oıyijs, olov yoayırn »al avögıavronoude xal aAlaı nol-
Aal. rag roiavrag woı Öonelg Akysıv, mEegl ag 0V ps
nv Hmrogianv eivaı® N 00;
TOP. Ilavv utv oVv naAdg UnoAaußavsıs, @ Zu-
xoureg.
ER. "Eregnı ÖE yE slcı )vu Teyvav al dia Aoyov
av nepaivovoı, zul &oyov, wg Eros eineiv, ij 0VÖEVog
zoo0ödovraı 7 Poayeos navv, 0i0v agıdunten al
Aoyıorızn xal yemuergian xal werrsvrınn yenal aAlaı
eloiv nuiv r.: Dat. eth. des Per-
sonalpron. C. 433. Kr. 48, 6, 5.
— nyag: 8.2u449d. — oluer:
parenth., wie im Lat. puto, credo.
— 10000... Teyvav: der Gen.
part. wird regiert von Toy uev.
Kr.47, 28, 2. — to noAv: Sub-
jectsnom. ; ‘der Haupttheil, die
Hauptsache, das Wesentliche.’
zo ur teyvne: "die Aufgabe der
Kunst. Ueber die mannigfache
Bedeutung des substantivischen zo
mit dem Genitiv eines Nomens s.
Kr. 47. 5, 9. C. 410. — xul 6.
0.: ‘sogar. C. 624, 3 Kr. 69,
32,18. — olov: ‘zum Beispiele.
vgl. Prot.323d. Die Construction
schliesst sich unmittelbar an &yıcı
OR 0VÖEsvog an, und alla...
oıyns ist als Parenthesis zu be-
trachten.
D.yoayırn . . .: Die Benen-
nungen der Künste und Wissen-
schaften können den Artikel ent-
behren. Vgl. Kr. 50, 3,5. — ®
Yns: negas. Kr. 64, 5, 4; 67,1,
2. — N 00: erg. rag TOLEYTRE
Atyeıs. — ÖE yE: 8.z2u 4480. —
og Enog sineiv: mit Bezug auf
oVdEvog s. oben zu b. —
ne00Ö8ovraı: eos hat hier
in der Zusammensetzung dieselbe
Bedeutung, wie in Verbindung
mit dem Dativ (zeös zo Aoyo
oödevög Zeyov Ötovraı). C. 467
fin.; Kr. 68, 46, 16. — Poageos
navv: häufig erscheint navv dem
Adjectivum oder Adverbium, zu
dessen Verstärkung es dient, nach-
gestellt. — Aoyıorınn: “die Re-
chenkunst, ars computandi. Wor-
in sich diese von der “Zahlen-
kunde, agıdunzen, unterschei-
det, wird 451 c gezeigt. — xal
z. ye: damit wird ein Glied an-
geschlossen, auf welches der Spre-
chende besonderen Nachdruck legt.
- zertevrınn: auch Phaidr. 274
c. wird das Brettspiel unter den
Künsten aufgezählt und sammt der
Rechenkunst, Geometrie, Astro-
nomie und Buchstabenschrift eine
4514 TOPTIAE. 415
zoAkal reyvaı, av Zvıaı oysöov Tı l0ovg Toüg Aöyovg
Eyovon Taig agabscı, ei 6: moAdel Aclovs xal TO
ZupERaEV näOe N zodtıs xal TÖ #Ug0g avraig did 10-
yav ori. rõvV ToI0vVTmv Tıva por Öoxeig Adysıv ıyvE
Inrogınmv.
TOP. ’AAnd7 Atyaıs.
ZN. AAN oVroL ToVr@v ys 0VÖEulav oiuai GE Bov-
Asodaı HnTopixyv xaksiv, 0V4 OT To byueu 0Vrmg
sites, Or n dıa Aoyov TO xUgog EYovoa 6nrogixn Eorı,
xl vroAdBor av rıs, sl BovAoıro Övoyegaivsv &v rois
Aoyoıg, NV deıduntagv oa Emtopıxyv, & Iopyie,
Agyeıs; aAl 00% oLual GE OVTE nV apLdunTanv OVTe
nv yeausrolav Önrogiunv Aeyeıw.
I'OP. Oobũs yag oleı, @ Zuxgares, al Öıxalog 451
vroAnußeveıg.
Erfindung des ägyptischen Gottes
Theuth ‚genannt.
oyed6% rı: ri bei Adverbien,
besonders 078807 und ndvv, be-
schränkt in gleicher Weise, wie
zig bei Adjectiven (s. zu 448 e)
die Bestimmtheit des Ausdruckes.
Kr. 51, 16, 5. vgl. Prot. 345 d.
— foovs: Prädicat. C. 387. —
tais noubecıv: über den Dativ
bei Loos s. C. 436 b. ‚Kr. 48, 18,
8. — ai dh moAlal: “die Mehr.
zahl. Durch den Artikel gewinnt
zoAvg, im Gegensatze zu den
Einzelnheiten, eine scheinbar su-
perl. Bedeutung. Kr. 50, 4, 12.
— raelovs: ergz. tovg 1öyovg
&yovo. ray noudenv. — TO nu-
oarav: adverbartiger Acc, C.
404. A. Kr. 46, 3, 3. — nüoa
... nvgog: —** kann auch zu
zo xUpog gezogen werden. Kr.
58. 3.
E. odror: zuversichtliche Ne-
gation, zu welcher man aufdieBei-
stimmung des Unterredners rech-
net. Vgl. Kr. 69, 55. C. 643,
10. Prot. 360 e. — oddsulav:
Fortsetzung der Negation. Kr.
67, 12. C. 619. — 09% Or: “ob-
gleich. Diese seltenere Gebrauchs-
weise von ooy Orı erklärt sich
aus einer Ellipse dieser Art: 00%
oluai ce ovdsulav „Tovrov
BovAsodaı xaleiv, Otı To 6N-
garı x. r. A. vgl. Prot. 336 d.
Kr. 67, 14, 3. — & 6njuers:
im Gegensatze zu dem ßov-
leo naleiv. — Eyovoa: ergz.
zeyvn. — vnoAdßor av rıs: d.i.
“ieh könnte annehmen. So weist
zls, wie unser “man, oft auf die
redende Person hin. vol. „bes.
Ilias & 287 ff. air 00 Kur
(Achilleus) &eAsı wegl navrov
Zuusvoı Allmv, navıav Ev
ngazesıv Edle, mavıeco Ö
avaaoeıy, mücı Öt onnalvev, &
zıy 09 neloschnr dio (d. h.
ich, Agamemnon). Ueber den
Optativus potentialis in beschei-
dener Behauptung vgl.zu447b.
A451 A. Öodüg yag: yao steht
in Antworten oft elliptisch mit
16 MAATSNOZ 451 A
ER. "Id võũv Xu) OU nv arongıaıv nv no0unV 6
d1ansoavov. Enel yag 7 bnTogisn Tuyyavs ulv 0VoR
TOVTWV TIS TOV Teyvav av 0 noAv A0yn YpmuEvov,
_ zvyyavovan dt xal KAlaı roınüraı ovoaL, nEIOG Einsiv,
n neol Ti Ev Aoyoıs To KÜgog Eyovoa Önrogian dorıv.
BorEE av el ris us Eooıro W@v vor dn EAsyov mepl
NETIVoO00V av Teyxvav' © Zunugares, tig dauw n
agıdunrınn teyvn; einoıw Av aUro, WOnEE OU üAoprı,
oT av dia Aoyov tig TO HÜgog Eyovaav‘ xal el us
Beravegoıro‘ av zepl Ti; einoıw dv Ortı av eol To
. dETLOV TE Hal NEQLTTOV Yyvadız, 000 av Erndrega TUy-
yavn Oveo. el Ö av Egoio‘ nv Ob Aoyıozınnv viva
xaAsis teyvnv; elmoıw av Otı xal adın Earl tav Adyo !
TO RÄV nvgovusvoav' xal el Emavegoıro‘ N neol Ti;
einoıw Av WOnEE ol &v To Örjum Gvyyoapousvor, OTı
Bezug auf eine nicht ausdrück-
lich gesetzte Bejahung (wie hier)
oder Verneinung. Kr. 69, 14,7.
id: „g zu 449d. — nv axò
xoro. NV ngöunv: "die Antwort
auf meine Frage. — TÜV Teyvov
TtoVv...:C. ‚385 b. Kr. 50, 8.
u. A. 1. — 70 noAd: 8. zu 450
d. — nmel... dorıv: Die
Stellung des Fragepron. im Par-
ticiplalsatze macht in der deut-
schen Uebersetzung eine Abwei-
chung und eine gewisse Unge-
nauigkeit nothwendig, etwa ‘auf
welchem Gebiete muss eine Kunst
durch Reden ihre Aufgabe erfül-
len, um Rhetorik zu sein? Ue-
ber die Frage im Participialsatze
s. C. 606, A. 2. Kr. 51, 17, 4.
Ueber den Ind. im abhängigen
Fragesatze nach- vorangehendem
Haupttemp. (r&ı00) C.526 a. Kr.
54, 5. u. 6. —
ůgaeo av el...: 8.20 4470.
_ 09... teyv@v: ordne zegl
NOTLVOGOVV TWV TEyVaV, O9 voV
ön &Asyov. Ueber die Attraction
s. zu 448 d. — 7071900009: C.
600. Kr.51, 15,2; 25, 9, 2. vgl.
Prot. 313 e; 323 a; u. ô —
örı: zur Anfübrung directer Wor-
te. Kr. 65, 1, 2. vgl. Protagoras
317 e. —
B. Erxavegorro: “noch weiter
fragte.’ Kr. 68, 46, 17. 0,1463. —
megırron: als mathem, Term.
“ungerad, impar ; das Gegentheil
ist &orLos. cfr. Prot. 356 e. —
000 av Tuyyaun: s. zu 450 b.
— AV90vuUEV@V: xvgovaodaı (als
Med. selten) hat bier u. unt. d
(welche Stelle nur die Wiederho-
lung von dieser ist) die Bedeu-
tung von #ügog £ysıv. — oi Ev
t. d. ovyyeQ.: d. i. diejenigen,
welche in der Volksversammlung
einen Antrag stellten und schrift-
lich abfassten. Wenn nun jemand
in der Volksversammlung einen
Antrag stellte, der mit einem
bereits vorgebrachten theilweise
übereinstimmte; so trug er nur
451 D TOPTIA2. 17
ra ulv älla xadansp 7 dpıdunzen n Aopıoran &yeı
xepl TO KVro yag dari, TO TE üprıovxal to mEgırıoV'
Ötnpspeı OF TooodrovV, Hrı xal Xo0g aurk xal mpüS
aAinia ns Eysı mANdovg Emıanonei TO neoıTrov ul
co aprıov 1 Aoyıarınn. xul el Tıs Tv aoTgovoulav
avepoıro, &uoü Akyovros Orı xal aurn Aoy@ xvpoüraı
ra navıe, ol Ö& Aoyoı ol zig aorpovoules, ei paln,
zsol ti sicıw, © Zuxoares; strom av OT Rep) zav
rcõꝝ dargmv popav zul mAlov xal aeAnvng, ros 008
aAinka Tayovs Eysı.
TOP. Oobſẽ ys Atyov ov, & Lioxoarss.
ZR.’18ı 6% xal ov, © Togyia. wupgavsı udv Yao
IN N ÖnTogien 0V0a« Tav Aoyo TE navra bLargaTTo-
BEvOv TE xal avgovusvov' n yoo;
die Differenzpunkte vor und er-
klärte sich mit dem früheren An-
tragsteller einverstanden. Z.B.
Kepbisodotos hat seinenVorschlag
gemacht. Menexenos beantragt
über einzelne Punkte anderes. Er
beginnt also seinen eigenen An-
trag mit den Worten: ta u8V
alla nufaneo Krpıoodorog,
und nun folgen die Modificationen.
Somit waren die angeführtenWor-
te stehende Formel. — &v oa ô.:
“in der Versammlung des Volkes;
vor dem Volke S. Kr.68, 12,3.
C. 456 a. vgl. Prot. 309 a.
C. zo ts &orıov: "nämlich
das Gerade u. s. w. In der Ap-
position wird diese Part. imGriech.
so wenig als im Lat. ausge-
drückt. Kr.57, 10, 5. F. Schultz
lat. Spr. 8.229. A.4. — To0000-
zov: Inhaltsacc. Ueber diesen
Acc. der Pronom. bei dıayk-
osıv s. Kr. 48, 15, 14. vgl. Prot.
339 a. — 0Tı...: gibt die Er-
klärung von Tooouron. — dal
Aoyıorınn: ordne Or 7 Ayoın.
Plat. Gorgias.
Enıoxonsi rg zAmdovs To ne-
gızzov nal zo &grıov Eysı vol
moös adTE nal 008 allnic. —
—A— der Gen. regiert von
zog. C. 415. Kr. 47, 10, 5. —
Tv dorpovoulav dv.: Acc. der
Sache bei einem Verbum des Fra-
gens. Kr. 46, 15. C. 402, — AE-
yovrog: causales Partic. C, 581.
Kr. 56, 12,1. — of öt Royoı.
sioıv: Die Frage wird direct ge-
geben; “worüber handeln denn
aber dieReden u. 8. w.; daraus
erklärt sich d& bei of Aoyoı in
Beziehung auf das vorausgehende
A0oyo, und die Wiederaufnahme
des ei avsgoıro durch el gain.
— gogav: von der Bewegung der
Himmelskörper. — 0e®#oös ys: s.
zu 449 a. —
D. i9ı ön nal 09: Uebergang
von der Induction auf den eigent-
lichen Gegenstand. Ueber ?$ıdn,
einleitend den Imper. A&ye ön, wo
ön der Zwischensätze wegen wie-
derholt ist, s. zu 449d. Ueber ön
beim Imper, s. zu 449 a. — T.
2
18 ITAATQANOE
TOP. "Esrı raöüra.
451 D
22. Abys Ön av neol vi; ri dovı Toüro Tav
” 7 ẽ e ⁊
Ovrmv, sο 0% oöürot ol Aöyoı iotvu, ols 7 6nrogıan
xontat ;
TOP. Ta neyısıa Tov Avdgmzelan TgRYuRTOV,
0 Ziwxparss, vol Koıore.
ER. AR, oO Tooyio, —2— xl roũro 7
Akyaıs Hal —* TO O0RpEG. olouaı Yyao GE aRNXo&var
E &v toig Hvumooloıg adOVLWV AvFERNWV rũro TO 0x0-
Aıöv, Ev & xaragıduoüvraı Kovres, Orı Byınlvsıv ubv
&oıarov &orı, To 68 dsVregov xaA0v yevkadaı, TolTov
ÖE, DS Ynaıv 6 noımıns Tod GxoAıod, To wAovrelv
öoAmg.
TOP. ’Axnxoa yao’ aaa g05 Te Todro Asyaıs;
ZR. "Or 601 area av napaoraiev ol Önuovpyol
Ev yag oe dn: die Partikeln ut»
önj bilden häufig den Uebergang
zu einem neuen Abschnitte. ya&g
bezeichnet den ganzen Satz als
vorläufige Begründung der fol-
genden Frage (A&ye d. ro» megl
zit). — av A.: Ueber den Gen.
partit, s. zu 449 d. — cov Ov-
tov: regiert von tl. — & u8-
yıoTa . Gorgias begeht den
nämlichen Fehler, welchen Sokr.
(448 e. fin.) an Polos gerügt
hatte,
E. göovrov &.: über den
Genit, bei dxovm 8. zu 449c. —
onoAsıv: Die Skolien waren kurze
Lieder, theils Preis von Göttern od.
Helden, theils Sprüche der Lebens-
weisheit enthaltend, welche man
in Athen beim Symposion zu sin-
gen pflegte. Der Singende accom-
pagnierte sich auf einem Saiten-
instrumente, oder hielt einen Lor-
beer- oder Myrtenzweig in der
Hand. Nach Beendigung des Lie-
des reichte er dieLyra oder den
Zweig einem Malesgenossen auf
der entgegengesetzten Seite, wel-
cher hierdurch zum Singen auf-
gefordert wurde. Von diesem Hin-
und Herspringen leitet man ge-
wöhnlich den Namen 0x04109 ab.
Besonders beliebt war ein patrio-
tisches Skolion auf Harmodios
und Aristogeiton. —
xaragıduodvraı adovreg:' sie
zählen in ihrem Gesange auf.
— örı by.: Das Skolion lautet
(Bergk. oet. Iyr. p. 1012): Tyı-
alvsıv EV &oL0ToV avdgl Yva-
To, AsvrEg0V Ö pvav nalöy
yeviohen To zolrov Ö3 nAov-
teiv adoAmg, RU zo TETEOTOV
nBav were Tüv pllov. — 6
rzontng: wahrscheinlich (vgl.
Bergk. a. a. O.) Simonides aus
Keos; über diesen Dichter s. zu
Prot. 339 a. und den Anhang 8.
122 fl. — 10 nlovreiv adolwme:
vgl. Horat. Epist. 1, 1, 65, 66.
— AXNR0a yap: über yao 8. ob.
unter a —
452. ol Önuiovgyol: hier in
der allgemeinen Bedeutung Be-
452 C TOPTIA2Z.
19
rovrov av dnmvsasv 6 TO OxoAıov moındas, lasoog Te
xol nawdorolßng xal yonuerıorys, xal einoı "no@rTovV
utv 6 laroög Orı @ Zioxparss, 2anark os T'ooylas'
00 yap Eorıv 9 Tovrov eyvn mepl TO ueyısrov dya-
96V rois avdommoıs, ai N Eun. ei 00V aurov &yo
Zoolunv‘ ov Ö} ris @v raüra Akysıs; einoı av Iomg
ori laroog. re 00V Akysıg; 7 TO ig ons veyuns Zoyov
neyıarov dotıv ayadov; ng yap 0V, gYaln av iowg,
7) d Ziingares, vylse; „ui Ö’ dori usifov ayadov avdod-
nos dyızlag; el 6 av usrd Toürov 6 naıdorplßng elroı B;
ori Havuakoıul zav, © Ziuxparss, xal würds, el 001
&ygoı Toeylas weibov dyadov aridettar rijß avrod Tey-
vns 7 &yo is dung’ eimoım av ad xal moög Toürov*
ou Ö8 67 vis el, @ avdgwns, xal ri ro 00V &oyov;
zadorelßns, palm &v, To 6 Eoyov uov &orı xuÄovg TE
aa) loyvgous ToLelv ToUg avdgumovus Ta oouara. were
Ö} 70V aadorgißnv einoı av 6 zonueriorns, oög Eyo-
ua, nAvv xaTapgpovav anavımav' oxone Öjte, ©
Zioixoates, £av 001 nA0VToV Yavı) Tı WEifov ayadov
‘werkstelliger, vgl. Prot. 312 b; dargov. — raw: d.i. rol @v.
327 c. — rovrwv av: C. 597, 2.
Kr. 51, 10. vgl. Prot. 313 d. —
laroos: "nämlich der Arzt u.
8. w.; 8. zu 452 cc. — maıdorgi-
Bnns :"der Turnlehrer. Ueber seine
Bedeutung s. Prot. 326. b.c. —
duo 2: 8. zu 451 a. — toi
avdgmnas: als Dat. des Inter-
esses ZU TO Ayadov zu construie-
ren, C. 431 a. Kr. 48, 4. — tig
DV: 8. zu 451 a. Das causale
Partic. &v begründet das Atyaıg.
: C. 607 b. Kr. 69, 28, 2.
— yleıe; d. i. zag yao N
dyleıa, zo rĩs &uis teyvng Eg-
yov, To uEyıorov Kyadov Eorıyz
über vyleıx ohne Art. 8. zu
50 D.
B. usra Tovrov: näml. 0»
Ueber das yersichernde tor 8. C.
643, 10. Kr. 69, 61, 1. — xel
aurog: el ipse. Kr. 51, 6, 6. FE.
Schultz lat. Spr. 8. 220, A. 1. —
Zmıdsikoı mit offenbarem Bezug
auf die Emidsıdıs des Gorg. vgl.
zu 447 a. — Öö& Ön: urgierende
Hervorhebung des Gegensatzes.
Kr. 69, 17, 5. vgl. Prot. 312 a;
8312 e; 358 bu — maudorgi-
Bns: näml. elui. — TE Owuare:
C. 404. Kr. 46, 4.
C. &ravıov ist Masc. ‘alle
(namentlich ixreog und zaudo-
tolßns) die ausser ihm das höch-
ste Gut glauben verschaffen zu
können. — ox. djra: ‘so erwäge
denn, s. zu 449 e. — £av: ob.
C. 610. Kr. 69, 21, A. Ueber den
2%
.
!
Ch
20 TAATQNOE 452 C
ou 7 wagt Togyia n zag all Örmoüv. painsv dv 0dV
mes auzon wid ön; , ou rovrov dnmovgyog; Yan
&v. ls @9; ENBarIoTnS. ri oUV; olvsıs ev uEyıazov
dvdgWmors ayadov slvaı HA0BTOV; POogEv. mg Pag
00x; gel. sel umv ugpıaßgrei ys Topyias öde vv
za au rixvmv usttovogę — altiuv elvan 1 n nv
onv, Yalnev av nwels. Onkov ‘00V OT TO HET Toro
oomrꝰ av xal vi &otı roũro To ayadov; dnonpıvaoden
DI'oeylas. IH ovv voulsas, & Topyla, Epwracda xal
vn Ensivov xal dr Euod, dröxpıvas ti darı roũro 6
ynS5 CU wEyıororv! ayadov sivaı rotg avdgaimoug xol a8
dnuuoveyorv eva aÜToV.
TOP. "Orso derlv, & Zungares, 1 dindele ud-
yıorov Kyadov zul alrıov fuc ubv EAsudeplug aurots
Toig AvdowWmoıs, Aue Ö& Tod KAAmv Kpyeıv 8v 1 ad-
Tod moAsı EXRAOTO.
ZR2. Ti ovv ôm toöro Alyaıs;
ähnlichen Gebrauch des s? im Lat.
vgl. F. Schultz lat. Spr. $. 232.
A. 2. — 69: über galvoueı mit
dem Partic. s. C. 590. Kr. 56,
4, 8. —
tie 009: wie nun?” d. i. 'was
folgt daraus?’ vgl. C. 637, 2.
‘Erklärst du etwa den Reichthum
für das höchste Gut?! — ac
unv: verbunden leiten diese Par-
tikeln häufig einen Einwurf ein.
Kr. 69, 39, 1. — dugioßntei:
“macht dagegen den Einwand gel-
tend, erklärt dagegen; vgl. Me-
nex. 242 D. Vergleichbar damit
ist der gerichtliche Gebrauch von
augpıoßnteiv in dem Sinne‘ An-
spruch auf etwas machen. — öde:
8. zu 447 a. — 779 — aüre
réxvnv: ‘seine Kunst; eigtl. “die
in seinem Besitze befindliche
Kunst. Ueber diese Bedeutung
des zae& mit Dat. der Person s.
Kr. 68, 35. vgl. 465 A. — di-
kov: ohne &ori. 8.zu 448 c. — 70
wer& rovro: adverbialer Accus.
Kr. 50, 5, 12; vgl. C..405 A. 2.
D. ?dı: s. zu 449 d. — 9’
&uslvov: mitBezug auf die drei
redend eingeführten Personen lo-
zoög, mardorgißng, xenuere-
orig. — xalok... aörov: Der
gewöhnliche Uebergang aus dem
Relativsatze in den demonstrati-
ven. C. 605 A. Kr. 60, 6 u.A.
2.0.4. — &uausv .. . Kun Öf
: simul . . simul. Kr.59, 1,
4. vgl. Prot.310 e. u. d. — ai.
toig Toig ⸗.: ‘den Menschen für
sich allein; im Gegensatze zu &4-
Amv. 8. zu Prot. 209 a. fin. —
tod KAAmv doyeıv: bei derSub-
stantivierung wird der Inf. mit
allen seinen Bestimmungswörtern,
so hier dem Objecte &AAov, zu-
sammen als ein Ausdruck betrach-
433 A TOPTIAZ. 4
TOP. To »sldew äyoy olov T sivaı volg AdyoısE
xal 2v Ösnacınpbo Öixnoras al dw Bovisurmolo Bov-
Asvsag ol Ev duxigolg dmninssusras za Ev ülio Evi-
iöyp navıl, o0rLs av mohrıwög. Evlloyog peyaazaı.
xatroı Ev zavın vi Övvans. Öoviev niv Sarg row ie-
rooV, dodAov dt zow zaidorgißnv‘ 6 d3 yonnarisrng
oVrog Alm dvapavgosıaı yoenwarıkousros zul ody
aurh, aid aol za Övvandvo Adysıv nal meldsw Ta
And.
8 22. Növ no Öoxsis Onisanı, o Topyix, Eypv- 453
Tara ı7v Ömvopiemv Yvrıva regumv nyel eiva, al ei
ts &yo ovvimpı, Adysız Orı oſfg Önmiovpyos dor
v 6mogıxn, xal q wpayparsia aurig mac xal To
xspainıoy eis Toüro Teisvzd" 7 Brsıs vu Asysıv dal
wÄEoy vv Omvopinnv Övvasdıı 7
vw Ev ı vorn oliv;
tet. vgl. C. 379. 574, 9. — ti
. Tovro A.: vgl. molovg Tov-
tovg 449 e. —
E. 10 neidew...: ordne rö
olov € sivaı neldEıv Toig A0-
yoıs. — dv ll Eviloyo nanzl:
näml. zoug Evlleyevras. — 00-
us @v.. . ylyynras: 8. zu
450 b. In hypothet, Relativsätzen
wird oorıg häufig gebraucht. s.
453 d. — xaltoı in seiner ein-
fachen Grundbedeutung : “und für-
wahr; vgl. Hom. Il. ». 267. Xen.
Kyr.3, 3, 19. 7, 3, 105 häufiger
verbindet sich mit xalroı die ad-
versative Bedeutung "und doch.
— dr zavın ı5 dvvaner: "auf
Grund dieser Fähigkeit, ein Ge-
brauch der Präp. dv, die dem dy-
namischen Dat. nahe kömmt. Kr.
68, 12, 6. — dovlov uiv... .
dovAov öl. . .: Ueber usv und
ös in der Anapuora s. Kr. 59,
l, 4. Beschtung verdient das hy-
perbolische dovlog. — zenku-
NR \ 2 *
TEeudn vols KROVOV-
tiorng odrog: Nicht selten dient
€ .
ovrog, entsprechend dem lat. iste,
zum Ausdruck der Geringschät-
zung. vgl. Krit.45 a; 48 cc. Apol.
17 b. u. d. — dvayasıjocraz
zenuerfousvog: über das Par-
ti» vgl. das unter c bei g@ar-
veodaı Bemerkte. — alla 00l:
die Worte 00% adra geben An-
lasse, dass durch &44& cool der
schon mit &Al@ bezeichnete Ge-
danke in genauerer Fassung wie-
der aufgenommen wird. — ra
zAndn: der Plural in Bezug auf
die vorgenannten verschiedenen
Versammlungen.
453. sig tovro. näml. ro zel-
Heiv. — Neysıg rı Alysıvı: über
den adverbartigen Acc, ri 8.
Kr. 46, 4, 4. C.404 a. vgl. auch
zu 450 d. (bei oysdörrı). — dl
wilov: gehört zu dyvacdaı, ei-
gentlich über einen weitern Um-
kreis hin (Kr. 68, 42, 1) Einfluss
haben,’ also amplius valere. — &-
22 HAATSNOE
453 A
TOP. Ovdeuis, ® Zuixgarss, aA or Öoxeig
Ixavös öpltsohaı ‘ Zorı yap Toüro To xepaiaıov avrng.
ZQ.”Anoveov dn, & I'opyla. &ya yao su ICH orı,
Boög Euavrov zeldn, einsp tig aAAos KAin Örakkysrar
BovAousvog sldöEvaı avro Touro zEpl.0Tov 6 Aoyog £ott,
xal E&ub sivar rovrav Eva’ abıa 68 zul ae.
TOP. Ti ovUv d7, © Zwxgurss;
ZR. Eya oo vüv. &yo ıVv An Tg Ömroginiig
ed, 7 ıis nor Earlvivov Akysıg zul nepl avrıvov
zenyucarav Earl ned, Caps uiv ev I0H ori 0Ux
olda, 00 unv all vrontsvo ya nv olual as Adysıv xal
zepl av’ ovÖlv wevroı nrrov Eonjooual ae, viva work
Akyas nv nado nv ano Ts Önrogiang xal nspl Tl-
Cvov adınv elvar. tod 0VV Evexa ÖN adrög drorzsvav
08 Epnooueı, aAA 0Ux avrög Akyam; 00 000 Evexa, dAl
tod Aoyov, iva 0VTm zeolm, Ws uciıoT av nulv xu-
tapavig ori asol Orov Afyeraı. OxoneL yag El 001
%ovoov Ön: 8. zu 4492. — Ya
... Evo: die Infinitivconstruction
&us elvaı rTOovr ov Eva ist gesetzt,
wie wenn &uavrov neidw nicht
durch og zur Parenthesis gemacht,
sondern als Hauptverbum mit &y«&
zu verbinden wäre: &yo yao S-
yavıov neldw, eineo... Earl,
xal ut elvaı tovrav Eva. Vgl.
Herod. 1, 191: 9n0 Ö2 ueyaßeog
rijs woluog, ag Akyeraı nö
Tov ravın olxunusvor,...Todg
to uEoov olneovrag 0% uav-
$avsıv. Kr. 55, 4, 7. — ©
tod" Orı: dass diese Worte zu
einer parenthetisch, ohne Einfluss
auf die Construction gesetzten
Formel der Versicherung gewor-
den sind, zeigt die Stelluug von
&yo. Kr. 69, 48, 2. — dıaldys-
car: 8. zu 447b, —
B. rovıoy: nüml. av Bovio-
Bevor x.r... — 08: näml. rov-
av Eva slvaı. — rl 009 dr:
8. zu 452 ec. — dn0 tig 6nro-
eunns: ano zur Bezeichnung des
Ursprungs, des Ausgangs; cau-
sal. C. 452 c. Kr. 68, 16, 7. —
ovᷣ unv aAl: s. zu 449 b. —
— Ntrov: nihilo minus. Ueber
den adverbartigen Acc. oöde»,
01V u. &. Kr.48,15,11. 0.404.
©. zoö: = tivos. — 970-
NTEUWV: Concessiv.8.zu450 b. —
aA 00x avros Akdym: (‘sage es
aber nicht selbst) ‘und sage
esnicht selbst. Negativ antithe-
tisch steht im Griechischen ge-
wöhnlich ‘AA’ 00, seltener xal
0v. Kr. 59, 1. 10. — roö 03»
... Ayo: Selbstfragen sind als
Uebergangsformeln und um die
Rede zu beleben bei Platon häu-
fig. Vgl. Prot. 343 b. Apol. 0b.
Krit. 46 c. — roö Aoyov: d.h.
die vorliegende Untersuchung. —
453 D
doxo dınalas dvspmrav ae.
TOPTIAZ. 23
ev R [4 ⸗*
DOrEE Av Ei Ervyyavov
se Epmrav ris dorı rav fuypapmv Zeükıg, ei wor &-
5 Orı 6 a {de Yodpmv, do 0U% dv Öinalag 08 7E0-
unv 0 a noia av fomv yodpmv xal noü;
TOP. Iavv yes.
ER. dpa did Toüro, Hrı va) aAdoı eiol Ewypdipoı D
yoagovres alla wolla füc;
TOP. Net.
zn. Ei dE ys undslg aAlogn Zeükıg Eyoaps, x0-
Ads av 001 amexexgıro;
TOP. Ilög yao ov;
ZR.’Idı On al nepl is bnrogimns sind’ wors-
e0v 001 Öoxsi xaudo nossiv N Gmrogien uovn 7 xal
aAlaı veyvaı; Adym 6 zo rowvds‘ Oarıs Öıddansı 0-
ziodv rodyua, Korsgov 0 dıdaaası melde N 00;
el: ‘ob. s. zu 452 c bei day. —
Done av &: 8. zu 47d. —
el Ervyyavov..., sl wor eines:
“wenn du mir auf meine Frage
sagtest. Der erste Bedingungs-
satz @i.. . Zeügıs) ist dem zwei-
ten (el. .. yocpov) untergeordnet.
Kr. 54, 13, 8. s. zu Prot. 311 b.
— zig av Euypdpmv: "wasfür
ein Maler” Ueber den Gen. part.
8. Kr. 47, 28, 2. vgl. C. 412. —
Zeväıg: Zeuxis aus Herakleia in
Grossgriechenland, einer der be-
rühmtesten hellenischen Maler,
war der Stifter der sogenannten
ionischen Künstlerschule, welche
Aristoteles mit, der Bemerkung
charakterisiert, ‘dass ihr bei aller
Eleganz der Zeichnung und allem
Reize der Farbe doch ein sittli-
cher Charakter (rò Pos) fehle.
(0. Müller gr. Litter. I. 334;
Hdb. d. Archäol. $. 138.)
Soc: £00v, eigtl. ‘lebendiges
Wesen’ überhaupt im weitesten
Sinne, bedeutet auch Öfters die-
‚Abbildung eines solchen, sodann
“Gemälde im Allgemeinen. — oͤ
ygdymv: "Maler. s. in a zu toig
ErROVovVoW. — 0. . Neoumv:
s. zu 48 b. — TE "role: der
Art. steht bei dem Fragepron.,
wenn er zu dem die Frage beant-
wortenden Subst. oder Adj. zu
setzen wäre. Kr. 50, 4, 7. Ueber
die Stellung des Fragepron. vgl.
zu 451 a. —
D. dia Toüro: ergz. No0unv
ce dınalag. — dE yeı 8. zu 448
a. — armenengıro: das Perf. (und
Plusqgf.) von «zoxgivouaı hat
sowohl active als auch passive
Bedeutung. Kr. 39,14,3. — id
ö7j: 0.2u449 d. — 7 Ömrogınn
uo»n: des Nachdruckes wegen
an die letzte Stelle gesetzt. —
Adyo Ök ro roıovös: als Ankün-
digung eines directen Erklärungs-
satzes. Wie roroode mitrode wird
im Lat. talis mit Äic an man-
chen Stellen gleichbedeutend ge-
braucht. Virg. Aen. 5, 79. talia
24 TOPTIAE
453D
TOP. Oö dire, 8 Zuinparss, dAia ndvsav ud-
Ausra Elder.
E
ZR. adv 67 dal Tov avrav reyvov Adyauzv
vxso vov ÖN’ 7 apıdunman 0v dıddaxsı Nuäs, Ode
dar! Ta& Tod agıduod, zul 6 dgıduntıXos AVdEmzoG;
IOP. Iavv ye.
ER. Ovxodv nal melde;
TOP. Nat.
ZR. IIsı$oüg &pa Önmovpyog dor al n agıd-
umrixqi;.
I'OP. Dativsraı.
ZR. Obxovv dav rız domra nuds, molag wedoüg
sol KEgl Tl, axoxpıvovusde mov euro Or rüg dıda-
oxalınüg wis xeol TO Kpriov Te nal 76 XE0TTOV 00V
154 dorl“ zul rag alas ds vov Ön dAdyouev reyvas axd-
oas Ekousv anodeikaı meidoUg Ömuovpyovg oveag xal
nerwog »al zepl 0 ri N 00; \
TOP. Net.
ZR. Ovx dpa Önropıxn
KLOVEYOB.
TOP. "Alm Asysıs.
Jatur. u. ö. Ueber den Art. bei
zoıw0ode Kr. 50, 4, 6. — 00-
tig: über die hypothet. Bedeu-
tung Kr. 51, 13, 11. vgl. Prot.
324b. u.0. — ® Önza: Nega-
tion des 7 00. — Tivrov ud-
AuorTa: Kr. 64, 5, 4. vgl. Prot.
327 8. —
E. öl zöv.. .; bei Atysıy
heisst dm mit Gen. von. Kr. 68,
40, 5. — ovzeo: d. h. 2p’ or-
zeg, denn die Präpos. wird vor
dem Bolat. regelmässig nicht
wiederholt. Kr. 68, 9. vgl. Apol.
27d.— @ diddaxsı: 00 (nonne)
in der Frage lässt Bejahung er-
warten. ©. 608. Kr. 64, 5, 3. —
udvn neıdoüs Earl ön-
ö0«: “alles, was; quaecunque. —
za Tod dgıduod: 8.2u 450 c. —
aal Ö agıdn. vd. : ergꝛ. ou
dıdconsı Nuas ati. — OT züs
Ö.: 8. zu 15la. — uns d. ins:
8, zu 451 a — orıoV en. BE-
eitrov: s. zu 451 b.
454. nal tag... reyvag: zwi-
schen Artikel oder Adjeet. und
Subst. eingeschoben erhält der
Relativsatz (der in diesem Falle
von geringem Umfange ist) den
Charakter eines attributiven Adj.
Kr. 50, 8, 20. Aehnlich im Lat.
omnes, quas modo referebamus,
artes. — ovang: über das prädi-
cativc Partic. bei deinvunı s. ©.
K54C. TOPTIAZ. 26
9 22. ’Eneıdn tolvuv 08 uovn dxepyateraı Toüro
50 Eoyov, allı xal allaı, Ömalos BoxsE zepl Tod
foypdyov usTe Toüro dwavspoineN av cov Adyovre,
rolas 6n zeudoös xc is wegl Ti nadoüg n bnrogıen
Earl veyvn; ij oð doxsl 001 dlaaıov elvaı Eneveodadeı;B
T'OP. "Euoıys.
32. ’Anoxpıvar 67, @ Iopyla, Ensıön ys zul ool
doxsi oũrog.
TOP. Tavıng tolvuv sig xaboöüg Adyo, $ Zw-
xocreg, vis ev volg dıxaorneloıs xal Ev Tolg dARoıg
vrAois, Gare xal Zprı ZAspov, sul wegl Tovrav &
der: Ölnaıe ve sul Kdıza.
ZR. Kal Eyo vor UmanrsvoV ravınv os Adysıv
zıv nad xal xeol Tovrev, & Topyla' Al va u
Savualns, &&v oAlyow Vorsgov rooürov Ti oe Avlow-
va, 0 Öoxel uv dijlor sivan, Eyo Ö' dnavsowra‘ 6nsoC
yag Asyo, toü EEng Evsxa mepulvsche, rov Aoyov Epmro,
593. Kr. 56, 7, 2. — dinaloag:
mit Bezug auf 453 c. — &xa»s-
golus®” «av: Nachsatz einer hy-
poth. Periode ; in dem Object von
Eravegoiued” av, näml. 109 A8-
yovra, ist zugleich die Bedingung
enthalten: ei rıs Adyaı, erg. 17V
Enroginnv neıdodg ÖnuLoveyov
elvar. —
B. &xavegichar: 8. zu ABlb,
— amongıvau Ön: s. zu 449 a.
— zadens: das Pron. demonstr.
kündigt die epexeg. Appos. (eng
Aoıs) an. Kr. 57, 10, 1
„a dv toig aloıs Srloıg:
“und bei den übrigen Versamm-
Innigen _ des Volks’ Durch das
Wort örlog werden diese Ver-
sammlungen, sei es zum Recht-
sproehen, sei es zu Berathungen,
nur als eine grosse Menge von
Leuten bezeichnet, weil eben die-
ser Punkt für die weiteren Fol.
gerungen von Wichtigkeit ist. —
nul &y0 zo Umameevov....:
näml. 453 b. — öAlyov ÜorEgo®:
über den Accus. der Massbestim-
mun beim Comp. 8. zu 453 b
(ovot nrrov). —
C. dyo Öd’ dnavsymrav: das
Object hierzu ist aus 6 zu ent-
nehmen. In dem Vordersatze Eva
dnansomroäistder grammatischen
Form nach kein Nachsatz vorhan-
den. Wie es in der freieren Satz.
bildung des wirklichen Gesprächs
geschieht, wird nach deretwas län-
geron A, Ausführung der Bedingung
izaveowra dieser Satz un-
vollendet gelassen; was dem Sin-
ne nach hätte Nachsatz werden
sollen, findet sich in den Worten
oo yae E&js xri."damit du dich
nicht wunderst, wenn ich u.8.w.
—; wie gesagt nämlich ich frage,
damit die Erörterung ihren ge-
26
HJIAAT2SNOZ
45% C
00 000 Fvexa, AA iva un &dılousde Umovooüvreg
xg00gmafeıv chlmkav Ta „Aeyöpevo, alhı SU a Vav-
roõ xara iv vaodscıw Org dv fovin zEgalvns.
TOP. Kal öedug yg uoı doxelg zoelv, 0 Zo-
HOUTES.
ZR2.”Iı IN nal Todes Enioxsdousde. Kaksis Tı
usuadnkevau ;
I'OP. Kalo.
232. Ti öE; nenıersvandvan;
TOP. "Eyopye.
3%. IIotsgov ouv ravrov doxst 00r slvaı ueue-
Inxlvaı xal nenıorsvaevai, xal uadnaıs xal niorıs, 7
&Alo ti;
TOP. Otouaı ulv Eymye, & Zuixgares, GAlo.
22. Kalos yap olsı' yvacsı 68 Evdevöe. sl yag
tis 08 Egouto
ag Eorı rıs, @ Ioopyia, zlörıg Yevöng
xal aAmdns; Yalns av, ag E&yo olmaı.
I'OP. Nat.
ordneten Gang habe. — vrovo-
odvreg... Asyouesa: d.h. nicht
abwarten, bis der andere seine
eigentliche Meinung deutlich aus-
gesprochen hat, sondern die nur
halb verstandenen Worte des Mit-
unterredners nach eigenem Gut-
düuken ausdeuten. — rE0«gRG-
feıy (bei Platon aras sionu8-
voy) eine geflissentlich gewählte
Hyperble statt des üblichen x00-
Acuußaverv. Der comparative Be-
griff dieses Verbums führt zur
Constr. mit dem Gen. allnıov.
C. 424. Kr. 47, 28. — ra Asyo-
peva: d.h. ‘das was ein jeder von
uns mit den Worten, die er eben
ausspricht (Part. Präs. 2) sagen
will, darunter versteht. — alıo
ev: di. air va 0v m... —
usa ul on0Bs01y: ex propo-
sito. ara mit Acc. ‘ gemäss. ©.
459, B.c. Kr. ‚68, 25,2. — Orog
av bovin; av verallgemeinert;
ulcunque volueris. vgl. Prot. 336
b. — ögdas ye: vgl. zu 449 a.
— idı ön: s.zu 449d. — nal,
dann &yaye, nachher unter d d-
And Akysıs, Eorı Tadre u. a.:
man beachte die Mannigfaltigkeit
im Ausdrucke der Bejahung. —
D. oilouar ulv Eymysı dem
wey folgt kein entsprechendes d4;
man denkt gegenüber dem blos-
sen Meinen (oleo#«s) leicht den
Gegensatz des sicheren Wissens,
der dann in dem ysossı!von Sokr.
bezeichnet wird. — xls yap:
a. zu 4öl a. — 8 yag...:
‘wenn nämlich. C. 636, 6 b.
Kr. 69, 14, 1. vgl. Prot. 319 b;
349 d; 351 c. u. 0. — gelns
sy: ‘ würdest du es bejahen.. Kr.
455 A TOPTIAE 97
ZR. Ti dE; Enıowyun dar yevöng zul dAndns;
TOP. Ovdauas.
‚ZQ. Ankov yap av OrL 00 Tavıov darıv.
TOP. Akne Atyeıg.
ER. Alla unv ol TE ye uEeundnKorsg wexsiouevor E
eial “al ol HEHLOTEVROTES.
TOP. "Estı teüre.
22. Bovisı ovv övo eldn Bapsv weıdoög, To ulv
zlorıv NaGEYOuEVoV Kvsv To sldgva, rò 6 Enıoryunv;
IOP. IIavv pe.
3ER. Iorepav 00V n Gnrogian ned nor dv dı-
xagınoloıs re xal Tols — öyAoıg zepl av Öıxaloov
re xal — € aͤs TO nıdreveıv ylyveraı üvsv ToÜ
eidevaın & ns to elöevan;
TOP. Aijkov Önnov, a Zwrperess, Orı EE ng To
KLETEVELV.
20. H 6nrogiun & a0, ag ſorxs, NELHOUg Onnioug- 455
yog &orı miorsvrinng, aAA 00 Ödaaxaiıng negl to di-
xuı0V TE xal adıxov.
IOP. Net.
ER. Ovd’ apa Öidaonaiınös 6 Intwp Lori dıxa-
ornelwv re xal av aAlav oyAmv Ödınalav te negı xal
adixmv, AAAR nEioTıXög UOVov. 0% yap Önzov ÖyAov
y dv Övvaıto Tocoürov Ev 0Alym 190vm ÖLdakaı odro
ueyala noayuere.
64, 5,4, — Önkov yag: wie ‚kurz Wiederholung der eigenen Worte
vorher xœdcoc ydg, worauf «dv Be-
zug nimmt. —
E. aalc unv: 8. zu 449e. —
Bovisı 00V... Fouev: über den
deliberat. Conj. s. zu 447 c. Oft
wird das fragende BovAeı (oder
bei mehreren Bovieo#e) ohneVer-
bindung mit dem übrigen Satze,
gleichsam wie ein Adverb. voran-
gestellt. Kr.54,2,3. vgl. zu Prot.
3170. — zu ... Örkoıg:
des Gorgias (in b). — dn40» dy-
zov: über Öfjlov ohne darl s.
zu 448c; über dnmov s. zu 447
d. — õort. . IOTEVELD: die Er-
gänzung liegt in den Worten der
Frage, also: özı zavıny rn»
nad roll, &E ng TO ætore vei
yiyveraı avev 700 eldevaı. —
455. nıotsvrinng: glaubenma-
chend. — . WEQL: C. 90. Kr.
4, 1. — dv Övvaızo: 8, zu 458
38 NAATSNOZ
TOP. Ou Ödfjre.
455 A
| ZR. Dips 67, idouev ri more nal Atyonsv zegl 10
Brig énrootxijg dya ulv ydp Tor 0VÖ avros za Öuva-
uaı xaravonoaı 0 AAldyo. Orav zegl laroav alg&osans
n ıı noAsı ovAloyog 7 xepel vavanyav 7 megl aAlov
zivog Önurovgyıxoöd EBvovs, KAlo Tı 7 zors 6 Öyropı-
x0g 00 avußovisvoe; ÖhAov yap Or Ev Enadın aloE-
oe TOV Teyvixararov dei algsiodeı. 0VÖ Orav Teyav
zegl olxodounNaswg 7 Auyevov xaraaxevis 7 vengimv,
GAR ol apyırexrovsg'
000” av Orav orgaryyav alpe-
Ems eg 7) rakedg Tivog ngög noksplovg 7) Yaplov
Canzeinpeog Hvußovin N, AAA ol Ergaınyıro) rote Evu-
b. — T0o00oVrov: Man beachte die
Gegensätze TOd0VTov, öAlyto,
oGTG ueyalu. — od Öjra: s. æu
449 e. —
g£oe dn: ganzgleichbedeutend
mis dr ön. 8. zu 449 d. — ti
more nal Aeyonev: was wir denn
eigentlich sagen. al bei einem
Interrog. dringt auf genaue Be-
stimmung des fraglichen Begriffs.
Kr. 69, 32, 16. —
B. neol larowv aiososwg: In
vielen griechischen Städten waren
Aerzte vom Staate mit einer be-
stimmten Besoldung angestellt
(datpol ÖnwooLsvovreg). Sie wur-
den vom Volke gewählt. — al-
Aov TIvög ÖnuLoveyınod Edvovg:
Die l@zg0L wurden auch als ônm-
htovgyoi angesehen. Odyss. 0,
382. eis 7&e In Esivov nalei
8m av ol Önposeyol
Eueıv, Warcı® 7 enge 1172077
7 TenTova dovges, 7 xl DE
ozw doıö0» x. t. A. EOvog ba
deutet an einzelnen Stellen, Pia-
tons ‘eine bestimmte Klasse. So-
phist. 242 d. zö Eisarınov 89.
vog, ‘die Eleatische Philosophen-
schule.’ Polit. 290 b. zö xnovne-
x0V EDvog ol arjovnes. —
&ilo Tı 9: "nicht wahr ;’ nonne.
C. 608. Kr. 62, 3, 7. Der Nach-
druck liegt bei „Klo rı (näml.
dorı, ylyverau) 7) auf dem zwei-
ten Gliede; daher lassen diese
Fragen immer Bejahung erwar-
ten. vgl. Prot, 358 e. — 6 6n-
rooınög (erg. &vnie, das unten
461 b beigefügt ist), der sich auf
die'Redekunst versteht, daher oft
so ziemlich gleichbedeutend mit
6 6nTme selbst. — reızav zegl
olnodounjasws: die Bedeutung
von olxoöounoıg ist in solchen
Verbindungen eben so verallge-
meinert, wie wenn man im Lat.
schreibt aedificare navem. Kr.46,
6, 7. —
venplmv: vengLov (von Platon
nur im Plur. gebraucht) Hallen
an der Seite der Häfen, sowohl
um Schiffe darin zu bauen oder
auszubessern, als sie für die Win-
terszeit dorthin insg Trockne zu
bringen. —
©. ob orgurnyınol: die sich
auf die Heeresführung verstehen 5
456 E TOPTIAZ. 29
Bouasvᷣsouotu, ol yrooixotè dt 00° m ng Akysıs, ©
Topyla, a towdra; Ensıön yaop autos Te pRs Iirap
evar nal GAAovg morsiv GyTogsnovUg, EU Eye cd rijç
eis reyvns napa God nuvBavsodaı. nal dab vüVv vo-
KLCoV xal To 00V axsvdsv‘ jlamg yap xul Tuyyansı
zig av Evdov Ovımv nadnıns sov Boviouevog ys-
vecdaL, @g Ey Tıvas 04sdov xul Gvyvoug alshavouaı,
od ioog aieyvvome’ kv 63 avspdoder‘ vn duoo ouvD
vs OOoTGBRBSVOG vouıcov xul Ur dxslvam dvsowräcdhaı‘
ti Nuiv, © Togyia, Eoraı, Euv 001 Ovvouev; mspl Ti-
vov ın noAsı avußovisvew olole &sousde; mOTEg0V
zeol Öınalov novov xal ddlxov 7 xal mepl Wv vor
67 Zwxopdıng EAsys; naEo oUv avroig droxgliveoha.
TOP. ’AiR &yo o0ı neıpdaounı, @ Zuxgarss, GR-
Pos anoxaAdıyeaı iv Tijs Onrogxns Övvanıv —
avrog yao xuAls vonyrioo. oloda yag Önnov OT Ta
veogıa ade xal va velyn va Adnvalov nal N TovVE
Auevov xaraoxsun &x vis Deuoronksovg GvußovAng
vgl. das oben bei $nzogınog Be-
merkte. — ovußovisvoovoıy: du
wirst finden, dass dann die... .
Rath geben; daher’das Fut. Eben
so vorher ovußovisvss. — a-
zog . . ENTOgEHOdS: 449 a, b.
— T& ums, ons réxvns: 8. zu
450 c. — TO 609 0n8VÖ8LV: rem
tuum agere. Ueber den Inhalts-
acc. bei dem intrans. orevdEıv 8.
Kr. 46, 6,3. vgl. Prot. 361 b. Krit.
45 c. — av Evdov Ovra»: 8,
zu 447 c. ‘der Anwesenden, der
versammelten Gesellschaft. vg).
Prot. 317. — oyedor: gehört zu
alodavoueı. xl corrigiert "und
zwar. vgl. Apol. 23 a. zoAlal
nv dneydeiel wor yeyovası nal
olaı yalenoraraı aa Bœouvro-
car. Kr. 69, 32, 2. Vgl. im Lat.
et und aique (Nägelsbach laı.
Stilist. 2. Ausg. 8.539 ff.). — oi
toog: Beachtenswerth für den un-
gezwungenen Conversationston ist
die baldige Wiederholung des E-
cas. —
D. aloxvvroivr &v: s. zu 452
b. — ovvausv: ovvelveı ist ter-
min. techn, vom Verkehr zwi-
schen Schüler und Lehrer. Prot.
313 b. Apol. 19 e; 25b, eu. ö.
Vgl. svyylyveodoı, surdLgret-
Bew. — olol ze, &oouede: s.zu
452. — megl ov: 8. zu 448 d.
— akk &ya: 5. zu 4490. — Ö-
pnyijoo: du hast den Weg rich-
tig gezeigt. Kr. 54 e; vgl. die
Ausdrücke odös, uchoobog von
den Verfahren in wissenschaftli-
chen Untersuchungen. — olo#u
yao Önnov: über yde s. zu 454
d; über ‚Innov s. zu 447 d. —
E. veopie . . . IleoıniE-
ovs: Themistokles legte den Ha-
30 TIAATSNOZ 455E
yeyovs, Ta Ö’ &x vis IIegıwAsovs, dAA on &u av Ön-
uLovEYÄV.
ZR. Aldysraı redrae, @ Iopyia, meol Osuioronit-
ovg‘ ITsginidovs Öt zul aurog NRovov Orte Evveßov-
Asvsv nulv negl TOD dıa mEdov Teiyong.
TOP. Kal örtav yE vıg aigscıg Nav on au Msyes,
o Zuixpares, 60&s orı ol 6yrooss elcıv ol ovußov-
Aevovrss xl ol vIn@vres Tag yvauas TEpl TOVTOV.
ZR. Teöre aa) Havuakov, o I'ogyla, meicı Eowro,
ng wort n Övvauis darı rig bnropınng. daruovia ya
tig Euoıys narapaivsraı TO WEyEDog 0VTLW GxoNoÜVLL.
TOP. Ei navra ye eldeins, @ Zwrparss, Or asll
456
fen Peiraieus an. r& re/yn geht hörte ich auch noch selbst, als
auf die Wicderherstellung der er... vgl. audivi quum und den
Stadtmauern von Athen, welche
im Perserkriege waren zerstört
worden. z& 6’ (reiyn) bezieht
sich auf die sogenannten langen
Mauern, Ihr Bau wurde 459 v.
Chr. begonnen und unter der Lei-
tung des Perikles ausgeführt. Sie
verbanden die Häfen Peiraieus
und Phaleron sammt der Halb-
insel Munychia mit der Stadt. —
oön Eu Toy Önwioveyar: d. i.
00% Ex is avußoving zuv On-
kLovoy@v, mit derselben Abkür-
zung des Ausdruckes wie sie in
Comparativsätzen gewöhnlich vor-
kömmt. Xen. Cyr. 3, 3, 41. . X0-
00» Eyere odölv mrrov Nucv
fvrıuov, d.i. TS Xwoas Num®.
Kr. 47, 27, 5. s. zu Prot. 358 d. —
Alyeran: Sokr. wurde 469 v.
Chr. geboren. Themistokles-starb,
wenige Jahre nach seiner Verban-
nung, bald nach 465 v. Chr. in
Persien. Also konnte Sokr. seine
Vorschläge nicht noch selbst ge-
hört haben. Perikles trat 468 v
Chr. das erste Mal öffentlich auf.
— 7%0v0» Öre: ‘den Perikles
Gebrauch von orte nach Verben
des Erinnerns. Jedoch ist der
Sinn in beiden Constructionen
nicht vollkommen gleich. —
Tod dıa uEoov Teiyovg: die
dritte (südliche) Mauer wurde zwi-
schen den beiden vorerwähnten (ta
uaxod oxeLn) nach der Ostseite
des Peiraieus aufgeführt 444 v. Chr.
— 700 dic uEoov: 8.2u 452 c. —
456. @v: s. zu 448 d. — of
ovußovAsvonres: s.zu453 a. —
VIRDVTES TAS yvauas: ‘ die ihre
Meinung durchsetzen. Vgl. für
die Construction Tnv naynv vi-
xcv (Lach. 191c). C. 400 c. Kr.
46, 6. — zeol tovro»: ist Neu-
traum, dem Sinne nach auf ovu-
BovAsvovreg bezogen; 'rücksicht-
lich dessen, nämlich was sie an-
rathen.” — zaicı dowmra: “ich
frage schon längst. Kr. 53, 1, 2.
— Ödaıuovia y. viıg: Kr. 51, 16,
2. 8. zu Prot. 3l3c. —
el novıa ye elösing.... Eyeı:
‘wenn du volleuds erst alles wüss-
test, dass sie etc. Der Nachsatz:
‘dann würdest du noch günstiger
456. D TOPTIAZ. 41
Enos sinsiv andoas rag Övvdusıs OvAlaßoüce vp av-
ij &ysı. ueya ÖL 001 Texungıov don‘ moAldxıs yapnonB
Eyays wera Tod AdsApoüv xal uera av KAlov laro@v
sioeAdav Tap« -Tıva Tav xauvovrav ouyl &dEkovre 7
pdpuaxov zıelv N Teusiv 7 navcanı wapasyelv ro ia-
TEo, oð Övvausvov tod larogod zeisa:, &ym Exeioe,
ovx KAAn zegvn n rij Ömrogixjj. pnul Öl real sig moi
Gæot BovAsı E&AHOVrE HnTogıx0v Avöon xal laroov, el
deoı Aoya duaymvitssder Ev Exxinale n Ev aAdo rıvl
gvAAoya, 6MoTsgov det algsdijvaı laroov, 0VÖRUoD0 dv C
yavivaı tov laroov, aAk algedHnvar dv Tov einelv Öv-
varov, el BovAoıro. xal el Moog KAAov ve ÖnuLovgYOV
OVrLvaoOV aymvißorro, nelosıev Av auzov EA8odaı 6
Önrogınös uahhov n &AAog Öarıaodv' 0V yo Eorı regt
0T0oVv 00% Av midavarsgov elnoı OÖ Gmrogımög 7 &Akog
construiert. Kr. 66, 3, 1. — E#-
meıca: Beachte die Wiederholung
desselben Verb. zum nachdrück-
lichen Gegensatz. — $nTogıX0»:
von ihr denken, ergibt sich bei
dem griechischen Ausdrucke so
gut wie bei dem deutschen aus
dem Zusammenhange. — og
nos eireiv: 5. zu 450b. — rag
dvvausıg: d. h. die Kraft und
Wirksamkeit der gesammten übri-
gen Künste fasst die Rhetorik in
sich ; sie ist die Kunst aller Kün-
ste. — Öp’ adr Eye: O0 mit
Dat. zur Bezeichnung des Ab-
hängigkeitsverhältnisses. C. 468
A. Kr. 68, 44. — £yeı: erg. den
Nachsatz xe} uaAAOV co daı-
novia Karaparvorro dv. —
B. morkanıs yao: 8. zu 454 d.
— Tod dadeAyov: der oben er-
wähnte Herodikos (448 b). — re-
ueiv 7) navocı: Inf. des Zweckes
zu RagaoyEiv; secandum uren-
dumve se tradere medico. C. 561.
Kr. 55, 3, 21. F. Schultz lat.
Spr. 8. 414. Ueber das reciproke
ragEzeıv 8. zu Prot, 348 a. —
Orxo:: das relat. locale Adverb.
ist zu dem Subst. sig zolır
&vöoa. 8. zu 455 b. —
C. ovduwon © &v pavjvar:‘nir-
gends in Betracht kommen; für
nichts angesehen werden; nullo
loco numerari, pro nihllo putari.
vgl. Phäd. 72c. Ebenso ovdauon
sivaı Phäd. 70a. — eißovioıro:
Dieser Beisatz jst wohlberechnet.
Es hängt vom blossen Belieben
des Redners ab die Menge nach
Wilikür zu lenken! — uükkov: zu
elosıEv zu construieren, ist we-
gen seiner Zusammengehörigkeit
mit), wie gewöhnlich, unmittel-
bar vor diese Part. gestellt. —
od yag Eorı meol ÖTov om.
nihil enim est, de quo non majort
cum persuasione etc. Die Nega-
tion wird durch die nachfolgende
einfache Negation derselben Art
aufgehoben. C. 619 A. Kr. 67,11,
2. vgl. im Lat. nihil non, nemo non
32 HAATSNOZ 456 C
6orL0o0v av Önwioveyav &v nAnde. 7 iv 00V ÖV-
vanıs rooavın Earl xal soraven vg regvns’ del uev-
Tol, 8 Zwxgparag, ti; HmTogian yojoda Gone ıı &A-
Din xaon aymvia. al yap ıı aim dymvia ob Tovrov
Even del mpög Arnavrag yonodaı avdgmxovs, Or Euade
HURTEVELV TE Ka) nayroarızksrv aa Ev Onkoıg udysodar,
Gore xpElrrov sivar xul plAmv zul EYdERV" 0V TovV-
sov Evsxa Todg YlAovg Ösl runtsıv oVÖR aevreiv Te
xal anoxııvvvvar. 0VOE ye ua Ala 2av rıs eis nalal-
ETEaV poırnoas, &U Eywv TO Guur zul MUNTIROG Ps-
vousvog, Ersıra Tov warden TUNIN nal nv unteon 7
:E&AAov tıva Tov olxeiov 7 av plAmv, 00 Tovrov Evan
dei Tovg nandorelßas zul tovg Ev rols Onloıs Öıdao-
xovros uaysodeı uiselv re zul Enßailsıv dx Tov n0-
Asov. Exsivor wEv yap nag£docav Er) To dınalas 1ENj-
etc. — 00% av rn. elnoı: 8. zu
452b. — &vninde: s.zu 451b.
D. &yoavig: mit Bezug auf das
obige el ne0g Alkov ye Önw-
ovEYöVöVTLVyR00V AymvifoLro.—
xœl yao: 8. zu 4482. — ot E-
uade nunteveıv:'weil man den
Faustkampf gelernt hat.’ Die
dritte Pers. des Verb. steht ohne
Bezeichnung des unbestimmten
Subjectes r)g, wenn man das-
selbe aus der Umgebung, beson-
ders aus einem Inf. (yonoPar,
d.h. tv gonoPcaı) leicht entneh-
men kann. Kr.61,4,5. vgl. Apol.
29a. Krit. 49 c. — zaynoarıa-
geiv: das mayxoedrıov war eine
gymnastische Uebung, welche das
Ringen, xcAn, und den Faust-
kampf, zuyun, umfasste. Dass
es somit die gesammten Körper-
kräfte in Anspruch nahm, bezeich-
net der Name. —
Ev önloıg uazeodar: Beiden
Fechtübungen bediente man sich
gewöhnlich hölzerner Schwerter
und Wurfspiesse. Wurden statt
derselben wirkliche Waffen ange-
wandt, so hiess dieses &v» OzAoıg
uazeohaL. — 09 Tovrov Evexa
T. 9. dei T.: das vorausgehende
rpög Knavrag yonodai findet
hier seine specielle Ausführung.
vgl. zu 452e. — xsvreiv te nal
Krrontıvvvvor: ein Gesammtbe-
griff, durch ovdE negiert. — g@oı-
tnoag: gYoız&v ist term. techn.
vom regelmässigen Besuch einer
Schule. vgl. Prot. 326c. — Ensı-
ra: resumiert das Partic. C. 587,
4. Kr. 56, 10, 3. — 00 nimmt
die schon am Anfang des Satzes
in oddE ye enthaltene Nega-
tion nach längerer Unterbrechung
nachdrücklich wieder auf. —
E. nao8do0av: erg. nV nvX-
zinnv nal nV önlonaylav. ra-
oadidmuı oft gleichbedeutend mit
dıddoxw. vgl. Prot. 819 e. —
in) zo... .: zar Bezeichnung
des Zweckes. C. 463, A, c. Kr.
68, 41, 7. — yo. rovross: ist
457B TOPTIAZ. 33
Bar Tovroıs ne0S Todg rolsulovg xul Tovg Adıkpüv-
TaS, Auvvousvovg, un vrdpyovras' ol ÖL ueraorge-457
davrss yoavras n loyvi ae 7 Teyvn 00% HEdS--
ovxovvV ol d1ddtavrss novngot, 0VÖL n Teyvn ovreE ai-
tie OVTE NOVNER Tovrov Evexd Eorıv, aAR ol un 100-
wevor, oluaı, 0Edg. © aurog Öm Aoyog al megl ig
6mtoginns. Övvarog ulv yag noös Anavrag Eorıv 6
6nTwp al negl navrög Akyaıv, BoTE MIdRVOTEg0g &-
vor Ev vols nAndeoıv &ußgayv negl Orov av BovAntaı‘
arh oVÖEV vı u@ikov Tovrov dvexa del oVrE Toug ia-B
rooüog nv bokav apaıgeicdhns — Orı ÖVLaıTo dv Todro
zo joa — oürs rooᷣgç aAAovg Önuiovgroxg, arıı Öt-
xolas “al 1 mooui yenodeaı, Goxso xl rũ ayo-
via. dav de, olueı, Gmrogunög yevönsvög us xETa TaV-
n ı Övvausı xal ın TEeyxvm adıxy, 0V Tov dıödkevra
Öst pioeiv Te zul Eußailsıv Er av moAsmv. £xelvog
Neutrum. — um Uragyovrag :
“nicht angreifend (zur Offensive).
Diese Bedeutung entwickelt sich
aus ‚ger Grundbedeutung anfan-
gen’ Obne Adversativpart. tritt
der Gegensatz un vraozovreg um
so schroffer hervor. Kr. 59, 1,
10. —
457 A. ovxovB: C 637, 2. Kr.
69, 51, 2. — OVrE.. ode: wie-
derholt bei den einzelnen Glie-
dern die in 0068 für das Ganze
enthaltene Negation. 8, zu 450 e.
— un zomwevor: un) beim hy-
poth. Part. C. 618. Kr. 67, 8.
— 10yos:' Verhältniss;’ratio. Die
jedesmalige Bedeutung des äus-
serst vieldeutigen Aoyog ist nur
aus dem Zusammenhange zu er-
sehen. — 005 amavrag: näml.
Akysıv. — Ev roig Anden: 8.
zu 452e. — Zußooyv: (d.h
Poxzei, as &v Bouyei eizeiv),
“um es kurz zu sagen, überhaupt;
jede weitere Ausführung oder Auf-
plät. Gorgias.
zählung wird durch das allge-
meine zeol Hrov av Povintar
abgeschnitten. —
B. ovdev rı u@lAov: s. zu 453
b. 00089 rı "ganz und gar nicht.’
vgl. Xen. Anab. 7, 3, 35. avE-
orn 6 Zeväns —2 uesv-
ovri Eoınaig. 7, 6, 26. — Öv-
varıo av: ergz. 6 6jrag. —
zovre: näml. apaıgsichu, roðᷣgꝙ
lorooös nv dor. — Gonso
xal ...: anal steht sowohl im
demonstr. Satze als auch im un-
mittelbaren Anschlusse an das
Relat. (0omee, Oneg u. a.), und
zwarnach unserer Auffassungs-
weise beim letzteren pleonastisch.
C. 624, 3. Kr. 69, 32,. 13. —
Kara: über sita, Imsıra (ähn-
lich 0010 457 D) nach Part.
C. 587, 4. Kr. 56, 10, 3. Oefters
findet sich in demselben Sinne
auch xare, nüneıra. Weahr-
scheinlich ist die Satzverbindung,
welche bei Coordination der Glie-
3
34 TTAATSNOZ 457 C
Cuiv yao Ent dinala xosia nageömnev, 6 Ö' Evavılasg
Yoüraı. TV 00V 00% 0EFGS 1EWuEvov udeiv Ölnaıov
xal Eußaikeıv nal amoxtıvvuvar, dAA 00 Tov Öuöcd-
Eavro.
ER. Olucı, ® Togyla, xol 68 Eumsigov: eivaı —X
Aov Aoywv xal xadsmgaxevar Ev avrois TO ToL0vds,
oTı 09% 6adimg Övvarıaı ep! @v dv Exıysionowncı dıa-
Adysodaı ÖLogıodusvor ngOg AAANAovg xal uadovVrES
xal dıdafavrss Eavrovg oVrw ÖLaAvscdaL Tag GVVov-
D 6lag, dAR av negl Tov aupıoßnnancı xal un pi 6
Eregog TOV Eregov 0Edag Adyaıv 7 un oapasg, yaks-
nulvovoi ve nal nare P9ovov olovraı Tov Envrav AE-
ysıv, gpiAovsınodvrag aAd 0% Enroüvrag TO TEOHElUE-
vov Ev ro Aoya' al Eviol ye relsvravrsg aloyıora
anaAkcrrovran, Aoıdogndevreg Te Hal elnovres nal d-
x0VoavrES TEEl OPV aurv Toıwüre, ola xal Tovg
der einzutreten hätte, (da&v $nro-
gınög yEvnraı xdra adıny)
in ungenauer Weise beibehalten
bei Subordination des ersten Glie-
des: Ev Omroginog yevous-
vog vr. vgl. Xen, Mem. 1,1,
5. & —R ds Und Beod
aıvöueve nETE pEvVÖousvog
pœcvuſto. —
©. ini dınala yosla: 8. zu 456
e. — napEdwrev: 8. 456 e. —
Ölnasov: ohne &oziv, 5.zu dvayan
450 2. — ai 00: näml. Öi-
„0109 Eorıv Enßalleın. —
nad... To toLövös, örı: “ich
glaube, dass du eine Beobach-
tung dieser Art gemacht hast,
dass nämlich. Ueber orı zu
a5l c. Kr. 65, 1, 3. — zegl av
ov Emır.: d. h. zeol TOoVTwWy,
asol av av Emıyesgnoncı dıa-
Atysodal, drogLoaevor. — Öio-
eigeodaı moos aAlnAovs: Be-
stimmmungen treffen mit Berück-
sichtigung der Ansicht des an-
dern, also untereinander, mitein.
ander etwas gemeinschaftlich fest
stellen. — dıalvsodaı rag ovV.
ovolag (vgl. diarvscodaı ol8-
uov): ihre Unterredung zu einem
friedlichen, gegenseitig verständi-
genden, Abschlusse bringen. —
D. augıoßnrnjowcı: Aor. ‘in
Streit kommen. — 47 2: 8. zu
0® pnur 450 de — 6 Erepog
Tov ‚Eregov: alter alierum. —
nun —ãRX aus dem vorher-
gehenden un 97 ist bloss pn
in Gedanken zu wiederholen, wie
öfters in einem zweiten, beson-
ders adversativen Gliede derjenige
Begriff affirmativ gedacht werden
muss, der im ersten negiert vor-
kömmt. vgl. Kr. 61, 4, 2. —
KOTE, pBovor: ‘der Missgunst
gemäss, also: "ausMissgunst. C.
499 B, c. Kr. 68, 25,2. — gılo-
vEinodvrag: ‘streitend,’ mit dem
Nebenbegriff der Hartnäckigkeit
oder des Widerspruchsgeistes (ps-
458 A TOPTIAZ 35
ztagovras &ydE0daL Uno 0PÜV Kurav, OT TOL0VT@V
avdonnav nklmoav aupoarel yeveodaı. tod dn EvexaE
Alyo tadıa; Or vöv duol doxeig OU 0% MAvv Axo-
Aovde Akysıv ovö} Ovupwva olg TO ngmrov EAeysg eg)
ns Gnroginis. poßoönu ovv ÖLeikyysıv GE, un us
VnoAdang 0Vv E05 To ngdyur pıAovaınoVvra Aeyeıv
Tod arapavig yeveodan, —X xoös oe. &yo ovv, el
ubv zul OU &i Tv avdgomav duxeo xol &ya, nödmg 458
&v 08 ÖLsgwranv‘ ei Öb un, danv av. ya Ö8 rivav
eiul; av nöcng ubv dv EAsyydevrov, elrı un aAndig
Atyo, nddns 6’ av dAeybavıov, ei riss vı um aAndes
Ayoı, 00% andeoregov ner ev Eleyyösvrav n dAey-
Eavrov‘ usifov yap euro ayadov Nyodunı, 00WMEQ
ustkov ayadov Lorıv avrov dnallayivaı %aH0d Toü
usylorov n KAAov analldkaı. ovöLV yag oluaı To6oü-
zov #anov elvaı Avdg@no, 000v doka Yevöng wegl
— telsVTOV-
Asiv TO veinos). nen £ygEoev, um Avoızeleiv
zes: "endlich. C. 580. Kr. 56, 8 adroic.
5. — rorcũto, ol@... &yde- 458 A. zul 0%... ovneg nal
o#cı: “solcherlei Dinge, so dass &yo: vgl. zu 457b. — el rov
u.8. w. (dieselbe Constructionund dv®g.: 8. zu 448 c. — dv 08
Bedeutung, wie @ore mit Inf... dısgwranv: über den Opt. im
©. 601. Kr. 55, 3, 5. „— ayde-
oFaı vrEo 0909 auıav: um
ihrer selbst willen’ Kr. ‚68, 28,
3. Apol.23e. Meintog ubrv dnto
av zonav ayPouevos. _
E. zoo ön &. A. taÜre: 8.zu
453. — ols: s. zu 448. d. —
zo0g TO zodyuag.: C. 467 C,c.
Kr. 68, 39, 1. — 09 navv ax.:
Nachsatze und dem Indic. im Vor-
dersatze der hypoth. Periode s.
C. 549. — el Öt un: si minus.
Kr. 65, 5, 12. F. Schultz lat.
Spr. $. 226. — T@V.. a &
hey Hevrov: d. h. rovrov, ot
ndeog av &leyydeiev. C.595, 1.
Kr. 54, 12, 6. — O0c@zeg hei-
£ov: das entsprechende rooovr®
"nicht eben (nichtrecht) folgerich-
tig. Der Tadel wird dadurch min-
der scharf ausgesprochen, als er
gemeint ist. — Tod xar. yenk-
coH«ı: der Gen. des substantivier-
ten Inf. zur Bezeichnung der Ab-
sicht. C. 574. 3.A. u. 2. Th. Kr.
47, 22, 2. Xen. Oyr. 1, 3.9. of
O9 Baoıldav olvoydor ..... na-
TePEOP0dUC Tod Ön, El Yag-
ist bei weißov yag auro dyadör
nyoducs nicht ausdrücklich be-
zeichnet; ähnlich im Lat. quo,
guanto ohne ein correlat. eo, tanto,
z. B. Liv. 2, 35: benignius in dies
colebant, quo maior ira in suos
eminebat. — ET. RRROV TOD u.:
Das Adject. mit dem Art. steht
auch bei einem Subst. ohne Art.
als Appos. C. 385. a. vgl. Kr.
x
36 ITIAATQANOE
458 B
BoV ruyyavsı vöv nuiv 6 Aöyog av. ei ulv oVv Hal OV
gps Toodrog eivaı, Öinlsyousde. sl 62 al doxei Xon-
vaı &av, &unsv Non zalgsıv xal ÖinAvmusv Tov Aoyov.
TOP. ’Aiia pnul utv Eyaye, © Zoxoares, ul
avrog ToLoürog sivaı 0lov EV vonyei' idwg uEvroı 1oNv
Evvosiv Aal TO TOV napoVrmv. maAcı Yap ToL, nolv nel
vuds EiMeiv, Eyo Tols nagoücı noAla Ersösıkaunv, aal
‚,cvov long XOEEW Arorsvoüusv, nv Öirheyopede. 0x0-
rElv 00V 10N “al TO TOVT@v, UN Tıvas avıdv xard-
yousv Boviousvovg tı nal KAAo noKTrev.
XAI. Toö utv Hogvßov, ® Togyla re xal Zu-13
KHRTES, AUTOL EXOVETE TOVTWV TÜV avögav, Bovious-
2 , ’
vov Anovev, Eav vi Adynre'
50, 8,1. — BoEn pevöng: tritt aus
der Abhängigkeit von olueı her-
aus, 80 dass zu ergänzen ist 0009
d0&a pevöng nano» Eorıv, nicht
nanöv olucı sivar. — zeg) oV:
d.i. zegl rovzor, zegl wv. vgl.
zu 448 d.
B. ei ö: xol...: al bezeich-
net im hypoth. Satze manchmal
eine Bedingung, die, neben an-
dern, ebenfalls eintreten könnte.
Kr. 65, 5,15. Gorgias kann zum
ÖLnlysodaı geneigt sein; eg ist
auch möglich, dass er nicht ge-
neigt ist, — ‚Jöpsv non yalgeıw:
ergz. zov Aoyov. quigeıv Eu va-
lere Jubeo = missum facio, wie
unser „Lebewohl sagen für “auf-
geben. Denn yaige war der üb-
liche Gruss auch beim Abschiede.
s. zu Prot. 348 a. — alla: 8.
zu 449 a. — Vonyei: “yorzeich-
nest, anleitest, erklärst ; die Be-
schreibung des Sokr. war vorzüg-
lich eine Anleitung, wie man sich
im Gespräche benehmen ‚soll. An-
ders oben 455 d. — WEVTOL : im
zweiten Gliede gegenüber einem
wEv im ersten mit grösserem Nach-
drucke als ein blosses de. Kr. 69,
&uol Ö’ ovv xal avıo um
35, 3. — zonv: C. 490. Kr. 53,
rò 109 nagövrov: ‘die Wün-
sche, das Interesse der Anwesen-
den. s. zu 455 c. Gorgias sucht
sich unter einem guten Vorwande
dem ‚Gespräche zu entziehen. —
xal dudg: “auch ihr, zu den be-
reits Anwesenden. — £nedeußa-
unv: s. zu 447 a0. — xal vor:
mit Bezug auf noAlc. vgl. zu
449 a. Wie die &r/dsıkıs umfang-
reich war, so wird auch der dici-
Aoyog lange dauern. — TOREWw
ANOTEVOUuEV: näml. rò dıakgys-
odaı, das wir aus dem Satze nv _
duarzyausda entlehnen. -
O. un... . narsyousv: “ob wir
sie nicht vielleicht zurückhalten.
un mit dem Indic. nach ogaP,
poßeicta: u. ä. führt nur indi-
recte Fragen ein, —
#oovßov: bedeutet hier Bei-
fallszeichen, 8. zu Prot. 339 c;
dasselbe #ogvßog findet sich auch
zur Kundgebung des Missfallens,
s. zu Prot. 319 c. — duol...
al Kür: mihi et ipsi. 8. zu 452
b; Chairephon stellt damit seinen
Wunsch zusammen mit dem durch
258 E TOPTIA2. 37
yEvoıTo Tooavrn doyoila, More rosovrwmv Adyav xal
oSro Asyousvav apsulvo ngoVgYLaltso0v Tı yeveodau
a@Alo ToKtrev.
KAA. Nn roüg Bsovs, 0 Xaspsyov, al ulv ÖnD
xal autos moAAoig 'N6n Aoyoıs NEGEYEVOWEVOg 00% old"
sl NWNOTE NEFIMV OUTWg WOrEE vUVi'
[x 2 3 a
@oT Euoıpe, “av
znv nusgav OAnv Edeinte Öralsysodaı, yapıElahe.
ZR. Alla unv, ® Kaiklnksıs, To Y Euov ovölv
xwAveı, eineo EHeAsı Topylas.
TOP. Aloxobv dn ro Acınov, & Zwxgerss, ylyvs-
za &ud ye un &HEAeıv, avrov Enayysıldusvov Egwrkv
ou us PovAcran. ar el Öoxei Tovzoudl, Öialsyov TsE
xal &owra 0 Tı BovAeı.
Zn. "Anove ön, a Topyia, | & davudte &v volg As-
yowEvorg UNO 000° Iamg Yyag Toı G0V 099g Adyovrog
&yo 00% og9ug vroAaußavo.
Hoovßog TovVTmv av avdoav
bezeichneten Wunsche der übrigen
Zuhörer. — un. yevoızo: C. 514.
Ueber un C.614. — dysusvo:
zu construieren zu &uol. Ueber
den Gen. bei &pinu: 8.C.419e.
Kr. 47, 13, 1. — roovVgyielte-
00v: C. 195. —
D. vn rovg Beovg: 8. zu 449
d. — xal ulv Ön: usv hat in
dieser Verbindung noch die volle
Bedeutung von un?. a. zu 452.
Kr. 69, 35, 1. — rel avzög: 8.
zu 452b. — oön old’ el manors:
d. i. “vielleicht niemals’ Denn
os olö«x sd kommt einer Ver-
neinung gleich (z. B. Symp. 216
e. 00x olda el rıg Ewoans Ta
Errös dyaluara), und entspricht
daher dem Lat. haud scio an non.
— öAmv: über die Nachstellung
des attribut, O4og ohne Arı. 8.
C.390. Kr. 50, 11, 7. —
dla unv: 8. zu 4490. — 70
y duov: quanium quidem per me
6nTogınov pr ToLsiv
sta. rò &udw bildet, wie das sy-
nonyme zö &x &uol (Kr.68, 41,
9) eine Appos. zum ganzen Satze.
Kr. 57, 10, 12. — ro Aoınow:
C. 405, A. 2. Kr. 46, 3, 2. —
un d#elsıv: über em beim Inf.
s. C. 617. Kr. 67, 7. — £Enxay-
yeılauevov: — "Part. 8. zu
450b, ‘da ich ja doch selbst auf-
gefordert habe zu fragen. —
E. tovroıal: deiktisch, “den
Anwesenden hier, deren Wünsche
zunächst durch die Vermittler
Chairephon und Kallikles kund
geworden sind. — &novs ON: 8.
zu 449 a, — loogyae tor: S.
gibt höflich dem G. noch nicht
einen Widerspruch in seiner Aus-
sage schuld, sondern spricht nur
seine Verwunderung über sie aus;
denn vermuthlich habe er nur
falsch verstanden. — TA0& 000
pavdarsıy: 8.zu 455 c. — negl
zaveov: gehört zu zıdavor
elvar. —
459
B
35
ITAATQNOZ
458 E
olog T sivan, dav rıs Povinaı apa G0Ö. uavdd-
veiv;
I'OP. Nat.
ZR. Obxoũvu zegl navıav @0T Ev oyAo ıdavov
sivaı oð ÖLödaxovra alla neidovrn;
TOP. Ildvv ulv ovV.
ZR.”EAsyEs tor vöv 6N Orı Kal El Tod Uyıaı-
voũ roũ LatgoV aıdavaregog doraı 6 6nTmg.
TOP. Kal yag EAsyov, Ev yes öxip.
Z2. Odnovv rò &voyAm Toüro Earıy, &v zöig nm un
eidocıv; 0V yap Önnov Ev ye rols sldocı Tod larpod
zıdavoarspog Eoroı.
TOP. ’Aind®n Atysıs.
ZN. Ovxodv einee Tod largod nıdevoregog dorai,
Tod sidorog nidaVWTEegog ylyvstat;
IOP. Tuvu ye.
ZR2. Oox largos yes av" 7 yap;
IOP. Net.
ZR. O0 O un larods ye Önnov avsmıoızumv av
6 laroos Enorjumv.
TOP. Ankov orı.
ZR. O 00x slöms dpa tod sidorog Ev 00% Eidocı
459 A. nal yag: 5. zu 448.2.
Ueber yde in elliptischen Antwor-
ten s. zu 451 a. — Ev ye öyip:
d.i. doch machte ich bei meiner
Behauptung den beschränkenden
Beisatz, dass der Rhetor nur vor
dem grossen Haufen den Arzt an
Teberredungskraft besiegt. Ueber
&v s. zu 451 b. — rò dv öyle:
Ueber diese Substantivierung s. C.
879. Kr. 50, 6, 10. — roöro dorıy
..: Ueber todo vor der er-
klärenden Ausführung vgl. zu 454
b. — $nxov: s. zu 447 d. —
Tod elddros: nicht allgemein zu
yao:
verstehen, sondern nur in Rück-
sicht auf die Heilkunde — or:
concess. Part. s. zu 450 b. — N
s. zu 449 d. —
B. 0.02 un lareog: "der Nicht-
arzt. Die allgemeine Negation
eines Begriffes geschieht, als in
einen hypoth. Vordersatz auf-
lösbar (d.h. ‘ wenn jemand nicht
Arzt ist, so...), in der Regel
durch pn. Kr. "67, 9. u. A.1.C.
618. A. 1. Doch findet sich auch
00 80 gebraucht (z. B. gleich im
Folgenden 6 oöx eldos), ohne
dass sich ein Unterschied sicher
450 D TOPTIAZ. 39
mdevaregog Zora, Orav 6 bijroo Tod larpod ude-
vorsgog 7. roõro avußalvaı 7 @Alo Ti;
TOP. Toöro &vradda ys avußalvaı.
ER. Ovbxodv xal neol Tas Allas andoas reyvas
docvrog Eysı 6 6nrme xal n Hmropıny‘ avıa ubv Ta
zpayuare oVöLV Öst adınv eldevaı Omas Eye, unga-C
vyv ÖE Tıva neıdoüg evonakvaı, Wors palvesduı Toig
ovæx eiddcı uäilov eidlvaı av eidorwv.
14 TOP. Ovxoöv noAAN baoruvn, @ Zuixgures, vi-
yverai, un uadovra rag aAlas reyvas, aid ulav vav-
nv, undtv EAurrovcdaı TOv Önuıovoyav ;
ZR. Ei ulv dAarroöreı n un Elarroüraı 6 GNTaE
av aAAmv dia TO ovrag Eysıv, avılana dnıonsdousde,
davrı nuiv amgög Aoyovn]" vüv dl Tode mg0TE00v 0x5-
bvausdr, apa ruyyaveı zegl TO Ölnaıov nal to &dızov D
x) co aloypoVv xal ro naAov anal ayadov xal nax0v
odrwg Eymv 6 Gmropıxog @g Kepl TO Uyısıvov xal weg)
nachweisen liesse. — $jAov Or:
s. zu 448c. — ovußeiveı: als
logischer Kunstausdruck ‘es folgt
daraus.’ — dvraüdre ya: “infdie-
sem Falle wenigstens, d. i.in Be-
treff der Heilkunde —
Ta ngeyuara .. . eldevar:
.d.h. die eigentliche Fachkennt-
niss braucht er nicht zu besitzen.
Ausführlich wird Phaedr. 272
d. fi, dieser Grundsatz der so-
pbistischen Rhetorik entwickelt,
dass der Redner keineswegs rich-
tige Kenntniss der zu besprechen-
den Gegenstände selbst haben
muss, wenn er es nur versteht den
Zuhörern irgend eine scheinbare,
gleich viel ob wahre oder falsche,
Meinnng einzuredeu. —
C. galveodaı: näml, Töv 6r-
togıxovV. Ueber den Inf. bei wore
s. 0.565. Kr.55, 2, 1. — eld8-
vo: Ueber palvoucı mit dem
Inf. s. C. 560, 2. 590. 594. Kr.
56, 4, 5. —
roAln Ögoravn: ist Präd.
zu undtv Aurrovdodeu — u
uadovre: “ohne gelernt zu ha-
ben. — ulav ravınv: d. i. nV
Onropunv. — unölv Aarrov-
odaı rov Önu.: "den Fachmän-
nern, den Sachverständigen nicht
nachzustehen; über under s. zu
453 b. — dia To 0. £.: s. zu
450 0. — adrine: im Gegensatze
zu vÜV TO0TE009. — av rı...:
Ueber den adverbartigen Acc. s.
Kr. 46, 4, 4. 0. 404. A. — düv
tı wodg Aöyov 7]: ‘sofern es ir-
gend zu unserer Untersuchung
beiträgt, zur Sache gehört; über
zoos C. 467, C, c. Kr. 68, 39,
5u.6; ähnlich im Lat. ad: nihil
ad hanc rem est; quid id ad cı-
vitatem? —
D. ao«: s. zu 450 c. — xal
40 MNAATSNOE 459 D
1a &lın ov al aAicı vegvaı, nur ubv 00% eidg, Ti
ayadov N zi nanov Eorıv m ze naAov 7 Ti aloyoov 9
Ölxaıov 7 adınov, nad ÖL zegl aurav neungavnue-
vos, @ore doxelv sldEvaı oUx eldag Ev ovx eidocı udl-
EAov tod slÖorog; N aAvayın sldEvon, el dei npoERI-
OTausvov Taüra apınsoda, napa 08 Tov uellovra ur-
9108091 nV 6mroginnv ; el Ö8 un, 60V 6 Tg 6mrogt-
uns dıdaoxaiog Tovrwv ulv ovölv dıdakas Tov apı-
KVOVUEVOv — 0V YagQ 00V äoyov — Toınasıs 6 Ev rolg
zoAkoigs doxelv EidEvaı KUTOV Ta ToiWÜTa 00% Eilore
xal boxsiv ayadov eivaı 00% Ovra; 7 TO nagdnev 00%
olog re dar dıdakaı aurov znv Gmrogıayv, &av un o0-
&uöH nel Tovsmv mv aAndeav; rg Ta Tode
460 Zysı, © I'opyia ; zul maos Auos, @areg Aprı einsg, dno-
xahvnpas vis Gntogixnng eind is n0o9 n Övvauig dorıv.
TOP. ’A12 yo ubv olucı, © Zaxpmrss, Eav ruyg
un slöog, xal Taüre nag Euod nadnoszaı.
ay. nal na%0v: dieses letzte Paar
entgegengesetzter Begriffe ist obne
Art. gesetzt, vgl. Kr. 58, 8, 1.
ec en n t
— 09 al allcı TEIVar: womit
sich die andern Künste befassen.
Gen. object. C.413. Kr. 47,7. —
at aAdcı T.: näml. ausser der
Heilkunde. — «dra ulv ovx el-
dwg: Erklärung zu odrag &ywv.
Dem Sinne nach ist «uza gleich-
bedeutend mit dem obigen «ür«
za nocyuarae. — ovn eldng &u
ovx elÖocıv: Man beachte die im
Griechischen sehr beliebte Zusam-
menstellung der verschiedenen Ca-
sus desselben Nom. vgl. zu 0
Ereoog TO» Ersgov unter 457 d.
— Avayını s. zu 450 2. —
E. uadnoscha:: die Futur-
bedeutung, die schon in ueAlm
liegt, ist im Inf. Fut. nochmals
ausgedrückt. C. 501. Kr. 583, 8.
— 0v 0 r. 6. diödonalos: ‘du,
der Lehrer der Redekunst. Die
Appos. beim Pron. pers. 0%
bat den Art., weil dıdaanaloe
als Subj. mit dem Art. stehen
müsste: 6 zig Onrogixüs dıda-
onaÄog Tovrmv ulv 0v08V di-
dafs . tr. A. Kr.50, 8, 2. —
&v tuig nollois: gleichbedeu-
tend mit den früher gebrauchten
Ausdrücken dv dnum, dv Öyio,
&v nindE. — TO nagpanav: 8.
zu 450d. — &av uN: 8.20457d.
460 A. zeös Jıos: zeos mit
dem Genit. des Angerufenen in
Schwur- und Beschwörungsfor-
meln. C. 467 B,a. Kr.68, 37, 2.
Ebenso im Lat. per. F. Schultz
lat. Spr. $. 206. 3. — Greg
Gorı eines: näml. 455 d. ai
&y0 001 reipdoone 8. T. A. —
ns Ömtogınng: abhängig von
övvauıs. Das betonte Wort dr-
togıans ist ebenso vorausgestellt,
460 C TOPTIAZ. Ä 4
ZR.’Eye 67° naAg yag Akysıs. davaceo 6nToor-
x0V 6V TIva NOIMoNg, Kvayın avıov sldEvaı Ta Olxau
zul Ta Adına Nor NE0TEEOV Ys N Voregov HadovT«
apa G0D.
IOP. TIavv ye.
7 J
ZR2. Ti ovV; 6 ra Texroviıxd ueuadnaag Texto-B
vınog, N 00;
TI'OP. Nat.
-
32. Ovaovv xal 6 TE Hovdıza MovdıRög;
IOP. MNauc.
ZR. Kal 6 r& laroıxa larpınos, val alle oUTm
xœrcè ToV- aurov Aoyov, 6 mEUAÄNKÜS Eraota ToLoürog'
Eorıv olov N Enıarnun Enaorov anepyakeraı;
TOP. TNavv ye.
ZR. Ovxoöv xarı Todrov rov Adyov nal 6 Ta dl-
za —
TOP. Ilavıos Önnov.
22.0 6% Ölxaıos Ilanıc nov modrrei.
IOP. Net.
ZR. Ovxodv avapın Tov 6mrogınov Ölxarov elvaı, C
rov Ö8 dinaıov Boviscdei
als wenn es hiesse &xoxaivıbag
zng 6nTogLauns 79V dovanıy. —
all’ dyo ulv oluaı: Ueber @il«
s. zu 449. Ueber dy@-u£v ohne
nachfolgendes dE s zu 454 d. yo
abv olucı, analog dem parenthe-
tischen Gebraurhe von olucı (s,
zu 457 a), steht ohne Einfluss
auf die Satzconstruction; 8. zu
Prot. 314d. — zug’ 2&u00: s.zu
4550. — £ys dn: Halt? (in in-
trans. Bedeutung des &ysıv Kr.
52, 2, 2), eine dem Platon sehr
geläußge Unterbrechungsformel,
wenn das Gespräch bei einem
Punkte festgehalten wird, der
noch weiterer Verdeutlichung be-
darf. s. zu Prot. 339 e. — Njro01
-
Öixcıa oaTtev;
...7: entweder ... oder. Durch
nor wird das erste Glied der
Disjunction, zumal da diesem noch
ye beigefügt ist, als das bedeut-
samere hervorgehoben. C. 626 a.
B. rexrovınog: vgl. 455 b zu
Enroginog. — anal tolle 001m:
ergz. &ysı, welches bei ovzog,
M0aVrog u. &. öfters ausgelassen
wird (Kr. 62, 3, 4.), besonders
am Schlusse einer Induction. —
TE WOVOIR&: ergz. HENEÜNROS.
— 6 usuadnxag .. .: Leber
das Asyndeton in dem (durch 09-
zo angekündigten) Erklärungs-
satz s zu 450 b. — z. dnnov
s. zu 447 d. —
49 MAATSNOZ
I'OP. ©alvstel ye.
ER. Ovdelnors &ga BovAnssrau 6 Önrogınög Adızelv.
TOP. Ov galvsral ye.
22. Meuvnoaı ooúv Adyov OAlyo zeorsgov, Or 1
Dov ôet Tois naiborglßaıs Eyxaleiv 0VÖ' Enßarisıv Ex
tov noAswv, £uv 6 NUXINg ıfj uxrixſj yontal te xol
adınjz wcavıng ÖL odrm xal 2av 6 Gap ij 6nro-
eıx; adlums yonraı, un ro dıdakavrı Eyaalsiv undt
dEslavvev Eu tig noAswg, aAAd To adıxoüvrı xal 00%
0E9ög yom@ucvo Ti Intoginn; &oo79n radıe N 00;
TOP. ’Eoon®n.
460 C
E 22. Növ Öd ys 6 aurdg odrog palvstaı, 6 6mro-
ouxòs, 00% &v Horse Adınndag. N 0%;
O. avayın: s. zu 450 0. —
oc: 8. zu 448 a —
ueuvnocıovV Alymv:“erinnerst
du dich, dass du sagtest.. Ueber
wEuvnuo:r mit dem prädicat, Part.,
das hier, weil beide Verba dem
nämlichen Subj. angehören, im
Nomin. steht, s. ©. 591. Kr. 56,
7. Das Part. Präs. bei ueu»n-
uce vergleichbar dem Infin. Präs.
bei memini. F. Schultz lat. Spr.
8.398. A.1. Charm. 156.8. ueu-
vnucaı dt Eymye nal nais wv
Koırla tode Evvorra 08. — ÖAL-
yo mo0Tegov: näml. 456 c bis
4570. —
D. 00 deiz. x. ynaleiv:'man
darf nicht den Turnmeistern Vor-
würfe machen (oder die Schuld
beimessen). aleiv mit Det.
C. 437. Kr. 48, 7,1. — 000
&ußollsıv: Das’bei den Verben
von verschiedener Rection (yxa-
Asiv 008 dußalleıy) gemeinsame
Obj. ist, wie gewöhnlich, nur
einmal gesetzt, und zwar über-
einstimmend mit dem nächsten
Verb. Kr. 60, 5, 1. Ebenso unt.
za didabavıı . . . EEsluvvem.
— zojtal re nal adıny: durch
re..xal sind hier zwei Begriffe
so verbunden, als wäre der eine
nur eine untergeordnete Bestim-
mung des andern: "wenn er...
ungerecht anwendet; wie eg auch
im Folgenden heisst div...
ding yenraı. — Moavrag dt
ovra: keine blosse Häufung des
Ausdrucks, so wenigeine solchein
6 adrög odrog 460 e oder im
Lat. Ahic idem, oder im Deutschen
‘so in gleicher Weise zu finden
ist. — un... &bslavuvsıv.: über
un vgl. zu 458d. Die Infin. hän-
gen von dei ab. — alla ra di-
dafavıı: näher steht zwar &x-
BaAReıy, aber der Bedeutung nach
überwiegend ist dyxaleöv. daher
zu diesem der Dat. construiert ist.
— £007®n: Ueber die Bejahung
durch Wiederholung des Verb. ®.
zu 454 c. —
E. vov dd ye: vov wird durch
y& hervorgehoben, durch d$ dem
ÖAlym ro0TEg0v entgegengesetzt.
— 01 @V... adınnaag: zurEr-
klärung des &» beim Part. (vgl.
zu 458 a) denke man an pase-
TOPTIAZ. 43
TOP. Balvsraı.
ER. Kal &v roig nowrois Ye, @ I'ooyia, Aoyoıs
dA&ysro, OT N 6mrogıan megl Aoyovg sin 00 Tovg Tod
Gpriov xal nsgıTrod, aAAd Tovg ou Ödınalov xal aöl-
xov' 7 yap;
I'OP. Net.
ER. ’Eyo rolvvv Gov Tores Taüra Akyovrog UnE-
Aaßov, @s ovdEnor Av sinn byrogınn Rdızov modyun,
0 y asl nepl Öınauogvvng todg Aoyovg mossireı' Ereidn
Ö3 OAlyov Uarspov EAsyes, ört 0 Gnrae 5 6mroom
xüv Adlans xXEBro, 0Vrn Ddavuacag xal nynoauevog 461
ovðs Hvvadsıv a Asyousva Exslvovg einov ToUg Aoyovg,
örı si ulv aEgdog nyolo eivaı vo EAdyyssdaı warse &yo,
&Eıov ein Önikysadaı, ei Ö: un, &dv yalgsıv" Voregov
6: Nusv Ednıoxonovusvov Ögäs IN xal avrög Or av
öuoAoysltaı Tv Gnrogıanov aövvarov eivaı Ablxms 1En-
oda ri; smrogınn nal EHEAsıv Adınelv. taüıa 00V on
mork Zyeı, ud Tov xUva, a Iopyla, 05% OAlyıs ovvov- B
161 B
otug &orlv @ore Ilnavas dıaaxevaodaı.
edv dorıv Orı 6 ÖnTogınög 00%
&v rors adınnasıEv. — £v rois
womToLg Löoyoıg: 8. 4-14. Ne-
ei Aoyovs. 449 d. 00 Tod dorlov
450 4. rovᷣę Tod dınalov 459 d.
— ot ... Ein: Der Optat. im
abhängigen Aussagesatz als Ver-
treter des Indic. nach vorange-
hendem histor. Tempus im Haupt-
satze. C., 528 a5 hingegen der
Optat. mit &v im Folgenden: oſf-
denor &v ein müsste auch schon
in unabhängiger Form des Satzes
steben. s. zu 452 b. — 7 yao:
s.zu 449d. — 0 y: das auf das
Subj. 7 6nrogınn bezügliche Re-
lat., wie öfters, mit dem über
gewicbtlichen nominalen Präd.
adınov rodyun übereingestimmt.
unt. 463 b. Kr. 61, 7, 8. — 0®-
ro: nach &reıdn...lsyeg eben
so resumierend, wie nach einem
Part. s. 2. 457 c.
461 A. daelvovg 8. rooᷣg A0-
yovs: näml. 457. fl. — düv yal-
gev: 8. zu 458 b. — el ubv 7-
voto. . ein: über den Optat.
im Vorder- und Nachsatze dieser
abhängigen hypoth. Periode vgl.
C. 548 u. zu 460 0. — dor2g09
. . Öuohoyeizar, 4. h. ög&s ön
„ol adTög ri Borsgov N Em.
öuoloyeizaı ddvvarov elvaı ror
ent. ygnodaı x.7.1. — ud ıoV
uva: Ueber ud s. zu 456 d.
S. hatte die Eigenbeit in Be-
theuerungsschwüren anstatt des
Namens einer Gottheit oft das
Wort xvov anzuwenden. (vgl.
Apol. 22 a vn röv uva x. T.
44 IAATSNOZ
[4
&61B
IIQA. Tiöd, © Emxgarss; oUrw aa ad zegl tig 16
Öntoginns Öofafsıs @onee vv Akyaısz n olsı, Orı I'op-
yias NoyUvdn 001 un mE000uoAoyjonı TOV 6mzogLxov
ävdon un ovyl xal a Öixaua sldEvar nal ra xalc al
za ayada, xal Eav un 2Adn Taüdra elöos ap aürov,
avrog dıdakeıv, Ensıra du Tavıns laws gs Owoioylas
C vavrlov tı Gvveßn Ev roig Aoyoıs, TOUN 0 dn ayands,
avrog ayayav ini rowüre dpwrnuare — Exel riva
olcı dnapvnosodeı un ovyl xl avıov Enloracdaı ru
Öinun aal aAAovs Öidaksıv; al sis a TOLnüra Kyaıv
roAAn aygoızia Eari Tovg Aoyovs.
1.) Tiefere Bedeutung hat man
darin schwerlich zu suchen. s.
unt. zu 482 b. —
B. 00% öAlyns 0. &oriv: “be-
darf keines kurzen Beisammen-
seins (zur Unterredung, s. Prot.
338 c), bedarf einer umfangrei-
chen Besprechung. Ueber den
prädic. Gen. Kr. 47, 6, 9. C.
417. —
xal 00... dofefeıg: In Fra-
gen der Verwunderung erscheint
„al als verstärkende Interroga-
tivpart. (vgl. zu 455 a.) ‘ denkst
du wirklich u. s. w. — Or T.
jorvvOn ... ag000uoAoynoat:
‘weil G. sich scheute dir nicht zu
gestehen. Ueber afsyvvoueı mit
dem Infin. s. C. 594. Kr. 55, 3,
18. — un ovyl: zu der Nega-
tion des Infin. eidevaı wird die
Negation aus dem regierenden
Verb. #7 rg000u0Aoynjacı noch
wiederholt; in der Uebersetzung
erscheint daher bloss einfache Ne-
gation. C. 621 c. Kr. 67, 13, 6.—
un &38n...sldag: die Stellung
der Negation erklärt sich daraus,
dass &197 eldag zu e:nem Be-
griffe verbunden sind: "nicht be-
reits mit disem Wissen kommt.
— Erzeıra... Eowrnwara: noch
abhängig von re. Dann aber
bleibt die Periode, da sich zu dem
Vordersatze orı x. ein Nachsatz
nicht findet, unvollendet, charak-
teristisch für die überstürzende
Hast des leidenschaftlichenP. —
lowg: Dass G. in unauflösbaren
Widerspruch sich verwickelt hat.
wird nicht geradezu eingestan-
den. —
C. guveßn: s. zu 459 b.
tod 0 dn dyands: "woran du
eben deine Freude hast. zoöN’ 0
häufig in parenthet. Erklärungs-
sätzen. — ayayor: Aor., denn
das aysıv eis Tode konrı-
war geht als Ursache dem ovu-
Botverv Evavriov zı voraus. —
un ovyl: nach einem negierten
Verb, des J,eugnens (denn die
Frage ziva oleı &r. kömmt einer
Negation gleich), C. 621 d. Kr. 67,
12, 7 — al: s. zu 449 a. —
eig Ta ToLadre: gleichbedeutend
mit dem obigen &z} za rosadra
dowrriuara. — zoAln aygoınla:
magna rusticitas. Im Eifer der
Zurückweisung lässt sich der jun-
ge P. zur Grobheit gegen den
bejahrteren 8. fortreissen. Dem
461 E TOPTIAZ, 45
ER. Q aailıore Ilöie, aAAd coı Ebenirnösg Kıo-
usda Eraigovg nal vieis, Iva Ensıdav avrol nosoßV-
TEgOL yLyvoREvoL spalamusde, NRHOVLES vuels ol VEeo-
vep0ı ERaVogdÄre Nnuov 70% Piov za Ev dpyoıs nel
Ev Aoyoıs. xal vüv ei ru eyo «ci I'opyias Ev rois Ao-p
yoıs Opaillousda, SU KaEmv Enavopdov' Ötxciog 6°
si’ nal E90 DEAD Tov auoAoynusvov el ri 00L Öoxel
um neoAos auoAoyijodea:, Avaddodaı 6 rı av au Bovin,
dav wor Ev u0vov pvÄcaTıng.
II2A. Ti roũro Asyaıs;
22. Tyv waxgoloyiav, o IIoie, nv xadeokns, 1
to zoGrov Eneyelondag yonjedaı;
II2A. Ti d8;
BovAwunı ;
>
00% EEsoraı wor Adysıv 00000 av
‚ZR. Isa uivr av nadoıs, @ Beiriore, el’ AdN-
voke Kpıxousvog, 0% uns Eiigdog nAslorn doriv esov-
: Ola vod Abyeıv, Eneıta GV Evradde Tovrov uOVog drv-
gegenüber erhält die Anrede des
S.: G xdAlıore II. eine ironische
Färbung. — «Alo roı: Das ab-
brechende @AA& (s. zu 449 a) wird
durch das versichernde zo£ ver-
schärft. vgl. Prot. „835 b —
ngeoß. yıyvöusvor: “wenn wir äl-
ter werden, mit dem Eintreten des
höheren Alters; denn S. selbst
ist zu der Zeit, in welcher diess
Gespräch verlegt wird, erst ein
angehenden Vierziger., Dem „ge-
genüber Yusig oL venregoı, ihr,
die Jüngern; ihr, die ihr jünger
seid. — magOvTeg: wie das lat.
praesentes in dem Sinne, von 'bei-
stehend. — xal vöv: ‘so auch
jetzt’ (d.h. in diesem Falle). —
D. Öinauos ö’ el: "es kömmt
dir zu. Ueber die pers. Constr.
s. zu 448 d; über die lose Ver-
bindung durch de, wo man ycio
erwartete, s. zu 456 b. — qvc-
®
HEodeı: ‘zurücknehmen; retrac-
tare. avarideotas ist Kunstaus-
druck im Brettspiele vom Zurück-
‘ziehen der gesetzten Steine. 8. zu
Prot 354e. — Ti roũro Asyaıg:
was meinst du damit?’ C. 606.
A.1. Kr. 57, 3, 6 (vgl. zu zoi-
0vE Tovrovg 449 ee) — UARQO-
Aoylav: 449c. — To no8rov:
näml. in dem Gespräche mıt Chai-
rephon. 448. b. c. d. Ueber den
Art. vgl. zu 452 c. (0 yer«
ToVTo) —
E. dgyınopevog: P. war aus
Akragas in Sicilion gebürig. —
ng Eiladog: der Gen. hängt
von dem Localadv. 00 ab. Kr.
47, 10, 4 0.415. — zisiorn 2.
Bovala: Demost. Phil. 8, 3.:
vneis, ınv nagonolar en utv
Tor alloy oſbro xoıunV oleode
deiv elvaı nacı Toig T 7 no-
Aeı, Gore xal zois Eevorg nal
46
ınoaıg. aAAR avrideg Tor’ 600 yaxpa Abyovrog xal un
&HEAovrog To dgwruusvov dnoxglvechei, 0d Ösıva &v
av Eya nadoım, el un Eidora, wor amıdva xal un
462 axovsıv 00V; AA sl Tu ande Tod Aoyov Tod eignwE-
vov xal Enavoodwcacdaı aurov Bovisı, Q@oXEE vüV ÖN
EAeyov, avadeusvog 0 rı 00 doxel, Evo ups dow-
tov Ts nal domrauevog, ſoxso &yo TE ol Togyiag,
Eheyye Ts xul eleyyov. Pns vyag Önrov xal oV enlore-
oda ünee Iooylas' m 0%;
IIQA.’Eyoye. _
ZR. Ovxnodvxal GV xeiAeVsig GavrovV dowrav Exd-
GrorTE 0 Ti Av vig Bovimtaı, @g Exridrausvos ANoxpi-
veodaı;
ı 1124. IIavv ulv oVV.
B 22. Kal vöv dn Tovrwv Onorsgov Bovisı moleı,
dowru N anexgpivov.
II2A. ’Alia noıNd® raüre. Kal wor aroxgıvaı, @
\
JAATZQSNOZ 4618
rois ÖovAoıs adrüs „keradedm-
rt. 2. — dv 10 uloeı: vicissim.
Karte, nal noAlovs &v tig 0 OLuE-
vgl. Prot. 347d. — &owroluevog:
.
as ldoı ae vuiv usrò, nitio-
vos &bovelas 6 ı Povlovran
Ayovras ij mollzag Ev Eviaug
zov Ally nolenv. — Ensıra:
s. zu 456 d. — zovrorv: näml.
ns dkovolag Tod Adysıv. vgl.
C. 866. Kr. 61, 7,9. — avrideg
zo:: “stelle (näml. dem Falle, in
welchem du bist, den, in welchem
ich bin) entgegen” — zo &ewro-
WEvoV ‚emonglyeodun: 449b. —
ei un &keorar:" wenn es mir nicht
frei stehen soll;’ über die unglei-
che Form des hypoth. Vorder- u.
Nachsatzes s. zu 458a. —
462 A. Enevopdacaoten: mit
Bezug auf 461 d. 00 naga» E-
navophovV. — vOv Ön: näml.
461 d.; für die deutsche Ueber-
setzung zu ordnen: Kvadeuevog,
GGaso vüv Ön Eilsyor, 6 rı x.
‘dich befragen lassend.’ Uebrigens
ist &oorav te x. E&owr. mit ave-
»&£uevog durch keine Partik. ver-
bunden, weil diese Part. in ver-
schiedener Beziehung zu £Aeyys
t. x. &. stehen; das erstere be-
zeichnet, was an der Discussion
gestattet ist, das zweite die Form
der Discussion selbst: ‘nimm zu-
rück — und dann in Frage und
Antwort überführe und lass dich
überführen. — &leyy&re nal Eisy-
yov: 4588. — Önnov: 8.2u447
d. Auf P. Zustimmung darf S.
nach des P. Aeusserung 448 a.
zuversichtlich rechnen. — @g Emı-
GT&WEVoR: 8. zu 448 0 —
B. xol vuv: 8. zu 449 a. —
ön: folgernd. s. zu 448 b. —
rl: 8. zu 449 8. — des: 8.
zu 450 c. — Ava reyunv:
462 D
TOPTIAE. 47
Zwxrgarsg' eneön Togylas Gnogeiv 00: donxel zepl is
Ömroguaäis, GV auınv tiva pn elvaı;
ZR.’Aga Eowräs Yvrıva teyvnv pnul slvar;
I124A.’Eyoys.
ZR. Ovdsula Zuorye doxsi, & TGAs, @g ye moög
0: TaAn9 eigjodeı.
IIQA. Aria Ti o0ı Öoxei n 6mroginn eivaı;
ZR. TIpäyum 6 pns 00 moıjoaı veyunv Ev io OvYy-
yocuuarı 6 &yo Evayyos dveyvar.
ILGA. Ti toöüro Asyaıg;
ER. Eunsigiav EymyE rıva.
II24. ’Eunsipla &oa 00: doxsi n 6nTogian elvaı;
ZR."Euoıys, el un Tı 00 Gllo Asyeıg.
IIGA. Tivog &uneigia;
ZR. Xagırög tivog xal Ndovig amepyadias.
IIQ2A. Ovbxoüv xaAov 001 doxsi 7 6nrogien eiv.uı,
xagitsodaı olov T eivaı avdgmnoıg;
ZR. Ti dE, © Nõæas; non nenvooı ag Zuoö, 0
2 Ynul aurnv eivaı, WOTE TO HETd rovũro Egwräg, siD
ovᷣ xaAn wor Öoxsl elvaı;
P. hatte seine Frage unvollstän-
dig gestellt; S. verweist ihm in-
direct diesen Mangel an stren-
ger Form durch Hinzufügung des
stillschweigend von P. vorausge-
setzten Genus Teyvn. — as ye
zg05 08 zdandn elonodaı: vgl.
Prot. 309 a. os Yy &v avroig
nuiv eionodeı. Ueber solche
Infin. bei wg s. C. 564. Kr. 55,
1, 2. Zur Erklärung des Perf.
sfonodaı vgl. das deutsche: dir
9 die Wahrheit gesagt sein. —
NS cv: näml. in der Rhetorik
ee vn) des Polos. vgl. 448 0. —
e. te Tovro Akyaıg: vgl. zu
461 d. — dursiplav riva: Uebung
und die daraus hervorgehende Ge-
schicklichkeit; sie bildet in ihrer
Zufälligkeit den Gegensatz zu
reyvn, die nach bestimmten auf.
der Natur ihres Gegenstandes be-
ruhenden Gesetzen vorgeht. —
dun. &oa: P. wird durch die
unerwartete Antwort des S., die
er bestreiten musste und doch
nicht anzugreifen weiss, aus dem
Geleise des Gespräches gebracht;
den Ausdruck seiner Verwunde-
rung ‚gibt die Frage‘ einer Uebung
also etc. (vgl. Prot. 319a.), durch
die er sich erst zu weiteren Fra-
gen sammelt. — zagiteod«L oloꝝ
Tjelvoı: erklärende Appos. zu 77
Onrogenn. — mag Euod: 8. zu
#55 c —
D. zo vera Tovro dgar.: "du
fragst bereits nach dem erst darauf
E
48
TTAAT2QZNOZ
462 D
IRA. Od yao rnervauaı Or 2unsipiav vıva av-
zmv ps eivaı;
ER. Bovisı ooëv, Eneiön Tuudg To yaolteodeı, aı-
.x00v Ti wor yapioaodaı;
IIQA.’Eyoye.
ZR. ’Egoö võv u, OYoroua Mrs wor Öoxel Teyvn
eivot.
II2A. Epwro ön, ris réxun Oyoroue;
ER. Ovdeuie, & IIole.
IIQA. Are rl; Ya9ı.
ZR. Dnui 6n, Eumeigia vıg.
IRA. Tivos; gyadı.
ZR. Dryul Ön, yagırog xul ndovng aneoyaolag, @
IIols.
I12A. Tevrov ag dorlv Odonoule xal 6nrogıxn;
ZR. Ovdauds yes, aAla ng avıns, ubv Enırndev-
E05 WOQLOV.
II2A. Tivos Atyeıg tTavıns;
folgenden; denn die Frage nach
dem Werthe der Z2hetorik lässt
sich erst beantworten, wenn die
Definition der Rhetorik selbst voll-
ständig gegeben ist. — &: 8. zu
452cC. — 09 yap...: über yap
s. zu 451 a.; denn die (bloss
rhetorische) Frage vertritt die
Sielle der Antwort. — Tınds:
‘hoch schätzest, viel darauf gibst.
Krit. 47 a. 0 —RNR ion ag
60Eag Tov drdgannv Tıuav.
P. hatte aus dem yapıdeotaı der
Rhet. den unmittelbaren Schluss
gezogen, dass ihr das Prädicat
xœaohv zukomme. Daher ist 8.
berechtigt voraunszusetzen, dass
P. das zagı schau hochschätze,
eov: P., der sich selbst
der Kunst der Gesprächsführung
gerühmt und die Stelle des Fra-
—
‚ gegnet,
genden gewählt hatte, muss sich
bereits die Fragen., die zu seiner
eigenen Niederlage führen sollen,
von seinem Gegner vorsagen las-
sen. — öYyozoıla: der Hauptbe-
griff wird nachdrücklich voran-
gestellt, — &gura dn: 8.2u 448
b. — alla vl: "aber was ist sie
dann, wenn sie keine Kunst sein
soll?! — Eumsieia rg: s.2u 456
a. — tivos; Pcν: der wieder-
holte Imper. padı, auf welchen
S. beide Male mit der Ruhe
der Ueberlegenheit gnul dn ent-
zeigt bereits die Unge-
duld des P.über dieses Gespräch,
in dem er sich keinen Sieg ver-
sprechen darf. — gnpl ön: s.
zu 448 b, —
E. dyozoula xl Öntopınn'
ohne Art. s. zu 450d. — rivos
463 B .„FOPTI4E. 49
ZR: Mn dygoındzspov 17 70 dAndig eimeiv' davai
yagT'ogyiov Evexa Asysw, un oimel we dinnwundeiw
zo Eavrod dsırndsvun‘ dyo Öd, ei ubv voüro damıv 9
6nzeooıen Toovylus &nırndevsı, 00% olda’ al yap&63
zerı Ex tod Aoyov ovölv Nulv naragpavts EyEvaro, ze
zore ovrog nyelrcı‘ © 6’ &yo HA nv Önropsun,
zgayuarog Tivog £orti uopLov oVÖEVög TV AuAmv.
TOP. Tivos, à Zungerss; eine, undtv dub alsyvv-
Deic.
18 ZR. Aoxst voivvv no, a [opyia, slval zı dmı-
sndsvpa Texvırov ubv 0%, Yuyis BL oroyaorızjg xal
avdgslas nal pvas Ösıvng meodowieIv roig avdom-
zo‘ naAö O8 avrod 2yo 10 xepdiaıov Kolaxsiav.
tevıng wor Öoxel ig dnırnösvaswg woAld ulv zul aAic
uogıa elvar, Ev Ö8 xal n Odomouan" 0 Öoxel uiv ei-B
van zeyvn, og O8 6 Euög Aoyog, 00% Zorı reyvn, aAk
1. tavrns: 8. zn: 461 d. — en
dygoınoregov 7: "es dürfte viel-
leicht zu unhöflich (unhöflicher,
näml. als sich gehört) sein;’ ve-
reor ne sit inurbanius. vgl. Apol.
32 d. Ueber das elliptische un
...9 8. C.512. Kr. 54, 8, 13.
Des 8. höfliche Wendung un
&ygoıxörsgov 77) soll zumeist an
des P. Aeusserung 46lc woAAn
aygoınia dort erinnern. — dıa-
xoumdeiv: "verspotten ; ’ die Zu-
sammensetzung mit dıa mag wohl
an jenes Verfahren der alten at-
tischen Komödie erinnern, wenn
sie eine Person (z. B. Sokrates,
Kleon) in ihrem ganzen Thun
und Treiben zum Gegenstande
des Spottes machte. vgl. &mıno-
uodeiv Apol. 31 d. — eu. r.:
8. 452 c. rovro, zurückweisend;
“das, wofür ich sie erklärt habe.’
4163 A. nal yag: ». zu 448 2.
— tl. 000g ny.: "wofür er
Plat. Gorgius.
(G.) sie (die Rhetorik) eigent-
lich ansieht.” 00705 im Gegensatze
zu dem folgenden &ya. — ovde-
vös T. %: ‚Appos. zu rodyuo-
zog TLıvog, einer gewissen Sache
(Beschäftigung) ‚welche aber keine
von den schönen ist. — yunddr
&. aloyvvBeig: nihil mereveritus.
Kr. 46, 4, 4. 0.622, 1. —
Wvyıns d8 or.: die Eigenthüm-
lichkeit dieser Beschäftigung ist
einmal durch ein Adj. (reyvınov),
dann durch einen Gen. (wuxijgçg.
C. 407, 8. Kr.47, 6,8) bezeichnet.
— rois avde.: der Dativ bei
roooouıleiv Kr.48,9. C, 436. —
B. morla uw xai ln u:
“viele andere Theile. s.zu 447 a.
— 0 done... .: 8.zu460e. —
os. . L0yog : ‘aber wie ich be.
banpte. Das Subj. Aoyog ergänzt
man in dieser Formel leicht durch
ein dazu passendes Verb. wie A8-
4
50 TAATSNOE 463 B
Eursıpia xl zeußn- rævrng uoorov xcel rav Önroguunv
eyo xelo xal Tv ys xouu@sırnv nal zav sopıorumv,
Terraepe reüre uopıe Ent Terrapaı rpayuacın. ei ovv
"OBovister IIäiog avvdavssdar, KUvBavecdn" 0U Pag
zo nenvorer, 6molov pnu ya ug noAuxslag uopLoV
elvaı nv Önrogınnv, aAR avrov Alinda ourm amoxe-
xpıuevog, 6 68 Znavspmrd, el 00 xaA0v Nyodunı silver.
dya Ö3 auTo 00% Knoxpıvodua KO0TEXOV, Eite xaA0v
elite aloypov Hyoduaı elvaı Tv Ömrogixnv, plv üv
eBToVv aroxolvayaı 6 tı Eorlv. 0d yap-Ölxaıov, ©
IIoAs‘ aAX sineg BovAsı nudeodeaı, dpowrea, Omolov uo-
g10v ig xoAaxelag pmul eivar nv Ömrogixnv.
II24. ’Eooro dN, xal dnoxgıvaı, 6molov WOgLoV.
D ER. Ag ovv av uadoıg dnoxgıvankvov; Zorı Yap
N 6nTogıun xara Tov Zuov Aoyov oAıtızig Woglov
siöwior.
IIQA. Tiovv; xuAov ij aloygov Akysıg auınv elvan;
ZR. Aloyeov Eymys' a yap xaxa alaypa xaln
ensıön Öel 001 anoxglvaodeı as 707 eldorı a &ya Akyo.
yaı, algei. — Iuzsuole xœl zgı- negierenden Hauptsatze mit einem
Br: vgl. ob. 462 c. — xal nV
. xcel se. nal: “auch .
und ... und; dass das erste xal
nicht eorrelativ zu den folgenden
zu beziehen ist, ergibt sich, aus
dem vorausgehenden ®» . . 6%0-
zounn. —
C©. aurov Asl. 0. Eroxenpı-
wEvog: über Auvdaveıy mit Acc.
der Person C. 398. Kr. 46, 9;
über das ergänzende Part, C.
590. Kr. 56, 4, 1. — Eravepwra&
.: 462 c;5 die Bedeutung des
dmi im Erxaveowra»v ist dieselbe
wie in Enavegkodau 451 b. —
ei...:8.zu 482. — elıe..
etre...: in der indirecten
Doppelfrage Kr. 65, 1,11, 0.611.
— zelv &y: mit Conj. „ ‚nacheinem
Haupttempus C. 557. Kr. 54, 17.
l. — ng@rov: nicht blosse Wie-
deraufaahme des wpOrEg07 aus
dem Hauptsatze; S. erklärt, dass
die Definition das Erste und die
Grundlage der ferneren Untersu-
chung sein müsse. — Ölxarov:
s. zu dvayın 450 8. — £gwrc
ön: s. zu 448 b. — xal &xo-
%OL VAL: „parenthetisch.
D. dv nadoıs: 8. 447 b.
— aroxgıvauetvov: näml. Zuov.
Ueber den Gen. des Part. bei
uavdavo 8. Kr. 47, 10, 13. vgl.
0.420. — eidolor: *Scheinge-
stalt, Schattenbild, ohne Wesen-
heit, wie z. B. die Schemen des
Todtenreichs, im Gegensatze zu
den leibhaften Lebenden (Il. %,
46h A
TOPTIAZ. 51
TOP. Ma rov Alu, © Zoaxparsg,: aA Eyih ovök
avrog Ovvinm © cu Akysıg.
ZR. Elxorog yes, @ I'opyla‘ ovölv yap zu gap;
Atyo, IIölog 63 Ods viog darl zul okug.
TOP. ’Alla Toürov ulv Eu, Euol Ö sind, mag Ak-
yaıg roArrınng uoglov slöwAov eivaı Tv Omropixmv.
ZN. Aa eya neıpadouaı Podsar, 0 y⸗ „wos pæi-
vera eivan N 6msogıay‘ el Öf u7 Tuyyave 0% roõto,
Ilöiug 0ds Eisyksı. due mov xalsls ti nal yuynv;
TOP. TIös yag ov;
ZR. Ovxodv nal rovrav olsı va eivar Exaregov
sveklav;
TOP. "Eyoys.
ZR. Ti öd; Öoxoücev iv evsklerv, ovoav 6’ 0%;
olov roıwvde Adym“ moAdol doxovcıv &U Zyeıv ra 0@-
uere, oüs 00x av dadins alodoırd. tig, Orı 00% &v
&yovaıv, RAA0g 7 latpog TE Kal TÜV Yvuvaorıxav rıis.
72. znAs w degyovcı Yozgal, ei-
doin KLUOVTO?. Od. 4,475, zog
Frings aıdoode —— —*
ze vengol üpgaödes valovaı,
Boora» eldwin xauövTon)., —
zl 00»: 8.zu 482e. — ag N
zidorı: Abermals ein derber Sei-
tenhieb auf den allzu raschen
(v8og nal öbvs) P., der, keines-
wegs an strenge Begriffsentwicke-
lung gewöhnt, immer auf Eigen-
schaftsbestimmungen abspringt,
bevor noch die Definition feststeht.
Ueber as beim Part. s. zu 448 e.
— uo co» 4.: 8 zu 456 d. —
oddt adrög o.: Ausdruck des
stolzen Selbstgefühles. —
E. sinorog ys: 8. zu dyado»
ye 449 0. — öde: s. zu 447 8.
— veog nal öbvc: dem Wort-
laute nach glimpflich, dem Sinne
nach sehr bitter gesagt. Bei bei-
den Prädicaten mag wohl an die
Bedeutung des Wortes Polos (zo-
Rog, Junges Ross’) gedacht sein.
— alle: s. zu 449 a. — TOY-
yavsı 09 TOÖrTo: Övist, wie ge-
wöhnlich dem Prädic. (roöro)
aueimiliort, Kr. 63, 6, A. — II.
dlyEsı: mit Berng auf 461 c
med. u. d. in. — ooud: ist, wie
vuxijv, Prädicat zu Ti. —
464 A. tovıo»: abhängig von
Enazögov. — —ö “schein-
bar.’ 090» ‘wirklich’ — olos:
8. zu 450 d. Ueblicher ist in die-
ser Formel olo⸗ rò roloyds Akyo.
— xoMMoOl. ..: Ueber das Asynde-
ton im Erklärungssatze 8. zu450b.
— 0odUg...aladoıro: Ueber die
Anticipation des Subj.des abhängi-
gen Satzes s. zu 449e. — ailog;
zu rıg gehörig, ist davon getrennt,
indem die Worte @Alog 7 . . tig
eine beschränkende Erklärung zu
00% &v rıg bilden, "nämlich sonst
4*
HAATANOZ 4664
- TOP. Aunbii Alpaıg.
Zn. Tö roroõrov Adyam xul ir ocinar. eivaı nal
&v puxi,; 0 Tı zorel min doxstv ev Aysıvro düne zul
zyv vuxijv, dysı O8 0UÖLv uälkor.
B TOP. Fori Taüre.
Zn. Depe Ön 001, dav Övvouaı, oupdosagov &nı-19
sehn 6 Adym. Övolw Ovrow rolv nparudroıw Vo Adyo
vöyvag' urv wäv En 1 your woAıtıunv wald, vv öl
ext Oauarı wiav ubv 0UTmg Ovouaoaı ovm dw 001,
päg Ö} 0Vons rg Tod omueros Hepamsiag Övo uopı«
Adyo, nv ubv yuuvaazınnv,. nv 6} derpınnv rijç oe
zoltınng avıl ulv Tg yvuvaorızng nv vouoderunv,
Cdvrisrgopov Ö% TY largıxf) yv dixaiosvvnv. Exıxor-
vovodc, ulv On dAlninıg, üre nsEl TO auso 0VoRL,
Enarepaı ToVTav,. N TE largıan 17) yupvastıny xal m
dixäioovvn 7 vouodering" Oumg ÖL dıapegovol vı al-
Aniov. Terrdpmv Ön Tovrmv 0V00V, xal as 008 TO
Beitıotov Bepanevovoav av ulv To Oye, av Ö8
cyv durnv, 7 nolaxevrınn alodousvn, ouv yvodoa Adyo
32
chenden Gliede voransgeht zn
vPvuxi. — WEZTE näml. wie bei
der Seele. — ovons: conceseiv.
s. zu 450 b. — ayel: "entspre-
chend. Kr. ‚68, 14. 1. — avei-
crp0pov ty L.: Ueber die Con-
jemand, ausgenommen nämlich.
— zei .. .: Ueber den Acc.
mit Inf. bei zoseiv 5. zu 448 c.
— Öoxsiv: näml.rıya, über die
Ergänzung eines allgemeinen Subj.
s. zu 456 d. — ya di...:
Uebergang aus der abhängi gen Fü-
gung zurunabhängigen : “und doch
befindet man sich durchaus nicht
wohl; vgl. zu 452d. Als Sabj. ist
bei Zyeı aus dem Vorangehenden
6 doxav 8 &ysım zu verstehen. —
ovöty pülhov: näml. Ed. Ueber
oudäv 8. zu oddhv Nrrov 453 b. —
B. ꝙéos d7: s. zu 455 a. Das
Fut. dnıdslto kömmt näml. an
Bedeutung dem Imp. nahe.
änl vr. 9. 5. zu 463 b. — 00-
parı: ohne Art. (C.376. Kr,50,
2, 13), obgleich in dem entspre-
struction mit dem Dat. (wofür der
Gen. nicht weniger gebräuchlich
ist) s. Kr. 48, 13, 12. vgl. C. 436
b. — dinauoovvnp: Gerechrig-
keit in ihrer, Ausführung, also:
‘Rechtspflege.’
C. ö7: folgeınd aus avrlorgo-
pov. — re... ovoa: C. 587,
6. Kr.56, 12, 2. — diapigovai
ri dllnlav : "Ueber ti 8. zu ro-
covrov dıap. 451 c. Ueber den
Gen. bei dıapegsıy 8. Kr. 47, 13,
6.vgl.C. 419e. — mQös, to Baı.
rıorov :"zum Besten hin;’ so dient
#3 A
TOPFIA4E.3 53
2 * \ e ⁊ 1*
all Oroyasausdvn, tergaye Eavınv Öraveluace, UNo-
duoa Uno FEnaarov av yoglav, zgoonosstta slvaı
todro. One vaedv, zul Too ubv BsArlarev odölv PE0V-D
zigeı, ro 08 del dis Impsveraı ıv Kvosav xal dia-
zard, .@ore Öoxst wAslorov afla sivaı. uno ulv 00V
nv larpınyv 7 olbomouen Vmodedvxe Xal pO0NOLEI- -
a va Beitiora oma vo omparı eldEvar, Mor el Ödor
iv auol draymvitesda Owomoıov rs al iarpov 7 &v
avöpudıv ovLm; dvonroig Monsp ol maldsg, TOTEsgQoS
dmaisı pl TÄV yomorav aıriov »al rovngav, 6 la-
s009:7 0 Oyomoıds, Au av dmodanslv Tov laredv. E
noAaaslev uv 00V auro xaAd, zul aloyg0v pruı slvar &65
N) g - m J
rò rotovrov, & IlmAe — tovbro yag ngüg 08 Ayo —
or Tod mödog oroydfsem Kvsv tod ‚BeAtlorov' reyvaw
zaog mit Acc. zur Bezeichnung
des Zweckes. s. Kr.68, 39, 7. C.
467 C, c. — 0TOYR0auEPn: ist
nicht blosse Wiederaufnahme von
als$ou&vn, sondern genauere Er-
klärang desselben, wie in den ge-
nau entsprechenden Sätzen 452 e,
am .. . vol. 464e. too &ijg
x. . Eva. — Hr0oddoe vno Er.:
sich hinter... . steckend;’ in-
duens speciem etc. &avınv dıa-
velunon ist unter Vrodüoe, al-
cHoussn unter &avrnv dıavel-
a0 subordiniert. —
D.orx88v: mit Acc. (vorher mit
Wiederholung der Präp.) Kr.46,
6, 8. — 19 del Nnöloro:
“durch das jedesmal angenehm-
ste. Kr. 50, 8, 9. — N» @vorev:
d. i. roos dvontovg; aber den
grösseren Nachdruck, den ein
solcher Gebrauch des Abstract.
hat, zeigt am besten die deutsche
Vebersetzung: "siemacht Jagdauf
den Unverstand und täuscht ihn.
— vnodtdvne: Ueber das Perf.
zur Bezeichnung der fortdauern-
den Wirkung einer noch fortdau-
ernden Handlung s. Kr. 53, 3, 8.
vgl.C.502f. Daraus erklärt sich
die Verbindung des vaode&dvne
mit dem Präsens zg000z018iTa:ı.
— &» nal: s. zu 451 b. Die
ganze Stelle enthält eine verdeckte
Entgegnung auf 456 b, c. 459.
Einzelne geflissentlich den Asus-
serungen des G. entlehnte Worte,
z. B. dıaymvifesdaı, weisen deut-
lich darauf zurück. — daalsı
neol O9 4.: Kr.68, 31, 23 da-
gegen Prot. 327 c. mit blos-
sem Gen. 8. zu zegl av eidtzaı
472 c. —
E. dv anodaveiv: 8. zu 448.
465 A. alayoov pur elvarı
nachdrückliche Wiederholung aus
463 d. — rovro... . Alyo: als
Erwiederung auf des P.Frage rd
007; nulöv 7 wloygow Akyeıg
adrnvelvar; 463d. — roũ ndeog
ot.: Ueber den Gen. bei oroxu-
t&eodaı s. C.419c. Kr.47, 14. —
&wev zod Beirlozov: mit Bezie-
hung auf 09 u8v Bsirlorov 00.
ödv gpoovrıfeı (464 d.in.), im Ge-
gensatze zu ael zgög ro feirı-
DE
“_lal2.- — —— — —— — — ——
HAATSZNOZ 465 A
54
Öd avenv 0v pw elvar Al duneıplav, dri 00% —
Aoyov ovdlve av zgoopegeı, 6nol’ &rra nV pvoıw
dariv, Bars riv alziarv ‚Erdorov un Eysıv einslv. ‚ey
Ö& zeyvyv ov xeld, 0 av ühoyov ro&yYyur‘ rourovu
d: negı ei augpıoßnreis, EHEM Umbaysiv Aoyov.
B Tij ulv 00V larpınn, donso Adya, 1 Oyozousn 20
xoAnxEie VHORETEL" TI Od Yuuvaouın) ara ToVv av-
ròv TE0NOV TOÜTOV 1) Koupmris), KRXOUEYPIG TE 0VOR
„al anarnin xal ayevuns nal AveAsvfispog, EyNuadı
za yg@uacı'xal Asıoındı nal dadjcw anaıace, MOTE
oLstv dAAorpıov adAAog Epeixonlvovg Tod olxeigv Tod
dıa Tüg yuuvaorızjg aueistv. iv 0oVv un uaxgoAoyo,
EdEAD 001 einelv Donceo ol yanufroaı — ijon yap av
ioas axolovdridaug — Ortı 6 Xouumzıcn mpüg yvuve-
Cotunv, ToUro Oyorouxn pög largıamv " wäikov ÖL
qôs, OTL 6 xouumzıxn TTpOg yuuvaszızyv, Toüto 00pL-
0z0v Vegamevonv %. 7. A. (463
c.) — 09 pnu: 8. zu 460d. —
oUn &.1. oudsver: "hat keine Ein-
sicht, kann nicht „Rechenschaft
geben über... — 89 2Q009.: 8.
zu 448d. — öxoi” erw: vgl.zu
noioög rıg 4480. — NV pvoıv:
8.20 452b. — un Eysıv sinein:
Ueber urj bei @ore mit Inf, C.
617 a. 2. Kr.67, 6. - 6 ze]
s. zu 450b,. — &loyov: d.i. 00%
&yov Aoyov, wie ea vorher hiess,
“ein Treiben, von dem sich keine
begründende Rechenschaft geben
lässt, ein vernunftloses Treiben.’
Diesen Vorwürfen gegenüber, ver-
spricht S. vxoezeiv Aoyov Re-
chenschaft zu geben, Rede zu ste-
hen, s. zu Prot. 338 d. —
B. droxsıraı: gleichbedeu-
tend mit dem obigen (464 d. in.)
vnd 779 largımmv 1) dyorounm
Örodlduns. — HUT& TOV a. TQ.:
8. zu 454 c. — 0rijkacı Ara-
toc«: zunächst Ausführung von
ararnın. — Epehnousvovg: iet
nicht Subj. zu &usieiv, sondern
nähere Bestimmung zu dem all-
gemeinen (tivag) oder aus dem
vorigen zu entlehnenden (toVs
dnaındevrag) Subj.: “dass man,
unter Aneignung erborgter Schön-
heit, für die ‚eigenthümliche keine
Sorge trägt. Die körperliche Aus-
bildung durch vvuvϾsrixij ist
dem Hellenen ein nothwendiges
Erfordernisse für den freien Mann.
Prot. 326 b. — 700 0. 70% ...:
8. zu 451 a. — Dil... yeo-
wergau: d. h. mathematisch de-
monstrieren; denn 0 & zgög ß,
roũro y zoög © ist der techni-
sche Ausdruck für Proportion, —
nön.- . dxolovdnguug: mit Bo-
zug auf 463 d. in. ag’ 0vv dr uc-
Hois dronpıvankvov. —
„O- uüllov Öb: 8.2u449 0. —
080: näml.in deroben (durch die
485 D TOPTIA4Z. 55
Gran mQ0S vouodsrinmv, wald Os 0 —B 7008
largıaıjv, Toüro byrogien z@ös dızaoavvav. —RX uiv-
cos Adyo, H1egrnxs ubv 0Uım Pvos’ ars 0’ Eyyüs OV-
Tav pvpovras Ev TO avra al 'nepl Tavra Goyıoral
#0 6nTopss, xal 09% FIyovaıy 0 Ti Yogaovraı oürs
avrol Eavrolg ovrs ol RAA0ı LVIGMNOL TOVTOLG. xal Pa_
&v, &i uN N Yun To oauarı Ensorarsi, dAk avrd av-
ro, xal un VRO Tavıns “arsdsapsito xal Bıenglvsro D
N TE Oyozouan xaln lurotxij, ar avro 0 oõuæa Zugıvs
Grad umuEvor talg 1agsaı rætgę RE0G KUTO, TO TOD Ava-
fayopov av noAd nv, © pihe Ilois — 0% yao rovrmv
Eunsigog —, Opodiav aavıe yonnara dpugsro Ev ro
KUTO, Axglıwv vvr@v av Ts larpıxav xal Uyısıvav
Proportion) bezeichneten Weise.
— dre 20 Ovza9: 8. zu 464 c.
— oöx Eyovan 6 Tı gemoovraı:
"wissen nicht, was sie anfangen
sollen. Veber den Indic. im ab-
hängigen Fragesatze vgl. C.520,
Kr. 54, 6, 1. Der Ind. Fut. kömmt
in solchem Falle einem deliberati-
ven Conj. sehr nahe. Ueber den
Ace. õ tı ».Kr. 46, 5,9. nel yagı
8. zu 4488. — .. WEOTATEL,
. . av m. NY: 8. zu 2 448 b, —
to owparı: Ueber den Dat. bei
dnıorareiv vgl. C. 437. Kr. 47,
20, 3. Gewöhnlicher ist der Gen.,
ohne dass sich ein erheblicher
Unterschied beider Constructionen
sicher nachweisen liesse..
D. xarsdengeiro: eigtl. "von
oben herab (C. 459. Kr, 68, 46,
10.), von dem (in &rsorarsı ange-
deuteten) übergeordneten Stand-
punkte aus betrachtet, also“ rich-
tig erkannt würde. — 10 7094.:
die, Behauptung des Anaxago-
ras; illud Anaxagorae. C. 410.
Kr.47, 5, 10. F. Schaltz lat. Spr.
8.314. A, 3. vgl. zu 10 rs TEL-
vns 450 c. Regelmässig steht in
dieser Ausdrucksform der Art.
beim Eigennamen. — ’Avafayo-
e0v: Der Gedanke, durch wel-
chen Anuxagoras, ein Zeitgenosse
des Perikles, die Ordnung des ge-
sammten Weltalle erklärte, zaV-
ca Yonuara 79 öuov, elra voüg
1909 aura dıenocunoe, wird
auf den vorliegenden Fall tref-
fend angewendet. Diese Anwen-
dung lag um so näher, da jenes
‚ö6uo® ndvra auch ausserhalb des
Kreises der Philosophen sprich-
wörtlich geworden war. Die Aeus-
serung an P.: 09 yde Tovrav
Eumeigog, verspottet wohl viel-
mehr den P. wegen seines Talen-
tes, alles durcheinander zu wer-
fen, als dass wir daraus den Schluss
machen dürften, P. habe der tief-
sinnigen Lehre des Anaxagoras
ein ernstes Studium zugewendet.
— dv m. nv: Ueber die Wieder-
holung des ‚ev ‚(nach vorangehen-
dem #a} yao av) s. Kr. 69, 7,3
vgl. C.639, 3.A, — old y
‘würde ausgedehnte Anwendung
haben, in grossem Masse statt-
finden. — Ouov av...: die ep-
\
56 HAATANOE 165 D
xal Gyorouxcv. O ulv ovv yo pnu nv Gmeogianv
eiveı, axnxoag‘ Avriergopov Hyoroudag Ev vvxij, 5
E£xsivo Ev omuarı. lowg u8v 00V Atonov meroinee, Orı
oe 00x Ev uanpovg Aoyovg Abysıv durog dvyvov Ad-
yov anortrana. übıov ulv 0vv Euol Gvyyvaunm Eysv
darl‘ Adyovros yap uov Boayda 00x Eudvdavss, oVöL
1ojode: ci aroxgiccı, NV doı ansxgıvaunv, oVÖLv olog
T 1090, AR Eödov Ömyrosng. div ulv ovv zul dyo
000 amoxpıvousvov un EXm 6 Tı ypmsmuaı, anorsıvs
466 xal ou Aoyov, av ö} &ym, Eau ve yojodar‘ Ölxaıov yap.
xal vüv ravın ı7 anonglosı ei vi Eysıg yejedeı, XEm.
TI24A. Tl ovv pys; HoAaxsia Öoxel 001 eivaı n2l
Onrogian ;
22. Koioxsiog ubv oUv Eywys einov uogiov. aAl
08 uvnuovevars wnAıxodrog av, © IIGAs; Tl rdya Öpa-
’
deis;z
exeget. Appos. (Kr. 57, 10, 2)
wird gewöhnlich asyndetisch an-
gefägt. 8.zu 450b. — dvrioroo-
p09 6%.: 'näml. ein Gegenstück’
u. s. w. 8. zu 452c. Ueber a»-
tiorgo@pog s.5u 464b. — dusivor
näml. N oyoxoıla, indem das
Neutr. eines Pron. hier wie häu-
fig auf ein Subst. masc. oder
fem. zurückweist. vgl. 463 b ö%0-
zounn:o doxei ubv elvaı zeyvn.
— div ooporı: näml. wg cnro-
eLRnE Avzlorgopor dorıy. —
E. Eroxov: "etwas widersin-
niges; im Griech. ist zu dem
substantivirten Neutr. eines Adj.
zi nicht nothwendig erforderlich.
Kr. 43, 4, 10. — poaxgovg Ad-.
yovg Atysıy: Ueber das Schema
etymologikon 8.zu456a. — 0vY7-
v09 A0y0v anortrana: vgl. 458
b. — Atyovrog y. wov: Ueber
den Gen. des Part. s. zu 463 d.
— odölr...: gojodeai rıvı od-
öEv dieselbe Construction nega-
tiv, wie oben (c.) gejeda: ruvi
zı affirmativ. Uebrigens ist durch
ovdEv die in ou6& bereits enthal-
tene Negation nochmals nach-
drücklich aufgenommen. C, 619.
Kr. 67, 12, 1. — 69 u gojso-
kos: "wozu ich gebrauchen soll,
Conj. in deliberativer Frage. C.
511. Kr. 54, 7, 2
466 A. Öixaıov: ohne dort. 8.
zu 450. — xal vor: s.zu 449
a. — adv 007: In berichtigen-
den Antworten geht die in u8r
enthaltene Bekräftigung in die Be-
deutung ‘vielmehr’ über. Kr. 69,
35,1. Lat. immo vero. F. Schultz
lat. Spr. $. 234. A. 4, vgl. Krit.
44 b og Atorov To Ervrnıor,
& Zuxgarss. Evapyts ubv 00%
& Koitov. — rnlınodrog: "in
diesem Lebensalter, also hier: "so
jung’ (vgl. 463 e. IlöAog Ö} Ode
v&og &orl), während anderwärts
der Zusammenhang die Bedeutung
‘so alt ergibt. Prot.361 e. Apol.
466 ©
roprıaz 377
I2A. Ao ovv doxoset Hoı og abAanss Ev Tais
—X yadloı voulgeode of dyadol Önropes ; ;
ZR. Egwrnpa roor owräg 1) Aöyov Tivös aprnv B
Asysıs;
I12A. ’Eoorö- Syaye.
ZR. Ovo? vonigsodas Euoıys Öoxovcıv.
IIQA. IIög ooᷣ vouitsodw; 0% niyıovov Övvareaı
&v vals moiscıy;
ZR. Ovx, rò Övvasdai ys Akysıg &yadov Tı
eivaı TO Övvansvo.
IIQA. Alla vv Ön Adyom yes.
32. Eidyıorov soivuv nos doxoveı av dvın n0-
Ası Övvaohaı ol 6mTogsg.
IRA. Ti oc; 00x, BoxsE ol rugavvon, anoxtv-
vvacl re 0v dv BovAmvraı, xal dpaıpodvraı yonpera
xol EußaAkovaw d4 Tv xoAsmv Öv av Öoxf; avrolg;
ZR. N ròvr wuva, anypıyvon ugvroı, @& Ilwls,
dp Exdorov GV Adysıs, wOTEBOv adrög Teure Adysıg
xl yvaunv davrod dropalven, n dut dowräg.
25d. — raya: “später, wenn du
wirst älter werden. In Pross fin-
det sich r«y& in dieser Bedeu-
tung, (“bald nachher‘) nicht hänfig..
— ag: s.zu 4500. — og x0lc-
xes: “als Schmeichler,' d.h. dadu
sie für Schmeichler ausgibst. —
B. Zoarmue ir dowräg:
roõro ist Obj., we: Prä-
die.: “Fragst du diess als eine
(wirkliche, eine Antwort erwar-
tende) Frage, oder ist es nur der
(in Frageform gekleidete) Anfang
einer längeren Rede ?’ — ovdt 90-
ulgeohar: 5. steigert den Aus-
druck noch; nicht zufrieden den
Rednern ‘geringe Geltung’ (pat-
20ı voutteoſßœr) zuzuschreiben,
erklärt er, dass sie ‘nicht einmal
Geltung’ (098% vonifeodar) ha-
ben. Lat. nullo loco haberi. — 0%
ueyıcrow: P. bezeichnet durch
diese Frageform, dass er beja-
hende Antwort erwartet. 8. zu
45306. — alla utv ön: "freilich,
allerdings.’ Ueber den von 8. in
Zweifel gestellten Satz &.
Agysıg lehnt P. weitere Erörte-
rung ab (cAl«) und gibt bekräf-
tigend (sv) seine Zustimmung
dazu als eine selbstverständliche
(din). Kr. 69, 35,1. — dmoxtıv-
vvacı: DiaNebenform aroxtriv-
vvur erscheint bei Platon häufiger
als die Hauptform azouzsivo. —
C. 0v 0 8.: 8. zu 450 b.
— dpapodvraı yonuara: 8. zu
457b. — dnßallovow du tov 70-
Asw»:'verbannen aus dem Staate.
vgl. Prot. 325 a. Der Piur. x0-
58 TOPTIAZ
466 C
IIQA. AN Eyoys 08 dgare.
ZR. Elev, a plis' Eneıra Övo Ay us Egwräs;.
II2A. IIog övo;
ZR. Ovx agrı ourwm ng EAsyss, OTi KroxTIVVvVR-
Dow ol éijrooss 0Vg av BovAmvrar, GOnsE ol Tugavvoı,
xol yonuara dpampoüvraı xal Ebsiuvvovav dx av no-
Asav 06V av dos; auroig;
II24."Eyoys.
Zi. Acyo zoluvv 00t, Or Övo tadr dorl a don- 22
nuaTe, aa anoxpıvoüuni yE 00, XEOS Auporega. Pyul
yap, @ IIöAs, Ey xal todg Gnropag xal roüg Tugav-
vovg Övvaodaı ulv Ev ralg nolscı Oungdrarov, ug-
aso vov On EAsyov‘ ootu yag roretu oᷣ⸗ ßboudourai,
Eos £xog einelv‘
Beirıorov zivaı.
zolsiv usvroı 6 Tı.Av avrols dokn
II2A. Ovx ouüu Toüro douı.To ueya Övvaodaı ;
ZR. Ovx, as Ye pnaı IIGõdos.
II24A. ’Eyo 00 pw; pnul ulv ovv Eymys.
22. Ma rov 0V 0U ys, Exsl TO uiya Övvaadaı
Epns dyadov eivaı ro Övvaufvo.
iso» erklärt sich aus der verall-
gemeinerten Bedeutung des hy-
poth. Relat. Kr. 58, 4, 5. vgl. C.
554. A. 1. — or Alyaıs: ‚s. zu
448d. — yrauny 02vT0d: eine
Ansicht von dir’ Kr. 51, 4, 8.
Der Gegensatz der eigenen 'An-
sicht zu der an einem andern
gerichteten Frage ist nachdrück-
lich durch das Pron. refl, und
dae Medium (Kr. 52, 10, 10) be-
zeichnet. — slev: ‘gut’ esio. vgl.
Prot. 812 d; 357 a. Apol. 18 e.
— fxeıra: in Fragen der Ver-
wenderung oder des Unwillens,
besonders im Wechselgespräch,
wenn der auffälligen Aeusserung
des Mituuterredners entgegnet
wird. Kr. 69, 24, 2. Prot. 809 a.
Apol. 28 b. Krit. 43 a. (Doch ist
vielleicht statt des Fragezeichens
ein Punct zu setzen: "gut; dann
fragst d du nach zweierlei zugleich ).
— nög 6.: näml. 00a. vgl.
oben b: „wa .00 vopiteodar. —
D. oUs av P.: 8. zu 450b. —
Eyaye: 8. zu 462 c..— dvo: ist
Prädie. — ya: mit Nachdruck,
der durch das eingeschobene &
Ilols erhöht wird, nachgestellt.
— Goxco voõv ön Zleyon: naml.
466 b. — ‚spıxg0TaToY: Die
Form ouruxqos steht in der Regel
nach einem vocalisch auslauten-
den Worte. —
E. ög &n. elzeiv: s. zu 450
b. — weszor: bei vorangehen-
dem per. a. zu 458 b. — roöro
467B TOPTIA4Z. sg
II24. Onut yap ovv.
ZR. Ayadov ovv olsı elvaı, davrıg Ko Taüra,.
& av don avso Pelcıora ‚slvaı, voöv un Iywv, xul
tovro xaltig ueya Övvaadaı;
IIQA. Ovx Eyaye.
ZR. Ovxodv anodslksıg rovg 6rjrogag voüv iyov-
zag nal riyvnv nv bmrogınmv alla un wolaxelav, &ud
Eberkykas; si ÖL me daasız avdleyazov, ol.6nrogas ol 467
Korodvrsg Ev rais noAscıv & doxel avroig aal dl. Tv-
oavvoı ovVölv ayaH6V Toüro xexrnoovres, sl 0n Övve-
nis darıv, OS au plis, ayaßov, To 63 MoLelv avsv voü
& doxsl xal U ömoAoyelg xax0v eivar‘ n 00;
IIQA.’Eyoys.
ER. IIög dv ovv ol Gmrogeg :ulya Övvarnvıo n ol
zupavvoı Ev valg noAscıv, dav un Zwoxgarng &keisy-
x9n v0 IImAov Orı RoLodcıv & Boviovren;
TI24A. Ovros die —. B
ist Prädic., To u. Övvaodaı
Subj.: "besteht nicht darin (näml..
zu. thun 0 rs av dokn ‚ß.) der
grosse Einfluss ” — do 0v p7-
we: "ich sage es nicht? im Ge-
Imp. nahe kommt (Kr. 53, 7, 4),
so nimmt auch das untergeord-
nete Part. &bsl&ybag diese Be-
deutung an: "beweise .._ durch
Widerlegung . ,, d. h. “widerlege
gentheile (ut» our s. zu 466 a)
ich u. &. w. — ua 09: Ueber
ud 8. zu 456 d. Der Name des
angerufenen Gottes ist in dieser
elliptischen Schwurformel unter-
drückt (Kr.50, 5, 10), vielleicht
um die Gottheit nicht durch zu
häufige Nennung zu beleidigen.
— fpns: Kr. 38, 4, 2. — pnul
yag: s.zu45la. — ». un &ywv:
nähere Bestimmung zu rıg n0:7,
‘wenn jemand das thut . . ohne
Einsicht zu haben. — «xodei-
Esıg ... . Eyoveag: Ueber das
prädic. Part, bei anodsinvun.
8. Kr. 56, 7, 2. C. 593.
467 A. dslkykag: da .oux00v
amodst&eıg der Bedeutung eines.
mich und, beweise. — tiv T.
6.: env Enzoginnv ist Obj. zu
anodeiseıg, réxvnv Präd., ohne
dass 0v0a» oder eivaı zu ergän-
zen nöthig wäre. Kr. 55, 4, 4. C.
361, 10. — ovök» dyafon: Pra-
dic. zu roßꝰro. — KEXTNOOVTAL:
‘sie werden besitzen, d. b. eg wird
sich zeigen, dass sie besitzen. ‚Er.
53, 7,1. — Övvanıg .. - aya-
90v: 5. zu 462c, — Bob: 8.
450 d. — &$eleyydj: prägnant
“überführt (von der entgegenge-
setzten Meinung abgebracht) und
überzeugt werden, dass u. 8.w. —
B. ovrog ayne —: Unfähig
die Sätze des S. anzugreifen bricht
P. in einen Uawillen aus, der sich
60 MHAATRNOE
ZR. Ov Yyuı otelv avrovs & ‚Bo@kovrer‘
w tAspye.
467 B
1777
. H2A. Ovr ao GuoAoysıs zoLelv a doel avroig
Beizore eivet, TOVTOv XEOCHEr ;
ZQ2. Kal yao vöv OuoAoyo.
II2A. Oox vvv nowücıw & Boviovea: ;
ZR. O8 pnuı. :
I1%.A. Towövreg ö} & 'doxst auross;
. 3%. Dnut.
IIQA. Zyschan Akysız xal Uneeyvr, a Zuxpares.
22. Mn xarmoost, ᷓ Aare TAs, Iva zpo0sino
cos Kara 08°
ar el wer Egeıs &uk egwräv, —ã
Orı Yevdounı, el Ö8 un, avrog dxoxgivov.
IIR.A. ’AIR dio Gmongivsoden, iva «al eldo 0
ti Agyeıs.
322. HOorsgov ouV 601 doxoücıv ol avdemno: roüzo 23
T
BovAsodaı, 0 av neaTımoıv Exaorore, 7 Exslvo, 0V
Evsxa NOKTTOVOL TOÜN 0 nEdTrovav; olov ol ed pap-
in dem verächtlich hinweisenden
odrog (s. zu 452 e) schon hin-
länglich zeigt, ohne dass er seine
Gedanken bestimmter anszuspre-
chen brauchte. (Ueber das Feh-
len des Art. in solchem Gebrau-
che von odrog vgl. 489 b. 505 c.
Kr. 50, 11, 22). $8., in seiner
Ruhe hiedureh nicht gestört, wie-
derholt nur seine Behauptung und
fordert zugleich auf, ihn durch
Gründe zu widerlegen. — ovx.
8. ZU „58 e — RoLEiV: —8
œorovᷣgs, was siehn aus dem voran-
gehenden 08 pnur norsiv ad-
toüe & BovAovraı 1 leicht wieder-
holt. — ro9rov rno00B88r: nach-
tägliche nähere Erklärung des
ungeduldigen P. za «prı. Ueber
Constr. und Stellung von #e0-
odev Kr. 47, 29, 9. — xal y.
vor: "auch jetar‘. (s. zu 448 a),
nicht bloss aorı, worauf P. sich
bezog. Ueber yag in elliptischen
(bejahenden) . Antworten 8. zu 451
8. — zoloüvreg: mit dem ad-
versat. Part. (8. zu 450 b) setzt
P. die Constr. seines vorigen
Satzes fort. — Iva noooelzo
: bezieht sich aufden Gleich-
klang ine Aöore IloAs, mit wel-
chen 8. in überlegener Ruhe die
Redeweise des P. (xa«ra og, C.
459B,c. Kr.68, 25, 2) spottend
nachahmt, 8. zu 448c. —
: C. iva ol elda: um doch
eigentlich zu wissen. Kr. 69,
32, 17. Lysis 204 a. Bovası dr
Ersodeı, Fra nal löns tovg 69-
Trug aurodt; u. 6. —
Ö &v ze.: der unbestimmten
Vielheit (Conj. mit &» beim Rel.,
s. zu 450 b) der einzelnen Hand-
lungen steht gegenüber das Be-
467E TOPTIAZ. 6
pasa .zevovisg nape Tv largmv moTsp0V GoL. doxoücı
rovro Povisehn, Onsp HoLoügı, zlvsıv TO PEpBaxOr
xul aAyeiv, n &usivo, TO dyınlvewv, 09 Evex& Kivondıy;
II24A. Ajlov O1 To Yyialveıv. D
ZR. Ovaoüv xai.ot miAdovrdg ra xl 30V KAAov.YoN-
perıouov Zennarıfonevcos 0U todo Zarıw 6 Boviovrar,
0 wosodaıy Erderors” vis yap Povistauı nAstv re xol
xtvuévvs veiu zul wpeyuar’ Eysıv; AAN Exsivo, oluaı; 0%
Evena nAgovaı, aAovzeiv’ nA0oUTov yag Evssa mAdovaıv.
IIQA. IIavv Ye.
ZR.”"AAko vı oVV oda xal zo Kdvean, dav vis
zı zearın Evexd Tov, 09% roſßro Bovisrar, 0 .pdırei,
air Exsivo, 00 Even zopdtres;
IIQA. Nat.
Zn. de odv Eorı ‚re Tov Ontav, ö oil NroL &ya-
90V y darlv N. nanov n usrakv Tovzmv ours Ayadov
„ [4
OVTE KUXOV;
II24A.: Tloaln avayın, & Zoxguresg.
stimmte eines Zieles, 00 Evexa
zoatrovoı, das man dadurch
erreichen will. — olo»: ‚9. 20450
c. — nn — rcoõv L.: von den
Aerzten her, d. h. auf Geheiss der
Aerzte. — 'niverv To „9. : epe-
xeg. Appos. zu roſũto ÖTEE NOL-
ovow. —
D. odx00» xrA.: Constr. ovx-
009 xl’ 0 TOL000L9 Eadorore
ol mAlovzss .. . Zonnarıgöuevor
00 roſũrò dorıw 5 Povloveuı. —
8nkov orı: 8. zu 448 &. — ol
mitonses: aus xal dv AAlo» 7o.
0. ergibt sich, dass von Kauf-
fahrern die Rede ist, die sich den
Warenbedarf selbst zu Schiffe her-
beiholen. Auch die lat. Schrift-
steller erwähnen den mercator
sehr oft in Verbindung mit See-
reisen. vgl..Hor. Od. 1, 1, 15—
18; 1, 81, 10—15. Sat. 1, 1, 6.
Epist. 1, 1, 458; 1, 16, 71. —
T0v d. yonuatıouoYv 29: Kr. 46,
5, 1. C.4008. — zgayuaz ? Eyeıw:
vgl. das deutsche “ Umstände ha-
ben” Ebenso rodyuara TagE-
xeiv negotia facere. — nLovreiv:
näml. fovAovzeı. — &llo zu:
gleichbedeutend mit @A4o rı 7].
s. zu 455 b. C. 608. Kr. 62, 8, 8.
— zoll navrov: näml. dyeı. 8.
zu 460 b. —
E. o': 8. zu 450 e. — vro
.7]: 8. zu 460 a. — uera&v:
steht, als wäre es ein Adj. (Kr.
66, 1, 2) dem dyad#09 und xc-
09 parallel. Ueber den Gen.
TOvTa» C. 415. Kr. 47, 29, 1.
— von... „: 'naml, weder u.
B. w — 7. EVAYAN: 8 zu 450.8.
Die Frage des 8. liess durch &e«
(s. zu 450 c) eine Verneinung er-
warten (‘es gibt nichts, das nicht
62 NHAATANOZ 467 E
ER. Ovxoüv Alysız eivan ayadav plv doplav re
xal dyisınv zul RAodrov aal raAlı TE ToIaUra, xaxd
ö} Tavavıla tovrmv;
IIQ4A."Eyoyes.
ZR. Todd uns ayadd une xaxa pm rordde Al-
468 yeıs, & dvlors ulv wereysı Tod ayadod, Eviors Ö} roü
xaxoö, Evlors ÖL oVöstegov, olov zadradaı zal Badl-
gsıv nal Tosyeıv xal nAslv, aa olov av Aldovg zul
Eule xal taiia Ta roiadra; 09 zadın Akyaıg; n aAl
&rra nalsls Ta uNnTs ayada unte wand;
II24A. Ovx, alla Taeüra.
22. Tlotegov oVv Ta usrafd Tadra Evsxsv rav
AyadEV nEKTTOVELV, OTav MpLTTWOLV, 7 Tayadd av
usrofv;
II2A. Ta wsrakv Önaxov av ayadav.
B ZR. To ayadov apa dıwaovrss xal Badlfousv,
orav Badiknuev, olouevor BeArıov elvaı, xal To E&vav-
tiov Eorausv, OTav SoTügev, TOD avrod Evexe, Toü
ayadod‘ 7 005
IIQ4A. Nat.
ER. Ovxoüv nal anoxtivvuuev, el Tiva Aroxtiv-
entweder gut ‚oder böse oder
gleichgiltig wäre‘); diese Vernei-
nung bekräftigt P., ohne sie erst
ausdrücklich zu geben. — rc-
vavıla tovımv: Kr. 48, 13, 4.
vgl. Prot. 317 b. — zoudde: ist
Obj. von A&yeıs, ra wire ayada
p. %. Präd.; der Art. ist beim
Präd. gesetzt, um dadurch auf
den schon gebrauchten Ausdruck
zurückzuweisen. Ebenso im fol-
genden 7 Gar drra arı. —
468 A. «u: leitet eine zweite
Reihe von Beispielen ein. — oðbᷣ
ravre A: Ueber 09 in der Frage
8.2u 453e. — ra uerabv ravıa:
Ueber die Wortfolge s. C. 389.
Kr. 50, 11, 19. — zgarzovam:
Ueber die Ergänzung eines all-
gemeinen Subj. s. Kr. 6l, 4, 7.
vgl. zu 456 d Gri — TV-
xreverv). — Önzov: 8. zu 447.
— zov ayadav: näml. Evexev
roLoVuev aus dem Fragesatze zu
ergänzen. —
B. Piitiov sivaı: näml. Ba-
öiteıw y un. Im folgenden Auet-
09... oliv 7) un ist diess
in Vergleichung gesetzte Gegen-
theil bezeichnet; üblicher ist die
Weglassung Er. 49, 6. vgl. Apol.
19a. Krit.54b. — zo &vavriov:
‘umgekehrt.’ Adverbartiger „Acc.
Kr. 46, 3,3. C. 404 A. — n ov:
468D rOPrTIA=. 63
vvpev, xal ExßeAAouev xal apaıgovusda yonuare, old-
usvos Auswvov elvai Aulv Tara morelv 7 un;
IIQ24A. IIkvv yes. Ä
ZN. "Ever &pa Tod Kyadod Enavsa tadıa MoLod- '
Guv ol mOloVvrec.
IIQA. Drui.
24 ZR. Ovxovv onoAoprjanuev, & Evend TOV Votov-
uev, un &xslva BovAsodaı, dAN Exelvo, 0V Evexa Tadre
MOLODUEV 5. C
IIQA. Mealıore. |
ZR. Ovx üpa aparreıv BovAousda 000 Eußairsıv
Ex Tov noAewmv 0vÖ} yonuara aypnıpslodaı anics 0V-
tos, AAN edv ubv Opehıua 7 rede, BovAousde zpar-
teıv avra, PBAaßspa Ö: Ovre od Boviousda. Ta yag
ayada BovAdusde, OS PS 0%, ra ÖL une ayada unre
xaxc od Boviousde, 0VÖ8 Ta xaxd. 7 yap; aAnd co
dox& Atysıv, o Ilöis, N 00; ri 00% dnoxglver;
TIRA. Manbn.
ZR. Ovxodv einep Taüra öuoAoyoüuerv, sl Tıg ano-D
xreiver rıva 7 Eunßaikeı dx moAswg 7 Aypaıgsltaı yo7-
uare, Eite TUERVVog @V Elrs HNT@E, OolomEvog Kusıvov
eivaı aürd, Tupyavsı Ö8 0v -xdxı0V, Odrog Önmov woLel
& doxsi euro‘ N ydo;
näml.zod ayadoo Evan Eorauer, - ariüg OVrag: “schlechthin. vel.
Prot. 351 ec. — Ovra: d.h. day
Badıkousn; — amoxzivvuuer,
EußerhonEV, apaıgovuete istmit
Bezug auf 466c gesagt. — Nun:
ergz. zoıeiv. Ueber un 8. zu 458
d. — gpnwl: ajo. 8. zu 454d, —
oUxoÖV: constr. 004089 @no-
Aoynjsanev un Eusiva Bovischer,
“dass wir wollen. — Evexd rov:
d. i. "um irgend eines Zweckes
willen. — vadre: bezeichnet das-
selbe (näml. a Evexa Tov noIL-
ovuEve) wie dueive. —
O. opdrrev: ein gehässiges
Synonymon für azoxuvvuvar. —
T
j. 8. zu 448b. — 9 yag: se. zu
449d. — ti 0. &r.: Die auffor-
dernde Frage (Kr. 53, 6, 2) zeigt
uns, dass P. wenig geneigt ist,
die Antwort zu geben, die zu
seiner Widerlegung führen muss.
D. &4 noAewog: Ueber das Feh-
len des Art. s. Kr.50, 3, 8. —
site... . alte: 0.697. Kr. 69,
25, 1. Die Zusammenstellung von
Tugavvog und nme geschieht
mit Bezug auf466b fin. — ausı-
vo9, naxıovy: 8. ob, b zu Pl-
em — ——
64 TTAATRNOE 68 D
IIQ2.A. Nat.
ZR. Ag ovv xal & Boviscan, eineg TUyyavsı TaUra
xcxce Ovıa; vi ou“ anoxpivei;
IIR2A. ’ARR od nat doxst nosiv & BovAsraı.
ZR. Foriv ovv Onog 6 ToLodrog peya Öuvaraı Ev
tn moAsı raurn, eineo Earl ro uEye Övvaodeaı dyadov
TL Kara nv OnV Opoioylav;
IIQA. Ovx Earıv.
ER. Andi apa &yo) EAeyov Ayav ori dorıv &v-
Hownov nowodvra Ev moAsı & doxei vd un neye —X
voodaı und3 zossiv & Boväsran.
IRA. Rs 69 00, © Zungarss, aux dv Öfbnıo dei-
vei 00, xosiv 6 ru Öoxei 008 Ev 1 moAsı uäldov 7
un, ovdL Gmkols örav löng tıva n dnoxreivavıe or
—X “pslöuevov zonnara N Inoavıa.
22. Aınoios Aeyeıs N —
II2.A. Oxdoredo av of, 00% duporkowg fnAwrov
eorıv;
ZR. Evpnusı, @ Io.
124. Ti 84;
‘
ER. "Or ov 209 OVTE roug dfmAasroug enaos⸗ ovre
Tovg aHAlovs, aAl EAseiv.
TLOy. — TUygaveı . . . Kaxıov:
tritt wie eine Parenthesis aus der
Unterredung, in welcher man es
gleich dem olousvog erwarten
würde, heraus. — Önzov: s. zu
447 d. Hier, wie oft, ist die Rede
ironisch. vgl. scilicet, nimirum etc.
F. Schultz lat. Spr. 8.229. A.4. —
E. Zorıv 0.0005: “ist es also
irgend möglich, dass. Kr. 61,
5. Affirmativ findet sich diese Re,
deform mit Orwgnurin der Frage.
— our Zarıy: näml. Omas ö Tor-
0drog uéſyc —R -Aον:
467b. — £orıv: “der Fall kömmt
vor, es ist möglich” mit Acc. c.
Inf. Er. 55, 3, 1. vgl. Prot. 387
c. — ag Ön ou: "als ob du frei-
lich, ironisch. vgl. Prot. 342 c.
— östaro Efeival ooı: Ueber
ötyeohaı (‘es gern annehmen, es
sich gern gefallen lassen ) mit dem
Inf. Kr. 55, 3, 16. — uaAlov
7: Ueber die Wortstellung s. zu
456c. —
469 A. onoreg av roıf: utro-
cungue modo faciat. s. zu 450 b.
(Nav). — evprjusı: S.verwahrt
sich nachdräcklich gegen die Zu-
muthung solcher Gesinnungen.
Ueber — bona verbo; hüte
deine Zunge 8. zu Prot. 330 d.
— 'tle ön: s. zu 448 e. P. kann
den lebhaften Protest des 8. gar
469 C
TOPTIAZ. 65
I124A. Ti de; ovr@ ooı doxsi äysıv wzgl q av ya
Atyo rovu Avdgunav;
32. IIös yao 0v;
124. Voris ovv anoxrivvvonv ov av Öofn KUTo,
dixalos aroxtuvvvs, aHAog Öoxsl 00 elvaı al dis-
ELVOG.
ZR. Oux uoiys, ovòod uEvroı —
II2A. Oböx ori &HAıov Epnode silver;
292. Tov dla Ye, © Eraipe, dnoxtsivavıe, nal B
&Assıvov OF moog° Tv 0: dıxalog, afnAmrov. -
II24.’H nov 6 ys anodvioxmv adinng Zlssıvdg
Te xal adALoS Eorıv.
© N ’ g -
202. Hrrov n 6 dnoxuvvvg, @ IIois, xal nrrov
n 6 Öixalags anodvnoamv.
I2A. Ilös öm̃re, © Zoixpareg;
ZR. Ovrog, ©: WEyıorov TÄV naxav Tupyavsı OV
zo adızxelv.
DGA. H y&g toöro ueyısrov; 0v To adızsladaı
p£ißov ;
. 22. Hxıora ye.
IGA. Zu &oa Bovioıo av adıxeiohaı uailov 7
aö ıneiv ;
EZ. BovAolunv usvav Eyays ovögreen‘ el d’ avay-C
nicht begreifen. — £ysıv meol
: scheint es dir so mit den
Leuten zu stehen, von denen ich
rede. Ueber odrwmg £yeı neol rı-
vos 8. Kr. 68, 31, 1. neol or,
d.i. zegl zovren, neol 09. —
odö} ‚peyror: “aber auch fürwahr
nicht. —
B. zöv ad. ye... aronrel-
vavra: näml. “dor elvoı Epnv.
y& :'jal, nämlich, steht bei der
genaueren, hier "beschränkenden,
Bestimmung in der elliptischen
Bejahung. s. zu 449 a. — 7006:
Plat. Gorgias.
“obendrein” Ueber den adverbia-
len Gebrauch des zoog in Ver-
bindung mit xaf s. C. 446, Kr.
68, 2, 2. vgl. Prot. 321d. — 7]
TOV: 8.2u 448 a. — NOS Önte:
‘wie denn nur. vgl. C. 642, 6. Kr.
69, 20 A. — 09Twg, wc: in, der
Weise, wie; in so ferne, als’ —
N yao r.w.: “ist denn dieses das
grösste (der Uebel) ?” Ueber das
interrog. n s. C. 607. Kr. 69,
28, 2.— ucAlov: bildet mit Bov-
Aoro einen Gesammtbegriff; mal-
lesne pati injurias quam inferre? —
5
TIAAT2BNOZ 469C
66
xatov sin Adınsiv 7 adınslodaı, EAolunv av udAAov
adınelodeı N adınelv.
IIRA. Zd ion Tupavvsiv 00x av Ödkaıo;
ZR. Ovx, sl TO Tugavvsiv ys Asysıg 0080 &Y0.
II24. AAN Eyays roüro Atyo Omsg ügrı, Ebelvaı |
dv zii noAsı, 6 dv doxjj aura, woLeiv roõro, xal d0-
xrıvvvvr nal Eußaikovr Kal KEvTa KEKTTOVTL Kara
nv avrod dokav.
ZR. 2 uaxapıs, .2uod Ön Adyovrog ro Aoym Emı-Rd
Dicßod. &i yap Eyo Ev — aAdovon Aaßov Und
unAng Eyysıgldiov Asyoıpı zgög 0% vrı & Ilois, &uol
dvvanis us al Tvgavvis davunala & ori zgoaysyovsv
eav yaQ &pa Euol dokn Tıva zoviavi av dvdganav
Ov 6 oͤees —— uaia Ösiv Tedvavaı, vedvnEeı or-
zog öv av dofn‘ “av rıva don wor rg nepeing av-
av xarsayevaı Ösiv, narsayas Eores adrina ware,
Ex0v Boluarıov dısoyleder, dısoyiouevov Loraı" ovTo
udyæ &yo Övvancı dv vjds ij moAsı‘ el EVV dnıoroüvri
co Öelkaıuı TO Eyysıgidıov, lang dv simoıs ldav ori
C. zugavseiv... . — — s.
zu 4680. — roöro. „ BEeivan:
In „Ayo ist das Obj. 76 zugar-
veivy aus dem Vorigen zu entneh-
men; todro Onze Gprı (d. h.
466 b) und das diese Ankündi-
gung ausführende ZEeivas sind
Präd. — zoreiv roüro: Ueber
die Voranstellung des Relatir-
Satzen 8. Kr. 51, 11. —
© Wandgıe: Ironisch trauliche
Anrede bei tadelnder Entgeg-
nung. vgl. Prot. 309 c. 489 d zu
danovıe. — duoü.. . Emila-
ßoũ: Imiaußavsodal zıvog, ei-
gentlich ‘jemanden anfassen, ap-
prehendere aliquem (vgl. zu Prot.
335 c), heisst tropisch “jemanden
(mit Gegengründen) angreifen,
zurückweisen;' reprehendere, re-
darguere aliquem. Ueber die Con-
struction 8. C. 419 b. Kr. 47, 12.
— 9 Aoyo: vielleicht mit Be-
zug auf die „vorangehenden Worte
des P. @AR Eyoye roüro AEym
x... Der Art. vo kommt dem
Possess. an Bedeutung nahe. C.
873. Kr. 50, 2, 3. —
D. &r &yog& wAndovon: nicht
nur Orts-, sondern auch Zeitbe-
zeichnung ; ‘zu der Zeit, wo der
Markt gefällt ist, d.h. am Vor-
mittage, also etwa unser “am
hellen, lichten Tage. — Or: 8.
zu 45l a fin. — @9: s. zu 452
— deiv: Kr. 47,16,1. — 09
ör d.: näml. deiv zedcwar.
Ueber den hypoth. Relativsatz s.
zu 450 b. — TE REDaINE *0-
teay&vaı: Ueber den Gen. des
Obj. s. Kr. 47, 15, 6. Statt des-
sen findet sich auch der Acc. —
470 B TOPTIAZ 8X
0 Zomxparss, oßr ulv ndvreg av ulya Övvaıvro, dnel
x0v Euzonodeln olxla Tovro To porn Nvrıvd aoı do-
xot, xal ra ys Adnvaiov veogin Hal al romgsıs xal
za nAola aavra xal 1a Ömuocıe xal ra idın‘ aAR 00%
&pa voür Zorı 00 ueya Övvaodaı, To zorsiv & Öoxel
avra' n doxsi 001;
IIQ4A. Ov onra oſSvuo YE.
ER. "Eysıs ovv sinetv SO vu nöupeı nv rouuv- 470
zyv Övvauıv;
JIIQA. Eyoye.
ER. TU 80; Adys.
AA. "Or kvayaatov rua DUT@ Kodrrovra Enuoü-
oda Eazın.
ZzR. To 65 Inmeindum 0U x0x0V;
I24. Ilevv ye.
ZR. Ovxoöv, & Pavpasız, ro uerya Övvaodaı rad-
Aw aw opı: yaılusraı, das ulv nocırove & doxel Ene-
ven 76 Gpeilmes meKTisıv, Ayadıv rs eivaı, xal roüro,
og Eoımev, Sort vo ucyu Svvaodar” ei Öb un, naxov
xa) Suıxpov Övvasdaı; anspoueda 8 xal rods‘ KAloB
zı n 6uoAopoüusv Evlors ulv Ausıvov elvaı Tadre
zorelv & vov ON EAkyouev, droxrvvvvar te nal dEe-
Aavvsıv AvdEWNOVS “al apanpeisdeı yonuara, Evlore
öd 00;
E. doxoi: naml. deiv umon-
odnvaı. — vengie: 8. zu 455
b. — waosiv. . .: erklärende
Ausführung des Präd. rovro.
— adro: mit Bezug auf das bei
ddvaodaı zu ergänzende (8. zu
456 d) allgemeine Subj. — 0%
Önta: s. zu 449e. —
470 A. vl Öön: s. zu448e. —
avayraioy ....&orı: Das Verb.,
dessen Stellung übrigens unge-
wöhnlich ist, fehlt bei avayın
und dvayxaiov meistens. s. zu
450 a. — Pavudare: vgl. 469 c
zu Woxdgie. — galverai...
ayadov re elyaı, nal tovro ..
dorı: das zweite derdurch r}...
+0tL verbundenen Glieder steht un-
abhängig, während die’ Stellung
von rd erwarten liesse, dass es
ebenfalls von galveraı abhängig
wäre: xal roüro .. . eivaı. —
B. &ito nı 9: 2. zu 486 b. —
ubv oVv: 5. zu 4660. —
5*
68
N2A. Ilavv yes.
TAATQNOZ
470 B
ZR. Toöro ubv 67, sg Eoıne, xol age co al
ag Euod Önokoyeltan.
II24. Net.
sg w
ZR. Ilote ooüv cò ps Ausıvoveivaı teure noLslv;
ein! lvo 000v öglkaı.
* g
TIQ4A. Zi ulv ovV, ů Ziwxgarss, ANoRgLVaL TaVTO
rovro.
ER. Eye ulv tolvvv pnud, © IIois, ei coc ap
&uod ndı0v &orıv dnovem, orev ulv dınalug ris vaüra
ron, &usıvov elvaı, Orav ÖL aölumg,
xcxtov.
II2A. Xuhenov yE oe EAklybaı, & Zuingareg‘ air
ovyl av mais ae EAkyksısv, Orı 00x aAndij Akyaıs ;
ZR. TIoAAnv apa yo ro naudl yagıv Ein, lonv
ö% xal ool, &av ne EAdyEns nal anailaeng YAvaplas.
ara un “dung plAov Kvöga evsgysrov, ah EAsyye.
D
TI2A.’Ara unv, & Zuxgures, oVdEv yE oe dei
raAnois nodyuacıv EAkyysıv“ va yap Eyd:s nal noonv
yeyovora tadra lnuava as EEeidykaı Earl xul anodsiker,
os aoAlol adıxoüvrss avdommor evdaluoves elcıv.
C. iyo wiv: vgl. zu 454 d.
Kr. 69, 35,2. — yaAezov: ohne
dorı. s. zu 450 a. Wie P. das
yulEroV meint, erhellet aus dem
folgenden odyl navy mais ar. —
oöyl: 8. zu 453 e. zu 0V. — To
zadl: Der Art. steht mit Be-
zug auf die vorangehende Be-
hauptang des P.: “dem Knaben
(von dem du redest), Kr. 50, 2,
6. — anallafns pivaplası Kr.
47, 18, 1. vgl. C,419e. — xd-
uns . . . edegyer@v: Ueber das
prädic. Part. bei x«&uvo s. Kr,
56, 6, 1. C, 590. —
D. dic unv: s. zu 449 0. —
nalcuoig ‚moayn.: “mit alten Ge-
schichten, d.i. mit Beispielen aus
der Vorzeit. — E95 nal mo0n?:
sprichwörtlich von dem, was der
Gegenwart oder der jüngsten Ver-
gangenheit angehört; als gegen-
wärtig und allbekannt bezeichnet
diese Ereignisse auch das Pron.
Tadra. — anodeikar: näml. 00L,
aus dem zu &eley&aı construier-
ten o& zu entnehmen, 8. zu 460 d
und zu Prot. 310 e. — ra moia
Tadre: 8 zu 449 e. — Aoze-
Acov: Archelaos, der Sohn des
Perdikkas II., gelangte 413 v.
Chr. in der hier (vermuthlich von
der dunkelsten Schattenseite) an-
gedeuteten Weise zur Regierung
Makedoniens, die er ruhmvoll
führte. Nachdem er sein Reich
durch die Wiedereroberung Pyd-
na’s erweitert, durch Anlegung
470 E TOPTIAZ. 69.
ER. Ta note Tadre;
IIQ24A. ’Agydiaov Önxov roürov rov Ilsgölxxov
00%5 agxovıa Maxsdovias;
ZR. Ei ö} un, aAR dxovm Ye.
‚II2A. Bodaiumv ovv 001 doxsl sivaı N &DAuos;
ZR. Ovn olda, @ IIois‘ 05 yap am Gvpyeyova
To avögt.
N24. Tide; Supyevdpevos av yvolns, KAAmg Ö8E
AUTOdEV 09 yırvadaaz Orı evödaıuovet;
2ZQ. Ma AP ov Önre..
TI2A. Ankov dn, © Zuxgares. Hr ovö} zov wE-
yav Bacılda yıyvaaxsıv prosıs südaluova Ovre.
SR. Kal dAndi7 ye oo‘ ov yag olda zaudeiug
oxws Eysı zul ÖLxauosvvng.
II24A. TidE; &v Tovrm n näca evdaıuovia Eoriv ;
ZI. Ns ys dya Akya, a IIwAs‘ ToV ulv yap xu-
von Festungen und Strassen ge-
hoben und durch Errichtung einer
bedeutenden Kriegsmacht gesi-
chert hatte, suchte er dasselbe
durch hellenische Cultur empor
zu bringen und unter andern be-
rühmten Männern hielt sich auch
Euripides an seinem Hofe auf.
Archelaos warde 399 v. Chr. er-
mordet. — Inzov: 8.2u447d. —
zovrov: deiktisch, die Person
als eine bekannte anzeigend. Kr.
51, 7,7. — sl ot un .ı P.
hatte von der ‚offenkundigen That-
sache 00&9 in jenem erweiterten
Sinne gebraucht, den der Begriff
‘sehen’ in allenSprachen zulässt.
S. kehrt scherzend zu der eigent-
lichen Bedeutung zurück: 'wenn
ich auch nicht sehe, (dass er
herrscht), so höre ich es doch
wenigstens. (il — ye be.
schränkend nach einem bedingen-
den Satze. Kr. 69,4,5.) — ovy-
yeyova to d.: Ueber den Det.
s. Kr. 48, 11, 14. C. 486 a. und
437. — To "wögl: S. scheint
absichtlich ‘den Mann’ zu bezeich-
nen, um dessen Bildung und Cha-
rakter, nicht den König, um des-
sen äusserlich glänzende Erfolge
es sich handle. —
E. avrodev: Apposition zu
arkmg; von hier aus, d.h. ohne
mit Archelaos persönlich zusam-
menzukommen. — oſ ÖTiza: 8.
zu 449 e. — Önlov: s. zu 448
c. — 09 utyav Bao.: dies oa.
ohne Art. ueyag Pao. die gewöhn-
liche Bezeichnung des Perserköd-
nigs (Apol. 40 d.), der häufig
als Beispiel von Macht und Pracht
angeführt wird. — evdadu. OP-
ta; prädic. Part. bei yıyvaoxeıv.
8. C, 591. Kr. 56, 7, 1. — zaı-
Öslag Orwg Ayeı: s. zu 451 c
(nAndovg). — &v Toürw: näml,
dv nudeln TE nal Öınaıoovny.
wo
TAATR2BNOZ
490E
Aov xdyadov Avdga zul yuvalze sudaluova sluai pr,
cov 83 adınov anal rownpov &BAuov.
IIQA."AHAıog &ga ovrdg darım 6 'Apydiaog vusı
zov 00v Aoyov;
ER. Einse ye, @ plie, Kdınog.
TIQ.A. Aria alv I) mög oda üdıxog; S y8 xg00-
Ars uiv Tg apyis ovölv Yv vov dysı, Ovu dx yo
vatæòg 7 jv Bovin ’Akndrov tod IIepddxxov adslpov,
xal xarı Ev 70 Ölnaser Öoülog nu ’Adudsov, nal si
&Bovisto ra Ölxaıa noısiv, SbovAsvsv av 'Aindın al
nv evdaluam nusı zöv o6w Adyov' von dh davumsiag
Bas adAıog yeyovev, drel vun udyısore nölenesw" üs Pe
R00T0V lv TOoUroVv auroV
Das Neutr. des Pron. weist auf
Nomina auch von eimem anderen
Genus zurück. vgl. zu 465d. —
xalöv ndyaPov: Mit der Com-
bination dieser zweiEpitheta be-
zeichnen die Griechen den Inbe-
griff moralischer Vollkommenbeit.
vgl. Prot. 315 e. 328b. Apol.20
a; 21d. — yvvaixe: Auch hierzu
gehört das Attribut xa10v xdye-
80V. 8. zu 450 d (zdoe:..
RÜgog). —
471 A. oöros: wie oben 470 d.
— xcrè vov 0. A.: 8. zu 454 C.
— aöınog; Die ganze Stelle von
. 00% old«& (470 d fin.) an über-
setzt Cicero Tusc. 5, 12, 34 fol-
gender Massen: (in Gorgia So-
crates, cum esset ex eo quaesitum,
Archelaum Perdiccae ſilium, qui tum
fortunatissimus haberetur , nonne
beatum putaret?) Haud scio, in-
quit; nunguam enim cum eo colla-
cutus sum. „Ain tu? an tu aliter
id scire non potes?“ Nullo modo.
„Zu igitur ne de Persarum qui-
dem rege magno potes dicere,
beatusne sit?" An ego possim,
cum ignorem, quam sit doctus, quam
Tov Ösogornv ol Heiov
vir bonus? „Quid, tu in eo sitam
vitam beatam pulas ?“ Ita prorsus
existimo: bonos beatos, improbos
miseros. „Miser ergo Archelaus?“
Certe, si iniustus. — AAıa —X
On: 6. 21466 b. — 7 97 devin:
Nach Aslian var. Azst. 12, 43.
hiesa sie Zıulyn. — & dBodiero
... Sdovisvev dv: 0.538. Ueber
dovisvo tivi, ‘bin jemandes
Sklav, s. Kr. 48, 7,1. vgl. C.
480 b. — NV — P. fol-
gert aus 469c. und 470 0. des S.
Ansicht, für ihn selbst aber sind
dovisvsy und eddaluova elsaı
gerade entgegengesetzte Begriffe.
— x0rd 109 00 Aöyov: absicht-
lich aus &HAuog & oa ati. wie-
derholt. — Saunas os &.
y.: ist er Wunder wie elend ge-
worden, aus Savuaasov derır
sg @WArog ydyows durch Ellipse
des dori» und umgekehrte At-
traction entstanden. C. 602. Kr.
51, 10, 13. —
B. z& utyıora nÖ.: hat das
grösste Unrecht gethan. C. 401.
Kr. 46, 5, 4. — TOUTOV AYrTOv r.
6.: ‘eben diesen seinen Herrn.
471 C TOPTIAZ. 71
usramsunddusvog og anodusnv nv apyne. nv Ilepöix-
xus aurov apelisto, Esvioag nal xaranedVvgag: auron
ts xl 109 viow» aurod Aldkavöper, avsılıöv avrod,
oysdov NAıxıdenv, Zußalav eis auefav,. vorzup Ee- -
yayov antopafe. ve xl Npdesser Gmpoz£povg.' zul
vadso. adınaas Elutkev -Eavsov. ad luadsarog pevöpsvog
xcel ovᷣ bereu£inosv.ndch, all OAlyor BoTsgoV rov. —
pov, ror ꝓrniorio Tod Hogdixeov viov, eida og C
Entasri, 09 Goyn Splyveroxase vo.öinaov, oU% &Bow-
i1dn evdalumv ysvdadaı dsmalag dwdasııarg Kl: Bor
dodg iv apynv dxusiva, aAl sig posag dußaiwv xl
anonvikos moos mv unreoa avrod Kisonarpav give
Epn Öıwxovre Eumedelv zul arodavsiv.; vorydpro vüv,
ats uEyıora nöınneoog tav.2v Meusdonig, adALaTaTog
dsrı zavrov Maxsdovov, all ovx evdaıueväozerog,
xal long Earıv Oorig Admualov amo coD apkepevog D
— os arodacnv: er liess dem
Alketas antworten’ (o0 beim Part.
C. 588. Kr. 56, 12, 2), er werde
ihm seiner Pflicht gemäss (2 0-
dacwv Kr. 64, 46, 6) die „Herr-
schaft zurückgeben. — nv T
aurov &p.: Perdikkas regierte
anfangs mit seinen zwei Brüdern
Alketas und Philippos gemein-
schaftlich.—aarage#voas : nach-
dem er ihn völlig trunken- ge-
macht. Ueber x&r« in Compo-
sitis s. Kr. 68, 46, 10. — &uße-
av eig &u.: Ueber Zußallsın
rı eig rı 8. Kr. 48, 11, 3. —
&Eayayav: hat —R dieses
hat £ev/ong „ul naTanedVoag,
diese haben ueramwsuypauevos als
vorangehende Handlung unter sich
subordiniert. Die auffällige Häu-
‚fung der temporalen Part. ver-
räth den hastigen Eifer des P.
alle Uebelthaten des A. gleich-
sam in einem Athem herzuzählen,
damit nur recht einleuchtend wer-
de, wie sehr dieser adınog sei. —
Flader Envrov &. yevonevogt 8
zu 463 c. — öAlyov Borsgo»:
Ueber den adverbartigen Accus.
oAlyov ‚beim Comp. (wofür auch
öllyo steht; Kr.48, 15, 10. 0.440.)
8. Kr. 48, 15, 11. °C 404 A. —
C. z0% yrıjowov: “aus reeht-
mässiger Ehe (mit Kleopatra) ;
während Archelaos selbst, wie ob.
a erwähnt wurde, v0Nog war. —
ög Emrasıy: ungefähr sieben-
jährig. C. 631 a. Kr. 69, 68, 5.
— anmodovs : 8. ob. (b) zu: —
don. — amonvibas: hier er-
trinken lassend.' (Anders 512 a.)
— Suneoeiv nal dnodaveiv:
entsprechend dem —RX xcl
anonvikas. — Are. NdLnnRas:
s. zu 464 c. Ueber ueyıora 8.
ob. zu b. in. — av & M.:
von dem folgenden (w&vrov) Ma-
1e009@v nicht unterschieden, son-
dern nur zur ‚Abwechslung des
72 HAATSNOE 471 D
— —A Moxedoros vevicdos nah-
Aov Aoxcauos.
ER. Kal xar doyas tov Aöyay, @ Tlöhs, iyayd 27
ce Enveoa OTi nor Öoxslg su roög rw Enroguunv
nsnaöedodeı, Tod 68 bundlysodaı nusinakvai‘ xal vov
&AAo Tı ovrog Earıv 6 Aoyog, @ ne xal dv naig ds-
Aeybeıs, xcl yo Uno 000 vür, s ov oleı, ebehney-
pa Tovro to A0ya, pdoxav Tov adınoüvra 0Ux Ev-
daluova 'slvon; noder, @ vade; zul um oddEv pe 00ı
rovror —NTD ö⸗ oð Pyjg.
E IIQA. Ov yao EB’ EAEıS, enel donsl YyE 001 sg &yo
Aeyo.
ZR. R yaxdpıs, Smrogindig yap we Enıysiupsig
dAdyysıv, Gore ol Ev Toig Öixacrnoloıs HYovusvor
dAkyysıv. nal yap Enei ol Eregoı rodg Eregovg doxoö-
sv EAlyysıv, Ensiddv Tav Aoymv av Av Akymaı uag-
Ausdrucks angewendet. — tods:
haufig mit der zuversichtlichen
Erwartung der Beistimmung (vgl.
Prot. 335 c). Dass diese Zuver-
sicht ironisch gemeint ist, ergibt
der Zusammenhang. — koriv 6 0-
orıg’A.: "mancher Athener. Kr.
61, 5, 1. C.602 fin. —
D. &@nö 000 aebauevog: von
dir angefangen, d. i. erst S.,
dann die andern Athener ; also
“du vor allen andern. Kr.56, 8,
6 — Ötlaut ar.. . yevdodar:
s. zu 468 e. — uãiao: N: 8. 2u
456 c. —
nat’ goxas: 448 d.in. — TV
2 d.n.: aber (jedoch) die Kunst
der Unterredung vernachlässigt.’
Die beiden Glieder sind durch
Ev und Ögsprachlich coordiniert,
als wären sie gleich sehr Gegen.
stand des Lobes, während doch
vermuthlich, doch wohl,’ hier wie .
das zweite weit mehr eine Be-
schränkung des Lobes enthült.
vgl. Kr.69, 16, 3. Ueber & eleiv
zıvog 8. zu 465 b. — al vur:
8.2u 449. — @Aro Tı: 8. zu 467
de — ©... EEeilyksıe: 4700. —
ZEelnjkeypar: C. 275, 1. — o-
9ev: "woher denn’ ‚(sollte diess
kommen o. &.), d. i, "keineswegs.
Kr. 51,17,13. — 0 ’yade: s. zu
469 c. (wandgıe). — x0l unv:
“ich gebe dir ja doch nichts
zu. —
E. ou yag &0.: 00629 Onolo-
yeis, 0% yap 2 les. Ueber yao
in elliptischen Antworten s. zu
451 a. Ebenso ist zu Önroginäs
yag Erıy. zu wiederholen 0d-
div öuoloya. — nal yag Enei:
‘denn auch dort u. s. w. ‚vgl. zu
448 a. — ol Eregoı rovg Erk-
eovgE: “eine Partei die andere (ihre
Gegner). vgl. Kr. 50, 4, 8 —
#72 A
TOPTIAZ. 73
rugoug HoAAoUg nagsyavraı xol sudonluoug, ö 02 To-
vovria Atyov Eva Tiva ZageynTa Kl undeva. oVrog oe
ö EReygos 0VÖEVOG &ELdg Eotı EOS TyV almdeıav' Evlors 472
yoo dv xl nurapsvöonagrvondein dig dmö zoAlov
zo ÖoxovUvrwv £val Ti.
xal-vüv eg) Wv OD Atyaıs
oAMyov 00 ndvrsg Ovupijoovoı ade "Adnvaioı “el
oc Sevon, dav Bovin var Euod u&prTVpaS napaoyEoder,
.DG 00% ne Aévco URETVENGOVGL 001, eav ubv Bovan,
Nixlas 0 Nxnodrov xal ol adsAyol user avrod, @v
ol teimodes ol Epebijs ororis eicıv Ev ra lovuoiꝙ,
ov dv Aeywor: s. zu 450 b. —
Eva tive: “eines einzigen, wer
es auch sei; unum aliguem. Evo
bildet zu moAlovg, ziva zu &v-
doxiuovg den Gegensatz. Von Ever
zıv& ist dann undeva “oder
auch gar keinen’ die Steigerun
(vgl. die häufige Formel N tıs
oddels). — obdsvog d£. 8. no0s
&1.: "hat keinen Werth zur Ermit-
telung der Wahrheit? —
4712 A. xaran)evdouaprTvgn-
PEin: für die Bedeutung des
Ueberwältigens, die x&r« in man-
chen Compositis hat (Kr. 68, 46,
30) vgl. xarazalaisıy, nura-.
nohspeiv, naradogvßeiv u.ä. —
vno nollov x. box. 8. Ti: ent-
sprechend dem obigen u. zo4-
Aovg nal eVdonluovg. Ueber die
prägnante Bedeutung des ql (‘et-
was Bedeutendes’) als Präd. s.
Kr, 51, 16, 13. Ebenso Asysıy
ti (Kr. 51, 16, 14) Prot. 339 c.
— al wur: vel. zu 448 0. —
neol or: ordne xal vüy radıa,
neol ov cd Akyaıs, . . . OvupT-
covaı. Ueber die Attraction s.
zu 452 a. — oAlyov: “um weni-
ges, bez. den Abstand, um den
die Zahl noch von mavıeg ent-
fernt ist, also: "beinahe. Kr. 47,
16, 6. vgl. Prot. 361 c. Apol. 17
+‘
a. — Laervgrjsovat ...: einer
allgemeinen Behauptung werden
die erklärenden Beispiele asyn-
detisch beigefügt. vgl. zu 450 b.
— av ulv Bovam.. . day Ö8
BovAn: übliche Formel, um zwi-
schen mehreren Beispielen, die
man anführen kann, dem Leser
die Wahl zu lassen. vgl. zu Prot.
3202. — Ninlas ari.: Absicht-
lich nennt Platon als Zeugen,
die für des P. Behauptung auf-
treten würden, Männer von Ach-
tung und Einfluss im Staate, so
ausser Perikles Nikias und Ari-
stokrates. Nikias behauptete durch
seine Kenntniss der Kriegsfüh-
rung und durch seinen bedeuten-
den Reichthum grossen Einfluss,
den er nach dem Tode des Pe-
rikles ale Haupt der ÖOptimaten
gegen Kleon geltend machte. Von
seinem und seiner Brüder Reich-
thum und dessen liberaler Ver-
wendung gaben die Preise für
die Ausrüstung von Festchören
(zoenyia) Zeugniss, deren An-
denken durch die im Heiligthume
des Dionysos (&v Jıovvoio) am
südöstlichen Abhange der Burg
aufgestellten Dreifüsse bewahrt
wurde. Aristokrates gehörte zu
dem vornehmsten Adel Athens
und spielte während der Oligar-.
74
NTAATQSNOZ
4724
dav 8% Bovwin, Agıoroxperng 6 ExsAMov, 00 au derıv
B&v Ilvdot rouro ra »auA0v avddmua, dav OL Bovin, 7
Ilsgıxldovgs 6Ay oianla n ühln evpyevsıa, NVrve av
Bovin zov Evddvös dniibaedaı. Ari Eyo so eis @v
ovy 6uoAoyü‘ 0d ydp us GV dvayaaksıs, aAld »ev-
donaprvgag moAlovg xar duod apaarouEvog Eıys-
osig Enßailsıv us dx wis obolug nal od aAndoös. dyo
ö8 ‚dv un o& avröv Eva Ovra udprugan nagaszapeı
CöwoAoyosvre zeol av Adym, ovötv olemı &fıov Adyov
nos enapavdaı mepl @v &v nulv 6 Aoyog 7" olmaı
ö3 ovö} ol, av un Ey 001 uaprve@ els av uovog,
Tovg Ö’ KAAovg ndvsag Tovrovg yalgsıv düg. Eorı wiv
0UV oorog Tis toomog &Adyyov, Gg u re olsı zul al-
chie eine Hauptrolle. Als einer
der Feldherren in der Schlacht
bei den Arginussen (406 v. C.)
wurde er zum Tode verurtheilt.
— ö%...,0d: Gen. de Ur-
sprungs. C. 417. Kr. 47, 6. —
ToVro T. x. &.: deiktisch; der
Gegenstand war allgemein be-
kannt. 8. zu 470d. —
B. Avaya 0» Bovin: s. zu
453 d. — rar dv9kvde: näml.
ovyyereıöv. — elg ar: im Ge-
gensatze zu uapTvoas moAlovg;
ebenso odx Ouoloyo gegenüber
von öAlyov navreg OvupNoovoı.
— spevdoungrvoang ToAlodg:
P. hat freilich nur ein Beispiel
angeführt, den Archelaos, aber
eben als eines aus vielen, wie
diess S. ausführt. Sie alle aber
legen, als derEinsicht in die Sa-
che entbehrend, nur ein falsches
Zeugnis ab. — Eußalleıy ne du
zns o.: fortfahrend in der tropi-
schen, dem Gerichtswesen ent-
lehnten Ausdrucksweise gebraucht
S. das dußatlsıv rıva du vis
odelas (‘jemanden um sein Be-
sitztbum bringen’) in der Beden-
tung "jemanden aus der Wirklich-
keit und Wahrheit verdrängen.
xal Tod aAndboug: 8. zu 447 a
(xerorıv Soprig). — Eva Ovrn:
entaprechend dem vorangehenden
ls ©9. — negl 09: 8. zu 448
d. (&& 6» elonxev). —
C. nersgardaı: regalveıv
ist der übliche Ausdruck vom
‘“Darehführen einerUntersuchung.
vgl. Prot. 858 b; 360 d. — a»
...9: 8.2u450b. — od} vol:
näml. &&ı0» rı Aödyov mene-
odvdar. — els @v uodvog: Die
Häufung des Ausdruckes und die
oftmalige Wiederholung ist be-
zeichnend; bei einer wissenschaft-
lichen Erörterung kommt es darauf
an, dass die beiden Gegner sich
zu derselben Ueberzeugung eini-
gen; die Ansichten deren, die
der Untersuchung fern stehen,
sind gleichgiltig. — Tovrovs:
deiktisch, mit geringschätzigem
(s. zu 4520.) Bezug auf die vor-
erwähnten Beispiele (Archelaos
0.8 w) — yutgeıv düg: s. zu
458 b. — 0dr0g tig: s. zu 456
a (damuonie Tis), — TE0moS
TOPTIAEZ. 75
koı noAlot- dovı ÖE nel GAkos, 09 Ey av olnaı. no--
oaßaiovres our zug AAAnkovg Exstapede, si rı dtol-
covoıv dAlyiom. xal Pag ruygavss wepl ov aupıoßr-
ToÖREV 00 zavv apıxpa Ovua, aAlı Gyedon Tı vadza,
zepl wv eidever re xallıerov un siddven Te alayıorov'
rò yao xepdinıov aurdn dsriv 7 Yıyvaonsıv 9 dyvo-
stv, Sortę re sudalımv dar) xl 0815 mn. avrlaa TO0-
478 B
zov, zepl oú vüvoAoyog dort, Eu iyet olov re, elvaı D
uexapıov &rdoe abınoüvre re nal &dınon Ovra, sirso
Aozehaov aödınov ukv nyat elvas, zudatnova BE: aAAp
Ti 05 oVrm 60V voulfovrog —RB
IIQ2A. Tuvuv pe.
ER. ’Eyo ÖE pru ddvvonov. &v alv rourt au-
pıoßyroönsv. elsv" ddınav 6% 81 sudalumv Zoraı ag
av vuyyarn Öluns Te nal vınmelas;
II2A."Hxwora ys, Ensl odrm y üv a®lımrarog ein.
ER. AIR dav dpa un Tuyyaon Öluns 6.adınav, wara
ròov 60V Aoyov sudalumw Lara;
IGA. Onut.
&ifyyov: näml. die Anführung
von Zeugen, wovon 471 e. die
Bede war. — ei rı dıoloovaıy;
s. zu 451 c. (TO00UT09). — 0V
zavv: 8. zu 48 d. — Ixedov
zı: 8.20 450d. — neol wmv elök-
var: ‘von dem (worüber) Kennt-
nis zu haben u. e. w. Kr. 68,
31, 2. vgl. zu464d, (Eralsı me egl
Tov 20.) Alkib. I. 109 e. 00% av
oleı us dllmg elölvaı zegl tav
dınalov nal dölnov. — elöevaı
re x. un eldevaı Te a.: "einer-
seits Kenntnis zu haben sehr
schön ist, andrerseits u. s. w.
Statt der adversativen Verbindung
durch u&v...d& ist die in Prosa
übrigens seltene Verbindung durch
Ta... re gewählt. Kr. 69, 59,
1. vgl. im Lat. que . . . que. F.
Schultz lat. Spr. $. 222, 1. d
un slösvaı bildet zusammen einen
Begriff, deshalb ist rd nachge-
stellt. — avıina: ‘zum Beispiel,
eigentlich ‘ um gleich einen Fall
zu nehmen. vgl. Prot. 359 e. —
D. elvaı . . . övra: "Dass ein
Mann glücklich ist, wenn er Un-
recht thut und ungerecht ist. —
@Alo ti: 8. zu 467 d. — og.
vonifovrog: 8.zu 448 e (doree
rivòos YEyovrog). —
&...dövvaTor: entgegenge-
setzt der ‚beistimmenden Antwort
des P. 0v njyei olov re ar. —
elev: s. zu 4660. — Öb ön: s.
zu 452 b. — odro: d.i. el Öl.
ang te nal rıumglag Tuygavor. —
E. nara 707 009 A.: s. zu
454 ©. — gnul: ‘ja. s. zu 454
E
473
B
JAATRQNOZ ATZE
76
ZR. Kara dd ys iv dumm dokav, @ IGAs, 6 adı-
xöv TE nal 6 Adırog mavımg ulv aA, adALRTERog
uevror, &av un Ösöß dinnv undt Tuyyavn Tıumelag,
adınav, arro⸗ ö3 &BAuog, dav did Ölamv xl Tuy-
yavn Ölung uno Hsov ve sel AVIEDRLOV.
ISA. "Arora ys, o Zwxpurss, enıyergeis Adyaıv.
22. TIsıgaooueı ÖE ye nol-08 ‚woran, @ Eraips,
tavra Zuol Asysıy“ pikov yao 65 Nyoüual. vUv ur.
0vv & dıapsgousde reür Earl‘ oxome db xal ou‘ simov
ya nov Ev vois Zumpoodev To adınsiv voü adızei-
oda xaxXıov Eivar.
IIQA. IIavv ye.
ZN. Zu 68 To adızsladeı.
IIQA. Net.
2%. Kal tovg adınoüvrag adAlovg Epnv eivaı Eyo,
xl EENAEYXINV Uno G0V.
II2A. Noi ua Aia.
s
ZR. ‘Rs 00 ys oleı, & Tõde.
IIQ2A. "And yes olowevogs Toms.
ER. Zi dE ye svdaluovag ad vous ddızoüvrag, dav
un dıdacı Ölkyv.
II24A. Ikvv ulv ovv.
d. — Ödye: 2. zu 4488. — mav-
tag: "in jedemFalle, mag er nun
Strafe erleiden oder nicht. °—
wEvror: nach vorangehendem w£»,
s.zu 458b. — dıdo dinnv: vgl.
das lat. poenam dare. — Bear
re nal dvdemnwv: Ueber den
Mangel des Art. s. zu 448c. —
A73 A. from... Emıyeipeig
Agysıv: entsprechend dem obigen
(471 e.) EnToginag us Emızeigeig
&lyyeıv. — @ Eraige: vgl. zu
471d. (& "yadE). — ravra Ewol:
“dasselbe wie ich.” Ueber den Dat.
s. C. 436 b. Kr. 48, 13, 8 u. 9.
— glov ... Ayoonaı: moti-
viert die Bemühung, Ueberein-
stimmung herzustellen (t&Vr«
Akyeıv). — Ev toig Zumoooder:
469 b. — Epnv: 470 e. — val
ua Ala: Komisch klingt diese so
grosse zuversichtliche Behauptung
des P. nach der Entgegnung des
S. al d. —
B. ös ovᷣ ye olsı: Wiederho-
lung aus 471 d. — Anden ye:
s. zu 449 a. (ayadov yE)-
loog: s. zu A471 c. — ÖE ye: 5.
zu 448 a. — svdaluovag: uäml.
473 D TOPTIAZ. 77
ZR. Eya 6} avrovg AdAımrdrovg pnul. roüg 68
dıdovras. Ölamv Nirov. Bovisı zul Todro EAdyysıv;
IIQA. ’AAR Erı Tor’ &uslvov yalsıarsgov &orıv,
© Zwxpares, EEeAkykoı.
ZR. Ovdite, & IIoAs, hA KöUvarov" To yag din-
Dis ovdenore EAlyyeraı.
IIQA. IIog Atysıs; dav adızav Avdpmmos Anpen
rvgavvidı EnıßoviAsvov, xal Anpdels orgeßAuraı nal C
dxteuvnzoa vol Tods OpdarAkovüg Erxdnrea, xal aldag
zoAiug xal ueyalag zul navrodanag Adßas würds TE
Anßndels xal Tovg avroü Emıdav naldds Te aa yo-
valnı. rò Zayarov Kvaorave@® 7] Karanırradl), oürogç
svöcıuov&oregog Eoraı, 7 &dv ÖLapvyav TUgaKVVoS xu-
zaorn nal apywv Ev ıy noAsı ÖLaßıo noLwv 6 rı av
‚BovAmtaı, fnAmros Bv xal svödauuovıfousvog Uno Tav
xoAıtav xal av KAlmv Edvov; twüra Adysıs aövva-D
tov eivaı EksAkyyaıv;
Epnoda elvaı. — Nrrov: näml.
&dAlovs eival pnu. — nal
rodro: mitironischem Bezug auf
470 c. galemov ye os Ülsykaı
ati. — EEeltyEaı: Ex bezeichnet
in vielen zusammengesetzten Ver-
ben die Vollendung. Kr. 68, 46,
7. vgl. F. Schultz $. 216, 3, —
09 Önta: s. zu 449 e. — züg
Atyeıs: Ausdruck des Staunens
über eine ganz unerwartete Aeus-
serung. Vgl. das homer. zolov
T0v uödov Esınes (Il. a, 552.),
roiov 08 Enog püyev Eonos 6d0V-
zo» (II. o 350.) u.&. — AnpdT
rt. &nıBovisvov: Ueber Auuße-
vouaı mit dem präd. Part. (bei
einer Sache ertappt werden’) s.
Kr. 56, 7, 2. 0.598. —
C. zovs dp. Iunantar: die
Const. zu erklären aus der activi-
schen &uxceıv rıvl todg Opdal-
vovs. 0.483, 1. Kr. 52, 4, 2. —
rollag nal ueyalag: s. zu 1478.
Aoßag... Außndels: 8. zu 467
d. — 7095 . . . yvvaina: nänl.
AoßndEevras. — 6 Eayurov: 8.
zu 458 d. (70 Aoınor). — xura-
rırtadn: "mit Pech überstrichen’
und verbrannt werden. Mit der
ganzen Stelle sehr ähnlich steht
Rep. 2, 361 e. oßTo Öiaxeluevog
6 Ölxaıog uaorıyaderai, OT Q8-
Biwceraı, dednoera, &x-
avdnostaı roapdalum,
TelEUTOy Tavra nand adv
dvasyıyvövlsvdnosraı nal
yvaoeraı, Or 00x elvaı Ölnaıov,
alla donsiv dei del. —
dıiapvyav: näml. 779 dlanv (vgl.
481 a.), im Gegensatze zu dem
obigen &av...Anpdn. — roıav
ö rı &v Bovinsar: mit Rückbe-
ziehung auf 469 c. (@Al’ Eyaye
ati.) — £nlorös ar: vgl. 469
a. — 9720 TOv nolıtay: a ci-
vibus suis, von seinen Mitbür-
gern. —
78 IIAAT2NOE 473 D
22. Mopuolvrres ad, 0 yzvvois Ilörks, xel 00x 29
&Alyysıg“ üpri OS Luaprupov. Oumg Öf Vaauvnaov ME
ouxpov‘ dav adlums dmıbovisvmv rugavvidı, einsg;
I24A.’Eyoye.
ZR. Evöasuovtsrspog ubv rolvuv ovdgnors Zoraı
0VÖETEEOG AUTEV, OVTE O KRTEIEFROHEVOg TNV TVRRV-
vida Adinmg eurs 6 aAovg‘ Övolv yap adAloıv svdaı-
uov&otsgog lv 00x av Ein‘ AdALWDTEROG uEvvos 0 din-
E @5dymV xel wugavvevcag. rl Toüro, © TGac; yelds;
arlo av zoüzo eidog EAeyyov dorlv, Ensıdav vis vı sing,
KaraysAly, EREyxSLV 63 un;
IIQA. Ova olbsı eselneygdaı, @ ; Zoingazes, Ozav
zoswüre Adyyıs, & oVdEls dv prasısv audgeinan ; Eiesl
EI0B TIva Tovımvi.
ZR. N. Mole, 008 slul zaw nolrırav, Kal ui-
gvsı Bovisvarv Kuga, Enesön N PvAy, Anpvravsve xel
474 Eösı we Enunbnplkewv, yEAora nageigov Kol OUK YRLOTE-
E. TUORVVEVDRG: C. 498. Kr.
53, 5, 2 — rl rovro: S. wird
D. to» allov Eevov: “und
von den andern, nämlich von den
Fremden. &4AAog, mit oder ohne
Art., findet sich attributiv bei
einem Subst., wo dieses eigent-
lich Appos. ist. Kr. 50, 4, 11.
Apol. 36 b. Odyss. ß, 412, 384.
— zadra: zunächst auf odrog
evdnıuordoregog Eoraı ark. be-
zogen. —
woguoAvtrei : ’du suchst mich
einzuschüchtern.’ Selbst die Wahl
dieses Wortes (vgl. Krit. 46 b)
weist darauf hin, wie diess Mittel
nicht für eine wissenschaftliche
Erörterung passe. — yevvais:
vgl. ob. (a.) zu Eraige. — ‚ügze:
47l und 472 a,b,c. — unduv. WE
SuLxg09: Kr.47, 11, 3. C.402,
— dlovg: Paraphrasis der Worte
des P. da»... Anpdy. — aP-
Aloıv: vgl. 472 e. — ein: näml.
ovösTegog. —
hier durch das höhnische Lachen
des P. unterbrochen. — eldog
dldyyov: wie das uaprvgsode:
und das LopuoAvrTeohaL. — TI-
va: den ersten besten. — rov-
zovi: deiktisch auf die im Saale
versammelten Zuhörer. vgl. 458
c TOovTWY, und, 455 c. (u. 447
c.) zov &y6ov Ovros. — _Tay
nolıtınovy: 8. zu 448 c. (0V...
Eoriv). — PBovisvev.. . Ergd-
raveve ... dmiypnpikev: Die
Erzählung des Factums, auf das
S. sich beruft, schreitet von den
allgemeinsten Voraussetzungen zu
den specielleren fort: S. war im
Jahre vor der angeblichen Zeit
dieses Gesprächs durch das Loos
Mitglied des Raths der Fünfbun-
dert (Bovisvaıv Aaywv). Die
Section des Rathes, deren Mit-
A74B TOPTIAZ. 79
uyv Enupnplksv. un 00V umdl vov as aelsve dnıyn-
piksıv Todg napovras, aAl El un dysıg Tovrov Bsirtio
EAsyyov, Omep vüv Ön Eyw: EAsyov, Euol Ev zo wege
zapcdog, al elpacaı vod Eidyyov, olov Eya oluaı
detu elvaı. &yo yap mv Av Adyn Eva ulv nagasyeodeı
ucorvga Enioraneı, aurov npos Ov av yor 6 Aöyog 7,
tovg 68 woAlougs Eo yalgsın, nal Eva dmupnpiksv dai-
orauaı, tolg Ö8 noAlois 0vÖR diadkyoues. 000 ovv, siB
&deAnasıs Ev ro ufgss Ödovaı EAspyov dnorpıvousvog
za Egmrwusve. Eyo yap Om oluaı xal &uk zul 0: al
toVg GAlovg avdowWnovg TO adınsiv Tod adınsicda
xaxıov nyeiodaı Kal ro un dıdovas diunv too dıdovan.
II2A. 'Eyo dE ys oVr’ ul oUT aAlov AvdoW@nov
ovdEva. Enel oU Öekar dv udAAov adınslodeı 7 adıneiv;
22. Kal ovᷣ y av xal ol aAloı mavrss.
glieder seiner Phyle (N gvAn), kes (zO Andres 2Bou .. , Ene-
der Phyle Antiochis, angehörten,
war eben während jener Pryta-
nie in Function (d&evraveve).
S. selbst hatte für diesen Tag
den Vorsitz und daher die Ab-
stimmung in der Volksversamm-
lung anzuordnen und zu leiten.
(Vgl. Schömann gr. Alt. 1.$.378).
In dieser Stellung, sagt S., er-
regte ich Gelächter (yEAwrx za-
080709, risum dabam), da ich es
nicht verstand abstimmen zu las-
sen. — Wenn man die Erzäh-
lung des S. auf das J. 406 be-
zieht, in welchem er als mı0z«-
zns die rechtswidrige Abstim-
mung über die Feldherrn aus
der Schlacht bei den Arginussen
nicht zuliess (Apol. 32 b. Xen,
Hell. 1, 7,15), so muss man an-
nehmen, dass S. scherzend seine
Charakterfestigkeit, die Abstim-
mung zu verweigern, wie ein Un-
geschick, und dem entsprechend,
den lebhaften Unwillen des Vol-
Hoovßnoe Xen. &. 2.0.) als ein
Lachen über seine Unfähigkeit
darstelle. — und} vüy: vgl. zu
449 a (nal vO9). — Edniynpe-
&eıv roos raoovras: mit Bezug
auf 8008 zıva Tovrmwi. — rov-
Tov: av <yyoy, als die
eben jetzt von dir versuchten Be-
weisarten UAXETUEEODEL, LOOUO-
Avrreodar, KaTayeldv. — uso
.. . fAeyov: ist mit dem nach-
folgenden Zuol... zu verbinden.
— dv ro ufosı: 8. zu 4692. —
neloaocı Tov &kyyov: Kr. 47,
12 A. C.419b. — 09 &v Abyo:
s. zu 448 d. (Eè &velo.) und zu
450 b. (Nav). — 80 yalgsıv:
s. zu 458 b. —
B. Sıdovaı: “gestatten” Eben
so dare oft = concedere. — Ö8
yer 8. zu 448 a. — 00T...
odöEre : enthält auch odre ag in
sich. — dsfar. . . adınsioher:
s. zu 468 ©. — al 08 y: s. zu
4470. — Av: ergz. u@llov Öf-
80
IIAAT2QNOZ
474B
II2A. IIoAkov ye der, all odr Ey ovrs 0» ovr'
Gros ovÖEis.
ER. Ovaodv dmoxgıvel ;
TI2A. Ilavv ulv oVv° xal yag Enıdvun eidevaı
0 ti nor Egeis.
Z2. deye ön no, iv eiörs,
möTEgoV doxei 6oL, m Ilüls, xumov
iS os jjoorov
oxso ev el e6 00-
elvaı rò adıneiv N TO adınsioder; ,
I2A. To adırsiche:r Zuospe.
ZR. Ti 63 ön eloyıov; moTegov To adıneiv 7 To
adınsiodar; anoxplvov.
I12A. T6 adınsiv.
ER. Obxodv xal xanıov, sineo alayıov.
IIQA."Hxıotd yes.
2%. Mavdavo
2 2 4 ⸗ e 4
0OV TRVTOV NYyei OV, @G E0LKGS,
DxaAov TE Hal Ayadov nal nanov xul aloyeov.
IRA. Ov Öfre.
ER. Ti 63 Tode; Ta waAa navıe, olov xal 0W-
vora xal yowuara “ul aynuara xal pymvas xal Enıry-
Ösvuote, eig ovötv anoßienwv nalsig Exdorore Kald;
0lov NEWTOV TE Gwuare td naÄd ovgl Nor Kara av
xoelav Adysız ala eivaı, MOOS 0 Av EraGrov YENat-
Sœro adınsiodhar 7) Adınsiv. —
molA00 ye dei: weit gefehlt!’
multum abest; einenachdrückliche
Verneinungsformel. Prot. 341 d.
moAlod ye Ösiodroog &yeıv. Apol.
35 d. Kr.47, 16, 3. —
©. 2£ &oyäjs: d.h. ohne Rück-
sicht auf die bisherige Discussion
des streitigen Satzes. — dt Ön
s. zu 452 b. —
'og £oınug: “wie es scheint,
Ueber die persönliche Constr. 8.
Kr. 55, 4, 3. — n0l0V...: di.
du hälst nicht einerseits Kurbv
mit &ya90v, andrerseits &loye0v
mit %%0» für identisch. —
D. 00 önre: s. zu 449 e. —
ti ö% ode: nänl. Aeyaıs. — eis
ovölv anoßierov: d. i. ohne
Rücksicht auf etwas, das im Fol-
genden näher als Nutzen oder
als Genuss bestimmt wird. — olo»:
8. zu 450 c. — nor... N: 5
zu 460 a. — xorca nv ge.: 8.
zu 454 c. — E05 TOVTO: über
die Voranstellung des Relativ-
satzes 8. zu 469 c. — x.ndornv
tıva: 8. zu 456 a (dauuovie y.
tig). —
30
75 A TOPTIAZ.
81
uov 7, XE0g Todro, 7 ara Ndovijv rıva, dav Ev co
Dewpeioden: yalpsıv zo roos Hewmpodvras; Eyais Tu
Entog Tovrmv Akysıv nepl OWuarog naAkovg; E
IRA. Ovx Ego.
Zn. Ovxoöv xol vaAiı wavre oũro xal Syjuare
wel —RB n dıa ndornv rıva mn did opehsınv n di
dugporspn za TE00RYogEVES ;
IIQ24A."Eyoye.
ZR. Ov xal tag Pmvag Hal Ta Kara Tv uovdı-
KNV HAVTE BORVT@S ;
IIQA. Ned.
22. Koi uno Ta ye xcrc vovg vouovg vol a Emı-
nösvuare od Önzov Exrog Tovrwv dorl ta xald, N
apeiıua ziva 7 ndda 7 auporsgn.
I1Q2A. Ovx Euoıys dont.
ZR. Ovxoöv xal To av uadnudtwv naikog @g- 475
LUTOS ;
IIQ2A. IIkvv ver xl xaAös yes vor ögpiks, o Eo-
xgarsg, Ndovn re xal ayado Ogıkousvog TO xaAor.
ER. Ovaodv 16 alaygov To Evavılm, Avnm Te
xal KaX;
IRA. ’Avayaın.
ZR."Orav kon Övoiv xaAoiv Harsgov xdAdıov N,
n To Etiow Tovrow 7 duporsposs vregßaikov nul-
Aıov dorıv, Nroı Ndovi 7 wpeiste 7 auporegois.
II2A. IIavv ye.
ER. Kal orav Ök Ön
E. ocavıwg: näml. a da
ndovnv. .. mgOCKYogEDELG. —
To JE». nad: d.h. r& nad
Ta KAT TOOg vOuovg anal nard
za Enırndevnare. — Önmov:
s. zu 447 d. — @g. elvar: der
Inf. ohne Art. als epexeget. Ap-
Plat. Gorgias.
Övoiv alaygoiv To Eregov
pos. zum substantivierten Neutr.
des Pron. Kr.57, 10, 7. —
475 A. zo aloxgöv a Evar-
rio: näml. öqıfousvog , xaAög
6olkounı. — AUnN. se ‘näml.
durch Unlust u. s. w. s. zu 467
6
82
IAAT2NOZ
475B
Bolayıovn, yroı Avan Nano vunepßailov alayıov Eavaı'
C
N] 00x dvayan;z
IIQA. Net.
ER. Depsdn, mög EAdyero vov ön mepl Tod adı-
xeiv nal adınsiodarı; oUn EAeyes TO ubv adıneladaı
xaxıov eivaı, TO 68 adızeiv aloyıov;
IGA. Tacyov.
⁊
ER. Ovdxodv einge eloyıov rò adıneiv Tod adı-
4E:lodeı, frou Avznooregov Eorı nel Avan vreoßaAlov
alayıov dv Ein nano N duporspoig; 0V xul Toüro
Kvayıan —
I12A. Ilös yag 0v;
32. Ilpörov ulv 617 oxedouede, dpa Ava vreg-31
BaAksı ro adınsiv Tod Adınesladaı, nal aAyovcı udi-
Aov ol ddınoüvres 7 ol adıxovusvor;
IIQA. Oddauas, ® Zwxoures, Toürd Ye.
ER. Ovx ügu Avan ye UnEQEYE.
I2A. Ov Önte.
ER. Obxodv el un Avnn, dugpordporg ulv 00x &v
Erı vreoßailoı.
IIQA. Ov galveraı.
zn.
II2A. Net.
22. To #0x0.
II2A."Eoıxev.
e. — dvayın: 8.zu450a. — ÖF
ön:s. zu 452 b. —
B. vöv ön: "grade, eben jetzt.’
Kr. 69, 17, 1. C. 642, 4 c.
00% 2.: s. zu 453 e. — ijrot
...n: 8.zu 460 a. — 00...
dvayım: “ist nicht auch dies eine
Nothwendigkeit (nothwendige Fol-
ge) \?" Das prädic. Subst. kommt
im Sinne dem Adject. &vay-
xciov gleich. s. zu 450 a. Kı.
61, 7,5. —
Ovxoiv To ErEg@ Asinerat.
Ü. 1. unsoßailsı TO dd. ToV
&ö : “ob das Unrechtthun an Un-
Just überwiegt über das Unrecht-
leiden. vreoßaAisıv hat die Be-
deutung eines Comparativs, und
lässt daher den Gen. zu (C. 423.
Kr. 47, 19). Hänfiger jedoch hat
es das Obj. im Acc. — ÜnEgE-
zer: näml. zo, adıneiv Tod adı-
neiodor, — (0 önTe: 8. zu449 e.
— 76 Eriow: d.i. Aeinmerau To
Eriom (Tü xaxo) zo ddıneiv
475 E TOPTIAZ. 83
ER. Ovnodv xand Vrepßailov To Edınelv xcætov
dv sin roũ ddınsraden.
IIQA. Añlov 6% Onı.
ZR.”Ao tı 00V Uno ulv rov noAlov Avdoo-D
xwv xal Uno 000 @uoAoyelro nulv &v to Eungoodsv
100v0 aloxıov elvaı To adınsiv Toü “üdınsiodaL;
I1Q24. Neal.
22. Növ dd ye dixiov dyavı.
IIQA."Eoıxev.
ER. AEEnıo &v oUv Gu uälkov TO xuxıov xul To
alsyıov avıl Tod Yrrov; un Oxvsı dxoxplveoder, @
IIois‘ ovölv yap BAaßnosı" aAAa yevvalag ro Adym
GorXEg Laroo ragfymv anoxplvov, za n padı m u
& &owro.
TIRA.’AAR 00% av Öskalunv, & Zouxgares. E
ZR.”AAAog dE rıs AvdoWrwv;
IIQA. Ov uoı doxsi xar& Ye Toürov Tov Aoyov.
ER. „An®n &oa dya Eispov, Or oUrT av &yo ovr
dv OU ovr’ KAlog oVdsk, Avdonnav ÖdkaıT av uäldov
abdınslv N Adıneladaı" Kaxıov yao Tuyyadve OV.
IIQA. Daiveroı.
ER. Opäg oüv, ů IloAs, 6 EAeyyos naod zov Mey-
gov napaßaiAiousvog Orı 0VÖLV Zoıxev, aAid Vol ulv
dmeoßaileıy Tov adınsichen. —
vregßallov: d.i. Emeudn dmeg-
Baaısı. — Oñlor Ö. Or: s. zu
448 c. —
D. — ti: s zu 467 d. —
UNO M. av rν νοXο.: Ge-
wöhnlich wird in diesem Aus-
drucke das Subst. &vd'g. ausge-
lassen. Kr. 50, 4, 12. P. hatte
wiederholtundnachdrücklich seine
Behauptung für die allgemeine
Ansicht erklärt. — £&v ı® Eu-
n0000E9 z00v0: 474 c. — Ö8
ye: 8. zu 448 8. — avıl: die
Bezeichnung der Wahl des einen
Statt des andern, Ötzsodel Tı
&vrl ruvog, ist beibehalten, ob-
gleich zu dezeodeı der Comp.
u@lAov gesetzt ist, also ij hättege-
braucht werden können. Kr. 49,
2, 7. — rov nrrov: näml. #a-
x0od xal aloyoov. — ovö8vV y.
Plaßnosı: Kr. 46, 5, 9. u. 5.
vgl. C. 622, 1. — rzugegwv: 8.
zu456b. — yası: 8. zu 454d. —
E. all’: 8.2u 4492. — nord
ye Todrov rov A.: s. zu 454 c.
— odr av... dekoıT av: Ueber
6 *
84 TTAATANOZ 475 E
ol @Aloı mavıss 6uoAoyodaı mAnv Euod, Euol dt oV
476 Ekupneis eis @v uOVog ul OmoAoyav xal uagTUEwY,
za) &yo o& uovov dmubnpliov vovg aAAovg Ed yalgsıv.
xal roõro ulv julv ovrag Edykra‘ werd rodro O8 negl
05 TO Ösvreo0v Nupsoßyrnoausv Oxshausde, TO Adı-
xodvra dıddvaı Ölanv aon ulyıorov av nandv Eoriv,
ög od dov, 7 uelkov rò um Öıdovar, dg av Eya aunv.
oxonuusde Öt ride" To duddvaı Ölanv nal To xola-
Esodeaı dınalas ddınodvre apa To wurd xaleis;
IIQA. "Eyoyes.
B ER. "Eysıg oVv Adysıv, @g ovxl ra yE Ölnaıe navre
xuAd Eorı, nad 000v Ölnaıa; val dınanedausvog eime.
II2A. Aria uoı doxet, @ Ziwxgares.
ER. Exdmeı IN xal rods" apa el Tis Tı nole,32
avayın rı elvaı Kal MAEXov UNO TOVTOV TOD MOLOÜVTOS ;
I1Q24A."Eywoıys Ödoxst.
Li 7 J ”
ZR. Apa roüro nacyov, 0 TO TOLodv KoLsl, Kal roi-
0Örov, olov nor TO woLoüvV; Adya OF To roiovde‘ ei
ris TUNTEL, Kvdyan Tı TUNTEOdEL;
IIQA. "Avayın.
*
ER. Kal ei apodoe« Tuntsı N Tayd 6 TUXTaV, ooro
Cxal TO TURTOUEVOoV TUNTEodeL;
die Wiederholung des &v s. Kr.
69, 7, 2. 0.639, 3. A. — 6 A.
zaoa 109 84.: “ein Beweis mit
dem andern zusammengehalten.
— oüölv: Kr. 46, 4, A. vgl. C.
622, 1. —
476 A. els @v uovog:: vgl. 472
ce. — uoorvo@v: mit Bezug auf
472 b: &ym dt av un ar. —
0% u0vov Erırpnpikov: mit Rück-
sicht auf 474 a fin. nal Eva Enı-
apnplgev Enioraunı. — Tods
... zalosıy: Wiederholung von
474 a: zovg OF noAlodg do yal-
o8ıv. — deu: 8. zu 450 c. —
adırnodvre : enthält die Begrün-
dung zu dinadlog. —
B. dınonsspausvog eine: “er-
wäge es und sprich! — doxei:
näml. r& ÖSinme navıe nal
elvaı. —
70409 UNO TOVToV: a&oyeıv
hat die Bedeutung, in Folge des-
sen auch die Constr. eines Pass.
— roõũõto und TOL0UToV: sind
Objectsacc. — rò Hood: in
Uebereinstimmung mit zd&cyov
wird ungeachtet des vorange-
schickten &d tig rı noLei zum
Neutr., der allgemeinen Bezeich-
nung des Begriffes an sich, tber-
gegangen. — Avaya: s. zu 450
a. — rayv: das Neutr. Sing. als
Adverb. Kr.46, 5, 6. —
376 E TOPTIAZ. 85
I12A. Noi.
ZR. Tosodrov £ga nadosto Tunsonevp doriv, olov
&v TO TUNToV KON;
IIQA. IIavv yes.
ZR. Ovaoüv xel ei xcist TiS, Mvayın rı Kdeodaı;
II2A. IIös yao ov;
22. Kal ei spodge ysnasın däysınds, ouro xcis-
oObGr TO xu0uEvov BG Av TO xον Kam;
II2A. Ilavv ye.
ZR. Ovxoöv nal el reuve ris, © avTög Aoyog ;
Teuvesraı yao Ti.
IIQA. Net.
ZR. Kal el ueya ye nm Pa9o ro rujue 7 aAysı-D
voV, TOLOUTOV Tune Teuveraı TO Teuvousvov, olav TO
Teuvov réâuvet;
I12A. Dailvesraoı.
ER. Zviimpönv © 0g« el öpokoyeig, 0 Kprı Eis-
yo, zegl aavıen, olov av zo To noodn,. roroũrov
To #doyov ndoyswv.
TIQA. AR owoAoyo.
2%. Tovrev Ön ÖpoAoyovuevom, To Öianv dıdo-
vaL TOTEXOV NAOYELV wi dorıv 7 noLsiv; Ä
IIQA. Avayım, PN Ziungartss, naoysıv.
ZN. Ovaoöv Uno rivos —VB——
IGA. TIös yag 00; vao ye roũß noAafovros.
ER. O dt 0edüs nolatov dınaias aoAdkesı; E
IIQ2A. Net.
C. roıoörov &. naBog ....: bedingt; denn gewöhnlich er-
“ein solches also ist das Leiden
in dem Geschlagenen ; so wird also
das, was geschlagen wird, affı-
ciert, u. 8. w. — 0olov nV. ..
zom:s. zu 450 b. — TEUDEL :
Die Wahl dieses Beispiels ist wohl
durch das vornergehende »ası»
scheinen diese beiden Verba (von
chirurgischer Behandlung) ver-
bunden. vgl. 456 b; 479 a; 521
e. — 6 arg Aoyog: 8. zu 457
a. —
D. roroõrov unquα reuv.: Kr.
52, 4, 7; u. 2. Th. C.408. A. 1.
86 NAATRNOZE 476 E
ER. Also mov N 0%;
IRA. Alixxix.
ZR. Ovxoüv 6 «oAafopevog lee Öıdovs Öixaa
—XC
IGA. Daolveraı.
ER. Ta ö8 dinaud nov xala @uoAoynrar;
MI2A. Ilavv ys.
ZR Tovrav äpa 6 ulv nous xald, 6 68 naoyeı,
6 xoAufousvos.
I12A. Not.
477 ER. Obxodv eins xald, dyada; 7 ydo ndda 738
pelpe.
IIAA. Avayın.
ER. Ayada apa naaysı 6 Ölaenv Öidovsg;
N124."Eoıxev.
ER. Noysietro &g0;
IIQA. Net.
Zn. Age VreQ &ya UVaolaußavo ınv mpelsıev;
Beirlov nv vduynv ylyveraı, eineg Öınalag noAaferai ;
IIQ4A. Eixog ye.
ER. Koaxlos ga during anakdarrereı 6 Öianv
didovs; |
IIQA. Net.
zn. 40 oVV roũ neplorou anwAkarrstaı KRXOV;
Bobs Öb axone‘ Ev yonudrav xaracxevjj Avdogmnov
naxlav KAAnv Tıva dvogas n wevlav;
I12A. Ova, alla xeviav.
ZR. Ti 6’ dv;oouarog xaraoxevj; naxiav dv pr-
onıs dodEveıav sivaı xal vocov xal aloyog ul re
ToLaüTe ;
_ ovAjpdnv: gehört zu Ono- zu ergänzen. Kr. 55, 4,4. —
koyeig. — all: 5. zu 4498. — naoge: näml. nald, —
dianv dıdovar: 8. zu 472 e. — 477 A. ovᷣxoũ ... ayadı:
E. xaA& ouoAoynraı: 476 b. 474 d. — dom: ergz. apelci-
Es ist nicht nöthig, sivaı dazu ru. —
477 D
I124.’Eyoys.
ZR. Ovgoödv nal dv yuyTj vovnolav nysi zıva eivaı;
IIQA. Ilös yao 0v;
22. Tavınv ovv oúx adınlav wars zul auadlav
za Ösıdlav xal Ta Toindıe;
TI2A. Havv ulv oVWv.
ZR. Ovxodv zonuazov xal uuaros xal buris,
zeLWVv OvrWv, ToLrrag elonrag wovnglas, zeviav, vo-C
00V, adınlav;
II2A. Net.
ER. Tis 0vV rovrov rav novngLav aisyglorn; 00%
n adınla xal ouAAnßönv n rüg Puxijs zovngie;
II2A. TloAv yes.
22. Ei ön aloylern, xal xanlsen;
II2A. Ilög, & Zoxgaseg, Adyas; -
ZR. Ni‘ wel To alayıorov Nros Avayv weylornv
zapeyov n BAaßnv n auporsga alayıardv darıv &x rov
ouoloynusvav Ev ro Eumgooderv.
IIQA. Malta.
282. Aloxtorov Öb adınla nal Ovuzaoa buyng no-
vnola vov ö7 ouoAoynıa Nulv; D
II2A. Quoioynreı ydp.
ER. Ovxoöv 7 aviaposarov darı xal avia vnep-
BaAAov aloyıorov rovrmv dorlv n BAaßn 7 auporepn;
IIQA. Avdyan.
TOPTIAE. 87
B. xaniav: inder allgemeinen zjror . . N: 8.2u460a. — 70-
Bedeutung Missstand, Uebel. — gfyov: "weil es bringt” — du
C. xornelag: “Arten von TaV Öh.: "gemäss (nach) « dem
früheren Zugeständniss.” Kr. 68,
schlechtem Zustande, von Uebel.
Der Plural des Abstr. bezeichnet
die verschiedenen (einzelnen) Ar-
ten, Erscheinungen, Fälle u. dgl.
Kr. 44, 8, 3. u. 5. C. 362 b.
vgl. F. Schultz lat. Spr. $. 58.
A.1l. — aeviav: ‘naml. Ar-
muth u. =. w. 8. zu 467 e. —
17,10. C.453d. — Zunooadev:
475 a. —
D. öp. yao: s. zu 45l a. —
dvie: synon. ‚mit dem ob. (475
b) idrp. — dugporegn: “in bei-
derlei Hinsicht.” Ueber den ad-
verbart. Acc. Kr, 46, 3, 3. vgl.
88 IIAATSNOE 477 D
ZR. "Ag oUV aAysıvorsgov dorı tod nevsadaı xul
xduveıv To Adınov eivar xal anoAndrov xal deiAdv Kal
auch;
II2A. Ovx Euoıye doxst, @ Zimaparss, ANO ToV-
mv yE.
ER. Tasppvei tıvl dpa og ueyain PAdßn val naxe
Yavuasio vneoßailovsa raiAla 7 ns vYuyüs novnole
E aioyıorov dorı navıov, Eneidn 0Un AAyndovı Ye, ag 6
005 A0Yog.
IIQA. Deaiverau.
ZN2. "Alla unv nov 10 yes usyloın Blaßn vreg-
BaAAov uEeyıorov av xaxov ein av Ovrev.
IIQ2A. Nav.
ER. H adınia üga xal n aroAaola zei n din
puxijß Tovnoie uEyıorov Tav Ovrmv #an0v Eorıv;
II2A. Daiveraı.
ZR. Tis 00V reyvn meviag Anadaarree; ov xon-34
uartıorıan;
I12A. Nat.
282. Tis Ö% vo00ovV; 00% Larpınn;
IIQA. Avayan.
ZR2. Tis ö: novngias xal adındas; el un ovrag
EVTOQEIS, MdE 6x0nEL" Mol kyousv xal napa vivagroüg
xduvovrag Ta OOuaTe;
478
C.404A. DemSinne nach gleich, a. — raila: d.h. rag allas
aber in anderer grammat. Bezie-
hung stand oben (475 a, b.) Au-
Dor&poıg. — Ar Tovzmv: nach
diesem zu urtheilen.” &0 bez.
bei den (ausdrücklich gesetzten
oder aus dem Zusammenhange
zu entnehmenden) Verb. des Er-
kennens, Urtheilens u. dgl. den
Bestimmungsgrund. Kr. 68, 16,
7. C. 452 c. — vreeogvei...
veyaan: vgl. zu 471 a (davua-
oiog ag). Weber zig s. zu 456
novnglag. vgl. 477 c. — aiyn-
dovı: näml, vreoßalleı. —
E. —2 unv: s. zu 449 e. —
nevias anallarreı: Als persön-
liches Obj. za a&zallcrrsı ergibt
sich aus dem Zusammenhange
asdEWNmovVS oder Tovg nEvon8-
vovs. Kr. 60, 7, 6. —
478 A. ovrosg: d. i. nach den
bereits gegebenen Andeutungen.
— sdnogsis: näml. droxelva-
oVas, da eben eine Frage gestellt
478 C TOPTIAEZ. 80
II2A. TIaga toUg largovs, © Zoxgares.
2%. Morökrovs adısoüvras xal Tovg anolaoral-
vovrog; |
II2A. Ilaga vovg Öinaoras Aeysıs;
ZR. Ovxoüv Öianv dwoovrag;
IIQ24A. Oyul.
ZR. ’Ag ovv 05 Öinmosvvn Til yommevor xoAa-
fovoıv ol Ogdösg oAafovreg ;
II24A. Añlov Ön.
ZR. Xonuarıorixn utv apa nevlag anallarreı,
largıun O8 vooov, dinn Od anoiaoiag xal dadınlas. B
IIQA. Daivsraı.
ZR. Ti 00V rovrov #aklıcrov darıv;
I12A. Tivov Asyaıs ;
Z2. Xonuerıorinns, largınns, Ölen.
TI24. IIod diapsgei, © Zwxopwrss, 7 Ölan.
ZR. Ovxoöv av nor ndovgv nisioryv no 7
opEisıav n auporsga, sineg #dAAıcarov dorıv;
II2.A. Nat.
* ER. do ovv 16 larpsvscdhen n6V dor, al yal-
govoıv ol largsvonsvor;
IRA. Obox Euoıye Öoxst.
ZR. AR opeiıuov ye. N ydo;
IIQA. Nat. j C
ER. Meyalov yap xaxoü anailarreraı, DaTE Av-
oızsisi vaousivar nv aAyndove xal vyısl slvaı.
ist; also: die Antwort in Bereit- rıml: 8.zu 456a. — Ondlov öN:
schaft hast. vgl. Prot. 348d. Das
Gegentheil amogeiv 462 b. —
zapd - . . Adyeıs: "zu den Rich-
tern meinst du?” Constr. Atyeıg
Nnäs roðg adınovvrag apa
ToVg Öixaarag- ayaım. — du-
cosrag: C. 581. Kr. 56, 13, 1.
— onul: 5. zu 454 d. — dın.
näml. dori. Kr. 62, 1, 3. —
B. no . fe zu 460 a.
— © lorgedsoden: ' die Arstli-
che Behandlung’ — 7) yao: =
zu 449 d. —
C. dazallarreraı: näml. 6
largsvousvog. was aus dem vor-
angehenden of largsvöusvor zu
99 TTAATSNOE
IIQ4A. Ilog yag ov;
478 C
ER. Ad 00V oVUrmg avzepl Oaua svdnıuoveore-
Tog &vHEWmog ein, largsvonsvog, 7 und} xauvmv agynv;
II2A. Arjkov Or undt xauvev.
ER. OU yop ode nv sudcınovia, ag Zone, xa-
xov anaidayı, AAAR ınv apynv undk xrijotg.
IIRQA."Estı ruüra.
ZR. Ti ÖL; adAıaregog noregog Övoiv Eyovrowv
xax0v ET Ev amuarı eir Ev Yurfj, 6 largsvousvog xal
aruAlarrousvog Tod "xax0od, N 6 N largsvonsvog,
!xov 08;
II2A. Daivsral uoı 0 un largsvopsvog.
ZR. Ovaodv 10 Ölanv Jdıdovar weylorov xuxoü
anahdayn NV, Kovmglas ;
TI2.A. 'Hv yde.
ZR. Zopoovitsı yap nov xal Ösxasoregovg zoLel
sol lasgırn ylyvaraı zovnolag n Ölen.
IIQ2A. Ned.
ER. Evdaınovdorarog utv dpa 6 un Eymv zaxiav
&v puxij/ Lasıdn roõro HEyiorov Tav xuxov dpavı.
TI2A. Anniov 6%.
ZR. Asvrspog Önnov 0 anullarrowsvog.
IIQA."Eoıxev.
ZR. Ovrog do' nV 6 vovderovusvog te xal dxınanı-
tousvag al Öianv Öıdovg.
entnehmen ist. 8. zu Prot. 319 d.
— vyiet: Präd. zu dem bei ‚v-
oırelei zu denkenden Obj. «vro.
Er. 55, 2, 5. u. 6. — sudaıno-
veorarog: ist Präd. — doyiv:
‘von vornherein, daher in einem
negat. Satze "überhaupt. Kr.46,
3,2. C. 405 A. 2. vgl. Apol 29.
— —XRX õoꝝt: 8.2uA48c. — oð
yao zoör’ nv evdarnonia: denn
nicht dieses ist Glückseligkeit,
näml. jene, die wir meinen und
bei unserer bisherigen Untersu-
chung meinten. Kr.53, 2, 5.
— xcxoũ anahdayn: 'naml.
Befreiung von einem! Uebel ;’ epex-
eg. Appos. zu Tovro. Kr. 57,
10, 3 —
D. nv: mit Bezug auf 478 b,
— nv yagı 8. zu 45l a. — Öi.
KaLOTEgovS, zo: näml. tovg
ddanv ddowzas. —
E. u£yıorov zov x: "das
grösste der Uebel. s. zu 469 b.
179 B TOPTI4Z 4
I12A. Nat.
ZR2. Karıora aga $i 6 Eywv adınlav nal un aral-
Aatrogsvog.
IIQA. Daiverar.
ZR. Ovxoüv ovros Tuyyavsı Av ös avra uiyıora
adıxÄv xal omuevog ueylorn adında dıangaknren wars
uirs vovdesrsiohe: unts xoAafsodaı unce Ölanv dıöo- 479
va, @0XEE OU ys Apytinov napssxsvechn. xal voüg
GAAovs TVpKvvovg xal bnTopas za) Övvaaras ;
1122.41. "Eoıxsv.
35 ZR. Zysbov yap Hov ovrol, © Apıdıe, To wurd
dıLarsrpayuivor ziolv, DorsE Av sl rıg rolg weylarong
voonuadı Ovviszousvog bıargakarro un dıdovas Ödanv
rvu zEEL TO Oau« duaprnudiav rolg iargols unds la-
reEVEodRL, Yoßovusvog, @dregavel zals, TO xaschaı
xal co rEuvsohar, Orı aAysıvov. Nov doxel xci Got B
OVTWG;
IIS2.A."Euoıyes.
ZR. Ayvoov yes, os Eoınev, olov &orıv N Urli
xci aEETN O@parog. Kıvövvsvovdı yap d% av vov nulv
@uoAoynusvov rowdrov vı noıeiv xat ol nv Ölunv
psvyovreg, © IlöAs, ro dAysınov auroü xadogäv, E08
ö3 ca apElıuov rupAag Eysıv xal ayvoslv, 00m adHlıo-
— dsvregos: näml. an sddaıuo-
via. — Önnov: 8. zu 447d. —
nv: mitBezug auf 478 a. — ra
... .adıRav: concess.; 8.zu 450 b.
Ta ueyıora, 8. zu 471 b. —
479 A. '4or- nagsoxevaode::
vgl. 471 a, b, c. — Tvoawvovg
xal Entogas: anspielend auf 466
b, wo P. die Redner mit den Ty-
rannen zusammenstellt. —
qa ſocve! zeig: wie ein
Kind; eigentlich = wor2:g ar
el zais yoßoiro. vgl. Kr. 69,
64, 3. — xascHeı.. . .: vgl. zu
476 c. —
B. ayvoav: schliesst sich noch
an den vorigen Satz an ‚aozeg
&v el ig arl., das Part. ayvo@v
enthält den Grund des popeiohaı
und des diamgarrsodar. — olos:
substantiviert; was für ein Gut.
— dopsen: ‚überbanpt ' gute Be-
schaffenheit' (das Gegentheil x«-
ala 477 b). — iu zav v1.
@woAoy.: 8.20 477 c. — TO Ay.
arA.: Erklärang von zo:0Ur0V
rı nousjv. Ueber das Asyndeton
s. zu 450 b. — tvplsg 2.: 80
ziemlich = suploi elvoı. Kr. 66,
1, 7. Demosth. Olynth. 2, 26.
92 TAATANOZ 179 B
TEg0v E&orı un Vyıodg OWuarog un Yyısl puxij Ovvor-
Cxeiv, alla Gaded xal adixm xal avocio. oDEv xal
av roL0ÜCıLv Doors Öianv un didovas lund' analkar-
TEOPaL TOV UEYioTov xaxX0d, Kal XENUATE NAPLOREVE-
fouevor xul piAovg xal Onmg av ac) wg aıdavara-
zo Adyeıv. el Ob nusis aAnd wuoAoyrxausv, & Il@As,
- 00 alodavsı ra ovußeivovsa dx tod Aoyov; 7 Bovisı
6vAloyıoausda Aura;
IGA. Ei un 004 ys allmg Öoxsi.
ZR. Ag ovv ovußaive wEyıorov xax0v % adınia
xal To adızeiv;
IIQA. Daivsral ys.
ER. Kal unv anallayn yes Epavn Tovrovvod xu-
x00 0 Ölxnv dıdovas;
II2.A. Kıvövvevs:.
ZR. To ÖE ya un didovar Euuovn ToU xax0d;
IIQ4A. Nei.
ER. Asvregov üpa Lori av xaxav ueyEds To
adınsiv'
zo 63 adıxodvra un dıdovar Ölanv zavıov
HEYLOTOV TE Ku HOWTOV KaXdVv NEpuxEV.
I1lQA. "Eoıxev.
ZR. Ag ovv nepl tovrov, & plis, NupsoßnTnoe-
ei” LT ayvouovag Eysre, c0
avdgss 4dnvaioı, Gore xra. —
000 .. .. GuVOGLMSTV: "um wie. viel
elender es ist mit einer unge-
sunden Seele, als mit einem un-
gesunden Körper behaftet zu sein.’
Körperliche und geistige Zustände
werden oft als eine Gesellschaft
der Person bezeichnet, welcher
sie anhaften ; #000, ynnoz, due-
die Ovveivaı oder Evvorzeiv. —
vn — oaueros: d. h. un
oyvier oauor:. C. 416. Kr.47,27,
l. — oa®deg...: der tropische
Ausdruck wird "darch Beifügung
des eigentlichen erklärt, 8. zu
447 a. —
.O. z&v roL000ıL9 W0rE.. .:
“bieten alles auf, dass m 8. Ww.
vgl. Apol. 38 e — 0ROg ...
Atyeıv: Parallel den Objecısace.
zonuar« und @elovg steht der
Finalsatz abhängig von zaga-
onsvafousvor. — T& ovußai-
vovra: 8. zu 459 b. — foylar
aviloyıcausda: 8. zu 4540. —
ovuß. ueyLıcrov xaxov: ‘die Un-
gerechiigkeit stellt sich als das
grösste Uebel heraus. Kr. 56,
4,4 —
580 B TOPTIAZ. 9
uſv, 0U ulv rov "Agyeiaov evdaıuovikov TöVv ta u8-
yıora adınodvra Ölanv ovdsulav dıdöovre, &ya Ö8 Tov-E
vovılov olowsvos, Eid Apyliaog Eir aAlog AvdoWnwv
00rLoo0V un Öldmeı Ölunv adızav, TovT® nEOGNKELV
adlin sivar dıiapspövrws av Kllmv avdoemunov, zul
del ToV adınodvra Tod adınovusvov AdAımrsgov eivaı
xal zov un dıdovee Ölanv Toöü Öudovrog; 09 raür nv
ta vn &uod Asyousva;
I12A. Net.
ZR. Ovxoüv anodedsınraı ori aAndi EAkysro;
II2A. Datveroı.
ZR. Elev' el 00V dn Taüvra’aandi, © Iloie, tisago
n ueyain xoela Earl vis 6mrogınäs; dsl ulv yao 67
&x TOVv vuv @uoAoynusvav aursv Eavrov ucakıore Ppv-
Aatrsıv Onms um adınnası, ws Ixavov xanov Ekovre.
0v Y0o; |
II2A. IIavv yes.
ER. ’Ecv BE ye adınyon 7 aurog m aAdog rıg av
av andnteı, avrov Exovra ldvar Exside, OMoV WG Ta-
qıora Iwosı Ölayv, Mapa Tov ÖLnacınv, DOrEE naXOR
tov laroov, orsvbovra onmg un E&yygovıodtv To vo-B
onua tüs ddınlas VrovAov nV YUV omas «al
aviarov' 7 mög Adymuev, & Ilois, eineE T& no0TEEoV
D. sol unv: s. zu 452 c. — 9. Ueber die Ergänzung eines
Ö8 ye: 8. zu 448 a. — devrs- allgemeinen Subj. s. zu 456d. —
e0»: vgl. zu 478 e. — Aox. eÜ- Orxms un ddınnyası: Ueber den
dar ovlbor: 470 d. ff. — Indie. Fut. s. C. 558. Kr. 58, 7,
E. Ta WeyLoTe adınoVvza : 7. — 0... ‚EEovre: 8. zu 448
vgl. 471 b: dnel ro neyıora 1di- ee. — Inovör: ‘viel genug’ (satis
anunev; c: äars usyıorz NÖL- multum); in dem Sinne von “sehr
”n%@g. Ueber die scheinbare viel’ — 09 ydg: ‘nicht wahr?’
Forfoetbedeutung von adına C. Kr. 69, 14, 8. 0.636. d. — aU-
486 A. Kr. 53, 1, 8. vgl. 447 b. 709 £ livan: regiert von dei. —
— rodvarzlor: ‘im Gegentheil. ao Toy din.: „epexeg. Appos.
e. zu 468 b. — rovsm mgooy- zu &usice. — wonse m. 1. la-
nv ddl elvaı: Kr.55,3,1.— 7g09: ‚mit Bezug auf 478 a. —
480 A. elev: s. zu 466 c.— . B. Onog .. . dvlazov: vgl.
adrov Euvrov pvA.: Kr. 52, 10, Ovid. remed. am. 91. Principüis
94 HIAAT2BNOZ 680 B
uevsı nulv OuoAoynuara; 00x avayan tadra Exelvorg
oũürco ulv Gvupwvsiv, GAlmg Ob un;
IIQA. Ti yao dN pausv, © Zwuxgares;
ER. En! wev &o@ To dnohoyslodaı ve cos adı-
xiag TNg avrod 7 yovanv n Etaioov n zaldov 3. TU-
toldos adıXovang 0V yonaıuos ovölvn Önrogixn nuiv,
Co IIoAs, ei un ei tıs vnoAaßoı Enl Todvavriov, Karn-
yoosiv Öeiv ualıora ulv Eanvrod, Ensıte O8 al Tov
oinelov xal tiv &AAmv, Os Av del av plAwmv Tuyyavn
adıxav, nal um Anoxopvntsoder, aAl Eis TO PavEo0oV
&ysıv To adlanuc, iva do Hlanv xal Vyıns yEntaı,
avaynaksıv dt xul aurov Hal Todg KAAovg un anodsı-
Aıdv, aAAa nagEysıv uvoavıe za) dvdoslus, WOnEE TE-
uvsıv nal adsıv laroo, TO ayadov xal xaAov ÖLaxovre,
Dun vnokoyıkousvov TO aAysıyov, Zav uEv ys nAnyov
aa Ndınyaog N, Tunteıv napeyovre, &&v Öt Ösouoo,
Ösiv, dav Öt Enuiag, anorlvovre, dav ÖE puyng, pEv-
yovra, av Ob Havarov, ENOHVNOROVTE, KUTOV NEWTOV
OVTE HaTnyogov aal avrod xl av KAAmv olnelav xal
ei TodTo 1EWuEvov Th 6nroguan, OTOG av xaraönimv
TavV Kdınnudıav yıpvousvov analldrravran Tod WE-
yioTov xax0d, Aöınlag. PouEsv 0Vrag N. un Päusv, &
Ilols;
obsta! sero medicina paratur, Cum
mala per longas invaluere moras.
— quevs juiv: "uns (unwider-
legt) feststeht, ausgemacht bleibt.
Phaidr. 253 d: —R &v &ox7]
zeıyn örsıhoun® Yuynv Endornv,
xal vov zı Nulv TEUTE WE-
verw. Krit.48b. — avayan: 8.
zu 450 a. — nl u.a. to on.
&rzi mit Acc. zur Bezeichnung dcs
Zweckes s. Kr. 68, 42, 3. — yo.
odölv: Kr. 46, 4, 4. — el un el:
“ausser wenn; nisi si. 0.639, 1.
Kr.65, 5, 11. F. Schultz lat. Spr.
8.226. A.3. —
Ü. Er} todvavriov: näml. gen-
cıuov Eivaı Tnv 6NTogınnv.
Hierzu bildet dann der ebenfalls
von vmoAaßoı abhängige Inf. dei
»or. eine erklärende App.: "man
müsse nämlich..." — magezeıv:
8. zu 456 b. — uvoarze: “mit
geschlossenen Augen, d.,i. ohne
nur auf die Schmerzen zu ach-
ten, un dmokoyıßouevov co ol-
yeıvov. — TEuVEev %. dam:
vgl. 456 b. —
D. ra. aın nodın.: 8. zu 471
b. — gvyis: “Verbannung. —
xcl T. dAlmv 0.: 8.2u473d. —
481 A TOPTIAZ. 95
IIQ4A.”Arona utv, m Zwxgarss, Euoıye doxel, volg E
kEvrou Zungoodev long 601 öpoAoyelzan.
ER. Obxoöv 7 'aaxslva Avrdov 7 ads dvayan
ovußalveıv;
II2A. Nat, roöro ye ovrag ya.
ER. Tovvarriov BE yes av ueraßalovre, zl apa
det rıva xaxcs morelv, eid EyNE0v Eite OvrLvodv, dav
uovov un aurög Adınjrar Oro Tod 248000 ° Toüro ubv
yag eviaßnreov‘ dad Öb KAAov adın) 0 Exdo0g, mavıl
To0on® nupaoxsvaoTeov xal nodtrovra nal Atyovre,
oros un do Ölanv und: EAdn apa Tov Ösnacınv. A8i
dav Ö& 2AON, unyavnrlov, Omas dv diapvyn xal un
öo dinmv 6 Eydoos, AAR dav te yovalov_nenaxag 7]
Er oödro: ‘zu diesem Zwecke. drückt. ueraßeAw» (intrans., Kr.
8.zu4808.— adınlag: 8.zu 467.
— päuev: 8.zu 447 c. fin. —
E. arona ... önokoysitar :
Nur zögernd und wie noch zwöi-
felnd (laws!) gibt P.zu, dass diese
Sätze eine consequente Folge (owo-
Aoysiraı) aus dem Vorigen sind;
erklärtaber zugleich, dass er Richt
überzeugt ist, sondern ihm diese
Sätze ungereimt (&rox«) erschei-
nen. (vgl die Aeusserung des
Kallikles 513 c.) 00: Dat. eth.
"das will ich dir zugeben. — Av-
10V: wie Avsıv cvvYTnxus, vo-
uov, also ‘aufgeben, niederlegen,'
8. zu Prot. 333 a. Ueber die
Constr. Kr. 56, 18, 2. C. 596, 2.
— ‚ovußaiveww: s. zu 459 b. —
tovvavriov »rk.: Vorher war
davon die Rede, wie man die Rhe-
torık gebrauchen könne, um sich
selbst und Freunden gutes zu
thun; dasa nun zu der entgegen-
gesetzten Seite ihrer Anwendung,
nämlich um Feinden übles zu
tbun, übergegangen wird, ist
nachdrücklich durch die gehänf-
ten Ausdrücke todvarlov (s. zu
468 b), aù ueraßalövre ausge-
52, 2, 7.oder mit Ergänzung eines
allgemeinen Obj. zo zeayue),
“indem man die andere Seite der
Sache hervorkehrt, nämlich die
Anwendung der Rhetorik zum
Uebelthun. Der Acc. ueraße-
Aovro erklärt sich aus der Constr.:
el Ö’ üga rovvavzlov dei rıva
a oe dei —R moıeiy atA.
— el dga dei rıva a. n.: "wenn
etwa; was aber in dem Früheren
hinlänglich abgewiesen wurde. —
&av...evAaßnteov: ist parenthe-
tisch zu fassen. Durch av dt al-
Aov ddınn) 0 &yPoog wird sodann
in den Hauptgedanken zurückge-
lenkt, so dass der ‚Zusammenhang
ist el Jei tıva KaRDS noLeiv,
eir £&. €. Ovr., war) Teon@ na-
000HEvR0TLor. — vdrög: bezieht
sich auf das bei dei... moıeiv
zu ergänzende allgemeine Subj.
vgl. 456 d.
481 A. 284 r. r. dınaormv:
mit Rücksicht auf 478 a. — 6706
av ÖLap.: s. Kr. 54, 8, 4. C,
531 A. — dv ze... ddv ze:
Kr. 69, 25, 1. C. 627. vgl. eire
‚site 468. de — arodıda:
96 IIAATQANOZ 481 A
zoAv, un anodıda Toüro aAl Eymv avallsxnraı xal
eis Eavrov xal eig roo7ç Eavrov adinwg xul adEwg,
av rs Havarov abıa Ndınnaag 7, Onmg un anodavei-
za, ueAıora ulv undenors, aAA adavarog Zareı no-
vn005 av, el Ö8 un, 0nas @g mAslorov yg0vov BLace-
Bra rotoõros @v. En} Ta towmdre Euoıye doxel, @ Ilode,
N 6nrogian yonsıuog eivaı, Enel TO ys un weiiovrı
adınslv ov ueyain ig vor doxei n yosle avrig sivar,
el dn xal Zorı us zosia, @g Ev ye rots —X—
daun &yavn ovon.
KAA. Eine uo, © Xaupspair, oovdeite tadıa 37
Ziwxgarns n nailteı;
XAI. ’Euol ulv doxet, & Kaikinisıg, Insppvas
orovdaksıv' ovötVv uEevror 0lov TO KUrov dowräv.
C KAA. Nn tovg Heovg ail Enıdvuo. sine pol, @
Zoxpatss, NOTEOOV 08 YPauEev vuvi onovdckovıe 7
zalfovie; ei ulv yap onovödkeg TE Kal TUpyaveı
Cha-
s. zu 471 b. — £Elg Euvrov: eig
zur Bezeichnung des Zweckes
Kr. 68, 21,5. 0,449 d. — ö.un
dnoßaveizn: s.zu 480 a. Ueber
die Bedeutung von anodvnonsıv
vgl. 469 b. — walıore: “am
besten; wo möglich.’ Ueber uci-
Aorta ur ..., e£ötun s. Kr.
65, 5, 12. — ToLodrog: näml.
rovnoos. —
B. &ni...:s. zu 480 d. —
—— tig: vgl. zu 456 a —
Önxul ...: "wenn es schon
auch nur irgend einen Nutzen der-
selben gibt.’
tbetische der Aussage hervor. Kr.
69, 17,2. Ueber x«d im hypoth.
Satze s. zu 458 b. —
sine wor: Kallikles tritt mit
einem ähnlichen Gedanken wie P.
(461 b.) in die Unterredung ein,
nämlich mit dem Zweifel, ob S.im
Vorigen seine wirkliche Ueberzeu-
ön hebt das Hypo-
gung ausgesprochen habe.
rakteristisch ist dabei für K. die
Ruhe der weltmännischen Ueber-
legenheit, mit welcher er diese
Frage an den begeisterten An-
hänger des 8. richtet. — en0V-
dafa ravra Zn malkeı: "sagt
dies S. im Ernste oder im Scherze.’
Ueber den Inhaltsacc, s, Kr. 46,
6, 3. Zu onovdafeı» und zul-
keıv vgl. Phaidr. 234 d: doxo
yao 00ı nulfeıy nal ovzl donov-
dansveı. — Euol ubv: 8. zu 454
d (ofopaı utv Eyaye). — ovobs
gurav: s. zu 447 d.
c. vn roos 9.: 5. zu 449 d.
— air Enıd.: Das abbrechende
ala (s. zu 449 a.) findet sich
in raschen lebhaften Erwiederun-
gen, sowohl affirmativen, aller-
dings, freilich, ja (vgl. 449 a.
466 c. 488 b.), als negativen,
“nein, 463 de — gYauev: 8. zu
481D TOPTIAZ. 97
radre dAndij Ovre & Akysıs, Allo,rı n nuov 6 los
avarsrgauuevos av Ein av Kvdounnv xal ndvıe Te
Evavıla nodtrousv, @s Eoıxev, 1 & Ösi;
ZR.Q Kuariinasıg, el un vu NV Tols dvdonzorg
rados,; roig wiv aAlo ri, toig O8 KAAo Ti, TO KUTo,
aid vis ucv Ddıov rı Emaays nados n ol aAloı, 00% D
&v nv 6adıov Evöclkaoder to Erepm To Eavıod xd-
Bnun. Ayo Ö' Evvondas, OT yo TE xal GV vüV Tuy-
XEVOWEV TRUTOV TI NENOVHOTES, EoWvre Övo Ovre Övolv
Exarepos, Eyo ulv ’AAnıßıadov re Tod Kisıviov xal
Yılocoplas, av Ö} Tod re ’Adnvalwv Önuov xal Toü
Ilvgılcurovs. alsdavouaı ovv Gov Endorore, xalneg
Ovrog Ösıvod, HTı 6000 Av pi 60V ra maıdınd za) omg
4170. — 68. . . 0movöagovze :
s. Kr. 56, 7, 3. — Mo zı m:
8.zu 455b. — 109 AVIEOTWY:
Appos. zu nuor.. s. zu 459 e.
(vV... dıdanonados). — zodt-
rouey: Der Indic. wird durch
den Beisatz og £oınev dem po-
tentialen Optat. an Bedeutung
nabe gebracht. xal tavıe, &
nontrouev, Eoıne za Evavıla
elvaı (fast = ein dv Ta Evar-
tie) n & dei (näml. Nuds modt-
zeıv). Zu wave ra Evavrıc in
der bezeichneten Bedeutung ganz
das Gegentheil’ s. Er. 50, 11,10.
zu Prot. 317 b. n arı.:
constr. & tois, —E un
nv TaDog rı To adro, tois ubr
— Tı, tois dr AAlo tı, Are
zıs n. 6609 zı Enaoye nehog.
Was den Menschen widerfährt
(zog) ist der Art nach dasselbe,
hat aber bei dem einen diesen,
bei dem andern jenen Anlass;
die Liebe z. B., bei allen dieselbe,
hat bei dem einen diesen, bei dem
andern jenen Gegenstand. Darum
ist es möglich, dass einer den
“Zustand (nadmun) des andern
begreift. —
Plat. Gorgias.
D. ’Alxıßıadov: Ueber das
Freundschaftsverhältniss des 8.
zu A.s. zu Prot.309 a. — rov. RA.
u. zod T.: näml, viov. C. 409.
Kr. 47, 5,4. (Vgl. unten c: 10%
IIvgılaunovg veavlav.) Von
Pyrilampes sagt Pl. Charm. 158
a. IIlvgıAaanovg tod 000 (des
Charm.) $elov oddelg av. dv
n green Atyeraı xalllov nal
weit» dvg Öobaı elvaı, Öod-
sig fusivog 7 nuga ueyav Ba-
cılda 7 mag AAloy rıva av
&v 7 nsien nesoßevav agi-
s»ero, Auch sein Sohn Demos
(in des S. Worten 700 re A. «ri.
liegt ein unübersetzbares Wort-
spiel. vgl. 513 b.) wird als selir
sehön, aber auch sehr weichlich
von Aristophanes (Wespen 97 ff.)
erwähnt. — «lodavoucı 0. 00V
...: 8 Kr. 47,:10, 10. vgl. C.
420. Indem nun regelmässig ge-
sagt werden konnte alsdavonat
cov Or od dusacaı oder alota-
vougt cov 00 dvvansvov, ist
hier eine ungenaue Mischung die-
ser. beiden Constructionen einge-
treten: aloddronas gov Grı. 0V
Övvausvov, aAla usraßalloue-
7
98 NTAATQNOZ 481 D
Edv pi &ysıv, 0 Övvausvov Avrıläysıv, aAA av xal
æciro usraßeAlousvov‘ Ev ze ij Enninole, Eav rı 000
Akyovros 0 Önuos 6 Adnvalov un pi ovrmg yes,
ustaßeAAousvog Adysıs & Exsivog Bovisran, xal mög
töv IlvgıAaunovg vsavlav TOV #aA0v TOÜTOV TOLKÜTE
Erspa nenovdag‘ rolg yap- av naıdınav Bovilsvunot
te xal Adyoıg 00y olögr el &vavrıoücdeı, @ore, el tig
cov Akyovrog Exdgrors, & dıa Tovrovg Asysıs, Havud-
foı @g Arona Eorıv, iowg elnoıs dv avıa, el BovAoıo
482 TXAnd Adysıv, Otı, El un tig navds Ta 6a naıdıxd
rovrovu rov Aoymv, oVÖ} SU navssı zort raüra Adyav.
voufe Tolvvv xal Xag Euod yomvar Erspa Tomüdre
axovsv, anal un Havuake or Eya radra Adya, alu
nv pıAocoplav, Ta Eua naıdıra, maUCov Taüra Ayov-
oav. Akysı yag, 0 plAs Eraipe, del & vüv Euod dxovsıs,
xal wol dorı rov Eriowv naudırav noAd nrrov Eu-
zÄnarog" © ulv yag Käsıvlsıog ovVrog GAlors KAAmv
B £ori Aöyav, n 62 gılocopla del av avrav' Akyaı 08
& 00 vov Havudksıs, napjoda.Öb zul aurog Asyous-
vov. Achnlich Apol. 37b. — Ta 482 A. zavosı..
zaudına: "Liebling; bezieht sich
sowohl auf das athenische Volk
als auf Demos. Ueber zaudına
8. zu Prot. 315 e. —
E. &vo xel xciro: "auf und
ab, hin und her. s. zu Prot. 356
d. — 6 Adnvalov: wird durch
seine Stellung nach ö dnuos
(vgl. zu, 451 a.) zu einer von
Anuog 6 Ilvgılaumovg unter-
scheidenden Erklärung. — un97:
vgl. zu 450 d. — rooõroꝝ: 8. zu
470d.und zu 452e. — roıaöüre
!repu: anderes (Ereo«) derselben
Art (roı@dre); wir pflegen in
solchen Fällen nur die Gleich-
artigkeit zu bezeichnen : “ergeht
es dir auf dieselbe Weise. vgl.
482 a. — ovy olog 7’ el &var-
tuodohe: Wiederholung des obi-
gen 00 Övvausvov avrıliyev,. —
. A0yo» :
8. Kr. 47,13, 7. vgl. C. 419e. —
TAvOE .. . Aöyov: 8. Kr. 56,5,
2. C. 590. Tadre deiktisch mit
Bezug auf drone. — @ pille
teige: ironisch traulich, wie &
pille, TIore 465 d; o —* 471
ä; ᷓ Eraioe 473 a5 ad plis 479
d. — Zuninxrog: "unbeständig.
Lys. 214 c. Tovg wanods uN-
denore önolovg KUTOoVS
avroig elvar wir —E—
te nel aoradun rovg. — allore
all» Aoymv: ‘Führt bald diese,
bald jene Reden. Der Gen. äbn-
lich wie in zjg adrns yrayums
slvoı, Kr. 47, 6, 10. Ueber den
Charakter des Alkibiades s. Ein-
leitung, zu Prot. $.39. 8. 50,fin.
B. &... Havuafas, zae-
09% &%: Aus der relat. Fügung
wird zu einem unabhängigen Satsze
482 C TOPTIAZ,
99
vos. 9 oúvu Eusivmv EEElsykov, Omsp Aprı ZAsyov, g
od To adıneiv Earl xal ddınodvre Ölanv un dıdovaı
ancvrov Eoyarov xaxav‘ m el roõũro Ladeıs Aveisy-
xrov, ud Tov xUva Tov Alyvaılov BEoV, 00 6oL Öuo-
Aoynosı Kollınlag, @ Kuillaisıg, dAAd Ödapmvnası
&v aravıı ro Blow. xaltoı Zywmye olucı, o BeArıors, xul
nv Avpav uoı xgeittov elvaı dvaguoorsiv ts nal ÖLe-
ꝓœvetv, al X000v @ yopnyolyv, zul nAslorovg dvdgn- C
zovg un ÖuoAoyeiv wor aAA Evavıla Akysıv uähkov N
"Eva Ovre dub duavıo dovupmvov elvaı xal Evavıla
Atysıv.
KAA.'Q Zoxgares, Öoxeig venvievsche: Ev Tolg
Aoyoıg ag aANdüg Önunyooog @v' xal vüv raüra on-
38
übergegangen. s. zu 452d. Kal-
likles verwundert sich über das
Ergebniss des mit P. geführten
Gespräches (480 f.), und doch war
er während des Verlaufes des Ge-
spräches (Aeyou&voıg, Part. Präs,
8. zu 451 c. Kr. 56, 10, 1.) zu-
gegen und hätte gegen vermeint-
liche Mängel des Beweises Ein-
sprache thun können. — &xsivnv:
näml. 779 gıloooplav dEtley-
Eov: 5. zu 468 a. — 0Onee d.
&1.: “widerlege das, was ich eben
sagte; in der durch ag sich an-
schliessenden Erklärung folgt aber
nicht der Satz, der zu wider-
legen, sondern jener, der durch
die Widerlegung zu erweisen
wäre. — u& ... Deov: Seiner
gewöhnlichen Betheuerungsformel
(8. zu 461 a. fin.) gibt hier S.,
wohl nur scherzhaft, die Ausdeu-
dung, als ob hierbei Anubis, der
bei den Aegyptern vorzüglich zu
Kynopolis verehrte, in Menschen-
gestalt mit einem Hundskopfe ab-
gebildete Sohn des Osyris und
der Nephthys, gemeint sei. Erst
in viel späterer Zeit verpflanzte
sich auch der Anubiscultus nach
"Rom und nach Griechenland. —
od 00: öu. K.: Der Gedanke
‘du wirst mit dir selbst nicht
übereinstimmen, erhält durch An-
wendung des Namens statt des
Pron, der 2. Pers. (Kr. 51, 5,
2.) und die unmittelbare Stellung
des Voc. dazu, einen lebhafteren
Ausdruck. vgl. Phaidr. 228 a. @
Doidos, si ya Baiögov (d. i.
.ot) &yV0o, nal dunvrov Emulk-
Anoucı. Mit der ganzen Stelle
vgl. 466 e. —
C. —7 yoonyoin»: s. zu 467
d. (70V &. yonuarıouov %0.) —
ahelotovg avdo. un öwol.: vgl.
472b, e. — uallov: Nimmt die
Comparativbedeutung von xg&it-
zov wieder auf. Kr. 49, 7,5. —
veavıevecheaL: "übermüthig sein,
nach Art eines ungezogenen vea-
vias. Phaidr. 235 & xal dpul-
vero En wor vEenvıeveche Emı-
Ösınvousvog og olog Te av Taura
&oong re xal Erfomg Alyov au-
goreows £ineiv Ggıora. Hor.
a. p. 246. caveant Fauni, ne ni-
mium teneris juvenentur ver-
7*
100 MAATRNOE 482C
unyogeis tavrov na®ovrog TTGAMou nadog, onep Toö
ylov xornyopsı mgos 0: madelv" Epn ydoe zov Tooç
ylav dowrousvov vnö 000, £Eav aplanraı ag auröv
un Emiorausvog va Öinaıe 0 ı7v 6nropınnv BovAous-
Dvog uadelv, ei dıdakeı aurov 0 T'opylag, aloyvvdjvau
avrov xal yavaı dıdaksıv dia ro Edos av avdow-
Tav, Orı dyavaxrolsv &v ei ris un pain‘ dıa dn rav-
nv nv öuoAoylav dvayaasdivaı Evavria aurov aurd
eimeiv, 68 Öf avrO TOÜTo Ayandıv. xal 00V xursyeig,
sg yE yo doxelv, Ogdag Tore‘ vov Öb malıv avrog
zavrov roõro Enade, xal Eymye Kar MUTO TOUTO 00x
&yayaı IloAov, Orı 001 Gvveywepnds To adızelv aloyıov
E eivaı tod Adınsioder‘ dx Tavıng yap av rüs Omolo-
ylag wvrög vo 000 Gvunodıadels Ev rolg Aöoyoıs dre-
orouisdn, aloyvvdels a Evosı einslv. SU-yap To Ovı,
® Zoaxguarss, eig ToLmüra ysıs Poprixa xal Önunyo-
sibus. — dandas: “in Wahr-
heit. 519 d. — Önunyogos: K.,
der selbst ein echter dnunyo-
00g ist (vgl. 481 d. fi.), erklärt
seltsamer Weise den S., den
‚entschiedensten Antagonisten die»
ser Volksredner, für einen sol-
chen. — xal »öv: 8. zu 449 a.
— Karnyoget: näml. 461 b. —
oög 68: ‘dir gegenüber, d.i. in
dem Gespräche mit dir. Kr. 68,
89. 4. vgl. 0.467 C, b. — div
... uaßeiv: “wenn derjenige,
welcher die Redekunst erlernen
will, zu ihm kommt, ohne das
Gerechte zu wissen. —
: D. 0 Toeyias: wird zu volle-
rer Deutlichkeit wieder aufgenom-
men, nachdem I’ogyla» voran-
ging; ebenso das folgende aurdr.
— - pavans dıö.: 460 a. — avrov
ara: Ueber das pleonastische
aüurdg vor dem Reflex. 8. Kr. 51,
2, 1. — 08... dyanäv: vgl.
461 ce. int. — noreyile: näml.
Polos. — ag yE nor Öoxeiv:
Ueber den absoluten Inf. mit @s
Kr. 55, 1, 3. C. 564. vgl. zu
450 b. — zöre: 461 b,c. —
Tavroy roũro: und gleich "darauf
xar’ auro roüro hebt nachdrück-
licher den einen Punkt hervor,
auf den Kallikles seine Entgeg-
nung stützt, nämlich es sei wider
Gebühr zugestanden, dass Un-
rechtthun schändlicher ist als Un-
rechtleiden. — 0%x Ayayar II.:
lobe mir den P. nicht; bin nicht
mit ihm zufrieden. Teber die
Construct. 8. 449 d. — 0vVsz@-
onae: 474 e3 475 b. —
E. dx tavrns . . . öuoloylag:
3. zu 477 c. — Sxeoroniaen:
‘wurde ihm der Mund gestopft;
eigentlich ‘der Maulkorb ange-
legt. Doch zeigt die Verbindung
mit dem davon verschiedenen Bilde
ovunodıcdeis, dass die Grund-
bedeutung zurückgetreten ist. —
aloyvvhels . . . sineiv: "von
-
483 B TOPTIAE. 101
gıxd, pacxav nv aAndsıav ÖLwxsıv, & Pucs ubv 00%
dorı zahl, voum Öd. ws ra moAlda Öb radra Evavıid
aAlnAoıg Eoriv, 7 Te pücıg xal 6 vuuog‘ ddv oVv did
eloyvvnraı xol un roAu& Akysıv anso vosi, dvayad- 483
Gerau Evarıla Akysıv. © xal 00 Toüro rò oopov
xuravcvonxcòs xaxovoyels ev rots Aoyoıs, &av uEv is
KORTO vonov Aeyn, Kara puoi⸗ üaſouνv, dav Ob va
Tg Yvoems, Ta TOÖ vouov. WonEE aurlna Ev rovroıs,
zo adıxsiv re xal ro adınsladaı, IIwAov ro ara vo-
uov alayıov Akyovrog, vò ròov vouov Edınadtss xara
yvarr. puoe udv yap ν aloxiov &orıv Oneg al
KKLOV, TO adıncdadan, voum öf 10 adınziv. ovᷣod yabB
avöpds Toüro y Earl ro zadnna, rò Adınetaden, aAR
Gvöganodov zıvog, @ xpeirrov dorı Tedvavan n Ev,
00r15 adınouusvog xa) zgonnkaxıböusvog „en oloors
orlv avrös avıa Bondelv und? AAO 00 av andren.
aAh, olue, ol rib eusvoi rooᷣs vouovs ol aadeveis
Scham gehindett seine Gesinnung Gesetz’ Kr.68, 25, 3. — UTE-
auszusprechen. Kr. 56, 6, 5. C.
594. — eig Toraüra Kysıg P0Q-
rin: ‚vgl.461 e. (@AR sig ra ara.)
— YaoRmY . ..: vgl 457 e; 458
.— a „Yvası .. : Erklärung
zu roimũro ꝓoorudi %. d. — og
za zoAle: "in den meisten Fäl-
len; gewöhnlich. Kr. 69,63,5. C.
4048. — PVBIS .. .vOWog: epexe-
get. Appos.zuravra. Kr.57,10,3.
483 A. dvanıla: näml. aüı®
oder avroig: “widersprechendes.
— toöro rö 00pör: Appos. zu
ö. vgl. zu Prot. 313 a. — 0opo»:
“Kunstgriff, gleichbedeutend mit
söpLoun. — nanoveyeis dr rois
Aoyoıs: ‘du verfähret unredlich,
übervortheilst in deinen Reden.
vgl. 467 b. den ähnlichen Vor-
wurf des P. (oyerkıa Atyaıs val
UNEEPUN.) — Rack vöuor: "mit
Beziehung (in Hinblick) auf das
ewroy: Unsomray heisst ' 80 fra-
gen, dass man unvermerkt etwas
anderes unterschiebt., — z«& vis
Y.: näml. Aey- — adıine: 8. zu
412c. — Troy d.... 9%
cıv: d.h. du verfolgtest (benütz-
test zu Folgerungen) das, was
in Rücksicht auf das Gesetz ge-
sagt wurde, als ob es vom Stand-
punkte der Natur aus gesagt wäre.
— 70 adıneicher: vgl. zu 467
e. (ode . . ) —
B. avdgög:‘ eines echten, freien
Mannes ; im Gegensatze zu d#-
doanodov, denn der Sklav be-
findet sich nicht im Besitze der
vollen Menschenwürde, er ist im-
mer mals. — avde.t.: Das un-
bestimmte rlg steigert noch das
Verächtliche des Ausdrucks: —
adrös auro: s, zu 482 d. —
all: 8. zu 449 d. — of rıB-
NIAATZNOZ 483 B
102
Avdommol sicı xal ol moAkol. mpög Rurodg 00V xal To
avrolg OvupEpov Tovg TE vouovs Tidevraı al Tovg
Cexalvovg Erxaıvoüdı xal ToUg Yoyovg YyEyovoıv, &xp0-
Boüvrsg ToVg dopwusvsorepovg Tav AvdENWv xal Öv-
vorovg Ovrag nAdov Eysıv, iva un avıav nAdov dyw-
sv, wg alayoov zul Kdınov To nAsovsxteiv, xal ToüTo
&otı to adınelv, ro nAdov av KAAwv Enreiv Eysıv" aya-
a0 yap, oluai, avrol av zo Icov Eymcı YPavAorspoi
OVTES.
Aa taöıa 67 voum ulv roüro adınov xal alorg0v 39
Akyeroı, to nAEov Emrelv Eysıv tav noAlov, xal adı-
Dxsiv auro aaAodcıv‘ n 68 Ye, olueı, PVoıs auın Ano-
pœlver auro, Orı Ölxaıov dozı TV duslva Tod yeilgo-
vog nA8ov Eysıv nal TOV ÖVVvaratsg0v Tod alvvarw-
teoov. Önkot 68 raüre moAlayod Otı ovrwmg Eysı, xal
&v Toig KAkoıs fwoıg xal TÜV avdoanmV Ev oAcıg als
xoAsdı aa) Toig yEvscıv, Orı 0Vra TO Ölxaıpv xErpı-
rei, TOV xpElTıW Tod Nrrovog &oysıv nal midov Eysv.
weyoL .. .s ist Präd. (Kr.50, 4,
14), ‘die Schwachen . . ‚sind es,
welche die Gesetze geben.’ 0.380.
Ueber die Bedentung des Me-
credo. — gavioregoı: näml, 70%
ErODLEVECTEEDYV xl dvvaray
övınv nAEoy Eye. — Onreg:
s. zu 450 b. (0ov0as). — xaA09-
dium zideodaL vouovs C, 479.
— zoös adrodg: “in ihrem eige-
nen Interesse. vgl. Kr. 68, 39,5.
C. roqᷣs Enalvovg in. x.
Toüg Yoyovg Yby.: “ertheilen
ihre Lobsprüche und ihre Rü-
gen. C. 400 a. Kr. 46, 5,1. —
zcıtov Eysıv: "etwas (an Macht,
Besitz, Ansehen u. dgl.) voraus
haben. Gleichbedeutend damit ist
nAcoventeiv. — xal Toüro . .:
‘und darin besteht’ u. 8. w. —
6 ... &yeıw: Appos. zu zodzo.
s. zu 469 6. — ayaracı: "sind
zufrieden’ — oluas: Nicht sel-
ten gibt dies parenth. oluaı dem
Satze ironische Färbung. Aehn-
liche Bedeutung hat im Latein
sıy: näml. ol zoAlol. —
‚D. de ye: s. zu 448 a —
adın: ‘selbst, an sich, nämlich
in so ferne sie noch nicht durch
Vorurtheile und willkürliche Sat-
zungen verschroben ist, vgl. Kr.
51, 6, 7 u. 8. — fooıg: leben-
digen Wesen. s.zu 453 c. — Örı
.. .: 'näml. dass es gerecht ist,”
U.8.w. 8. zu 467 e. vgl. Kr. 57,
10, 15. — Öönloi: “es zeigt sich.’
vgl. zu Prot. 329 b. Er. 61, 5,
7. — Or 0010 T. d. x&x.: er-
klärende Appos. zu OT 0drag
zei. — rgeirrw: wie im vorher-
gehenden Satze ausivo, gleichbe-
deutend mit Övvazorspov ; da-
gegen Nirrovog (und zei/g0v0g)
484 A TOPTIAZ
103
enel role dınalg 1oduevos Beoens £xl vav Eildda E
Zorpdrevaev n 0 none avrod dul Zuvdag 7 — alla
uvola üv rıg Eyoı roimüre Akysıv“ AR, oluer, odroı
Xar& PVcLv nv od dıxalov TaÜT« noKTToVG, xal vol
pa Ale xara vouov ye rov ris Pvcsms, 0v uevroL long
xar& Todrov, 0v nusig wÄdtrovreg Tovg Beitlarovg
xal EpomusVvedtaTovg Nußv aurav, &x vEnv Aaußavov-
Tss, WOrsp Adovras, Katenabovreg TE nal yonrsvovreg 484
xuradovAovuusde Aeyovzeg, os To Gov xon Eysıv al
toüro darı TO xaA0v xal To Ölnnsov. dav ÖE ys,. oluen,
pvaıv lnavnv yEevnıaı Eymv Avio, Kavıa taüra dxo-
0E10dusvog “al Ösagonkas anal bıapvyov, KATETaTNdaS
TE NpETEp« ypauuara xal uayyavsvuara nal Erwöas
xul vòououg TOUS Kap Pvaıv ünavras, Eravasrag ave-
mit dövvarwzegov. — nola Öd.
.: “mit welchem Rechte’ —
—2 — S ...: Wie oben (470 d.
ff.) P. seine "Meinung durch ein be-
kanntes Beispiel begründen wollte,
versucht hier auch K., ganz un-
beirrt durch die Entgegnung des
S. (471 e. ff.), dass dieses uQ-
zugeicder kein &elöyzeiv sei,
ein ähnliches Verfahren. —
E. &nl ınv E.: Kr. 68, 42, 1.
‘oder— (doch wozu noch
weitere Exempel?) könnte doch
einer u. 8. w. K., eben im Be-
griffe derartige Beispiele mehr
aufzuzählen, besinnt sich, dass
wegen der allzu grossen Zahl der-
selben specielle Anführung zweck-
los wäre. — uvola: Kr. 24, 2.
11. — dila: 8.214498. — 0V-
or: näml. Xerxes, Daeios und
alle ihnen ähnlichenEroberer. —
vol na Ala: s. C. 643, 16. Kr.
69, 34. — xol.. zard vouov
ye...: und allerdings auch
nach dem Gesetze, nämlich dem
der Natur, freilich nicht (0%
wEycoı) nach dem u. s. w. —
— 7 — :
mActrovreg: bezeichnet verächt-
lich die Gesetze als willkürlich
zusammengesetztes Machwerk, —
&u viov: a pueris. Kr. 68,17, 7.
C.453°b. vgl. E. Schultz lat. Spr.
208.-— Auußavovres: "überneh-
mend, näml. zur Zähmung und
Abrichtung. vgl. Apol,18b. Dem
Part. Anußavovreg ist xarend-
dowzes u. yonr., diesem waradov-
Aovusde übergeordnet: Acuße-
vovreg narengdoney xal yon-
revouev, KUTENKÜOVTES %. y. AO-
tadovlovueda. Ueber xar« in
nurengösıy (besprechen, incan-
tare. Hor. Sat. 1, 8, 49), xare-
dovAodchaL s. zu 472 a. —
484 A. droosıodusvog: dO-
oeleoH«ıist der gewöhnliche Aus-
druck von Pferden, welche ihren
Reiter abwerfen. Xen. Ryr. 7, 1,
18. 64 Ennog — dmooste-
zaı vov Köpov. Ebenso wird
Öiagonyvvuı, von dem Losreis-
sen der Pferde gesagt. Il. 8,
506. os re rıg oTarög Ermog
dnoornaas, Enl par deouor
arogeon&uas Helm nedioo
104-
NAATZSNOZ
r
484 A
gan Ösanoıng NuErepog 6 dodiog, zul Evraüde EbE-
Biauye To tig puceng Olxasov. doxei dE uoı xal Iliv-
dapos anso dya Adym Evöcivuodar Ev To aanerı, Ev
T ⸗ (nd
@ Asyeı OTi
vouog 6 navımv Bacılsvs
n
Yvarav Te xal Adavarov'
ovrog O8 dn, Peiv,
Laysı dınaıav To BLaıorarov
UNEETATE ysıpl‘ Teruaipoueı
„Eoyoıoıv Hoaxidog, Errel anpıdras —
Acyeı oũro a5"
* \ FT 2 ⸗
rò yag Kane ovr Enioranaı‘
Aeyeı
Ö’ Or ovre R NZ; dovros tod Impvovov nAd-
Coato ras Boüg, Ws Tovrov Ovrog Tod Öıxalov puost,
xal Boüs zul raAia xıiuare sivar navıa vov Beirio-
vog TE xl xpElTToVog TE TEV yEıE0vaV TE “al NT-
Tovov.
xg00iv0v RTl- — vouovs Tovg
zaed& Yvoıv: fasst in einem
allgemeinen Begriff zusammen,
was vorher durchSatzungen (yoap-
para), Gaukeleien (nayyavev-
kara, vgl. yontevovzeg), Zau-
bersprüche (dnndds, vgl. xars-
nadovres) im Einzelnen ausge-
führt war. — dvepavn: Ueber
den gnomischen Aorist s. C. 494,
Kr. 53, 10, 2 vgl. zu 461c. —
deondrng nu.: ist Präd. — 6
8ovAog: Der bestimmte Gegen-
satz zu deozorng ist mit Bezug
auf das obige noradovloduede
gesagt. —
B. ö£ilauye: wie oben ave-
pay. — Ilivöagog: Pindaros,
der grösste griechische Lyriker
(522—442 v. Chr.), aus dessen
zahlreichen Iyrischen Gedichten
mannigfaltiger Art wir noch 44
Epinikien nebst kleinen Bruch-
stücken übrig haben. Zu letzte-
ren gehören auch die hier mit-
getbeilten vier Verse. — OrL: 8.
zu 451 a. — vonog 0...: Nach
Bergk (Poet. Iyr. p. 277. Pind. fr.
146) lautet die angeführte Stelle:
vouos —X Bacıleug | 990-
av ce nal daran |, ayeı
dınaıay to Pıaıorarov | dx8o-
tare yagi‘ renuaigonas | Eo-
yoısıw Hocxltog Erel Tnovovæ
Boxs | Kunioniov ‚ent, —W
00% Fuovodtos | dvasınrag TE
nal amgıdrag HAacev, — db Enl:
8. zu 452 b. — 00x dwloragar:
“kann nicht auswendig. vgl. Prot.
339 b. — T’nevövov: die Sage
über Geryones und ihre wahr-
scheinliche Bedeutung s. Preller
Myth. II. S.141 fi. —
©. os T. Ovrog: vgl. zu 448
e. — xal Boös.... .: Erklärung
zu tovrov. vgl. zu 469 ce. — To
To» y.: nachträgliche Bestim-
mung zu xryuare. —
=
481 E
40
TOPTIA2. 105
To usv ouv aAmd2s oũrcs Eysı, yvacsı ÖE, av En}
ra usiko ERS &acas n07 pıAosopiav. pıAooopia yap
toi Eorıv, ᷓ Zuxgarss, zaplev, &v tig @Urod uerpimg
ohnreı Ev ch nAınia‘ dav 6} nsguıreew Tod Öeovrog
&vöiareiın, drapdopa Tv avdpanuv. Edv yao zul
zavv EUpUNS 5 xal MoPpW rüg MAılag gYıAocopjj,
Avayın navımv ünsıgov yeyovkvar Eoriv, av yon Eu-D
Eip0V Eivaı rov ueAlovra naA0v xayadov zul EVÜO-
xıuov Eosodaı avdpa. ul Yap TV vouwv Arsıpoı
yiyvovraı av xard nv nodAıv, val av Aoymv, olg
del 1EmwEvov OuıAeiv Ev roig Ovußoieloıs tois avdoewW-
os al löle ul Önuocie, xal av ndovov rs xal
Exıdvuov rov avdgwnelov, nal ovAAnßönv Tav 7d0v
Kavranasıv Ansıgoı ylyvovraı. Ensidav ovv EAdmoıv
sis rıva lölev n noAırızyv meäfıv, xarayliocroı yl-E
yvovraı, GOREE Ye, Oiuaı, ol moAırıxoi, Ensıdav av
eis Tag vusregag Örarpıßas E2Admoı Hal Tovg Aoyovs,
xarayeinorol eiaı. ovußalveı yap 10 tod Evgınidov‘
Auuzoos T Eorlv Enaorog &v Tovro, nanl our Enelyera,
78n: “endlich einmal; Aus-
druck der Ungeduld. vgl. 458 b.
(döpev non yalgeıv aA.) Aehn-
lich im Lat, tandem. — zupfer:
vgl. zu 479 b. — nlınla: hier
“Jugendalter. — reouıregw toV
dtovrog: vgl. Tac. Agr. 4. Me-
moria teneo solitum ipsumnarrare
se in prima juvenla studium phi-
losophiae acrius ultra quam con-
cessum Romano ac senatori hau-
sisse etc. — xal 0000 .. .:
Man erwartet statt der copula-
tiven vielmehr die adversative
Satzverbindung, oder statt n]) das
concessive @v. —
D. doriv: ist gegen die son-
stige Gewohnbeit hinzugesetzt. s.
zu 450. — 709 uällovıa .. .
£aeodaı: “wer ein angesehener
Mann werden soll! — 17)
nayadov: s. zu 470 c. — xora
rt. rx0A.: Ueber die Bedeutung
der Pıäpos. s. Kr. 68, 25, 1. C.
459 B, a. — dv rois ovußo-
Acloıs: “im Verkehre (eigentl.
‘in den Verträgen). — toig &v-
Bownoıs: von Öpıleiv regiert.
Kr.48, 9. C.436 2. — Q@reıgoı
ylyvovsan: Man beachte die nach-
dräckliche Wiederholung. — 09:
näml. &reıgoı yevohısvor. —
E. xaroyzlaoroı yiyvovran:
mit Bezug auf 474 a. (yElore
nageiyov ath.) — diargıßas: wie
studiaim eminenten Sinne von’ wis-
senschaftlicher Beschäftigung.’
Apol.33c; 41a. Theaet. 172 c.
noög Tovg Ev gılooopia al
n roıdde dıareıß7 TetgauuE-
106
TTAATQNOZ
484 E
veumv To nAelotov nufgag rovra wEgos,
IV aurög avrod ruyyavs Beitısros av’
485 0nov Ö’ av padiog N, Evrsüdev psUyer xal Aoıdogei
[9 8 re . > 6 e - e 14
roũro, rò Ö Eregov Exaıvel, EUVvVol« N) EavTod, NYoV-
uevog oVrag avrog Eavrov Enaıvelv. aAh, olyaı, TO
oePoTaTov darıv Auporigwv weraoyeiv‘
pıÄAocoplas
usv 060v nulösiag yagıv xaA0v werkyev, al 00x al-
01009 usıgario Ovrı pıAocogyeiv' Ensıdav ÖL Nön noE-
oßvrsoog @V Avdopmnog Erı YLAocopf, KarayEiactonv,
B@ Zoaxgparss, To yejue ylyvaraı, anal Eymys ÖuoLoTe-
rov NACYW EOS TOVÜg gLA0OG0WODVTRS WONTEO EOS TODg
vovg. — vovg Aöyovg: bezeich-
net das in dıareıßdg Besagte
noch genauer. vgl. Apol. 37 c.
— 0 tod E.: 5. zu 465d. Zu
den angeführten Versen des Eu-
ripides gehört gewiss schon ein
Theil der Worte Aaumoos .
önelyeroı, wie schon der Aus-
druck und der noch erkennbare
Rhythmus beweist, wahrschein-
lich: Aaungög 8’ Exuorog aarl
rodr Eneiyeroı, veumv ati. Die
Verse sind aus der Tragödie An-
tiope' (Fr. 183 Nauck), von wel-
cher nur spärliche Fragmente
überliefert sind. Der Reichthum
des Euripides an philosophischen,
zum Theil tief gedachten Sen-
tenzen erwarb demselben, trotz
mancher Mängel der dramatischen
Composition, den Beifall des So-
krates und die bevorzugende Ach-
tung der ee Politeia
8, 568 a. 00% &r TE oe
dl ÖAmg —8 orei elvaı
xal ö Evgınlöns —R &v
— — : worin — adrög
KUToV . Der Gen. des Re-
flex. beim Superl, dient zur Be-
zeichnung des höchsten Grades,
den eine Person erreicht, vergli-
chen mit sich selbst (daher œ vᷣ-
Tög «vrod; vgl. 2u 482 d.), d.h.
indem eine ihrer Eigenschaften
oder Thütigkeiten oder Entwick-
lungsstufen mit ihren eigenen übri-
gen verglichen wird. Kr. 49, 9.
Xen. Mem. 1, 2, 46. eide cos,
8 Teotxdeis, Tore ovveyevöun?,
Ore ÖsIıyoraTog 0KVTOd TadTE
n0d«. 8. zu Prot. 350 b. —
485 A. 70 ö’ Eregov: näml. das,
worin er sich stark fühlt. — &U-
vola r. . : "aus Eigenliebe. Ueber
den. Art. c. 385 a. Kr. 50, 8, 1.
— odrog: näml. durch das Lob
des Faches, worin er sich aus-
zeichnet. YıLoooplag wer:
constr. naRdy (ſori) ueraoyeiv
gılocoplas, 0009 naıdelag ya-
quvu (näml. dort, ylyvsraı. Kr. 62,
1, 4), ‘so viel, insoweit, es der
Bildung halber geschieht. vgl. zu
Prot. 312 b. — xal .. . gpılo-
cogpeiv: vgl. gılocopla yao xri.
— neıganio öyrı: näml. zıwl
oder dvdogmrno@ (s.zu 456 d) ‘ 86
lange man noch Jüngling ist.’
— 76 gojue: bezeichnet ver-
Achtlich (etwa ein lächerliches
Ding’) die Beschäftigung mit
der, Philosophie. vgl. unter b zı-
%009 Ti yonjum. —
yaye 0. zdoym: "esmacht
auf mich ganz denselben Ein-
druck’ — Goneg: correlativ zu
485 D TOPTIA2.
107
weihıfoukvovs xal nalfovrag. OrTav uv yap maudlov
Ida, @ Zrı ngoaması Ö1aAdysodar ovro, eilıfousvov
xal naikov, yalom te xal yaplev woı palvercı xal dAsv-
Dipıov xal ngEnov ıf tod naıdlov nAınla, Orav O8
Vapas ÖLaksyousvov nasdauplov dx0UCm, XiXE0V Tl woL
doxel yojua slvar zul dvd uov ra wre zul nor doxsl
ÖovAongenes tı elvar’ Orav dt avögog dxovon rıs bei-
Aukousvov n nalfovra Ögd, xarayeiactov palvsraı nal C
&vavöpov wal ninyov ükıov. Tadrov oUv Eymys Toüro
Aæcdoxdo xal mEOS ToUg PLAooopoüvras. apa vin ulv
yap ueıgaxlao 6gWVv Yılocoplav ayanaı, Kal mpENEV
got doxsi, xul nyoduas EAEUDEg0% tıva &lvaı TOüToV
zov LvdomnoV, tovÖt un yıAosopoövre «vehsudegov
xal oVÖenorE ovdevòs, — ERVTOV oVTE AaAod
obrs yevvalov modyuaros‘ Orav Ö8 Ön noeaßvrEE0VvD
ido Zrı gilocopoüvze xal un anrailarrousvov, nin-
yav not doxei non delodaı, @ Zwugares, oüros 6 Av.
ö ‚yao vov om EAsyov, INEENE ToVTo To avdgune,
KRV NAVv EÜPUNS 7, avavögg yevkodaı pevyovzu Ta
uEoa ig noAswg xal Tas ayopas, &v als Epn 6 noıy-
dem Adj. öuoıdzarov. vgl. Kr.
69, 64, 1. Prot. 327 d. (dv zois
TOLOovT, 015 Krdgmmorg yeö-
uſsvos, DOmMEQ ol ara.) — Ypel-
Arfousvov xal zaifov: 'näml.
stammelnd’ u. s. w. (8. zu 467e.)
Die erklärend hinzugefügten Präd.
steben mit blosser Berücksichti-
gung des Inf. dundeysodaı im
Acc. ungeachtet als Subj. der
zu wg007x8ı construierte Dat. J
vorangeht. Kr, 55, 2, 7. — 60-
Poõg —R — "das Gegen-
theil von peldıföusvor. — dov-
Aongsnes tu: im Gegensatze zu
‘d18vDEgLov. Der widerwärtige
Eindruck kommt daher, dass sol-
che über dasKindesalter hinaus-
gehende Fertigkeit nur durch eine
naturwidrige, der Erziehung des
Freigebornen 'unwürdige Dressur
erzielt zu werden pflegt, nicht
durch liberalis institutio. —
C. xarayeluoıov palveran:
“erscheint es lächerlich, nänml.
zo erilteodaı nal raltsın. —
&yapıı: vgl. 449 d. — &evde-
009 va: 8. zu 456 a. —
D. unanallarröusvov: näml.
zjs pılooogplag: 8. zu 470 c. —
nön: 8. zu 484 c. — vrdozeı
.. . Kravdoo yaveohaı: Kr.55,
2, 5. vgl. zu 4790. — To uloc
... @yopag: Ueber die Verbin-
dung vgl. Hor. a. p. 245. in-
nali triviis ac passe, Jforenses. —
ö zomeng: ar &oynv wird
Homeros “der Dichter genannt. —
108
NHAAT2QZNOZ
485 D
ng ToUg Avögag apınpaneis yiyvsodaı, KatadcdvxoTı
ö8 10V Adınov Biov Bıavaı were wergaxiov Ev yavla
zoLBV 7 Terragmv Jıdvolkovra, EAsvdEgov ÖF xal were
Exal vEavırov undenors pdeysaodar.
’Eyo ö£, o Luxoares, robg 0 Enızindg Exo pi- 4
Aunds —R ooͤ⸗ NENOVdEVRL „vov 078 6 Zudos
ugög Tov Atiplova o 0 Evgınidov, oöüæso &uvnodnv. xal
yap Zuol toraür ürra dnkoysrar xpög ab Akyaıv, ola-
ep Eusivog npOg TovV adeApovV, Orı dueisig, 0 Zuxgu-
tes, @v dei 05 dmimelsioden, xal pvaıv Yuris @dE
Tovdg ürdong .. .: „Auspielung
auf Il. 2, 440 An. oUna eidoso
—XR z01!n010 006° ayog&wy,
Ivo 7 avöges agımgenesg TelE-
Hovoıy. — xaraösdvnorı . . .
&v yavlg: "in einem Winkel ver-
steckt. Das Verächtliche dieses
Ausdruckes zeigt dieVergleichung
von Politeia 9, 579 b. xaradedv-
nos aut] olala ra roll og yvvn
£1. — yıdveigovra: ein verächt-
licher Ausdruck für dsadsyous-
vov oder YıAocoyodvra. YıdV-
eitsıv wird von dem Zwitschern
der Schwalben gebraucht, das
ein übliches Bild für leeres Ge-
schwätz ist. —
E. veavinov:
lich, eigentl."jugendkräftig. Poli-
teia 6, 503 c. venvinol te nal We-
yalongeneig zag dıavolag. —
pFtygaoder: im Gegensatze, zu
Yıdvolgovre. Phaidr. 241 e. non
£nn pPeyyouaı. Hor. Sat. 1, 4,
43. cui mens divinior atque os
magna sonaturum etc. — Enı-
eng Em gpılmnag: satis (be-
ne) amicus sum. Ueber &rısızög
zur Verstärkung eines Adj. oder
Adv. vgl. Prot. 349 d. Cicero
Brutus 21, 81. bene magna pars
muri. Dass diese Erklärung des
K. ungeachtet der unmittelbar
vorausgehenden harten Ausdrücke
“tächtig, herr-
aufrichtig gemeint ist, sehen wir
aus dem freundlichen Empfange
im Beginne des Dialogs 447 a. ff.
— odreg duvjodnv: näml. in
den oben (484 e.) aus der 'An-
tiope angeführten Versen, welche
Zethos, der Sohn des Zeusund der
Antiope (s. Odys. A, 260 ff.), zu
seinem Zwillingsbruder Amphion
spricht. Für das Verständnis des
Folgenden ist zu merken, dass
Zethos, in dessen Rolle sich der
das sogenannte Praktische aus-
schliesslich anpreisende K. ver-
setzt, als ein thatkräftiger, gei-
stigen Bestrebungen abholder Held
geschildert wird; während Am-
phion in der Sage als ein Sänger
gleich Orpheus erscheint. — pol
megyeran 7. 0. Atysıv : ‘es
kommt mir in den Sinn u- s. w.
Ueber den Dat. (statt dessen auch
der Accus. steben kann) s. Kr.
48, 11,5. — 6rı: 8. zu 451 a.
— —2 ...: DieVerse, auf
welche hier zunächst Bezug ge-
nommen ist,lauten nach A.Nauck’s
Conjectur (Fragm. trag. Gr. p.
329): ... dueleis @v 0E pgoV-
zigeıv —** vpænᷓs Exor ya
ads yevvalay yvoıv | yuvaıno-
uluo dLangemeig uogpanerı b.
Kovur dv —A— —
Dog Önılmosıag odr Allmv Ü-
TOPTIAZ. {09
486 B
yevvaiav usıganı@da tiv) HLargErsig uoopauearı, va 486
ovr dv Öluns Bovicicı nE00HEl’ dv ögdaÄg Aoyov, ovr
elxòog av xal nıdavov Adxoıs, 0VN Unto KAAov vea-
vırov Bovievua Bovisvonıo. xulroı, @ plAs Zuxgares
— xal wor undtv aydeodijs‘ -evvole yag Eodıjon —
00x aloyg0v doxel 001 eivaı odrwg Eysıv, ag 2yo 08
olueı Eysıv nal Tovg aAA0vS ToVs TO0EW del YLA0co-
pias 2lavvovras; vov yag el Tıs 000 Aaßousvog 7
&AAov ÖTovoVV Tav roLodrmv eig TO ÖeoumrngLo0Vv ane-
yayoı, pdaawv abızsiv undtv adıroüvre, olod Orı oUx B
av Eyoıs 0 Ti Emoao oavıo, aAk lAıyyıong av nal
xacuso 00x Eywv 6 ti einoıs, nal eis To ÖixaornigLov
avaßas, HAaTnYOEOV TUYWV navv Yaviov xal uoxdn-
000, anodavoıs &v, ei Bovioıro Favarov 001 rıudohe:.
xailtoı HS G0P0V TOÜTO Eorıv, © Zwxgpareg, ei rıg EvVpvi
-
eo | vEnvınoV Bovisvun Bov-
AEV0NL0 Ti. —
486 A. dıamgensis: die allge-
meine Bedeutung “ inmitten ande-
rer sichtbar sein, hervorstechen,'
die gewöhnlich i im lobenden Sinne
gemeint ist, ‘sich auszeichnen,
wird durch usıganımdaı als Ta-
del charakterisiert. Transitiv, wie
an vorliegender Stelle, falls sie
ganz vollständig ist, ist dıarzee-
zzeıy sonst nicht nachzuweisen. —
Adxoıg: poptisch, besonders dem
ıragischen. Sprachgebrauche an-
gehörig (Soph. Ant. 1094), be-
sonders häufig bei Aischylos und
Euripides; vergleichbar ist im Lat.
crepare, Hor. art, p.247 caveant
Fauni,neimmunda crepent dicta.
— nos undiv dy9.: nimm mir
nichts übel. s. Kr.48, 8. 46, 5,
9. vgl. Prot. 314 d. — ‚edvole .
..m 7: : "aus Wohlwollen ge-
gen dich. . Das poss. Pron, an-
statt des object. Gen. des perso-
nalen. s. Kr. 47, 7,8. Apol. 20 e.
Od. A, 202. @Al« we 060g re no0-
os [6 Sehnsucht nach dir’).
Hvuoy Krnvga. IN. z, 334. —
ToVg &AAovg, ToUg, 2.1 8 Zu
451 a. — zopgw &. gıl. Elav-
vovzag: ‘die es in der Philoso-
phie immer weiter treiben” Denn
K. verlangt, es solle uerolog und
nur &9 7 mlınia geschehen (484
c), nur 0009 radeias yaoıv (485
a). Ueber zooeE@ mit Gen. s. Kr.
47, 10, 4. C.415. — 00 Aaßo-
uevos: Kr. 52, 8, 2; 47, 12. C.
419b. — ddneiv: näml. o£. Kr.
55, 2, 6. Ueber die Bedeutung
des Präs. ddınsiv s, zu 447 b.
vgl. 479 e. —
B. 00% &v dr... cavıa: vgl.
Krit. 45 b, — eig rò dın. ave-
Bag: vgl. ‚Apol. 33 d. — rvgwr:
unter avaßag subordiniert, —
Dœrcir ou go tıuäohteı:, bei dir
auf Todesstrafe antragen. Kr.47.
17. 22,1. C..421, Apol.36b. —
xalroı arA.: Die Euripideischen
Verse lauteten wahrscheinlich :
118 TAATQ2NOZ 486B
Anßoüca reyvn para Edmne yelpova, ufte avıov aura
Övvansvov Bondeiv und’ Enowocaı dx av ueylormv ıv-
Övvav umrs &avrov unts KAdov undeva, vo dt av
CErdo0v negıoviächa, räcav ıyv ovolev, areyvüg 08
arıuov Eiv &v 17 woAsı; Tov Ö& Toiodrov, gl Tı “al
aygoıxorspov eipjodaı, Zbsorıv En) #0gEn5 TUnTovra
un dıdovaı Ölanv. al © Yard, duol neldov, madcaı
Ö’ 2Adyyav, neayudıov Ö sünovolav PALEIR va oxer
—XX Öoksıg poovelv, KAAoıg TE xouya TadT apeis,
elite Anpnuara xon pavaı eivaı eire PAvagiag, EEE 0v HE-
D votoıv Eyaaroınyasıg Öouoıs‘ emAov 00% EAEYyovrag Av-
dgas ta ua tadra, aAR ois Eorı al Blog nal doka
xal aAAu HoAld dyada.
22. Ei xovonv E4ov Eröpgavov nv vuxiv, *
Koadikhsıs, 00% av oleı us Rousvov EVpEIV rourouvu ri-
va av Aldov, n Basavifovsı TOV ygvoov, nv apl-
nög y&g 00op0» TodT Eorıv, ‚de
tig Evpvn | Außovoa zeyvn põor
Ednne zyeloova. — OS copor
...: s. oben a — Ednne: im
poet. Sprachgebrauche = &xo/nos.
Ueber die Bedeutung des Aor. 8.
zu484 a. — ToV uey. Kı9Ööd-
vov9: wo näml. das Leben auf
dem Spiele steht. — zsgL0vAd-
o#«ı: abhängig von Ed nne. s.zu
448 c; nv ovolav 8.0. 402, Kr.
47, 13, 10. —
C. ec... elonodar: vgl.
zu 462 e. — Efsorıv... .: Im
nal Öo&eıg pgovein, | GXURTOY,
“gar yiv, roıwwiors Emiore-
Tor, | akloıs ro nouu rœor
—X copiouere, | &E @v XEVOl-
cıv Eynaroınnosıs donoıs. Die
Worte, welche K. für oop/oue-
ra substituiert, Anonuare, pAv-
aglag "unnützes, albernes Zeug’
(in diesem Sinne wird Angog und
YAvoola oft einzeln oder ver-
bunden gebraucht), und selbst die
Wahl (eire-site, vgl. 468 a), die
er zwischen diesen gleichbedeun-
tenden Ausdrücken gestattet, cha-
rakterisieren seine ganze Verach-
Deutschen mit Umkehrung des
Begriffsverhältnisses ‘kann man
Ohrfeigen geben ohne Strafe zu
leiden — AR’... 2uol zeiov
xtri.: Die Verse des Eur., dieK.
für seinen Zweck umgestaltet, lau-
teten wahrscheinlich (s. A. Nauck
1. €. 8. 331): 412 duol mıdoö"
| zavonı uslodar, nolsulav ö’
evuovolav | Koxsı" ToLadT deLde
14
tung der Philosophie. —
D. ra uırga tadra: näml. die
Gegenstände philosophischer For-
schung, gegenüber den wichtigen
Fragen des Staatsmannes. Ueber
rede 8. 452 e. — Plos: Le-
bensunterhalt, Reichthum. —
el xovonv.. .: Scharf con-
trastiert mit der Leidenschaftlich-
487 A
TOPTIA2.
111
ornV, xpös Yvrıva EusAAov ng0GaPyayWv Kurnv, ei wor
ÖuoAoynasısv Exelvn nalds — —
ev elosodaı Orı Inavog Eym xal ovöEv uoı dei AllngeE
Pasdvov; ;
XAA. Ilgög ti 6% roõũr dgwräs, @ Zuxparss;
Zn. Eyo 00. &g@' vüv olumı Eyo ool Evrerugn-
#05 Towvro Spuaio Evrsruynadvan.
KAA. Ti 4;
ZR. Ev old Or, av wor oðᷣ —Q8B egl ν
n éun vurü dobefer, tadr ijon Eorlv avıa raAnd7.
&vvoo yap, Ori TOV neAAovro Pasavıziv lxavas vuxñs 487
zegı Oedsg Ts Eoong xal un tola &gu dei &ysıv, & oV
xavee Eysıs, Emiornunv re xal EVvoLaV nal NapENOLaV.
&yo yap moAloig Evrvyyavo, ol £&ub 00x olol re eiol
Basaviksıv, dia zo un 0opol elvaı honsg 0V'
eo
ETEROL
d} oopol uEv eloıv, 00% E&dElova ÖdE uoı Adysıv ıav
aAndEsıav dıa To un xndcodal uov öonso 0V°'
keit des K. die sichere, ruhige
Ironie des 8. — Tovzav T. 7.
Mor, n P.: d.h. znv P«oavor,
“den Probierstein. — 9 aglornv:
epexeget. Appos. zu zıva. — Zuel-
409: so augmentiert Platon durch-
aus (vgl. Kr. 28, 7,1. C. 234 A.).
Ueber die Verbindung mit, dem
Inf. Fut. 8. zu 459 e. — aurnv:
näml. 779 Yuınv. —
E. fnavag Ero: "dass es mit
mir befriedigend steht, dass ich
mich dabei beruhigen kann. —
ovdiv: eigtl. in keiner Hinsicht,
also “durchaus nicht. 8. zu 475.d.
— 001 durervynmnas: Kr.47,14,
2. vgl. c. 437. Prot. 309 c.u.d.
— avıa zdındn: ‘die Wahrheit
selbst, die reine Wahrheit. vgl.
zu Prot. 309 a. —
487 A. Baoanısiv... .: “eine
Seele prüfen ob sie gut lebt oder
[4
zo 68
nicht.‘ Dem Sprachgebrauche an-
gemessener wäre Paoawıeiv Ypv-
— zeol Tod Vedas iv. — „real
un: näml. öedas. — tola & &o«:
Die Annahme, dass die genann-
ten drei Eigenschaften erforder-
lich seien, wird durch &ex als
Folgerung aus der Wahrnehmung
dieser Eigenschaften bei K. be-
zeichnet, die dann im Folgenden
(487 b) ausführlicher von ihm auf-
gezeigt werden. — £&miormunv .
..:"näml. Kenntnis un. s. w. vgl.
zu 467 e. Ueber den Gedanken
vgl. unten (b. fin.) wenaldevonı
atk. — Edvorav: mit Bezug auf
485 ©. piAınog xl. und 486 a.
evvole tn 07. vgl. b—d. — nog:
ensi«v: Mit feiner Ironie be-
zeichnet S. die vielfach beleidi-
genden Tadelreden des K. als
‚den Ausdruck freundschaftlicher
Freimüthigkeit.’
— od 89. 88:
112 NAATQNOZE 487 A
Elvo rads, I'opylas re xal IInAog, sopò ubv xal plio
B £or6v duol, Evössorepm 6b napeneias nal aloyvvrngo-
teom uäAAov Tod Ödeovrog' nag yap 0v; @ ye eis To-
covrov alayvvns EAnAvdarov, wors Öıa TO aloyuve-
09a ToAud Exdrspog aurav avrog avro Evavıla Akysıv
evavriov noAldv KvdEWTnV, Xu TaÜTa MEpl TOV uE-
yistav. au O8 raüra mavra Eyeıs, & ol alloı oUx E-
yovor‘ nenaldsvoal rs yap inavas, ms noAlol dv pr-
oaıev ’Admvalov, ul Euol el evvovs. Tivı Texumgio
yosueı; &ya 00: pw. old vuäs Eyo, ® Kaiklalsıs,
Crerzagas Ovras Koıvmvovg ysyovorag Hoplas, ofrs xal
Tioavögov rov "Ayıdvatov zul "Avdgmve rov 'Avdgo--
tiovog al Navaızvönv 70V KoAnpyeu' xal notre VYuov
&yo Ennanovoa BoviAsvousvov, weygı 0201 r7Vv Goplev
acanreov ein, Hal olde Orı Evixa Ev dulv rotdôs ris
L
Ueber dieStellung des ds s. Kr.
69, 16. I. —
B. ävössoregm d. zape.: Kr.
47, 26, 6. C. 414, 2. S. bezieht
sich auf den Vorwurf des aloyv-
veohaı, den P. dem G. 461 b.,
K. ebenso dem P. 482 e. gemacht
hatte. Wenn P. Aeusserungen noch
ein Ergebniss der Verschämtheit,
so tritt dadurch des K. zaee7-
oia in ihr rechtes Licht. — u@A-
iAov: 8. zu 482 c. — &lg TO00V-
zov aloy. EAnl.: eo usque vere-
cundiae progressi sunt. Kr. 47, 10,
3. Apol. 25 e. — avrög ade:
s. zu 482 d. — dvavriov vol-
109 &vOg.: angesichts vieler Leu-
te, vor vielen Leuten. Kr. 48,
13, 4. Minder sorgfältig gewählt
erscheint das Wort in der unmit-
telbaren Nähe des in anderem
Sinne zu nehmenden &vavılı. —
neol Toy neylorav: wiees auch
K. sefbst 481 c. (el udv yao orov-
dußeıg ri.) ausspricht. — raüre
sata: die vorher aufgezählten
und im nachfolgenden wiedernach-
gewiesenen (zeraldevonı, &uol
el eUvovs, xl UN9 TageNoL«-
—3 drei Eigenschaften. —
yavg: s.zu 486e. — ag Hol-
Aol . . .: Nach der gewöhnlichen
Ansicht der Menge ist K. ein
gebildeter Mann, der sich mit
Philosophie 6009 zaıdsiag xa-
g2v (485 a) beschäftigt hat; Eu.
ornun erkennt der Platonische S.
ihm so wenig als demP. (4418 d;
471d.) und G. selbst zu, wieder
weitere Verlauf des Dialogs zeigt.
C. Tioavdgos r. Ap.: Tisan-
dros ist uns sonst ebenso unbe-
kannt als Nausikydes. Andron
wird Prot. 315 c. in der Gesell-
schaft des Hippias "aufgeführt.
(vgl. Prot. Einl. 8.41) Apkidnai
war ein Demos der Aiantischen,
Cholargos ein Demos der Aka-
mantischen Phyle. — #vix«: "trug
den Sieg davon, d.h. ‘wurde als
die beste anerkannt. vgl. 456 a.
— dv dulv: vgl. 451 b. dv ro
4875 TOPTIA42.
113
Öofe, un p0dvusiode: sig iv dxoißeınv pılocowerv,
all sviaßsicdn nugsxsisvsche aAlrAoıyg, Onag unD
rege ToU Ösovzog Gomparspoı ysvousvos Anders dıa-
HdapEvisg. dns 0UV cov dN0U@m Taüra Enol Gvußov-
Aevovrog, 2.27) vol osœvroũ Erausgerarong, Inavov yoi
Texuguov &orıv, Or ag aAmdag nor süvoug ei. zul
pav OT vs olog zaggqsuisahes xal un aloyuveoder,
aurög TS YnS »ul 0 Aoyos, Öv OAlyor zodrsgov &Agyss,
OuoAoyst ao. dys IN ovrwal H7iov Orı Tovrmv zepı
vuvi‘ dav rı 00 £v voig Aoyoıs Öpoleynang woı, ße-E
Baoavıanevov roũt non doras Inavos dr Euod TE nal
soo, xul ovxdrs adro Hsr7oes 48 KAinv Bacavov ava-
p£peıv. OU yap Gv Hors AUTO GvvsyWondag Ob oVrE
ooplas Evösig oür aieyuyns zapevaie, 000 av ane-
zov Eub ovyimpisas GV‘ plAog yap poı 8, ag al
aurög ps. Ta Ovrı ovv 7 dun xal on ömokoyiu relog
10n Ebsı vis aAndslag. ndvımv Ö8 xaikloon dasiv n
ox&yıs, @ Kulllaisıg, aspl rovrov wv 0 ön wor Exe-
dumm. — tordds rıg: "ungefähr — &yeı ön: Der Beweis für den
folgende. vgl. zu 448 e. (rodæ
zıs). — eis rnv axolßerav: "bie
zur äussersten Schärfe und Ge-
nauigkeit. —
D. 80x rov Ösowrog: vgl. 484
e. — yapxıı.) — Önas
. Anoete: s. zu 480 a. —
Taeigordrag:, amicissimis. &tai-
eos nimmt wie amicus adjectiv.
Steigerung an. Phaid, 89 d. oüg
av r ijoctto Olxsıoratovg Te
nal Eraugorarovg. — [navos uoL
tenumgıöv dorıv: schliesst den
durch zivı rexunglo zowucs be-
gonnenen Beweis der edvoL« ab.
— ol unv: 8.zu 452c. — Ort.
ye olog z.: "dass du im Stande
bist freimüthig zu reden. Kr.55,
3, 5. C. 601. vgl. zu 452 0. —
un alayvveodaı: 8. zu 487 b.
Plat. Gorgias.
486 e. &v poL cv ar. ausgespro-
chenen und im folgenden da» rı
6o xri. wieder aufgenommenen
Satz wird hiermit als abgeschlos-
sen bezeichnet. — 6nAo» orı: 8.
zu 448 c. —
E. avro: ist Acc. — dvape-
geıv: ergz. Auds. — iv...
SUvETWeENDag : ‘du würdest es
mir sonst nicht zugegeben haben,
versetzt in die Zeit, wo die Ein-
stimmung unter beiden schon er-
reicht sein wird. — gllos....
gs: vgl. 485 e; 186. Die auf-
fällig wiederholte Berufung des
S. auf die freundliche Gesinnung
des K. verräth, wie wenig ernst-
haft es damit gemeint Bei. —
tBRog . . . aAndelag: “wird das
Ziel (den entscheidenden Ab-
8
114 NAATSNOZ 488 A
tiunoag, Xolov rıva yon sivaı rov Avdpa al vl Enı-
488 1ndsvsıv xal uErpL Tod, xal mesaßUrsp0v xal vaors-
00v Ovıa. &yo yap el rı un 0EFÖS KEKTTa xara ToV |
Biov rov duavroöd, ù ladı toüro arı our dxav dia-
uoepravo AA anadle vi Euf' au ovv, wonse Hol |
vovdsteiv we, un anoorig, Adi Inavog wor Evdsıkaı,
ti Eorı Toüro 6 Enırndsvsdov wor, zul Teva TEONOV #n-
oelunv av avro, zul ddv us Außns vöv ufv 001 Öuo-
Aoynoavıa, év Ö} zo Vordem 100v@ un Tadra zpar-
Brovza Aneg @uoAoynda, Navv ve nyodv fAüxa sivar
xal unxéri mors us Vouderjang Voregov, sg undevög
aEıov Ovra. EE orig dE yoı Enavalaßs, ms ps To
Ölxcıov Eysıv nad OU xal Illvöagos TO xara pVcırv;
üysıv Pix Tov xpelıın Ta TÜV nTrrov@v xal Apysıv ToV
BsAtio av xsıoovmv aal Adov Eysıv rov auslvm Tod
paviorsgov; un Ti @AAo Akysıs To Ölxaıov eiva, N
0Edg ueuvnuaı;
KAA. Aka vadra EAsyov xal vors xal vöv Adyo. 43
22. Ilorsgov O8 rov avrov BeiArln xulsig GV xal
Cxeslrra; ovot yap Tor Tore olog T n uadeEelv oov Ti
Hors AEyeıs. MOTEOOV TOVg loyvgoTepovg xpsltrovg xu-
Asig xal dei anpoaodaı Tod loyvgordgov TOÜg a0d-
veorepovs, olov vor doxelg xal rote Evdsinvvoder, @g
al weyahcı moAsıg Ent Tag Guıxpag Kara TO Pvos Öl-
schluss) der Wahrheit erreicht r. 9.) — nallllvdagos: 484 b.
haben’ — zovrmw ar: s. u — zo KAaTE 9: epexeg. AppoB.
452 a. — zu To Öinnıov. — Aysıs Pig.
488 A. nal mosoßuzegov...: dass näml. u.s.w. vgl. zu ‚450
mit Rücksicht auf die von K. b. — un tı...: Ueber en als
aufgestellte Unterscheidung 485a. Fragewort s. Kr. 64, 5, 3; 69,
— noto vovdsreiv: Kr. 56, ö, 38. C. 608. —
1. C. 594. — dav us Aaßns.. dıla: 8. zu 449 a. — nal vor!
d.h. “wenn du findest, dass ich “und jetzt noch’ —
u. 8. w. Kr.56, 7,2. — C. 1: Kr.38,2, 1. — nodeiv
B. og u. d. övıa: Ueber das 60V... .: Kr.47, 10, 8. vgl.
Part.mit og s. zu 448 0. (oGxso zu 449 e. (oög acuvovzag.) —
— — — —
488% TOPTIAZ 115
xarov Epyovrai, orı xgelrtovg elol xal loxvuoorsourt,
to -10 xgslreov zul layvoorsgov aul Peitiöv TavroV
ov, N Eorı Beirlo ulv elvaı, Niro O8 nal Addeveors-
00», xal xoscero ubv elvaı, wordngoTEEoV dd‘ 7 6 au-D
ròs dgog ſSorl Tod Beirlovog xl tod ngsirrovog; Toürd
por auro oavũs dıogL00V, Tadurov:n Eregov darı TO
xgsittov nal ro Peirıov al TO löyvgossgor; 3
KAA. AX &yo 001 days Aeyo, OTI TadToV Bern.
ZN. Ovxoöv ol noAlol Tod Evög xoelrrovg eiol
æxcro ꝓuvou; ob 67 xul TOVg vouovg videvra En) zo
vi, Donee Hol av dpri cacyss.
KAA. Toꝙ yao od;
22. T& av noAAav ãos vontux Ta TÖV xg8T-
vovau &£oriv.
KAA. Havv ye.
ER. Odaoöv ra Tor BeArıovon ; ol yag xoelrrovsn
Beitlovg rov Kara ròov 00V Aöyov.
KAA. Net. = Ä
Zn. Obnoöv To TOVTOV voniua Kara PVcıvaaid,
KOEITIOVOV YE OVIOWV ;
XAA. Di: ' '
.ZR.’Ao oü⸗ ot woAAol voulkovan 0VTRG, ds Korı
oxgoKcheı: "auf sie hören; obe-
dire, dicto audientes esse. — Tore:
483 d. — &vöstnvvoder in der
Bedeutung eines Imperf. Kr. 53,
2, 9. C. 491. — dm) zug...
Zoyovren: s. au 483 e. vgl. das
lat. aggredi. — os... 09: weil
(nach ihrer Meinung) ‚das Ueber-
legene . . . dasselbe ist. s. zu
448 e. Ueber den Acc. eines
Part. nach @s (so constrniert,
als ob statt og ein Verb. des
Meinens, olouevaı o. &., gesetzt
wäre), 8. Kr. 56, 9, 10. —
D. Toöro uoL auro: “grade
dies’ Ueber die Verbindung die-
ser Pronomina zur Ankündigung
eines Satzes ‚vgl. z. Th. Kr. 57,
10, 11.— rovg — riſevræs:
8. zu 483 b. — dal ı. £&.: ‘Für
(in Beziehung auf) den Einen;
indem özl mit Dat. auch allge-
mein, ohne gerade feindliche Ab-
sicht auszudrücken, die Person
bezeichnet, auf welche „sich eine
Handlung bezieht. — dere: 483
h, e. — ra rov nollav ... .:
insofern “die Menge dem Ein-
zelnen an Kraft‘ überlegen’ ist. —
E. na@ra öV 0. Aöoyov: 8. zu
454c. — pnul: 8. zu 454d. —
Ilnnov elvaı .. .: 483 c. —
g*
116
HTAATRBNOZ
189 A
au au Eisysr, Olnasov slvas 30. loow dysıy mod aisyuov
189 76 Adızely 700 ddınsladanr;, darı Tauza.n 09; mul Orag
un aldtası dvraüde Ed aloguvouswog‘ vopikowow, N
0%, ol zoAAol 70 Lagr- äysıv SAX om ro KAkov dhaason
slvaı, aa} algyıow To adınzin Tod dösueigdarz ug Bone
poı axoxglvacdaı roüre, Kalkiyirs, u, du war ÖpO-
Aoynens, Reßraiappaı non Rap. ao, Ars IKawoy av-
doös dıayyavar BnadorgRözes.
KAA. AX ol ys noAlol youlfougm oyrasg.
ZR. Ob vouß@ üpu uauov darin alomen 79 adı-
xstv tod adınslodeı, ovOL Alaama vg iaay Eysım, are
Bxal pvos' Gore anıvdvvevss 09% dAndA Adyaı dv Toig
zoCadEu ovöL Onftüg Euod zargpogsiv Adyazı, OR Evav-
tiov datlv vonog xal puots, & 07 xal dyo ywoog
xuxovoy® &v rot Adyoıs, Eav uEv Is ya PrARDı Adyrı,
du) rov vonov Ayarı, dav EL zig Kara ou yonov, Eul
nv Quo.
KAA. Ovrool &vne oV navderaı YPLvapmiv.
vol, 0 Ziaxomrsg, oda, wlayuva, tnlinaüzeg GV, 0v0-
‚, Ouare Impsvov, xal Eav rıs biuanı dudgen, Fgpaov
roũſũro noı0Vdusvog; Zus yag oleı aAko rı Adysıv-ra nestt-
rovg slvaı 7 vo Beirlovg; ou maicı OL Adyo, Ars vav-
489 A. Onmg un @Amosı: "dass
du hier ja nicht ala verschämt
(enfY erschämtheit) ertappt wirst!”
eber Orag un mit dem Ind.
Fyt. (vgl. zu 480 e. ) zur Bezeich-.
nung einer dringenden Aufforde
rung 8. Kr.54, 8, 7. vgl. 0. 553,
A. — un phone... : Auf wie-
derholtes Fragen (de 09.2.5
karı ravza 7 00; vouigovaır
.) zögert K. mit der Antwort
‘aus Verschämtheit!” daher. die
Aufforderung, die Antwort nicht
vorenthalten’ zu wollen, u —
ve. — Beßaıaonucı αοα CoD:
“damit ich durch dich mich (in
meiner Angicht) bestärke; von
dir Bestärkung erlange. Kr. 68,
34, 1. G, 465. B, a. vgl. z. Th.
Er. 59, 5, 1. — il: 8 zu
449 a. —
B. ityov: 482 e. ff. — urxoug-
ya .. .: mitBeziehung auf 483
A. —
odrool KAvne...: vgl. zu 467
b. — tmAimoUrog : ‘so alt.’ s.zu
466 a. — —* 8. zu ABO b. (od-
vos). — Örauare Üngevor:
“Jagd auf Worte machen, Wort-
krämerei oder Sylbenstechereitrei-
ben, övoue, Wort, dnn«, Aus-
druck; andie schon bei Plato sich
sind44
KEIE 117
zöv au sivar vo Bhherovaal ro agsterovs: 1 oleı us
Ayan, eav ovowsrög ovAleyjj dovihv Hal Kavrodc-
xöV avdoorwmv undevös ablov Av ioos T& —R
lsyvelsacdeı, zul ovras Yyıaw fern, radte elvar vo-
TOPTIAZ,
BAR;
89. Eiev, W Sopmrvars Ruldlndeıs' odre Adysızy
KAA. Ilevv ubv oo. D
ZR. AM Eyo ulv, @ Önıuovıs, xal wurög waAas
tordto TosoUrov rl GE Asyzıv TO xpebrrov, zul dvs-
EWTo. yAıyousvog Vapag eldEvaı 6 Ti Adysız. 0% yap
Önxov 0v yes Tovs ÖvVo BeArlovg nyss vov Evo, 0VÖL
tovg coug dodlovs BsArlovg VoÜ, Orı lsyvporepot eleıv
Nov. alle Kulıv EE apyhg eine, ve more Adyaıg todg
Beitlovg, dnssön ooð Tods loyvporipoug; zul @ Hav-
nase REadTEpOV uE npoößdaens, Iva un Kroporyon
xaga 00V. ”
. KAA. Eigovsve, o Zonpares.
findendegrammatischeBedeutung,
—R Nomen, 6nju« Verbum,
ist bier nicht zu denken. — 0%
zalcı 6. A.:, mit Rücksicht auf
488 d. — @ oopwrare: schon
der) Super]. verräth die Ironie. —
nıuovıE: 8.zu 469 c. Öaı-
—* heisst, was den Eindruck
macht, dass es von eiuem Gotte
veranlasst und aur durch göttli-
ehe Einwirkung erklärbar sei.
Daher nimmt die Anrede @ daı-
- udvıs die mannigfachsten Fär-
bungen der Bewunderung, des
Erstaunens, des Vorwurfes, des
Spottes (wie hier), der zärtlichen
Licbe u, a. an. — arsgara: ‘wie-
derhole die Frage” Kr. 68,46, 9.
vgl. 451 c, dvsglodnı. — ön-
20V: 8.2u447d. — loyvoozegol
eloıy: naml. zusammen, wie
der Context beweist. — zalır
d& dogs . . .: vgl. 474 c. Abye
Ön wor ath. — moMOtEE0V 8
zo.: vgl. zu 487 a unter zap-
enoiav. Aelhnlich sagt 8. Euthyd.
302 e. Eu, o Aıovvoodnge, &d-
pnusı Te nal un yalenag ue
roodiduone. — moodldanons :
eigtl. “befördere durch ‚Lehren,
ist wie mehrere mit 7.00 zusam-
mengesetzie Vorba vom Simplex
Öldöaoxe an Bedeutung nur we-
nig verschieden, da 00 hier kein
neues Moment hinzubringt. Hipp.
mai. 291 b. du} 009 noodiöuexe
C belehre mich’) sad dun» zagın
aroxgivov. Soph. Phil. 538. 1015.
— KNOPOLENOO 8. 6.: wie p6s-
rcẽv der gewöhnliche Ausdruck
vom “Schulbesuchen' ist (s. zu
456 d.), so bedeutet anogporrar
das‘ Wegbleiben aus einer Schule.
(vgl. Kr. 68, 46, 6.) Passend stimmt
das Wort zu ‚rgoöldaone, wie
auch zu copwrase (c. fin.) und
HAATRBNOZ 2895
118
ZR2. Ma rov Z580V, ® Kakklukars, * cv XEDuE-
vog nokia vor dm eipmvsuov TE0g WE GAR id sine,
— Aéysiſę vous Peirlovg eivas;
. KAA. Tovs pelvoug ‚syays.
ZR. Opüs & ügn, ori oð wörög Ovouara Asysız, ör-
Acts O8 oVÖEv; oux £psig, tous Beirlovg"xal xeslt-
TOVg FMOTEEOV Todg Ypoviuwrsgovg Adyaız 7 @Adovg
tıväs;
KAA.’Alia vol ua Ale tovrovg Adya, nal Opd-
dpa yE.
2. ToAAdxıg 200 eis yoovav uvoiov un P00-
vovvrav xosſirrov dorl xara rov 00V Aoyov, xul tov-
Tov &pyeıv del, Todg Ö’ Koysadaı, xal aAdov Eysıv rov
&erovra TOv Koyoufvov' roüro yap uos doxsis Bov-
Asodaı Akysıv — xal 00 Gijuari Impsva — el o eig
ToV uvelov xgElırov.
KAA. ’Aika aör Eorıv & Adyo. toüro ydg olums
&yo ro Ölxavov elvaı Yvosı, 10 BeiArlo Ovra xul PEo-
vIuoTEgov Kal npysv nal nAlov Eysıv Tov gYavko-
teomv.
B ZR. "Eye 01 avrod. rl nors au vOv Akyaıg; dav45
3v TO adr® auEv, Wornee vüv, moAlol aPE001 Av-
490
zu der ganzen Erklärung 486 e.
ff. S. spielt den lernbegierigen (vgl.
noodidacxe und 486 e. ff.) Zuhö-
rer des K
E. ua 10% Zndov: 8. zu 484
e. Da Zethos ein Sohn des Zeus,
also ein Heros war, so fällt ein
Schwur bei ihm um so weniger
auf. Die verneinende Antwort
(00x Eyoys, näml. elgwvevongn),
zu deren Bekräftigung ud z0%
Z. dient (Kr. 69, 34. ©. 643, 16.),
ergibt sich aus dem Zusammen-
hange. — sigmvevonv: ist ebenso
ironisch, wie ob. d. «iX äyo...
*08irrov, denn K. meinte es ja
mit seinen aus Euripides entlehn-
ten Rügen ganz ernst, — [9
eine: vgl. zu 449 d. — ovoe.
090 uar« Atyaıg: bezieht sich auf
b. Ovouara . IngEvor. —
00% £geig: die Frage im Sinne
einer dringenden Aufforderung.
Kr. 53, 7, 4. vgl. s. Th. C. 499
A. — val ua Jia: 8. zu 483 e.
— xal op. ya: 8. zu 447 a. —
490A. un PEOFOUFTMY: 3.zu
457 a. (m ZEWuEVOL). — xare
tov 6. A.: 8.5u 4540. — ridov
$yew: 483 0. fl. —
ev: mit Bezug auf 489 b. An. —
B. ce dn avrov: halte hier
490 D TOPTIAZ. 119
Homro:, xal nulv 7 Ev nova moAld oıtla zul more,
anev Öb zavrodamol, ol uv Öayveul, ol Ob aahevelg,
els ÖF juav 7 Poovsumrsgog AEEl Tadra, laroös @v,
n 08, olov sixog, tov ulv layjvgorspog, av dl dods-
veorspog, AAO TI. N oßros, YPEOVIUMDTEEOg Nav DV,
Beitiov xal xoslrrnv Zora eig Taüre ;
KAA. IHavv yes.
ZR.’H 00V Toviwv zov aıriov nAdov nucv &x-C
zdov euro, Orı BeArlov Earlv, 7 To ubv &oysıv mavıa
dxsivov Ost. veusıv, Ev 08 To avamlonsıv Te avra al
xerarenodaı sig To Eavrod Ouua 0m mÄsoVeXTnTeov,
sl un neiisı nmoücdear, aid av uiv wAkov, tov Ö
Elarzov exıdov‘ dav O8 vorn KEvVTOV „a0deveoraros
@v, zavzov ‚Hayıovov to PBeirioreo, © Kuikixisıs ;
057 ovrag, © yadd;
KAA. IIeol oıla Adysıg xol nova aal largoüg aal
pAvaptas' &ya Ö8 oo taüra Asyo. D
22. IIöregov 00V Tov Pooruitsoor BeAario A8-
yas; padı 7 un.
(«drov Adverb.) ein! 8. zu 460
8. — 89 TO auto: "an demsel-
ben Orte. — @oneg vor: Auf
die zahlreiche Versammlung, wel-
che sich neben den Unterredenden
im Hause des K. befand, wurde
such 455 c. und 473 e, hinge-
wiesen. — zoA4ol 90001: "viele
beisammen. Repbl. 6, 492 b.orav
Evyaadefausvor &Hoooı oAlol
eig dnninalag xrl. Kon. Anab.
5, 2, 1. ol Kolyoı moAlol 200»
EB odon. 7, 3,9. — zegl tadza:
näml. oızia nal zord, — ‚olov
eixog: ‘wie es natürlich ‚st Kr.
62,1,3. vgl, zu 450 a. (avayın).
_ 210 zı n: 8. zu4b5 bb. —
sis teöra: "in Beziehung auf die-
ses (Kr.68, 20, 8), was vorher
durch zsgl raüza bezeichnet war.
C. zo u. &eysıw: "deshalb
weil er den Vorrang hat.’ Ueber
den causal,. Dat. 8. Kr. 48, 15,
5. C. 439. &oysıv ist synonym
mit BeArio elvaı. — av nis
zAgov.. .: mit Bezug auf coy
wi loyugorepog, av Öl doße-
veoregos. — To Pelrioro : näml.
Enteov dorl. — 00% odrTwg: ergz.
Eye. — meol oıtla...: K.
rügt die Gewohnheit des S. in
philosophischen Erörterungen die
gewöhnlichsten Dinge des alltäg-
lichen Lebens zur Erläuterung zu
gebrauchen. s. zu 491 a. Ueber
Atysıy zeol rı: ‘die Rede dreht
sich um . . . vgl. Kr. 68, 33, 2.
u. 4. C. 466, ©. —
D. xal pivaopiag: “und der.
gleichen albernes Zeug. 8. zu
486 c. — gaddı N u: näml.
padı, "bejahe oder verneine es;
120
KA4. "Eyays.
NAATRNOZ
490 D
EN. AA 00 16V Beirio widov Okt &yauv;
KAA. Ov olav ys 0008 norav.
22. Mavdavo, all iomg ineriov, zul det Tov
Upavraazarov ufyıozov inazıov Eysıv zal wAsloıa zo)
aarAlıora AUMEIOREVOV repueven;
KAA. IIoiov luetiov;
ZN. AAN eis dnodjune Oilov Ir Öst wAsovex-
E rsiv Tov ppoViuWraroV elc Teure zul Böiriorov. ror
Oxvrorouov laws uerısıa det vrodjuare za wAstore
vnodsdeuevov
a2.
NEQLNarTEiv.
KAA. Ilote vnoönuere;
pAvapeis Eymv.
AAR El un Te Tode Aeyeıs, [a0g ra roade‘
0iov yEmpyızöv Avon eEl yiv poOVıU0V re Kal naAov
sage ja oder nein!’ s. zu 454 d.
— wavdavo: “ich verstehe,
näml. deine eigentliche Meinunz.
Aehnlich 447 d. fin. — lueuie»:
ergz. mAEov deiv &yeıv zöv Bel-
tim Akyaıs. — TöV Vparuınd-
Tertov: "derim Weben tüchtigste.’
vgl. zu 455 b. (6 dnrogındg). —
MATTE x. nallıora: ergz. Lud-
Ta. — zolov luoriov: “was
faselst du nur von Gewändern”
quas tu mihi vestes narras? d.h.
von Gewändern kann hier gar
nicht die Rede sein’ Im Gesprä-
che wird durch nwolog das vom
Mitunterredner gebrauchte Wort
bald mit Spott, bald mit Entrü-
stung als unstatthaft zurückge-
wiesen. Kr. 51, 17, 12. Theait.
180 b. Zoxo. dir olueı, co
FOLAVTA Toig uad'nraig Ent 0xo-
Ans podgovar. ..@208wg05°
Hlolois uadnteis; oud} yiyve-
TC TaOv Toiovımv (näml. av
Hoanisıreiov) Erepog Erdoov
kadnıns. Der Gen. steht in
Uebereinstimmung mit dem obi-
gen al long luoriov, und die
Ellipsis ist in derselben Weise zu
ergänzen. — eig vr.: s.oben zu
b. (eis teöra). — Hnlov Or:
8. zu 448 c. — wisoventeiv:
— nleov Eysıv.
E. rovgeo. eis taüre: näml. re
vrodnuera; “der sich am besten
daraufversteht. — Vrodnuare...
vrodsdeuevov: "mitden grössten
Sandalen bekleidet. (S. zu 467 d.
tv d. Yonuarıoao» yo.) Die
Fussbekleidung der Hellenen, de-
ren allgemeine Bezeichnung vro-
Önuare ist, bestand in der Regel
nur aus Sohlen. — zegızareiv:
gleichbedeutend mit dem obigen
reguuivor. — @iAvaeeigs Erw:
“du faselst unaufhörlich, Kr. 56,
8, 4. (wobei zu bemerken, dass
sich diese Verbindung fast nur
mit der 2. Pers. Sing. findet).
Phaidr. 236 e. ri Ödnta- &xov
org&p&:; "was spreizest du dich
noch immerzu? vgl. 497 a. —
t& vordde: deiktisch, ‘die Dinge
folgender Art, solcherlei’—olo»:
s. zu 450 c. — zepl yijv: vgl.
b. ppovıumregog epl Tavre.
41 A
TOPIIAE.
121
xal dyadov, todrev dn laws Ösl nAsovsxteiv Tov OrsE-
udtwv xal og nAslsro oxkouerı yojeder eis ryv av-
Tov yıv.
KAA. Rs asl tavra Alyaıs, & Zourgares.
ZR. Ob uovov Ye, @ RKallinisıg, dAAE va) nepl
TOV Kur.
KAA. Nnrtoüg Heovs, areyvag yes del axvrdag ve 49i
xal zvaplas nal uayslgovs Adyav zul largovs ovölV
KavEL, Dg ZEEl Todrmv nuiv Ovra tov Aoyov.
ZR. Ovxodv 60V Egeis zeol Tivav 6 xpelttwv TE
xal Yeovıumrsgos mAdov dyav Öıxalag mwAsovextei; ij
oũrs Euod Gmoßaikovrog aveksı odrT aurög 2gsis;
— x0l0r nal ayad0V : bezeich-
net hier den höchsten Grad der
Tüchtigkeit in dem Fache, näml.
der Oekonomie. vgl. zu 470 e. —
zovrovön . . .: "der Landmann,
welcher... ., der nun muss u. 8.
w. Das Pron. fasst nachdrück-
lich die vorausgegangenen Eigen-
schaftswörter nochmals zusam-
men. — og del : "wie du
doch immerfort un. s. w.; dem
Sinne nach gleich dem obigen
givagsig Eyxuv. Ueber das ex-
elamat. os s. Kr. 51, 14, 1. —
03 K0909 ye: ergz. Tadra Akyo.
Ucber dasverstärkende ye in be-
jahenden Antworten vgl. zu 447.
— oArd nal...: Aehnlich und
mit eben so scharfer Ironie, wie
an unserer Stelle, entgegnet 8.
bei Xen., Mem. 4, 4, 6. dem
Sophisten Hippias auf seine spöt-
tische Bemerkung: #rı yao 0d
dusiva Ta adra Akysıs, & &yo
aan morE 00V NRovoR;...
O0 uövor del za avıa Adyo
dild aa) repl av auray. od
ö toos dıa TO moAvuadns elvaı
zeol TOV adrov odddnore Ta
auraißysıs. Der eigentliche Sinn
des rauza Atysıv wird aus 482
a. (7 dt gıAocopia xrA.) klar. —
491 A. anvreag te wol... .:
vgl. zu 490 c. Symp. 221 e. el
EIS Tıs TV Zoxodrovs d-
Aoveıv AOYMv, Pavsicv dv navv
yeloloı TO TEWToV. ÖVovg ya
navdnAlovg Akysı nal yalxsag
Tıvag nal Oxvrorouovg xal Bvo-
oodEyag, nal del dia Tav ad-
zov Taura galvernı Akyeıv.
DOTE Kneıgog xal AvonTog dr-
Pomnog nüs dv av Aoym» xu-
taysAcdosıe ati. Xen. Mem. 1,2,
37.'0 83 Kortlag, "Alle tovög
toi 08 antyeotaı, Epn, Ödenosı,
& Zmxedıng, TOV oxvreov aa
TOV TEXTOVav nal Toy yal-
nEov‘ xl yag olucı adrodg
Non nararsrpiphar diadgvAov-
BEVoOUS vo 000 %rl. — ovdkv
navsı: Ueber ovdEv s. zu 463
a. (unösv alayvvdels). Der Be-
griff von oVötv waveı ist nach-
drücklich durch &el nochmals be-
zeichnet; ebenso 517 c. — as .
. Ovza ròr Aoyov: 8. zu 488 c.
— 00x00» 00 foeig: 8.zu 489 e.
0 ‘du selbst” — zeol rivov.
.. zieov Eymv: eine seltene Con-
struction statt veol tive, — &u00
or. avsker: "willst du es dulden,
dass (wenn) ich es an die Hand
gebe’ (näml. durch die oben er-
122 ITAATQNOE 191 A
KAA. AA Eyays nal nalaı Adya. noWrov ulv
ToUg xeeltrovg ol eicıv 05 exvroröuovg Adya ovök
Buayslpovs, dA od dv eis ra Ts moAemg noAyuaTe
HpdVıu0L Mcıv, Gvrva dv TE0n0V EU olxolro, xal un
uovov goovınoı, adAAd al Avdgstor, Inuvol Ovres & av
voromcıv dnırsisiv, nal un anoxauvwoı dia urkaxlav
ns Yurns.
ZR. Oods, ů Beirıors Kuiklaksıs, @g 0V ravra Ab
ov T E&uod xarnyogeig nal dya 00Ü; av ulv yao Zub
ps asl taurd Adysıv, al udups: wor" Eyo Ö3 00Ö
zovvevriov, Orı oVdEnors tavr& Adysız nepl TOV &U-
zov, alka rord ulv rovs Peirlovg rs al xositrovg
Crovg loyvgporepovs weifov, audıg H: Todg ppoviuarE-
00vS, vv Ö’ ad Eregov rı Nreıs Eymv‘ avögsıoregoi
tıvsg Uno 000 Akyovıas ol xgeitrovg nal ol Beirlovg.
wähnte Induction). vroßaiksıv
tivi tu „jemanden etwas unter-
schieben’ Ueber avtysodal tıvog
(wo der Gen. meistens mit einem
prädic. Part. verbunden steht) s.
Kr. 56,6, 2. Prot.323a. Apol.31b.
— daR: 8. zu 4498. — xal nd-
Acı: “schon längst. Kr. 69, 32,
19. Dem Gedanken nach vgl.
489 c. — rovg xoeltrovg of el-
cv: ungefähr gle'chbedeutend
mit rovrovg, ot xg8lırovs eloiv
Lysis 214 a. 00 gavimg dno-
pærvouerot mepl Tov pliov ot
tvyyavovoıw Ovres. Vielleicht
soll der an sich nicht nothwen-
dige Zusatz of? elcı den Nach-
druck geben :‘ die es wirklich sind.’
B. uoxysloovg: mit Beziehung
auf das 464 d. ff. von S. nach
seiner zu a bezeichneten Bitte
gewählte Gleichniss.. — sis za:
e. zu 490, b. — un uòovov PO.:
d. h. ol &v un uovor pedvınor
B0LV. — vonomoıv: "was sie sich
in den Sinn setzten.” Ueber die
Bedeutung des Aor. C. 492. Kr.
53, 5. 1. —
ons: 490 e. — yeuger por:
8. Kr. 46, 7, 1. Gewöhnlicher ist
der Acc. — 000 tovvanrion :
näml. x@rnyogo, wozu TOVVaP-
tiov sachliches Object ist, —
rord ulv.... . audıg et: “bald
... ein anderes Mal... —
C. ogigonv: 188 d. — add:
489 e. — Er. zı Nneıg iymv.
“du bist mit etwas anderem ge-
kömmen, du bringst etwas
anderes, da in dem “bringen
die beiden Begriffe New @#-
009r& schon verbunden sind. —
avdgsıorsool rıyag: "gewisse (8.
zu 456 a.) herzhaftere näml.
werden von dir als die .. . be
zeichnet, in eine Art grösserer
Tapferkeit wird von dir das We-
sen der Bessern gesetzt. „Ueber
das Asyndeton der durch dteg0v
zı angeküindigten Erklärungssätze
s. zu 450 b. int. Ueber das ver-
ungewissernde zig vgl. zu 456 a.
49E
TOPTIA2.
123
ar, © yade, sinav anailayndı, tivas work Acyaıs
todg Beirlovg ve xal »peitrovg xal eig 0 Ti.
KAA. 'Aih elonxd ys Eywys ToUg pgoviuovs eig
Ta vis noAsag za yYwere —2* avögelong. Tovrovg 8 D
KE00N%Eı ToOV noAsmv Ggyew, xal To Öixasov toür.
&ari, nAlov Eysıv Tovrovg av AAdmv, Tovg Kexovrag
ToVv dprousvom.
uſvovg;
KAA. Tg; A8ysıs ;
ZR. Ti dE; airav, © Eruipe, Keyovrag n dEX0-
ZR. "Eva Enaorov Adym avrov davrod apyovra '
* v 2 N e 90 , - ö}
n roõũro uEv ovösv > de LUTOV ERVTOD .KpyEıv, TV
AAO ;
KAA. Ilog 8avroV üpxovın Akyaıg;
ZR. Ovdtv moıxliov, GAR Gonse ol roAlol, 00-
geova Ovra xal dyxparj avıöv Eavrod, vov Ndovav
xœl Erıdvuov &pyovra rov Ev Eavra.
KAA. Rs ndüg el’ rodg NAıdlovg Akyaıs Toüg 00-
Ppoovug.
(Ocuuoviæ y. ris). — ol xoir-
rovg : der Art. steht beim Präd.,
um dies als einen im Früheren
bereits erwähnten Begriff zu be-
zeichnen. — eizav analldyndı:
eigentlich ‘ werde doch fertig, in-
dem du sagst; d.h. ‘ sage doch
endlich fertig heraus. arzallar-
reoda: mit einem prädic. Part.
heisst die im Part. bezeichnete
Thätigkeit vollenden (defungi). —
eis 6 zı: s. zu 490 b.
D. zo dx. roor Eori : “darin
besteht das Gerechte. — 1809
Exeıv .. .:'näml. dass u.s.w.
8. zu 469 c. — zeöR... de-
gou&vovg: "wie aber, sollen sie
gegen sich selbst als herrschend
über sich im Vortheile oder als
beherrscht von sich im Nachtbeile
sein. — UTOV Eavrod: 5. zu
484 e. — ‚ovöRv öst: 8. zu 486
e. — VröV.,. .: „wie das obige
mAtov Eysıv. — tov dt Allov:
ergz. dei deze. — roıxilor:
“eompliciertes, mithin schwierig
zu erklärendes. — @oreo ol moh-
Aol: ergz. Atyovoıy Euvrod &g-
yovrae. — Eynguın a. davrov:
ganz gleichbedeutend mit &avrod
&oyovra. Ueber die Construction
s. Kr. m 26, 8. vgl. C. 414, 3.
u, 423.
E. oxovro: “weil er be-
herrscht; ist zu övro subordi-
niert. — og dus el: “wie er-
götzlich ( festiou) du bist ! nöug
euphemistisch statt yeAocos, FF
dns u. &. Euthyd. 300 a, ev
long 00% oter ÖERV avra 0d-
HNAATRBNOZ
124 491 B
ZR. Ng ydos ovdels Ögrıs 00x av yvoln,: Or
0 oüro Ayo.
KAA. Hovv ys opoden, & Ziwxgarzs. Enel ag
&v svdaiumv yevoızo Avdopaxog dovisvmy ÖTWoür;
aaa vodr Earl ro xara YVcıv xaAov zul Öluaov, Ö
dy0 60, vüv zappnoıafousvog Adyo, Orts del rov Oed@s
Bımoousvov ras ubv Enıdvulag tag Eavrod düv og uE-
192 yloras eivaı xal um »oAafeıv, tavraıg 68 ws ueyloraıg
ovoaıs Ixavov eivaı Uanpersiv ÖL avdgsiav al YpoEo-
vnow, nal anomıunaavar av av ael 1 Enıdvuie yiy-
vyraı. alla zodr, oluaı, roig woAdolg 00 Övvarov'
0BEV Eyovcı Toüg ToLovTovS di aloyvvnv, ENONPVATO-
uEvoL NV avıav aövvaulav, xal wiorE0v ön Yavıv
eivaı nv anoiaslav, Onsp Ev rolg ng00dEv Eyo EAs-
yov, Öoviovusvor toug Beirlovg r7V YVocv avdoo-
zous, xal avrol 09 Övvausvos Exzogitscha:. rais ndo-
Bveis nAnomaıv dnaıvodcı TV OWppoCVUVnV xal Tv
dixaıosvvnv dia nv avrav dvavöglav. -Enel ye ols
EE aoyis vanokev n Bacıldav vida eivaı N avrodg
zog Növs el, d. i. ‘so einfältig.’
Aehnlich Terentius, Phorm. 2, 3,
64. suavis homo. — Tovg NA: A.
tod; 0@ppovag : Ueber den Art.
beim Prädic. (oopgovag) 8. zu
491 c. — ravv yEopoden: d.i.
"ja, du sagst es, und zwar ganz
sicher. s. zu 449 a. —
49? A. anomıunlavar .. .:
d. i. aromumadvan ııv Emıdv-
ulav &v &v ylyvnnraı. — 00ev
abeyovoıv...: K. nimmt die
483 b. ff. ausgesprochenen Grund-
sätze wiederum auf. — «icyg00v
dh Y.: ön (scilicet) gibt oft dem
Satze ironischen Ton. vgl. 468
e. os En ou xri. — Öovlovue-
vor . . .: mit Bezug auf 483 e.
- roðse Belzlovg: näml. als sie
(of zoAAoL) selbst sind. —
B. olg 2£ aoyns vrjekev...
elvaı: "welche von Haus aus...
sind. olg vrnofer vlscıv slvaı
N evrovg Inavovg: aus dem
Dat. des Prädic. im Infinitiv-
satze, vl&cıv, bezogen auf ols,
wird, wie nicht selten, in die Con-
struction des Acc, mit Inf. über-
gegangen. Symp. 176 d. odre
avrog Enav elvaı open EHe-
Anocını dv rısiv 0drE AAAD
ovußovisvoaını allmg TE xal
xoaı zalövra Zrılnrijs xoo-
regalos. Charm. 173 b. dx ön
tovrav odrwg dyorrav allo av
nwiv rı Evußeivoı vyıdoı ze
Ta owuora elvar ualloy 7 vũs,
xal dv 15 Yalarıy nıyöv-
vevovrag xal dEvnolsum 00-
feoBaı arı, C.572. Kr. 55, 2,5
493 D TOFTIAZ. 125
rij pvosı Inavovg dnzoglsacokes aayiv rıva 7 TUgnv-
vida n Övvaoıslav, ze 17) dAmdele alazıov nal xcxuov
sin Cmpgoovvng Todes Tolg dndguimoıs‘ ois don
anoAnrvsıv av ayadav zul umdavös dumodan Ovrog,
auroi Eaurois Ösondınv drayayoıvıo zdu av zollv
avdgainaov vouov TE zul Aoyov zul Yayorz ij oig ovæ
&v @HA10ı yepovorsg einsav UaO Toü xaloü Tod zig
Öixaoovvns xal TS EOPEoGVvnS, undtv wAdov usuov- C
tes tolg pidoıg volg aürav 7 vois Exdooi, xel Tadıe
&pxovsss Ev ıj davrov zoisı; Alice, ij dAndelg, &
Zoxparss, 1v pNis od dıwxsıv, @d öya’ Taupn wel
axolcclı xal Eisvßsple, Eav Euwouplav Iyp, Toür
éorlv apsın re nal sudaıuovia‘ ra 68 KAda. eur dar
va nalionlonare, Ta NEE Pvawv Evvdrunte Evdoo-
zov, pAvapla xal obdevög ae.
47 ER. Obx aysvvüg ye, m Kuldlnisıs, dusksers: D
u. 7. — Eunoploacdher doynv
zıvya: Anspielung auf das Bei-
spiel des Archelaos (470 d. ff.).
5 aAndele: “in Wahrheit. Kr.
48, 15,17. vgl. C.441a. — sin:
Ueber den nicht nur in Prosa,
sondern selbst im poet. Sprach-
gebrauche seltenen, fast nur den
Tragikern angehörigen Opt. ohne
&v im Fragesatze 8. Br. II. 54,
3, 8. — ols 2£0»v. . .: das Re-
lat. ist, obgleich es Subj. des
Hauptsatzes ist (of, 880% auroig
anoAavev...Ovrog, aürol xrA.)
zu dem untergeordneten Satze
construiert. 880%, Acc. abs. in ad-
versativem Sinne. O. 586. Kr. 56,
9, 5. — A0y0v al oyor: ein
Beispiel der oben (448 c.) orwähn-
ten rhetorischen zaglowcıs., —
%040V: ironisch, mit Bezug auf
die (473 c, ff.) zwischen S. und
P. geführte Erörterung. Ebenso
persifflierte P. 471 a. (vü» Ö8
Hovucolog ri.) und c. (ovx
&BovAndn xl.) die von S. auf.
gestellten Grundsätze, welche er
schliesslich anerkennen muss. —
C. xal tadre: idque. Kr. 51,
7, 14. — NV... diansım: mit
Bezug auf 458 a. vgl. 482 e. —
ölevdeola: Was K. unter ‘Frei-
beit! versteht, wird sowohl durch
die Beisätze rgvpN nal axoie-
ola« als auch durch seine frühere
Erklärung (483 b.) klar. — ra
xallmrilouara: Der Art. beim
Präd. (s. zu 483 b. ol rıeue-
v0s) steht deiktisch, "jene, von
dir gerühmten Zierereien, wie
die Appos. z& . ... &«vdgaros
beweist. — apa gVoıy ovvdn-
uara: 483 2. ff. — dvfoonon:
8. zu 448 c. — pivagia: 8. zu
486 c. — 0VÖsVÖg Afıa: 8. un-
ten zu 527 e. fin. —
D. o0x ayevvag: vgl. 475 d,
(GAr& yevvalog xri.) zugleich mit
126 MHAATRNOZ 49% D
rö Aoyo rappnoınfousvos' Bupas Yap 0v vüv Akyaız,
& ol &Aloı diavoodvraı uev, Adysıv db 00% 29dlovar.
ddoneı 0vv &ya 60V undevl to0xe avsivaı, iva To
ovrı xaraönkov yErnraı og Bıordov. al wor Adye'
as ubv Eenidvulas ons oð —B el udAisı vis
olov der elvaı, &uvra Ö} aüras ws ueylaras ninpwev
auratz auohev yE nodev Eromakerv, xal Tvoöro slvaı
nv dpsımv;
E KAA. Drul Tara Eyo.
: ZR. Obx dpa Hedös-Alyoveaı ol undevog deone-
vor svöaluovss slvaı.
KAA. Oi Ald0ı yao av oUra Ye al ol vexoot
sußaıuov£oraroı elev.
ZN. Alla ulv N al as ye 00 Adysıs Ösıvög 6
Blos. 00 yag tor Bavuakoın av, ii Evgunidns And
&v rotooöos Atyeı, Ayav
vis Ö’ oldev, sl To Eijv uEv darı nardavelv,
to nurdavelv od Env;
493 xal nusls vo Ovrı low Ted vaev nm dn Tov Eymye
473 d. (@ yevvaie Nõae.) — dne- sich in diesem Sinne auch S.
&gyeı: “du machst. deinen An- geäussert hatte, erzählt Xen.
griff, näml. gegen mich. z& Ao-
yo gehört zu magenaıafousvos.
Ueber des P. Freimuth vgl. 491
e. u, ‚zu 487 a. — &delovan:
‘sich entschliessen;’ audent. —
dnıdvulas ... . noAaoreov: C.
696, 2. Kr.56, 18, 3. — düvıa
. ; Resumierung von 491 e. ff.
— aucbr ye nod8V: “woher
nur immer, gleichviel woher. vgl.
Hor, Sat. 1, 3, 88. nummos un-
deunde eztricat. — zovro elvaı
cnV ‚00.: Wiederholung aus c.
zodr dorlv dgern TE nal eödaı-
uovie. Daher en» &esınv, d.h.
das was du als Tugend bezeich-
nest. vgl. zu c. —
E. oUx &oa... elvaı: dass
(Mem. 1, 6, 10.) Foıxas, & Av-
zıpor, mv zUdnınoviav olo-
BEVO Tevpnv (vgl. ob. 3—
ac —— clvucu &yo 6
vouito zo uw undsvög dei-
c»aı Veiov — * zo ö: ac
Elaylorav Eyyureia od Belov
ark. — ol A. yag: s. zu 451 a.
— dila ulv Ön7: verum enim
vero. vgl. zu 466 b. — Bovua-
foıw &v, el... Adyeı: 8. zu 458
u. — Edcinlöng: Diese zwei
Verse, von denen der zweite voll-
ständig TO xardaveiv ÖL £nv
KETO vonlßeran lautet, sollen
aus dem 'Polyeidos’ entnommen
sein. —
493 A. q dn vr. xal...: "wie
493B TOPTIA2.
127
xal NxoUGE TV. sopav, ‘os vv nusis ridvansv, zen
zo ubv cöue &orıv nulv cine, eis od Yugüs roũro,
dv © Enıdvulaı eloi, Tuygäveı av olov avansidscheı
za). peraxinrsv vom xdro. xal Toüro ex is uudo-
Aoyav xopıos avno, long Zuxeiog zig 7) Isaiızog;
zapeymv To Ovouarı da To mıdavov TE xei-nss-
oruxov Dvouass ον, Tovg Öf avonjtovg auvy-
Tovg'.rav Ö’auunnv Todro Ag Yuyig, 00 al dm-B
Buulaı siol, TO dnoAROToVv avrod xul OU Grsyavav, @g
terenu£vog sin nildog, dia ıyv anınorlav amsıraaag.
ieh denn wirklich u. s. w. — Schüler P..aus Sicilien ge-
zov copay: Dass die irdische
Existenz nur ein halbwirkliches
Leben ist, und dass die Seelen
in Folge des Abfalls aus dem
wahren Ursein in die Körper
gleichwie in Gefängnisse einge-
schlossen werden (was Platon
ausführlich Phaidr. 245 c. fl
darstellt), war eine mit den
Orphischen Geheimlehren über-
einstimmende Ansicht der Pytha-
goreer. — o@ua...onua: Die-
sen Ausspruch schreibt Platon,
Kıratyl. 400 b., ausdrücklich den
Orphikern zu. — zuyyavaı 0%
olov &v.: “ist so beschaffen, dass
es sich auf andere Meinung brin-
gen (bald so, bald so bereden)
lässt; 8. zu 487 d. — &vo xd-
zu: 8.zu481 ©. — ‚nudoAoyav:
“bildlich” — Zinerog rıg 9 Tr.:
In Unteritalien und wohl auch
in Sicilien hatte die pythagorei-
sche Schule ihre meisten Anhän-
ger. Es scheint hier zunächst an
Philolaos aus Kroton in Un-
teritalien (einen Zeitgenossen
des S.) gedacht zu sein, in des-
sen Fragmenten sich der vorer-
wähnte Ausspruch findet. Nicht
zu übersehen ist hierbei, dass 80-
wohl Gorg. selbst als auch sein
*
bürtig, waren, dass somit das Präd.
»oupog &vrje mittelbar auch ih-
nen zukommt. — zagaymv To
övönarı: ‘ea (TOdTro) dem’ Aus-
drucke nach umdeutend.’ — dic
za nıdavöov... nldoV... duvn-
zovg: Die Wortspiele lassen sich
im Deutschen vielleicht so nach-
bilden: ‘wegen der leichten Fas-
sung . . . Fass.benannte, die
Ungescheidten aber Unge-
weihte. nıdavos, hier passiv,
‘der sich überreden lässt, also
das, was ihm vorgebracht wird,
sogleich erfasst oder annimmt,
(vgl. dagegen 458 6.) findet seine
Erklärung in dem obigen ava-
weideodan. &udnrog, "nicht ein-
geweiht,’ sonst insbesondere in
Bezug auf die Eleusinischen My-
sterien (welche vorzugsweise wv-
ornoı® heissen) ' gebräuchlich,
hier aber von denjenigen gesagt,
welche in die Geheimnisse der
Philosophie nicht eingedrungen
sind. —
B. od dr D. — To dxd-
Ar0tor... 'näml. das Zügel-
lose u. 8. w. — oo GTEyAVOP:
mit Bezug auf duvntor; denn
die erste Pflicht der uvoraı (von
uvo, “verschliessen) war Ver-
TMTAATSNOZ 403 B
128
rovvarzlov ön ouros ool, @ Kailixisıg, dudeizwuras
sg or &r Aıdov — © asıdis ön Alyav — ov-
rot adlımrasoı av slev ob dpümsos, nal wogoler eig
ròv rerenusvov aidor Höagp Frip@ ToL0UT@ TETENMETE@
xo0aivo. To Ö3 #0oxsvov.üpe Adysı, ds Zyn © g0s
C dp: Adyav, vnv Yyuzjv eivar' ru db Yurijv nogaisa
Axeluanos TV TV Avonzav ag Terpmuevuyv, üre 00
Övvaudınv areyeıv Öl amıorlav ze nal Andav. ade
&musinög iv darıv Uno rı arona, ÖOnAot mw 0 dyo
Bovioual coı dvdssfauevos, Eiv mag olds re @, Mei-
oc ueradeodeı, avıl Tod arinarag al axoAdaras
&yovrog Plov oV xosulmg xal rolg ası mapodcıv Ixa-
Dvosg al dapsovuvrog äyovra Blov Sidoden. alla n0-
regov acid Tl 05 aal usraridsca. evdaıuovsor£govg
elvaı Todg xoaulovg raw dxokdarav, 7 006 av alle
zoAla roaüra uvdoAoyo, oVdEV ri nällov ueradnoe;
KAA. Toör alydEorsgov elonneag, o Zuugurss.
ZR. Dege din, Ally 001 sixova Adya &x Tod av-48
TOV yvuvaclov ıH vüv. axorsı yap sl Tosovds Adysız
zegl Tod Plov Exarkgov, Tod Ts Ompoovog xal Toü
schlossenheit hinsichtlich der
Gebeimlehren. — 06... ei:
denn in @rduaos ist der Begrif
des Sagens enthalten. — 70 «.
ön A.: "womit er natürlich
das Unsichtbare bezeichnet.’ C.
642, 4 8 Kr. 69, 17, 2. — ag
. av elevı 8. zu 460 0 —
9080587... .: bekanntlich die
Strafe der Danatden. Ovid. Met.
4, 462. Hor. Carm. 8, 11, 22. —
TEQ® TOLIUTM %.: ‘mit einem
zweiten eben so beschaffenen Din-
ge, näml, mit einem durchlöcher-
ten Siebe, also “mit einem gleich-
falle d. S. vgl. zu 473 d. (ol &-
L01 Eevor), 481 E. toı@üra Ereow.
— 0 zgös &ublsymw: vgl. 493 8.
. DO TI Aroma: "etwas selt-
- sam. Kr. 42, 5,
l. — un»: wie
— 458 b, nachdrücklicher als
D. sido rı: a. zu 459 c,
(dev rt...) — 0vdo u uãꝛ-
40»: s. su 457 b. int. — roör:
dieser, näml. dass: ich auf Anlass
solcher Gleichnisse meine Ansicht
nicht ändern werde —
peoe Ön: 8. zu 455 a. — &u
Tod a. yvavaolov: d.i. aus der-
selben Schule, also (den obi-
gen Bemerkungen gemäss) aus
derpythagoreischen ; denn yvura-
cı09 findet sich tropisch auch von
den geistigen Uebungen (Repbl.
6, 498 b.). — ci vüv: d.h. &
Tod Kdrod yuuvaalov, it 0
(Eteyor) nv vöy. Kr. 48, 13,9.
494 B TOPTIAZ. 129
axoAaorov, olov si Övoiv avdgolv Exurion idoL noA-
Aol eiev, xal co ubv Erden dyısls vol mAngsıs, 6 weVE
oivov, 6 63 ueiırog, 6 68 yalaxros, nal KAAoı oAAo)
noAAdv, vouara 8 ondvın zul yalsıd Exdorov ToV-
tov ein “u WETE moAAdv Ovav xul 1ehenav EHTO-
gıföueva“ ö ulv 0VV Ersgog zAnomonnevog und &no-
ysrsvoL ure Ti poovaißor, aar Evexa TOVTWv Novglav
you‘ TO Ö Erepw ra ubv vauaza, @orneo nal Exslvo,
Övvara ulv nopitsadeı, yalsıa dE, rad. dyysla teron-
ugva xal cadoa, dvayxafoıro Ö’ del xal vuxıa xal
juspav mıunidvar aurd, N Tas daydrag Avnoito Av- 494
os‘ ga roiovrov Exerdgov Ovrog Tod Plov, Adysıg
ròv Tod anoAdcrov sUdnıuovgoregov eivaı N ToV roo
xooulov; xeldn Tl as raüra Adymv Ovyympnca TOR
00u.0v Blov Tod dxoAdorov ausivo elvaı, 7 oð melde;
KAA. Ovneideis, 0 Luxoureg. to ulv ydo aAy-
omsanfvo Exslvo ovnEr Earıv ndovn ovdsula, aAld
toör Eorıv, 0 vv Ön Eyo EAsyov, ro Donee Aldov
Env, Eneıdav aAmocen, unts zalgovra ri une Avaov-
uſvov. GAR Ev Tovıo eat rò ndems fijv, Ev to OSB
nwAsiotov Enıggeiv.
-
— ztldor .. .: Dieses zweite auf. — ningwonuevog: ergz-
Gleichniss steht mit den obigen
figürlichen Ausdrücken wenigstens
in äusserlicher Beziehung. vgl.
8. fin. —
E. dyıeig: integri. Der Gegen-
satz zo ÖR réog zeronusva nal
caFo« &yysia wird unten ange-
geben. — moAlol nollDv: 8, zu
459 d. — vayara Exaorov T.:
Die Quellen oder Zuflüsse der
Stoffe, welche den Inhalt dieser
Fässer bilden. - vage, eigentlich
dem poetischen Sprachgebrauche
angehörig, findet sich bei Platon
häufig. — 6 A. o. Eregog: nimmt
das obige r& Lv &rigw wieder
Plat. Gorgias.
Tovg nidovg av vEuETWY. —
Ti po.: s. zu 459 c. — Novrlav
&yor: vgl. Prot, 356 0.; Krit.48d.
494 A. 7: d.i.el ob un, "sonst.
Kr. 69, 29, l. — TOIOvVTOV...
Plov: ‘wenn nun das Leben
eines jeden von beiden so be-
schaffen ist. — zeido ri...: Die
Wiederholung der gleichen Frage
(493 d.), deren Form schon die
Erwartung verneinender Antwort
enthält, zeigt, dass S. solchen
Gleichnissen nicht den Werth
eines Beweises zuschreibt. — vor
öd: 492 e. — unte yalgovın.
..: insofern das Erwerben des er-
9
130 JIAATBNOZ 492 B
ZR. Ovxodv dvayın y, av noAV Exıgoen, KoAd
‘xl 70 ErıoV Elvaı, Kal Heyai Area Ta venpara sivaL
rat; Exgoais;
KAA. IIavv ulv oVr.
ZR. Xapaögıod rıva av 6V Blov Akyens, GAR 0%
vsxooũ ovdL Aldov. xul wor Akya‘ To souövde Asysıg
olov ravijv vol neıvavıe dodlev;
KAA."Eyoys.
c ER. Kal Öıyiv ye nal dulovee nlvaıv;
KAA. Atyo, xol vag alles dnıdvulaes anacag
&yovra ul Övvausvov mÄNgOVV yalpovız EVdaıu0-
vos kiv. |
ZR. Evye, @ Beitiors‘ Ötardisı yap wanee noko, 49
xel Orws um anausyvvei. Ösi Öf, @g Loıxs, und duk
EnnoyvvsHvar. zul noWTov udv sind, El wald YopWvra
xl xvnoLavre, dydovms Lyovre Tod Kvijoda:, xvo-
wevov ÖiarsAodvre z0v Plov suduuovos Zorı fir.
D KAA. 'Qs üromog sl, @ Zwxgperes, xul areyvag
OnWNYOQOS.
forderlichen Stoffes Freude bringt,
der Mangel hingegen Betrübniss
erregt. —
B. öv a... imigeeiv: er-
klärend zu &v Tovro. 8. zu 469
e. — dvayan: s. zu 450 a. —
— gagadgıov: Der zapadgıög
ist ein nicht ganz genau zu er-
mittelnder, nach seinem gewöhn-
lichen Aufenthalte‘ in Schluchten
(zegaöpa) benannter Vogel von
besonders schneller Verdauung,
vielleicht eine Species des Re-
genpfeifers. (Charadrius, Linn£.)
Schleiermacher substituiert dafür
die Ente, welche bekanntlich
unter unseren Hausvögeln. diese
Eigenschaft vorzugsweise besitzt.
— AR 00: 8. zu 453 c. — ve-
%000: 492 e. Gegenüber der
schroffen Fassung des K. gibt
auch S. ein Gleichniss, welches
das Extrem der Sache bezeich-
net. — 0 roıovös: vgl. zu 490
e. —.Atysıg: näml. mit der obi-
gen Erklärung &v zovrw dorl
nA. —
C. i&yo: Bejahende Antwort
auf das fragende Aeyeıs. s. Kr.
64, 5, 4. — ol rag d.: “und
zwar meine ich es s0, dass’ u.
s.w. — Övvauesov wiNgovR:
Recapitulation, aus 491 e. —
önus un dmassyurei: "dass
‘du ja nicht aus Scham von dei-
ner Ueberzeugung abgehst!! vgl.
zu 489 0. — EpyHovung Fyovra
700 . . : Er. 47, 16. C. 418.
D. ög atorog el: “wie wun-
derlich du bist?’ droros steht
euphemistisch für umoog, ‚aygoı-
xog 0. i. wie Prot.861 a.;5 Apol,
S9LE TOPTIA2.
131
.. ZD. Torpapro, @ Kulliaisıs, IIskov ulv Hal
Togylav xal dbeninke zul aisyuvsade Emolnae, 6%
ö} 0B vn dunhoyig ovÖL um alsyuudns" avögeiog Ya
ei. air dnoxgivov uovorv.
KAA. Drui zoivun wal TOV AVOuEvoV dla. &v
Bıcvar.
ER. Ovxodv siueg joau, vol eudauudvag;
KAA. Dlavv ye.
za. IIoregov ei av xEpaÄnv usvov xvnoio, ij cu R
ei 0: dom; Opa, @ Kaidlxleız, Tl anoxgıvsi, &dv is
os va dropsva vovrois Lpeinjs anavre &owri' nal rov-
Lmu FOIEUTWwVv Ovı@av TO xepkhnıor, 0 mv xıvaldar
Bios, ourog 0% Ösivög zul awisyeog ul &HAuog; 7 wV-
tovg zolunosis Adysıy sudaluovag alvar, dav apdormg
Erwov av Öfovraı;
KAA. Ovx aloyvva eig ToLaüre äyon, 0 Zoiroe-
TG, TOUS Aoyaus ;
a8. H yag &yo yo dvraöde, o yevvals, 4 auer
vos, 08 Av Pi aveönv oVTm roðg yalpovras, Ormg dv
yuipmoıw, evdaluovas eva, xal un Ösopiänzer wäv
26 6. vgl. oben 473 a.; 480 e. —
Snanyooog: mit Rückblick auf
482 c. — Ilolov. .. &noinoe:
vgl. 482 c. ff.; 487 b. Ueber die
Construction des oliv 8, zu
448c. — 05 un dxxlayjs: "du
wirst sicherlich nicht verblüfft,”
Kr.53, 7, 6. C. 628. — dvögelog:
vgl. 487 d. (nel un» ori ye xt.)
und das ‚187 a. zu zogonolar
Bemerkte. — all dmoxglvov
Bovov: K., der sich bereits ad
absurdum geführt sieht, . wollte
sich mit seinem Tadel ag &ro-
#0g,xrA. dem Antworten entzie-
hen. — dv Bıovaı: nänl, ed
Epkorag £y01 cov avjoden. _
. mörsgov: ergz. ndsag *
daumovag) av Bioins. — Ti 08
?owra: “oder sollich noch sonst
nach etwas (nach irgend einem
andern Körpertheil) fragen ? Was
gemeint sei, wird aus dem Fol-
genden sogleich klar. S. vermei-
det es denjenigen Körpertheil
gradezu anzugeben, welchen in
gebildeter Rede bestimmt zu nen-
nen den Griechen nicht minder
ala uns das Schamgefühl verbot,
— yepdicıov: “der Gipfelpunkt
hierin; ; ‚das äusserste Extrem.
(vgl. 453 a.; 463 6.5 472 c.) ist
wie 0 weyıorov oder ulyıorov
Appos. zu 6 7. u. Blog. — pP.
fz. or: d.i. ed & vovro»,
&v .‚Ösovraı. oben zuco —
eis rouaüre Aymo. . .: 461 c
— £usivog: näml, K. selbst. —
9 *
HDAAT2ZNOZ 494 KL
132
495 7dovav onolaı ayadal xal anal; aAR Erı al vüv Adye,
0TEp0V yn5 sivar ro auro NOV xal ayador, 7 eivaf
tı cov ndsav, 0 00% Eorıv ayadov;
KAA. "Iva ôm wor un dvonoAoyovusvog 7) 6 A0yog,
dav Erspov pam sivaı, zo avzo pur sivaı.
ER. Iuapdelgeis, ® Kaikinisıg, Todg rEWToVg
Aoyovg, xal 0vx av Erı uer duoü ixavag ra Ovıa Es-
tafoıs, EINEQ age To doxoüvza cavro &peis.
B KAA. Kal yao ov, a Zangazes.
ZR. Od rolvuv — rotũ OUT Ey, emo zo
ToÜTo, oVrE GV. AAN, © uaxagpıs, KPEE, N 00 Toüro
N TO ayadoV, To Mavımg yalpsıv“ taürd ve ydo za
vũv 6n alvıydevre moAie xal aloyga paiveraı Ovu-
Butvovra, si Toüro odrag Zysı, xal alla molid.
ög 9 pi und Oxag dv g.:
s. zu 450 b. —
495 A. 12 Erı.xal vör: vgl.
Krit, 4b. — va dn... 06 A0-
yog: was K. dem G. und noch
mehr dem P.zumVorwurf machte.
483 c. ff. Um nicht das Schick-
sal seiner beiden Vorgänger in
der Erörterung mit S. zu thei-
len, wagt er Behauptungen, de-
ren Ungereimtheit er selbst recht
gut fühlt, kann sich aber durch
alle seine Windungen nicht aus
dem Netze ziehen. — arvouolo-
yovusvog: das Activ ÖnoAoyeiy
wird von Personen gebraucht, die
übereinstimmen, das Passiv von
den Gegenständen, i in denenUeber-
einstimmung statt findet (ol 26-
ovreg ÖpoAoyovcıy, 6 Adyog
önuoloysizaı): vom Part. 6woAo-
yovusvog ist durch & priv. das Ad-
ject. avonoAoyovpevos abgeleitet.
—|T0Ug neWrovg Aöyovg: vgl.be-
sonders 492 c,d. — uapdelgey: :
‘verderben, verletzen, umstossen.
vgl. Prot. 360 a. d. Tag, Öuolo-
ylas; Krit. 50 b. d. zag yevo-
uevas Ölaag; Symp. 174 b ö.
nv ragoıulav. — ‚va Ovra:
‘das wirklich Seiende, also ‘die
Wahrheit. ‚Phaedr. 262 b. roie
—X r üvra Ödofafovs el
drarmpevorg nor ach —
‚B. al YaQ 00: ergz. zaga
ra Ödoxoüvre Alysıs. K. hatte
gleich anfangs 481 c, die Mei-
nung ausgesprochen, S. stelle
seine schroff scheinenden Ansich-
ten wobl nur mehr aus Disputier-
sucht als seiner Ueberzeugung ge-
mäss auf. xaf gehört zu ov.vgl.zu
448 a. — xoı@: Man erwartet
zorovusy. Aber S. antwortet
zunächst nur Auf die Entgegnung
des K. sol yae cv, und die Dis-
junction odr yo ... 0%, ‘ich
so wenig wie du, ist nachträg-
liche Erweiterung. — eintg xoi
touUro: was aber hier so wenig
wie dort (481 b. éuol ubr arA.
eingeräumt wird. — apa, u
00 .. .: "siehe zu, ob vielleicht
nicht dies das Gute ist. — gal-
vera ovußalvoyra: Ueber pal-
voncı mit dem Part. 8, zu 452 c.;
AS5D
TOPTIAZ.
KAA. Qs ou ya olaı, © Ziuxparsg.
ZR. Zu Ö8 ro övu, o Kuiklnisıs, radıa loyv-
oitsı;
KAA.’Eyoye.
39. Enıysıpgausv
govros ; |
' KAA. Tavv ps Spoden.
ZR2.’I8ı 87 wo, dnsıdn oUrm doxel, dLeAoöd radE‘
enıornunv nov nalels Ti;
KAA.’Eyoye.
ZR. Od zul Avdgsiav vor In Eisyks Tıva elvaı
nercè Eaıornuns;
KAA."Eieyov yao.
ER. "Alo vr odv ag Fiepov riv dvögsiev tig
Exıornuns Övo raüıa &Asyes;
KAA. Zopodou ye.
- DR. Ti 08; ndovnv za) dniorjunv tauıov m Ers-
‚009;
KAA."Ersgov Önxov, 0 Oopwrare av.
22. °H xal dvögelov Eripav nÖovig;
0°. KAA. Ilög yao od;
ZR. Dips dn Onag ueuvnoousdea radra, Orı Kal-
.über die Bedentung von avußai-
sur 8. zu459b — Ag...
olss: ist eine eben so verfehlte
Nachahmung eines sokratischen
.Ausspruches (473 b.) wie wir Prot.
:351 e. finden. —
C. ös cov onovdafovrog: in
der Voraussetzung, dass du es
ernst meinest. 8. zu 448 e. —
Ravv ye Opbdpu: erg. OrovV-
dato. — idı d7: 8. zu 449 d.
Ensıön 0. O.: numl. drıyeigeiv
‘co Adyo. — vös dN: 491b. —
“EAeyov yag: s.zu bla. — Allo
zı: 8. zu 467 d. — og Eregor:
Ueber die Auslassung des Part.
öv 5. zu 449 8. (og r. 2m.) — zig
&mıorjung: comparativer Gen.
bei $rsg05. 8. Kr.47, 26, 5. C.
416 A. 8). —
D. dnzov: s. zu 447 d. —
‚© 0opwarare 0v: K. meint das
Vopotare ebenso ironisch wie
früher (489 c. fin.) 8. ou hat
ganz die Stellung und Anwen-
dung des Eigennamens, den es
vertritt (wie wenn gesagt wäre
& oopwrare Kalllnleıg). Ari-
stoph. Plut. 1069 ůᷓ Pdetugk av.
vgl. Kr. 46, 3, 4. — Orog hEUVN-
odusda: vgl. zu 494 c. 489 a.
‚— !Kall. ‘Ayagvedg: Scherz-
13
&oa ra Aoym ag Goü oroväd-C
D
134 NAATSNOZ
Aınküg Eypn ’Ayagvsos nöd ubv nel ayadov Tavıov el--
ver, Eroriund 63 xal avdgelav nad aAlnkov xal od
ayadov Erspov. . \
KAA. Zongaıns dd ys nulv 6 Aloꝝxcxnjdo evu ir
Öpodoysi radra. ij ÖmoAoysl; u
p ER. Ovy öuoAoyst‘ oluaı dd ys ovök Kaddındng,
Oray avrög auroV dedanran sedäs. sin yüo ot, Tovg
eð rocrrovrus rotę Xaxdg TEaTTOVOLV 0% rovravrcov
nyel nadog nenovdevan;
KAA."Eyoys.
ZR. Ag ovv, elnsp dvavria dar) raus aAlmkoıs,
avoyan nepl avrav Eysıv Bono megl Uyızlaz Eyes xel
v00OV; 0U yap üua Önnov Uyıadvaı Te “ul vooel
0 avdomnog, oVöL Aua aneikasreraı dyıslag te xal
95 D
vocov.
KAA. Ilos Aeyeıs; ;
. ZR. Olov sgl Orev Bavisı soV soiuarog anoie-
haft wird hier bei der Feststel-
lung des Fundamentalsatzes (das
Angenehme ist mit dem Guten
identisch, das Wissen und die Ta-
pferkeit sind unter sich und vom
. Guten verschieden), über wel-
cher nun discutiert werden soll,
der Name des Vertreters dieser
"Meinung, des K., durch Angabe
des Demos so !örmlieh bezeich-
net, wie es in Psephismen und
anderen Urkunden Braueh war.
Ayueral war ein Demos der Phyle
Otvnis — Ö8f ye: 8, zu 448 a
—Ö Alonenhdsv: “der aus dem
Demos Aomenn gebürtige. —
E. 0082 Kailınkög: Aechnlich
wie 466 e. wird die Beistimmung
des Gegners, welche S. durch
seine Gründe zu erzwingen ge-
wiss ist, schon anticipiert. Ueber
die Setzung des Eigennamens
anstatt des Pron. vgl. zu 482 b.
— adrdg adrbr: 8. zu 482...
— Toig x. mgKTTovOL». ... : Ueber
die Abkürzung in der Verglei-
chung 8, zu 493 d. Kr. 48, 13,
4 u.9. — dvayız: 8. ZU 450
a. — neol adras ‚Freıv: aus
dem nachfolgenden @oreg lässt
vor &yeıv sich odrm als die dem
Verbum in dieser Bedeutung (“sich
verhalten’) erforderliche Modal-
:bestimmung ergänzen. — dij-
nov: 8.zu 447d. — olov: 8. zu
450 c. — megl örov fovlaı 1.
con.: de quov is (quolib et) mem-
bro corporis considera. V ollständi g:
zepl 6 öTov Tod cauuros Gnorsiv
Bovieı, eol Todrov onoreı
-anoLaßar œvro. —AX
“einen einzeinen Theil von seinem
Ganzen abgesondert vornehmen.
Repbl. 3, 392 e. doxeg ol add-
"vaTos —R oð xerq 6Ror alR
anolaßev usoos zı aegdeonal
co &v rovrm Önlaocaı 6 Bos-
Aouat, —
496 C . TOPTIAZ. 1335
Bov ox0omeı. vodel nov EvdEWmog 6pdRAnovs, © Övoua496
opdaAula;. Ä
KAA. Ilos yap 0%;
ZR. OV Innov xol vyıalveı ys aue roðs eures;
KAA. Ovd 0 Örwaroüv:
ER. Ti dd; OTav vüs dpdaiuias anaAAuTınTet,
dpa Tore xal tüg vyıeiag anaAkarresaı Tov opdaAudv
%al reAevrov ua auporegwv anmidaxrar; .
KAA. Htord ye
ZR. Oavuasıov yap, olueı, nal aAoyov ylyverau'
n yap;
KAA. Zypodogu ye. B
ER. AAN Ev pegst, oluaı, Exarsgov zul Auußavsı
xal amoAlveı;
KAA. Dnul.
ER. Ovxodv zul loydv zul aadEveav MdaRvTaS ;
KAA. Net.
22. Kal rayog xal Beadvrite;
KAA. IIavv yes.
ZR. TH xal tayada xal nv evdaıuovlav nal Ta-
vavria Tovrav, nun rs aa adAıorıza, Ev uegeı Aau-
Bavsı xal Ev ups analiarreraı Exaregov;
KAA. Ilavrog Önzov. |
22. Eav svomuev —* erræ, @v &uo TE dmah- ©
Acrzstaı Kvdomnog xeal Au dysı, HjAov Orı Teure vys
60% dv ein To Te dyadov xal To xarov. ÖOuoAoyoduev
teÜre; aal Ev ucAn Oxedausvog Kroxgivor.
496 A. vooei... OpPaluovg:
Kr.46,4. C.404. Ueber das Feh-
len des Art, bei avdgmnog (wel-
cher ohne erhebliche Modifica-
tion der Bedeutung kurz vorher
— vooei 6 Avdgmnog — gesetzt
war) 8. zu 448 c. — ©: erg.
vooeiv = N v000. — teisvılr:
8.20 457d. — ylyverar: d.h. sl
6 @rdomrog duporionn Aırnl-
Lanta, Havuasıov ylyvaraı. Aus
der Unmöglichkeit der Bedingung
folgt auch die Unmöglichkeit des -
Bedingten. Man erwartete übri-
gens yiyyorzo ar. — yde: 8.
zu 449 d.
B. &v udgeı: 3. zu 462 2, —
D
©. xal Au Fysı: näml. aurd,
⸗
x
136
JIAATQRNOZ
496 C
KAA.’AAR Unsopvag as OK0A0Yyo.
ZR.”Idı 67 El va Eumgoodev ouoAoynutve. rodl
wewviv EAsyss noregov n6V 7 Evıngöv sivaı; avro Adyı
To zEviv.
KAA. Avıagov Eymys' ro uevzoı xeawovra Eodi-
sv nÖV.
ZR. Kal &ya‘ yavdavn‘ aAl oVV 1 yE nEıvijv
œuvrò dvıagov. 7 ol;
KAA. Prpt.
ZR. Ovaoüv xal 10 dubiv;
KAA. Eypodon *
ZR. Torsoovr ovv ri nAsio dgwra, 7 Öwodoyeig
anaoev Evösıav xal Enid unlav avınpov elvaı;
KAA. OuoAoya, aAld un dooire.
22. Eisv‘ Öudavre Ö8 ön aivev do un PN
pms eivar;
KAA."Eyoye.
ER. Obxouvu rovrov 00 Atyaıg To ulv dıyavra
Avnovusvov Innov Eotiv;
KAA. Nei.
22. To ö3 zivev nAnpwels vs ig Evöcldug xal
ndovn;
s. zu 452 d. — dnjlor oru: 8.
zu 448c. — &d ul: Gewöhn-
lich wird in dieser Verbindung
nal nachgesetzt. „vgl. ov navv
(Kr. 67, 1,3.). — DTEgYPVÄgR ag:
8. zu 471a. (dav vuaciog OS, &.)
— adrö Alym To zeıwijv: “ich
meine das Hungern an und für
sich;’ abgesehen von der Befrie-
digung dieses Triebes.s. zu 483 d.
— nö6V: ergs. elvar Adyo. —
D. unvdavo: vgl. 474 c. fin.
490 d. med. — Erı nisin &ow-
5: d. h. bedarf die Induction
noch mehrerer Beispiele? — &v-
Ösınv nal Enıdvnian: Passend
erscheinen beide Begriffe wie
Grund und Folge verbunden, da
jede "Begierde aus einem “Be-
dürfnisse’ entspringt. — Aid un
do.: K., der bereits zur Genüge
bewiesen , dass streng logische
Begriffsentwickelung eben nicht
seine Sache ist (s. die Einlei-
tung), ist der scheinbar kleinli-
chen und langweiligen Fragen
des S. schon überdrüssig. — d2
ön: s. zu 452 b, — @Allo ı 7:
s. zu 455 b. — 0: 8. zu 452 a.
(ro vᷣroy ar). — roðᷣ u. Öıypaovra:
näml. zivsıy: “mit Durst, d.
heisst doch wohl mit Schmerz.
E. zingwois... xal ndorn :
‘in gleichem Verhältnisse wie vor-
497 A
‚KAA. Nei.
TOPTIA2.
137
ZR. Ovanodv ara TO zivsw zaigsıv Asyeıs;
KAA. Ma4uora.
22. Arypavıa ys;
KAA. Dyui.
Z9. Avsovusvov ;
KAA. Net.
ZR. Alodaveı odv zo Gvußaivov, ori Aunovus-
vov ‚gaigeıv Adysız Aue, Orav dıyavıa xlvsıv Asyıs;
2) 7, Aue roSro ylyveraı Kara ToVv aUrOV TOmov xal
100v0v elite uxniß eite sonaros BovAs; ovösv YaR,
oiuaı, dırpepsı. Eorı Tadıa mn 0%;
KAA. "Est.
ER. "AAO uNv SU Ys Kodtrovra zaxdg Modtrev
[a „ar“ 7
aua advvarov Epng Eivaı.
KAA. Onul yoo.
ZR. Avıaysvov dE ys yaipsıv Övvarov auoAd- 497
ynuas.
KAA. Daivsraı.
⸗ 7 ⸗
ZR. Ova üpa To yalpeıv Eoılv EU nodrrev 0008
To avıdodeı xardg, Wors Eregov ylyvsraı TO NÖV To
ayadov.
her Evdew nal Enidupie. —
xare TO 7. %. Abysıg: "in Rück-
sicht auf das Trinken (insoferne
man trinkt) meinst du, dass man
sich freue?’ Ueber die Bedeu-
tung des #aza s. Kr. 68, 25, 3.
vgl. C.459 B, c. Das Subj. von
qalgeıw ist wie im vorherigen
(dıpavıa zivev u. a.) ein all-
gemeines, zıvo, 8. zu 456 d. —
zo ovußeivor : s. zu 459 b. —
elite %. eite_ 0. Bovisı: 8. zu
468 d. Die Genit. Yvyns und
ocuœros hängen von tovro ab;
“magst du nun behaupten wollen,
dass dieser Zustand (zugleich Un-
lust und Lust empfinden) der '
Seele, oder dem Körper ange-
hört! — ovdiv.... Ösapäger:
vgl. zu 451 c. — dAAs unv: 8.
zu 449 0. — Epns: 485 ec —
pnul yag: “allerdings behaupte
ich es. vgl. zu 451 a —
497 A. ylyvercı: “sich (alsRe-
sultat) herausstellt. ydyveoda:,
als mathematischer Kunstaus-
druck von dem Ergebniss (F a-
cit) einer Rechnung gebrüuch-
lich (Apol. 36 a. Xen. Anab. l,
2, 9 u.6.), wird hier, wie öfters,
auf das verwandte Gebiet der Lo-
gik übertragen, — T00 ayadov:
138
IIAAT2BNOZ
497 A
KAA. Obx old’ arte oopike, @ Zainpwres.
ZQ. Oldobu, dAra axxiteı, a Kallluisız‘ vai mp0LdL
ys Erı eig To Eumgoodev, iva eidg, Ws dopüs MV we
Bvoußereig. 0v7 äun Öıyav re Enaorag Nuv nenavrar
xal ua ndouevog dia Tod nlvewv;
KAA. Oüx oida 6 07 Atyag“ OT — Anosis.
T'OP. Mndauds, @ Kaklixksıs, dAR amoxgtvov xal
qucõv Evexa, (vo aegavducıy ot Aoyot.
RAA. AIR del voLadrog der. Zioxpeiong, @ T'og-
yla“ ouıxod xal OAlyov abın dvegurd zul Aksieyyaı.
T'OP. ’Aria Ti o0l diapeosı; navrag od oN avım
N zum, o Kaikinksız ' —X Undoyıs Zoxeurs —X
En Onws dv Bovintaı.
KAA. 'Eoura ön ov ra ‚gung TE ya) orevo
zadre, Enelnsg I'ooyia doxei ovras.
8. zu 495 c. — oogifsı: “Spitz-
findigkeiten aussinnst.. Wie K.
oben (494 d. 482 c.) den S. für
einen önunyooos erklärte, so
will er ihn hier zu einem o0gt-
oeng machen. — anuiger: Wort-
spiel mit vopl$eı. — &g 00@ög
ov: Ironisch, denn das Gegen-
theil ‚zeigt sich bereits und muss
sich im weiteren Verlaufe immer
deutlicher zeigen. vgl. 487 a, b,
e, und die Anrede @ oopwreaze
Kuallinleıg 489 c. —
B. Eywu Amgeis: ‘Da faselst
fortwährend. s. zu 490 0. (GAve-
osis fzov). Mit diesen abwei-
senden Worten ‚will K., der längst
voraussieht, @g 00posg ar
er schlässlich erscheinen muss,
alle weiteren Erörterungen abbre-
chen; wird aber von S., der sei-
nem 458 b, c. ausgesprochenen
Grundsatze treu ohne persönli-
che Rücksichten die Wahrheit
gründlich zu erforschen strebt,
zur Fortsetzung, der Unterredung
gedrängt. — nuav Even: G.,
der mit Interesse dem Gange der
Erörterung gefolgt ist, tritt nun
als Vermittler ein. vgl. Prot.335
cf. — Iva negardacıv ol
Aöyor: vgl. zu 472 c. int. — opi-
x0& ...: Denselben Vorwurf der
Kleinigkeitskrämerei (ouır0040-
via) bekommt 8. von seinen s0-
phistischen, der Dialektik unkun-
digen Gegnern öfters zu hören.
vgl. besonders Hipp. mai. 304 a.
fu. d. Einleitung. — 4 vol die-
ge£gsı: 5. 448 b, u, zu Prot. 331
C. — NEVERS .. . Tan: jedon-
falls hast du nicht dafür einzu-
stehen. Eigentlich besagt die
sprichwörtliche Bedensart: “der
daraus erwachsende Schade und
dieVergütung desselben fällt nicht
dir zu. Ueber diese (in Prosa sehr
seltene) Bedeutung von rıun vgl.
H. «, 189. y, 286. 2,552. Od.z,
87. — vnooyes 2. Ebeliybar:
"Lasse den S. (dich) wiederlegen.
Kr. 55, 3, 21. vgl. das zu soo-
⸗xco, mit welchem hier o210
gleiche Bedeutung und Construc-
92
497D
TOPTIA2.
139
ER. Bðdoluæ el, ® KæuMaludeis, or Ta weyaiu
nöpindai zeiv To ounec‘ dya Ö’ 0ux Du Oeuron
sivou.
09: ovV dnelızeg, anoxgivov, & 0UX Ge
'nevsrar Bıbav Enaorog npav xul ndopevog.
J
"KAA. Gnul.
ZR.
Ovxodv xul zevov anal av ailom dmdv-
6 e _ [a4 [4
Kıov xal ndovav Kur Tavsraı;
- KA4. "Est teöre.
ZR. Qixoöv xl vov awæcᷓ⸗ nel Tv vidovGv & Aue
tavszteL;
KAA. Nat.
L. An u tov Eyadav Kal AuxoV .oU% Aue
NAVETOI, WG GV uodoyis vöv Ö8 oðꝝꝛ öwoAoyelg;
KAA. Eyays' ıl ovv 6%;
ZR. "Or 05 raüra yiyveran, & plAs, rayaoa rots
ndEoıv 0VÖL za xaxa Toig dvıapois. av ulv ya ua
tion hat, unter 458 b. Bemerkte.
— Orog &v Bovintaı:s.zu450 b.
C. doara 87: ‘So frage denn.’
In dem Zewr&» ist für S. das
Mittel das &&eltydaı. — ouınga
nal revdᷣ: wie vorher. cuixocq
aa ÖAlyov fie. vgl. Cie. de fin.
4,3,7. Pungunt enim, quasi acu-
leis, interrogatiunculis angustis. —
tavra: 8. zu 452 0. — TE uS-
yala wewunonı...: Derbildliche
Ausdruck ist, wie 493 b., von
den Mysterien entnommen. Die
Einweihung in die Eleusinischen
Mysterien hatte zwei Grade. Die
Vorbereitungsweihe(ßuncıs)wur-
de gewöhnlich- an den kleinen
Eleusinien im Monate Antheste-
rion ertheilt.e. An den grossen
Eleusinien im Monate Boödromion
erhielten die uvosaı den Zutritt
zu den höheren Geheimnissen;
sie wurden dxözraı. Also: "du
bist zu dem höheren Grade zu-
gelassen, olme die Verlanfe des
niederen, d.h. du darfst dich mit
. grossen Problemen beschäftigen,
ohne dich bei diesen elementaren
Kleinigkeiten aufzuhalten. Aber
diese ouırga bringen den K. in
Widerspruch mit sich selbst. —
yaöt... elvarı Aehnlich 8o-
phist. 218 0. 00a d’av row u8-
yaıov dei dıanoveioha nalag,
nel av zaLoüror dbdorraı
nücı nal nalaı To 0058009 &v
auıngois nal 6gocım aura deiv
welstan, ol 11% ausoig Toig
ueyioros. — odeEV 0. ar.: 497
b, — zeıwüv x. rav Allmv dxı-
Yvuray : Die ‚beiden Constructio-
nen von rzavsotuı verbunden,
wie 482 da —
D. ara un»: 8. zu449e. —
og cv Moaoveis: 496° c. — ri
09» dn: "was nun weiter? d.h.
wo willst du mit deiner Frage
hinaus? — yiyvaraı: 8.2u497 8.
IAAT2QNOZ 497 D
140
Kaveraı, av Öb 00, α ETEgmv Ovrmv’ NG 0VV TaUTE .
av en ra nöda Tois dyadolg 7 Ta avınpa rolg xaxois;
&av 63 Bovin, xal id Enlaxsdar‘ oluaı ydpcoı oVöR :
tevrn öuoAoysloder. adpsı dd‘ Toüg dyadoüs oüglE
ayadov nagovale dyadovg xaAsig, DONE TOVg XuAodg
ols av xuillog zapi;
KAA."Eyoye.
z2. Ti ö8; ayadong &vögpas xaksis Tovg &poo-
vag zul ÖsıAovg; 00 yagp &prı ye, aAlı Toüg avöpelovs
xul ppoviuovg EAsyss‘ N 00 Tovrovg ayadovg xuAslg;
KAA. IIkvv ulv odv.
22. Ti öE; natda dvönsov Yalpovıa ijon sldss;
KAA.’Eyoye.
ZR2."Avöge Ö8 ou eldsg dvonzov yalgovra;
KAA Oiucı Eyays‘ aAlc vl Toüro;
ZN. OvdEv‘ aAR aroxplvov.:
KAA. Eidov. '
Z2. TiöE; voov Eyovre Aumovusvovaal yalpovre ; 498
KAA. Dyul.
an. Tloregoı 0: uaAiov xacoouo vol Avzodvraı,
ol godvino ol & äpooves;
KAA. Olga Eyaye 00 noAV Tu dungpegeiv.
ER. AA donsi xal Todro. &v zoAsum 08 non el-
Öss avöoa deiAov;
KAA. Ilös yap- od;
ZR. Ti oUV; drıovıav Tor mohsulan storsgol
co &doxovv udAAov yalosın, ol Seidol n ol avögetoı;
— maderu: ergz. Fuaorog Numv.
— xal 150° drnlonerpar: hiedurch
wird der folgende Beweis als ein
neuer vom vorhergehenden be-
stimmt unterschieden. — öwo4o-
yeiodaı: Subj.ist @dro oder ròo⸗
A0oyoV.
4952. —
E, waoovaig: ' in Folge (we-
Ueber das Passiv s. zu °
gen) der Anwesenheit. C. 439,
Kr. 48, 15, 5. — Todg nalods:
ergz. aicis (ſuelvovs). — 00
yco &. ye: ergz. rovᷣg —
al Ösılodg hαιαιj ayadovg
ävögas. vgl. 491 b,c. — dl
ri rovVro: 8. zu 448 b. —
498 A. 00 nold ri: Kr. 51,
16, 4 u. 5. — .
&98C
KAA. ’Augporsgpoı anoye ucidov
gaxinolog ve.
TOPTIA42.
141
ei ö8 un, za-B
ER. Ovölv dıinpepsi. yalpovaı db ovvxul ol deukol;
KAA. Zypoödga ye.
ER. Kal ol &ppoves, wg doıxev.
KAA. Not.
2302. ITposiovrav 68 ol dsikol u0Vov Avnodvran
n xal ol avögsior;
K.AA. ’Augorsgoı.
ER. Aoc öuolws;
KAA. Mäkiov ioog ol Ödeudot.
ZR. Anıöoviov Ö 00 u@llov yalgovaıv;
KAA."Ioos.
ER. Ovxodv Avnodvras ubv Hal yalpovar sul ol
&ppovess xal ol ppovınoı xal ol Ösılol zul ol dvögelor -
zegpaninolos, Os CU pr, uäikov ÖL ol dsıkol av dv- C
ÖgElov ;
K4AA. Onul.
ZR. ’AMG unv of ye ppovınoı xal of dvögstor
ayadol, ol 68 dsılol au Uppovsg xuxol;
KAA. Nat.
ZR. Ilaganinsiag apa zalgovsı xal Avzodvını
ol ayadol xal ol xaunodl;
KAA. Onut.
ZR. "Ag 00V zaganincins siolv ayadol xal xu-
xol ol ayadol re xal ol xuxol; 7 wel ärı uälkov aya-
ol xal xusol eiaıv ol xaxol;
B. augöregos Eu... .: d.h,
beide Theile, die Feigen und die
Tapferen, schienen sich gegensei-
tig anFreude zu überbieten; und
sollten sich auch die Feigen noch
mehr freuen, so ist doch der Un-
terschied nicht sehr merklich. —
ROOCLOFTMV: ergæ. TV NOAM-
oa. —
C. de oöv ... . slalv of za.
sol: ol ayadol u. ol xaxol im
Subj. bezeichnet die Tapfern und
die Feigen, welche K. als aye-
ol u. xanol anerkannt hatte
497 0; ayadrolu.xaxol im Prä.
dic, bezeiehnet Schmerz und Lust
‚empfindend, wodurch bei der Iden-
ttät von jos u. ayaddy Güte
D
E
142
IAATBNOZ
498 D
KAA. Arhd wo Al ovu old’ 6 vu Asyaıg.
ER. Obx oloH HT Toüg ayadovg ayadav. ps
zagovolg sivaı dyalovg, xaxovᷣ ö3 xaxav; ra Ö8
ayada slvaı Tas nNdovas, ward O8 ‚TG avlag;
KAA."Eyoys.
ZR. Ovxoüv roig yalgovaı ndosanı raͤyebeh, ai
ndoviad, sinso zalgovaıv; ;
KAA. Ilos yaQ 0d;
ZR. Ovanoöv dyadov napovrav ayador loiv ol
yaigovrss;
KAA. Noi.
23%. Tide; rois dviaudvorg oðᷣ xcotor. TO xxcᷣ,
at Aura;
. KAA. Ildgeoruw.
Zn. Kanav de ye ã ꝓijs dv sivaı xæxovg
TOVG KUKOVS'
KAA.’Eyoye.
ovxéri piis;
ZR. ’Ayadol &pe ol av v reigmon, xoxot ö} ol av
Avıavuas ;
KAA. Ilavv ye.
ZR. Ol ulv ys wärhov udkdov, 08 Ö Mrrov Yrrov,
pi.d5 zaganinolag napazinoims;
KAA. Not.
ZN. Ovxoöv ns zuguninalas. yalocın xal Av-
wsiodeı TOUS voovrquovs xexl rov; Uppovas zul Toüg
ÖssAovg %ul rovᷣg Gvögelous, 1
Ösılovg;
und Schlechtigkeit bedingt. ist.
497 &, Der hier. scharf zusam-
mengestellte Widerspruch wird im
Folgenden bis 499 b. erläutert. —
‚Yis: 497 0. — af vdo-
wulz‘ nämi. dieLust.‘ Ueberden
Phur.: des Abstract: s. zu: ‘477 c.
— .tyadr A gleich-
bedeutend mit dyadar wagov-
el. —
n sul nühlor ötı rovᷣçę
E. nodnerı pys: Diese(schon
497 e. angestellte) Frage, obauch
X. noch der nämlichen Meinung
ist, erscheint nach dem Früheren,
wo derselbe zu wiederholten Me-
len (489 b, 491 a.) in die entge-
Kengesetzte Ansicht umschlug,
@ürchaus nicht unbegründet. —
V pev...: d.i ol av ye nal-
109 yeigovan, uallov ayadol
53
499 B
KAA.’Eyays.
TOPYIAZ.
143
ZN. Zviioyıcaı ÖN x0ıvN]) wer Euod, venplv ouu-
Balvsı 2x Tov auoAoynusvav
xal Ölg yag vor zul
zeig Yacı xalov zivaı a xala Akysıv Te anal Erıoxo-
netodaı. ayadov ubv elvaı ToVv Poovıuov xal dvögsiov 99
pauev' 7 Yap;
KAA. Nat.
ZR. Kaxov 6} T0v Rppova va) Ös140v ;
KAA. Tuvu ys.
ZR. ’Ayadov Ö& au Tov yalgovra;
KAA. Nat.
"
22. Kaxov Öf T0Vv avımusvov;
KAA. ’Avayan.
ZR. Avıkoder O8 nal yalpsıy Tov dyadov nel xa-
x0v Öuolwg, laws Of xal uäilov TOV xax0V;
KAA. Nat.
ZR. Obdnoüv Onolws ylyveraı axog zul ayadog
To ayada 7 xul uäilov ayadog 6 xaxdg; 0V TauraB
ovußalvsı xal Ta mpOTsER Lxeiva, dav ig Tavıa pj
nösa Te nal ayadd sivar; 0v taüıa dvayın, & Kul-
Alnksıs;
54 K4A. Ilakaı toi 00V —RX ᷓ Zuxpatsg,
xaοοaovyov, EvdVvnoVnsvog OT, x0V naitov tig 001
Zvdo brioũv, ‚oyrov Aausvog Eye Bang ra —J
sloı url. — oviloyıcaı: ‚rechne
zusanımen. — x0m7 ner’ duod:
vgl. Prot. 338 b. (x0177 oxepd-
used xrA.) — ovußeiver: 8. au
459 b. — xal dig... .: Dieser
Satz, durch gaoı als sprichwört-
lieh bezeichnet, von Platon auch
Phil. 59 e. und Legg. 12, 956
c. angewendet, ist den Scholien
zufolge aus einem Verse des Em-
pedokles entlehnt. — roı: Gno-
men werden. häufig, namentlich
bei den Tragikern, durch das ver-
sichernde ro£ (s. zu 452 b.) ein-
geleitet. —
499 A. 7 yap: 5. zu 449 d. —
loog Öd uaAkov. . .: mit Bezug
auf das zweifelhafte Zugeständ-
niss des K. 498 b. — xcex o xcel
ayadog .. .: wird ein Schlech-
ter auch gut durch das Gute
(näml. durch die Lust). —
B. ‚va mgoTegn, neiva: 4978.
- 0 zavıa avdyan: 8. zu 475
b. - drda: "zugibt.” — Todrev
q. Zyaı: Eyeodal Tivog, ‘sich an
144 IAATSNOZ 499B
os on od olsı —2* n nal &AAov Ovrvoov avdgunnv
ovx nysiodaı vag uEv BsArlovg ndovas, tag 62 welgovs.
ER. oo lov, & Kaikluasız, vᷣs wavoögyog ei, ad
Cuoı @omeg aLÖl 1oj, rork ubv ad paroRmv ovrag Eysıv,
vors 68 FrEoms, eanarav we. xulroı 002 @unv ya
nor „Eoxds Uno 600 £Exovrog elvaı Eunamöngeadaı,
os Ovrog plAov‘ vüv 08 Edevadyv, “ol @G Eosnev
Kvayın WoL Kara rou zahaıov Aoyov TO zagov sv
roLstv Hal Todro deyeadaı To dıdonevov RER God.
Earı Öb On, wg Loıxev, 0 vv Asyeıs, orı ndoval Tıveg
slow al uv dyadal, al Ob xaxel‘ 7 ydp;
KAA. Nat.
ZR.’Ao 00V ayadal wev ai ogpeiıor, næxa 08
ai BAaßeoot;
KAA. IIavv ye.
ZR. Rpeiıuoı ÖE ye al .ayadov rı MoL0dsatL, %0-
xl Ö& al x080V Ti;
KAA. Dnui.
D ZR. Ag 00V Tag rodade Adysız, olov Hard To
söue as vüv 67 EAsyousv Ev ıö Eodleıv al nlvav
etwas festhalten, anschliessen. — og Öswrog Yllov: mit Bezie-
vgl. Prot. 324d. Kr.47, 12. —
DORrEE TE uEipanıe: Nach den
484 gegebenen Erklärungen des
K. darf dieser Vergleich nicht
mehr befremden. — og dn od
: ironisch. s. zu 468 e. sci-
licet. K. versucht abermals seinen
gewöhnlichen Kunstgriff, näml.
das Unterschieben einer wesent-
lichen Modification anstatt des
früher aufgestellten Satzes. s. zu
498 e. — lov:; (ironischer) Aus.
ruf der freudigen Ueberraschung.
Soph, Phil. 38. —
‚C. &£arnarov ne: Appos. zu
paonov. — $Enövrog elvaı: C.
570 A. Kr,55, 1, 1. Apol.37 a.
hung auf 485 e; 487 a. — Kos
ov zn. A: 8. zu 454c, — TO
za00% . . .: Das Sprichwort soll
nach einigen von Pittakos (s. zu
Prot. 839 c.), nach andern von
Epicharmos (s. zu 505 e.) her-
stammen. Auch Cicero (ad Att.
6, 5, 2. und 15, 17, 1.) spielt
darauf an. — 80 zosiv: “für
lieb nehmen; boni consulere. —
2 ön: 8. zu 452 b. — Hdoral
zives.. .: ‘es gibt gewisse Ar-
ten der Lust, theils gute, theils
schechte; d. h. einige Arten d.
L. sind gut, andere schlecht. Kr.
50, 1, 65 47, 28.c. —
D. olo» : “wie zum Beispiele.
500 A TOPTIA2Z.
145.
ndovas; aga rovrmv al ubv Uylsıav moodca dv zo
sauer, 7 loxov 7 GAAmv Tıva GpETNV Tod OWuaros,
avraı ulv ayadal, al ÖR Tavavıia Tovrwv xaxal ;
KAA. Ievv ye.
ZR. Ovaodv nal Auncı Moavrwg al wir ‚xonsral
eloıv, ai Ö8 zovngad;
KAA. Tlös yao ov;
ZR. Ovxodv rag ubv yonoras nal ndovag xal Av-
zus nal algersov Eori Kal TEAXTEOV;
KAA. IIavv ye.
ER. Tag Öt novnpas 0d;
KAA. Ankov Ön.
ER. "Evsxa yap xnov av ayadav Anavıa nuiv
2boke moanteov eivaı, El uvnuovevaıs, Euol TE Hal
TIoio. apa xal Gol Ovvöoxei oVrm, tEAog eivar anıa-
6oVv av noatswv To ayadov, nal Eneivov Evenev Öeiv
avra aAiı noatrssdaL, AAR 00% Exsivo Tov KAAOV 5500
Svuynpos nuiv ei xal 60V Ex Teizwv; ‘
KAA.’Eyoye.
ER. Tüv ayadav Kon Evssa dei nal raila xul
za ndda moatısıv, AAl 0V Tayada av nödwv.
KAA. IIavv ye. Ä
ER. Ag 0VV muavrög avdoog Earıv EuAekaodaı,
zoia ayadı av ndEmv Lori “al onoie auxd, N Ter-
vıXod Ösi Eis Exacrov;
s. zu 450 c. — gern»: 8. zu 500 A. dusivo av @llov: d.h.
419 b. — ovraı wbV: resumiert
den Nominalbegriff des vorange-
henden ai ulv..... zoLodcaz in
ähnlicher Weise, wie ovro den
Verbalbegriff eines vorausgegan-
genen Part. (s. zu 457 cc.) — To-
vavıla tovror: ergz. TOLOVORL.
E. oũ: ergz. algszeov dorlv
ovô? zpaxtsor. — dnlov Ön:
s.zu 478 a. — Edofe: 468 c. —
Plat. Gorgias.
dnsivo dEiv nocdtrsodu Tüv
aAAov Evsnev. — du zoirov:
‘selbdritter ; ipse tertius. Symp.
2136. nolvere, maides, Alxı-
Pıaönv, Eva Ex zoiwv xare-
xentaı (ueben Agathon u. Sokr.).
Eurip. Orest. 1177. yo, (Elektra)
zaclyvnt (Orestes), auro odT
£ysıv doxo, sornglay col ade
T.(Pylades) dx zeitov 7’ Zuod.—
10
{46 MHAATANOE 500 A
KAA. Texvixoũ.
ER. ’Avauvnsdausv In av av &ya npös IlaAov55
»al Iopylav Eruyyavov Akyav. EAsyov yag, El WVNUo-
Bvevsis, Ort Eiev napedxevel al ubv uEeror Ndovig, aVTo
roõũro U0VOV Ta0RoxzgVafovoaı, dyvoodcaı 68 ro BEi-
tiov x TO yeigov, al OF Yyıyvmorovoaı, 0 Ti TE aya-
90V zal O6 rı xarnov‘ zul Eridnv rov ulv mepl Tas ndo-
vag nV waysıpgınnv Eureıglav, AAA 0V tTeyvnv, rov oe
megl To ayadov auv lorgıanv teyvnv. nal mo08 pıÄlov,
@ Kahhinkeıs, unte adrög olov Öeiv 008 Eut maibeıv
und’ 6 tı av ruyng age Ta doxoüvra droxgivov, und
Cad ra ag Euod odrag dnodsyov gs maltovrog‘ 6EKs
y&g, Otı wegl Tovrov elaiv nuiv ol Aoyoı, 0v Ti av
udilov GrovöcosıE tig al OuLx00v voüv &ywv Kvdow@-
ravros avöoug £orıv: Kr. 47,
6, 8. vel. C. 417. — TEyvınod:
näml. &vögos, “eines ‚Kenners ;
im Gegensatze zu mavTOg avögos.
— 8 EROTOV: “für jeden ein-
zelnen Fall!
ov: d.i. rovrow, &. — Me-
yov yao: 464 b ff. —
B. nagaoneval ai ubV.
s. zu 499 c. (ndoval Tıveg).
uEygL ndovns : insofern sie kein
höheres Ziel kennen, als das Ver-
gnügen, und dieses zu ihrem End-
zwecke haben. — Stidnv rar
ulv...: “ich rechnete unter die-
jenigen (r®» Gen. part. Kr. 47,
9, 3.), welche sich mit den Ver-
gnügungen befassen, des Kochens
Geschicklichkeit, nicht Kunst.
vgl. 464 d f, wo oyporouen
statt uoyeıpımn steht. — zooög
gıllov: näml. Aus,‘ bei Zeus dem
Freundschaftsgotte.’ Phaidr. 234
e. eink 005 dıös gıAlov. Alk.
I, 109 d. u& 70» pllıov. — moog
Zub nalfeıv: mit Bezug auf 499
b. — 0 tı @vruyng: ergz. dro-
KOLVOLEVOG; das erste beste, was
sich eben trifft. Krit. 44 d.. —
rao& T& doroüvra ar.: vgl.
495 a. — untl... nalfowrog:
Von dieser Auffassung war K.
gleich anfangs ausgegangen. vel.
481 b, 495 b.
Ü oͤgẽs ..f Tovro, Ovruvo
‘Du siehst ja, dass unsere
Unterredung sich damit beschäf-
tigt, was man, selbst wenn man
nur wenig Verstand hat, zu-
meist anstreben soll, näml. die-
ses, auf welche Art’ u.s.w. Vi-
des enim nostros sermones ea de
re haberi, qua nihil magis homo
vel mediocriter prudens expetat
etc. Ueber.den Gen. des Relat.
beim Comp. s. Kr. 47, 27. 4.
(vgl. F. Schultz lat. Spr. 8.297,
A.1.) in der durch Toöro ‚einge-
keiteten Erklärung von 09 ist die
andere beim Comparativ mögliche
Construction mit n gewählt. Kr.
47, 27. 8. Krit. 44 c. Il.o, 509.
Od.&, 182. — onovödssıe: Ueber
orovdafeıy mit Acc. s. zu 48]
501 A TOPTIAZ. 447
æos, N rovro, Ovrıva yon TE0rXov £ijv, Törsoov Erl -0v
cv xapaxaasis End, Ta Toü avöoog 07 Taüra ERT-
toven, AEyovza TE Ev TO dnue xl Ömrogunmn ı dGX0UVIE
xl wolırsvöuevov roõrovu ròou zedmov, 0v Vusig vüy
moAstevsode, 7 Erl rovde Tov Biov zov Ev Yılocopia,
xel rl nor’ doriv ovrog Enslvov Öıapigwv. lang 08V D
Biriorov darıv, os aprı Eya Eneyelpnon, ÖLnıpeiohe:,
Össkoukvovs Ö8 xl OuoAoynsavras aAlmkoıs, 8l Eorı
rovᷣro dırra a Plo, orsbaodeı, rirs Önpegsrov aih-
Anioıv xal ÖROTEEOV Bıarsov evrolv. lowg 0VV our
of0da ti Ayo.
KAA. Ov Öfre.
ZR. AR Ey 001 OapEorsgov dpa. Eneön Wuo-
Aoynxausv &yo TE Hal OU eivar uEv Tı dyadov, Eivaı
ö£rındv, Ereoov dk TO NdV Tod ayadod, Exaripov ÖF
avroiv meldrnv tıva slvar ul NORPROXEUNv TiS xrij-
osoc, nv ubv roſũ nddog Ingav, nv Öf Tod ayadov
— aUrO dE wor TOUTo TEMToV 7 Ovupadı nun" OVupTS;E
KAA. Ovro gnui.
ZR.”I8ı Ö7, a xal npög Tovads &ya Eisyor, dio-
uwoAoynoal or, El &pa 001 Edode Tores aAndn Adysıv.
EReyov dd nov, Orı i ubv Oyozouan Od wor Öoxei eyvn
sivaı aAR Eursıola, n © larpınn, Adyov or n ulv Tov- 501
6
b; — dm öv: d.i. roreoo⸗ tov- (zen) zouös Tov low &gv oder
tovrövroonor, int 0% xrl. — Pıowv. — oöͤrog »eivov: d.h.
wagamaleig: 485 ef. — roſ Ovrog ö Blog ö &v pılocopia
avögös: mit ironischer, durch
ön markierter Beziehung auf 485
a f. Ueber die Bedeutung des
ön 8. zu 492a. — ravıa: d.h.
“was du als Beruf des Mannes
bezeichnetest, nicht ohne verächt-
lichen Nebenbegriff (s. zu 452 e).
— Ent rovde vov B : Ungenauer
Weise ist die nur zum Relativ-
satze gehörige Präpos. im zwei-
ten Gliede wiederholt anstatt 7
Exelvov,, TOO zav Asyovıan dv
ÖnUWm au HNTopınnV Koxovv-
rov rk. — dıapigav: 8. zu
464 c. —
D. ov Öntae: s. zu 449 e. —
Eregov dk To nV Tod ayadod:
497 d. —
E. ovro nut: näml. eiyaı. —
005 rovode: Gorgias und Po-
los. — Eheyov: 464 d. —
601 A. 7 5 lern: erg. do-
10*
148 TAATQNOE 501 A,
Tov 09 Hegansva xal ıv pvoıv doxsnzar xl ımv ai-
tiev av nodırei, xal Aoyov &ysı Tovrmv Exdorov doü-
vor, nᷣ lurouxij 70 Erega ig Ndovis, 2005 7v 7 depa-
neie AUT Earıv &nada, KonöT areyvag Ex’ avınv Eo—
ASTA, OVTE Tı NV PVcıv Oxnedauevn vis ndovig oörs
yV alviav, aAoymg Te navranacıy, as Erws sineiv,
ovötv dirgidunganuevn, TeußT xal Eumsıpia uvniunv
uovov owfougvn Tod eimdorog yiyvaodaı,. © ON. xal
B zopikeraı tag Ndovas. tadT ovv ngWToV Oxone El do—
xei 001 inavog Akysodaı, xal Eivel. Tiveg Kal negl yv-
nv roıwvraı AAicı nonRyucrsiaı, ai ubv Teyvırad, 2E0-
undecv tıva Eyovoaı Tod Beitiorov negl nV yuynv,
al Ö8 Tovrov ulv OAıymgoVoaı, Eoxsunevar Ö’ &v, DONEQ-
Exsi, cv NÖOVNV uOVov tig Yuyig, tive av auch Too—
rov yiyvosto, Nrıs 68 7 BeArimv N yeipwv av ndo-
vv, OVTE 6x0N0Vusvaı ovrE uElov avraig aAlo N Ya-
c eitsodaı uovov, site BeArıov elite ysipov. Euoi nV yag,
& Kuldixisıs, Öoxovoi Te elvaı, nal EymyE pnu To.
TOLOVTOV KoAaxsiav eivaı xal egl Ouur xal weg YUv-
nv nal nepl KAAo Orov KV tig mv ndovnv Begarnevn,.
AOHEnTWg EYWVTOU dwelivovog Te xul TOD XEiE0vog' U
ÖE Ödn noregoVv Gvyaararidsseı nulv nepl TOVTWV nr
avınv Öokev n avılpns;
KEl WOL TEYVn eivaı. — TNV pV-
cıy: näml. ‚des Körpers. vgl.
464. b. — n largınn: Appos.
zu n wEv. Ueber die Stellung vgl.
Prot. 351 a. — rüs ndowne:
Gen. object. “die andere auf die
Lust gerichtete Geschicklichkeit.
— 0DT8...Te: neque — el. Kr.
69, 53. C. 625, 2; 0UTE Ti 8. zu
457b. — og Emog elneiv: 8.zu
450 b. — zgıß7 xal Eumeigie:
vgl. 463 b. —
B. GoSoO &uei: d. h. wie es
bei der andern Classe, bei den
auf den Körper sich beziehenden
Beschäftigungen, der Fall ist. —
OUTE OKONOVUSYAL OVTE ‚welov-
x#rA.: Statt dem GRoNoUuEveL
entsprechend mit &mıuslovpevas.
fortzufahren, wird zu dem unper-
sönl. u&Aoy (Acc. absol. C. 586.
Kr. 56, 9, 5) übergegangen, und
der Gedanke, dass nur dieLust,
ohne alle Rücksicht auf gut oder
schlecht, erstrebt wird, nochmals.
nachdrücklich wiederholt. — eirs
ß. site y.: s. zu 468 d. —
Ü. volanslav elvaı: 463 a;
464 c. — Orov: possess. Gen.
zu nv ndovnv. — Ö8 Ön: a. 20
501E TOPTIAZ. 149
KAA. Ovx &yoys, alla CVYYWpO, Ivo 001 xal ne-
gave 6 Aoyos xal Tooyie ade yaplomuaı.
3%. IIoregov Ö& negl ulv ulav duynv &orı roõũro, D
neol Ö8 ÖVo xal noAlag 00% Zarıv;
KAA. Ovx, aAla xai neol ÖVo xal nepl oAlas.
ZR. Odaodv xal adpoug Aum yapiksodaı Zarı,
und: oxomovusvov to BEitıorov;
KAA. Oluaı Eyoys.
ZR.”"Eysıs ovv eineiv, airıves eloıv al Enırndev-
os ai rovro no0dsaL; ucAkov ÖE, &i Bovisı, euoö
Egmravrog, n uEv &v 001 dor) Tovrmv eivar, pH, N
Ö'av un, un pad. noWrov Öf oxedaucde yv avin-
rınyv. oðᷣ Öoxsl 601 Toievem tıg elvaı, @ Kaidixisıs, E
nv ndovnv NuMv uovov dıwasıv, KAAo Ö’ oVÖ8V pooV-
tißewv;
KAA.”Euoıye doxei.
ER. Ovxodv xal ai roialds Anacaı, 0lovn xıda-
gQuorımn n &v Tols ayacıv;
KAA. Nai.
ZR. Ti dd; n av yogav ÖWdaoxeile nal n zav
dı$ vgaußwv Kolnoıs 0% ToLavrn Tis d0ı xatapalverer;
37
452 b. — ovynararideonı . .. -gehören. s. zu 500b. — gpatı:
Sogar: stimmst du mir darüber
bei. Gewöhnlich steht in die-
sem Sinne ovyxarauideohal zıvı
ohne dogar oder ein ähnliches
Obj. — nuiv: ist bescheiden
statt duol gesetzt; S.allein hatte
diesen Grundsatz aufgestellt, aber
Gorg. und P. hatten ihn nicht
bestritten. — va 0. xal: “dass
dir nur u. s. w. 8. zu 467 c. —
zeoa@vdn 0 Aoyog...: mit Be-
zug auf 497 a. — .
D zovro: bezieht sich auf das
obige nolanslay. s. zu d6le. —
Ed edaıs: mit Bezug auf 458 e.
arlov dE: 8. zu 449 a. —
rovrov eivar: “unter diese zu
s. zu 454 d. — /
E. ‚Toıevrn tıs: 8. zu 487 c.
— NV... Poovriger: ‚als er-
klärende Appos. zu TOLaVTN TI
abhängig von doxei. — &v toig
ayaoıw: “bei den Wettspielen.
Solche musische Productionen ein-
zeluer Künstler (im Gegensatze
zum 000g und dem dıdvgan-
ßog) fanden bei den meisten
gottesdienstlichen Feierlichkeiten,
hauptsächlich an den Apollonfe-
sten statt, — ‚N, av yogav dI-
dacnailı xal n av dıövoak-
Bor rolmaıs: Die Verbindung
mit dıdvpaußosg und die nachher
erst 502 b. folgende Erwähnung
150
IAAT2SNOZ
501 R
n nyel r poovrifsıv Kıynoiav rov Mianroç, Onmg get
502 zu ToL0vToV, GOſV &v ol axovovreg Beitlovg yiyvoıvro,
n 0 zu weilsı zagısiodnn To 240.2 Tov Vearav;
KAA. Ahkov 6n Toro ye, @ Zwxparss, Kıvn-
olov ye nEgı.
ZR. Tiög; 6 zarıno avroö Meing n eos To Bei-
zıorov BAenov Edoxsı 60 Hıdapmdeiv; ij dxsivog wir
ovoe E05 To NdL0Tov via yag adwv voug Hearag'
alla ÖN 0x0nsı" ovfl 7 re wıdapmdızn doxsi d0L r&o«
x n rõvu Öıdügaußwv molnsıs Yboväg: yapıv evVENOdaL ;
der tragischen Dichtung beweist,
dass hier nicht von den Chören
in der Tragödie die Rede ist. Es
verbält sich also 70006 zu dıdv-
oxußog wie Gattungsbegriff zum
Artbegriffe. Ueber diese Verbin-
dung durch x«/ s.Kr. 69, 32, 2. —
0009 dıdaanalia bez. zunächst
die Einübung des Chores in Ge-
sang und Tanz durch den z0go-
dıdaonarog (welches Geschäft,
wenigstens in der älteren Zeit,
häufig der Dichter selbst über-
nahm. 8. zu Prot. 327 d.) dann
auch “die Aufführung des Chores.
Die hierbei nöthigen Kosten zu
bestreiten gehörte zu den Staats-
leistungen (Leiturgien) der rei-
eheren Bürger.
Der dı$voaußos, ursprünglich
ein Festlied auf Dionysos, wel-
cher den Beinamen Aıdvpaußog
führt, wurde zuerst von Arion
aus Methymna (628—585 v. Chr.)
antistrophisch bearbeitet. Lasos
aus Hermione (um 500 v. Chr.)
und Simonides aus Keos (s. zu
Prot. 339.) bildeten diese Form
weiter aus. Auch Pindaros zeich-
nete sich im Ditbyrambos aus.
Von allen sind aber nur Frag-
mente übrig. —
Kıynalav: Kinesias aus Athen,
von dessen Gedichten keine Bruch-
stücke auf uns gekommen sind,
wird von den Komödiendichtern
seiner Zeit, namentlich von Ari-
stophanes (Vögel 1377 f.; Frö-
sche 158; vgl. Wolken 333.) als
schwulstiger und frostiger Dithy-
rambendichter verspottet. Auch
sein Vater Meles wurde als un-
geschickter Kitharoede von den
Komikern angegriffen. — öxzug
&oei: s. zu 488 a. —
802 A. zo ori r. O.: vulgo
spectatorum. vgl. zu 454 b. —
ToVTo: letzteres.’ vgl. 493 d. —
K. ys negı: "wenigstens was
den Kinesias betrifft. C. 641, 1.
Kr.69, 15, 1. Ueber das einsei-
tige Urtheil Pl. s. die Einleitung.
— nods zo Pältiorov: vgl. 464
e. — Musivog... .. Bearas! ein
feines, in der Uebersetzung un-
nachahmbaresWortspiel mitmo0g.
Allerdings setzte sich Meles
das Vergnügen des versanı-
melten Publikums zum Ziele;
er erreichte es aber nicht, denn
sein schlechtes Spiel gereichte
den Zuhörern keineswegs zum
Vergnügen. — ade»: ertrug
nämlich, wie es Brauch war, seine
eigenen Iyrischen Gedichte vor
und begleitete selbst seinen Ge-
sang mit der Kithara. —
30°C
KAA."Euoıye.
TOPTIA2.
151
ER. Ti 68 61; 7 0suvn cürn xal Havuaoın, N TisB
zeaywÖlag molnoıs dp @ domovdaxs, morsg0oV &orıv, @g
00) doxsi, yapkteodeı vols Hearaig uovov, 7 xal dıe-
udysodaı, davrı avrolg Y6V ulv N “al syaRpıonevor,
zovngöv d£, Ormg Toüro adv un £pei, ei dE Tı Tuyya-
ver andls xal dyEiıuov, roüro Ö} xal Adksı xal 0os-
zei, 2av TE yalpwaıv dav re un; moregug 00 Öonel
KegSsOxEvaade 9 ToVv renyadıav molndıs ;
KAA. Añlov dn Toüro ye, @ Lnoures, Ori mQOS
nv ndovnv uällov Gpunrar xal ro yuolkeodar Toisc
Yearals.
20. Ovxoov To ToL0UT0V, @ » Kodlinasıs, Epauev
vov Ön noAaxelav sivar;
KAA. IHavv ye.
v
ZR. Dige önm, el Tıg wepıdÄoıro tig NoıNdEewg na-
075 To re udAog al Tov buduov xal To wergov, KAAOo
tı n Aoyoı ylyvovıaı TO Asımowevov;
KAA. Avayan.
ER. Odaodv noög noAdv OyAov xal Öjuov odroL
Aeyovraı ol Aoyoı;
KAA. Dnui.
B. «urn: hinweisend auf das
allgemein übliche Urtheil über
die tragische Dichtung. — &y’
©... Sorıv...: "ist das, wor-
nach sie strebt, nach deiner Mei-
nung bloss die Ergötzung der
Zuschauer. Ueber die Bedeutung
des Perf. danovdane s. Kr. 53,
3, 3. C. 503. xagiteohar:
Präd. zu dem in ig’ & enthalte-
nen roſro. — Önmg... un dgei:
s.zu 480 a. — zuyyaseı andig:
ohne die übliche Hinzufügung von
ö»v 8. Kr. 56, 4, 3. Prot. 313 e.
— day ze yq. —* un: s. zu
481 a. —
C. ogantei: 8. unter b.
dorovdaxe. — vv ÖN: 501. e.
— uslosꝶ: Die! Melodie, Tonweise.’
— AAO Ti N: 8. zu 455 b. —
yiyvovcar rò Asınousvov: “blei-
ben übrig. Ueber die Ueberein-
stimmung des Verbums mit dem
Präd. (Aoyoı) s. Kr. 63, 6. —
05 r.öylov x. Önuov: nüml.
au den vorerwähnten Yearaig 80-
wohl im Theater als auch in an-
deren festlichen Versammlungen.
ÖyAog und dnuog stehen hier
zwar ohne sonderlichen Unter-
schied der Bedeutung; doch wird
durch dnwog der Uebergang zn
NAATSNOZ 502 D
152
ER. Anunyopia apa vis Earıv n noımuan.
D KAA. Daiveraı.
ZR. Ovxodv Gnrogıxn Önunyopia av ein‘ m ov
OnTogsvsıv doxodol 00ı ol zoımrel E&v'roig Yedrpoıs;
KAA. "Euoıye.
22. Nüv 890 nusig svonKausv Gyrogisnv Tıva
E05 Öjuov Towürov olov naldwv Te 6u0D xal yvvau-
xov xal avögav, zul dovAmv xal EAsvdipwv, NV 0%
navv Ayausdıa" xoAanınnv yap avınv pausv eivaı..
KAA. IIavv ye.
232. Elev‘ vi dt n ngos Tov ’Adnveiav önuov 58
E Ontogian aal Todg KAAovg Tovg Ev rais noAscı Önuovg
ToVg Tov EAevdepmv'avöoov, vi more nulv adın Earl;
NöTEg0V 00ı Öoxoücı mpog To BeArıorov ael Asysıv oi
6nTogss, Tovrov Oroyafousvor, Onws ol moiitaı og BeI-
zısroı Eoovsaı did Tovg aurav Aoyovg, N Hal ovro
7005 TO yapifeodeaı rolg moAltaıs apunuevor, aai Evexa
tod ldlov TOU aur@v HAıywgoüvreg TOUX0LVOU, WOREE
zaıol ng060uLAodsı rot Önuoig, Xagiteodaı avroig wei-
Ewuevor uovov, el dE ys Beiriovg Esovraı 7 yelgovs
dıa Tauıa, oVötv poovrikovam;'
503 KAA. Ovy ankodv Eur Toüro eomräs‘ elci ulv ya
der Rede in der Volksversamm-
lung angebahnt. — gnul: ‘ja. s.
zu454d. — Önunyogla &. zis:
6. z 456 a. —
D. Ontogıxn Önunyogia: Pr&-
dieat; als Subj. ist 1 "roimoıc zu
denken. — 6nrogevev: bei Pl.
ein ana eionuevov.— ToLodroYV
olov...:“an ein solches Volk,
welches zugleich aus Kindern...
besteht. Diese Stelle ist wichtig
als ein Zeugniss dafür, von wem
das athenische Theater besucht
wurde. — slev: s.zu 466 c. —
E. dv zeig nolscı: “in den
Freistaaten.’ Soph. Ant. 737. x0-
Aus ya odn Eai' N Tıs awögos
E09" Evog. — avın: die Rede-
kunst..., wofür gilt uns denn
‚diese? Solch pleonastische An-
wendung des ovrog gehört im
Griechischen so gut wie im Deut-
schen nur der minder streng ge-
fügten Conversationssprache an.
— Tovrov Oroyafouevor: vgl.
165 a. — 0nwg .. . Eoovsar:
s. zu 480 a. — 3. 09 ldiov rov
adrov:“wegen ihres eigenen Vor-
theiles.’ — zg000uıAodoı roig Ön-
worg: "gehen;mit den Gemeinden
wie mit Kindern um. vgl. 463 a.
503 A. our &. Erı v. &owras:
5058 TOPTIAZ. 153
ot xndousvor zov nolırav Adyovoıv a Asyovaıv, eiol
ÖE xal olovg GV Asyaıs.
ER. Ekaprsi. ei yap nei toüro Earı dınkoüv, TO
usV E1800v nov Tovrov xolaxsle av ein xal wioygd
Önunyoela, od Eregov xalov, TO nagasxevaßsıv Onws
os Beitıoraı Foovraı av nolırav al dual, zul dıa-
uaqsodheı Adyovıa ra Beirıore, eirs Nölwo eire andE-
orepr Zoraı Toig dxovovaıv. AAl 00 AWNors 00 Tav-B
znv eldsg mv Gnropianv‘ n si Tıva Eysıg tav 6nro-
EWv rotoõũtov eineiv, ti ovgi xal duol avrov Zpgacas
tits &otıv;
KAA. ’Alla ud Al 00% Eyw EymyE 601 eimelv Tov
ye vv 6nrogmv oVögve.
22. TiöE; vovnalaıav Eysıs rıva einstv, di OV-
zıva alviav Eyovawv ’Adnvaioı Beirlovg ysyovevaı,
dnsıdn Eneivog nNobaro Önunyogeiv, &v TO nE00VEV
100v@ yslgovs Ovresg; Eym uEv yap 00x olda tig Eorıv
T
ovbrog.
“was du da fragst (diese deine
Frage) ist nicht mehr so einfach.’
anıovy ist Prädicat zu ToVro. —
&tı: Während sich die früheren
Fragen einfach entweder bejahen
oder verneinen liessen, glaubt K.
bei dieser distinguieren zu müs-
sen. — & y. x«i: denn wenn
auch, wenn gleich. — roũro:
nänl, das Aeysıy xE0s row &7-
nov. — &» el: ‘so ergibt sich
doch, dass die eineArt u. s. w.;
der condäit. Optat. in ähnlicher
Bedeutung wie ovußalvern. —
B. tavenvınvd: “Die zuletzt
genamnte Art. vgl. 493d. — ti
... Epoacag: Die auffordernde
Frage (s. zu 468 c.) mit dem
Aor. kommt einem dringenden
Imper. an Bedeutung gleich,
indem befohlen wird, was schon
geschehen sein sollte. vgl. Prot.
310 a. — Al: at. s.zu 4498.
— ud a : 3. zu 498 d. — @v
ys vöv G.: 8.21 502 a. — di Orv-
tıva alılay Eyovaıv A. ß. yeyo-
vevaı: "welchem die Athener das
Verdienst zuschreiben, durch ihn
besser geworden zu sein. alriav
&ysıv, sonst in dem Sinne ‘ ange-
klagt sein, beschuldigt werden’
gebräuchlich (2. B. Phaidr. 249 e.
alziav Eyeı os uavınds dıunel-
WEVOS, “man legt ihm zur Last,
dass er wahnsinnig sei ), steht hier
in der selteneren „Bedeutung zu
verdanken haben. Alk. I. 119 a.
alld rov allmv Adnvaioy n
zov Eivav dodkon n dsudegov
sims, Goris alılav Eye dia enV
Ilsgınlöovg ovvovalav copa-
reoos veyovâvæt. — Ovzeg: “wäh-
rend sie... waren. — dyo
ulv: s. au 454 d. Kr. 69, 35,2. —
IAATQNOZ 503 B
154
C KAA. Ti ö8; ®cusronida 0%x exovsg avögu
ayadov yeyovora «al Kiuwve xal Milde xal Ils-
qux⸗dio tovrovi TOV vEeworl TereÄsvrnaore, 0v x0l ov
ARNXORS ;
ER. El Earı ye, o Kailinisıs, NV XEOTEEOV OV
EAeyss ageriv, dANdns, TO rag Zmidvulag anomıunia-
var xal Tag avrovxalzas av aAlmu‘ el öd un Toüro,
ar 0nE0 Ev TO Üorego Aoyo Nvayxdadmuev Nusis Ouo-
Dioyelv, ori ai ulv rov Emıdvuov nAngovusvar Bei-
tin zol0ücı 10V Kvdemnov, tavrag ulv anorsisiv, al
ö: 1siow, un‘ roõro 68 rEyvn tig eivar“
TOL0UTOV &v-
doa Tovrwv Tıva yeyovevaı Eysıs einelv;,
KAA. Ovx Eyo &yoys nos sinn.
ER. "AR dav mis xcAcç, evonssus' idmuev 0759
OVTWEL KTOEUL GXOMOVYWEVOL, El TIG TOVTOVY TOLOUTOG
Ü. anovsıg: 8. Kr. 53, 1, 2.
C.486 A. vgl. Od.y, 193. 0, 402.
— veworl: Ueber die Zeitbe-
stimmungen im 'Gorgias’ vgl.
die Einleitung. Der Tod des Pe-
rikles wird nur im Verhältnisse
zu dem weit früheren des Mil-
tiades, Kimon und Themistokles
als ein der Neuzeit angehüriges
Ereigniss bezeichnet. Denn veo-
or: weist eben so wenig wie das
lat. nuper immer anf die jüngste
Vergangenheit hin. Cicero, nat.
deor. 2, 50, 126. Quid ea, yuas
nuper, id est paucis ante saecu-
lis, medicorum inyeniis reperta
sunt? — 09 1. 0. dxnnoag: vgl.
455 e. — el.ye: 8.Kr.69, 15, 8.
C. 641, 1. Der Vprdersatz el Eorı
. av &1A09 bedarf keines Nach-
Satzes, denn er bezeichnet nur
die Bedingung, unter der S. die
Aeusserung des K. billigen könnte.
— nV. ..agernv: d.i 8 forı
ye Amen $ N KEETN, 79 n00-
TepoV, cv Eieyss. Kr. 51, 12. vgl.
Liv. 1. 1, 3. et in quem primum
egressi sunt locum, Troia vocatur.
mgöregoV: A491 e; 492 c. — el
öt un Todzo: näml, aAndeg darıy.
— £v 10 Voregw Aoyw: 499b. —
D. ‚or ... arorslsiy: näml.
agern &erı (das sich von dei,
zon nicht viel unterscheiden wür-
de), was aus dem vorigen £isyzg
agsenYv wieder aufzunehmen ist.
— reryvn vis elvar: 500 a. Un-
genauer Weise ist construiert als
ob nicht Nvayncodnuer OuoAo-
yeiv, sondern auoloyrön voran-
gienge. — rovrov: näml. von
den vorgenannten Staatsmännern,
Themistokles u. RA
ai dav...evonjasig: scheint
sprichwörtliche Redensart zu sein.
— 09700 drgäne ox.:'so(recht)
rubig erwägend. «rospe enthält
die nähere Angabe der durch ov-
Tool bezeichneten Art und Weise.
vgl. Symp. 176 e. un dic uEdns
zomoaodaı — —2 To —A
‚0vvovoiay, dA 0UTo zivor-
Tag z g06 ndovn». Legg. 4,
712e. yo dt oVra vüv lEarp-
6024 TOPTIAZ. 155
yEyove. P5QE cio 0 ayadog avne “ei en 70 BeArı-
orov Atyav, & av Ay, allo rı 00x ia coel, 1.773
anoßAerov 005 Ti; @0orEp xal ol KAloı nuvrsg ÖN-E
wiovoyol PA&novres Xp05 TO avrav Egyov Exaorög 0Ux
ix) EnAsyonEvog NE06PEPE & nE00PEEEL EOS TO &p-
yov zo adrod, AAA ONmg Av eidog Ti aur@ oxij Toüro
0 Zpyatsraı. olov sl Bovisı ldeiv rovg Imyodpovs,
TOUS O0lROÖOHOYS, TOYS VAYANPYOUS, ToUg KAdovg NAv-
tag Önwovgyovs, Ovrva Bovisı auror, ws sig rakıv
tıva Exa6ros E400Tov TlINCLV 0 av OT, xal XE00-
avaynabsı TO Eregov To ErEpw noENoV TE elvaı Xu Ag-
uorrev, Ems dv 10 ünav Gvormansaı Terayusvov Te 50%
xal nenooumuevov neäyua” zul ol Te Ön aAdoı Öm-
WIovpYol Kal 0Vg vvV 67 EAsyousv, ol eo} TO One,
newdoreißer Te xal largoi, xoouoüsl nov To Hauer xl
Gvvrarrovdıv. OuoAoyoüusv OVrW Todr &ysıv N 00;
KAA.”’Eotwo toüro ovVrws.
vns dgurndelg ouvu £1w eineiv
ati. — dni 10 Biltıorov: En)
mit Acc. zur Bezeichnung des
Zweckes. 8. Kr. 68, 42, 3. —
alo ı: 8. ‚zu 467 4. —
Pldzov zoog rı: “ein gewisses
Ziel berücksichtigend. vgl. zu
474 d. Prot. 354 d. —
E. ot @lloı m. Önnovgyol:
“die übrigen Künstler, näml. aus-
ser dem djzwe. Ueber die all-
gemeine Bedentung von Önwovg-
vos 8. zu 452 a. — fAsmovres
... #900pEger: nicht zu ob &r-
40 movzeg, sondern zu dessen
Appos. Exaorog construiert. 8.
Kr. 57, 8 A. u. 63, 1, 3. Xen.
An.1, 8, 9. zavreg odroL nara
edVn [7 nAaı0ıo zajgeL dvdgm-.
— Exnaorov To üνο £E0-
osvero. Mit dem Inhalte der gan-
zen Stelle’vgl. Hor. a. p. 1-9.
— olov: s. zu 450 c. — ToUg
arlovs r. 6.: Nicht selten wird
in Aufzählungen das allgemeine
Schlussglied asyndetisch anger
fügt. Symp. 187 d. dorı Öb Eydr-
orq Be vavzınrara. puygorV
deous, —R ‚YAvaei, En700%
v700, RAvra TE roiwdre. vgl.
Kr.59, 1,1. Ueber den weit häu-
figeren Gebrauch dieser Constr,
im Lat. s. Grysar, 'Theor. des lat.
Stiles 8.329. vgl. F. Schultz lat.
Spr. $. 220. A.2. — os. eis To-
Ev... tidNoıV: eine in allen
Sprachen übliche Verkürzung des
Nachsatzes, der vollständig heis-
sen würde: ‘wenn du die Maler
. beobachten willst, so wirst
du bemerken, wie (dass) ein se
der u. s. w. —
504 A. vöv Ön: 501 a. durch
Rückbeziehung auf464b. — foro
tovro o.: K. gibt durch den Im-
per. seine Beistimmung nur ex
TAAT2NOZ 50% A
156
2%. Tabsag &oa zul x00uov Tvyoüs« olxia yonarn
av sin, araklas Ö uordnoR;
- KAA. Dnui.
ZR. Ovxodv zul nAolov WdRvTws ;
B KAA. Nei.
ZR. Kal unv xei ta O@pard- pausv Ta NuEeTeon;
KAA. Tuvu ye.
ZR. TE 6’n Yuyn; araklas Tuyoüsa Zaraı yonorn,
N aksog TE xal x00U0V TIvVog;
KAA. Avayın Ex av n0009e Hul Toöro Ovvo-
uoAoyelv.
ZR. Ti 00V övou« dorıv dvro owuerı ro &u vis
tages TE xal Tod x00uov yıyvousvo;
KAA. Tyisıav xcel loyvv long Akysıs.
6 ZR."Byoye. rl dt av ro &v ri vuxij xyriyvouſuo
&x is rakewg xal TOO x00u0v; TEIED Evoelv zul El-
zeiv Woneo Exsivo TO Ovoua.
KAA. Ti d% 06x aurög Akyaıs, @ Zioxparss;
ZR. AAN ei 001 Ndıov Eorıv, &yo &oo‘ ov dd, av
uEv 00: doxo &ya nalus Akyeıy, gadı“ eα un, Eheyye
xel un Enivgene. Zuol +00 doxei Talc ubv Tod —
tog rakesıv Övoua elvan Uyızıvov, &EE 0v0 dvevıdıy
dylaıa yliyvsraı xal n aAAn aosn Tod amuaros. Eorı
zeüre N 00x Eouv;
RKAA. Eoriv.
kypothesi. — uoxbßnod: Selten
verbindet sich uoy®'ngog mit ei-
nem sächlichen Begriffe. Men.
91 e. uozdngoTeEn. anodıdov-
Teg 7 nog&lußov za iudzıe TE
nal vnoönuere. —
B. xl un»: ‘ferner. Kr. 69,
39, l. — To cauere . ... erg.
ocvroc tafeag te xoı #00n0V
zuzövza ZonoT« elvaı, drablag
% Bordnoa. — Avayın: s. zu
450 a. — dntorn.: 8.2u477c.
Ü. GoESo bueivo 10 ovone:
d.i. reıp@ E. xal e. xal Todro
To Ovoue, „HomeQ eöoes xol el
mes er... — gatı: “stimme
bei! vgl. Soph. Ant. 442. ons.
N xaragvei un dedonnevaı trade;
— xal un Enirgene: neve mihi
indulge. erg. &uol ovro (N xa-
Aog) Agysıv. Kr. 55,3, 11. Ueber
den absoluten Gebrauch vgl. Apol.
35b. — n dlin des: 8. zu
479 b. —
50% E TOPTIA2.
157
ZR2. Teig 08 79 vuyis rakscı anal xoounoscı vo-D
uLu0V TE xal vouog, OdEVv zul vouımor ylyvovrar al
x00wor‘ raüra Ö Eorı Öıxasoovvn Ts xal G@pEoOVVN.
pis N 0d;
KAA.”Eoro.
ZR. Ovxodv eg raüre BAdzwv 6 6nTwe Exei-
vo, 6 TEyvinög TE xl ayadog, al Todg Aoyovs X00-
oiaeı-taig yuyais, oVs aviAdyn, xal as nodkes ana-
aus, xal dgov, davrı dio, Öweası, xal dav rı apaı-
eNjTeL, Apmıpnasrai, XOOg roSro del Tov voüv Zywv,
ONmg Av avrod roig moAlzeıs Öixaiosvvn utv Ev rais R
duyais yiyvarar, adınia Od anaAdarınraı, nal OWppo-
vn ulv Eypiyvaraı, axoinole 6: anallasınra, nal
n alln agsın Eyyiyvnras, xaxia Ö8 amin. ovyympels
n 0;
KAA. Zvyyogo. .
ZR. Ti yag opeiog, w Kulkinisıg, Owuari ye x0-
uvovr ol uordmowg dıexsusvo ara noAdo dıdovas
xal Ta Ndıora 7 more n aAR OTIoÜV, 0 un 0vj0sı @vro
£69 ors nAdov N Tovvavriov xara yes rov Öixaıov A0-
yov xal ZAatrov; Eorı Tavıe;
60
D. vouıgoı, x00wLoı: Präd.
zu dem bei yiysowraır zu den-
kenden unbestimmt allgemeinen
Subj.. s. zu 468 a. — revıa:
näml. rò vouıuoV re xal no0uLov
sivaı, was aus vouLuor Ylyvor-
T&ı “ul A00uL0ı zu entnehmen
ist. Ueber ta@vra mit Beziehung
auf einen vorangehenden Inf. s.
Kr. 50, 6. vgl. zu 447 a. (rov-
zo9). — forw: vgl. unter a. —
&nsivog: zurückweisend auf 503
d. — oUg av Adyn: 8.2u450b.
— 7005 Toüro .. . Eymv: ver-
deutlicht das obige xo0g radr«
Bltzov. —
E. avroo toig noklrang: ci-
vibus suis; "seinen Mitbürgern. —
arwlkdırnsaı: "sich (daraus,
to» yvyov) entferne. Kr. 52, 6,
1. — xal za& 9.: und zwar...
vgl. Kr. 69, 32, 18. Aehnlich steht
im Lat. et. vgl. Cic. p. Lig. 8,
24. Cat. II. 8, 17. Mil. 23, 61.
— 869° Orte: "bisweilen. Kr. 61,
5, 5. C. 608. — xal Ziutrov:
‘oder vielmehr (ja sogarf’noch we-
niger.’ s. zu 450 c. Apol. 23 a.
1 ardomnLlvn copia HAlyov ri-
vos afia dorlanul ovdevos. Achn-
lich Cic., Cat. II. 12, 27. Nuno
illos, qui in urbe remanserunt, al-
que qui conira urbis salulem om-
niumque vestrum in urbe a Cali-
lina relicti sunt etc. —
158
505° KAA."Eoro.
ZI. Ov yap, oiuaı, Avdırsisi uer& uoXÖnplas
owuaros {jVv avdedzn' avayın yap ovım nal fiv
KoydnEBS' obr oürmg;
KAA. Nei.
ZR. Ovxoüv xal (tag Emidvulas aroxıuadavon,
olov zawavra Yaysiv 060v Bovisteı N Ösbavre' nıetv,
üpialvora usv &acıv ol iarpol os ra zolid, ndu-
vovza ö8, ag -Enog sizeiv, audcnor Eucıv Euninhuoden
@v Emıdvusl; Hvyymgeig Toüro ye xul OU;
KAA."Eyoys.
B SR. Hegt ‚98 vuxijv, o Eouane, oðx 6 avrog roo-
09; Ems uiv av zovnga 2, Avontog re 0vB« xal do-
kagros xal adızog al avodıog, sipysiıv aurnv del Tav
Exıdvuiov xol un Enırgenew GAR ürra noev n ap
av Beitiov Zora‘ pns Y 0%;
KAA. Drui.
Z2. Oũro yap mov auch Ausıvov Ti YuyT;
KAA. Ilavv ye.
ER. Ovxodv To elpysıv doriv dp av Enıdvusi
xoAateıv;
KAA. Nat.
22. To —B &ga N # vo &usıvov ori⸗
nn axoiacle, WonEE OU vÜv ON ‚gov.
C KAA. Obu old ürıa Akysız, © Zungareg, aAk al-
Aov Tıva &owre.
JIIAATSNOZ 505 A.
505 A. Zora: s. zu 504 d. —
BovAsraı? Ueber die Ergänzung
des allgemeinen Subj. zig 8. zu
456 d. — os ra nolld: 8. zu
4820. — og Enoc elnsiv: 8. zu
450b, —
B. zsol 8} Yoynr: Kr. 68,
83, 4. C.466 c. — 09% 6. a. 7e.:
8. zu 453 0. — dmıroönsıv all
a. noreis: 8. zu 504 b. — feR-
tlov Eoraı: "besser werden soll.
Kr. 53, 7, 3. — rò eloyeıv. . .
noldgeww: d.h. rò eioyev (22)
zovrov (Kr; 47,13, 3.), 09 dmı-
Yvneki, nolagew koriv, heisst sie
süchtigen. — »0» 6%: ist nach-
drücklich hervorgehoben (s. zu
475 b.), weil die früheren Erklä-
rungen des K. mit seiner gegen-
TOPTIAZ. 159
ZR. Ovdrog avne 0Uy vnonives apehovuzvog xl
ævrog roõro N&OyWv nepl 00 0 Aoyog ori, woAugouEvog.
KAA. Ovö£ ye uo. weh oVölv DV OU Atyaız, anal
tevra ooı Toeyiov zagıv —
3Q. Elev' ve 00V 6n moımoouev; wera&v röv Ao-
yov naralvousv ; |
KAA. Avros yvooaı.
ER. AAN 006: Tovg uvdovs Yaol werabu YeuısD
sivar narahsinsıv, AAR Enıdevras nepainv, Ivo um avev
nepaAis zspLLn. dmongıvan oUV xal va Aoızd, iva nwiv
oͤ Aoyos wspeAnv Aapı.
61 KAA. Rs Blmog ei, © Zunpureg. dav Ö& £uoi
neidm, Ladsıg yalgeıv TOVToV tov Aoyov, N »al aAle
505D
zo. dundeksı.
ER. Tis 00V KAAog-2HEeleı, un yao Toı areAn ye
tov Aoyov xaraÄimoueEv.
KAA. Autos Ö8 00% av Övvaıo ÖLsihetiv Tov A0-
yov, n Atymv xara GœvuròV N AnoRgLVOWEVoS ORUVTG ;
wärtigen Aeusserung in grellem
Widerspruche stehen. —
C. oöͤros avne...: vgl.489 b
— VrOWEVEL Ögpelovwsvog: "lässt
sich nicht ‚gefallen, dass ihm ge-
nützt wird. Kr. 56, 6, 1. ‚el. C.
590. — uoı uälsı ovöiv av: Kr.
47, 11. C.420. Ueber ovdi⸗ 8.
zu 486 e. — T'opylov yapır:
mit Bezug auf 497 b. vgl. 501 c.
— elev: 8. zu 466 c. — xcrœ-
Avouey: Das Präs. steht, weil
das Abbrechen der Unterredung
schon factisch eintritt. Zu 09
Aöyov RaTaAvEıv vgl.458b. (dıa-
Adowev t.i.) — avrog yvaoeı:
eine Abweisungsformel, wie das
lat. ipse videris. —
D. al... xarwleineıv: at
\ ne fabulas quidem medias abrum-
pere fas esse dicunt. Ueber Heuss
als Subjectsnce. s. Kr. 19. 4. A,
zeguln: näml..6 wüdog, “die je-
desmal in Rede stehende Fabel!
Im Uebergange vom Plur. zum
Sing., und umgekehrt, bewegt
sich die griechische Sprache, auch
in der Prosa, viel freier als die
lat. und deutsche. s. zu Prot.
319 d. —
£assıg yaigeıw: 8.2u 458 b. —
un.. „‚narakinouev: Kr.54,2,2.
— aörog öt...: besagt in höfli-
cher Wei«e dasselbe, was Prot.
(360 d.) in gleicher Verlegenheit
kurzweg mit &drög TEQAVOV er-
klärt. — Adymv Kata 6RVrOV:
‘für dich selbst (allein) sprechend
(Kr. 68, 25, 4.), d.h. in zusam-
menhängendem Vortrage; „dage-
gen ArOxgLVOWEVOS oavro, dir
selbst antwortend’ auf-die selbst-
gestellten Fragen, also zugleich
160 ITAATANOE 505E
E ER. "Iva wor ro Tod Emiyapyov yernıaı, & no0
tod ÖVo üvdges EAsyov, sis avixavos yEvauaı. arag
xıvövvevsı Avayxaorarov elvaı oVTag. El uEvroL Kom-
cousv, oluaı Eymays yojva zavras Nudgs Yılovaixag
Eysıv no05 TO eldEvar ro aAndEs ri Earı nepl wmv AL-
yousv xal Tl YEevdog' xorvov Yao ayadov Errası Pœ-
veoov yevdodaı avrd. disiu ulv ovvro Aoyo &yo wg
5062v wor doxn Eysıv‘ davdd ro Vuavun za Ovra doxe
öpoAoyeiv Eurvro, 107 avrılaußavsodeu al 2Adyysıv.
ovòoe Yyap ro Eyaye eidas Atyo & Adyo, aild ‚In
xoruij HEN Vumv, DorE, Av rl peivnraı Atyav 0 au-
yıoßnravjeuoi, Ey NEBTOg GVYYWENGOUR!. Ayo wev-
rot tedra, El Öoxei,yonvar dıanspavdnvaı Tov Aopov-
ei ö8 un Bovische, Zausv 6n yalpsıv nal aniopev.
TOP. ’AAR Euol ulv 00 doxsi, @ Zwxgarss, 1Ef-
Bvai no anıdvar, aAda ÖısteAdelv 8 10V Aoyov' pel-
vera ÖE noı xal Toig aAkoıg doxeiv. PBovAoueı Yao
dieRolle desFragenden und auch xag £ysıv 7005 ...: 8.2u 457.
— — — —
des Antwortenden spielen. —
E. zo rov E.: 8. zu 465d. —
’Enrıyaoguov: Epicharmos, um Ol.
60 (540 v. Ch.) auf Kos geboren,
verbrachte seine Lebenszeit gröss-
tentheils in Sicilien, woselbst er
um Ol. 82 (450 v. Chr.) zu Sy-
rakus starb. Als der Haupt-
dichter der dorischsikelischen Ko-
mödie verfasste er 35 Dramen,
(woraus wir nunmehr vereinzelte
Verse übrig haben), in welche er,
durch die pythagoreische Philo-
sopbie gebildet, viele geistreiche
Sentenzen einflocht. Pl. (Theait.
p. 152 e.) stellt ihn dem Homeros
zur Seite. — & .. . yEvouar:
DerVers, auf welchen S. anspielt,
wird von Athenaios (7, 80, p. 308)
so überliefert: z& zoo Tod dv
avöges caeyov, eis yo» ano-
10E0. — 200 tod: Kr. 43, 4, 7.
50,1,19. 0.369, 3. — gılovei-
(roös ro zeäyne). — Ölen u.
0....: erg2. teüre (mEol AS-
youev). —
306 A. un za ösra: d.i. um
TE And. — avrilaußavsohar:
gleichbedeutend mit &rılauße-
veodaı. 8. zu 469 c. — a9 ıl
9. A.: Ueber die prägnante Be-
deutung des tl s. 472 a. Ueber
Yaivonaı mit dem Part. 8. zu 452
ce. — 0 dupıoßntav E &uol: “Der
mir Widersprechende. Ueber die
Bedeutung des &ugıoßnreiv vgl.
zu 452 c. Ueber die Constr. 8
Kr.48,9. — dınnegavdnvaı Tor
Aoyov: vgl. zu 472c. dıa in der
Zusammensetzung zur Bezeich-
nung der Vollendung s. Kr. 68,
46, 11. — Enuev Ön y.: 8. zu
458 b. Ueber dn beim Imp. (als
Jessen Ersatzform hier der Conj.
steht) s. zu 449 a. —
506 C TOPTIAZ.
161
Eymys xal autos axovcal Gov aurod duovrog ra dul-
Aoı za.
ZR.’AMG ubv ön, @ Toopyia, xal würds nddng
ulv av Kallınıst rovra Erı dısksyouyv, Eag eure ryv
Tod "Aupiovos aredaoxa His avıl tig roõ Zijbov
dnsıön Ob 0V, @ Kurdinksıs, 00% Edsisig ovvöLnns-
g&vaı tov Aoyov, ν Euod ys axovmv dnıkauße-
vov, ddv vl 001 dox@ un xaAvg Akysıv. xal us &üvC
EEsAEyyns, 00x aydscdhnGound 001 WOrEE TU £uol, aAid
uEyıoTog EVEegyFLns ag duol avaysygazeı.
KAA. Atye, © 'yaße, aurög xal nepnıve.
ZN. Anove 67 & voyis duod avalaßovrog rov
Aoyov. "Age rò NV xul To ayadorv z0 adro darıv; Ov
tavrov, ag &yo xalj Kallıning WnuoAoynoauev. Ilore-
g0v Ö rò NOV Evssa Toü dyadod nouaxTeov, N rò dya-
62
B. xcl aurög: ist eben so mit
darchschimmerndem Selbstgefühl
gesagt wie 463 d. ovdR würdg.
— dh Ev 7: 8. zu 466 b. —
K. rovzw: “mit K. da. Kr. 50,
11, 22. vgl. zu 447 a. (bei 6d«.)
— my oo A...: K hatte
485 e. f. durch die aus der An-
tiope’ des Euripides citierten Worte
des Zethos, mit denen dieser sei-
nen Bruder Amphion von der
Musenkunst abmahnt, den S. von
der Philosophie abwendig zu ma-
chen versucht. Dagegen will nun
S. ähnlich, wie dort Amphion
seine Bestrebungen gerechtfertigt
haben mag (denn Bestimmtes lässt
sich nicht angeben, da die be-
treffenden Verse nicht überliefert
sind), die Beschäftigung mit der
Philosophie gegen die erhobenen
Einwendungen vertheidigen. Veber
dieBedeutung des ‚anodldonı B.
zu 471 b. — aA oww 8. YEe..i
“so höre doch wenigstens mir zu
u.8.w. Kr.69, 4, 5. — &nılau-
Bavov: 8. zu 469 c. —
Plat. Gorgias.
©. EEsleyyns: s. zu 473 b. —
wäyuozos. .. Avaysyoapsı: “du
wirst bei mir als der grösste Wohl-
thäter angeschrieben (angesehen)
sein. Eigentlich bedeutet ava-
yoapesıv cıya edeoysenn ‘ jeman-
den als um den Staat verdient in
die Acten eintragen’; nach wel-
‚cher Ehre besonders die Fürsten
der Nachbarländer strebten. Xen.
Hellen. 1, 1, 26. ol Zveaxov-
co Au toig Avzandgloıs Tod
zeigovg Ti Enerölsoav nal 69 Ti
peovot moese⸗ ravıoy
ora. did tadıa Ok evegyeoin re
al nolıtein Zvonnovaloıg dv
Avravdoo Earl. Thuk. 1,129, 3.
(Xerzes schreibt, an Pausanias)
rcõv —R 0d5 wol Eowcag,
neital 001 EdEegyeol &v To Nu8-
teow olnw ds del dvayeanıog.
Äxove 87: g. zu 449 23. —
avoraßovzog rov Adyow: “die
Untersuchung von neuem vorneh-
men. vgl. Krit.46 c. — @uolo-
ynoausy; 497 8; 499 c. — To
10% Even zoö eyahon: 500 a.
11
NAAT2BNOZ 506 D
162
90V fvsxaroundeos; To NdV Evexa tod ayadod. "Hör
DIE dorı ToUro, 00 nagayevousvov ndousde, ayadov ÖL
00 zugövrog ayadol eauer ; IIevv pe. "Alla unv aya-
ol yE Eopev «el nuels zul taAilı wave, 000 dyada
coriv, destüg ruvös regaysvoußvns; Euorye doxet
dvayxciov sivaı, m Kaiktaisıs. ’AAla ulv ö N Ye
apsın Exaorov, xal 0xEVovg Kol GWpuarog Kal Yuxäg
0» xcl Enov mavrog, 097 odrwg eiai aailıora rape-
yiyvsıaı, ara rafsı zul OpPornTı “el Teyun, Mrs
indoro anodsdoraı avrav" apa Lou ravra; 'Eya ulv
ErEE Pr. Taßeı &00 TeraynEvov xl xEr00unnevov
orl⸗ n 008M évciorou; Daimv dv Eymye. Koouog Tıs
&oa Eyysvousvog Ev Enaoro 6 Enaarov olxslog ayadov
zepeysı Eraorov av Ovrwv; "Euoıys doxei. Kal puxi
&oa #00uov Eyovoa TV Eavrng ausivmv is dxocun-
tov; 'Avayan. Alla unv N yes n0cuov &yovoa xocule ;
Ilös yao ov ueillsı; 'H ÖE yE xooulae oopomv; IToAAn
507 avayın. H apa GopeWmv Yuyn ayadın. &ym ulv 00%
&10 zuge teure alle pavoı, © plAs Kuliluisıs‘ av
Ö’ el &ysıs, Öidaoxe.
D. Alla unva.ye: Kr. 69, 39,
1. vgl. zu 449 e, — xal Teile
zavra: näml. die Wesen und Ge-
genstände ausser dem Menschen,
indem «gern auch von Thieren,
Pflanzen u. s. w. gesagt wird. s
zu 479 b. — alda uiv 7:
zu 466 b. — «u: bezeichnet in
der Aufzählung die beiden Glie-
der ayvyn u. &0ov als eine neue
Reihe, als das Beseelte gegenüber
dem Unbeseelten (0x:Vog, con.)
vgl. Apol. 41 a. Ueber die Stel-
lung s. Kr. 69, 12. — £oov:
8. zu 483d. — 007 odrag eix:
‘nicht so von ungefähr.” DerGe-
gensatz zwischen planlosem Zu-
fall und bewusster Absicht ist
hervorgehoben, wie 503 d. u.
Ueber die scheinbar pleonasti-
sche Verbindung des odrog mit
einem Modaladverb. (oder Ad-
jectiv.), vgl. Repbl. 2, 378 a.
To 00 Koovov Eoya ne) radn
uno Too vlios odd’ av ei_ nv
AndN Hund. deiv dadims ovra
Asysodaı 00 &pgovaz. oben
503 d. odrwal argkue. 468 c.
Eros OVTag. — dmodfdora :
s. zu 471 b. — Yo ulv.. .:
als Gegensatz (Ki 69, 35, 2.)
lässt sich binzudenken Ellog 8
taya 00x &v gain. s. zu Prot.
312 c, —
E. „*Ö0nog tig: 8. zu 456 4.
— 6 &xcdorov olnsiog: nachträg-
liche nähere Bestimmung zu
x00uog; daher der Art. vgl. C.
385 a. — avayın: s. zu 450 a.
— ÖE ya: s. zu 448 a. —
507C
TOPTIA2Z.
KAA. Aly, © yade.
163
ZR. Alyo dn ori, EN oapomv ayadı) darın, N
Tovvavrlov ij Euppovı nerovdvla xaxı dorıv“ nv dl
evın N üpomv re nal axdAacros. Ilavv yes. Kal umv
0 YyE dÜPEWV T& TE0ONKoVTa npKTroL &v nal megl DsovUg
al neol AvdoWnovg‘
2 4 R N 4
0V_ Ya av Omgppovoi ra um
TE0ONKXoVT« oarrov. ’Avayan tadT eivar ovrmg. Kal
unv neol ubv AvdEWNoVS Ta XpOGNKoVEa nodtrav Öl-B
x Av noctroı, neol Ob Beodg Ocıe‘ rov Ot a Öl-
x xl 001 MpKTroVrEe avayın Ölxaıov a 0010v
alvan. Tort taüre. Kal utv ön xal dvögelov ve dvayım-
oV rap on aupgovoS &vögos ori⸗ oVTE ÖLW@xeıv oure
Yevysıv & un nooonxsı, aAl a Öcl xal nodyuara xal
evdgW@novg xal ndovas xul ‚Aönag psuyeuv au) dudxeı,
zei dmopkvovra augregeiv Orov dsl" @ore moAAN d-C
vayın, @ Karklalsıg, ToV sapgova, @orEQ ÖınAdousv,
Ölncov Ovra xul avögstov vol oaLov &yadov &vögn
zlvar „reltag, zov 68 ayadov &v rs xul xoudũs mgdr-
Tev & Av nodeım, ròov Ö EU ngaTToVrE uaxdgLov Te
507 A. nad radre &. para:
*dawider (Kr. 68, 86, 7. C. 465
€. b.) anderes (entgegengesetz-
tes) zu sagen; es in Abrede zu
stellen.’ vgl. Phaid. 107 a. od-
aovv Eyaye Em nagd Taüre
&llo vi Alysıy odd8 en Arı-
sreiv toig Aoyoıs. — Aty:d.h.
“Fahre fort in deiner Rede, denn
ich habe nichts entgegenzusetzen.
— kyo ön: 8. zu 448 b. —
copoov: naml. pyuy7.— vᷣrovᷣ-
vavriov T. 0. nenovdvia: “die
im entgegengesetzten Zustande
befindliche.’ vgl. zu 485 b. Apol.
22 c. — nv: Das Imperfect.
lässt die Aussage als Ergebnis
früherer (477 e. u. ö. dargeleg-
ten) Auffassung erscheinen. Kr.
53, 2, 5. — xal unv: 8. zu
504 b. —
B. avayın Ölnaıor x. 6. elvar:
Ueber die Constr. s. Kr. 50, 6,
3. 55, 2, 1. — Eorı radre: Kr.
64, 5, 4. — nal ulv Öön: s. zu
458. d. — ÜHOUEVOVTE AUQTE-
eeiv: Ueber das prädic, Partic.
bei xagregeiv s. Kr. 56, 6, 1.
C. 590. —
C. diaaıov Ovıa... Teldag:
‘indem er gerecht und tapfer und
fromm ist, ein vollkommen guter
Mann ist. — &u te xal xaldg
moct.: Die Zweidentigkeit des
sprachlichen Ausdrucks, da &Öd
zecdtreıv sowohl "gut handeln
als auch ‘sich gut befinden’ heisst,
führt eine wenigstens formal man-
gelhafıie Conclusion herbei, Aehn-
lich Charm. 172 a. &uagrias EE-
nonuevns, 6gFornrog ö8 nyov-
Levns &9 naon waeafsı Avay-
11*
164
NIAAIT2BNOZ
807 C
x svÖRluova eivaı, TOV ÖL zovng0V xal xaxög Todr-
toven &dAov" odrog dv ein 6 dvarsing Eymv 1a
Goppovi, 6 dxoAnarog, 0V GV Emjveig.
Eyo ulv ovv TnÜre oVTW@ Tideneı xl ynuı radze 6%
ei 08 derıv aAndıj, Tv BovAousvov, @6
DeAnd7 sivar'
doıxsv, eUÖRluova Eivar E@ppOoGVVnV ubV Öımareov Kal
daxnrdov, auoAnclav Öl pevxrdov ag Eysı zodav Euu-
0ToS Nucv, Kal mapaoxsvaoreov udiıora usv undtv
dsiodaı Tod xoAdtsadu:, &av di dend N auros 7 dA-
Rog rıs rov oinsiov, nidıwıns n HoAıs, Emiderdov Öl-
ayv xal woAaardov, ei weils eddalumv eivaı. durog
Zuosys donet 6 6x0xÖög eivaı, eos 0v Piknovın dei
£nv, aol wave eis ToüTo xal Ta aVTod Gvvreivovre
Hal TE ig rolsas, Onwms Öinniocvvn zapkorer aa
EGOPOOGVVn ro uaxapio uElkovrı Zosodeaı, OUTW LERT-
zeıv, 0°% Enıdvpias dövre auoAderovg elvar xal Tav-
nuiov nalög xal ev mgaTrev
Todg oõro Öuansıuevovg, TOdg
db &v mgaTTovrag eödulnorug
elvoı. u.ö — oöros: d.i.
209 eoͤs xcel LLC Kader.
— 0 anoAdOTog : ‘näml. der
zügellose. Kr. 57, 10, 5. "vgl.
F. Schultz lat. Spr. 229 A. 4. —
ennvarg: 49105 492 c. — oöüro
tidenar: vgl. Prot. 3855 b. —
zavdın: Die Wiederholung des
Pron. urgiert die vorangehenden
Sätze, in denen S. seine gesammte
Ansicht über die Streitfrage bün-
dig zusammengefasst hat. —
D. rôu BovAoussov...: Ueber
den Accusat. der Person bei un-
persönlich constr. Verbalien s. Kr.
56, 14, 3. C. 596, 2. vgl. Krit,
49 a. — 5 dyaı modär: ‘so sehr
seine Füsse können. vgl. zu 451
e. (mAm®ovs) n, 470 e. Herod,
6, 116. 49 nvaioı öt, og noday
elyov, rayıora EBondzov ds To
&otv. vgl. zu Prot. 321c —
zaguoxevasteov: Ueber Verbal-
adject. in medialer Bedeutung s.
Kr. 56, 18,4. — undls deiohe::
8. zu 486 e. (ovöEr). — Erıds-
teoy Ölumv.. .: 480 8, b. —
QöS 07 BiAenovre: vgl. 502 a.
no05 zo Beirıoror Bley ari.
503 e. Inwovgyol Pikmovres
wgög rO avrav dayov. Ueber
die Ergänzung eines allgemeinen
Subj. 8. zu 456d. — xal nawıe
...:_ordne xal zavre zul zo
aurod xl a eng nolemg eig
roſro ovvreivorze, Onmg urA.
‘alles... . darauf beziehend, dass
u. s. w. Häufiger steht zur Be-
zeichnung des Ziele Zr mit Acc.
(vgl. 503 d.) — welloszı Eos-
oda: 8. zu 459 e — ode
zoctısıy: "in dieser Weise sein
Handeln einzurichten.” Ueber „die
prägnante Bedeutung, von ode
(toVrO, Taüre) opdrrev vgl.
Krit. 47 b. —
E. 00x &mıdvulag ... . zAn-
goör: 491 e; 4928. — dujvv-
Tov nax0v: "was ein endloses
.
508 A TOPTIAZ. 165
zus Exıysspoöven XANGOÜV, avijvvrov xax0v, Ayorov
Blow füvre. oüre yap &v Allo dvdginzn ngoapıÄns
dv sim 6 roroßroß oüre Heu‘ xosmwmveiv yüg övva-
zog‘ öro 0} un Evi noıyovie, pille 00% &v ein. pœsl
8 ol sopol, & Kallinasıs, xal ouguvov nal yijv wel
BsoÜs xal KvdEMHoUg Tv noıvaviav GUVEyELV xol pı- 508
Alav nal xooudınsa nal Gmpposvvyv nal Ö1xaıörnta,
xel ro 0Aov Toüro dıa Taür« x00u0v xuAoviıv, @
Eraige, 00x dnoaulav ovdt daoAnslav. ou dE wor do-
æstę 00 ng0084E1V TOvV vodv TovTols, Kal TRUTE copög
GV, dAAG AdımdE 08 Orı ı laoıng 7 ysauergnn al Ev
Bsoig xal &v dviiommoıs ußya Övvaras“ av d& nAsoveklav
oisı Östv dansiv" yewwergiug yag auekstg. elev' m Eehey-
Uebel ist. Ueber den absoluten
Acc. als epexeget. Appos. zum
ganzen Satze s. Kr. 57, 10, 10.
Il. @, 735. 7 rıs Ayaıav biyeı
(ve) ysıgög EAmv ano mUoyov,
Avyoov öl8stoov. vgl. y, 50 f.
Aehnliches im Lat., z.B. Cic. de
orat. 2, 19, 79: Deinde quingue
Jaciunt quasi membra eloquen-
tiae: invenire quid dicas, invenla
disponere, deinde ornare verbis,
post memoriae mandare, tum ad
extremum agere ac pronuntiare;
rem sane non reconditam. — à.
Biov £avra: erklärender Beisatz
zu Er. &ovra . . . Enıysigodvra
ach. Ueber Anorov Biov S7v (dem
Sinne nach = 4. Piov fıovv) s.
zu 467 d. (Tv . zonuerouov
10.) — oıvaveiv: näml. roig
Te Mlloıg Avdogmmoıg xl co
Deo; Gemeinschafthaben. Ueber
den Gedanken vgl. Lys. 214 d.
zoöro rolvov alvirrovran ol
Öu0109 Ta Ouoım pilov Atyov-
res, og 0 dyafog To dyado
uOvVog uovm @ilog, OÖ nanös
0dT AYa9o 0VTE nano odÖEnorE
eis dAndN yıllav Eoyeran. —
of oopol...: Zunächst ist hier
Empedokles gemeint, nach des-
sen Lehre sich die vier Elemente
uranfänglich als opaigog in ein-
ander gemischt befanden, bis die
beiden Grundkräfte veixog, das
trennende, und gılla, das ver-
bindendePrinceip, Bewegung hin-
einbrachten, und die Weltbildung
vor sich gieng. vgl. Soph. 242
d,e. Ueber den Einfluss des Em-
pedokles auf Gorgias s. die Ein-
leitung.
508 A. dinuuornte: s. zuProt.
331 b. — to 040» tovro: "dies
Weltall, Universum.’ — x00uov:
eine Namensausdeutung, wie493a,
b. — copös av: vgl.487b;489a.,
0; 4978.—nloorns 7 yEnpergı-
#n: AusVergleichung von Legg.
6, 757 a. f. und Aristot., Nik. Eth.
5, 4 erhellet, dass hier unter y&o-
uerginn loorns die Gerechtigkeit
verstanden wird, insofern sie je-
dem das ihm nach seinem Ver-
dienste Gebübrende zuertheilt (su-
um cuique); während die «gı#u7-
zınn loorng allen das Gleiche
zukommen lässt. So heisst es bei
Plutarch, Sympos. Probl. 7, 2.
Lykurgos habe die &gıdunrinn
avoloyio aus der spartanischen
Staatsvrerfassung beseitigt und da-
166 NHAATANOZ 508B
Bxtdog ÖNoVrog 6 Aoyog Nulv doriv, @g 00 Öixaosvvng
xal EOpE0GVYnS arnjosı sudnluoveg ol Evdaluoveg, xaxiag
ö8 ol &BAıoı,n) el oV9rog aAndig Earı, Onenteov Tl Ta Gvu-
Beivovre. va no00dEv Exsivo, & Kaiklxisıg, ovußal-
vs navıa, Ep ols GV us 1000, Ei Omovdagnv Asyoıuı,
Aeyovra Orı xarnyoonteov ein nal avroü xal vieog xal
Eralgov, dav rı adırn, Kal rij bnrogay Eu Toöro xXen-
Cordov xal & IloAov aisyvvn @ov ovyywgelv, aAnd
zpa nv, rò eivaı To Adızslv Toü adızslodar 0CWrEp
alsyıov, ToGoVTW xdnıov‘ al Tov ueAloven OEDaS
6nToginov Easadeı Ölxnıov &oa dsl eivar xal Emiorn-
kova av ÖLxaiov, 6 av Iogylav Zypm Ilöiog di ai-
oyvvnv 6uoAoyijoaı.
für die yenusrgınn dvaloyla ein-
geführt. — zAcovs&iav: mit Be-
zug auf 483 c., 490 c.f. — yeo-
verolas y. duelsig: Da S. 487
b. ausdrücklich bei K. allgemeine
Bildung in der damals üblichen
Weise anerkannt hat, so istnicht
anzunehmen, dass er durch den
Vorwurf, “du vernachlässigst die
Geometrie,’ ihm die Kenntnis
derselben, die einen wesentlichen
Bestandtheil des höheren Unter-
richtes bildete, abspreche; er wirft
ihm nur vor, dass er die Bedeu-
tung derselben in der natürlichen
und sittlichen Weltordnung ver-
kenne, Eine solche Betrachtungs-
weise lag für Pl. um so näher,
da ihm die Mathematik eine Vor-
stufe zur Erkenntniss der Ideen
ist. Repbl.7, 526 d. f. — elev:
8. zu 466 c. — Esleyureog: 8.
zu 467 a —
B. @s 00: nach ZEeidyysıv
ist nicht der Inhalt der zu wider-
legenden Behauptung gesetzt, son-
‚dern der zu erweisenden. Ver-
gleichbar hiermit ist der Gebrauch
der Negation nach Verben des
Leugnens u, Verbietens. Uebri-
gens gehört 00 zum ganzen durch
og eingeführten Satze, also auch
zum zweiten Gliede xunlag -
Adlıoı. — Ti ca svußalvorza:
Der Singular r/ fragt, was für
ein Gesammtresultat die Folge-
rungen geben. Kr. 61,8,2. Ueber
ovußaivev s. zu 459. — fntiva:
4802. ff. — &p’ olg: weswegen.
Kr. 68, 41, 6. — Noov: 481 c.
— ml rodro: 8. zu 480 b. —
eloyuvp: 8. zu 490 c. Damit
gleichbedeutend steht unten c.
dv aloyvvnv. — Bov:, 482, d.
vgl. 487 b. — vanb̃ don nv:
Das folgernde aga (s. zu 448 a.)
beim Imperf. zeigt an, dass
der Redende über etwas früheres
erst nachträglich die rechte Ein-
sicht gewinnt. vgl. Kr, 53, 2, 6.
Xen. Kyr. 1, 4 11. © „maides,
@g dpa dpivapoöuer, 6 Orı ca &v
zo zugadslon Imgia Eingo-
wer. d.i. “jetzt erkenne ich erst,
dass wir u. 8. w, Soph. Phil. 978.
68’ (Odysseus) 7% &eax 6 £vile-
Paov ne. —
C. 0 elvar....: Der Inf. mit
Art. als epexeg. App. zum Nentr.
des Pron. s. Kr. 57, 10, 7. vgl.
508E TOPTIA2.
64
167
Tovrov Ö& ovrmg £yovrav oxnsd@usde, ti oT
dorlv & au Euol Ovediisig, dgm aaAug Asysıaı N 0%,
os &ow Eyo ouy olos T siul Bondijcan ovrs duavr®
ovrs av plAmv ovdevi ovö} Tav olxelov, 0v0’ dxco-
oc 2x av ueylorov xıvövvov, ein 0: dl vo Bov-
Aousvo, Doxsg ol Arıuoı Tod EHEAovros, Av TE TU-
rev BovAntai, TO vEeavıxov ön Toüro Tod Aoyov, &xlD
xooons, av Ts yonnara apaıpsichenı, Eav re Eußal-
Aeıv Eu vis moAsms, &av Te, To Zoyarov, daoxtelvar‘
xal ovra Önxsiodhe: navrav Ön aloyıorov &orıv, sg
6 005 Aoyos. 6 Ö& ön7 Euog Oorıs, noAdanıs ulv non
etonror, ovölv ÖL awAvsı xal Erı Adysodaı" 0% put,
@ Kuiklnisıs, 10 runteodeaı Emil: nogens aölsos ei-
oyorov sivaı, 0UÖE ya To rEuvsodaı oVrs to Oüu«E
rò &u0v ovrs To PaAdvrov, ala TO Tunısv Hal
dub xal ra Eua adinms nal reuvsv xal alsyıov al
xaxıov, xal aAdnzeıv ye aua anal avögumoditsoda: xal
toıyagvzeiv xal ovAinßönv Oriodöv adınelv xal dub
zu 469 e. u. 474 e. — Epn Il:
461 b. —
Övsıdifeig: 486 a. F. — 0%
#uaAcöc...: nähere Bestimmung
des xl zor’ dorlv. — og dee:
Kr. 69, 8. — elul 62 dal vo Pß.
...: "sondern dass ich in des er-
sten besten Gewalt bin (jeder-
mann unterworfen bin, dem seine
Ueberlegenheit gegen mich gel-
tend zu machen beliebt), wie die
Geächteten jedem, der will, preis-
gegeben sind. Ueber &z mit Dat.
der Person zur Bezeichnung des
Unterwürfigkeitsverhältnisses s.
Kr.68, 41, 9. vgl. C. 463 A. c.
Hiermit gleichbedeutend ist die
unmittelbar folgende Constr. des
prädie. Gen, (roũõ &#eAovrog).
Kr. 47, 6, 4. vgl. C. 408, 2. Soph.
Ant. 737. nolıg 00% Fo Nrıg
&vöoos &09” Evoc. Ein Unterschied
der Bedeutung zwischen BovAouas
und Heio ist hier, wie an vielen
Stellen, nicht bemerkbar. —
D. 79 veanıxöv...: “was ja
das jugendlich kräftige Wort in
deiner Rede war. Ueber den Acc,
als App. zu einem Satze s. zu
507 e. vexvındv, worin ironische
Beziehung auf 486 a. liegt, ent-
hält hier, wie öfters, den Neben-
begriff ‘keck, übermüthig, und
spielt zugleich auf dieJugend des
K. an. — £nl xögons.. .: 486
e. — Eiußarleıv: 8. zu 466c. —
to Eoyarov: ‘was das ärgste ist.’
— og 0 005 Aoyog: 486 a. (0vx
œloxoov done url.) — BE ÖN:
8. zu 452 b. —
E. rò zeuveohar...: "Schaden
zu erleiden an meinem Körper
oder am Vermögen. ròô fßalo»-
zıov Teuveıy, oder mit einem
Worte faAu»tıoronsiv, 'Beutel-
schneiden,’ ist der volksthümliche
168 IAATQNOSI 508E
zul za Eye vo ddıxodveı xal xdrıov xal alayıov eivaı
n &uol rö adıxovusvo. tedre nulv Avon Exel Ev rolg
#006®E Aoyoıs ovrm pavdvra, as Ey Akya, nardys-
50901 xul Öedster, aa sl aypoınorsgov vı ustu Zar,
röngoig zul adauavzivomg Aoyoıs, @g Yodv dv Öoksısv
oUrwal, 0Ug GV El un Avdsıs N C0U TIg VERVInWTEEOS,
004 olov re aAAms Akyovıa 7 og ya vöv idym xaAdg
Asysıv“ Enel Euorye 6 adrog Aoyog doriv dsl, Or yo
revra 00x olda onwg &ysı, Örı ufvroı @v Ey Evrs-
TUuynau, Boxsp vüv, ovdelg olog T Eorlv KAAmg Akyav
un od xaray8iuorog’ elvaı. &yo ulv 00V ad Tidmu
Breöre ovrws Eysıv' ei Öb ovrwg yes “ul ueyıorov
av aanav doriv n adınla ra adınoüvu xal Zr Tov-
Tov ueilov ueylorov Övros, el 0l0V Te, TO adınodvra
un dıdovaır Ölamv, tiva av Bondsev un Övvansvos
avdgmnos PBondelv Eavra arayeiacrog Av ıT aly-
Belg ein; &g od ravıyv, Arıg anorgkusı ıyv weylornv
nucv BAaßnv; ala woAAN avayın tavınv elva nv
Ausdruck für @paıpeiohe: yor-
para (466 c. u. 6.). — aloyıov
xal aanıov: Eine gewisse grata
negligentia, welche derDialog als
Nachahmung des wirklichen Ge-
spräches nicht scheut, gestattet
die Wiederholung dieser beiden
Ausdrücke, die den Hauptbegriff
enthalten, in demselben Satze. —
vom ...: insbesondere 479 e. —
509 A. xalel...: "selbst wenn’
u. 8. w. Kr. 65, 5, 15. — &ygoı-
ROTEROV: 5. zu 462 e. vgl. 486 c.
adunavrivorg: &dcung “Stahl,
zur Bezeichnung des höchsten
Grades von Festigkeit und Uner-
schütterlichkeit. Repbl. 2, 360 b,
oVöslg Av ydvoıro 0UTwg AöR-
navrıvog, OS av uelveıen Ev rj
Önasoovsn Kr. — Y00V: 8.2u
447 C. — VERVIXOTEHOG: 8. zu
508d. — allg Akyovıa: Leber
die Ergänzung des Subj. s. zu
456 d. — Euorye .. . det: vgl.
482 a. — our olda Ommg Eyei:
s. die Ein. — wo» & dvrew-
zyne: 8. zu Prot. 36le. — un
ov x. yeveodaı: 5. 0621 c. vgl.
zu 461 b. — utv our: s. Kr.
69, 35, 3. C. 637, 2. —
B. si ole» re: indem der Sup.
eigentlich fernere Steigerung aus-
schliesst. — 6 «&d. un dıdovaı
ö.: vgl. 472 e. 479 e. — tive
av Bondeıav. . .: "welche Hilfe
muss ein Mensch sich selbst nicht
zu leisten vermögen, um in Wahr-
beit lächerlich zu sein?’ s. zu 451
a. (n zeol.. . . dorıv). — ao
0%. nonne. 8. Kr. 69, 9. C.607 A.
— juov: abhängig von @zore£-
zsıv. Kr.47,23. O. 424. — n0l-
An avayın: vgl. 467 e; 507 a.
u. zu 450 a. — ravınv alvaı
509 D rTOPTIAZ. 169
wioylsınv Bondsnv, un Övvasdaı Bondetv unge wur®
Be roig cvroũõ plAoıg Te Hal oixsloıg, Ösvrigav ÖLC
zyv Tod Ssvripov xuxoü Hal Tolrmv nV Tod rolrov
ze) rar 0VTOS, Mg dudgrov nuxod WEysdog nepv-
xeV, oßro xal naAdog Tod Övvarov eivar dp Exaaıe
Bondelv za awisydun tod un. apa Allg Nodrmg ya,
© Kuarllnlsıs;
KAA. Ovn aAAos.
65 ZN. Avolv 00V Ovrow, roõũ Adınsiv rs zul aöı-
xsiodeaı, welfov uEv pausv xanov To Adınsiv, EAarrov
d: To adınsladaı. Ti 0UV av XupKOKEVERCAUEVog &v-
Hownos Bondnesisv alrd, Bars auporspag rag Wpe-
Aslag tavrag &ysıv, nv TE Ano Tod un dbınslv xalD
tiv dnö Tod un Adızeiodheaı; zorspn Övvanıv n Bov-
Ansıv; ode Öt Adym' zorsgov dav un Bovintar adı-
xelodnı, 00x Adınnasrai, 7 dav Övvanıv NaQROHEU«-
omaı tod un adınsiddaı, 00x Adıındsrar;
KAA. Aykov 6n Toüro ys, Otı &av Övvapıv.
ER. Ti 68 6n Tod adıxsiv; noregovV dav un Bov-
nv aleyloınv...olxsloıg: man
würde zunächst erwarten alozı-
cTov sivaı ravınv nv Bon-
Heınv un dvvaodaı Bondeiv, das
zu dem ganzen SatzegehörigePräd.
aloyıcrov ist, wie häufig, in sei-
nem Genus zu dem Obj. nv ßon-
O:iav constmiert Tavrnv nV
Bondsav aloylornv elvcı un
Övvaodaı Bondeiv. Auffallend
istnurdie dann eingetreteneWort-
stellung ravznv slvaı nV al-
. oylornv BonFeıav. Die entspre-
chende Erklärung gilt für den
folgenden Satz Öevrepov ri. d.
h. Ösvregov elvaı nv Too dev.
tigov naxov Bondsav un Öv-
wootcı Bondeiv, ToLltev Tnv Tod
voltov xunoo Bondsıav un Öv-
saodaı Bondeiv. Zu dem In-
halte diesesSatzes vgl. aus demGe-
spräche mit Polos 474 b., 479d.,
und dem mit K.486 b., 508c. —
O. du’ Enaore: 8. zu 483e. —
tod un: näml. Öuvarow elvar
Bondeiv. s. zu 458 d. — age:
8. zu 450 c. —
Övoiv o.övrow: näml.xaxoir.
Die vorbenannten ersten zwei Stu-
fen sind in «dıxsiv enthalten. —
ti 0. dv HRQKOREVROAWEVOR +...
‘was müsste sich nun ein Mensch
verschaffen, um sich helfen zu
können, so dass’ u.8.w. — @gpe&-
Aelag: 8. zu 477 C. — dR0 T0B
...:8. zu 453 b. —
D. adınnosza:: Ueber die pass.
Bedeutung des medialen Fut. s.
Kr. 39, 11. vgl. C.266. — d7-
Aov ON: 8. zu 478 0. — OU
dav Övvapıv: d.i. Or &vdgm-
nog 00x adınnosıaı, dav Öuna-
170
JIAAT2QNOZ
59E
Amcoı adızslv, Ixavov roörT Eorlv — 0U yap Adızjaa
B— 7 xal dl zoüro det Övvaulv zıva xal regvunv z0-
000xEVvAGRONaL, Mg, Eav uN nad avra xul 20x0N,
adınnosı; tl 0U% auro yE uoL roüro dnexpivo, a Kal-
AMxisıs, nOTEE0V Hoı doxodusv 00daS avayxasdnvar
OpoAoystv Ev rolg Zungoodev Aoyoıs &ya re xal IIo-
Aos 7 00, Nvina owoAoynoausv undeva BovAdusvov
abdızslv, AAN Kxovrag Toüg ddınovvrag mavrag adınelv;
KAA.”Esto 001 Toüro, @ Ziuxgarss, odrms, Ivo
ÖLarspavng Tov Aoyov.
22. Kal En todro &oa, wg doıne, KapRoxEvaoTEoV
&orl Övvaulv tıva xol reyvnv, Onag un dödınoonev.
KAA. IIavv yes.
ER. Tig oVr nor Earl veyvn vis zapaaxsviÜg Tod
undtv adıxsiodeı 7 @s OAlyıora; axdıpaı sl Gol doxel
n20 Euol. Zuol ulv yag doxst Nde' 7 aurov Apyeıv
Öeiv Ev ij noAsı 7 anal Tugavvelv, N TS vᷣraoxovong
roAırsiag Ereipov sivaı.
WV Tov un ddınsioheı zage-
axevaonıaı. — rl d} 87 Too
adınsöv: "wie verhält es sich nun
aber mit dem Unrechtthun ?”’ Um
den Gegenstand der Frage bei
einem Gegensatze oder Ueber-
gange anzukündigen, wird der
Hauptbegriff mit z{ d& vorange-
schickt, worauf das dazu gehö-
rige Präd. in einem zweiten Satze,
gewöhnlich mit einem anderen
Fragewort, folgt. In dieser ellip-
tischen Constr. erscheint das Nom.
meist im Nomin. als Subj., Repbl.
1, 341 c. ze ÖE£ avßegvnrns; 6
eds nußeovnzng vavıav &g-
zo» dorlv N vavıns; bisweilen
steht der Acc., regiert von einem
aus dem Zusammenhange zu er-
gänzendenVerb. s.zu 474d. Selte-
ner findet sich der Gen. (Kr. 47,
3, 3.) in der Bedeutung “was...
betrifft (= eg mit Gen. s. zu
469 a.). Phaid. 78 d. ri dt rev
nollav xuAav, olov ardom-
n0v N LnNOV; apa xara Ta
avıa Era. —
E. avıa: näml. 79 dvvapın
xal ınv Teyunv. 5. zu 465d. —
tl... drexolvo: 'Beantworte
mir doch grade dies.’ Ueber die
imperat. Frage 8. zu 468 c. Ueber
die Bedeutung des Aor. s. zu 503
b. — dv rois Zumooadev Ad-
yoıg: 468 d. f. —
510A. foro . .. . odrag: vgl.
504 a. — dıarsousns oy A0-
yov: Ueber die Bedeutung des
dia 8.2u 506 a. — tig... OAL-
yıora: “mit welcher Kunst nun
setzt man sich denn in Stand, gar
nicht, oder möglichst wenig Un-
recht zu leiden ?? Ueber undtr
ad. 5. zu 475 d. (ovölr Plaßr-
\
510C TOPTIAZ2. 171
KAA. Ooäs, © Zouxgarsg, as &ya Erormog eluıB
dxewvstv, &v xcaũſs Adyns; TOodTO wor doxsis ndvv
xeAds EionKevaı.
66 ER. Zxonsı 6n xal ode davor dox& &U Akysıv.
plAog wor doxei Exacros Eudern slvar @g olovre ud-
kuora, Ovnep ol naAnıoi Ts xal Gopol Adyovaıv, 6 0-
KoLog TO Opolm. oð xai Golf;
KAA. Euous.
ZR. Ovxodv õmnovu TUgavvOg Eorıv Koywmv üyguog
xol analdsvrog, ei Tıg Tovrov &v ıy noAsı moAd Bei-
riov ein, gYoßolto ÖNNov av KuroV 6 Tupavvog al
tovrm EE &navrog Toü voũ 00% av zore Övvarro gpl-O
Aos yeveodaı;
KAA.’Eorı taüvra.
22. Ovds ya el tig HoAd Yavioregog Ein, 0üß
oe). — nrse: d.i. el sol donsi
avın n reyvn elvaı Üreo 73.
vgl. Prot. 340 b. — £uol uv:
s. zu 454 d; 506 d. — deiv:
abhängig yon Öoxsi; der ganze
Satz 7 aurovV... elvaı ist Er-
klärung zu nde.. — N aolr.:
d.h. ‘man muss entweder selbst
herrschen, auch in dem Falle,
dass man dies nur als Tyrann
kann (herrschen unter jeder Be-
dingung, soger als Tyrann), oder
u.8.w. Ueber xl s. zu 450 c.
Aehnlich Soph. Oid. T. 2838. el
8’ sıwnoeo®e, nal Tıs N
dhov deloas Erwoeı Todmog
N 1adTod code arl. — TS dr.
oA. Eraigov: “Anhänger des be-
stehenden Systems. —
B. öo&s ....: Man beachte
den lebhaften Beifall des schon
lange dem Gespräche mit ent-
schiedener Unlust folgenden K.,
da jetzt S. nach seinen Grund-
sätzen (vgl. bes. 484 a; 491 d;
492 b.) zu sprechen scheint. Eben
so benahm sich Polos 475 a, —
oxozsı ÖN: 8. zu 449 a. —
av: 5. zu 4520. — og olor
Te —— Kr. 49, 10, 3, —
OVrEQ. “Mir scheint einem
jeden möglichst sehr derjenige
Freund zu sein, von dem es die
alten Weisen behaupten, nämlich
der gleichgeartete. Odyss. 0218.
&s alel ‚209 640809 aycı Veög
sg 70V Onolor. Plat.Lys. 2142,
Symp. 105 b. 6, yap mahuLög A0-
yos &d Fyet, as Öuoıv Önolm
ael nelafer. Phaidr. 240, Mlıno
yüg nal Ö muAmıög Adyog T£g-
aeıv Tv Nina. Cic. de sen. 3, 7.
pares cum paribus, veteri prover-
bio, facillime congreganlur. Ueber
Enaorog Endoro und Ö ÖuoLog
to öuolo s. zu 459 d. — Q-
voros, ao} amaldzvrog: gehört
zu TVERVVog; &0Xmv ist Präd,
(koyav Earl == &pyeı). — ToV-
zo: 8. zu 493d. — EE &novrog
Tod vod: “von ganzem Herzen.
Kr. 68, 17, 9. Il, ı, 486 && $w-
LO gıldav. —
C. dvvaıto: 6 Belrlov. Ueber
172 MNAATSNOZE 510C
Ev oorost Kurepgovol yap Av aUroü 6 TVERVvog al
od &v notes lg g0S PlAon ErovöcseıEr.
KAA. Kai teür And.
Zn. Asinsraı KL Euslvog uovos ktos Aoyov plAog
TO TOLOVT@, OS Ev 6KONINS MV, TRUE“ vEyav xl —
vov, een &orsodaı zul Vnoneladaı To KEXovri. ovrog
D uEya dv tavın ri noAsı ÖvvYaeran, Toürov ovdckg yalpwv
adınnası. 0uy odrag &ysıp
KAA. Net.
ER. Ei &oa rıg Evvonasısv dv Tavıy ıy moAsı av
veav“ tive &v roonov &ya ufya Övvalunv xal undeig ps
@dıxol; 7 avın, ws Eoıxsv, auro 000g Eorıy, evdug &%
v£ov E&Hifeıv aurov roig avrois yaigsıv xal &ydsodeı ro
Ösorxorn, xal napnoxsvafeıv Onwg Or palıora OoLog
Zoraı Enslvo. 00y obrog;
KAA. Nüi.
den Wechsel des Subj. vgl. Prot.
920 a. — ſSort ravre: 8. „zu 507
— 233 ovôꝰ cu...:
Das erste ovdE reiht den ganzen
Satz negiert an den vorhergehen-
den; das zweite bezieht sich spe-
ciell auf oorog. s. zu Prot. 332
a. Phaidr. 278 e. ovoe ydo oüdk
ròov 00V Eraigov dei mageldein.
II. ô, 512. od ua» 000° Ayıkevg
hagvaraı ... — 0dr08:
näml. dvvaıo plAog yeveohat.
—. m006 Yllov onovöcdssıv:
würde ihm nicht Aufmerksam-
keit wie einem Freunde erweisen. ’
Repbl. 3, 403 b. odzag‘ öpıkeiv
zoös 09 ris crovödson, orug
ac. — TO zoLoVT@: näml. Tv-
gdvvo. — Önondns: genauere
Bestimmung des obigen Oworog.
— tadrd ... Emaıvar: AlsEr-
klärung dem ön. &v subordiniert.
vgl. Sall. Cat. 20, 4. idem velle
atque idem nolle, ea demum Jirma
amicitia ‚est. — vroxsiohea: d.i.
Unaxovev. — dvravıy ci "0-
Ası: d.h. von der ‚eben die Rede
ist, öxov Tvoavvog dorıv. —
. D. tovörov: Ueber die nach-
drucksvolle Wiederholung des
Pron. (Anaphora) vgl. Kr.59, 1,
3. — ovdeig yalgonv ddınası: :
nemo impune injuriam inferet. Kr.
56, 8, 2. ‚Soph. Aut 758. @Al 00
.... zuigav Er poyoıoı dev-
vaozıg we. — ig: verbinde zug
tov venv. — El... Evvonosisy
.2otıv: Mit einer in allen Spra-
chen zulässigen Kürzung ist der
zunächst zu erwartende Nachsatz
‘so würde er finden’ ausgelassen
und sogleich der Inhalt dessel-
ben ‚gesetzt: Edg01 av, Ir N
adın Odog dorıv. — N adry.
6öög : näml. der so eben mit ds
MW... — angezeigte. —
2 . Edifsıw: 8. zu 5108.
veon: 8. zu 483je. — TU-
guoneudfeın: Auch mit diesem
Verb. ist coròor zu erbinden.
Phaid. 67d. ysAolov av ein ür-
dga napnoxsvafovd Euvrov du
511B TOPTIA4Z 173
ZR. Ovxoöv rovrp ro ulv un adızeiaheı xal ulya E
Övvaadaı, 5 6 Uusregog Aoyog, Ev ij noAsı ÖLams-
nouberan.
KAA. IlIavv yes.
ZR. "Ag O/u xal ro un ddınsiv; n moAAod Öst, sizep
Gnotos doraı TO üpyovr Ovrı aölx xal zep= TouspuLye
Ovvnossas; WAR oluat Eyoys, zav Tovnavılov ovrwol N
zagaoneun &oraı KUrÖ enl TO olm res sivaı os ahslora
ddınsiv zal ddıxoüvıe ug dıddvan Öluyv‘ n yap;
KAA. Doaivscaı.
22. Ovxoüv ro uEyıoıov aurd #ax0V vrapkaı no- 511
19196 Ovrı nv duynv zal AsAmßnucvo dıa vw wi-
Kuno Tod Ösonorov xal Övvanıv.
KAA. Ovæ oil’ önn GTpEpEILgS Endiorore roüᷣg Ad-
yovs vo xal xira, @ Zoöngareg n 00% olada Orı
0VToS 6 uNovusvog TOV un BıuovuEvov Ensivov AXo-
xvevst, &av Bovinteı, xal Apampnesıaı ra Ovra;
22. Oide, @ yads Kalklxisıs, el un aopogy elut,
xal 00U axovmv xal IlmAov Agrı moAdaxıs al tov
To pp. .. oõro $1v xrd. Apol. 0v 8.2u 481 c. Ueber den Acc.
39 d s. zu 467 b. — Enl iO... .:8
E. 16 ubv ... .: Der Gegen- zu 480 b. — va .. . ddt-
satz folgt unten in veränderter
Constr, de’ 03V nal zo um döı-
xeiv; statt zO Ö8 un] ddınsiv.od
dıunenguferau. vgl. Kr. 69, 85,
3. — og06 Yuerepog Aoyog: 466
b. f. Was dort P. erklärte, machte
auch ‚E. fortwährend geltend; da-
her duerepos. Ueber die Constr.
s. zu 463 b. dd: 8. zu 450
c. — 04108 dei: 5. zu 474 b.
— eineo 0. Zorar: "wofern vor-
ausgesetzt wird (Bedingung ist),
dass er ähnlich ist (wenn er ähn-
lich sein soll) u. s. w. Ueber das
Fut. in allgemeinen Annahmen
s. Kr. 53, 7, 1.u.38. — 100
Todvanzlon: ‘ ganz im Gegen-
theil? Ueber die Bedeutung von
xoovrœ: 5. zu 492 b. —
5t1 A. Övvanın: d. i. seine
eigene, durch wlunaıs vov de-
oxorov erlangte Macht. — 00x
olö’ 6x9 ...: ein ähnlicher und
mit eben so vieler Berechtigung
gemachter Vorwurf, wie 482 e.f.
— vo xal xdro: s. zu 481 e.
Theait. 195 c. örav av xaro
todg Aoyovg Fr tig UnÖ vo-
Belag ari. —
B. ei un xopog y' elui: Das
Bittere der Antwort wird noeh
erhöht, wenn man annimmt, dass
der hitzige K. seinen Aerger
durch überlaute Sprache bekun-
dete. — 009 dxovms: sOwohl
eben jetzt als auch früher 486b.
B
174
IAATQSNOZ
$511B
aAlmv OAlyov navıov av Ev ıij noAsı" dAid ul av
&uod &xovs, Otı anoxzevei ußv, Av Bovimtaı, aAid n0-
vno0S MV xaAdv aayadov uvre.
KAA. Ovxoüv toöro 6n xal 10 ayavaxınıov;
ZR. Ob voöv ye cyovri, ds 0 Aoyog Onualveı. N
olsı deiv Todöro zapaaxsvafesdnı Kvdgmnov, os aAst-
oTov y1oovov Ev, xul ueistdv rag Teyvas Tavıas, ad
cnuäs del Ex Tov xıvövvov awfovoıw, Bone xal nV
ov nelsvers Eub weisrav nv ÖmTopienv nv Ev Tols
Ötxastnoloıs Ödıaawtovder ;
KAA. Neal ua Al 00805 yE oo ovußovisvov.
Z2. Ti öE, © Beiriare; N nel roũ veiv dm-67
ornun osuvn is 00oı Öoxsl eivar;
KAA. Ma Al oᷣx &uoıye.
22. Kal unvaatsı ys nal avın dx Bavarov Tovg
avdgWmovs, Hrav sig tolodrov dundowcıw, 00 Öst Tav-
ns tig dmiornuns. ei Ö adın o0L'doxei ouıxga eivaı,
DEym 00 welfova tavıng oo, nv nußspvnrunv, 7 0%
KOVov Tas Yuräag owkeı, aAdd xal ra Odluara xul Ta
yonuare, &% TOv doyarmov xıvövvov, DOREEN 6nTo-
ern‘ al avın ulv noocsstaAusvn Earl xal xoopie,
— Iloiov: 466 b. f.u.d. —
oAlyov: 8. zu 472 2. — Axove:
prägnant “lass dir gesagt sein.’
Denn S. hatte bereits diese Be-
hauptung des P, u. K. gehörig
beleuchtet. — xu4109 xayadov
ovra: 8. zu 470 e. Als Obj.
ist 709 un) WıLOUWEVoy zu wie-
derholen. — os 6 Aöyog onual-
ver: wie aus unserer Erörterung
folgt; eine dem Pl. sehr gelän-
fige Redensart. vgl. 527 c. —
NV Od...: 8. zu 469 c.
— uslevsıg: AB5 ef. — vol
pa AU: 8. zu 483 6. — ö. ye:
vgl. zu 459 b. —
ogusn vis: vgl. zu 456 a. —
vol unv: 8.2u 452 c. — rotoſv-
tov: näml. alsdvwov. — 00:
Ueber die Beziehung des prono-
minalen Adv. auf ein Nom. s.
Kr. 66, 3, 1: Ueber die nämliche
Constr. im Lat. s. F. Schultz
lat. Spr. 313, 2. —
D. rag yvyag: “das Leben,
wie so oft im Homeros z.B. Il. z,
257, 161. Od.y, 74. — adrm:
näml. 7 xußeovnrınn. — nG00-
. eotaluevn: "eingezogen, be-
scheiden. Die übertragene Be-
deutung ergibt sich aus der ur-
sprünglichen, in so fern dasPassiv.
fast nur von eng anliegenden
Kleidern (zırav mooasoraAuE-
09) u. &. gebraucht wird. vgl.
im Lat. adstrictus (Tac. Germ.
5I2A TOPTIAZ. 175
xal od Osuvvvera Laynuarouden @S UrEENPaVOV Ti
diangarroutvn, ala ravra drangakaudvn 7 Öıxavırn),
dav utv E& Alyivns Ösügo oWen, olumı dv OßoAovg
izodkaro, dav 63 &E Alyuarov n x roõ Ilovrov, dav
xaunoAv, TaUTnS Tis usyaing Edepyedias, Gudad dE
vov ön EAeyov, xal avrövxal zaldas zul yonjuara za
yuvalxag, anoßıßasae sis rov Audva ÖVo Ögpayuds
inoakaro, nel avrög 0 Eymv zyv vegvnv anal Tadre
Sıangakausvog Eußas mapa ınv Halarrav xal nv vadv
zspınarel &v ustolw aynuarı. Aoylksodeı yao, oluaı,
dnloreraı, Orı aöNA0V dorıv, OVOTLVdg TE BpEAnxs TOv
ovunisovrav 00x dacdaz xuranovradijvar — —
vœg EBiawev, sidws Orı oVölv avrovg BeArlovg £Eeßl-
Bassv n oloı &veßnsev, oVrs Ta Euuara oVrE Tag Yv-.512
gas. Aoylksıaı oüv, Orı 00%, &il uEv Tıg weydäoıg al
dvıdroıg voonuadı xark TO Ocua dvvszousvog UN ams-
17. veste...stricta et singulos ar-
tus exprimente. Ann. 3, 55. ad-
stricti moris auctor Vespasianus
Jfuit.) — nal noaula: s. zu 447
a. warozıy Eoprs). — Ti dı-
navın]]: Öinavınn ist oben durch
nv bnTopınnv nv Ev roig dı-
„aoregloıg Öracwfovonv erklärt
worden. — dv’ 6ßoloög: unge-
fähr zehn Neukreuzer. — $roc-
£aro:: ‘pflegt sich zahlen zu las-
sen. Ueber die Bedeutung se. zu
Prot. 328 b. vgl. Apol.19 d; 31
c. Ueber den Aorist s. zu 484 a.
— dav zauroiv: näml. nodt-
eyTai. — TOUNS . . . EUEQYE-
olag: für diese grosse Wohlthat.’
Ueber den Gen. mercis bei den
Verb. des Schätzens u. dgl. vgl.
Er. 47, 17, 4 u. 11. 47, 17, Io.
2. Xen, Mem. ], 6, 11. ovddv«
zns ovvovalas (für deinen Un-
terricht,) &oyvgıov mgdrrN. —
. vöy dn: näml. d. 0v wo-
voy Tag Yuyas aıı. — 00
Öoazuas: die Drachme ist im
Werth von 6 ößolol. — rav-
ta: näml. das owfer, azoßı-
afsıv. — &v uerglo aynuerı:
in unscheinbarem Aeusseren. u8-
roıog bedeutet hier, was oben
durch mgo0soraAusvog nal xd-
owıog bezeichnet wurde. oyjux
geht nicht sowohl auf die Klei-
dung als vielmehr auf die Hal-
tung; 0% seunöveren, — 09p8-
Anne... EBAarpev: Ueber die
Verbindung des Aor. mit dem
Perf. vgl. Kr.53, 6, 1. — oöd!v
a. Beirlovg: s. zu 453 b. —
518° A. örı 00x... .: DieNe-
gation gehört zu dem unten fol-
genden Hauptbegriffe rovro Pım-
t&ov &orl. Nicht selten erschei-
nen im Griechischen zwei Sätze
durch u8v...de... grammatisch
coordiniert, deren erster dem Sinne
nach dem andern subordiniert ist.
Ueber die Verbindung ed uEv.. .,
ovrog iv... el dE..., TOovro
NAAT2NOZ 3512 A
176
zviyn, ovrog ubv &BAıog dorıv Orı 00x amsdeavs, zal
ovölv vH avrod aypllnaı‘ el dd ig Apa dvra tod
GaurTog TIMImTEo@, NM bvyd, noAla voonuara Eyes
sol avlara, tovra 0b Bıaedov dar xul Toürov OVN-
081EV, &v 15 dx Dalarınz Av rs &u Öixaornglov av rs |
B &AAodev OnodEVoUV OWN, AAA oldEV, OTı 00% KusLvov
dazı iv TO uorINEH Avdpmunn‘ xuxds yao dvayan
dar Ev.
Aw Taüre 0% vouos dar) osuvvvsche: Tov #v- 68
Bsovnenv, nalneo oufovre juäs“ ovdd ys, & davuc-
Gus, TOV UNKAVoRoLöV, 0g OUTE GTEKTNYAd, un OT %V-
Bsovnzov, ovrs KAAov oVÖsVög dAdıro Eviore Övveraı
oofsıv“ moAsıg yap Eorıv Ors OAug Gwteı. un 00L do-
xEl rare T0v Öisavırnov eivar; xalroı el BovAoıro A-
ysıv, @ Kuiklaisıg, üreo duels, HEuVUVAV To NoKYRR,
Cxarayadsızv dv Vuäs tolg Aoyoıs, Akyav al rape-
xuAcv End To Ösiv ylyvssdaı unyavoroovs, dg oVÖLV
zeikd Eorıv‘ Inavos yap aura 0 Aoyos. alla au oVölv
d2... vgl. Apol. 28 e. — ue-
yalos 2. VOONUa0 . . . 0UV-
‚Kriegsmaschinenbauer ; denn von
"Belagerungswerkzeugen ist u7-
ezousvog: vgl.479 a. ef rıg roig
eylororg x. — anenviyn:
ertrank. „vgl. zu 471 c. — 00-
ölv.. . Speimrar: s. zu 475 d.
— zovrw 68 Bımreos dor: dem
Gedanken nach vgl. Krit. 47 e.
— övnosıev: Ueber die Verbin-
dung des Optat. mit dem Indie.
im abhängigen Aussagesatze, wo
jener etwas wahrscheinliches, die-
ser eine feststehende Thatsache
bezeichnet vgl. Kr. 59, 2, 7. 54,
6, 2. Prot. 335 a. Sehr auffällig
erscheint der Opt. nach vorher-
gehendem Hanpitempns. (C. 528.)
B. ausıvov & . &jv: näml, ale
das Gegentheil. — &vayın dorl:
Ueber die Setzung des Verb. s.
zu 484 d. —
03 vonog Earl:
Brauch.
‘es ist nicht
— 709 UNYAVOROLOV:
yarn j militärischerKunstausdruck,
— un Oz: “geschweige denn.
C.622, 4. Kr. 67, 14, 3. — un:
Ueber un als Fragewort mit Vor-
aussetzung verneinender Antwort
8. C. 608. Kr.64,5,3. vgl. Apol.
28 d. — xara T09 Öinamınon
elvaı: “dem Gerichtsredner gleich-
gestellt ist. Ueber ara mit Acc.
im Allgemeinen zur Bezeichnung
der Vergleichbarkeit un. ä 8. zu
454 c. Symp. 211 d. avzo zo
xalov div note löng, 00 xard
yguolos ze nal ohne .. . do-
Es 001 eivar, dem Golde ähn-
lich.’ Öinavınog der Hauptsache
nach = Gmrogınos. s. zu 5lld.
— öueis: näml. of drrogss. —
C. naganeıar ini vo deiw y.
. . .: mit ironischem Bezuge auf
485 e. f., wa K. dem S. zure-
512 B TOPTIA2. 177
Nrrov aurod xurupgoveig xal tig rEyvng tüs dusivor,
xl os Ev Ovsidsı anonaidsaıs Av unyavozomov, xul
to viei avroü ovr av doüva, Huyardpa dHEAoıs, owT
dv avrog To davrod Außelv nv Enelvov. »alroı &E
av Ta oavrod dnmwveis, vivı dıxalo A0yo TOU unra-
VoX0L0d xurappovsis xal tuv Kllmv av vov Ön äls-
yov; old orı palns av Beirlov elvaı xul Eu Beiro-D
vov. vo 08 BeAtıov ei un &orıv 0 &yo Ayo, dAA- auto
roũr £orlv agsın, TO GWLsıv wurov xal T& Eavrod Ovra
020L0g tig Ervye, xaraysiustog dos 6 Yoyog ylyveraı
xul unyavonoıod xal iarpod xal av KAAmv Teyvov,
00061 Tod Gwfsıv Evsxa nenolnvra. dA, © URxEpLs,
00« un &AAo Ti TO yevvalov xal Tö-ayadov ij Toü 0@-
sv re nal omLtsodeı. NÖU yag roüro uiv zo Ejv' ö-
2060v Ö& xp0voV, tov ys wg dAndüs Avdon dardov
&orl xal oU piAoyvyntlov, aAla Enırgddavra mepl ToV-E
det mit Hintansetzung der Phi-
losophie sich der Rhetorik zu be-
fleissigen. — og... dorıw: ' denn
alles andere heisst nichts. In leb-
hafter Rede geht 8. in die oratio
recta über, als ob der ungavo-
sowög selbst spräche. — ms &v
öselösı: “wie zum Spotte; per
.contemitum. &v dient öfters zur
Bezeichnung der Art und Weise,
kömmt also mit seinem Subst.
einem Modaladv. (oder Adject.)
an Bedeutung nabe. „Soph. El,
384. vÜV yag Ev nal pooveiv
(u 9. y. naA0V 90.) vgl. Sall.
Jug. 38, 5. postremo fugere an
manere tutius fore:, in incerlo erat.
— amonaliaaıg a9: hier, wie
an vielen Stellen, hat ETTOXG-
Asiv den Nebenbegriff “mit einem
Schimpfnamen belegen.” — 2£ o»: :
s. zu 47c. — Aöym: “Grund!
s. zu 4578. — ov Allmv: be-
sonders des xußsevnrns. —
Plat. Gorgian.
‘mag er wer immer sein.
D. Psirlov 8. nal du Beirio-
vcov: eine den Griechen sehr ge-
läufge Bedeweise, um die Vor-
züglichkeit (oder auch Schlech-
tigkeit) einer Person als ange-
stammtes Eigenthum zu bezeich-
nen. Phaidr. 246 b. Bewv...
nvloyoı navreg œvorol Te Aya-
Hol xal 2E dyadan. 274 a. dei
yaelfeodat.... deonoraug (d. i.
Deoig) dyahoig te xl EE ayo-
dar. — zo, oafeLv. . 1 8. ZU
508 c. — Ovra —XRX „e.
övro
ist auf das bei omgeın zu ergän-
zende Subj. ri vtẽ (G. zu 456 d.)
construiert. — TV... üvdeon:
‘der, welcher wahrhaft ein Mann
ist; der echte Mann. Ueber arg
aAndüg s. zu 482 c. Ueber den
Ace. s. zu 507 d.— *
E. gıloypvynteov: vgl. das zu
511 d. über vᷣuxij Bemerkte. —
drıroeypavre: näml. navre 0. &.
12
AATSNOZ Si?E
178
zuv ro Hei xal wiorsvdavıe valg yvvaıkiv, Or nv
eluapuevnv 0VÖ av eig Expuyor, To al ToVıp 0x:-
zrdov, tiv dv TE0MoV Todürov 0v uEAkoı Xp0vov Pıo-
var @g &pıcıa Pıon, apa Efouoıav aurov 17) noAırelg
513 ravıy dv n dv oinjj, xal vöv ö} apa det ob Ws ÖpoLo-
zarov ylyvsodaı co Önum ro Adnvalav, el welksıs
rovro npoogLAng elvaı xal weya Övvaodaı Ev vi n0-
Ati" Tod® öga el Vol Avdıreisi xal Euol, Onwg un, @
Önıuovis, MELHOUEdE OnEE Yaol rag ryv GeAnvnv x0-
Baıpovoas, rag Vsrraildag‘ aUV Toig giAraroıs n ai-
— 7. teig yvyoıhlo: Hiermit
bezeichnet Platon den Glauben an
eine unwandelbare, von der Frei-
thätigkeit des Menschen unab-
hängige Schicksalsbestimmung,
der gleichwohl im Geiste der
Hellenen tief eingewurzelt war u.
inihrer Nationaldichtung, nament-
lich in der Tragödie (man vgl.
z. B. nur des Sophokles ‘König
Oedipus!) auf das bestimmteste
ausgesprochen wurde, geradezu als
des vernünftigen Mannes un-
würdig. Aehnlich lässt Cic. de
nat. d. 1, 28, 55. den Epikureer
C. Vellejus sagen: Quanti haec
philosophia aestimanda est, cui,
tamquam aniculis, el üs qui-
dem indoctis, fato fieri videan-
tur omnia? — 179 eluaguernv:
näml. uoigav.(C. 274. Kr.S.172.)
Die Sentenz wird von Dichtern
und Prosaikern in vielen Varia-
tionen vorgebracht. Il. £, 488.
koigav d’ 00 Tıya pnur nepv-
yuevov Euusvon Kvöo@v, 00 Au-
x0v, ovöt utv Eod1or, Enıjv a
zoora yerntaı. Soph. Ant. 1337.
xexomusvns oon forı Heunroig
Evupopäg anallayn. Bei Hero-
dotog (1, 91, 1.) erklärt die Py-
thia in einem Orakelspruche: rn»
TEREMUEFNV HOolEay advvard
forı dnopvyisıy nol den; wo-
mit Aischylos Prom. 526. über-
einstimmt. XO. tovrov (Motr-
00V) deu Zevg Lorıy dodent-
ore005; NTP. oún odv av dugpv-
01 ye 79 nengmuevnv. — 000°
av eig: "auch nicht ein einziger.’
vgl. zu Prot. 335 d. — ro #nl
Tovro: 8. zu 452 c. (TO era
zodro.) — 2Eou0ı@r auroV...:
510 a. — .
513 A. xol vov: s. zu 449 a.
— 5 d. ro A.: 8. zu 45l 4.
— rovt rp00@LANg &.: vgl. 481
d. F. — ulya Övvacdaı Ev r.
z.: nicht ohne ironischen Rück-
blick auf 466 b. u. à. St. — xal
&uoc: indem K. dem S. seine
eigenen Lebensgrundsätze anem-
pfahl. 485 e. f — @ dauponıe:
s. zu 489 d. — zei00usde: 8.
zu 4808. — rag... Qerraii-
öag: In Thessalien gab es, nach
den Behauptungen der Alten, be-
sonders viele u. vorzüglich ge-
waltige Zauberinen; daher findet
sich 7v97 (yoadg) Qerraiig öf-
ters geradezu für papuaxsvrgia
(Hexe) gebraucht. Als die höch-
ste Leistung ihrer Zauberkunst
wird das Herabziehen des Mon-
des genannt. Aristoph., Wolken
749. yvvaina pyapuaxı'd el woLd-
5130 TOPTIAZ.
179
osotę nulv Zoraı ravtns eng Övvansag ın5 &v 17 X0-
Ası. et dE 001 oda Ovrıvonv avdguzav zagadwgev
TEeyvnv rıva rosadıım, Nr 0. aoımosı ulya Övvaadaı
&v 15 noAcı ide Avonoıov Ovıe ıf nolıreia eil &niB
zo BeAtiov Eid Enl To yeipov, ag duol doxsi, 09% 09-
dös Bovisver, @ Kalklaisıs‘ ooᷣ yäg wıunmv ds el-
vor aAk KUTOPVaS OuoLov Tovroıs, &l weilsıg u yvi-
oov anspyafsodaı eis yıllav ra Adnvalav Önum xal
vol ua Ala a IlvpıAaumovg ya mo0g. Goris oUV 08
TOVTOLS ÖMOLITRTOV ANEOYAGETRL, OVTOS GE NOIMOSL, WE
&nıdvusig moAıtıxög elvaı, moAırınov #al GMTopLKOV°
TO avıav yag ne Asyousvav rov Aoymv fxadroı yal-C
govai, zo ö: aAdorgim aydovrar' el en tı 0U aAlo
Akyaıs, © pliAn xepain. Aeyouev zı 005 Teure, @
Koikixieıs;
KAA. Ovx old 6vrıva or TE0moV boxsig &v Ak-
önl .. .: d.h. gleichviel ob du
69
wevog Osrraln nv nadElorıut VUX-
zoo nv oeAnvnv ati, Hor.,
Epod.5, 45. Quae (Folia) sidera
xcantata voce Thessala lunamque
coelo deripit. Dies geschah jedoch
nicht ohne Gefahr; namentlich
wird bemerkt, dass Verlust der
Augen damit verbunden war. In
diesem Sinne meint $., es sei zu
bedenken, ob nicht die Ergrei-
fung der höchsten Macht im Staate
in ‚grosse Gefahr stürze. — 009
roig @....: epex. App. zu wst-
souEde nee. 8. zu 450 b. int.
(Endorn KuT®P) 0vV roig gıl-
zaroıg “mit dem Verluste (um
den Preis) des Theuersten. 1l.
ö, 161. 00V ueydim American,
Pe opjeıv xepaajoı yvvaıdl
ze xal TENEEOOLY. vgl. Prot. 314
a. Seg, & wandgıs, u meglroig
gılrdrog nußsung te nal nıv-
Övvsung. — nagadwosıv: 5. zu
456 0. —
B. rᷓos: vgl. zu 500 e. — ei?
zu gut oder zu schlecht bist, um
in diese Staatezustände zu pas-
sen. Ueber eite .. . elite s, zu
468 d. — ‚Bovasve:: tibi consu-
lis. — tovramg : d.i. roig &v ıj
noAsı. — ro A. Önum: abhän-
gig von gıllav. Kr. 48, 12, 4
— ro Il.: 8.zu481d. — **
s. zu 469 b. —
C. 16 avrav ... .: "denn bei
Reden, die mit seinem eigenen
Charakter übereinstimmen, freut
sich jeder. Ueber den dynami-
schen Dativ zur Bezeichnung der
Gemässheit s. Kr. 48, 15, 4. —
el... Atyeıg: Mit einem Seiten-
hiebe, auf des K.zum Theil sehr
schroff hervorgetretenen Wider-
spruchsgeist (vgl z.B. 491 e.,f.)
holt S. ausdrückliche Zustimmung
für einen so trivialen Satz ein,
bei dem Meinungsverschiedenheit
kaum denkbar ist. — giln %E-
pain: carum capul; eine schon
12*
180 MTAATANOZ 513 C
yeıv, ö Zuxgparss’ aenovda Ö 10 tav nolldv nd-
905° 00 zavv 00, eldoneı.
32.0 Öruov yag Eoms, ® Kuiklasıs, Zvav dv
vij dur rij 01j avrisraret nor" aAl day noAldnız long
sol Beitıov TeUrE& Taüre Öraoxonausde, nsicdNoer.
D dvaurjsdnt Ö ovv, Orı Ivo Epausv eivar ds mapn-
oxsvas En) To Eraarov Hepazsvsıv nal ocua xal Yv-
yiv, ulav ubv woog ndovnv ouıdelv, ımv Eregav Öf
xoög To Biitıiorov, un xarayapıkousvov AAAa Ötaue-
ydusvov. 0b raüre 7v & Tores apıköusde;
AMAA. Ilavv ys.
ER. Ovxoöv n ulv Erdon, Hnoos ndornv, dyev-
vns nal ovölv Kilo 7) aoAaxela Tupyave 000«° N yYao;
E KAA.”Eoto, si Bovisı, Col oVrms.
ZR. H öE ye êréou, Onwg ws BeAtıorov Zara Toro,
site Obua Tuyydäver 0v Eire burn, 0 Bepansvousv;
KAA Ilavv ys.
ZR. Ag O“ꝰv oGros dmiysupyrdov yulv dar) vi no-
Ası xal volg noAltaıs Yegansvsv, as Beirlorovg av-
ToVg Tovg zoAltag Noloüvrag; Avsv yag 6 Tovrov,
sg Ev vols Zungoodev sdglonouev, oVÖLV Opelog KA-
Anv sVepysclav ovdsulav E0OPEREV, &uv un ein
Bi xdyadn 7 dıdvome N Tov weAAovrov, ij yoruare moAic
im homerischen Sprachgebrauche
(D.9, 281,5 ı, 94.) übliche An-
rede (= © piAs). Phaidr. 264 a.
Daidge, piin Kepain. — AEyo-
uEv ti: 5. zu 472 0. —
nenovdn ... nadog: 8. zu
467 d. vgl. 481c. — ov navv
0.7.: vgl. das ob. a. zu vv Tois
!: Bemerkte. — 6 Ön7uov yae
005: ‚ein Wortspiel wie4s8ld. —
D. dvauv. & 00%: Ueber den
epanaleptischen Gebrauch von 0’
00» 8. Kr. 69, 52, 3. — £ye-
uey: näml. 8. und Gorgias, 4648.
PS. — un xarayapıkouevov alkc
Öıruagouevov: 8. zu 512 d. (õv-
za). — 7 yag: s. zu 449 d. —
E. &oro...oürwog: vgl. 510.
— ôe ye: 8.204488. — Ereow:
ergz. öqılei. Orag .. . ist Um-
schreibung des obigen E05 Tö
Beitiorov. — emiyauontkov...
rollraıs Degamevev: Zuweilen
wird das zu einem Inf.dem Sinne
nach gehörige Obj. durch Prolepsis
mitdemVerb. fin. übereinstimmend
construiert. Kr. 61, 6, 8. vgl. Krit.
52 b. — zoloürras: 8.zu 492b.
614 C TOPTI42,
181
Aaußavew 7 Koyyv vov'n —X Övvanıv NVrıvodv.
Pousv oVTag &ysın;
KAA. Ilavv pe, Ei 001. Ndıov.
ER. El oVn magsnnkoünsv —E o Kaiii-
aAsıg, dnuooie mgabovres wov XCX æocyucr
ent ta olxodowxe, N vegöv n veogian 9 ſeocu Ent
za weyıora olxodounuare, noregov ds dv ,quäg oxé-
vaoduı nuis. avroüg ul Eberdoaı, zourov ulv el dnı-B
Ordusde cv rögunu N 00% Ensrapede, zv oix0do-
unge, nal zuge Tod Euadonen; Ede av m 005
RAA Tuvu yes.
ZR2. Ovaodv ÖgvVrsgoV av ‚rode, 27) wenore oi-
nodounne Brodounsanev lölg 7 av plAov vv) m us-
reoo⸗ aurav, xal Toüro ro olsodounus nalov i ai-
61099 darı“ au el uEV süocoxous SKoravusvor ÖL-
ÖaoxaApvs Ts Nuov Ayadovg zul EAkoyinovg yeyovo-
zas al olxodounuera KOoAAR uiv xal naia uste TovC
dideaxaigv Hrodounusva yuiv, zoAla O3 zul dıa Nuov,.
dnsidn Tov dıdaanaiwv anniAAdynusv,
— od OgeAog: "es hilft nichts.
vgl. 504 e. — nainnayadn: 8.
zu 470 e. —
514 A. Yonev: s: zu 447 c.
(Femuaı). — ndıov: näml.lieber
als das Gegentheil. s. zu 468 b.
Herodotos 2, 46, 1. Örev ö: Ei-
VER TOLOUTOV yodpovsı &U-
tov (Il&ve), vv wor 0109 dorı
4 eiv. Durch den Beisatz el 0oı
ndıov, und oben 8 Bovisı, be-
zeichnet K. seine Beistimmung
als blosse Concession, nicht als
Ausdruck eigener Ueberzeugung.
— rodEovreg. . .: "in der Ab-
sicht uns an Staatsgeschäften zu
bethätigen. Kr. 56, 10,1. Ueber
den Gen. part. rov x. no«yud-
09 s. Kr. 47,15,3. Sophist 232
b. avaloßmusv av megl rov
coopıornv elgnutvov, ‘etwas
von dem... Gesagten. — En,
Ta 0.: 8. zu 480 b. — 7] teıyav
vgl 455 b. —
7 00% Emiorduede: Ge-
wöhnlich wird das Verb. im zwei-
ten Gliede der alternativen Frage
nicht wiederholt. — tode: ergz.
&dsı dv nuäs ordpaoda. —
C. dıa nu@rv: im Gegensatze
zu uer& av ÖLdacaaiwv, wie
durch den Beisatz dradn .
arınaAaynwev näher bezeichnet
wird. — —X u. dıansıufv@v:
näml. juav. — voörv &yovrov
vw: “würden wir verständig-
s. zu 500 a. — levaı
dnl’ ca 6. E&.: vgl. Prot. 360 a.
HAAT2ZNOZ 514C
182
ufvov voov &ydvrov mv dv levas in) va Inuocıe Epya*
el ö8 uajre dıdaoxaAov eigonsv nucv aurdv Emideiker oi-
xodounuere vs 7 undlv 7 noAia xal undsvög akın, ovra
ön avontov nv Önzov Exıysıpsiv rols Önpocloıg Zpyoıg
zul napuxaretv aAAnkovg Er aürd. Püusv radra Opdag
DiAtysodaı N 0%;
KAA. Ndiv ye.
ZR. Odaodv oUrWm aavre, a Te aka, xav el Eı- 70
zsıonoavres ÖnuocıEVEev nagpenaAoünev aAAmnAovs @g
Ixavol lærool Övres, Ensoxspäusde dnrov av yo re
0% xal OU Eus; pEoe zoös dev, aörög ö8 0 Ziuxgarng
os Eysı TO One zoös. Uyplsav; n non TuS aARog die
Zoxoarnv annkddyn vooov, 7) ÖovAog N EAsvdEgog;
xav &yo, oluai, XEEl Coü Frege roadre doxonovv' Kal
el un evploxousv di nuäs undeva Beirlo Yeyovore rò
E GGuc, unte roõv EEvav unTs ToV &oTav, unts avöpe unte
yuvalsc, noög Aıos, @ Kuardixksıs, 00 xarapllacrov.
dv nv ri dAndsla, eis Tocodrov dvolag &Adelv dvdoo-
rous, More, zolv ldımrevovrag moAid ubv 0nag Erügo-
uwev ao mac, noAAd Ö8 naropdocaı xal yuuvaoacdaı
— olxodounuare te: s. zu 501
a. — nal u.d.: 8. zu 484 c. —
09m: vgl. zu 460 e. — Fe:
Ueber den Ind. des historischen
Tempus ohne &v im Nachsatze
s. C. 542. Kr. 65, 5, 5. — d7-
Rov: 8. zu 447 d. —
D. dnuocısvsıw : vgl. das „zu
455 b. Bemerkte. — en. 6. av:
av ist der Deutlichkeit wegen aus
xav wiederholt. 8. zu 475 e. —
n 6oöAog n &leüdregog: Mit die-
sen, die beiden Hauptclassen der
gesammten Bevölkerung umfas-
senden Ausdrücken wird die Frage
in ihrer weitesten Ausdehnung ge-
stellt. vgl. 502 d. Aehnliche Be-
zeichnungen der Allgemeinheit
sind die folgenden Sevoı zal &-
orot, „(Apol. 30 a) avöges, xal
yuvaines. Alkib. I. 119 „= ‚alla
ta» KAlmv Adnvalovn n ov EE-
vov dovlo» 7 &isudegor eint,
vorıg alıiav Eysı dia ν Ile-
eınleovs ovvovolav soparegos
yeyovevaı. vgl. Hor. Sat. 1, 1,
85. omnes vicini oderunt, noti,
pueri atque puellae —
E. eig r. avolag EAdeiv: vgl.
Liv. 28, 27. quo amentiae proyressi
sunt etc. 8. zu 487 b. — ldıo-
reVovrag: im Gegensatze zu dem
obigen Önuosuevers. s. zu Prot.
312 b. — orzuc Eröroner: wie
sich’s eben traf’; d. h. nicht zu
besonderem Lobe noch zu beson-
515B TOPTIA2.
183
t
fxavög ıyv reyvnv, co Asyousvov dn Toüro &vra xldo
zyv nepauslav Enıysıpeiv uavdavev, anal auroVg te Ön-
woossvVeiv Exıysıgelv xal KAAovg ToLoVrovg zapaxuäst ;
00% Avonrov ao doxsi av sivaı 0UTm Aedtrev;
KAA. Euorye.
322. Növ df, ® Peruiare avög@v, ira ov udvbis
AUTOS KETI Koysı mpaTrEv To vis — zgayuaTa,
dub 68 zapaxalsis zul OVsdlksıs OT 0V RpMTT@, 00%
Enıoxshousde aAAnkovs, pegs, Kadlınins nn Tıva
Beirln wenoinne av molırav; Earıv OoTıg EÖTEEOV
KOVNQ0S @V, KöLxdg Te xal dxoAadrog xul dppmv, dia
Karlınıda xahdg Ts Hnayadog yEyovev, N &Evog N] ddtog,
n dovlog 7 EAsvdEp05; Adye moi, dav is de Teure B
dtstafn, © Kalkixisıs, vi Egeis; riva pyasıs Beirlo
nenomsevaı avdemanov 1 Ovvovdia Iff 0; Oxveig
axoxplvaodaı, sinse Eau rı Epyov 00V Eu idhwrevor-
Tog, zplv Önuocssverv Enıysipeiv;
KAA. Dulovsınog sl, © Zioxparss.
1 ZR. AN 00 gilovaınla ye Lomri, al og dAr-
dog Boviouevog sldevaı, Ovrıvda nors ro0mMoV olsı Ösiv
derem Tadel. s. zu Prot. 353 b.
vgl. Krit. 44 d; 45 d. Die Fort-
setzung der Rede in der ersten
Person hat nichts befremdliches,
da in dem allgemeinen —XRXVE
novs das specielle nuäs enthal-
ten ist. — 70 Aeyouevov: ‘wie
das Sprichwort sagt. 8. zu 447 8.
— biönldo...: “an dem
Fasse die Töpferei lernen. d. h.
sich an das Schwierigste wagen,
ohne bereits die Vorkenntnisse
inne zu haben. Die Alten bedien-
ten sich nicht hölzerner Fässer,
sondern grosser „Ihongefässe. —
515 A. aorı Goyei...: 8. das
“ Betreffende in der Einleitung. —
raganaleig nal Oveidikes: 484
e. V. — Kallınlng: Nachdrucks-
voll wird der Eigenname anstatt
des Pron. (0v) gesetzt. s zu 482
b. — axolaorog: von S. geflis-
sentlich als Synonymon von #0-
vngös und &pow» gesetzt, steht
hier im schroffen Contryast zu
den Aeusserungen des Kallikles
491 ef. —
B. oe ravıa dberafn: nach
der Analogie von footer zıva
tı (Kr. 46,15.C.402.) construiert.
vgl. F. Schultz lat. Spr. 256. —
7 ovvovol& 17 07: durch dei-
nen belehrenden Umgang (Unter-
richt). vgl. Apol. 19e. Prot. 318
a; 316 c. — önweig .. .: Die
Hänfong der Fragen beweist die
Verlegenheit des K. nm eine Ant-
wort. Endlich entgegnet er — aus-
DAAT2NOZ 515B
184
rolırsveoder Ev julv. 9 KAkov Tov age dmusinosı
Cnulv didav dni ra vig noAsag nodypara, 7 Onmg 6
tı BeAtıaroı ol zoAlteı — Nov zoAldaıs NöN νο-
Aoyyaanev Tovro Öziv zparreıv Tav nolırınov ävdga;
SuoAoynxansv N 0d; anoxgelvov. Bpohoynxapev' ‚Eyo
unbe Goõ anoxpıvoüneı. sl Tolvvv Toüro Ösl Tov aya-
dov Avöpn napaoxsvafsnv 17 Eavrov moisı, VOV uo⸗
dvauvnodsig ein: eg) Eusivov rav dvöpiv av ÖAlya
zoorspgov Zisyss, el Er 601 doxovcıw ayadol zoAlsaı
Dysyovevaı, Ilsgıxins xal Klumv al Miitaöng el
Osuraroxins. _
KAA."Eypoıye.
ZR. Ovnoöv sinse Ayadol, HMAov Orı Eraarog av-
av BeArlovs Enolsı Tovg woAltag avrl yeıpgovmv. dwoisı
7 00;
KAA. 'Enotaı.
ZN. Ovxodv Orts Ilsgınins Noysro Acysıv dv vo
önu@, xelgovs naav ol ’Admvaloı 7 Orts 1a reAsvrale
dAsysv;
KAA."Iocos.
ZR. Ovx loag dr, © Böiruore, aAd avayın Ex tov
EouoAoynulvov, eine ayadog y ıjv &xelvog moAlıns.
weichend ! vgl. 505 d. — gılo-
veınog: vgl. Prot. 336 e. Aus-
drücklich verwahrte sich Sokr.
gegen diesen Vorwurf 457 e. F.
— à4r ᷣutv: a. zu 451 b. — .-
kiv: 8. zu 450 c. ‚(elolv nuiv r.)
& ©. 0. dmongıwodn:
wie ob, 506 c. f. — av: s. zu
4528, — oAly@ moöregov: 503
©. — Ilseining ...: Nicht ohne
Bedeutung zählt Sokr. die vonK.
genannten Staatsmänner in um.
gekehrter Ordnung auf und stellt
Perikles an die Spitze. Vgl. die
Einleitung. —
D. dnlov Orı: 8.zu448c. —
avrl 1sı00v09: = Eng. An die
Stelle der früheren Unvollkom-
menheit trat die Besserung. vgl.
Kr.68, 14, 1. C.451. — 2nole:
s. zu 494 c. u. 454 c. — Atyaı®
&vr. ö.: dem Sinne nach gleich
dem obigen (c.) Epgesduu drl za
ns nolsmg TERYuaTE, da Be-
redsamkeit das erste Erforder-
niss eines Staatsmannes war. Das
Nähere s. in der Einl. Ueber &s
To Önu@ 8. zu 451 b. — ca
televraia: "zum letzten Male.’
Kr, 46, 3, 2. vgl. C. 404 A. —
516 A TOPTI4E 185
KAA. Ti owv 1;
ER. Ovösv" alda vods wor sind En Tovro, el Ad-
yoveı Abnvutot Öıa Ilspınkda Beirlous yeyoudvar, 7
zäv rovvavılov ÖLapdaprvar un Exslvov. tavıl yag
Iyays 2000, Ilsgınlda zeromrdvar ’Admvaloug üg-
youg xœt Ösılovg zul —8 xl pıAagyügovs, sig
ucFopoplav zeBrov uTaornaavre.
KAA. Tüv ı& ara xarsayormv dxovsıs taüre, ©
Zwxparss.
22. ’Alla vads ouxdı anovo, dAle olda Caps
xal Ey xal GV, Orı TO ulv XoTov mVdoxiusı Ilsgı-
xAng zul ovdsulav aloygav Öluyv‘ xareınploavro av-
tod Admvaloı, nulne yslgovg naav‘ dnsıön ÖF xuAol
xayadol Eysyanssav vr. avrod, Eul TeAsvrn Tod Alou 516
toÖ IlsgıxAdovg, xAonnv aurod xarsınnplaavso, OAlyou
ö: xal Bavarov Erlunsav, ÖMAov Orı @g ZOovngod
Ovrog.
72 KAA. Tlovv; tovrov Evexa xaxög Yv IlsgırAng;
ZR.’Ovav yodv av Emueinıns ul Innov el
Bodv rotroũroę av xanog av &d0xsı elvaı, el nagaAußov
oðs tods 7: d. h. mit einem
‘Vielleicht, was die Frage
ohne b estimm te Antwortlässt,
kann ich mich hier nicht t begnü-
gen. — ‚dvayan x TOV OM.:
ergz. tovg 'Ad'nvalovg rore zei-
eovs elvaı. Ueber dx r. @. s.
zu 477 c. —
E. tl 00» dy: näml. roüro
ÖLapägar. vgl. 448 b. 8. berich-
tgte eigentlich nur den Aus,
druck, da K. iowg offenbar
als Bejabung anwandte. vgl. zu
471 cc. — R0V Tovvantior: 8.
zu 510 e. — eis miodopoglav
Z. xaraor.: "indem er sie zuerst
auf Solddienst brachte. Unter
wiodopogia ist nicht bloss die
Löhnung für Kriegsdienst zu ver-
stehen, sondern auch das dix«-
oruxòo), EnnAmoıaczınov unddew-
oıx0v. Ueber die Sache selbst 8.
die Einl. Ueber vwadlornui tive
eis tı 8. Kr. 68, 21, 4. — 7.17%
17 naTenyözw® : s. zu Prot.
342 b. — xal &ym nad 09: nach-
träglicher Zusatz zu olda. —
Öluny nur. adrod: “im Processe
ihn verurtheilten. Kr. 47, 24, 1.
vgl. z. Th. C. 424. Apol. 38 d.
— xalol nayadol: 8. zu 470 e.
S. spricht natürlich ironisch. —
516 A. dul reievıy . . .: Im
zweiten Jahre des peloponnesi-
schen Krieges, also ein Jahr vor
seinem Tode, wurde P. von dem
186
DIAAT2SNOZ
516 A
un Auxtltovrag Eauvrov „undd xvoirrovres und? Öa-
avovrag Ankösıks vadra anavıa moioüvrag öi dyguörnta.
00 doxst goı waxog slvaı Enıusineng OarısuUV ÖGrovodV
B£wov, Os dv napaiaßav NusgWrsga amodsiin aypıd-
rege 7 nagpeiaße; doxei m 0v;
KAA. IIkvv ye, iva 00, yaplomuei.
ER. Kal tods rolvvv uor 1agıoaı Eroxpivapsvog *
orsg0V xal 0 Kvdomnog &v rav famv darivn 0%;
KAA. IIös yae ov;
ER. Ovxoöv avdonnwv Ilsgıning dneuficro;
KAA. Nai.
ZR. Ti oUV; ovᷣx Es aurovs, ag Aprı auolo-
yoduev, Örxaoregovg ysyovevaı avr) adızardoov vr
Cöxslvov, sinsp Exelvos dnswelsito nurdv ayadıs @v
\ 4
T& RoÄLtiKd ;
entmuthigten Volke als Anstifter
des unheilvollen Krieges wegen
schlechter’ Staatsverwaltung zur
Verantwortung gezogen und mit
einer bedeutenden Geldstrafe be-
legt. (Thukyd. 2,59 u. 65.) — x20-
anv: aA. ist gerichtlicher Termi-
nusfür‘ Veruntreuung von Staats-
vermögen, peculatus. Demosth.
g. Tim. 112. dınalos 8’ &v Euol
boxsi madEiv o oTLody, el uev rıg
. ÖLRaOTNS Hard Önuovs, ys-
vöuevos nlonns &v rais evdv-
voıg Eaiwrev. — OAlyov: s. zu
472 a. — Havdıov Erlunoav:
näml. &®r0v. Kr. 47,17. C. 421.
8. zu 486 b. — cs x. Oyrog:
8. zu 448 e. (org r. 9) —
ti 0VV: 8. zu 452 c. — TOvVrov
Evena: d.h. folgt aus dem Ur-
tbeile des Volkes der Beweis von
Schuld? — yovv: 8. zu 447 c.
Besonders wird diese Partikel bei
Anführung einer beweisenden
Thatsache für ein allgemeines
Urtheil (welches an unserer Stelle
nicht ausdrücklich steht) ange-
wendet. Xen. Mem. 1, 6, 2. &
Zongares (sagt Antiph. ). &y&
ulv Gunv rovs ——x ——
eddaınoveotegovg zeonvar yi-
yvzodaı, ob ÖE moi doxsis Ta-
vayria ee, "pıkocoplas arole-
Aavutvar“ Sins yodv oõtos, vᷣs
008” av slc doülos dr Ösoxorn
Öınızmusvog uslveis. vgl. 1, 6,
11. Prot. 314d. — zagaAlaßor :
sonst von der Uebernahme der
Schüler und Zöglinge gebräuch-
lich, wird hier ragalapßaveıv auf
die Obhut über Thiere übertragen.
Alkb. I. 121 e. zöv raid rape-
Laußevovov oUg Lueivor Bası-
Atlovg nadayoyodg övouagov-
cıw. — antdsıde T. &. RoL0dr-
zug: eos redderet haec omnia fa-
cientes. 8. zu 466 e.
B. ös av... dmodelfy: 8.
zu 450b.— 7 zugelaße: er-
scheint nach xagalaßav Nus-
ewrep« pleonastischh — Eva 6.
zeelooua:: 8.zu514 a (Ndıor).
516 D
'KAA. IlIävv ye.
TOPTIA2Z.
187,
ZN. Ovxoöv ol ys dixasoı NwsgoL, og pn "Oumpog'
av Ö} ri ps; 00% olrag;
KAA. Not.
ER. AL wnv dypıwrigovs yes auroug dndpnvev
7 olovg napelaßs, xal raür sig avrov, 0v NuıoT av
EBovisro.
KAA. Bovisı 601 öuoAoynoo;
20. Ei don yE 001 dAndn Akyaıv.
KAA. Eoro ön teure.
ZR. Ovxodv sinsp Aypımrdpovg, Adızarsgovg TE
xal yelpovs ;
KAA."Eoro.
ZR. Obx äo dyadog rd moAırına IlsgıxAjs nv dx
rovᷣrou Tod Aoyov.
KAA. OvV ov yes pn.
22. Ma Ai’ ovdE ys oo d& @v auoloysıg. mdlıv
ö3 A&ys vor wepl Klumvos‘ our Efmorpaxıdaev avıov
0VroL oVg Edepanevev, iva aurod dexa drav un dxov-
vERv vis Povis; xal Deuisrornida tavra radra dnoin-
— qupısaı: Mit einer gewissen
Bitterkeit wiederholt 8. das von
K. gebrauchte Wort. — £ow»:
s. zu 483 d. — avıl ddızar-
gar: s. zu 515 d. —
C. "Oungos: ‚Anspielung auf
Od. 5, 120. N 0 oıy vpgLoral're
xal aygıoı 0908 dlxaıor. (vgl.
ı, 175; 9, 201.) Wegen des Ge-
gensatzes mit &ygıog wird di-
#aog und Auegosg für ‚gleichbe-
deutend angesehen. — alla un®:
s. zu 449 0. — arlpnvE: ay-
nonym mit dem obigen b. @xo-
deixvvut· — 09: 8.2u453e. —
Bovisı 0. Öuoloynow: 8.zu 454
e. — ebd. y.: 5. zu 503 e, —
D. ayoımrepovg: ergz. aörovg
Anspnvev. — in Tovrov Tod
: C. 426. Kr. 4,
2,3. — un dx. zig povijg:
d.h. um ihn von Staatsgeschäf-
ten fern zu halten. vgl. 515
d. za nozero Akysın. — Geuı-
oroxi&a: Themistokles war Ol,
76, 1. (476 v. Chr.) durch den
Ostrakismos aus Athen verwiesen
worden. Während dieser Abwe-
senheit wurde er, von den Lake-
daimoniern hochverrätherischer
Verbindung mit den Persern an-
geklagt, geächtet, Thukyd. 1,135.
Durch den Ostrakismos, welcher
keine Strafe war, wurde der Exi-
lierte weder des Vermögens noch
der bürgerlichen Rechte beraubt;
HIAAT2BNOZE SI6D
188
Eoav xal puyn wo0S Einulmsav; Munadyv dd zov Ev
Magadavı sis ru Bapgadeov dußalsiv dynpioavro, xal
ei un ÖL Tov meVravıv, Evinscev &v; Halcos OUTOLy
el N00v Kvöges ayadol, WS GV Pig, 00% dv note zaüre
öxaoyov. obxovv 0L yes ayasol NYvioyos xar apyas ulv
0ux inx(ærovor dx ror bevyarv, dzsıdav Ö% degumeu-
0w6L roᷣs ÜNTOVS Kal avrol «usivous yevavray Nvio-
xot, oT Eanintovsw‘ 00x &arı TaürT our Ev Nvioyelg
ovr £v Kilo Epym oüdsvl‘ 7 doxel GoL;
KAA. Ovx Euoıye.
22. ’AAmdeig kon, ag doıxev, ol Zumgoodev Aoyoı .
517 10aV, Or ovdEva Nusis louev Kvöga ayadov ysyo-
vora ra noAırına Ev ride 1jj noAsı. CV ÖL MuoAoyag
TOV ys vũv oVÖEVe, tar uevror Eurg00dsv, xul po-
elA0ov TOVTOVS ToVg Avdpag’ ovro ÖL avspavndav ct
i00ov Toic vvv Ovtss, ore, & ovroL 6nTopss n0av, oVTE
315 dAmYyınd) Gnrogiumj EXoWvro — 0U yag av Ebdzscov
— obre ıfj nodaxıni.
Yy
mit der yvyn aber war vollstän-
dige arıuda (s. 508 d.) verbun-
den, — mQ08: 8. zu 469 b. —
E. ròv äv ‚M.: "Den Maru-
thonischen M., d.i. “den Sieger
bei Marathon.’ Kr. 50, 5, 5. 0.
381. vgl. 471 c. c@v iv M. Ueber
&v s. C.456. Kr.68, 12, 1. Häu-
figer steht Maoudo»ı ohne Prä-
pos. 0.442. Kr, 46, 4, 4. — eis
zo fag. lußeisiv: was sonst
mit einem Worte xaranonuvigeır
heisst. Das xar' &&oyn» so ge-
nannte Paoadoe0» war ein Fel-
senschlund hinter der Akropolis,
in welche Verbrecher gestürzt
wurden. — $Uyngpioavro: Be
kanntlich kam der Beschluss nicht
zur Ausführung; denn das Volk
milderts die von dem Ankläger
Aanthippas (dem Vater des Pe-
rikles) beantragte Todesstrafe zu
einer Geldbusse von 50 Talenten.
Herod. 6, 186. Corn. Nep. 1,7.
— 8... zgVrasıy : "wenn es
nicht der Pr. gehindert hätte
Ueber die ellipt. Constr. des ed
un did ...a. Kr. 54, 12, 10.
Mit ze. ist hier der mistdeng
gemeint. vgl. zu 473 e. — du-
ziztovoıwy: mit Anspielung auf
die Verbannung der vorge-
nannten Staatsmänner; denn hier-
von ist Exziateıv der übliche
Ausdruck. Xen. Anab. l, 1, 7:
Kvoos vroLeßor zoug pevyov-
Tag... Smsipazo naraiyeıy zovg
nzents@noras. — ol äurgocder
1.: 503 b. —
517 A. zovrovg tous a.: näml-
die vier von Kallikles 503 c.
nannten. — EE loov roig = 0.:
‘erwiesen sich ala den jetzigen
(Staatsrednern) gleich.” Kr.43, 4,
617D
73
TOPTIAZ. {89
KAA. ’Alla uEvror woAA0V yE del, o ZLuxoeres,
un rose ris rν vv να rowdra dopdanraı, ole z0V-
zov os Bovisı zioyadrarı. B
ZR. 2 dauovıs, 0vÖ Eya YEym tovrovg ds Ye
dıaxovovg eivaı woAsms, aAAı uor Öoxodcı Tv yes vOv
ÖinsovixmWrego: yeyovevar xal uärlov olol re dxnopl-
few 17 nal Ov Inedüusı: AAAa yap weraßßakev cas
Eenıdvulag vol um Emırodnev, neldovres nal Buafoue-
vor En) Todro, Odev EusAAov auelvovs Eusodaı ol no-
Alta, as. dog sinelv, oVölv tovrwv dLdpsgov Euslvor *
Omso u0vov doyov darlv ayadod moAltov. vadg dt xel C
veiyn al vengıe xal Alle: moAld roıwüre xal Ey doL
öuoAoya Ösivorspovg sivaı Exelvovs tovrmv Eunool-
Esıw. mo&yua oUV yeholov nooüuev &ya ve nal 0 dv
zois Aoyoıg‘ Ev navıl yag to 100vo, 06V —
ovo? navousde sis TO RUro ae MEgLPEGOWEVON xcl
ayvoodvres alAlımv 6 Tı AEYOHEY. ey oUv de MoA-
Adxıs oluaı SoAoyaueve zo Eyvansvar, Ws &ge dırrn D
5. Krit. 50 e. vgl.
(teis noca&ecıv). — oure 17
Andy‘ 6. &yomvro: aus dem
516 b, c. erörtertem Grunde. —
odre 7 nolaxıny: weil diese
zu 450 d. B. dauuonıs: 8. zu 489d.
ös ye d. elvaı: "insofern sie Die-
ner des Staates waren. Ueber og
mit absolutem Inf. vgl. Kr. 55,
1, 8, dumogifew T. 7. 09
nach K.s Behauptung (s. u.a. 511
b.) del dx tov nıvövvov owgel.
wood ye dee... un: mul-
tum abest, ut quisguam eic. Ge-
wöhnlich folgt nach zoAlov dei
(s. zu 474 b.) der Inf. Kr. 47,
16, 3. — rovro⸗ ös Bovaet:
horum quiris; “der erste beste
(jeder) von, diesen. Phileb. 43.
ToL@v 099 OVrwv Nulv Ovrıvov
BovAsı tier. Jon 533 a. Emeıdarv
megl IloAvyvazov 7) &llov Orov
Povisı Tov yonpeov den ano-
pnvaodaı yraunv arA. Eigent-
‚lich ist dieser dem Platon vor-
zugsweise angehörige Ausdruck
sprachwidrig (statt 0” BovAsı). —
Imeduuer: vgl. die ob. (515 e.)
namentlich gegen Perikles vorge-
brachten Beschuldigungen. — imı-
tTo&nev: näml. avraig, "sie ge-
währen lassen. vgl. 512 e. Emı-
Toeyarcer regl TOVTWV ro Deo.
— os £mog elmeiv: 8. zu 450 b.
— T0VTwV: d. i. Tav vuov. —
ueraßıßafsıv: über den Inf. s.
zu Prot. 328 b. —
C. vavg... vengıa: vgl. 514
a. — £uelvovg : Von Themisto-
kles und Perikles wurden oben
Beispiele angeführt. s. zu 455 e.
— 0ovÖ89 mavousde .. .: 8. Zu
4918. (oddtv zaveı). — dyvooör-
res dAlnlov...: d.i. 09 UaV-
HIAATSNOZ 517 D
190
edın ris —v ageyuarela dorl xal wepl 70 oma Hal
zsol nv duynv, zul n ubv Erdpa dıaxovıny der, q
Övvarov eivaı Eunogikev, dav mtv rev] TE Omuaza
e v % “ ’ N —0 [4
nuov, Oırla, Eav O8 Hıyy, Mord, Eav Ö8 dıyo, Imarım,
⸗ e ⸗ 271327— ⸗
orpauare, vroönuere, AAI mv Epysraı Couara sig Emı-
dvulav‘ nal Ebsniındds 001 dıa Tov avrov sinovav
Adyo, iva 6dov xarauadns‘ TOVTWv yag HOgLOTIROV
sivar n xannkAov ÖOvra n Zunogev N Önuoveyov Tov
Eadrov rovrov, OLtonoıöv N OYoxosv N Upavıny 9
6xvrorouov 7) Onvrodsdor, oVdLV Havuaarov Eorıv Ovre
toodrov Öokaı xul aura xal roig KAdoıs Fegamsvrnv
sivaı Oauarog, navı) to un eidori, Orı Lars rıs wage
TEVTES ANAGag Teyvn yuvuvasrınn re nal lareımm, n 6m
to Ovrı dor) Gmuarog Hegansla, Yvreo xal mEOONKEL
rovrovu KpyEıv Na0OV TOV Teyvov xXal yonadeaı rotg
tovrwv Epyoıs dia To sideven, 0 Ti TO yondrov xal
rovne0v av oırlov 7 norav doriv eig dgernv Ooua-
518 Tog, rag Ö allag naoag ravrag ayvosiv’ dio ÖN xel
ren einzeln verkaufen. Die Be-
schäftigung der xa«znloı wird
gewöhnlich mit Verachtung ge-
nannt. vgl. Prot. 313 c. — 6n-
kiovoyov: “Verfertiger’ s. zu
452 &. —
Pavovres aliniov url. Kr,47,
10, 8. vgl. C. 420. — mollanıg
0. "owoloynaivan: vgl. 513 d. —
D. rıs: gehört zu durrn. 8.
zu 456 a. — 9 Ö. elvaı: Ueber
den Inf. nach dem Relat. in der
orat, obl. 8. Kr.55,4,9. — @4X
OV...: 8. zu 503 e. — @» £p-
zerar 0. &ls Emıdvulav: d. *;
“was derLeib begehrt.’ Timaios 19
b. el rıg... eis Emıdvular a api-
xorro Bedonodeı rk. "wenn je-
mand Lust bekäme_ u. 8 w. —
ndnunAov 6.7 7 furogov: Der Zu-
rooos “Grogshändler- mercator,
holt grosse Warenvorräthe, ins-
besondere auf seinem eigenen
Schiffe (s. zu 476 d. vgl. Sophokl,,
Phil. 547 DS ); und versorgt da-
mit die xannkoı, “Krämer, cau-
pones, welche im Laden die Wa-
E. 0xvrorouov n oxvrodsyor:
Die geflissentliche Verbindung
dieser stammverwandten Nomina
(daher oxvrodsyog statt des ge-
wöhnlichen ßBveoodsypng) macht
die ironische Anspielung auf 491
a. merklicher. — ovdl» Hav-
urorov E. öOvre...: ein Ana-
koluthon, veranlasst durch die
Häufung der Beispiele; es wird
fortgefahren, als ob r. y. zogı-
oTınoV Ovra vorangienge. — yv-
uvaounn ze xal lareınn: vgl.
466b. — 9 89: "welche ja eben’
u. 8. w. Kr. 69, 17, 2. — zo
övrı: im Gegensatze zu dofaı.
518B TOPTIA42.
191
ravıas ulv ÖovAongsneis te xal Öiaxovixas xal ave-
Asvdtgovg elvaı nepl Omuarog ngapunrelav, as Al-
Aug reyvas, nv Ö} yuvuvasrınnv xal largıanv Kara To
Ölxcıov Ösonolvas eivaı TOVTmV. rauora 09V TadrR
örı Eorı xai mel Yuynv, rors uEv wor boxsls. uav-
Bavsıv Orı Akyo, xal Öuodoysls ag Eidos 0 rı yo
Aeyoa' Masıs O8 0Alyov VoTsgov Adyav, öri KvdommoL
xaAoi xayadol yeyovası xoiitaı Evın noAsı. nal Ersı-B
dav Eyo domra olrıveg, doxeis wor ÖuoLoT«Tovg 7Q0-
teivsodenL avdoWnovg zepl ra MoÄırızd, Donep Av Ei
Ep Ta yuuvaoıınd EuoU Egwravros, oirıves Eyadol
yeyovacıv 7 siol Omudımv Heganevral, EAsyEs wor navv
anovdabon, Ozaplov 6 doroxoxos xal Midaıxos 6 ınv
oYomorlav Svyyergapms nv Zunehunnv xal Zagmußos
6 xanmaog, Ötı ovroı Bavudarmoı yeyovası OmudTav
— 3isca.: 5. zu 490 b. — dee-
uoiordtous. — Soxse ave..
nv: 8. zu 479 b. —
vgl. 479 0. z0 adro d.e., Bone
518A. rag... ayvoeiv: noch
abhängig von dia To. — dovio-
moeneig: vgl. zu485 b. — ave-
Agvdegovg: erscheint nach dov-
Aongeneig als pleonastisch ; aber
die Cumulation der epithets non
ornantia bezeichnet deutlich die
grosse Geringschätzung nicht so-
wohl gegen die aufgezählten Ge-
werbe, als vielmehr (nach der
464 b. gegebenen Erklärung) ge-
gen die Sophistik. — zag alas
Teyvag: 8. zu 501 a. (n largınm).
— zor& ulv...: Der Gegensats
(tort ö} 0v Soneig uavdaveıv;
Er. 25, 10, 12.) folgt in etwas
veränderter Form Nueıg ö8 oAl-
yo» voregoV. — nreig.. . Al
.yo9: 8. zu 491 c. — oAlyov
voregov: 8. zu 471 b. — wadol
näyadol: 8. zu 470e. — moli-
rar: im, eminenten Sinne, Staats-
männer. —
B. negl ra z.: gehört zu 0-
av el tig arh. 8. zu 185 b. —
onovdafwv: 8.2u481 b. — Pex-
eoiov: Thearion, ein Bäcker in
Athen, wird von Athenaios (3,
78, 112.), mit Bezug auf rüb-
mende Erwähnungen bei Aristo-
phanes und Antiphanes, als be-
sonderer Vervollkommner seines
Gewerbes angeführt, — MiPat-
»og: Mithaikos aus Syrakus, ein
berühmter Meister der Kochkunst,
welche er in einem dorisch ge-
schriebenen Buche, oyagrvrınd,
theoretisch behandelte, war nach
Sparta ausgewandert "und hatte
sich dann, von. dort vertrieben,
in Athen niedergelassen. Die si-
kelische Küche galt für ausge-
zeichnet. Repbl. 3, 404 d. Zv-
ewxoolav Toansfav nal Zune-
Aunv noınıLlav Orpmv ovx al-
veig xıı. vgl. Hor. Carm. 3, 1,
19. non Siculae dares dulcem ela-
borabunt saporem. — GUYYYEYEL-
HNAATSNOZ 5180
192
CHepansvrai, 0 ulv 2provg Haupaoroug zapadxevdfeonv,
0 03 OYov, 6 ÖF oivor.
"Ions &v 0V» nyavaareıs, sl 001 EAsyov dyo or 74
avdgmne, Eralsısg oVÖLV mEpl yvuvaorızjs‘ Ödianovovg
por Akysıg xal Enid vuav NapaoxsvaoTas AvdEWMOvS,
0v% Enxalovrag aaAov nayadov ovölv zipl auzav, of,
&v oUrw ruymaıv, Euninsavreg Kal nayvvarrss T& 00-
uare Tav AVdEWNLMV, EHOIVOVUWEVOL UK KUTOV, TQ0S-
DaroAodgıv auröv xel tag doyalas doxas' old’ av di’
ansıplav 0% TovVg Eotiavras altıddovraı TÜV vodav
alrlovg eivaı xal ung anoßoAns Tav apyaiav dapxmv,
ar ol Av avroig Tuymoı Tore negovres xal ovußov-
Asvovräg Ti, OTav ÖNavTolg nun rors nAmouovn vo-
00V YEROVOR VE Vorsg0v 100v@, ÜTE Avsv Tov
vyısıvod yeyovvia, Tovrovg altıdaovraı al vEbovar
xal xax0V Tı XoıNdovaıv, av olol T @0oL, Todg ÖL 7g0-
teogovs Enelvovg xol airlovs TÜV xandv Eyrwmuıacovdi.
Rxal 0 vüv, & KaikixAsıs, Onosorarov Tovım Loyaksı“
eynmwiabeis avdonnovs, ol Tovrovg elotıaxacıv sdm-
pas: Dieses Lehrbuch über eine
mit der Rhetorik ausdrücklich auf
gleiche Linie gesetzte Afterkunst
(462 e.) wird ironisch als Seiten-
stück dem Werke des P. (8. zu
462 b.) gegenübergestellt. — 3«-
ocaußos: Sarambos (sonst auch
Sarabos genannt) war ein renom-
mierter Weinwirth in Athen. —
©. örı: s.zu 451 a. — drafeıg
0. ziel 7. yı 8 zu 464 d. —
dıanövong .. : Ueber das Asyn-
deton im Erklärungssatze 8. zu
472 a. (nagrvonoovan). — n0-
ORCHEVAOTAES Ardganovg: Nicht
selten steht &vdommog pleona-
stisch, um dem Worte, welchem
es beigefügt ist, einen verächtli-
chen Nebenbegriff zu geben. vgl.
Kr. 57, 1,1. — 09 oVro rv-
0019: “wenn sich’s grade trifft.”
vgl. za 514 0. — 70000n0A0V-
GLV: d. h. sie bewirken nicht nur
kein wahres Gedeihen des Kör-
pers, sondern zerrütten oben-
drein seine Constitution. —
D. rovs foriõrræs: Die öypo-
rorovᷣs nal nannlovg. — alrıa-
covraı rt. v. alriovg elvar: "an-
klagen an den: Krankheiten Schuld
zu sein. — Grær On: vgl.zu 517
e. — ijun, . psoqouſso: 8. zu
491c. — dire ... JEYyoyvi@: 8.
zu 464 c. —
E. xol cv vor: 8. zu 449 a..
— zovro: ist Neutrum. — #y-
nowLdgeig . . .: 8. 0b. c. zu dıe-
K0vovS. — dvdonmong:' Leute;
geringschätzig (vgl. ob c. zu #0-
eaxonevaorkg a.) von den früher
319B
TOPTIA2.
193
yoüvrsg @v Enedvpovv, xl pacı weyainv ınv w0Aıv
Nero NKEvaı avrovg‘ Orı ÖL oldei xul Yroviog darı di
Exslvovg ToVg maAaıoVUg, 00% alodavovrar. &vsv Yyao519
GOPOoGuungs xal Öinaosvvng Ausvov xal vengiov wal
rayav xal YopWv xal Towvrwv pAvapıav dunsnir-
xa0ı nv noAıv‘ Orav 0dv ZAdN 7 xaraßoin «urn ig
aodevelas, ToVg Tors HapovVrag altıasovraı avußovr-
Aovs, Oeuiaroxice O8 vol Klumva xal Ilsgınıda &yao-
LLKCOVOL, TOVUS GiTlovg toõv Xaxav" 000 68 iows Emı-
Anvovrem, &av un svAaßr, Kal Tod Euod Eraigov ’AA-
xıBıadov, OTav xal Ta apyala npooamoAlvwaı MoEOgB
olg Eantioavro, 09x aitimv Ovrav av xaxov dAl loms
ovvaızlov. naltoı Eyays avonzov npäyua xal vüv bow
yıyvöusvov Kal aX0vn Tov naAcıav Avögav zepı.
angeführten Staatsmännern, na-
mentlich von Perikles (515 e.).
vgl. 467 b. 00709 &v 70. — tov-
rovg: näml. die Athener, Ueber
die Bedeutung des 0DTog 8. zu
470 d. u. 452 e. — 09V dnedv-
uovy: 8. zu 448d. — al paocı
...: "und von denen es heisst,
dass u. s. w. Ueber den (durch
Subjectswechsel noch bemerkba-
reren) Uebergang in den Demon-
strativeatz s. zu 452 d. (xal os
.. . avtov). — oldei: vgl. Cic.
epist. ad Attic. 14, 4. 1, Tu-
ment negocia. — vVrovilog darı:
vgl. 480 b. 6 voonua ıng adı-
alas Unovlov tv yoynv zoıN-
ca ati. —
519 A. Auusvow x. venolov
...: vgl. 455b. — xal rotov-
tov plvapımv Zun.: Phaid. 66
c. dowra» xal Enıdvuav nal
yoßov xal eldwimv avroda-
zav nal pAvaplas Eurininoıv
nuüs moAliis (0 o@ua). De-
mosth. Ol. 3, 29. xal ri av el.
aeiv rıg Eyoı ; Tas inalksıs...
nal rag Odovg... nal nonvag
Plat. Gorgias.
xal Angovs. 8. zu 486 c. u.
490 d. — xareßoin: eigentl. der
periodisch wiederkehrende Fie-
beranfall. — «Urn: zurückwei-
send auf das obige (518 d.) Ora»
ön adrois Au ati. 8.zu5l0c.
— 7095 tore zae.: näml. beim
Eintreten dieser xaraßoin. Kr.
50, 8, 8 — 000 Öf long &nı-
Anpovrar: Welch’ schneidenden
Contrast bildet die Warnung des
S. mit den übermüthigen Wor-
ten des K. (485.d. f.), wo er mit
halbmitleidiger Verachtung die
gefährdete Lage des Philosophen
schildert! dmıAnpovraıs erinnert
bestimmt an 486 a. ed rıs 00
Aaßonevog «ri. Ueber doas
vgl. zu 471 c.; über &zılauße-
veoHhul rıvog zu 469 c. — TV
&u0oö Eralgov ’A.: 5. zu 481 d.
B. ca aerxaie...: entspricht
dem ob. (518 c.) bildlich gesag-
ten T000RN0A0HOLV aurav ATi.
— zoös olg &ur.: 8. zu 448 d.
— ovvoartlov: 8. das Betreffende
in der Einl. — avdewv: hier
“Staatsmänner;’ wie auch der un-
13
NAATSNOZ 5i9B
194
alodavounı Y&p, Orav n noAıs zıva av nolırzarv
avögßv uereyssplimar ag adınodvra, dyavaxtovvımv
«ul oysrAafövrmv os Ösıva naayovar“ oAld xal ayade
ınv noAıv merxoımaores Age Aölms vr avıns ArdA-
Avvrai, Os 6 Tovrmv Aoyog’ rö db 0Aov Yeüdog Earı.
Cro00TETnS yap noAsag oVd av eig norsk aölams aro-
Aoıro Un adrig zig woAeng NG mpoOTarEel‘ xıvdvveven
yag Tavrov elvaı, 0006 TE MoÄıtızol ZEOGMOLDUVTAL
eivaı xal 000. Vopıorel.. xel yap ol oopıorel, rail
Vopol Ovrsg, Todro &rorov Epyafovraı npäyua’ Ppd-
Gxovres yap aperüg Öidacaaloı slvar mollaxıg xarn-
yogovdı Tav uedTTav, DS Adınoddı Opäg auTovs, TOVS
TE UIODOUg aroorspoüvrsg nal KAAmv yapıv 0Ux amo-
D Ö1ödvres, EV maBovrss Un’ adrav‘ xal tovrov Tod Ad-
yov rl dv aAoy@rsgov Ein npüyun, dvdEWRoUg Aya-
Hovg nal Öıxalovg yevoukvovs, EEnıgsdevrag ubv adı-
ten folgende Beisatz noltınay
zeigt. — alsdavopen: “bemerke;’
fasst 000 u. —R in sich. —
peragegiönren ös abınoövıe:
als Uebeithäter behandelt (be-
straft). — ÄYAVAKTOBVYTWV....
x0070v0L: Ueber den Plur. in
Verbindung mit dem collectiven
Singular zıv& s.Kr. 58, 4,5. vgl.
z. Th. C. 362, — üee: Ueber
die weite Nachstellung des &o«x
s. zu Prot. 355 b. Ironische Be-
deutung erhält diese Part. öfters
durch den Zusammenhang, wenn
die Folge (hier &moAlvodaı) den
Erwartungen widerspricht. vgl.
462 c. (Eumeigla age ar.) —
OS... Aöyog vgl. zu 468 c.
C. ovö’ av als: 8. zu 512 e.
— zgeoordıng: hier allgemein
‘Leiter. — xırdvvevsi . . . 00-
pıoral: “es scheinen die, welche
sich für Staatsmänner ausgeben,
in derselben Lage zu sein wie
die Sophisten. xıwövvever ist in
den Numerus des näher stehenden
Prädicates rœoròov gesetzt. —
zeoonoLovvraı elvar: Sokr. er-
kennt nämlich die athenischen
Staatsmänner nicht als wahre zo-
Aırıxovg an. Näheres s. in der
Ein. — rail copol Ovreg:
z.B. in der Astronomie u. ä& —
paoxnovreg . . .: Wie wenig die
Sophisten wirkliche Tugendleh-
rer sind, wird von Plato durch
den Dialog "Protagoras’ darge-
than. — rovs. . + ETOOTEEOUV-
eg: wie es z. B. dem Protago-
ras von Euathlos geschehen sein
soll. Ueber die Bedeutung , von
nıodog s.zu Prot.328 b. — dxo-
Ördovreg: s. zu 471 b. — &
nafovreg: wie ob.r.0.0vreg. —
D. xal zovzrov . . .: Ueber
die scheinbar adversative Bedeu-
tung des x«{ vgl. zu 484 c. So
stebt insbesondere zur Anknü-
5204 TOPTIAZ. 195
xiav vn Tod didaoanakov, oxorrag 68 Ödinniosuvnv,
adınsiv Tovra 0 00% Eyovamv; oð doxel 00 TOdTo &ro-
xov elvaı, & Eraips; ag dAnBüs Önunyogelv us hvdy-
20005, © Kallulzıs, oo 89. Lav aroxelveoheı.
KAA. Zi 8’ 00% dvolog T sing Adysın, el u vis
001 &0xgplvoLto;
202. "Eoınd ys’ vüv yodv Ovyvodg reivo tüv A0o-E
yo, Enxeıiön wor 00% 2Hdisız unoxglvssdea. HAA, o
"vade, sit rpög Yıllov, ov donel 601 KAoyov eiyaı dya-
90V Paaxovra nenoıyalvar tıva ueupsodaı TodE@, Orı
Up Eavrod ayadog yeyovas Te “ul av Ensııa zovn-
005 Eorıv;
KAA."Euoıye Öoxet.
ZR. Ovxodv axovsıg toundre Asyovrov tov pR-
GæGVTGOV MaLdEVEev avdenimous eig psp; ;
KAA."Eyoys' aaa si &v Akyoıs avdgeinar —XRXX
oVöEvVos aklov;
pfung einer parenthetischen Er-
klärung oder Berichtigung xcel
synonym mit xairoı. Apol.29b.
— dioyoregov: ein (unübersetz-
bares) Wortspiel mit A0yov (s. zu
457 a). — drdommougs .. .:
Ueber das Asyndeton 8. zu 450
b. — EEnrosfivrog ulv... Öi-
LIU DE nähere Begründung
zu dyahovs nal Öinalovg yevo-
usvovg. Ueber dEnıgeichel zıva
zı (hier in der selteneren Bedeu-
tung befreien’) s. C. 402. Kr. 47,
13, 11. davon passivisch EEoıee..
Inval cı Thukyd. 6, 24,1. ol ö8
zo uiv Im onodr. tod nAod
ooꝝ Eneidnoev uno Tod Öylm-
dovg ns TAQAOKEUNG., — 70970
6 o0r &yovanv: d. i. durch die
ihnen eben benommene döıxla.
Ueber die Beziehung des Pron.
im Neutro auf ein Femin. s. zu
465 d. — og aindas Önun-
y00&iy. . .:. Anspielung auf 482
C —
cv...aronelvoıro: vgl.505d.
504 c. Teber die Sache selbst
s. das Betreffende in der Einl.
E. koıxa: 8.zu 474c. — vov
yovv: 8. zu 5l6 a. — ovxvoðs
zeivo: 8. zu 465 e. — row 10-
yov: Ueber den Gen. partit.,
statt dessen nach unserer Auf-
fassung rovᷣs Aoyovg oder ov-
v0v av A0y@0v erwartet würde,
8. Kr. 47, 28, 1.0.9. vgl. 0.412.
— —X "pillov: s. zu 500b. —
Erzeıoe : "dennoch. Kr. 69, 24, 2.
— zurdeveiv AvD. els Kostnv:
Ueber gig zur Bezeichnung des
Zieles s. Kr. 68, 21, 5, vgl. C.
449 d. Sonst findet sich anch TOL-
devsıv TIv& mo0g Ti. vgl.471d.
520 A. alla... dElov: So
geringschätzig äussert sich Kall.,
13*
Prot, 342 d. —
NAAT2NOZ 520 A
196
ZR: Ti Ö av nel Enslvav Akyoıs, of paoxovreg
g080rEvas tig noAcws zul Emıueislodeı, Orng wg Bei-
tiorn Eoraı, HaAıv KUTNS KaTnYyoRoVBLV, OTaV TUYWOLV,
DS HOVnEOTETnS ; oleı ti Ösapägeıv Tovrovg daslvov;
TEVTOV, @ uaxagı, Earl Gopıoıng xal ÖnTmg, n Eyyüg
tı xal naganinoıov, Boreg Eya ZAeyov zgög IIoAov'
Bovu d} dr ayvomav 70 usv nayaaidv rı oleı eivaı, nV
6ntogianv, roũ OF narappoveis. ıy 68 aAndela xui-
Auov &orı HoyLorınn Ömrogianns 000720 vouoderxn ÖL-
xastınng nal yuvuvaarızn largınng' uovors Ö' Eymye nal
Qunv roig Önumyogoıs te Hal Hopıozalg 0Ux Eyympesiv
uEUpEOdaL Tovr@ TO Todyuarı, 0 adrol naıdsvovaırv,
g rovngov darıv eis opäs, N To avıa A0y@ Tovro
ana el Eavrov Karnyogelv, Orı oVdlv Dpeinxacıv
oõs Yacıv wpeielv. 004 ovrag Eye;
C KAA. IIavu yes.
ER. Kal ngocsdaı ve Önnov nv sVEpYyEOlav avsv
uoF0Ö, @S TO Eix0g, WOVoLg Tovroms Evsy@peı, EirtEo
and EAsyov. GAAnv ubv yag sVegyedlav rıg EVEgyE-
(oomreg, usifov). — wovorg Ö’
selbst sophistisch gebildet, ber
&. wal @unv. .. .: “ich glaubte
Männer wie Protagoras, Prodikos
und die spätern Sophisten, wel-
che sich für Tugendlehrer aus-
gaben; während er und Polos
nach dem Vorgange ihres Meisters
Gorgiss nur Rhetorik und Poli-
tik für ihr Fach erklärten. „Das
Weitere s. in der Einl, — Orav
ruyaav: 8. zu 518 e — 6 -
vngorKens: näml. ovong. — tı
dupägeıv t. &uelvov: s.zu 464
e. — &yyvs mı anal nagamin-
0109: "etwas verwandtes und ähn-
liches. Mit rl verbunden wird
yus adjectivisch gebraucht. —
on: mgös T.: 465 c. —
. 7n9 Enroginyv: 8. zu 501
a. largınn). — allıov: d.i.
T000VT@ “dlkıov; 8. zu 458 a.
auch den Volksreänern’ u.8.W.
— T0oVTo T& roayuerı: “Die
Gegenstände ihrer bezeichnenden
Thätigkeit (ohne dass in ze«&yue
ein Nebenbegriff desVerächtlichen
liegt). — 7 1& adro Aoym...>
Ausovx &yyopeivistzudemdurch
7 eingeführten entgegengesetzten
Gliede ein Verb. des gegentheili-
genSinnes, also deivy, dvayxaiov
elvaı zu entnehmen. —
C. &vev uıchoY: ist der grös-
seren Deutlichkeit epexeg. bei-
gefügt, da schon zgosohaL nv
sdeoysolav für sich “eine Wohl-
that ohne Vergeltung erweisen.
heisst, — og rò &lnog: vgl. „zu
490 b. — Ödvegaeeır: ohne &».
520E TOPTIA2.
197
ndeis, olov rayds yevönevog dir zardorgißnv, isog
dv AnodTsgNosıE ıyv yapıy, el wgoolro aörs 0 zat-
dozgißns xol un vvdesvog euro © T we-
Auora — 2 usradidovs Tod rauxous —R& rò dgpyv-
ouoV. oðᷣ yap ij Boadvriti, oinaı, adıxovcıv ol &v-D
Homzoı, BAR adıxla“ 7 yap;
KAA. Nat.
ZN. Ovbxodv ei rig avr6 Todro Apaupst, ryv adı-
xiav, ovölv Ösıvov auro, un note adınndj, KAAd u0vo
aopalls Tavınv nv suspyscdev ngo&che, .sineg To
övrı Övvanıo Tıs Ayadovg Korsiv. 0UY 0VrasS;
KAA. Dnut.
76 ZR. Aa tadrT &pa, sg Zoıne, rag ulv aAlag Ovu-
BovAag avußoviAsvev Anußdvovr« agyvgıov, olov oi-
xodoulag nepı N Tov dAAmv Teyvav, oVölv aloypovV.
KAA.’Eoın ys. . E
22. Teot dE ys Tavıng ns nodkeng, Ovrıv av
zig te0mov ag Beirıorog sin xul Apısıa nV avrod
oixiav dioixol n moAıv, aloygov vevouıdıaı un pavaı
Gvußovisvsv, &&v un Tis aüuro agyvgıov Ö1iö®. 7 yap;
KAA. Nai.
ZR. Aykov yap Orı Toüro alrıov dorıv, Orı uovn
KUrn ToV EvsgyECLBV ToV Ev nadovın Enıdvusiv more
evt ed noLeiv, Gore xaAov boxel To Onuslov zivaı, ei
ovötv dsıwöv a. u. adınndy:
8. zu sl4c. — AAANV U. Y. EU8Q-
yEciavsdepy.: 8.2u467 d. Apol. ist für ihn keine Gefahr (hat er
nicht zu fürchten), dass u. s. w.
360. — olov: 8. zu 450 c. —
suvPinevog aüra uıodov: über Apol. 28 b. — prut: ja. 6. zu
das Honorar mit ihm einig „ge-
worden. vgl. Krit. 52d. — Aue
ueradıdodg T. r.: “in dem Au-
genblicke, wo er ihm . . . bei-
bringt. Ueber &ua beim "Pariic.
zur Bezeichnung der Gleichzei-
tigkeit 5. C. 587, 1. Kr. 56,
10, 3. —
D. 7 yao: s. zu 49 d. —
454 d. —
tag u. &. ovußoviag ovußov-
Aevaıy: 8. zu 467 d. — Laußd-
vovza &oyvoıov: "für (um) Geld.’
E. ö6 ye: 5. zu448a. — el-
706% veyonuotau: s. die Einl,
zu ‘Prot. S.XXXI. u. XXXV.
— avdıa : mit Bezug auf das bei
pavar zu ergänzende Subj. zınd.
198 °
JIAATBNOZ
520 E
sùò Koımoag Tavımv mv suspyscdev dv su zelderaı'
ei Öb um, od. dorı raüra ovrmg Eyovre;
KAA."Eosw.
ZR. ’Enl zoregov ovv us auganaisis vv Beon-
nelav ns noAems, ÖLOgLAOY HoL' TnV Tod Öınuayeodaı
Adnvaloıs, Onws ws BeArıosor Eoovraı, wg largov, 7]
@s Öiaxovnjoovra xal- o0g yapıv ÖuuAnoovee; TaAmdN]
uoı eixe, Kaklixisıg‘ Ölxeıog yag el, Gore NEED Xeo-
gnsafeade zpög &uß, Öareisiv & vosig Akyav' xel
vov &v al yavvalog eime.
KAA. Adyo roivvv Sr gs Ö1axovnooven.
ER. Koilaxsvoovra &ga us, © Ysvvandtare, AU-
ouuaAstig.
KAA. EI 00 Mvoov ye ndıov xaAstv, 0 Zaxgu-
TEg° @g El UN Taürd ys Koımasg —
ZR. Mn einns 6 moAidaıg slonaas, Orı Anoxvevei
vgl. zu 456 d. u. zu 512 d. —
&d na 7. T. eveoyesolan :
dem Sinne nach wie &veoyern-
oœg T.T. evegysolav (vgl. ob. c.)
construiert. — el ö2 un), od: d.i.
el ot un @ö neioeraı, 00 naA09
doxsi ro omusiov elvar. —
521A. morspav.. . nv Be-
ganelav: Kr.50, 11, 24. vgl. 2.
Th. C. 606. A. 1. — Öleud-
yeodaı: Ueber dı= in zusam-
mengesetzten Verb. zur Bezeich-
nung der Dauer s. Er. 68, 46,
11. vgl. zu 506 a. (dsansgarP7-
ver) und 462 e. (dıiaxmumdeiv).
— no0g zagıv öu.: d.h. es
durchaus nur auf captalio bene-
volentiae absehen. Xen. Mem. 4,
4, 4. ÖrTe ıjv vᷣxò MeAnrov you-
pnv Epsvye (Sokr.), 707 AA»
eindorwv &v roig Ötnaornglorg
ro0üg FT. gıLv9 re voig dınaoraig
ÖLaleysohaı ul nolaneveıv
... Ensivog ovöly nBEINGe av
eiodorwy...moınoaı. Aehnlich
macht Demosthenes den Staats-
rednern seiner Zeit das zeog 2a
gıv Önunyogeiv (Ol. 3, 3 vgl.
22.) öfters zum Vorwürfe. — Öi-
»arog y. el: 8.2u 461d. — map-
enoıctecdar: vgl. zu 487 a. —
xal vöv: näml. “da du überhaupt
so freimäthig bist. 8. zu419 a. —
yevvalog eine: vgl. 475 d. die
ähnliche Aufforderung an Polos
arla yevvalos . .. KRORELVOD.
— s5 ÖLaxovjoavıa: ergz. 08€
rag. —
. d yeryaıdrars: vgl. 494e.
u.473d — &...noleiv:
‘Wenn es dir beliebt (wenn du
lieber willst) einen solchen (dem
Staate dienstbeflissenen Mann)
einen Myser zu nennen (so magst
du ihn meinetwegen so nennen
o. dgl.).. 8. hatte das dıaxovsi»
des K. durch das geriugschätzige
oAuneveıv erklärt, wofür ihm
jener einennoch gehässigeren Aus-
druck an die Hand gibt. Denn
521 D TOPTIA2. 199
us 6 BovAousvog, iva un av xal dya einm, Orı zovn-
g05 ye ov ayadöv Ovıo und OT4 apasgjosraı day TU
Ao, i va un av dyo sinn Orı @AA apsidusvog 0U% Es C
ö „u yonsstar auzois, all G0x.2Q us Adixmg Apelksro,
ovrm xal Außav adlnwmg yanosraı, ei ÖL adlaws, al-
oyoas, ei ÖL alayEos, Kaxosg.
77 KAA. Ng wor doxeig, ® Zwxgares, zi6Tevsv und
av &Vr tovsav nadelv, og olsav Eunodav xal our av
sloaydeis sis —XR UNO zavv icws KOXInNg0V
avdgWroV xul pavkov.
ZQ. ’Avonvog Agua eipl, ů Kaiklaisıs, og dAndag,
ei un olopaı &v rſjos ch noAsı OVLLVoOv @v, 6 Ti TW-
yo, Toüro zadsiv. Tods wevroı EU old ori, davaso
eiaim sis dLxaaıngıov MEEL TOVTWV TIVog KıvÖvvevav
av OU Asysıg, Xovngos ris ws Zoraı 6 eidaymav“ oü-D
Öslg yap dv yonoros un adıxouvr Kvdgwmov eloaya-
6 Mvowv £oyarog bezeichnete
spricbwörtlich einen verächtlichen
Menschen. Theait. 209 b. Cic. p.
Flacco 27, 65. Quid porro in
graeco sermone tam trilun atque
celebratum est, quanı, si quis de-
spicalui ducitur, ut Mysorum
ultimus esse dicatur. Vielleicht
verhalf zugleich der Anklang an
wvoos dem Namen zur Bedou-
tung eines Schimpfwortes. —
dnoxtevei us 6 Boviausvog:
486 b. 511 a. —
©. 00: 8. zu 51a. — aA:
8. zu 449 0. — Gs M. Ö.: 8. zu
490 e. (ᷣs del...) — und’ a av
Ev: 8. zu 512 re — Ueber &v
beim Infin. s. zu 448 a. — #x-
300@9: ‘weitweg von hier;' d.i.
von Athen, wo so viel Process-
sucht herrscht und so viele Sy-
kophanten (Krit. 44 e.) ihr We-
sen treiben. So warnt Anytos
(Menon 94 e.) den Sokr.: &yw
ubv 099 &v 00, ovußovisvoaı-
u, el &dElsıg Euol meidsohan,
evLcßeiodaı, ös, long tv xal
&v dlıy nolsı HEov karı nanag
zosiv ardgmzong 7 EU, dv
znde (Athen) 68, Ral ravyv. 0l-
uaı Ö 08 nal aurov slöevau. —
v.n.long HoYPNg0D &. x. Pav-
Aov:: 486 b. Was hierbei auf dem
Spiele steht (Leben, Vermögen
u. dgl.) wird durch, negi mit
Gen. bezeichnet. — 6 zt zW 01,
roſSro. : 8, zu 469 c. — dar-
27) eloin: "wenn ich anders
vor Gerichtkomme. davzeg lässt,
wie &özee (Kr. 69, 23.), die Be-
dingung als eine meist zweifel-
hafıe Voraussetzung erscheinen.
— HVÖUVEVMV: KAIıyövvEveıv u.
x{vövvog werden häufigvon G e-
richtshändeln gebraucht (vgl.
das lat. periculum). — xo»n005
tig . ..: Ueber die specielle Be-
LE
— — mer —
200 IAATQNOZ 521 D
yo‘ xal ovdEv ys aromov sl anodavormm. Bovisı G0L
eino dr 6 Tı Taüre ng0000x0;
KAA. Ilavv ye. -
ER. Oluaı user oAlyov ’Adnvalov, ive un sin
uòhvos, £Enıysigeiv Tl og aANdag HoArıan Teyvn al
noctreıv Ta MoÄırına U0VoS rv vOV‘ ärs 0UV0V QÖS
yägıv Adymv Tovg Aoyovs oVg Adym Eudorors, aAAR
zo0g To Beiriorov, 09 08 TO Ndıorov, xal 0oU% EIE-
EAmv moLsiv & OU mapaıvsls, va xoula taüıa, 00x Ein
0 rı Acyo dvro Öixaornoliw. 6 avros dE wor Nass Ao-
yog, Ovaso noög IlwAov ZAsyov‘ xpıvoöunı Yap as
Ev moıdloıs laroog dv Kolvoıro xarnyopoüvrog O%o-
KoL0d. 0408 YaQ, Ti dv dnoAoyolto 6 ToLoürog &v-
dommog ev rovrois Anpdeis, sl avrod xurmyogol ris
Alyav ot © maldzg, noAid ung xal xaxc 008 ‚eio-
Yyaozaı avNE Kal MUTOVS, Kal TOVS VEHTATOoVg YVumv
deutung dieser Stelle s. das Be-
treffende in der Einl. —
D. &tonov: ergz. &v ein. —
BovAsı 00ı einw: 8.zu454e. —
uovog twv vöv: Dieser von ed-
lem Selbstbewusstsein zeugende
Ausspruch gewinnt seine rechte
Bedeutung durch Vergleich mit
504 b. Das Nähere s. in der
Ein. — zoös ‚yagıv: s. ob.
a. — Aeyov tovg Aoyovs oU8
AEyo &n.: 8. zu 467 d. (09
&. gonuarıouov 70.) An eigent-
liche Reden ist bei Sokr. na-
türlich nicht zu denken. s. insbes.
Apol. 17 b. — 09 zoös zo 7-
dıorov: verdeutlichende Wieder-
holung des bereits in 09 ze0g
zagıv ausgesprochenen Gedan-
kens. 8.zu 452 e. (zii cool). —
& 00 nagaıveig: 485 ef —
T& xouypa tavra: ‘Diese herr-
lichen Dinge da, näml. die so-
522 dıapPeigss rEuvov Te nal namv, xal loyvalvav nal
‘
phistischen Rednerkünste. Sokr.
erwidert den höbnischen Vorwurf
des K.486 c. Ueber das oft iro-
nische xouyos vgl. 493 a. Ueber
das verächtliche ovürog 8. zu 452
e. —
E. 6 aürög...: idem in men-
tem mihi venü, quo usus sum erga
Polum. Symp. 187 d. zalıy yao
nei 6 aürög Aoyos, Orts #TA. —
006 IIolov &Asyov: 464 d. —
xgLvovuas: s. za 509 d. (adı-
anoetal). — Anpdeig: mit Be-
zug auf die Worte des K. 486 a.
el zıs 0005 Aunßouevog xıl. —
örı: 8. zu 45i a. — molla dv.
nal nad: 8. zu 447 a. — TOUS
venzarovs dv. Ö1apdelgsı: An-
spielung auf die bekannte gegen
Sokr. erhobene Anklage. Apol.
21 c. —
522 A. rduvo» te nal Xawn:
522B TOPTIA2.
201
zviyov drogelv moısl, nixporare wouare ÖLdovs xal
zevijv nal dıdıjv dvayxalov, 0ody wornso &ya moAle
. al nöd xal navrodana EVOYovV vuäg‘ Ti dv olsı
&v ToVTO ro xard anoAnpdevra larpov Eysıv almeiv;
n sl sinoı mv dANdsıav, Orı Taüra navıe dym dnolovv,
© naldeg, Uyısıyas, 02000v olsı dv dvaßonjdar todg
ToLovrovg Öinaoras; 0V wEye;
KAA.'Ioos' olsadel ys yon.
ER. Ovxodv olsı Ev ndon dropie dv avıov dys-
oda, õ tu yon sinelv;
KAA. Tuvu ye.
18 22. Towöürov uEvroı Hal dya olda Or 190g
zadoıuı dv siosAdmv sig ÖLxaoriigıov. odrs yag N00-
vag üg &xnsnopıxa Em aurolg Akysıv, &s 0dToL 8VEQ-
yesolag xal wpeislas voulkovav, &ya Ö} oUrs TOUg no-
olfovras nA ovrs oig noplkeraı‘ dav re ris ve] vew@-
tegovg HP dinpdelpsv dnopsiv HoloÜüVrTe, N Tovg
ros0ßvregovg xaunyogsiv Akyovra nıxpoVg Aoyovg N
8. zu 476 c, — dmogeiv roi: Kr. 50, 11, 10. vgl. z. Th. C.
"bringt zur Verzweiflung. — ovr 390. —
Done . .: d.i. 00% EU009 B. zoıovrov... TaDog TR-
vᷣuẽg Bonse. &ym xl. Ueber die
(sehr häufige) Ellipse bei ovy
BOTEQ 8. Kr. 62. 4. Prot. 341 a.
rolle... Evayovv: vgl.5l8e.
Ueber den Inhalts-Accus. s. Kr.
47, 15, 1. — vyıeıvag: sanila-
tis vestrae gratia: — avaßoav
hier als Zeichen des Missfallens.
vgl. das 458 c. zu S$ogvßos Be-
merkıe. — Long: ‚5. zu 471 c.
— olsohal ye yon: Prot. 825
c. Krit. 53 d. — &v ndon amo-
olx... Eyeadar: "sich in gröss-
ter Verlegenheit befinden (in B-
V. stecken). Phil. 45 c. &v rotov-
Toıs voonuacıy Eyousvor. vgl.
somno teneri u. &. Ueber z&o«
anople, ‘völlige Verlegenheit,’ s.
Foını av: s. zu 467d. — ndo-
vas &g &nmenopixa: mit Rück-
sicht auf 517 b. — div Te...
zweites Glied zu oure —2
s. zu50la. — anogeiv Rolodvz:
Men, 79 e. (der junge Menon
spricht) © Zwxgazeg, Nx0vov
br Eyoye mglv. nal auyyeveodau
001, Or oo ovöiv allo ñ ö-
ros TE —X nal vovg Ql-
Aovs roLsig Armopeiv.
Theait. 149 a. sagt Sokr. zu dem
Jünglinge Theaitetos: ol ö8
....„. Ayovoı zegl Euod, Örı dro-
norerog elmı nal NOL@ TodE
avdgumovs aropesiv. 7
xal roõro annnoas; Os. Eyaye.
— roüs To. Kannyogeiv: vgl.
202 ITIAATANOZE 522 B
ide 7) Önnoole, oüre 6 almeig Eko sizelv, Orı dıxalas
cxivra raiza dya Aldyo, zul nEKTTm To Yuersgov den
roũro, 0 Kvdosg Öınadzal, ovre &Alo ouddv‘ @oss laws,
6 21 dv TUY@, Toüro zsldount.
KAA. Aoxet ovv 001, & Zonparss, aalög Eysv
Avdpwmmog dv nolsı ovrw Öiaxeluenos anal aövvarog
R ⸗
ov Eauvro Bondalv;
2R. Ei &xsivo ya dv ade Unagyoı, a Kaldinisıs,
6 ou molldnıs @uoAoynaas‘ sl Beßondnxag ein avıo,
Dunts zepl dvdoemmovg unts wepl Beovg adıxov unötv
unzs ſlonxòg unts sipyaausvog. aven yap rıs Bondeın
gavro nollaxıg nulv GuoAoyntar xparlsrn alvar. ei
ulv 00V dus ris dEsAdyyoı Tavımv mv Bordsan adv-
verov Dvra Zuavıo xal Kilo Bondeiv, aloyvvolunv
av nal Ev noAdols ul Ev oAlyoss EbeAsyyouswog wei
UOVog vᷣoxòo uovov, xal ei
die unt. 521 c. angeführte Stelle
aus Men. 94 e. — Afyovra nı-
000g Aoyovg: Das ZEstafeın
nal ZEsleyzeıv tous olouevong
ubv eldevaı rı, eldorag dS ov-
Ö&v ist gemeint. Apol. 21 b. f.
30 e. — n ldie 7 Önuooia:d.
i. theils in Privatcirkeln, theils
bei öffentlichen Zusammenkünf-
ten, z. B. in Gymnasien, auf
dem Marktplatze u. s. w. 8. 447
a. das Citat aus Xen. Mem, Mit
dnwooia Aoyovg Afyeıv ist hier
nicht ‘öffentlich (an das Volk) Re-
den halten’ gemeint, was der
Ausdruck sonst allerdings bedeu-
tet. s. Apol. 31 c. —
C. zedtro ... . roõtro: “ich
betreibe ja damit euer Interesse.’
Apol. 31 b. 0% yag ardpmrivo
koıns co dub To» ubv duavrov
Erdvımy nusinxtvar xal Avs-
12000. tov olnslov Auslovus-
os Tosadıa nen Ern, vo d8
die Tavınv ınv advvanlar
ÜBETEEOV noKTrEsıvy de
rl. — 0 Ti... neloonar: vgl.
521c. — odr@ dıanelusvog xal
aövvarog @v...: Statt der Coor-
dination der beiden Begriffe sollte
man vielmehr ad. av. &. ß. als
erklärende App. asyndetisch bei-
gefügt erwarten. — el &. yes: s.
zu 503 c. — &ßeß. ein...:
“nämlich wenn er sich dadurch
Hilfe verschafft hätte, dass’ u.s. w.
D. Bondeı« davra: Ueber
den object. Dativ beim verbalen
Substant. 8. Kr. 48, 12, 4. vgl.
zu 513 b. (gıllas zo dnum.)
Aebnlich steht Bondog mit Dat.
Prot. 322 b. — ei ud» ou»: s.
zu 509 a. — d£elsyyor...Ovre:
Ueber die Bedeutung von dEelgy-
zgıv 8. zu 4678. Ueber die Constr.
s. ©. 598. Kr. 56, 7,2. — r. 7.
Bondeav ... Bondsiv: auxilium
praestare. 8. zu 467d. — adloyv-
volunv dv . . . Üleyzousvog:
78
923 A
TOPTIAZ,
203
anoftwmjaxoıui, dyavanrolmv av‘ si Öb noAnnızjs bnTo-
oıxig dvdcle Teisvronv Eyoys, sv olda Or GedimgE
ldoıs &v us PEgovea Tou Bavarov. avr6 ulv yag To
anodvnoxsv oööel, Yoßsitai, Oorıg u) TanTanacıv
aAoyıoroz Ts aal dvavdgog £arı, 0 03 adızalv poßsi-
ze‘ noAAov yap adınnudav yduovız ınv boynv eis
"Audov ayındadar navrav Eayarov xaxav Eariv. si Öb
BovAs, ol yo, ag roüro odrmg Eysı, EOEAm Aoyov
Atkaı.
KAA. AR Eneineo ys vol vario dnkgavas, xal
Toüro nEgavorv.
ZN.”Anovs 67, paol, uala xaAov Aoyov, NV ou 523
usv nynosı nöDov, ag &y@ oimaı, &ya Öb Aoyov' wg
and yao Ovra 00ı Akku & uElim Akysıy. @ONEE Yap
vgl. zu 489 b. 0.592. Kr. 56, 6,
4. — WOVOS UNO uOVovV: 8. zu
459 d. — anodvnoxouı: hier
wie sehr oft (z. B. 469 b.) enphe-
mistisch für “hingerichtet werden.
— xolanınjs Onroginns: vgl.
517 a. — dadlwmg... pEgovie:
Krit, 43 b. (Kriton spricht zu So-
krates im Kerker) xal mollaxıs
ubv ön 08 xal ng0T800v dv nav-
ti co fiw Eddaıuovıo« roũ o0-
nov, mol Öb ualıoıa Ev ıy
vvvl TaQEITDEN Evupoad, og
6aölmg auınv nal moawg
gEgsıs.
E. ovdsle ... ßoris un...:
vgl. Prot. 324 a. — Aoyov AE-
Enı: “eine Geschichte erzählen.
s. zu 4578. — £xeinee ye: ‘Da
du doch einmal’ u. s.w. — xal
tovro neeouvov: Kallikles fühlt
eben kein sonderliches Verlangen
die vollständige Begründung einer
Lehre, welche seiner so schroffaus-
gesprochenen Denkungsart durch-
aus siegreich entgegentritt, noch
länger anzuhören, sondern mit
derselben Gleichgiltigkeit, mit wel-
cher er schon lange der Unter-
redung nicht sowohl folgte als
sich nachzieben liess, fügt er sich
als höflicher Mann dem Wunsche
seines Mitunterredners und des
Gorgias (s. 506 a.). Ueber ze-
gaiverv 8. zu 472 c. —
523 A. üxovs . . . Aoyov:
Durch gasl (s. zu 447 a.) wer-
den die Anfangsworte als übli-
che Eingangsformel der Erzählun-
gen, vermuthlich vorzugsweise der
Märchen, angedeutet. Dann
würde die ganze Redensart durch
6% 00 ulv nyjosı wöFov ihre
besondere Bedeutung erhalten. —
&ya ö$ Aoyov: “ich aber für einen
wahren Bericht’ (s. zu 457 a.)
Ueber den Gegensatz von uOFog
und Aoyog vgl. Prot.320 e. Phaid.
61 b. &vvonoag, ori row roN-
ınv Ösor .. . moısiv WUDovg,
all ou Aöyovg xriA. Lege. 9,
872 d. 6 yag dn wößog 7 A0-
yog, 7 0 TI EN rg00ayogevsıy
avrov, du ralaıay leosov Ei-
204 ITAAT2QNOZ 523 A
Ounoog Adysı, Ö1sveliuavro mv doynv 6 Zeug xul 6
Iloosdov xul. 6 Iliovrmv, Ednsıön Mapa Toü nargög
zog£iaßov. nv |odv vouog Ods nepl avdpunav ini
Keovov, xal asl xal vov Erı dorıv Ev Deols, Tov av-
doarwv cov ulv Öıxalwus Tov Plov dısidovre xal
B 06log, Ensıdav TeAsvrnon, eig URXKEWV vidovg arıovre
oinselv Ev naon svdaıuovig Edxrog naxav, vov ÖL adt-
us xul adEng eig To vg Tloswsg rexai lang Ösoum-
znoıov, 0 dn Taopregov xaAodsıv, livar. Tovrov 68
dıxaorai En) Koovov xul Er vemeorl ou Jıög iv do-
ynv dyovros füvrss n00v favrov, Exsivn ci) nuuſoꝙ
Öınakovres n weidoısv teisvräv. xaxnug ovv al Öixaı
dxgivovro 6 re ovv IMlovemv xal ol dnıueiyral &x
uaxaomv vnoov lovseg EAsyov mgög Tov Ale, Ort poi-
enrau 0Xpas, vᷣs aTl. — Gonse
yao: Ueber y&g (nämlich; 8. zu
454 d.) zur Einführung einer an-
gekündigten Auseinandersetzung
s. Kr. 69, 14, 1. — "Oungos AE-
ysı: Il. 0, 187—195. — 0 Zevg
...:8. zu 448e, ‚(6v T’opylov).
— £nl Koovov: “unter Kronos;
während der Regierung des K.
Kr. 68,40,4. 0. 463B,b. — del
al vor £. Eorıv: ‘besteht auch
jetzt noch, wie immer.’ Ueber das
Präsens des (nur einmal gesetz-
ten) Verb. s. Kr. 62, 4, 2. —
B. eis uoxaowv noovg Die
Inseln der Seligen, die Wohn-
stätte der Frommen nach dem
Tode, zuerst von Hesiodos 2.x. 7.
170, f. als Aufenthaltsort der alten
Heroen genannt, während Ho-
meros Od. ô 561 ff. als solchen
das ’Hivoıov nediov angibt, la-
gen nach der gewöhnlichen An-
nahme am westlichen Erdrande.
Platon bezeichnet sie hier als einen
Theil des Hades. Aus den andern
En F
CTaEv opıv Avdgmnoı Exarepwos avakıoı. simev oVV
fünf Stellen, wo er sie erwähnt
(Repbl. 7, 519 c. 540 b. Menex.
235 c. Symp. 179 e. 180 b.), lässt
sich über die vorausgesetzte Lage
nichts bestimmtesentnehmen. Spä-
ter führten den Namen uaxaogwv
v1001, fortunatae insulae, ‚die ca-
narischen Inseln. — &v waon ev-
daıuovia: “in lauter Seligkeit.
s. zu 522 a. — ddeag: „äml.
ròv Biov dıeidovre. — 6 ÖN:
s. zu 517 e. — Teeragos: Der
Tartaros, in der 1l.®, 13 ff. 478
V. der finstere Abgrund unter
dem Hades, wohin Zeus die re-
bellischen Titanen, den Kronos
u. a. verbannte, erscheint später
als der Aufenthalt der Gottlosen
im Hades und steht zuweilen,
auch im Latein, für den ganzen
Hudes selbst. — rovzmv Ö} di-
xaotal: Ueber dieTodtengerichte,
wie über den ganzen Mythus, se.
das Nähere in der Einl. — $o»-
zes 9. fovrov: s. zu 459d. vgl.
zu 510 med. — weiloıev: Ueber
523 D TOPTIA2.
205
0 Zeus‘ ail Eyo, Epn, NAVOM TOUTo yıyvousvov. vüv
utv yap xaxds al Ölxaı Öıxabovrar. AUNEYOUEVOL Yap,
&pn, ol xgıvouevor xolvovrar‘ fovrss yap xpivovran.
moAAol 00V, N 0° 05, Yuyas movngds Eyovres Nupıe-
ouevoı siol Hmuara TE xaAc “al yEvn nal nÄovrovs,
xai, Ensidav nn xgioıg 7, Zoyovia avrois noAdol uip-
rvoſs, HRETVENO0oVTES ws Öınaios Beßımaacıv‘ ol 0UV
Öixaatael Uno TE Tovımv dunintrovran, al aur xalD
evrol Aumeyouevor dıxakovoı, TOO Tg Yuyis tig av-
rcõv OpPaAuovg xal ara xal 6A0v TO Guur MEOREXA-
Avuuevor. taüre Ön avrols navra Enlngoo9sv ylyvs-
Tai, xl TE avTavV aupıdouara xal Ta Tov xoLvouf-
vov. XE@ToV ulv oVv, Eyn, mavarsov Earl agoEÜdo-
’ % h) ’ —8 ⁊
rœs RVTOoVS TOV Havarov' vũßv yag ngoldası.
den iterativen Optat, im Relativ-
Batze 8. 0.555 A. 1. Kr. 65, 6,5.
Ü. Exareowos: d.i. sowohl auf
die Inseln der Seligen als auch
in den Tartaros. — aA’: s. zu
449 a. — £pn: Häufig steht im
conversationartigen Stile das pa-
renthetische gro u. &. pleona-
stisch, und zwar manchmal, wie
hier, wiederholt, wenn schon die
direct angeführten Worte durch &Ö-
ze 0. dgl. eingeleitet sind. Charm.
164 6. 0do us dn ö Beös
mg00RyogEYEL Tovg eloıöv-
Tag... xal Aeyeı zgög roöͤ⸗
ae) eloıoyıa 00x @AAo rı, N 00-
poov8ı, 9176. Aehnlich Corn.
Nep. Ham. 2. 2, Hannibal... . hoc
adjunzxit: Pater meus, inquit, Ho-
milcar, puerulo me etc. — TRVOM
TovTO yıyvousvor: “werde, die-
ses abstellen” 5. 482 a. — aume-
yousvor: näml. mit dem Körper
umgeben. — yevn: “vornehme Ab-
kunft.’ Alkb. 1.123 e. z/ oů⸗ wor
forıv, OTw nıoTeve zo neLgd-
xıov; el 009 Akyoıuey, Ort xul-
rovro
Agı ze xl weyeßeı nal yeveı nal
rA0vTw Rai Pvoeı ig Yvync
xt. vgl. Hor. Carm. 4, 7, 23.
non, Torquate, genus, non te fa-
cundia, non te reslituet pietas. —
D. opdaluovs... . ROOKERA-
Avuusvor: moonelunrechen‘ et-
was als Hülle vor sich halten,
vgl. Prot. 316d. — Emingooder
yiyveraı: "steht im Wege; wird
hinderlich. Ueber die adject. Be-
deutung der Localadv. bei yl-
yveodcı 8. Kr. 62, 2, 4. — utv
00V: 5. zu 509 a. — zavordov
Kr. 56, 18, 2. C.596, 2. — zo081-
doras adrong: vgl. zu 482 a. —
xal dj: "auch (sogar) schon. 8.
zu 450 c. u. Kr. 69, 17, 1. C.
642, 4, e. — 3aV0n aürav: Der
Genn. hängt von zovro ab. Die
ganze Stelle scheint durch Aischy-
los, Prometheus 248 P- veran-
lasst. IIe. Sunrovs y Enavon
un moodtgueodau 10009. ‚oe.
zo moiov —XR rñode pagua-
xov vocov; Ile.ruplas &v —*
tois &inldug naroxıoa. —
206 DTAATBNOZE
Eutv 00V xal 67 elgneaı ro Ilpoundel Oxwg dv zaven
avrov. Emeite Yyvuvodg Xoırdov ENavnv ToUTmv ' Te-
Bvsorag yag dei nplvsoder. al Tov xpıınv dsl yu-
uvov eivaı, TEdVERTE, adTN Ti Yuyfj avınv rw yurnv
Hswpoüvra Ekalpvns anodavovros Exaorov, Zenuov
KEVIOV TOVv Ovyysvav xal xarwiınovra El vis Yüs
zavıe Exslvov TOv x00u0V, Ivo dıxaia 7 xolaıs N. Eyo
ulv odvradra dyvaxdg XEOTEEOS N vuslg Eroımoaunv
Öıxaasag visig duavroo, Övo ulv du is Aclas, Mivo
524 re xal "Padduavdvv, Eva ö8 &x ıns Evooang, Alasov-
ovroı ovv dnedav reAsvrnomdı, Öixdsovamvw &v To
Asıußvı, &v zii rg100@, EE 5 PEpstov ro öde, 7 ulv
sis uaxaomv vnaovs, n Ö eis Tapragov. xul tovg uiv
E. yvuvovs x. aravıov tov-
zov: näml. frei von dem in c.
Aufgezählten, omu«, y&vog n. 8.
w. Ueber yvuvos rıvog 8. Kr.
47, 26, 4. vgl. C.414,5. — re-
Bveörag ... —RE im Ge-
gensatze zu c. toõvres yag xor.-
vovtœr. — — : Ueber die
Bedeutung des adrog 8. zuProt.
309 a. vgl. zu 483 d. Der nach-
drückliche Gegensatz zu dem Vor-
hergehenden bedingt die Umständ-
lichkeit des Ausdrucks. — kEei-
ps droP. Endorov : "jedesmal,
sogleich, wenn einer gestorben
ist. Ueber EEalpuns beim Part.
vgl, das zu det 520 c. Bemerkte.
— dusivov ToV x.: zurückwei-
send aufc. — zedTegog: Kr. 57,
‚3. vgl. Liv. 1,34. Arruns prior
—* pater moritur. — Övo u. &x
ns Aclas: Minos und sein Bru-
der Rhadamanthys, die auf Kreta
lebten, können nur in so ferne
“aus Asien genannt werden, als
ihre Mutter Europa, Tochter des
phoenikischen Königs Kadmos,aus
diesem Erdtheile stammte. — Mi-
vo: Hom. Od.A, 568 f. M
Hades) 7r0L Mivoa do», Jıös
ayAcov vlor, 1000809 SRjrTEoN
Eyovra, ÜEuULOTEVOHTa vErvaoıy,
nwevov. Ueber die Form s. Kr.
‚16, 8, 2; ungenau C. D. 163. —
Padduardvv: Hom.1l.&,321.
Doivınos xovons Mevieiroto
7 tens wor (Zeus) Mivo re nal
avrideov Padauavdvr. — Ala-
«09: Hom. Il. o, 187 f. —R
oyc (Aehilleus) VEVENYV weyakov
Jıös eüzouaı slvar. zinze w
vn — &va0oo» Mvg-
wıdovecans, 1eUg Aluniöns'
oͤ d' de sch Jıos nev. Un-
ter allen Schriftstellern führt Pla-
ton zuerst an vorliegender Stelle
diese drei Todtenrichter auf. —
524 A. &v zo Asıuavı: Hom.
nennt (Od. A, 539 u. 573) den
Gopodelög — auf welchem
die Schatten der Heroen wandeln.
— dv 17 roı0de ...: vgl. Virg.
Aen.6, 540 ff. hic locus est, par-
tes ubi se via findit in ambas: dex-
iera quae Ditis maqni sub moenia
tendit, hac iter Elysium nobis; at
luevo malorum exercet poenas et ad
inpia Tartara mittit. — &lg un-
TOPTIAZ. 207
dx is Acta "Padauevdvg xpıvet, tovg Ö8 Er vis Ev-
oonns Alaxog‘ Mivo Öö} ngeußein dwoo Emwiexgl-
veıv, Ev daopjrov tı To Ereom, iva og Öixeiorarn
n xoloıs n negl rüs mogelag rot avdgWRong.
80 Teür Eorıv, @ Kuldlnisıs, & &yo EXNNOWg KIoTeVm
aAndn elvar‘ xal du Tovrav rav Aoymv roı0vds rı Aoyl- B
Eoucı ovußalvewv. 6 Bavarog ruyyaveı av, wg Euol do-
nel, ovötv AAdo 7) Övolv neayudrov dıdAvaıs, TüS Yv-
ns xal Tod auuaros, am aAlmAoıv‘ Ensidav Ö8 Öıa-
Avdnov Kon an aAAmAoıv, od MoAd rrov Exaregov
æbrotu Eysı nv Ev mv adrod, ijvnso xal Orte En 0
AvdEWROoG, TO TE Odua Tjv PVow ı7v adrod xal ra
Feoansvuara zul va nediuare Evönka advra. olov sl
Tıvog ulya NV To Oaya YUce 7 TEOPT N duporeon
Eövrog, tovrov xal Ensıdav anoddvn 0 vExgOS wEyas,C
xal el nayvs, maydg xal dnodavovrog, zul taAle 0V-
ag’ nal El ad dmerjdsve xoudv, Xounıng Tovrov xal
0 vExg05. unorıylag ad ei rıs nv nal iyvn elys Tov niy-
u C
200P vnnoovg: 8. zu 523 b.
Das Wortwird als Eigenname be-
handelt wie das entgegengesetzte
Teaezapov, kann daher ohne Art.
stehen. C.377. vgl. Kr.50,2, 11.
— $dmörangivswv:‘Das Endur-
theil fällen? ein sehr seltenes
Wort. Ueber die Bedeutung der
Präpos. vgl. Kr. 68, 46, 17. —
zogelag: d. i. die Laufbalın im
Todtenreiche. Repbl. 10, 604 e.
dınysiodaı (Tag pouyag) aAkT-
Anıg... Kvauınvnarousvag 000
te nal ole wadoıev nal Dödoıev
&v 77 ©n0 yıs nogeia‘ elvaı
Öt Tn79 mopslav zılern) nei. —
B. ovußalveıv: s. zu 459 b.
— 0 Baverog...: Phaid. 64 c.
coc un @Alo Tı (nyovuete Tov
Hovarov elvaı) N nV tig Yv-
NS An Tod owuarog analin-
ynv; nalelvaı todo to tedve-
vor, gwelg ulvano zig Yuxis
anallaykv adro nad” Euvıo To
GGu yeyovavaı, weils dk nV
YVYNY ETO TOV OWURTOS anal-
Auysioav avınv Ka avınv el-
var; — nvreo nal: näml.elyev.
Ueber das pleonastische x«l im
Relativsatze bei Vergleichungen s.
Kr.69, 32,13. vgl. 457 b. — 10
Te 0@ur& ... .: Das zweite Glied
folgt d. (r@örOv Ön Ari.) in ge-
änderter Constr. — olov: s. zu
450 c. — augporeow: Ueber den
adverbartigen Accus. &uporsg«
verbunden mit dynamischen Dat.
s. zu 477 d. —
C. 6 vexoög: “Der Leichnam.
— ad: 8. zu 506 d. — ueorı-
yiag: verbero, vorzugsweise von
schlechten Sklaven gebräuchlich,
208 NAATSNOE 5A C
yüv ovAäs Ev To oayarı N Uno Hadıiyav 7 AAlmv
roavucıov fav, xal redvenrog To sauna dorıv ideiv
rede Eyov‘ xarsayora Te Ei rou ijv nein 7 dLsarpau-
D uva Eovrog, xal TedVvenrog ravıa radre Evönia. Evi
ob Aoyo, olog sivaı napEesxsVaoro 6 ooue fav, Evönie
teure aa) TeAsvındavrog 7 navra N ra noAia Eu rıvo
xo0v0V. tavzov 6n uor doxei ToüT apa xal zeol rnv bv-
ınv elvaı, a KalklxAsıg“ Evönda navıa Eorlv &vrjyuyi,
ensidav yvuvadıT TOV GWuarog, TE TE Tig PVdsmg “ul
za nadnuara, & bıa nv Enıtndsvav Exddtov TEAYyuR-
og Eoyev Ev ıf Yurij 6 avdgwmog. Ensidav oVV agi-
Exovraı apa T0v Öıxacınv, ol ubv dx vs Aolag age
tov Padduavdvv, 6 Padauavdvg dnsivovg dniorioag
Dedra: Exdorov nv yuynV, ouvx eldag Orov Eoriv, all
roAkcaıg Tod usyaiAov BaoıAdag EnıAaßouevog 7 KAAov
örovodöv Basıldws 7 Övvasrov xareldsv oVölV Dyılc
0v NS Yuyis, aAla Ötansuasuıymusvnv nal ovAmv
525 KEOTNV Uno Emiognıov nur adınlag, & Exdaen n noäkıs
avrov Lmuogkaro eis mv Yuyyv, xal mavra onoÄıa
vRO YEVbovg ul ainkovsias nal ovVöLv EU dıa To
avev dAndelag redgdpdar‘ xal Umo Ekovalas ul Tev-
pis xal vVBoswg xal axgarlas av nodkewmv Kovune-
— — —
die häufig mit der uaorı& ge-
züchtigt werden. — eyvn Tov
ninyov: Appos. zu ovAas. —
D. . Aoyo: “mit einem
Worte, um alles in eins zusam-
menzufassen. Kr. 48, 15, 17. vgl.
C. 441 a. — olog.. ‚für: d. i.
olos, zo oüne ‚elvaı TTRQEOKEV-
@0ro rıs for. “wie einer bei Leb-
zeiten körperlich beschaffen war.
— £mi wa yg0vo»:: "einige Zeit
lang. — Kr.68, 42, 1.— yvp-
vo97 Tov Souwrog: Kr. 47,13,
vgl. C. 419 e — rar. r. pV-
oeog: ‘Die Naturanlagen. —
E. of ulv....: Das zweite
Glied of d2 && ıjs Evoanns
zaga row Aluxov (8. ob. a.) ist
ausgefallen, da die weitere Er-
zählung sich unmittelbar an ‘Px-
dauavdvv anknüpft. Natürlich
verfährt Aiakos eben so wie Rha-
damanthys. — o® ueyalov Po-
oıllog: 8. zu 470 8. — xurei-
dev: s. zu 484 a. (dvepaon). —
525A. &: Man sollte mit Be-
zug auf 0040» hier &g erwarten;
aber das Neutr. fasst auch das
durch dLausuunotıymuErnr Be-
zeichnete in sich. — oxolıa : ent-
sprechend dem obigen dıeorgau-
usvo (524 b.) — 9x0 2Eovolag:
625 C TOPTIAZ. 209
toplag te xal alaypornTog YyEnovsav nv Yuyagv sldsv‘
idav Ö3 arlumg Tavımv anemsunsv SVÄU Tüg PEoV-
pas, ol uälilsı Eidondan avariivaı Ta moEOGKxoVER
a9.
81 IIpooniası ôb zavıi ro dv tıumela Ovrı, un Gd-B
A0ov 0E9aS Tuumgpovusvo, n Beitiovı yiyvscdaı xal
ovivasdaı 7 rapadslyuarı voig alloıg ylyvsodaı, iva
&A Aoı GgWVTES Rdoyovzn & av zaayın poßovusvor Bei-
tiovg yiyvavran. eiol Ö8 oil Ev Spslounevoi TE nal
up dudovres væò Deov re xal —R ovror, of
av iadıua Auaprnuara Aucprwaıv‘ Opumg Ö3 di aiyr-
dovav xal 0Övvav yiyvsran avrois 7 wpelsın xal dv-
Hads xul Ev Adov‘ ov yao olov re HAlwmg adızlay
anaildrrsodear. of Ö° av ra Zayara adınnjamaı xal dia C
uiadra adıziparae avlaroı ydvavıas, dx TOVTWv Ta
zugudsiyurta ylyvasaı, xal oVroL avrol ubv ouadrı
OVivavıaı oVÖEV, &rs avlaroı Ovreg, dAAoı Ök OvVivar-
rar ol Tovrovg OgWvres dıa Tag Auaprlas sa ulyıora
al Oövvnporere al YPoßepwrare nad HaOYovrag
tv al X00voV, areyvos Kapaösiyunte avnarnuevovg
dnei Ev "Ardov dv ca Ösaumrnelo, roig asl av aöl-
Erklärungsgrand zu revorj, vBeıs,
anparla. — eldsv.. . ARENEN-
Yer: vol. (524 e.) zu xareidsr.
— 4605v TiG Po0veÄs: recta in
custodiam. Kr. 47, 29, 1. 0.415.
B. zgoonnsı .. . BeArlovs yi-
yveodaı: 8. zu 479 e. — xci-
cyosra: näml. roͤ⸗ —X
vov. — — ... 614-
dowrss: d.i. ‚diejenigen, welche
dadurch, dass sie gestraft werden,
Beil erlangen. Die beiden Be-
griffe sind grammatisch coordi-
niert, logisch subordiniert. Ueber
une dıdovaı un0 zıvog vgl.
4730. — L. apaprruaTa Kpae-
Plat. Gorgias.
rooıw: 8. zu 467 d. — dedade:
im Erdenleben. —
C. v@ zugadsiyuera: Der
Art. weist auf b. (zagadeiyuare
roig alloıg yiyyeodaı) zurück.
s. zu 470 c. (TO zaudı). — ov-
roı «vrol: das wiederholte, durch
&örol urgierte ovrot ist charak-
teristisch für die bestimmte Schei-
dung, welche Pi. hinsichtlich des
Endzweckes der Strafe beobach-
tet (s. die Einl.); deshalb wird
auch, um nur jedes Minnverständ-
niss abzuweisen, mit dAlov ‚s..
das bereits oben in @iloı — 5
TES . . . yiyyavıcı Ausgesagte
14
NAATR2NOZ 5235 C
210
D x0» dpızvouulvors Deapare xal vovdssipare. av dyo
onu Eva xal ’Apriiaov Zosoder, ei and Asysı Ilo-
Aog, al KAAov Ögrig dv ToIodrog TupavVvog 7" oipes
Ö} xal Toüg moAlovg eivar Tovrmv Tov zapadsıypa-
nv &x ruvpavvov xal BacılEav nal Övvaoıav xal za
av noAsav zpnkavımv yeyovoreg‘ ovroL yap dia iv
dkovaiav ufyıora za) dvocidtzata Kpapııuara auap-
tavovaı. ueprvpei O8 rovroıs xal Oumeos‘ Pasıddas
yap xal Övvaarag Ensivog wenolnas tovg Ev Aidou rov
E @sl yE0vov rıumpovusvovg, Tavreiov xal Ziavpov xal
Tırvov‘ @sgolınv BE, wal ei Tıs aldlog Xovngpos nv
dung, ovöslg nexXoinxs peyalcız tıumplaıg Gvveyo-
kevov ag &viarov’ 0V ydp, olmaı, Eijv auıa‘ dio zul
svöcıuoveatspog nv nolg &inv. alic yap, m Kaikluisıs,
dx av Övvausvov eiol nal ol Opodep« zovngol Yyıyvo-
526 uevor Avdomnoı' ovölv umv xwivs xal 8v Tovrog
ayadovs avdgas £Eyyiyvsodaı, xal Opodoa Ye Afıov
Ayaodaı Tov yıyvousvov' yalsnov ya, @ Kailixisız,
vol noAAoö Exalvov abıov Ev ueyain Ekovaia Tod adıxeiv
ysvousvov Öıxalos Öınßıovar. oAlyoı O8 yiyvovraı ol
rotoõũrot Emel anal Evdade al aAAodı yeyovasıv, oluaı
zexoinse: “dichtete. Apol. 22 b,
©. — uey. Tıuoplaıs Ovveyous-
vov: vgl. 479 a. 512 a. — ki
avro: d.i. Thersites und Leute
seines Schlages hatten nicht die
nochmals genauer erklärt. — &»
Ardov Ev a dnoumrnelo: "im
Hades, und zwar (nämlich) im
Kerker. Ueber rò dnsumrrjgrov
s. 523 b. —
D. Aeydioos: 470. d. V. —
al @AAov Dorıg . . .: "und wer
sonst noch u.8.w. — roöog xol-
Aovg: s. zu 523 e. (fonuov...)
— elvar...yeyovörag: Kr. 56,
3,3. C.590 A. — Baoıldos nal
dvraorav: vgl. 524 e. — dic
nv lEovolav: vgl. ob. a. — uoo-
tvgei 08 rovrotę: "dies bezeugt.’
E. Tavıorov...: Od.A, 576
F. — Gepoiınv: D.P, 212. —
ldıwıns: s. zu Prot. 312 b. —
&&ovoix unsühnbare Frevel zu
verüben. — Aid yag: 8. zu
448 d. —
526 A. Ayacdaı av y.: Kr.
47, 10, 9. vgl. C. 420. Anders
482 d. 449 d. — dıaßıovar: 8.
zu 506 a. (dıanse@vdnvar) und
zu 521 a. (diauayeodaı). — ol
rotroſßtrot: Der Art. bezeichnet
die Beschaffenheit als eine im Vor-
hergehenden bereits näher be-
stimmte. Kr. 50, 4, 6.— &u0adg:
TOPTIAZ. 1
6: xal Esovraı xuAol xayado) Tavınv nv apsınv Tv R
tod Ösnalag drayeıpiksıv & av rıs Enırosuy‘ sig db xal
ærcivv — yeyovs ul slg roùðoꝶç — Eiinvas,
Aguorslöng 6 Avaıudyov‘ ol ob moAlol, & Apıozs, xaxot
yiyvovrar Tov Övvaorav.
"Onse ovv EAsyov, Enesdav 6 Padauavdvg Exslvos
T010070v va Adßy, KAAo ubv tepl aVToÜ 0Ux- oldev 0V-
dev, 009 Horıg 0U9 avrıyov, ori OF movngog tig‘ xal
zodro xarıdav aneneuypev sis Taprapov, Enionunvdus-
vog, &av re baaımog av te avlarog doxgj alvaı " 6 Ö8 Exsice O
EYLıXöusvog Te HEOONKoVTa naoyaı. Evlors d’ aAAnv sicı-
dav oaiwns Beßımrviav xal usT' aAmdelag,dvögos ldımrov
N &AAov Tivog, ualıora usv, ZymyEopnu, a Kalklxisız,
gpıA0o00pov ra auroü upabavrog xal ou noAvapnyuovn-
oavros &v ro Bla, ydadn rexel ds uaxdpmv vndovg ank-
KEU)E, Tavra raüra nal 0 Alanog‘ Exdrspog Öb rovımv
5236 C
82
zu 463 c. (fe te...sere) u
zu Athen. vgl. 449 b. — xuadol
zu 452 c. Anders 481 a. —
xayadol: 8. zu 470 e. — dıa-
zeugißeiv: ‘verwalten; bei Platon
ein «ra elgnu&vor., —
B. eis tovg . E.: “sein Ruhm
verbreitete sich auch unter die
übrigen Hellenen. s. zu Prot.
312 a. — Agsorslöng: s. die
Einl. —
örso ov» ?Aeyov: knüpft den
unterbrochenen Faden der Erzäh-
lung an 525 a. an. — 00 wvrı-
vo»: entsprechend der im Grie-
chischen üblichen Bezeichnung
‘einer Person durch Angabe des
Vaters (wie kurz vorher Agıozei-
öns 6 Avsıudyov) oder, wenn
die Familie eine von Alters her
berühmte ist, des Ahnherrn. —
x*ovnoos zig: naml. oldev. —
— 8. zu 484 a. (aV-
eyavn). — Emionumvansvosg:
s. die Einl. — dd» re . dav re
& d. 8: ‘ob er heilbar oder
unheilbar zu sein scheint. vgl.
©. u mgoonKnoFT« —X :
vgl.525 a. — allnv: ergz. Yv-
nv, als ob vorangienge zoov- ⏑
Tov rıvog Yuynv Aaßn. — idım-
Tov: im Gegensatze zu ol Öv»«-
usvot. 8. zu 525 e. — iyayepr-
wr: parenthetisch, wie das so häu-
tige olueı, statt dessen hier das
nachdrucksvollere Verb. stebt, —
noAvmgayuornjoavrog : : zolv.
wgaywovEiy, entgegengesetzt dem
T& &vTOV MopKtTsıY9 ‘sich unnütz
in fremde Dinge einmischen, die
einen nichts angehen. Apol. 31
c. Demosth. Phil. I, 42. Den Ge-
gensatz bildet z& «@vroV Roar-
t&ıv "seine eigenen (besonders die
Seele betreffenden) Angelegenhei-
ten besorgen.” Timaios 72 a. ev
aa malon Asyeraı TO ReKTıEv
al vavcı TE TE Kvrov nal
Gœuròv OWYEOVL 409@ zE00N-
#eıy. Repbl. 4, 433 a. xal un»
14*
917 MAATSNOE 526 C
6a ßdor Eyov dırakar‘ 00% Mivas Enıan I nov ad Tas,
D uuvog &ywv zovaovv oxjrtooV, @s pydıv Odvaoevs 0
Oungov idstv avrov
1gv080v GujmigovV Eyovra, Heworsvovre vEexvodıv.
Ey wEv ouᷣv, — alacxdests, UNO rovrov rov Aöyav TtE-
zeroua, xl BROT ORME anopavodunı To Kor as vyue-
orcir nv cnv yuynv' zaigeıv odv Eidng rag tınds tag av
zoAlov avdourav, ınv aAndsLav Oxonav wEıpadounL
To Ovrı mg av duvmunı BeAtıorog @v nal Ejv nal Ensıdav
E Anodvnaxw anodvnaxsv. mapanale Öbxel vous dAAovs
ravras avdomrovs, nad 000v dvvauıı, xal In xal a8
avrızagaxalö di roũrov roV Blov nal tov ‚ayave Tod-
cov, 0v &y0 Yu dvıl zavıav cov evdäde ayavov
eivaı, Kal ‚sveidige 001, or 00 olög 7 ' Eos cavra
Bondnoan, örev n Ölan 001 N) xal 7 xolaıs 7v vor &n
&yo EAsyov, alla EIdEV apa Tov dıxaaınv Tov tig
orı ye TO T& AvTod Rodtrev
nal un moAvmgayuoveiv dıncaıo-
ovvn fori, xal, todo Mlwv TE
zollov ARTROC WED xcel aurol
roAldxıg elonnauer. — TaUTO
ravra: näml. more. — 6aßdov
£y0» ö.: Sonst erscheint saßdos
gleichbedeutend mit oXnzro0V
als Abzeichen der richterlichen
oder obrigkeitlichen Würde. vgl.
zu Prot. 338 a. (daßdoöyov). —
Bmıoxonav: vgl. 524 8. —
D. O. ö. 'Ounjoov: “der Ho-
merische —— Od. bei Ho-
meros. xevosov....: Od. A, 568.
— ulv own: 8. zu 509 a. —
oxoꝝõõ 6. Eropavonunı :. .:
‘sorge meine Seele dem Rich-
ter „möglichst gesund vorzustel-
ten. — zalgeıv 0. ddoag: 8. zu
458 b. — rag rıuas.. .. @v-
Hearwv: Symp. 216 e. sagt Al-
kibiades von Sokr. bore, Orı ovr
el zig nardg darı, uelsı ao
o vᷣdtẽv, alld nurapgovei Tooov-
top, 6009 000’ av eig olndeln,
odr ei tus mAOVOLOS, ovr & al-
Amv uva rıunv Ego» av
und An Fovs uaxagıdo-
uevo v. nyeitaı dE navca vav-
Te TE Arnnara „ovdevög adıa
ri. ab tınal al züv zollwv
rd ERTrV sind ‘die Ehren (Wär-
den, Aonores), nach denen die
Mehrzahl der Menschen trachtet,'
deren Besitz oder Erstrebung also
fürein Charakteristisches
bei ihnen ‚gelten, kann. Kr. 47, 5,
13. — nv aAndeıav 0x : mit
Bezug auf c. —
E. ul ön al ob: "insbeson-
dere dich. C. 624, 4. — avtı-
zapanaio . . .: mit Rückblick
auf 521 a. u. 4860. f. — avıl
navrwv...elvar: “der, wie ich
behaupte, "über alle Wettkämpfe
der Welt geht. vgl. Kr. 68, 14.
— öradltn 001... .: Parodie
auf 486 a. f. — raw... :
von der Zukunft, wie Prot. 335
213
Alyivng vlov, Ensıdav vov EnıAaßopsvog ayr, Xacun-
osı xal lAuyyınaaıs ovdlv Nrrov, ij &ya Evdade, au 527
&xel, nal 68 long runınosı vıg nal Emil xogong ariumg
xol navıag roonnlaxıei.
Taya Ö’ oUv teure wüdog aoı doxsi Adysasdaı @e-
EP YoXög al xarappoveis aurav, nal oVöEv pP av
1v Havuasrov xarapooveiv rovrmv, sl nn Emroüvreg
sigouev —R BeAtio xal aANdEOTEEa sUpelv‘ vor Ob
0065, ori Toeig övras uetę, olxs Vop@rarotl eore ov
vöv Eilyvorv, ovu re xal IloAog xal Topylag, 0U%x äysre B
anodsikaı, as Ösi aAkovrıva Biov fijv N Toürov, bo-
ep xal Eneiss paiveraı Ovupeomv. dAl Ev ToooVrolg
Aoyoıg av KAAwv EAspyoufvav WOVog oſrog nouet 6
Aoyos, wg svAaßnreov Earl To adınslv uailov N To
adıxsiodaı, xul auvrog uaAdov avdgl weistnteov ou
10 Öoxelv eivaı ayadov aid ro eivaı, ui löle ul
Önuooie‘ &av Ö8 Tıg nara rı xax0g Yiyınrar, xoAn-
527B TOPTIAZ.
88
b. @AX dnaıdav 0v Bovan dın-
Aysodaı sch. — vov ıng A.
vlov: Aiakos. Die Antonomasie,
in der zugleich eine Anspielung
auf den Geburtsort des K. und
des Aiakos selbst, nämlich auf
die nach jener Nymphe benannte
Insel Aigina, liegt, klingt feier-
licher als der blosse Name. —
527 A. Tüye ... Aöysodaı :
vgl. 523 a. oxs —* Sprich-
wörtlich ist ygaav vos, Aın-
menmärchen. vgl. Tbeait. 176b.
Repbl. 1, 350 e. &yo de ooı,
Wong Taig yoavol rais Tovg
uvdovg ‚keyovanıg, ‚elev o xcl
KATAVEVOOUAL KU KVaAVEVCOHML.
Hor. Sat. 2, 6, 77. Cervius haec
inter vicinas garrit aniles ex re
Jabellas. — xarapgoveiv: näml.
oe. — 0fneo 009WTarO0L .. .:
vgl. Prot. 337 d., welche Stelle,
mit der vorliegenden verglichen,
die mit Ironie verbundene An-
spruchslosigkeit des Sokr. gegen-
über dem (oft naiven) Dünkel der
Sophisten sehr treffend charak-
terisiert. —
B. &. ı. Biov iv: 8. zu 507
e. — £xeioe: ‘dort hinüber; in’s
Jenseits, in das andere Leben ;
eine bei Platon häufige (jedes
Mal durch den Zusammenhang
erklärte) Bedeutung. — Tov ül-
40V: näml. Aoyo». — nosuei:
"bleibt (unveränderlich fest) ste-
hen. Legg- 10, 891 a. to zegl
vonovs moooTayuara Ev yodp-
— ———— —E NE8-
kei. — oð rò —E sprich-
wörtlich nach Aischyl. Beptem,
592 (Amphiaraos) 0 KL do-
neiv &gıorog, aA eivnr Der
Ast. (Bopbl. 2, 36% a.) Sall. Cat,
214 MIAATQNOS
527 B
orcos dori, xal rodro Ösvrspov Ayadov uera To slvaı
Cölxcıov, zo yiyvsodaı nal voAafousvov dıdovan Ölanv
x0 naoav xoAunelav va ınv wepl Eavrov va av neol
tovg aAdovg, xal Epl OAlyovg xal nepl:zoAlovg, pev-
xrdov' xal ci; Ömropıxi) ovrw yonsTdov En) To Ölxauov
al, al vH aAln don noaeı. duol edv meidouevog
'0xoAovdn00V dvraüde, ol Apırousvos EUdaLuovnGsıg
zul fav xal veisvrnaus, og 6 Aöyog Onmelvs. xl
da00v Tıva G0v xaTappovnidaı WE Avojrov xal x00-
Danlaxiocı, dav Bovintaı, xal vol ua Aia ou ya dap-
-
qõv narakaı yv &rıuov Tavınv nAnynv‘ ovötv yag
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dav box] yonvaı, Enidnoousde Tolg woAırızois, N oö⸗-
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Ovrsg BovAsvsadeı 7 vüv. aloygov yap Eyovrads yE
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E Övras, oig ovÖgnors tavra doxel nspl TaV avıav, xal
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zog &gıorog roũ Biov, xal mv Öıxaoovvnv xal nv
aAAnv agsınv aoxodvrag nal fiv nal Tedvavaı. Tovra
54. (Cato) esse quam videri bo-
— 6u ye: verb. mit &xoov. —
.nus malebat. —
nv Arıuov r. wi.: d.i. das zV-
Ü. rò yiyvscher: näml. di-
#aıov.— xolafowevov:“dadurch,
dass man gezüchtigt wird. — dx}
zo dinaıov : 8.zu 480 b. — duol
ov»v neıdouevVog . . .: Erwiede-
rung auf den guten Rath des K.
486c. — ar. Bvraüde: d.i. eig
Todrov rôv Tg0N0V. tod fiov.
&vravde bei Verb. der Bewegung
s. Kr. 66, 3, 6. — og... 07-
naive: 5. zu 5ll b. —
D. val na Ala: s. zu 483 e,
zteoheaı &ni nogEns, wovon oben
a. mit Bezug auf 486 c. die Bede
war. — Tore N0n: ‘erst dann.
dnıInoousde rois n.: accede-
mus ad rem publicam gubernan-
dam. Kr. 48, 11, 5. C. 437. —
Ensıra: 8.zu 456 d. — veavısv-
809: 8. zu 482 c. — oc tl
Ovrag: 8. zu 472 a. —
E. xol trade: .2u492c. —
sis Toooüro» N. d.: 8.20 487 b.
— GOXOUFTaS: ErgE. Nua'g Aus
527E
TOPTIA2.
215
ovV Enaueda ‚„ “al rovg aAkovg zaganahuuev, u
dxsivo, © 00V Auorevo⸗ ——x»»——
Ösvog Kos, 0 Koiklaisıs.
dem vorangehenden Nuiv. — rov-
zo: näml. zo Aoym. — xal tovg
di. naganalönev: vgl. 526 e. —
& 09 IorzV@v: im Gegensatze
zu 526 d. dy@ u8v 00V url. —
?orı yao .. .: Mit Bitterkeit,
aber erst nach sicherer Begrün-
kort yag oV-.
dung, wirft Sokr. dem K. sein
schlecht begründetes Verdam-
mungsurtheil (492 c.) zurück. Die
schneidende Schärfe der Schluss-
worte wird durch die ironisch
trauliche Anrede nicht wenig
erhöht. —
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by retaining it beyond the specified
time.
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Ahuone organ.
I)
044 085 1